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Jordaniens U16: Intensive Fußballwoche in Bayern

Von am 16. September 2014 – 12.18 Uhr

Im Rahmen der Kooperation des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) und des jordanischen Verbandes (JFA) war die jordanische U16-Nationalelf eine Woche lang zu Besuch in der Sportschule Oberhaching vor den Toren Münchens. Und sammelte dort bleibende Eindrücke.

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Neben dem kulturellen Austausch, dem Knüpfen neuer Kontakte und Freundschaften stand vor allem die Trainingsarbeit mit zwei Einheiten pro Tag auf dem Gelände der Sportschule im Vordergrund. Dazu kamen für die 12- bis 15-jährigen Mädchen aus dem Mittleren Osten an drei Tagen Vergleichsspiele mit regionalen bayerischen U14-Auswahlen..

Erstmals auf Rasen
Am ersten der drei Spieltage wurde ein Mini-Turnier mit den Regionen West- und Ostbayern durchgeführt, bei dem die Gäste aus Jordanien mit 1:4 und 0:5 verloren. „Meine Spielerinnen haben noch nie auf Rasen trainiert, geschweige denn darauf ein Match absolviert“, so die erst 26-jährige jordanische Trainerin Manar Fraij.

Erfolgserlebnis
Doch die ersten Spiele und Trainingseinheiten auf dem unvertrauten Terrain zeigten schnellen Erfolg, denn schon einen Tag später gab es für Jordanien einen vielumjubelten 2:1-Sieg gegen Nordbayern. Zum Abschluss gab es eine 0:2-Niederlage gegen eine Regionalauswahl aus Südbayern – das straffe Trainingsprogramm forderte seinen Tribut.

Bleibende Eindrücke
Außerdem gab es ein gemeinsames Training mit den U17-Juniorinnen des FC Bayern München und den U16-Juniorinnen des BFV. Darüber hinaus standen in einer intensiven Trainingswoche für die Trainer des jordanischen Verbands Taktikschulungen durch die bayerischen Auswahltrainer an.

Die U16-Nationalelf aus Jordanien

Die U16-Juniorinnen aus Jordanien knüpften zahlreiche neue Kontakte © BFV

U17-WM 2016 im Blickfeld
Manar Fraij zog ein positives Fazit. Sie sprach von einer exzellenten Vorbereitung auf die Spiele ab Oktober, wenn ihr Team in der Gruppenphase der U16-Asienmeisterschaft auf die Teams von Bangladesch, Iran, Indien und Katar treffen wird. Das große Highlight steht 2016 an, wenn Jordanien als automatisch qualifizierter Gastgeber die Weltelite zur U17-Weltmeisterschaft empfangen wird.

Dr. Koch: „Jordanien hat Vorreiterrolle“
BFV-Präsident Dr. Rainer Koch sagt zur Zusammenarbeit: „Jordanien ist ein großer Stabilitätsfaktor in der Region. Das Land hat im Zuge der Flüchtlingskrise unglaublich viele Menschen aufgenommen und wird auch von der Bundesregierung unterstützt. Im Frauenfußball nimmt Jordanien inzwischen eine Vorreiterrolle in der Arabischen Welt ein. Das Potential ist sehr groß. 2005 gab es in Jordanien erst 30 Spielerinnen, heute schon über 2000. Ich freue mich, dass wir für den Frauen- und Mädchenfußball einen interessanten Partner gefunden haben.“

Kooperation seit dem Frühling
Die Kooperation mit dem JFA besteht seit dem Frühjahr des Jahres. So hatte das Frauen-Bbundesligateam des FC Bayern München in diesem Frühjahr bei seinem Jordanien-Besuch unter anderem zwei Freundschaftsspiele gegen Jordaniens A-Team bestritten und das jordanische Flüchtlingslager Za’atari besucht. Die vorerst bis zum 31. Dezember 2016 abgeschlossene Kooperation soll schon bald mit weiterem Leben gefüllt werden. So soll etwa in der ersten Jahreshälfte 2015 eine bayerische Mädchenmannschaft nach Jordanien reisen.

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