Norwegen, Spanien und Frankreich für WM qualifiziert

Von am 14. September 2014 – 12.40 Uhr

Neben Deutschland durfte sich am Samstag ein europäisches Trio über die erfolgreiche Qualifikation für die Frauen-WM 2015 in Kanada freuen. Vor allem in Spanien war die Freude riesengroß.

Neben der Schweiz, England und Deutschland haben nun auch Norwegen, Spanien und Frankreich ihren Startplatz für die Frauen-WM in Kanada (6. Juni bis 5. Juli 2015) sicher. Die DFB-Frauen beseitigten die letzten mathematischen Zweifel durch einen 4:1-Sieg in Russland und auch die anderen drei Teams ließen sich die große Chance am gestrigen Spieltag nicht nehmen.

Norwegen gewinnt zweistellig
Norwegen erledigte seine Hausaufgaben beim 11:0 (4:0)-Sieg in Albanien in überzeugender Manier. Beste Torschützin war Isabell Herlovsen mit drei Toren (18., 45.+2, 82.), Caroline Graham Hansen (40., 89.) vom VfL Wolfsburg sowie die früheren Potsdamerinnen Ada Hegerberg (60., 63.) und Kapitänin Maren Mjelde (34, 66.) trafen jeweils doppelt. Die weiteren Treffer erzielten Emilie Haavi (85.) und die eingewechselte Ida Elise Enget (90.+1).

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Caroline Graham Hansen

Traf doppelt: Caroline Graham Hansen © Nora Kruse / ff-archiv.de

Even Pellerud begeistert
Norwegens Trainer Even Pellerud freute sich: „Ich hatte das Glück, schon an einigen Endrunden teilnehmen zu dürfen, aber das Gefühl, sich qualifiziert zu haben, ist jedes Mal wieder aufs Neue fantastisch.“

Frankreich souverän zur Frauen-WM in Kanada
Frankreich machte die Teilnahme an der Frauen-WM in Kanada durch einen 2:0 (1:0)-Auswärtssieg in Finnland perfekt. Louisa Necib (24.) und Gaëtane Thiney (58.) trafen für die Französinnen. Bei den Gastgeberinnen stand Bayern Münchens Torhüterin Tinja-Riikka Korpela im Tor. Wie Deutschland hat somit auch Frankreich alle seine bisher neun Qualifikationsspiele gewonnen.

Philippe Bergerôo: „Der Weg ist noch lang“
Frankreichs Trainer Philippe Bergerôo erklärte: „Ich bin sehr glücklich, auch wenn ich das nicht so nach außen zeige. Wir haben unser erstes Ziel erreicht und haben jetzt ein Jahr Zeit, zu arbeiten. Wir bleiben voller Demut, denn der Weg ist noch lang.“

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Spanien erstmals bei einer WM-Endrunde
Für Glücksgefühl unbekannter Art sorgte Natalia (28., 59.) mit ihren beiden Treffern beim 2:0 (1:0)-Sieg Spaniens in Rumänien, der die erstmalige Teilnahme an einer WM-Endrunde perfekt machte.

Schweden fast am Ziel
Schweden kam dank Treffern von Kapitänin Lotta Schelin (45.+2, 73.) und Lina Nilsson (5.) zu einem 3:0 (2:0)-Sieg gegen Bosnien-Herzegovina, am Mittwoch kommt es in Göteborg zum entscheidenden Spiel um den Gruppensieg, wo der letzte direkte Startplatz für die Frauen-WM in Kanada vergeben wird. Die Schwedinnen haben drei Punkte Vorsprung und das Hinspiel mit 3:1 gewonnen, so dass sogar eine knappe Niederlage die WM-Teilnahme perfekt machen würde.

Österreich gewinnt nur knapp
In einer spannenden und trefferreichen Partie kam Österreich trotz einer 3:0-Führung nur zu einem knappen 4:3 (3:2)-Erfolg gegen Ungarn. Zwei Tore von Lisa Makas (12., 20.) und ein Eigentor von Gabriella Tóth (14.) sorgten für eine nur dem Anschein nach sichere Führung, denn die Ungarinnen kamen durch Hoffenheims Dóra Zeller (27.) und Lilla Sipos (42.) noch vor der Pause wieder heran. Und Zsófia Rácz gelang kurz nach der Pause gar der Ausgleich (51.). Doch Nina Burger sorgte für die Entscheidung zugunsten der Österreicherinnen (67.).

Die Ergebnisse der Qualifikationsspiel zur Frauen-WM in Kanada im Überblick

Gruppe 1

Russland – Deutschland 1:4
Kroatien – Slowenien 1:0
Slovakei – Irland 0:1

Gruppe 2

Rumänien – Spanien 0:2
Italien – Estland 4:0

Gruppe 3

Dänemark – Malta 8:0
Island – Israel 3:0

Gruppe 4

Schweden – Bosnien-Herzegowina 3:0
Schottland – Färöer-Inseln 9:0
Polen – Nordirland 4:0

Gruppe 5

Albanien – Norwegen 0:11
Niederlande – Portugal 3:2 (Bayern Münchens Vivianne Miedema erzielte alle drei niederländischen Tore (28., 54., 68.).
Belgien – Griechenland 11:0

Gruppe 6

Ukraine – Türkei 8:0

Gruppe 7

Finnland – Frankreich 0:2
Österreich – Ungarn 4:3

Als Gruppensieger für die WM in Kanada qualifiziert:

Schweiz, England, Norwegen, Deutschland, Spanien, Frankreich

Schweden und Schottland im direkten Duell
In Gruppe 4 kämpfen Schweden und Schottland am Mittwoch, 17. September, in Göteborg um den letzten direkten Startplatz.

Play-off-Spiele
Die vier besten Gruppenzweiten (Spiele gegen den 1., 3., 4. und 5. ihrer Gruppe) bestreiten in zwei Runden Play-off-Spiele (25./26. Oktober und 29./30. Oktober sowie 22./23. und 26./27. November) um den letzten europäischen Startplatz.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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