Turbine Potsdam muss zum Angstgegner SGS Essen

Von am 7. September 2014 – 10.18 Uhr 5 Kommentare

Heute steht der 2. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga auf dem Programm. Dabei tritt Turbine Potsdam beim Angstgegner SGS Essen an, der FC Bayern München und der SC Freiburg feiern im direkten Duell Wiedersehen mit ehemaligen Spielerinnen.

Kaum hat die Saison begonnen, spricht Turbine Potsdams Trainer Bernd Schröder bereits von einem „richtungsweisenden Spiel“. „Für uns wird es dort ganz schwer, zumal Essen seine Mannschaft in der Vorbereitung größtenteils zusammen hatte, was bei uns nicht so der Fall war.“ Zwar gewann Turbine in der vergangenen Saison das Ligaspiel mit 3:1, doch im DFB-Pokal gab es in Essen den frühen Pokal-K.o.

In Essen nur wenig zu holen
„Wir haben in Essen in letzter Zeit nur ein Spiel gewonnen“, erinnert sich Schröder daran, dass eine Elf von den vergangenen vier Gastspielen nur eines gewann. „Ich denke, dass sie uns auch diesmal sehr zu schaffen machen werden. Wir müssen auf Sieg spielen, keine Frage, schließlich haben wir den Anspruch, weit vorn mitzuspielen.“

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Spielszene zwischen der SGS Essen und Turbine Potsdam

Duelle zwischen der SGS Essen und Turbine Potsdam waren in letzter Zeit immer heiß umkämpft © Frank Gröner / girlsplay.de

Potsdam mit physischen Vorteilen
Und auch diesmal gibt sich die SGS Essen kampfeslustig: „Wir haben kaum Druck, weil wir schon drei Punkte auf der Habenseite haben. Durch den Auftaktsieg in Duisburg haben wir Selbstvertrauen getankt”, meint Essens Trainer Markus Högner, der allerdings womöglich auf Madeline Gier und Isabelle Wolf verzichten muss. Spielerisch sieht Högner seine Elf „mindestens auf Augenhöhe“ mit Turbine, allerdings sieht er im physischen Bereich den Vorteil auf Seiten der Gäste.

Bell will passgenauen Tempofußball
Der Bundesliga-Sonntag wird um 11 Uhr mit der Partie des 1. FFC Frankfurt gegen den MSV Duisburg eröffnet. Die Frankfurterinnen starteten in der vergangenen Woche mit einem 1:1 beim FC Bayern München in die neue Saison der Allianz Frauen-Bundesliga. FFC-Trainer Colin Bell möchte im Heimspielauftakt “an die in München gezeigte Leistung in der zweiten Hälfte anknüpfen” und passgenauen Tempofußball durchsetzen. “Uns erwartet ein Gegner, der sich im Sommer in verschiedenen Bereichen neu aufgestellt hat und keinesfalls – auch wenn das Auftaktspiel knapp verloren wurde – zu unterschätzen ist.”

Jessica Fishlock vor Debüt
Zum FFC-Kader gehört mittlerweile auch Jessica Fishlock. Die walisische Nationalspielerin ist am Donnerstag in Frankfurt eingetroffen. MSV-Trainerin Inka Grings erwartet entsprechend offensive Frankfurterinnen und will daher die Defensive stärken, gibt sich aber auch in der Offensive kämpferisch: “Wir wollen Frankfurt ärgern und auch möglichst ein Tor schießen.”

FC Bayern reist in den Breisgau
Darüber hinaus empfängt der SC Freiburg den FC Bayern München. Die Statistik spricht klar für den FC Bayern, der neun der bisherigen 12 Ligaduelle gewinnen konnte. FCB-Trainer Thomas Wörle kommentiert: “Freiburg war beim Saisonauftakt (in Wolfsburg) gut organisiert, hatte ein schnelles Umschaltspiel, aber wir wollen dort erfolgreich sein.”

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Melanie Leupolz

Melanie Leupolz (re.) trifft auf ihren Ex-Verein SC Freiburg © FCB Frauenfußball

Erstmals wieder mit Amber Brooks
Beim Wiedersehen unter Freunden wird es ein großes Hallo geben. Denn Bayern Münchens Melanie Leupolz und Caroline Abbé spielten in der Vorsaison noch in Freiburg, das in Clara Schöne, Nicole Banecki und Sarah Puntigam gar drei Ex-Bayern-Spielerinnen im Kader hat. Die Münchnerinnen können erstmals wieder US-Rückkehrerin Amber Brooks einsetzen, die gegen den 1. FFC Frankfurt nur als Zuschauerin im Stadion war.

Duell der Aufsteiger
Zwischen dem Herforder SV und dem SC Sand kommt es in der Allianz Frauen-Bundesliga bereits früh in der Saison zum Duell der Aufsteiger. Während der SC Sand zum Auftakt gegen den FF USV Jena zumindest ein Remis ergatterte, verlor Herford bei Turbine Potsdam deutlich. Für beide Teams geht es im Duell mit einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf um echte “Big Points”.

Familienfest in Jena
Der FF USV Jena empfängt zum ersten Heimspiel, in dessen Rahmen der Club ein Familienfest veranstaltet, die Elf von Bayer 04 Leverkusen. Beide Teams kamen am ersten Spieltag nicht über ein Unentschieden hinaus. Leverkusens Trainer Thomas Obliers meint: „Das Duell in Jena wird ein toller Gradmesser für unseren Leistungsstand. Wir werden absolut gefordert sein, aber wenn wir an unsere Leistungsgrenze gehen, bin ich sicher, dass der erste Saisonsieg für uns möglich ist.“

Arbeitssieg des VfL Wolfsburg
Bereits am Samstag gewann der VfL Wolfsburg sein Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim durch ein frühes Eigentor von Kristin Demann mit 1:0 und schob sich somit vorerst an die Tabellenspitze in der Allianz Frauen-Bundesliga.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    @Markus,
    Der „Ehrentreffer“ für WOB war ein klares Eigentor von TINI DEMAN!!! 😉

    Ich bin sehr gespannt, wie sich TURBINE heute in Essen presentieren wird!!!
    Richtungsweisend ist das Spiel wohl insoweit, da wir gegen Herford überhaupt nicht gefordert wurden, und somit noch nicht wissen wo wir stehen!!! 😉
    Ein gutes Spiel mit einem Dreier gekrönt, könnte uns viel Selbstvertrauen für das Spiel gegen Frankfurt geben!!! 🙂

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  • Markus Juchem sagt:

    @Detlef: Danke, korrigiert.

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  • AdiPreissler sagt:

    Beim 6:0 von Frankfurt kann man nur die mangelnde Chancenverwertung bekritteln. Bei einem weiteren angeblichen Abseitstor (viele falsche Abseitsentscheidungen), einem Pfostentreffer und weiteren 20 Großchancen hätte das Spiel locker zweistellig enden müssen. Duisburg vorgeführt wie letztes Jahr Sindelfingen und Cloppenburg.

    Gegen eine durchschnittliche oder gar gute Mannschaft wird diese Aufstellung mit nur einer Abwehrspielerin allerdings hinten Probleme bereiten.

    Duisburg klarer Abstiegskandidat.

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  • Altwolf sagt:

    Da hatte ich schon gedacht die Liga wäre doch ausgeglichener und es kämen diese Kantersiege nicht mehr vor.

    Entweder war der 1.FFC so gut oder der MSV zu schwach.

    Der „Goalgetter“ scheint da ja P.Kuznik zu sein.

    Einige Anmerkungen zum Live-Ticker des DFB:

    Keine Info über den Spielverlauf aus Essen und Jena, das wirkt nicht sehr professionel.Nur Anstoßzeit und Ehrung aus Essen. (:

    Bei den anderen Spielen kann wenigstens ein Eindruck vom Spielverlauf vermittelt werden.

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  • balea sagt:

    @Altwolf

    Über die schlechte visuelle darstellung bei DFB – TV und der Torschow wurde ja schon geschrieben – abr dieser Liveticker ist auch ziemlich enttäuschend.
    Dabei haben sie ja ihre ganzen Seiten überarbeitet. Aber warum kümmert man sich nicht drum, dass bei jedem Spiel jemand sitzt und ein paar Kommentare in die Software hineintippt? Da könnte man doch sicher ohne Probleme ein paar regionale Blogger, Lokalredakteure oä finden, die das gegen ein kleines Honorar erledigen. Der DFB nagt nun nicht gerade am Hungertuch.
    Allein Potsdam mit seinem eigenen Liveticker, Bayern auf twitter und ich glaube Leverkusen kümmen sich um die Aussendarstellung.

    Wie kann man tausende an Euros für Bandenwerbung, Logos und sonstwas ausgeben und sich nicht drum kümmern, das man halbwegs ein Mindestmass an Liveinfos und Bildern der wichtigsten Spielszenen liefert? Das ist einfach komplett dilettantisch.

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