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Kathy Hendrich: „Ich wollte schon immer in Frankfurt spielen“

Von am 4. September 2014 – 12.05 Uhr

Am vergangenen Sonntag bestritt Nationalspielerin Kathy Hendrich ihr erstes Bundesligaspiel für den 1. FFC Frankfurt. Die 22-Jährige Defensivspezialistin hat in diesem Jahr einen steilen Aufstieg hingelegt. Und das soll erst der Anfang gewesen sein.

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„Ich freue mich, dass es nach den Vorbereitungsspielen endlich losgegangen ist, am Sonntag haben wir gesehen, wo wir stehen. Bayern München zählt für mich in diesem Jahr zu den Favoriten“, so Hendrich, die mit einem 1:1-Remis beim FC Bayern München in die neue Saison gestartet ist.

Kindheitstraum wird wahr
Im März feierte Hendrich beim Algarve Cup ihr Debüt in der Nationalelf und mit dem Wechsel von Bayer 04 Leverkusen zum 1. FFC Frankfurt ging vor der Saison gar ein Kindheitstraum in Erfüllung, wie sie auf der Saisoneröffnungspressekonferenz in der vergangenen Woche verriet. „Ich wollte schon immer in Frankfurt spielen, wirklich!“, hatte Hendrich vor einer schmunzelnden Journalistenschar die Lacher auf ihrer Seite, die fälschlicherweise eine einstudierte PR-Floskel vermuteten.

Schnelle Eingewöhnung
Die Tochter eines Deutschen und einer Belgierin hat sich schnell in der neuen, professionellen Umgebung eingewöhnt. „Ich bin sehr gut aufgenommen worden, alle waren sehr offen und ich habe mich schnell wohl gefühlt.“ Bei der schnellen Eingewöhnung geholfen hat auch Freundin Marith Prießen, die zusammen mit Hendrich an den Main wechselte.

WG mit Marith Prießen
„Sie ist für mich eine Bezugsperson, das hilft einem schon, wenn man irgendwo neu ankommt“, so Hendrich, die zusammen mit Prießen unweit des Trainingsgeländes am Frankfurter Rebstock eine WG gegründet hat. Darüber hinaus kennt sie einige Spielerinnen aus der Nationalelf oder etwa Torhüterin Anke Preuß aus der gemeinsamen Zeit bei der U20. Und so genießt sie die ganz besondere Atmosphäre beim 1. FFC Frankfurt.

Ganz besondere Atmosphäre
„Was mich sehr gefreut hat und was bemerkenswert ist, ist die Mischung aus den hier herrschenden familiären Verhältnissen und dem Erfolgsgedanken. Man ist untereinander in der Mannschaft gut befreundet, aber wenn es auf den Platz geht, gibt wirklich jeder Vollgas und dann werden die Freundschaften dann auch für zwei Stunden vergessen.“

Kathy Hendrich vom 1. FFC Frankfurt beim Interview

Fulminanter Aufstieg: Kathy Hendrich © 1. FFC Frankfurt

Erfahrene Bundesligaspielerin
Mit ihren 22 Jahren kann Defensivspezialistin Hendrich schon auf die Erfahrung von über 100 Bundesligaspielen blicken, dazu hat sie alle Juniorinnen-Auswahlen des DFB ab der U15 durchlaufen. Und seit dem 5:0-Sieg der deutschen Mannschaft gegen Island beim Algarve Cup darf sie sich auch Nationalspielerin nennen. Doch abheben tut sie deswegen noch lange nicht.

Volle Konzentration auf den FFC
„Meine persönlichen Ziele sind, dass ich in jedem Training hundert Prozent Vollgas gebe, alles andere liegt dann nicht in meiner Hand. Aber ich hoffe natürlich auf zahlreiche Spielzeit“, so Hendrich, die auch davon träumt, den Sprung in den Kader für die Frauen-WM 2015 in Kanada zu schaffen. „Die WM ist noch weit weg. Ich möchte mich jetzt erst einmal auf den FFC konzentrieren, der Rest kommt dann hoffentlich von alleine.“

Kein Team unterschätzen
Nun steht für Hendrich am Sonntag mit dem 1. FFC Frankfurt am Brentanobad das Heimspieldebüt gegen den MSV Duisburg auf dem Programm und sie warnt davor, irgendeinen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die Liga rückt immer mehr zusammen. Auch wenn die üblichen Verdächtigen wie immer die Favoriten sind, wird es auch dieses Jahr wieder Überraschungsmannschaften geben.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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