Home » Bundesliga Frauen

Bayern München fordert 1. FFC Frankfurt

Von am 31. August 2014 – 11.33 Uhr 4 Kommentare

Das Topspiel am ersten Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga steigt heute ab 14 Uhr im Grünwalder Stadion in München. Dort empfängt der FC Bayern München den 1. FFC Frankfurt. Darüber hinaus werden vier weitere Spiele ausgetragen.

Anzeige

Das Duell zwischen dem Vierten und dem Zweiten der Vorsaison wird für beide Teams eine erste Standortbestimmung werden. „Testspiel sind etwas ganz anderes als die Bundesliga. Das wird eine ganz spannende Sache“, so Bayerns neue Mittelfeldspielerin Melanie Behringer, die in der Vorsaison noch beim Gegner spielte, im Gespräch mit Womensoccer.de.

Behringer: „Frankfurt ist Favorit“
„Frankfurt ist auf jeden Fall Favorit, Lena Lotzen ist ein großer Verlust für uns und Frankfurt hat mit Verónica Boquete und ‚KG‘ kommt zurück, sie werden eine starke Mannschaft haben“, so Behringer, die ihr Team trotzdem nicht chancenlos sieht. „Wir haben trotzdem gutes Potenzial und Frankfurt weiß auch noch nicht, wo sie stehen.“

Melanie Behringer im Trikot des FC Bayern München

Melanie Behringer: „Wir werden eine richtig gute Gruppe sein“ © FCB Frauenfußball

Erfahrung für den jungen Kader
In München wird Behringer fast wie in Frankfurt im zentralen Mittelfeld spielen und als zweitälteste Spielerin im Bayern-Kader mit ihrer Erfahrung die jungen Spielerinnen führen. „Am Anfang wird es schwer werden, weil wir acht Neuzugänge haben und uns alle erst noch finden müssen. Mitte Ende der Saison werden wir eine richtig gute Gruppe sein.“ Auch gilt es für den Kader mit dem höchsten Anteil an Ausländerinnen – 15 von 24 Spielerinnen kommen nicht aus Deutschland – , sich sprachlich schnell zu finden.

Gleich zu Beginn gefordert
FFC-Trainer Colin Bell und mahnt: „Wir sind gleich zu Beginn gefordert, eine hochkonzentrierte Leistung abzuliefern, die Zweikämpfe anzunehmen und einen hohen läuferischen Aufwand zu betreiben.“ Neuzugang Verónica Boquete und NWSL-Rückkehrerin Kerstin Garefrekes werden dem FFC-Kader vermutlich angehören. Jessica Fishlock spielt hingegen in der NWSL mit Seattle Reign noch um die Meisterschaft.

Potsdam empfängt Aufsteiger Herford
Der 1. FFC Turbine Potsdam bekommt es am ersten Spieltag mit dem Herforder SV zu tun – zwei Teams, bei denen die Voraussetzungen nicht unterschiedlicher sein könnten. Während die Potsdamerinnen die Qualifikation für die Champions League schaffen wollen, geht es für den HSV darum, im dritten Anlauf in der ersten Liga endlich Fuß zu fassen. „Wir kämpfen um den Klassenerhalt und wollen für die eine oder andere Überraschung sorgen“, sagt HSV-Spielerin Lena Hackmann. Verzichten müssen die Herforderinnen in Potsdam noch auf Neuzugang Jessica McDonald.

Revierderby in Duisburg
Inka Grings, neue Trainerin des MSV Duisburg möchte am Saisonende bestes Team in NRW sein. Passend also, dass es gleich zum Saisonauftakt zum Revierderby mit der SGS Essen kommt. Die vergangene Spielzeit beendete die SGS auf Rang sechs, Duisburg auf zehn. Grings meint: „Wir freuen uns darauf und haben alles getan, um diese Premiere auch für uns zu entscheiden; ich denke, dass wir in der körperlichen Präsenz einen kleinen Vorteil haben. “ Ihrem Team gibt sie folgendes mit auf den Weg: „Möglichst wenig lange Bälle, möglichst viel attraktiven Fußball spielen.“

Martina Moser

Bewährte Hoffenheim-Kapitänin: Martina Moser © TSG 1899 Hoffenheim

Hoffenheim bei der Werkself zu Gast
Die TSG 1899 Hoffenheim, Aufsteiger der Vorsaison, reist zum Spiel zu Bayer 04 Leverkusen. „Aus den vergangenen Duellen mit Bayer wissen wir, dass sie Druck machen und die Spiele offensiv angehen. Deshalb müssen wir versuchen, sofort in Ballbesitz zu kommen und unsererseits gefährliche Aktionen zu haben“, sagt TSG-Trainer Jürgen Ehrmann. In der vergangenen Saison gelang das: Aus den beiden Duellen mit der Werkself holte die TSG vier Zähler. „Es wird ein kampfbetontes Spiel, deshalb müssen wir von der ersten Minute an wach sein. Wir sind absolut bereit für den Start“, so Bayer-Spielführerin Ramona Petzelberger. Die Leverkusener U20-Weltmeisterinnen Anna Klink, Theresa Panfil und Rebecca Knaak stehen noch nicht wieder im Kader.

Sand gibt Erstligadebüt
Der SC Sand ist erstmals in die erste Liga aufgestiegen und bekommt es zum Auftakt im eigenen Stadion mit dem FF USV Jena zu tun. Der USV konnte in der vergangenen Saison mit dem fünften Rang positiv überraschen. Bis auf die verletzte Noémie Freckhaus und die Kanadierin Alyscha Mottershead,  inzwischen wieder zu Ottawa Fury zurückgekehrt, sind alle Spielerinnen fit. „Wir haben in Nürnberg nochmals Selbstvertrauen getankt und freuen uns darauf, dass es endlich losgeht“, sagt Sands neuer Trainer Niko Koutroubis.

Jena will Rechnung begleichen
Jena will hingegen die Niederlage gegen Sand im DFB-Pokal-Viertelfinale der Vorsaison vergessen machen: „Beim Auftaktspiel möchten wir natürlich unsere offene Rechnung mit dem SC Sand begleichen, der uns in der vorherigen Saison im Viertelfinale des DFB-Pokals besiegte, wenngleich wir wissen, dass wir auf eine starke Mannschaft treffen werden.“

Meister Wolfsburg startet mit Sieg
Bereits am Samstag gewann Meister und Champions-League-Sieger VfL Wolfsburg das Saisonauftaktspiel gegen den SC Freiburg mit 3:0 (1:0).

Tags: , , , , , , , , ,

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

4 Kommentare »

Kommentar schreiben

Add your comment below. You can also subscribe to these comments via RSS

Seien Sie nett. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

You can use these tags:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar