VfL Wolfsburg gewinnt Saisonauftakt

Von am 30. August 2014 – 15.32 Uhr 12 Kommentare

Meister VfL Wolfsburg hat das Auftaktspiel der Saison 2014/15 in der Allianz Frauen-Bundesliga gegen den SC Freiburg klar gewonnen. Dabei konnten sich gleich zwei Neuzugänge als Torschützinnen auszeichnen. Martina Müller schoss gar ein Jubiläumstor.

Beim 3:0 (1:0)-Sieg vor 1 927 Zuschauern im VfL-Stadion am Elsterweg sorgten Vanessa Bernauer (28.), Martina Müller (73.) und Caroline Graham Hansen (79.) für einen gelungenen Saisonstart des Meisters gegen eine Elf aus dem Breisgau, die gut mithielt, aber offensiv mit wenigen Ausnahmen zu harmlos war.

Erste Chancen
Die erste Chance des Spiels bot sich dem VfL Wolfsburg nach einer Hereingabe von Anna Blässe, doch Anja Hegenauer klärte in höchster Not (10.). Noch aussichtsreicher war die Lage drei Minuten später, doch Babett Peter brachte den Ball nach Pass von Caroline Graham Hansen nicht unter Kontrolle (13.).

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Vanessa Bernauer erzielt erstes Saisontor
Wolfsburg erhöhte nach und nach den Druck und nach schöner Flanke von Verena Faißt war Neuzugang Vanessa Bernauer mit dem Kopf zur Stelle und erzielte den ersten Treffer der neuen Saison (28.). Die Wolfsburgerinnen hatten das Spiel weiter unter Kontrolle, doch in der 40. Minute mächtig Glück. Erst klärte Wolfsburgs Torhüterin Almuth Schult gegen Hasret Kayikci, den Nachschuss von Sylvia Arnold kratzte Luisa Wensing kurz vor der Linie weg.

Däbritz scheitert aus der Distanz
Der VfL fand zunächst nur schwer in die zweite Halbzeit, die Freiburgerinnen witterten ein wenig Morgenluft. Martina Müller hatte nach einer guten Stunde die erste nennenswerte Chance des zweiten Durchgangs. Die eingewechselte Sara Däbritz versuchte es mit einem Distanzschuss aus 25 Metern (72.).

VfL Wolfsburgs Martina Müller und Caroline Graham Hansen jubeln

Caroline Graham Hansen (re.) freut sich mit Martina Müller über ihren ersten Treffer für den VfL Wolfsburg © foto2press / Oliver Zimmermann

200. Bundesliga-Tor für Martina Müller
Doch Martina Müller sorgte für die Vorentscheidung, als sie mit dem zweiten Kopfballtor des Spiels und ihrem 200. Bundesligatreffer das 2:0 erzielte (73.). Nun spielten die Wolfsburgerinnen wieder befreiter auf, und Caroline Graham Hansen erzielt ihren ersten Treffer (80.). Die eingewechselte Selina Wagner (82.) und Lena Goeßling (85.) ließen weitere gute Chancen aus und auch Däbritz wollte der Ehrentreffer nicht gelingen (90.), so dass beim verdienten, aber etwas zu hoch ausgefallenen Wolfsburger Erfolg blieb.

Müller: „War wichtig, nachzulegen“
Martina Müller meinte nach dem Spiel: „Es war wichtig, dass wir den zweiten Treffer machen und nachlegen, denn vorher haben wir Chancen vergeben. Mir war gar nicht bewusst, dass es mein 200. Bundesligatreffer war. Ich freue mich besonders für ‚Caro‘, es ist wichtig für sie, ins Team reinzukommen.“

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Däbritz: „Zu wenig Chancen erarbeitet“
Sara Däbritz erklärte: „Wir haben gut angefangen, aber Wolfsburg hat immer mehr gedrückt und es ist verdient das Tor gemacht. Wir haben es heute nicht geschafft, richtig nach vorne zu spielen und uns entscheidende Chancen zu erarbeiten.“ Und Trainer Dietmar Sehrig ergänzte: “ Wir haben richtig gut begonnen und hätten in der intensiven ersten Halbzeit das 1:1 machen können. Aber wir konnten unser kompaktes und schnelles Spiel nicht umsetzten, das war nicht optimal.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • balea sagt:

    Nach den spannenden Spielen der U20 WM war das sehr enttäuschend anzuschauen. Insgesamt hat Freiburg das Spiel eher selbst verloren durch eine zu schwache (oder mutlose) Offensive und hinten durch individuelle katastrophale Fehler. Wolfsburg mit ein paar schnellen Kontern, aber im Grunde wars das schon… Frau Hansen mit einem Tor, aber auch ohne besondere Akzente. Für die vermeintlich beste europäische Mannschaft wenig überzeugend.

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  • tpfn sagt:

    Mein Fazit: Ohne Kessi ist Wolfsburg Kopflos, gute Physis und Sprints das wars. Kein schönes Spiel da sah das bei den U20 deutlich besser aus.

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  • never-rest sagt:

    Bei WOB passte noch nicht allzuviel zusammen. Hängt wohl auch mit dem Fehlen einiger Schlüsselspielerinnen zusammen. Ein geordneter Spielaufbau im WOB-MF fand weitestgehend nicht statt. Dagegen konnte Freiburg vor allem in der 1. Hz teilweise gefällig mit Kurzpässen kombinieren. Der Sturm der Freiburgerinnen war aber bis auf die eine Großchance viel zu harmlos. Abwehr,MF und Sturm von Freiburg standen viel zu weit auseinander. In der Abwehr hatte Freiburg doch erhebliche Probleme.

    Letztzlich haben das Spiel zugunsten von WOB Einzelaktionen entschieden. Da zeigte sich dann auch die individuelle Klasse des Meisters (Müller und Hansen). Auch Bernauer feierte einen gelungenen Einstand.

    Bei Freiburg konnte Benkrath ihre Qualität zeigen. Auch Däbritz war gleich nach ihrer Einwechselung voll da.

    Insgesamt ist der Sieg für WOB zu hoch ausgefallen.

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  • Altwolf sagt:

    Ein eher mühsamer Sieg über den SC Freiburg, der sich gut gewehrt hat mit intensivem Laufspiel und körperlichem Einsatz. jedoch „nur“ wenigen richtig gut erarbeiteten Torchancen. Trotzdem haben mich die Freiburgerinnen mit ihrem beherzten Auftritt „angenehm“ überrascht.

    Das MF mit L.Gößling und V.Bernauer zwar defensiv ordentlich aber noch zu wenig Bindung im Spielaufbau. Insbes. das Spiel in die Tiefe hatte zu viele Fehler.

    Besonders die AV mit St.Bunte ( heute nicht ihr Tag) und auch später N.Maritz wenig besser mit zu vielen Fehlern bei Ballannahme und Weiterleiten.

    Auch L.Wensing mit zu vielen Paßfehlern und Schwächen bei der Ballannahme.

    Zwischenzeitlich, gerade in der 2.Hz reichlich „Leerlauf“ und später auch teilweise, wie schon in Hz 1 gute Ansätze zu
    Torchancen – jedoch unkonzentriert und fahrig nicht zu Ende gespielt – teils auch zu kompliziert u. umständlich.

    Wenn man von noch guter Leistung sprechen will, dann A.Schult, N.Fischer, M.Müller wie auch C.G.Hansen (noch fehlt die erforderliche Bindung u.d.Eingehen auf ihre Iden) und durchaus auch I.Kerschowski mit Schwung nach ihrer Einwechselung.

    V.Faißt u.A.Blässe, wie auch B.Peter u. V.Bernauer (sie muß sich schneller vom Ball trennen) mit durchwachsener Leistung.

    Alles in Allem zwar letztendlich verdient, aber noch mit viel Luft nach oben.

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  • enthusio sagt:

    Ich würde es mal aus meiner Sicht so beschreiben:

    Neuzugang 1 (Bernauer) erzielte ein schönes Kopfballtor und spielte auch sonst recht auffällig.

    Neuzugang 2 (Graham Hansen) erzielte ebenfalls ein Tor und konnte ebenfalls in einigen Szenen gefallen und ihre Klasse aufblitzen lassen.

    Neuzugang 3 (Peter) spielte unauffällig, aber solide.

    Neuzugang 4 (Kerschowski) glänzte nach ihrer Einwechselung mit einigen guten Aktionen über links und der präzisen Flanke, die Müller zum 2:0 verwertete.

    Fazit: Es war zwar kein überragendes Spiel der Wölfinnen, aber für den Anfang lief es gar nicht mal so schlecht. Freiburg war insgesamt einfach zu harmlos. Ein Pflichtsieg ohne großen Glanz. Mit den vier Neuzugängen dürfte Kellermann im ersten Spiel dennoch zufrieden gewesen sein.

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  • Maskal69 sagt:

    Ich sah ein sehr unterhaltsames und aufschlussreiches Spiel zum Auftakt in die Bundesligasaison. Das bei beiden Mannschaften noch nicht alles rund lief, ist ja wohl selbstverständlich.
    Doch bei Wolsburg konnte man schon einige Details erkennen, mit welcher Spielweise man die Saison angehen wird.
    Habe auch schon meine Lieblingsspielerin in dieser Saison gefunden: C. Graham Hansen
    Es wird für die Konkurrenten München und Potsdam, sicher nicht einfach werden Wolfsburg paroli zu bieten.

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  • Stephen sagt:

    Was meinte der Reporter am Ende mit „Früher hatten diese Karten einen Namen den man jetzt nicht mehr benutzen darf.“?

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  • Altwolf sagt:

    @Maskal69.

    Was C.G.Hansen betrifft bin ich ganz bei Dir.

    Wie ich schon nach meinen ersten Eindrücken zuvor geurteilt habe, ist ihre „Leichtigkeit“ dieses Spiel auszuüben das Faszinierende. Ihre Spielübersicht, rel.hohe Paßgenauigkeit und die Art wie sie durch den 16er,teils an der Grundlinie,marschiert sucht schon ihresgleichen – und das mit 19 Jahren !
    Auch diese Ruhe vor dem Tor, wie auch schon ihre Spielreife ist bemerkenswert – und da ist sie auch den technisch guten Spielerinnen, wie S.Wagner u. L.Magull erkennbar überlegen.

    Wenn sie weiter unverletzt bleibt und sich im WOB-Spiel noch
    mehr anpassen kann, ihre individuellen Fähigkeiten bewahrt bzw. noch stabilisieren kann und auch physisch genügend Standfestigkeit über eine Saison erreicht, wird sie eine „Große“ des FF.
    Ich freue mich über das Offensiv-Trio M.Müller, A.Popp u. C.G.Hansen.

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  • Jan sagt:

    Zeugt es nicht eher für die gehobene Qualität der BL, wenn es Wolfsburg nicht gelingt, den Gegner einzuschnüren u. „an die Wand zu spielen“, sondern die Tore effektiver zu erzielen sucht? Nämlich so, wie heute im Spitzenfußball allg. bewährt u. üblich: durch schnelle Tempogegenstöße!

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  • Altwolf sagt:

    @Jan.

    Ich sehe das nach den bisherigen Eindrücken auch so,da wohl inzwischen alle Teams der Liga eine gute Physis haben, durch entsprechenden Einsatz ab dem MF die Räume sehr verdichten können und aus dieser Defensive heraus den ein oder andern Konter versuchen.

    Für die sogg.Top-4 wird es entscheidend sein, inwieweit sie mit Taktik und individuellen Fähigkeiten in der Lage sind diese Kompaktheit aufzulösen und die erforderlichen Tore zum Sieg zu erzielen.

    Da könnte sich dann auch die Wichtigkeit der Verpflichtngen von Vero u.Fishlock für den 1.FFC zeigen, denn insbes. D.Maroszan traue ich solche „Kraftakte“ mehrmals hintereinander nicht zu.

    Gerade in den „englischen Wochen“ wird das ganz hartes „Brot“ werden und man wird da über knappe Siege froh sein können.

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  • dummkopf sagt:

    Reichlich müde Kommentarreihe.
    Passend zum Spiel, dass man wohl in erster Linie nur als extremer WoFan sehr unterhaltsam finden konnte.
    Wie zu erwarten war spätestens nach dem 1:0 alles gelaufen.
    Wichtig für Wob: Hansen war meistens für die fussballerischen Highlights zuständig. Ihr Können wurde in den Testspielen wohl schon richtig bewertet.
    Allerdings mit vielen Pausen (Ein Grund für die schwache Phase von Wob 46. – ca 70.Min) und wenig Bindung zu den Mitspielerinnen. – Nun ja, wenn man in den Vorbereitungsspielen nur die letzten 20 Min zum Einsatz kommt, ist auch genau das zu erwarten.
    Eine andere wichtige Personalie war Goessling. Immer noch nicht die Alte, aber nicht mehr so ausgebrannt. Ein gutes Zeichen, dass eine Erholung möglich ist.
    Und Peter. Da merkt man natürlich die fehlende Wettkampfpraxis. Und dass das Niveau sich weiter entwickelt. Wenn man da 2 Jahre auf der Stelle tritt, kommen die anderen schnell näher. Trotzdem war das schon sehr solide. Man muss sehen, wo sie in 4-6 Wochen steht.
    Und SC Fans scheinen hier total ausgestorben.
    Sehr schönes Spiel von Lahr. Nicht nur ein gekonnter Beinschuss bei Goessling. Auch einmal ein blockierendes Hineinrutschen, dass man im FF sonst fast noch nie gesehen hat. Dazu immer gezielte und genaue Anspiele nach vorne. Auch Kayikci hat keinen schlechten Eindruck gemacht. Wo hatten die sich denn bisher versteckt? Und was ist mit Aschauer, Clark, Banecki, Streng?
    Ja, und auch das hatte die Kugel schon gesagt: Viele ordentliche Spielerinnen statt für 3 ordentliche eine sehr Gute zu holen: Da fehlt dann eben im letzten Dittel eine die zB so gut ist wie Jakobsson und dem VfL eben auch einmal eins einschenken kann, weil sie sich auch einmal gegen ein oder zwei Verteidigerinnen durchsetzen kann. Das sah selbst nach der Hereinnahme von Däbritz schon eher nach Torgefahr aus.

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  • einwurf sagt:

    Als der SC damals unter Pilipovic seine Mannschaft Bulitauglich gemacht hatte, tat sich nicht nur Wob ziemlich schwer in Bestbesetzung Punkte zu machen. Was diesmal verwundert, das Wob mit mässiger Leistung so hoch gewinnen konnte.
    Ist auch kein Wunder, wenn Spielerinnen mit Erfahrung zu Scharen den SC verlassen. Was kommt neu dazu?: Talentierte junge Spieleinnen. Diese mögen zwar in Jugendauswahlmannschaften einen guten Eindruck hinterlassen haben, aber Bundesliga ist anders.
    Und so sieht das Spiel des SC auch aus wie MÄDCHENFUSSBALL!
    Maier,Lahr,Kayici,Däbritz sind zu wenig um erfolgreich mitzuhalten. Deshalb wird der Abstieg noch schwerer zu vermeiden sein.

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