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DFB-Pokal Frauen: Ergebnisse 1. Hauptrunde

Von am 24. August 2014 – 17.50 Uhr 1 Kommentar

In der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals der Frauen haben die Erstligisten TSG 1899 Hoffenheim, MSV Duisburg, Herforder SV und SC Sand ihre Auftakthürden gemeistert. Dagegen blieben einige Zweitligisten überraschend auf der Strecke. Bereits am Samstag sorgte Regionalligist TSV SCHOTT Mainz mit einem Kantersieg gegen ein höherklassiges Team für Furore.

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Der MSV Duisburg gewann bei Regionalligist SV BW Hohen Neuendorf mit 5:0 (3:0). Lucie Vonkova (12., 20. 58.) sowie Silva (33.) und Costa (52.) sorgten für die Treffer.

Lucie Vonkova eröffnet Torreigen
Eine spielfreudige MSV-Elf ließ zu keinem Zeitpunkt Zweifel daran aufkommen , wer hier als klarer Sieger vom Platz geht. Kapitänin Lucie Vonkova sorgte nach Vorarbeit von Barbara Müller und Dolores Silva für die frühe Führung (12.), kurz darauf war Lucie Vonkova bereits wieder zur Stelle, als sie sich entschlossen gegen die Innenverteidigung durchsetzte (20.).

Entscheidung schon in erster Halbzeit
Noch vor der Pause erhöhte Dolores Silva zum 3:0, als sie einen Diagonalpass von Vonkova aufnahm (33.). Und auch nach der Pause ging das muntere Toreschießen weiter, Carole Costa traf nach sehenswerter Kombination mit einem unhalbaren Schlenzer ins Netz (52.). Nach entschlossenem Solo von Costa erzielte Vonkova aus fünf Metern ihren dritten Treffer und stellte den Endstand her (58.).

Lucie Vonkova erzielt ein Tor

Lucie Vonkova erzielt einen ihrer drei Treffer © Peter Seeger

Grings: „Schöne Tore, gute Kombinationen“
Cheftrainerin Inka Grings war mit ihrem ersten Pflichtspiel als MSV-Trainerin „sehr zufrieden, weil wir vieles davon umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben schöne Tore erzielt und vor allem weitere gute Kombinationen gezeigt. Auch die Abwehr hat solide gearbeitet, da wir auch hier mehr mit Kurzpässe agieren wollen, kann sich schon mal die eine oder andere knappe Situation, aber auch das wird besser werden.“

Hoffenheim nur am Anfang mit Mühe
Die TSG 1899 Hoffenheim gewann am Sonntagmittag bei Regionalligist FC Erzgebirge Aue locker mit 6:0 (1:0). Fabienne Dongus (14.), Kristin Demann (48.) sowie Doppelpacks von Leonie Pankratz (70., 90. Elfmeter) und Dóra Zeller (54., 73.) machten den standesgemäßen Erfolg perfekt.

Offensive Ausrichtung
Die erste Aufstellung im Pflichtspiel bot keine Überraschungen. Neuzugang Dóra Zeller durfte von Beginn an ran und Madita Giehl begann in der Innenverteidigung, sie ersetzte die leicht angeschlagene Tamar Dongus. Im Tor bekam Kristina Kober den Vorzug vor Martina Tufekovic. Der Erstligist agierte mit einer offensiven 4-3-3-Formation, in der Neuzugang Dóra Zeller, Fabienne Dongus und Sabine Stoller die vorderste Kette bildeten. Stoller wechselte sich allerdings immer wieder mit Martina Moser ab, die auf dem rechten Flügel agierte. Die TSG begann druckvoll, suchte den direkten Weg zum Tor und versuchte Aue mit schnellen Aktionen aus dem Konzept zu bringen.

Frühe Führung gibt keine Sicherheit
So gab Martina Moser aus 18 Metern volley einen ersten Warnschuss ab (4.), und Kristin Demann traf den Pfosten (13.). Fabienne Dongus erzielte kurz darauf das 1:0 mit einem leicht abgefälschten 20-Meter-Schuss, doch trotz der frühen Führung tat sich Hoffenheim schwer. Aue stand kompakt und Hoffenheim gestaltete das eigene Spiel zu eng. Kurz vor der Pause verhinderte Demann auf der eigenen Linie in höchster Not den möglichen Ausgleich von Anna Eifler.

Steigerung nach der Pause
Nach der Pause gab das Trainerteam neue taktische Vorgaben. Moser und Co. spielten deutlich mehr über die Außenpositionen, was sich auszahlte. Und so baute Kristin Demann nach Ecke von Sabine Stoller die Führung schnell aus (48.). Hoffenheims Spiel kam nun immer besser ins Rollen, Dóra Zeller erzielte mit einem Schlenzer ins lange Eck den dritten Treffer (54.).

Teamfoto der TSG 1899 Hoffenheim

Die TSG 1899 Hoffenheim steht in der 2. Runde des DFB-Pokals © TSG 1899 Hoffenheim

Leonie Pankratz im Mittelpunkt
Die Gastgeberinnen waren nun endgültig bezwungen, so dass Leonie Pankratz mit einem Flachschuss (70.) und Dóra Zeller nach Pankratz-Freistoß per Kopf an den Innenpfosten ins Tor (73.) das Ergebnis in die Höhe schraubten. In der Schlussminute machte Pankratz das halbe Dutzend mit einem verwandelten Elfmeter voll (90.).

Sand siegt souverän
Der Sand kam beim 1. FC Nürnberg zu einem souveränen 9:0 (5:0)-Sieg. Anne van Bonn (6., 24. Foulelfmeter), Ilaria Mauro (30., 39.) und Julia Zirnstein (43.) sorgten bereits vor der Pause für klare Verhältnisse. Rebekah Stott (56., 60.), erneut van Bonn (66.) sowie Patricia Hanebeck machten den Erfolg perfekt (72.).

Van Bonn trifft früh und doppelt
Gleich zu Beginn traf Anne van Bonn, die einen von der Nürnberger Abwehr an den Pfosten verlängerten Freistoß durch Patricia Hanebeck im Strafraum ins Tor beförderte (5.). und danach einen an Rebekah Stott verursachter Foulelfmeter zum 2:0 sicher verwandelte (24.).

Gegenwehr gebrochen
Spätestens nach dem 3:0 (30.) durch Ilaria Mauro auf Vorlage von Patricia Hanebeck war die Gegenwehr der Franken erloschen. Mauro war auch der Ausgangspunkt zum 4:0. Nach Balleroberung im Mittelfeld spielte sie mit fünf Nürnberger Spielerinnen Slalom und legte im Fallen auf Rebekah Stott auf (39.). Dem 5:0 ging wiederum ein Freistoß von Patricia Hanebeck voraus, den Julia Zirnstein mit dem Hinterkopf ins Tor verlängerte 43.). Trainer Niko Koutroubis wechselte zur Pause zwei frische Spielerinnen ein.

Weitere Treffer in Halbzeit zwei
Darunter Isabelle Meyer, die an der Vorbereitung des siebten Treffers beteiligt war. Zuvor erzielte Rebekah Stott nach einer Flanke von Neuzugang Cecilie Sandvej das 6:0 (56.) und bekam beim 7:0 (60.) das Leder maßgenau von Christine Veth zugespielt. Anne van Bonn erzielte nach einem Heber vom zweiten Neuzugang Julia Schneider das 8:0 (66.) und Patricia Hanebeck besorgte mit einer vorgesehenen Flanke nach einer kurzen Ecke den Endstand zum 9:0 (72.).

Rhythmusprobleme zu Beginn
„Nürnberg hat in der ersten halben Stunde viel mit dem Körper gearbeitet und wir haben nicht gleich unseren Rhythmus gefunden“, fand Co-Trainerin Claudia van Lanken dennoch Ansatzpunkte für Kritik.

Offizielles Logo des DFB-Pokal der Frauen

Offizielles Logo des DFB-Pokal der Frauen © DFB

Herforder SV gewinnt in Hamburg
Erstliga-Aufsteiger Herforder SV kam zu einem 5:2 (3:2)-Sieg beim Hamburger SV. Lena Schulte brachte die Gäste in Führung (10.), schon kurz darauf baute Isabelle Knipp auf 2:0 aus (14.). Cathérine Knobloch brachte mit einem Doppelschlag für die Gastgeberinnen Spannung zurück in die Partie (27., 28.). Doch Merza Julevic (42.), Kirsten Nesse (65.) und Romina Burgheim (68.) sorgten für klare Verhältnisse.

Cloppenburg souverän
Erstliga-Absteiger BV Cloppenburg gewann beim Verbandsligisten FSV 02 Schwerin klar mit 6:0 (5:0), genauso wie der TSV Crailsheim beim ASV Hagsfeld mit 4:1 die Oberhand behielt. Der VfL Bochum machte es mit dem 13:0 (7:0) beim ATS Buntentor sogar zweistellig. Der 1. FC Saarbrücken brachte erst spät den 4:2-Sieg gegen den TSV Jahn Calden in trockene Tücher.

Siege für Köln und Gütersloh, einige Zweitligisten scheitern
Zweitligist 1. FC Köln kam zu einem 2:0 (2:0) bei Verbandsligist 1. FFV Erfurt. Der FSV Gütersloh 2009 startete mit einem klaren 8:0 (3:0) bei Regionalligist SG Blau-Weiß Beelitz in den Pokal-Wettbewerb. Die Zweitliga-Aufsteiger Alemannia Aachen und 1. FC Union Berlin ereilte das frühe Pokal-Aus. Aachen verlor beim Regionalligisten Hegauer FV 1:3 (0:1). Berlin unterlag Westfalenligist SV Germania Hauenhorst 0:1 (0:0). Auch für die beiden Vertreter aus Meppen gab es Niederlagen: Oberligist SV Union Meppen unterlag Zweitligist 1. FC Lübars 0:5 (0:3). Zweitligist Der SV Meppen verlor überraschend bei Zweitliga-Absteiger FC Viktoria 1899 Berlin 1:3 (0:0, 0:0) nach Verlängerung. Der Magdeburger FFC (2:1 beim GSV Moers) und der SV Werder Bremen (5:0 beim Halleschen FC) wurden als Zweitligisten ihrer Favoritenrolle gerecht.

Mainz deklassiert Sindelfingen
Zwei Spiele wurden bereits am Samstag ausgetragen. So kam Regionalligist TSV SCHOTT Mainz zu einem 7:1 (2:1)-Sieg gegen Erstliga-Absteiger VfL Sindelfingen. Zwar brachte Sandra Borowski die favorisierten Gäste in Führung (17.), doch Ex-Frankfurterin Meike Weber (22.) und Chiara Loos (40.) drehten die Partie noch vor der Pause. Danach sorgten Sarah Schmitt (63., 90.), Annika Leber (71., 74.) und Loreana Liebetanz (88.) für eine wahre Torflut.

Leipzig mit Mühe
Zweitligist FF Leipzig hatte beim 4:3 (3:0)-Erfolg bei Regionalligist SV Henstedt-Ulzburg nach klarer Führung durch ein Eigentor von Franziska Hilmer (22.) sowie Treffern von Safi Nyembo (24.) und Lisa Reichenbach (44.) die Partie zu früh abgehakt, denn auch wenn Leipzig auf den Anschlusstreffer von Tammy Hentze (47.) eine postwendend Antwort durch Reichenbach fand (48.), machten Alina Witt (61.) und Maria Marrocu (83.) die Partie noch einmal spannend.

DFB-Pokal, 1. Hauptrunde, Ergebnisse (qualifizierte Teams fettgedruckt)

Samstag, 23. August

SV Henstedt-Ulzburg – FFV Leipzig 3:4 (0:3)
TSV Schott Mainz – VfL Sindelfingen 7:1 (2:1)

Sonntag, 24. August

FC Viktoria 1889 Berlin – SV Meppen 3:1 (0:0) n.V.
SV Union Meppen – 1. FC Lübars 0:5 (0:3)
SG Blau Weiß Beelitz – FSV Gütersloh 2009 0:8 (0:3)
GSV 1910 Moers – Magdeburger FFC 1:2 (1:0)
Hallescher FC – SV Werder Bremen 0:5 (0:3)
1. FFV Erfurt – 1. FC Köln 0:2 (0:2)
Hegauer FV – TSV Alemannia Aachen 3:1 (1:0)
FC Erzgebirge Aue – TSG 1899 Hoffenheim 0:6 (0:1)
SV Germania Hauenhorst – 1. FC Union Berlin 1:0 (0:0)
SV B/W Hohen Neuendorf – MSV Duisburg 0:5 (0:3)
ATS Buntentor – VfL Bochum 0:13 (0:7)
SV Blau Weiß Berlin – Holstein Kiel 1:5 (0:1)
FSV 02 Schwerin – BV Cloppenburg 0:6 (0:5)
Hamburger SV – Herforder SV 2:5 (2:3)
SG 99 Andernach – SV Weinberg 3:2 (0:0, 1:1) n.V.
ASV Hagsfeld – TSV Crailsheim 1:4 (0:1)
TSV Jahn Calden – 1. FC Saarbrücken 2:4 (1:1)
TuS Wörrstadt – ETSV Würzburg 0:5 (0:3)
Spvgg Rommelshausen – 1. FFC Montabaur 0:3 (0:1)
1. FFC Bergisch Gladbach – 1. FC Riegelsberg 2:1 (1:0)
1. FC Nürnberg – SC Sand 0:9 (0:5)
SC 13 Bad Neuenahr – 1. FFC 08 Niederkirchen 0:5 (0:3)

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

1 Kommentar »

  • FFFan sagt:

    Wahnsinn, so viele ‚Pleiten‘ für Zweitligisten gab es in einer 1.Pokalrunde wohl noch nie! Erfreulich: im achten(!) Anlauf hat es der Hegauer FV erstmals geschafft, in die 2.Runde einzuziehen. Jetzt darf man dort von einem Spiel gegen 1.FFC Frankfurt, Bayern München oder SC Freiburg träumen… 🙂

    (0)

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