Bayern und Duisburg remis, Sand gewinnt

Von am 16. August 2014 – 17.19 Uhr 15 Kommentare

Der FC Bayern München erkämpfte sich im Testspiel gegen Paris Saint-Germain am Freitagabend nach frühem Rückstand in der Schlussphase noch ein Remis, der MSV Duisburg machte gar einen Zwei-Tore-Rückstand wett, während der SC Sand einen Tag später einen klaren Sieg feierte.

Der FC Bayern München und Paris Saint-Germain trennten sich im Sportpark Aschheim mit 1:1 (0:1).

Dali nutzt Abwehrfehler
Kenza Dali brachte den französischen Vizemeister unter den Augen der kompletten Mannschaft des VfL Wolfsburg, die aus dem Trainingslager in Österreich angereist war, und der U19-Nationalelf Jordaniens in Führung (17.). In der Schlussphase glich die eingewechselte U17-Spielerin Kristina Schuster nach einer Ecke aus (81.).

Anzeige

Paris tut nur das Nötigste
Die Französinnen hatten das Spiel in der ersten Halbzeit im Griff und taten nach der frühen Führung durch Dali, die eine Unsicherheit der Bayern-Abwehr nutzte, nicht mehr als notwendig, große Glanzpunkte blieben allerdings aus. Bayern tat sich schwer, in der Offensive Akzente gegen die kompakte PSG-Defensive zu setzen und wirkte auch ob der Verletzung von Lena Lotzen, die sich tags zuvor im Training einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, nicht ganz frei.

Fotogalerie FC Bayern München – Paris Saint-Germain

Probleme in der Offensive
In der zweiten Halbzeit, in der beide Teams zahlreiche Wechsel vornahmen, agierte Bayern dann allerdings etwas druckvoller, Mana Iwabuchi verfehlte mit einem Schuss das Ziel nur knapp (53.). Ab der 63. Minute kam Melanie Leupolz zu ihrem Debüt im Bayern-Dress.

Spielszene Bayern München gegen Paris Saint-Germain

Kristina Schuster (li.) gelang der Bayern-Ausgleich © Markus Juchem

Ausgleich durch U17-Spielerin
Die Bemühungen der Bayern wurden spät noch belohnt, als Joker Schuster nach einer Ecke der Ausgleich gelang (81.).

Schlagwörter: , , , , ,

Wörle: Defensive gut, Offensive fehlt Abstimmung
Bayern-Trainer Thomas Wörle meinte: „Man hat gesehen, dass beiden Mannschaften zwei Wochen vor Saisonbeginn noch die absolute Frische gefehlt hat. Positiv ist, dass wir in der Defensive ganz ordentlich gestanden sind und fast nichts zugelassen haben. Im Offensivbereich haben wir uns aber auch so gut wie gar nicht durchsetzen können, da fehlt auch noch die Abstimmung.“

Bayern München: Schroffenegger, Lewandowski, Abbé, Holstad, Baunach (46. Manieri), Stengel, Behringer, Walkling (63. Leupolz), Bürki, Beckmann (46. Miedema), Iwabuchi (63. Hartig)

Paris Saint-Germain: Kiedrzynek, Dali, Georges, Asllani, Houara d‘Hommeaux, Hamraoui, Kaci, Delie, Henning, Seger, Cruz (Eingewechselt wurden Boulleau, Delannoy, Karchouni, Krahn, Gama, Lahmari, Geyoro, Morroni, Berger und erneut Kaci)

Duisburg macht 0:2-Rückstand wett
Der MSV Duisburg kam auf der Anlage an der Mündelheimer Straße in einer auf 2 x 35 Minuten angesetzten Partie zu einem 2:2 (0:0) gegen die männliche U15 von Fortuna Düsseldorf. Nach 0:2-Rückstand glichen die Duisburgerinnen im letzten Test vor Saisonstart durch einen 15-Meter-Schuss von Julia Debitzki (53.) und Jennifer Oster (69.) aus.

Grings zufrieden
MSV-Trainerin Inka Grings meinte: „Mir hat imponiert, wie wir trotz des Rückstandes ruhig geblieben sind, und ich habe auch viele gute Kombinationen meiner Mannschaft gesehen.“

MSV Duisburg: Thalmann – Schenk, Kiwic, Hellfeier (36. Müller), Costa – Debitzki, Nati (58. Schmitz) – Morina, Vonkova, Silva – Oster

Hoher Sieg für den SC Sand
Erstliga-Aufsteiger SC Sand kam in seinem letzten Testspiel gegen die Zweitvertretung der TSG 1899 Hoffenheim zu einem 7:0 (3:0)-Sieg. Ilaria Mauro, Rebekah Stott und Angela Migliazza sorgten schon binnen gut einer halben Stunde für klare Verhältnisse. Anne van Bonn, Stéphanie Wendlinger, Christine Veth und Carmen Höfflin machten den Erfolg perfekt.

Tags: , , , , ,

Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

15 Kommentare »

  • Michele sagt:

    Was ist mit Victoria Schnaderbeck? Ist sie verletzt? Sie hat noch in keinem Testspiel mitgewirkt!

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Nächster Kantersieg von Frankfurt, diesmal gegen Saarbrücken. 9:0 durch die Tore von Ando (2), Ortega Jurado (2), Marozsan (2), Munk (2) und Laudehr.

    Langsam nimmt auch die Stammformation Konturen an, und es zeigt sich schon, dass Colin Bell diese Saison jede Menge Alternativen haben wird. Nicht mit dabei gegen Saarbrücken waren nämlich mit Islacker, Celia, Garefrekes, Crnogorcevic, Bartusiak, Kulig und Fishlock gleich beinahe eine komplette zweite A-Elf! Die Treffsicherheit einer Lise Munk beeindruckt mich zur Zeit, sie scheint nach der Verletzung deutlich stärker als noch vorher, wo sie wie ein Fremdkörper gewirkt hat. Auch die Jungen führen sich richtig gut ein, Löber, Friedrich, Limani und Ortega mischen den Laden richtig auf!

    Zumindest in der Abwehr scheint man bereits seine 1. Elf gefunden zu haben, hier spielen Schmidt, Prießen, Kuznik und Hendrich jetzt schon die letzten Spiele regelmäßig in der Startaufstellung. Heißt also: Spielerinnen wie Huth, Tanaka, Laudehr, Crnogorcevic usw. sind alle frei fürs Mittelfeld! Wird ganz schön eng mit Ando, Marozsan, Fishlock, Islacker, Celia, Garefrekes und Munk. Und dann auch noch die jungen Wilden!

    (0)
  • waiiy sagt:

    Falscher Platz für Melanie Leupolz: München statt Edmonton (schlappe 7.500 km). 🙁

    (0)
  • Markus Juchem sagt:

    @Michele: Ja, noch verletzt.

    (0)
  • Detlef sagt:

    @waiiy,
    Absolut richtig!!!
    Da fragt man sich doch gleich, ob dieses Verhalten für Leupolz nicht ähnlich fatale Folgen haben könnte wie damals für FELIX??? 🙁

    Falls nicht, müßte man sich eigentlich gleich weiter fragen „WARUM eigentlich???“

    Und da wir schon so schön beim fragen sind, frage ich mich doch glatt, warum über diesem Beitrag das Wörtchen „nur“ nicht zu finden ist??? 😉

    (0)
  • Markus Juchem sagt:

    @Detlef: Dann überlege noch mal ein bisschen, dann kommst Du vielleicht dahinter, was der Unterschied ist, Detlef. 😉

    Und welches Verhalten ist bei Melanie Leupolz gemeint? Dass sie es vorzieht, eine Verletzung auszukurieren, statt sie in einem Turnier zu verschlimmern?

    (0)
  • Detlef sagt:

    @Markus,
    Ich hatte ja auch gedacht, dass Leupolz verletzt wäre!!! 🙁
    Aber warum setzt Wörle dann eine verletzte Spielerin ein??? ;(
    Kann ich nicht nachvollziehen!!!

    Der größte Vorwurf an FELIX war damals, sie hätte ihr Team im Stich gelassen!!! 🙁
    Naja, eine seelische Verletzung zählt halt nicht!!! 🙁

    Und die Überschrift hätte auch lauten können „Paris nur remis gegen München“!!! 😉

    (0)
  • Markus Juchem sagt:

    @Detlef: Das wurde doch letztens hier schon erläutert, dass es sich um ein Problem der Rückenmuskulatur handelt, die dosiert stabilisiert werden muss. Und offenbar war ein Spieleinsatz für eine knappe halbe Stunde in einem ersten Testspiel inzwischen möglich. Und Du kannst gewiss sein, dass Herr Wörle und das DFB-Trainerteam diesen Schritt vorher eingehend besprochen haben.

    Die Überschrift hätte auch lauten können: „Wie man einen Tag lang über das Wort ’nur‘ diskutiert – Aufzeichnungen aus dem Leben eines Turbine-Fans“ 😉

    (0)
  • tpfn sagt:

    Das Wörtchen „nur“ steht in diesem Zusammenhang doch für viel mehr. Bei einem Frauenfußball-Blog setzt man Insiderwissen oder zumindest fachspezifische Kenntnisse voraus. Wenn man nun eine Überschrift wählt „Potsdam nur remis“, suggeriert man dem Leser das hier ein haushoher Favorit nicht über ein Unentschieden hinauskam und wenn man dann die letzte Saison als Maßstab setzt, hätten FF-Insider mitnichten einen haushohen Favoriten der Begegnung TP-Jena ausmachen können. Wurde denn schon vergessen wie stark sich der USV Jena gegenüber den sogenannten „Titelfavoriten“ präsentierte?

    Hier wird den Lesern die nicht so im Saft stehen ein völlig falsches Bild suggeriert. Klar kennen wir den Anspruch von TP, aber einen haushohen Favoriten habe ich vorab in dieser Begegnung nicht ausmachen können.

    (0)
  • Marie sagt:

    Eigentlich sollte man sich als Potsdam-Fan darüber doch freuen. Die eigene Mannschaft, wird mittlerweile als so stark eingeschätzt, dass man ihnen mehr als („nur“) ein Unentschieden gegen Jena zutraut.
    Für Potsdam geht es im Ligaspiel gegen Jena sicher eher um einen Sieg, als jetzt darum einen Punkt zu entführen. Insofern ist das „nur“ doch einfach berechtigt. Man erwartet von Potsdam einen Sieg (weil man sie eben viel stärker empfindet als Jena), sie spielen unentschieden (natürlich in der Vorbereitung nicht weiter schlimm), also hätten sie in einem Punktspiel gefühlt 2 Pkt. liegen gelassen, anstatt einen zu gewinnen.

    Viel diskriminierender wäre es doch wenn man „Potsdam schafft unentschieden“ etc. geschrieben hätte! So würde das unentschieden gegen Jena als große positive Überraschung bzw. als ein besser als erwartet eingetroffenes Ereignis rübergebracht werden.

    (0)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Genauso ist es, tpfn! 🙂
    Und, nein, Marie, ich kann mich nicht darüber freuen, wenn mein Team sportlich diskredidiert wird, während im gleichen Atemzug ein
    […] Gegner gelobhudelt wird! Mit solchen Überschriften werden bereits Tendenzen anschaulich wiedergegeben, deren Praxis nicht erst heute eingeläutet wurde, es werden Konflikte geschürt, die die Kommentierungen ankurbeln und den bereits angesprochenen Traffic in bare Münze umwandeln. So wird aus einer (bewußt?) gewählten Titelzeile schnellverdientes Geld!
    Wer allerdings nicht hinter die Kulissen eines Portals zu blicken in der Lage ist, kann diese Restriktionen nicht annähernd erkennen bzw. nachvollziehen.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

    (0)
  • Detlef sagt:

    @Markus,
    Dann war Leupolz nicht wirklich verletzt, sondern höchstens angeschlagen!!! 😉
    Es gibt ja immer noch Spielerinnen im Team von Maren Meinert, die NULL Einsatzminuten haben!!!
    Also hätte Leupolz doch in „guter“ Bundesgöttinmanier auch nach Kanada mitfahren können, um dort mit ihrer Erfahrung das Team zu unterstützen, und nebenher ihre Aufbauübungen machen können!!! 😉
    In den jetzt kommenden Finalspielen hätte sie zB eine erschöpfte Lina Magull in Minute 65 oder 70 ersetzen können!!! 🙂

    Deine letzte Überschrift gefällt mir wirklich gut!!! 😉

    @tpfn,
    Einer Deiner wenigen Beiträge, denen ich voll und ganz zustimmen kann!!! 🙂

    @Marie,
    Anspruch und Wirklichkeit klaffen derzeit in Potsdam noch weit auseinander!!! 🙁
    Das Einige von TURBINE mehr erwartet haben, liegt einfach an unseren vergangenen Erfolgen, die heute aber genau das sind, nämlich Vergangenheit!!!
    Allerdings sind wir mM derzeit auch nicht schwächer als Jena einzustufen, von daher kann man Deinem letzten Absatz beipflichten!!! 😉

    (0)
  • helena sagt:

    @tpfn: (Auch wenn die Diskussion eigentlich müßig ist) Wenn man Ihrer Diktion folgte, wäre das „nur“ weit eher eine Beleidigung für Jena denn für Potsdam! Aber von Jena-Fans liest man solche Entrüstungen nicht.

    (0)
  • Alice sagt:

    Hier wird aber ganz kräftig tiefgestapelt. Wäre ich vom Spiel Wolfsburg-Jena nach Hause gekommen, hätte ich auf die Frage nach dem Spielergebnis eigenständig mit „Es reichte nur zum Remis“ geantwortet. So verhielt es sich auch bei Turbine-Wolfsburg, letzte Saison. Man hat doch als Fan bestimmte Ansprüche an sein eigenes Team, erst recht wenn es jahrelang am oberen Tabellenende stand. Jena ist ein starkes und noch weiter erstarkendes Team, dennoch hätte sich doch kein anderer über die Formulierung mit „nur“ aufgeregt. Der Knackpunkt muss doch ein anderer oder eine Überempfindlichkeit schon anderorts erzeugt worden sein, sonst empfinde ich das nicht als nachvollziehbar.

    Ich hab mir mal den Spaß erlaubt, kurz „Frauenfussball nur remis“ zu googlen, es scheint sich auch bezüglich des FF um eine geläufige Wortkombination zu handeln. Auch die Wölfinnen mussten schon hinnehmen, dass es „nur zu einem mageren Remis gegen Jena“ reichte.

    (0)
  • tpfn sagt:

    @helena
    „Wenn man Ihrer Diktion folgte, wäre das “nur” weit eher eine Beleidigung für Jena denn für Potsdam!“

    Fast richtig! Aber wenn man Jena kleiner redet schmälert man auch TP`s Leistung. Ich für meinen Teil hoffte zwar auf einen Erfolg TP`s, wäre aber auch bei einer Niederlage nicht sonderlich überrascht gewesen. Ich hab ehrlich gesagt tief durchgeatmet als ich das Ergebnis erfuhr. Die einen nennen es Tiefstapelei die anderen Realismus, realistisch gesehen ist TP derzeit nicht so stark wie letzte Saison, das ist aber nur meine persönliche Meinung, ich würde mich natürlich riesig freuen wenn ich eines Besseren belehrt werde.

    (0)

Kommentar schreiben

Add your comment below. You can also subscribe to these comments via RSS

Seien Sie nett. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

You can use these tags:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar