Jalila Dalaf will Karriere neu beleben

Von am 3. August 2014 – 10.33 Uhr 30 Kommentare

Jalila Dalaf aus Sarstedt unweit Hannover, als kleines Kind mit ihrer Familie vor den Repressalien gegen das Jesidentum aus dem kurdischen Syrien geflüchtet und 2010 B-Juniorinnen-Meisterin mit dem 1. FFC Turbine Potsdam, will nun ihre vielversprechenden Karriere als Stürmerin neu beleben – beim VfL Wolfsburg.

„Ich will es noch mal wissen und will professionell spielen“, sagt die 21-Jährige, die nach einigen Fußballstationen über Potsdam, Köln, Bad Neuenahr und Leverkusen im letzten Jahr wieder ins Elternhaus südlich von Hannover zurückgekehrt ist. Derzeit bastelt sie am Fachabitur, hilft ihrem Vater in der Landschaftsgärtnerei und will nebenbei modeln. „Ich habe gerade ein Shooting als Fitness-Model gemacht“, verrät sie.

alia Dalaf wurde 2010 mit dem 1. FFC Turbine Potsdam B-Juniorinnen-Meisterin

Jalia Dalaf wurde 2010 mit dem 1. FFC Turbine Potsdam B-Juniorinnen-Meisterin © Rainer Hennies

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Den Eltern zum Trotz
Der Weg zum Fußball war steinig und verlief zunächst gegen die Eltern. Aber Jalilas Temperament verstärkte ihre Überzeugungskraft. „Ich habe mich aber gegen meine Mama durchgesetzt“, erinnert sich Jalila, die daraufhin ihrer ersten Fußballschuhe geschenkt bekam. Ihr Vater hat dann sogar bei Spielen zugeschaut. Erster Verein war der VfL Giften. Es folgte PSV GW Hildesheim. Der Mellendorfer TV wurde zum Sprungbrett. Immerhin wurde sie mit den MTV-Mädchen deutsche Meisterschaftsdritte, wechselte dann ins Sportinternat nach Potsdam, mit dem sie in der Türkei die Schul-WM gewann.

B-Juniorinnen-Meisterin
Mit Turbine Potsdam wurde sie 09/10 als Kapitän deutsche Meisterin der B-Jugend. Mit im Team waren Größen wie Kristin Demann aus Holtensen, spätere U19-Europameisterin, heute TSG Hoffenheim. Sandra Starke schaffte es in den DFB-Nachwuchs, kickt heute beim Bundesligisten SC Freiburg. Jennifer Cramer ist sogar A-Nationalspielerin. Jalila Dalaf spielte zuletzt beim PSV Grün Weiß Hildesheim. „Eigentlich wollte ich eine Fußballpause, habe dann aber meinem alten Verein für ein paar Spiele ausgeholfen. Wir haben den Oberliga-Abstieg dennoch nicht verhindern können.“

Jalila Dalaf

Fußballerin und Hobby-Model: Jalila Dalaf © Nele Schechowsky

Ausgebrannt
Die Auszeit und Rückkehr nach Sarstedt war nötig geworden, denn das Kicken verursachte zunehmend mehr Stress. Unsäglicher Leistungsdruck in Potsdam, soviel Training, dass Jalila in der Schule manchmal einschlief. Das Angebot des Zweitligisten 1.FC Köln schien die Rettung, aber das Leben dort gestaltete sich als schwierig. ein Wechsel zum Konkurrenten SC Bad Neuenahr half auch nicht. Wieder daheim hat Jalila Dalaf neue Kräfte getankt und beim VfL Wolfsburg unterschrieben.

Neuer Anlauf
„Erst einmal für ein Jahr in der Zweitligareserve“, sagt die technisch beschlagene, durchsetzungskräftige junge Frau, Vorbilder Neymar und Christiano Ronaldo. „Der VfL bietet Perspektiven“, erhofft sie sich einen Sprung ins erste Team. Das ist bekanntlich Deutscher Meister und Champions-League-Sieger. Der Traum von der großen Karriere ist also wieder zurück. Trainingsbeginn war in dieser Woche. Der Anfang eines möglicherweise langen Weges. Aber steinige Herausforderungen kann man meistern. Das hat Jalila Dalaf schon früh erfahren.

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30 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Klingt nicht so richtig nach einem durchdachten Plan und Platz im Leben bzw. Sport. Bißchen hier, ein bißchen da, aber seit Potsdam nichts Ganzes und nichts Halbes mehr. Mit 21 sollte sie aber jetzt die Kurve kriegen, ansonsten wird’s das wohl dann gewesen sein… Profi-FF ist nunmal kein Tralala!
    Habe sie selbst noch spielen sehen und durfte mehrfach mit der Zunge schnalzen, aber dann war Schicht im Schacht, würde Schröder sagen.

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  • Detlef sagt:

    Ich hatte mich schon gewundert, wo JALILA abgeblieben ist!!!
    Ich hatte ihr damals eine ähnliche Karriere wie TABBI oder JENNY zugetraut!!!

    Na dann bin ich mal gespannt, ob sie sich bei WOB durchsetzen kann???
    Wenn sie allerdings „professioneller spielen“ möchte, dann wird sie auch in der Autostadt den „unsäglichen Leistungsdruck“ und sehr viel Training aushalten müssen!!!
    Leichter als in Potsdam wird es JALILA also auch in WOB nicht haben!!!

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  • Altwolf sagt:

    Eine ungewöhnliche und „steinige“ Fußball-Karriere, geprägt offenbar durch ihren „eisernen“ Willen, vielleicht aber auch von einem zu „großen“ Ehrgeiz.

    Vielleicht hat sie nun die Möglichkeit mit weniger Druck wieder „Spaß“ am Fußballspielen zu finden, dann wird auch die Leistung ansteigen und vielleicht auch zu „mehr“ reichen.

    Ich wünsche ihr bei den „Wölfinnen“ viel Erfolg mit dem „nötigen“ Spaß und der „erforderlichen“ Leichtigkeit beim Fußball.

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  • Altwolf sagt:

    @Detlef.

    Ich kannte J.Dalala bisher nicht und habe da mal etwas über sie nachgelesen.
    Sie hatte offenbar in der B-Jugend mit TP ihre größten Erfolge und offenbar mit L.Meyer im Sturm gut harmoniert.

    Was mich etwas irritiert hat sind ihre Aussagen über die „Internatszeit“ bei Turbine, wo sie zwischen 14 – 17. Lbj.gelebt hatte.

    Dort gibt sie an, während dieser Zeit so gut wie keine „individuelle “ freie Zeit für sich selbst mal gehabt zu haben, so daß auch zu ihrer Familie wenig Kontakt möglich war.
    Das vermittelt doch eher den Einduck einer „Kasernierung“, wie ich das so nicht erwartet hatte.

    Einen „Horror“ schien sie vor den Laufeinheiten gehabt zu haben, wo sie 10 x je 200m unter 32 sec laufen mußte und bei „Nichterreichen“ heftig „angepfiffen“ wurde.

    In diesem Lebensalter dann nach den „fordernden“ Trainings vor der Schule des Öfteren während des Unterrichtes erschöpft einzuschlafen, verwundert mich doch etwas, da ich doch mehr Abstimmung zwischen Training und Unterricht von einem NLZ erwarten würde, zumal dies nicht einer „physiologischen“ Entwicklung eines jungen Menschen entsprichen würde.

    Ob das nun ein ihr „eigenes“ Problem war und in anderen NLZ, dies auch so gehandhabt wird, kann ich nicht beurteilen.

    Vielleicht weißt du über die Abläufe im Internat von TP mehr.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Altwolf
    Auch wenn Du Dich zwischen Deinem 1. und 2. Kommentar zwischenzeitlich informiert haben willst, sind Deine Äußerungen qualitativ nicht besser geworden! Also weshalb nicht vorher?
    Selbst im 1. äußerst Du recht widersprüchlich
    > Eine ungewöhnliche und “steinige” Fußball-Karriere, geprägt offenbar durch ihren “eisernen” Willen,
    > vielleicht aber auch von einem zu “großen” Ehrgeiz.
    Falls diese Kriterien wirklich zutreffend gewesen sein sollen, wäre der Weg von Jalila nicht dermassen abgeknickt und ins Leere gelaufen, denn wieso sollten diese fundamentalen Dinge plötzlich abhandenkommen und das gleich auf zig FF-Stationen?
    Nur unmittelbare Zeitgenossinen wie z.B. die erwähnte Demann, können da mitreden und Deine Miesmache bzgl. Kasernierung als üble Nachrede eines Unbeteiligten abtun. Du hast also eindeutig weiterhin reichlich Nachholbedarf bzgl. Informationen; jetzt allerdings über die Potsdamer Sportschule!

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  • fisch sagt:

    Geht schon wieder los in der neuen Saison bei womensoccer.
    Frankfurter Huldigungen (Beitrag gestern) und Potsdamer Miesmache bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

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  • Altwolf sagt:

    @SF,@fisch.

    Meine Kommentare zu dieser Spielerin sind weder „widersprüchlich“ und schon gar nicht mit der Absicht Turbine irgendetwas „Negatives“ nachzusagen.

    Wenn du/ihr meine Kommentare ohne Voreingenommenheit lesen würdet, könntet ihr entnehmen, daß ich aus den „Berichten“ über und von ihr, diesen Eindruck bekommen, jedoch diesen auch wieder in Frage gestellt habe, da ich die „Gepflogenheiten“ in den NLZ/Internaten nicht beurteilen kann und deshalb ja auch @Detlef (einen User, den ich schätze, da er nicht gleich „Verrat“ schreit, wenn man Fragen aufwirft) gebeten vielleicht etwas darüber sagen zu können.

    Ich bin auch nicht über die Abläufe bei WOB informiert und schließe nicht aus, daß auch da ähnliche Abläufe bestehen – die muß ich ja auch nicht in diesem Alter gut finden.

    Der von dir,@SF, erwähnte „Bruch“ ist sicherlich kein rein körperliches Problem, sondern hat wohl mehr eine psychische Ursache.

    Da sie ja in der B-17 bei Turbine sehr erfolgreich – sogar als Kapitänin- gespielt hatte, muß das ja auch nicht zwangsläufig bedeuten, daß dies mit Turbine bzw. mit den dort agierenden Personen zu tun hatte.

    Aber vielleicht kennt ihr euch ja selbst bestens mit den dortigen Abläufen aus und korrigiert meinen „Eindruck“ auf eine möglichst „sachliche“ Art.

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  • Casey sagt:

    Ich kenne ein Mädchen das so ziemliche in der selben Zeit wie Jalila im Internat war und ich kenne ein Mädchen das jetzt derzeit bei Hoffenheim im Programm ist und jetzt auch in einer Gastfamilie wohnt
    Meiner Meinung nach ein Unterschied von Tag und Nacht, das was da in Hoffeheim gemacht wird ist bei weitem „Kind“gerechter und trotzdessen (oder gerade deshalb?) erfolgreich
    Natürlich weiß ich nicht wie das ganze heutzutage bei Potsdam läuft aber ich kann definitiv sagen das ich bei dem was ich gehört habe mich nicht darüber wundere das Jalila ihre Zeit dort nicht so toll fand, genau solche Sachen unterstützen auch wieder die „Militär Atmosphäre“ die angeblich in Potsdam herrscht und der Fakt das Potsdam wohl immer wieder Probleme mit Spielerinnen hat die sich dort nicht wohlfühlen (und zwar mehr als bei anderen Vereinen wie es mir vorkommt)

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  • samba92 sagt:

    Ich denke, es ist nichts Neues, dass man als Spielerin bei TP bis an und auch des öfteren über seine Leistungsgrenze gehen können muß. Bulispielerin wird man hier ( und garantiert auch in den meisten anderen FBL-Vereinen) nicht im „Schongang“. Natürlich muß man dafür auch die nötige Disziplin (u.a. abends rechtzeitig in’s Bett!?) aufbringen. Man könnte meinen, wenn man den weiteren Karriereweg Jalilas nach ihrer harten Zeit bei TP betrachtet, dass diese vielleicht nicht ganz ausreichend war. (?) Hat sie doch innerhalb recht kurzer Zeit zwei weitere Vereine getestet und für „nicht
    ertragbar“ befunden. „Unsäglicher Leistungsdruck“ in Potsdam…. Was sind das doch hier für klasse Mädels, die dieses Pensum Tag für Tag mit Freuden absolvieren und dabei auch noch gute bis sehr gute schulische Leistungen erbringen!!!
    Zitate Jalila: „Unsäglicher Leistungsdruck in Potsdam“, „1. FC Köln als Rettung“, aber auch dort zu „schwierig“ und selbst Bad Neuenahr….Vielleicht für Leistungssport das falsche Motto…größtmöglicher Erfolg mit möglichst geringem Einsatz?! Und trotzdem will sie es nochmal wagen?!

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  • waiiy sagt:

    @Altwolf: Die Aussagen über die Zeit in der Sportschule sollte man nicht auf die Goldwaage legen. Das sehen Jugendliche oftmals ein wenig krasser, als es ist bzw. sind in einer Sportschule auch einige Dinge notwendig, die man als Schülerin + Sportlerin nicht so einsieht, weil sie das Leben einschränken. Es ist doch klar, dass die Zeit eng wird, wenn man sportliche hochwertige Leistungen und den schulischen Abschluss unter einen Hut kriegen will. Da ist die Sportschule ja auch den Eltern verpflichtet, dass die Schule neben dem Sport nicht zu kurz kommt (gerade in Sportarten, wo man sein Leben während der Sport-Zeit nicht finanziell absichern kann).

    Also klar ist, dass man 2 Trainings am Tag und den schulischen Abschluss nicht mit viel Freizeit und Selbstverwirklichung hinkriegen kann. Insofern gleichen sich da auch alle Sportschulen und auch alle Sportarten und wenn eine Absolventin dies hervorhebt, wurde ihr das vorher wohl nicht so klar gemacht, was es bedeutet, seine Jahre dem Sport zu widmen.

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  • Detlef sagt:

    @Altwolf,
    Ich kenne die Zustände im Potsdamer Internat ja auch nur von den Erzählungen der TURBINEN, zB aus Interviews und von „TURBINE zum Anfassen“!!!
    Dort sind ja alle angehenden Spitzensportler untergebracht, ob nun Kanuten, Leichtathleten oder Schwimmer, usw!!!
    Und ja, ein gewisser Grad an „Kasernierung“ ist eigentlich jedes Internat, denn es handelt sich ja um Minderjährige, die von ihren Erziehungsberechtigten in die Obhut der Internatsbeschäftigten gegeben wurden!!!
    Ein Internat ist also keine Pension, wo jeder kommen und gehen kann wann er will!!!
    Es gibt Regeln und Pflichten wie in der Schule, wo sich jeder dran halten muß!!!
    Übrigens hat zB auch VIOLA erzählt, daß sie öfters mit diesen Regeln in Konflikt geraten ist!!! 😉
    Wenn die SportlerInnen 18 Jahre alt werden, haben sie auch mehr Rechte, was die abendlichen Ausflüge betreffen!!! 😉

    Die unmittelbare Nähe von Sportschule, Internat und Trainingsgelände ist ein Riesenvorteil gegenüber anderen Klubs!!!
    @Casey,
    Ich habe zB im Hoffenheimer Programmheft über eine junge Nachwuchsspielerin gelesen, wie sie täglich mehrere Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen ihrem Zuhause, ihrer Schule, und den Trainingsgeländen der TSG hin- und herfahren muß!!!
    Diese Zeit kann in Potsdam sinnvoller genutzt werden!!! 🙂
    Was da jetzt besser ist, kann jeder selber entscheiden!!!

    @Altwolf,
    Leistungssport ist kein Kindergeburtstag, egal wo er betrieben wird!!!
    Dazu gehört jede Menge Selbstdisziplin, sonst funktioniert das nicht!!!
    Im Internat ist man mit vielen Gleichgesinnten zusammen, und kann sich auch so gegenseitig helfen!!! 🙂
    Wer in Potsdam allerdings einen „Horror“ vor den Laufeinheiten hat, der ist dort eigentlich falsch!!! 🙁
    Keine Spielerin liebt/e diese Läufe wirklich (außer SCHMIDTI vielleicht), aber jede TURBINE weiß das sie nötig sind, um auf dem Platz später nicht unterzugehen!!!

    Bei Wolfsburgs laufintensivem Spiel kann ich mir nicht wirklich vorstellen, daß Kellermann vor dem Training mal vorsichtig anfragt, ob vielleicht irgend eine Wölfin mal Bock auf Wald- oder Steigerungsläufe hätte!!! 😉
    Da geht es genauso knallhart zur Sache wie in Potsdam, ansonsten hätte es WOB gar nicht erst so weit gebracht!!!
    Und glaube doch bitte nicht, daß es selbst in der Zweiten von WOB mittlerweile keinen Druck gibt!!!
    Da will doch jede nach oben, JALILA ja angeblich auch, also im Spaziertempo wird sie das sicher nicht erreichen!!!
    Vielleicht ist der Ton in Potsdam rauer, ich weiß es nicht???
    Aber ohne bestimmte Kriterien, Zeiten, Weiten usw, ist kein Spitzensport denkbar!!!

    Und ob JALILA jetzt einen „eisernen Willen“ hat, da bin ich ehrlich gesagt skeptisch!!! 🙁
    Denn dann hätte sie ihr Ding schon in Potsdam bis zum Ende durchgezogen, auch wenn die Socken abends noch so qualmen!!!
    Das Talent zu einer guten Spielerin hat sie ohne Zweifel, denn immerhin hat sie es in Potsdam bis zum Käptn der U17 gebracht!!! 🙂
    Aber ihre kurzen Intermezzi in Köln und Bad Neuenahr lassen wohl eher den Schluß zu, daß sie Probleme mit der Integration in vorhandene Hirarchien hat!!!
    Mag sein, daß sie jetzt älter und auch reifer geworden ist, und sie ihre bisherige Karriere aus einer anderen Perspektive sieht!!!
    Allerdings lassen mich ihre Klagen über ihre Zeit in Potsdam nicht wirklich hoffen, daß sie die selben Strapazen in WOB als MUSS annimmt!!!
    Denn wenn ihr Ziel die erste Liga ist, werden die Laufeinheiten noch viel intensiver sein, und dann wird sie auch in WOB sehr viel trainieren müssen, und dann wird auch in der Autostadt nicht viel Freizeit für Hobbys und Familie bleiben!!!
    Das ist der Preis, den eine Leistungssportlerin zahlen muß!!!

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  • waiiy sagt:

    @Casey: […] Es ist vielmehr Normalität in allen Sportarten auf allen Sportschulen, dass Schüler immer wieder ausscheiden, weil sie andere Bedingungen erwartet haben. Auf der Sportschule werden Kinder und Jugendliche gefördert, um im besten Fall in ihrer Sportart das Prädikat „Weltklasse“ zu erreichen. Und da kommt man nicht hin, wenn man sich dem Sport und der Schule nicht mit 100% Konzentration verschreibt.

    Außerdem sollte hier Turbine Potsdam oder ein anderer Fußballverein nicht mit einer Sportschule in einen Topf geworfen werden (da Jalila Dalaf das tut, sieht man auch, welchen „Überblick“ sie hat). In der Sportschule sind die Fußballerinnen nur ein kleiner Bruchteil und es gibt gerade in Potsdam auch viele Kader in den anderen Sportarten (z.B. Kanu und Rudern in Potsdam), die durchaus in Richtung Olympiasieg gebracht werden sollen. Das ist kein Ponyhof und wer dort hingeht, dem sollte vorher klar sein / klar gemacht worden sein, was dort abgeht.

    Die Sportschülerinnen „Fußballerin“ trainieren übrigens auch gelöst vom Verein Turbine Potsdam. Dass Bernd Schröder einen sehr kurzen Draht dorthin hat, ist sein persönliches Interesse und das Wissen, dass man die vielleicht letzten Prozent Leistung (die dann zur europäischen Spitzenspielerin führen) nur möglich sind, wenn man aus dem Spitzenfußball eine Sogwirkung aufbringt.

    Wenn in Hoffenheim ein anderes Konzept gefahren wird, dann ist das eine Philosophie- und oft auch eine Finanzfrage. Und auch dort wird man hohe sportliche UND schulische Leistungen nicht erreichen, wenn man weniger Einsatz und Disziplin einsetzt, denn auch dort gibt es kein anderen „Menschenmaterial“.

    Bitte alle mit verklärtem Blick den Unterschied zwischen Breiten- und Spitzensport wahrnehmen.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Casey sagt:

    @Detlef:Ich sehe du kennst dich mit dem Programm von Hoffenheim nicht aus, Hoffenheim setzt vorallem aus Talente aus der Umgebung (Sinsheimer Raum,Heidelberg,…) UND legt Wert darauf die Mädchen nicht als fast noch Kinder von Zuhause weg zu holen. Da kommt es gelegen das die Mädchen aus der Umgebung sind. Der von dir beschriebene Fall ist entweder ein Einzelfall (ich kenne etliche der Mädels) ODER liegt an einer schlechten Öffentlichen Verkehrsanbindung, das Förderzentrum der Mädchen liegt in einem Ort dessen Verkehrsanbindung mit den Öffentlichen richtig blöd ist deshalb werden die Spielerinnen an „Sammelpunkten“ abgeholt (zB. Mannheim Hauptbahnhof) und dort auch wieder abgesetzt. Da sie am Förderzentrum Hausaufgaben machen können (dabei Hilfe bekommen können), Nachhilfe bekommen können, Essen können kommen sie auch gerne vor dem Training (siehe Anpfiff ins Leben). Ziel ist eben die Mädchen solange es geht im gewohnten Umfeld zu lassen, wenn das nicht mehr möglich ist bzw. die Mädchen eine Stufe erreicht haben wo sie in den Aktivenbereich kommmen steht einem Umzug mithilfe des Vereins nichts mehr im Wege. Aber wie gesagt, da viele Mädchen aus der Umgebung kommen ist es einfach sinnvoller jedes Mal zum Training zu fahren als zB. eine 14 jährige aus ihrem Umfeld in Mannheim zu reissen nur das sie direkt im Ort des Förderzentrums lebt..

    @waiiy: Du ich kenne mich da schon recht gut aus, das Problem das ich in Potsdam sehe ist das (aus dem wie es meine Freundin erlebte) dort erwartet wird das die Sportlerinnen dort „fertig“ hinkommen und schon alles können was von einem Profisportler erwartet wird, das ist einfach nicht fair denn das kann man nicht von so jungen Mädchen erwarten denn eigentlich ist es das was sie Mithilfe des Vereins lernen sollten und JA es gibt natürlich Mädchen die das mehr oder weniger von selbst aus hinbekommen aber das ist eigentlich eine Eigenschaft die mithilfe des Vereins aufgebaut werden sollte und die wo das nicht von mir nichts dir nichts selbst können als „nicht leistungsdrucksfähig“ abzustempeln ist einfach das letzte.
    Bei Potsdam geht es eben um Leistung,Training und Fußball, die Spielerin als Mensch und deren Bedürfnisse, das Schulische und das danach (Ausbildung? Studium?..),.. und solche Themen sind einfach Sachen die in Potsdam meiner Meinung nach etwas schleifen gelassen werden obwohl es eigentlich ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit ist

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  • Chris sagt:

    Einigen scheint hier nicht klar zu sein, dass das Internat nicht zu Turbine Potsdam gehört, sondern zum OSZ Potsdam und die Sportschule Friedrich-Ludwig Jahn auch dazu gehört.

    Internatsleben ist hart, keine Frage. Man ist von seiner Familie getrennt und auch oft allein. Aber mit verlaub, dass weiß man doch vorher.

    Welchen Sinn hat zudem eine Sportschule, wenn der Sport nicht gefördert? Das man in Potsdam keinen Wert auf Ausbildung legt, ist auch nicht richtig. Die Spielerinnen erhalten alle eine mittlere Reife, das Abi wird teilweise auf 15 Jahre verlängert (wie bei Cramer), zudem wird mit den Ausbildungsbetrieben und Universitäten besprochen, dass man beides organisiert bekommt.

    Wenn es doch in Potsdam so schrecklich ist, wie haben es dann so viele am Ende doch durchgehalten und spielen heute in der ersten Liga und sind auch Teil der Nationalmansnchaft.

    Die Option, die Kinder bei sich zu Hause zu belassen scheitert an dem Fakt, dass an der Sportschule Kinder aus ganz Deutschland kommen. Der Einzugsbereich Berlin/Brandenburg ist schlecht weg zu wenig für eine Klasse und auch die Wege im Land Brandenburg sind nicht ohne. Da fährt man schon als normales Schulkind gerne 2 Stunden am Tag.

    Jedes Konzept hat Vor- und Nachteile. Der OSZ in Potsdam funktioniert noch nach dem Konzept der DDR Sportschulen. Einer Idee, die in anderen Sportarten auch in den alten Bundesländern mehr etabliert wird.

    Die Männerclubs haben alle Internate, wenn sie Jugendförderung betreiben, einfach für eine bessere Konzentrierung auf den Sport.

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  • Altwolf sagt:

    @Detlef,@waiiy,@casey,@samba92.

    Erst einmal vielen Dank dafür, daß Ihr überhaupt zu diesem Thema Stellung genommen habt, da es doch sehr „komplex“ ist und sicherlich auch von der „Persönlichkeit“ und dem „Charakter“ der einzelnen Spielerin abhängig ist.

    Da die „Sportschule“ in Potsdam Fußball neben anderen Sportarten als Teilsparte betreut,bestehen auch an der Kompetenz junge Menschen an den Spitzensport heranzuführen auch keine Zweifel und sind vom Konzept her und in ihren Abläufen auch „unabhängig“ von Turbine zu sehen.

    Vielleicht liegt auch der „Unterschied“ zu anderen „NLZ“ darin, daß in der Sportschule offenbar überwiegend „Einzelsportarten“ betreut werden und diese jungen Menschen schon vom Charakter her anders „strukturiert“ sind als Mädchen, die eine Mannschaftssportart ausüben bzw. ausüben wollen.

    Hier könnte auch der Grund für die „psychische“ Erschöpfung“ bei J. Dalaf liegen, denn fußballerisch hat sie doch offenbar in der B-17 gute Leistungen erbracht.

    Wenn sie bei Turbine „Kapitänin“ gewesen ist, hat sie sicherlich nicht die Vorstellung mit „wenig“ Einsatz „maximalen“ Erfolg haben zu wollen.

    Möglicherweise wäre für Mädchen im Alter von 14-17 Jahren ein NLZ mit rein „fußballspezifischen“ team-orientierten Anforderungen “ geeigneter „individuelle“ Besonderheiten ( z.B. mit dem insbes. kulturellen Hintergrund v. J. Dalaf ) zu berücksichtigen ohne nun gleich weniger physische Leistung abzufordern.

    Ich denke auch, daß sie selbst einen „Reifeprozeß“ durchgemacht hat, der sie jetzt auch stabiler bezüglich den Anforderungen im Fußball gemacht haben könnte.
    Ihren Aussagen zur Folge, wollte sie gerade ihrem privaten Umfeld wohl auch beweisen, daß sie mit dem Fußballspielen auch als Frau/Mädchen im Leben etwas erreichen kann.

    Andererseits ist es offenbar auch zu einer „Konfliktsituation“ in ihr selbst gekommen, wo sie nicht mehr wußte, ob ihr nur „fußballorientierter“ Weg der richtige Weg ist und es auch deshalb zu mehreren Vereinswechseln gekommen ist, was für eine gewisse Phase der „Orientierungslosigkeit“ sprechen könnte.

    Sie ist ja nun in ihr normales, häusliches Umfeld zurückgekehrt und nach schulischem Abschluß vielleicht auch „befreit“ von der Vorstellung vom Fußball leben zu müssen.
    Ob das „Modeln“ nun unbedingt sein muß, weiß ich nicht, hebt vielleicht das „Selbstwertgefühl“, fußballerisch bringt es sie sicherlich nicht weiter und erinnert ein wenig an L.Alushi.

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  • Casey sagt:

    @Chris:

    „Wenn es doch in Potsdam so schrecklich ist, wie haben es dann so viele am Ende doch durchgehalten und spielen heute in der ersten Liga und sind auch Teil der Nationalmansnchaft.“
    Solche Aussagen sind gerade die Erschreckenden und das was ich bereits erwähnt, Erfolg Erfolg Erfolg. Und was ist mit den Spielerinnen als Person ? Hauptsache es wird auf den Erfolg geachtet aber wie es den Spielerinnen dabei geht ist egal, solange sie „Erfolgreich“ sind ist das Ziel ja erreicht

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  • Zaunreiter sagt:

    Gut, ich war wohl etwas übermütig beim Schreiben und ich gelobe, mich zu mäßigen und weniger politische Bilder einfliessen zu lassen. Aber generelle Kritik an den Kriterien, die aufgestellt werden, wie sich ein Leistungssportler in der Öffentlichkeit zu verhalten hat und an der vorherrschenden Meinung, dass er oder sie Deutschland in der Öffentlichkeit vertritt, sollte schon erlaubt sein.

    Bei dem Bild fühle ich mich an ein anderes „Fußball-Model“ erinnert…*sinnier* Ich glaub, die hieß Filic Koc und stammte auch aus dem niedersächsischen. Auf dem Bild aber sieht Jalila der libanesischstämmigen Boxerin Roda El-Halabi ähnlich, die sich wieder zurückkämpfte und erneut Weltmeisterin wurde. Aber vielleicht ist der Model-Weg ja der leichtere.

    Das es in Potsdam preußischer als in anderen Landesteilen zugeht, ist ja allgemein bekannt. Zu den Eliteschulen des Sports und den Internaten habt ihr ja alle schon das notwendige beigetragen. 😉 Wer nach oben will, muss kämpfen.

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  • Altwolf sagt:

    Da hier ja darauf hingewiesen wurde, daß ja sehr viele Top-Spielerinnen eine Turbine-Vergangenheit haben, würde mich „konkret“ interessieren:

    Wer hat die Sportschule vom 14-17 Lbj. durchlaufen
    (so wie z.B. J.Dalaf) ?

    Wer hat zumindest 1-2 Jahre dort absolviert ?

    Wer hat bei Turbine ohne Sportschu-Zeit gespielt ?

    Es wäre sehr informativ, wenn dies jemand beantworten könnte.

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  • Chris sagt:

    @Casey

    Ich frage dich noch mal. Warum gehe ich an eine Sportschule? Genau weil ich Sport nicht nur als Hobby betreiben will. Um nach ganzen Oben zu schaffen braucht man Disziplin, Talent und auch etwas Glück.

    Und auch sehr wichtig, man braucht den nötigen Charakter. Tut mir leid, aber wenn man keinen Druck aushält sollte man keinen Leistungssport betreiben.

    Denn genau diese Kleinigkeiten machen aus einer guten, eine überragende Spielerin.

    Und die ich hier erwähnt habe, haben alle eine sehr gute Ausbildung genossen und auch teilweise studiert.

    Wer nämlich in der Schule/Ausbildung leistungsmäßig absagt, wird aus dem Training herausgenommen.

    Ist mir ein wenig zu viel Schwarz und Weiß. Es wird immer Mädchen geben, die den Druck nicht standhalten. Aber in der ersten Mannschaften eines Vereins wird dieser nicht wenig, egal wo man spielt.

    Außer es ist nur ein Hobby. Schaut euch da mal bei den Kanuten um. Die müssen trotz Olympiasiege alle noch 40 Stunden arbeiten.

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  • Casey sagt:

    @Chris :
    Du verstehst überhaupt nicht worauf ich hinaus will, les doch bitte weiter oben nochmal was ich über meine Freundin schrieb die in Potsdam war und das konkret Beispiel eines Mädchens aus Hoffenheim.
    Das was an Potsdam an Jugendarbeit geleistet wird mag zwar erfolgreich sein aber aber das was dahinter steckt und wie es gemacht wird finde ich alles andere als vorbildlich oder gut, ich weiß nicht ob das in Potsdam JETZT noch so läuft wie zur Zeit meiner Freundin. Andere Vereine schaffen es doch auch, gerade von Hoffenheim kenne ich das Jugendförderprogramm sehr gut und wie ich bereits sagte, ein Unterschied von Tag und Nacht.
    Auch das kann ich wieder nur sagen : Ziel ist im Jugendförderprogramm zu lernen wie man mit dem Druck im Leistungssport umgeht und die Ausbildung zum Leistungssportler. Bei Potsdam herrschte meiner Freundin nach Eher der Gedanke „Wer hier her kommt ist Leistungssportler, jeder andere hat Pech“ und das ist nicht fair gegenüber jungen Mädchen. Man kann nicht von 13,14 jährigen erwarten das sie von Zuhause ausziehen und dann sofort ein Verhalten wie Erwachsene Leistungssportler an den Tag legen, ganz einfach das müssen sie mithilfe des Vereins lernen.
    Es ist klar das ein Mädchen das sowas nicht im Verein lernt/lernen darf „den Druck nicht aushält“,woher soll sie es denn auch können?
    Zusammenfassend bin ich einfach der Meinung das Hoffenheim eins der vorbildlichsten Jugendförderprogramme hat, unterstützt wird meine Meinung da auch durch Alisa Vetterlein. Das sich so eine Torhüterin für den Bundesliga Aufsteiger (also letztes Jahr) entscheidet heißt was, die gut hätte auch ganz wo anders spielen könnne.

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  • Altwolf sagt:

    Bemerkenswert ist die Tatsache, daß sich der VFL auf seiner Homepage bisher gar nicht zu diesem „Neuzugang“ geäußert hat und ich nur in den „Wolfsburger Nachrichten“ einen kleinen Artikel über J.Dalaf lesen konnte und der bezieht sich auf diesen Artikel hier von „wommensoccer“.

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  • holly sagt:

    @Altwolf, sie spielt ja erstmal in der zweiten Mannschaft. Von der 2 gibt man nicht jede neue Spielerin bekannt.
    Wenn sie neben dem modeln überhaupt Zeit zum Fussball hat.
    Mal sehen wie lange sie beides nebeneinander zu kordinieren schafft. Auch wenn die Nordstaffel der 2 BL nicht so stark ist wie die im Süden, kann man da nicht mit halber Kraft spielen.

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  • Detlef sagt:

    Altwolf schrieb;
    „Hier könnte auch der Grund für die “psychische” Erschöpfung” bei J. Dalaf liegen, denn fußballerisch hat sie doch offenbar in der B-17 gute Leistungen erbracht.“

    Ich weiß nicht so recht was Du damit meinst??? 🙁
    Ruderer und Kanuten sind ja nur im Einzelwettbewerb wirklich „Einzelkämpfer“!!!
    Die weitaus größere Anzahl sitzt im Zweier, Vierer oder gar Achter, also da wo Teamgeist gebraucht wird!!!
    Außerdem trainieren die TURBINCHEN doch Minimum zweimal täglich miteinander, wo sie mM nach Zeit genug haben, auch ihren Teamgeist zu trainieren!!! 🙂
    Jetzt ist mir nicht ganz klar, wie da eine “psychische” Erschöpfung” zustande kommen sollte??? 🙁

    Rein „fußballerische Sportschulen“ können natürlich nur Profivereine des MF auf die Beine stellen!!!
    Öffentliche Sportschulen, die mit Steuergeldern finanziert werden, müssen da wesentlch breiter aufgestellt sein, um ihre Daseinsberechtigung zu haben!!! 🙁
    Und was den kulturellen Hintergrund von JALILA angeht, so kann sicher nicht jede Schule, besonderes Einfühlvermögen zeigen, da einfach zu viele verschiedene Charaktere unter eine Hut zu bringen sind!!!

    @Casey,
    Ich möchte das Nachwuchsfördersystem von Hoffenheim ganz sicher nicht kritisieren, geschweige denn schlecht reden!!!
    Im Gegenteil, daß was man dort erreicht hat, ist mM nach außergewöhnlich!!!
    Allerdings bin ich etwas irritiert!!! 🙁

    Es ist schon etwas her, da spielte die TSG noch in Liga Zwei, da laß ich ein Interview mit Ralf Zwanziger!!!
    Er wurde unter anderem gefragt, wie er sich die Zukunft des FF in Hoffenheim vorstelle!!!
    Da sagte er klar und deutlich, daß er sich für die Mädchen genau die selbe gute Ausbildung, wie sie es für die Jungs schon länger in Hoffenheim gibt wünsche!!!
    Und hier nannte er explizit TURBINE POTSDAM als sein großes Vorbild, mit Sportschule, Internat und Trainingsplätzen gleich vor Ort!!! 🙂
    Das würde zwar noch etwas dauern, da im Moment die Infrastruktur noch fehle, aber das wäre das Ziel!!!

    Und wenn man sich aufmerksam in den FF-Klubs Süddeutschlands umhört, so ist immer wieder die Rede davon, daß Hoffenheim ihnen die jungen Talente abwirbt!!!
    Das ist perse nichts Schlimmes, wenn Hoffenheim ihnen professionelles Training PLUS gute Ausbildungschancen bieten kann!!!

    Beides paßt aber irgendwie nicht zu der Philosophie, die die TSG Deiner Meinung nach hat!!! 🙁

    Und das die schulische Ausbildung ein grundlegender Baustein bei TURBINE ist, zeigt schon die Zusammenarbeit mit der Sportschule Friedrich-Ludwig-Jahn!!!
    Auch die vielen Ausbildungsplätze bei TURBINES Sponsoren zeigen deutlich, daß in Potsdam nicht nur der Fußball im Vordergrund steht!!!
    Und selbst nach dem Abitur ist noch lange nicht Schluß, denn viele TURBINEN haben danach ein Studium aufgenommen!!! 🙂
    Und es gibt nicht nur in der Sportschule, sondern auch bei TURBINE viele „gute Geister“, die sich um das körperliche wie seelische Wohl der jungen Fußballelevinnen kümmern!!! 😉

    Es tut mir leid, daß Deine Freundin da anscheinend andere Erfahrungen gemacht hat!!! 🙁
    Aber wenn man sich mit „alten“- und aktuellen TURBINEN über das Potsdamer Model unterhält, so gibt es durchweg nur positives Feedback, auch wenn immer wieder zu hören ist, daß es teilweise schon schwer war so weit weg von Zuhause!!!

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  • Detlef sagt:

    @Altwolf,
    Also wer jetzt alles mit 14 schon zur Sportschule gekommen ist, weiß ich nicht 100%-ig, aber JENNY ZIETZ, VIOLA ODEBRECHT, NAVINA OMILADE, ANNELIE BRENDEL, JULIANE HÖFLER, ANJA MITTAG, CONNY POHLERS, MARIE-LOISE BAGEHORN, PIA MARXKORD, TABEA KEMME, JENNY CRAMER, KRISTIN DEMAN, STEPHANIE ULLRICH, CAROLIN SCHIEWE, KATHLEEN RADKE, PEGGY KUZNIK, KAROLINE HEINZE, ANNA SARHOLZ, DESIREE SCHUHMANN, FRANZISKA LIEPACK sind zumindest ein paar Spielerinnen, die lange auf die Sportschule gegangen sind!!! 😉

    BIANCA SCHMIDT, ISABEL und MONIQUE KERSCHOWSKI, ULLA DRAWS sind mM erst mit 15/16 Jahren zur Sportschule gekommen!!!

    Nicht auf die Sportschule sind mM nach;
    PIWI, NATZE, INKEN BECHER, ARI HINGST, BABBS, NADINE KESSLER, JOSI HENNING, LIRA, COCO SCHRÖDER, DANI LÖWENBERG, INKA WESELY, KAROLIN THOMAS und JESSICA WICH gegangen!!!

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  • Altwolf sagt:

    @holly.

    Da hast du sicherlich Recht und eine möglichst geringe „mediale“ Aufmerksamkeit kann ihr nur gut tun, um sich schrittweise wieder an das erforderiche Niveau anzupassen und sich insbes. auch die nötigen körperlichen Vorausetzungen anzueignen.

    Wenn sie sich selbst diese Saison erst einmal dafür Zeit läßt, wird es schon klappen, zumal ihr Lyn Meyer aufgrund der gemeinsamen Zeit bei Turbine vielleicht dabei behilflich sein kann.

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  • FF-Tale sagt:

    Ganz allgemein: Ein bisschen unklar, wieso hier überhaupt soviel diskutiert wird.

    1. Der Nachrichtenwert hält sich ja doch eher in Grenzen (Oberligaabsteigerin wechselt zu einem Zweitliga-Team plus Potsdam-Seitenhieb. Na und?) In WOB interessiert es offensichtlich auch kaum (siehe Altwolfs letzter Beitrag). Okay, ein paar absolute Potsdam-Insider haben jetzt eine neue Folge von „Was ist eigentlich aus … geworden“ gesehen, aber angesichts der (sportartenübergreifend) riesen Anzahl in Deutschland „einkasernierter“ 🙂 Nachwuchssportler(innen), kann man da endlos viele Stories schreiben über einen x-beliebigen jungen Menschen.

    2. Interessant sind solche Sportlerbiographien ja schon mit Höfen und Tiefen, aber die öffentlichen Äußerungen dazu kommen ja meist eher nach Karriereschluss in Memoiren etc. und nicht schon von einer erst 21-Jährigen. Das irritiert hier ein bisschen. Noch irritierender die Tatsache: Es hätte doch bestimmt ein wohlwollender Artikel über ein früheres Talent werden sollen (alternativ eine persönliche PR-Geschichte), Resultat aber: Dalaf sieht sich hier jetzt Behauptungen wie „psychisch schwach“, „nicht ehrgeizig genug“ etc. gegenüber.
    Vielleicht wäre sie da besser nicht-öffentlich geblieben und hätte erst einmal (siehe Artikelüberschrift) ihre Karriere leise und solide wiederbelebt? Dann hätte man ja in einem Jahr immer noch darüberschreiben können.
    PS: Warum sie sich zum Karriere-Wiederbeleben ausgerechnet die ganz oberen 1 Prozent des globalen Leistungs-FF(!) ausgesucht hat und nicht irgendetwas „gemäßigteres“, darauf gibt der Artikel ja leider auch keinen Aufschluss. (Eine weitere Irritation, die hier aufkommt).

    3. Und die Debatte über Leistungszentren: Entweder man nennt es (positiv) lebensinnstiftende, zielorientierte Selbsterfüllung oder (negativ) Jugend-Verheizen in Kasernen als Ausgeburt der Leistungsgesellschaft. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Da kann man auch über Musikinternate und Musikhochschulen diskutieren oder über ganz andere Bildungs- und Lebensbereiche. Auf jeden Fall lässt sich doch eine Diskussion über so ein Thema nicht einfach damit schwarz-weiß abhandeln, indem man Potsdam mit Hoffenheim oder irgendeinem x-beliebigen Dorf vergleicht, das greift doch viel zu kurz und hilft nicht weiter, oder?

    Vor allem bringt es (ganz konkret zurück zum Artikel!) Dalaf nix mehr, deren Internatszeit ist nämlich so oder so schon vorbei. Ob ihr dieses ganze Öffentlich-machen mit dieser Geschichte überhaupt geholfen hat, daran darf man (siehe die ersten zwei Punkte oben!) sowieso gezweifelt werden.
    Kurzum: Wirkt ein bisschen irritierend und eher wie ein Eigentor für Dalaf diese ganze Story hier 🙁 (zum Glück nur eine nachrichtenwert-technisch unbedeutende und deshalb nicht von großer Tragweite).

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  • Sheldon sagt:

    Die ganze Geschichte erinnert mich stark an die Story um Aylin Yaren, die nach der WM auch so hoch gehypt wurde. Was ist aus ihr geworden? Ein paar Spiele in Absteigerteams der Bundesliga, und schon war sie weg vom Fenster.

    Dalaf hat die Zeit verpasst, in der der Sprung von der U17 hin zu den Profis geschafft werden muss und damit auch leistungstechnisch ein Sprung verbunden ist. Diese mit wertvollsten Jahre hat sie verpasst und die werden nicht mehr aufzuholen sein. Das sind die Jahre, in denen es dran bleiben heißt, und wenn du da aufhörst, wirst du den Sprung nach oben nie wieder schaffen!

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  • Altwolf sagt:

    @Detlef.

    Zunächst einmal Dank für die Auflistung der Spielerinnen, was ich persönlich sehr interessant finde um einfach mal zu sehen, welche Spielerinnen-Charaktere u. Persönlichkeiten dort ihre Entwicklung genommen haben.

    Mein Hinweis auf eine mögliche „psychische“ Erschöpfung zielte darauf ab, daß in ihrem kulturellen Umfeld ein Mädchen nicht einen solchen „Sport“ betreibt, geschweige denn auch noch mit Jungen spielt.

    Sie hat sich offenbar zum Ziel gesetzt dies gegen den Willen der Eltern durchzusetzen und dies ja auch erreicht und sogar bis ins Potsdammer Internat geschafft mit einer entsprechenden Anerkennung ihrer fußballerischen Fähigkeiten.

    Der Übergang nun von der B-17 in den Frauenbereich ist eigentlich nochmal ein „Neuanfang“ mit noch höheren Ansprüchen und da, glaube ich,kommt wohl dieser Bruch zustande, nämlich schon ganz oben gewesen zu sein und nun wieder von unten anfangen zu müssen. Hier benötigt man Unterstützung vom privaten Umfeld, wie auch vom Trainerteam, um diese Situation auch mental zu verarbeiten.

    Es geht mir dabei nicht um die „bessere“ Ausbildung und Betreuung in einem NLZ oder Sportschule ,welchen Clubs auch immer, sondern kann man die „Gefährdung“ solcher jungen Menschen im Leistungssport evtl. erkennen und entsprechend mit Hilfen abfedern.

    Die Frage stellt sich auch, ob Eltern, Trainer und Pädagogen der Schulen sich vor der Aufnahme ein Bild davon machen, ob dieses Kind auch den entsprechenden Charakter, Willen und auch schon eine gewisse psychische Stabilität besitzt , um solch eine Herausforderung schon tragen zu können. das gilt sinngemäß auch für andere Sportarten und auch für die Musikschulen und Ähnliches.

    @FF-Tale.

    Wenn man einen solchen Artikel in ein Forum als Information gibt, wird in der Regel eine Reaktion erwartet und da es hier durchaus auch User gibt, die nicht nur die Spielergebnisse ihres Lleblingsvereines kommentieren wollen, kann man auch schon einmal tiefgreifendere Themen diskutieren und sich auch einmal „schlau“ machen lassen.

    Einen besonderen Nachrichtenwert hat dies sicherlich nicht.

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  • holly sagt:

    @ FF Tale, meine Vermutung ist das sie Wolfsburg gewählt hat wegen der Nähe zu ihrer Heimat.
    Sehe das ganze skeptisch, irgendeine Agentur wird sie ja für das Modeln haben, aber ob die ihr damit einen Gefallen getan haben glaube ich auch nicht.(vermute mal das der Pressetext von der Agentur stammt)
    Jetzt wird sie unter extremer Beobachtung stehen. Der einzige Vorteil villeicht für Wob II das sie am Anfang mehr Zuschauer haben werden(falls sie überhaupt spielt).

    @ Sheldon, Yaren verdient aber richtig gutes Geld mit ihren Freestyle Fussball Vorführungen. Für sie ist der BL Fussball oder zweite Liga nur ein Zubrot.

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  • Heidelore Tschurtschenthaler sagt:

    Jalila Dalaf hat gestern beim BV Cloppenburg einen Vertrag unterschrieben, siehe Nordwest-Zeitung, Münsterländer Tageszeitung und der Home- pge des Bv Cloppenburg. Verpflichtet wurden weiterhin lisa Josten und Janine Angrick vom VFL Bochum.
    Alle 3 Spielerinnen wird Gelegenheit gegeben sich schulisch weiter zu bilden, und sich fußballerisch weiter zu entwickeln.
    In Cloppenburg wird eine neue Manschaft mit den Eckpfeilern aufgebaut.

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