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Annike Krahn verlängert bei Paris Saint-Germain

Von am 22. Juli 2014 – 12.11 Uhr 53 Kommentare

Nationalspielerin Annike Krahn hat ihren Vertrag beim französischen Vizemeister Paris Saint-Germain verlängert.

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Neben Krahn verlängerten auch Lindsey Horan, Kheira Hamraoui und Karima Benameur die Verträge. Über die Dauer der Vertragsverhältnisse machte der Verein keine Angaben.

Seit 2012 in Paris
Krahn, die seit 2012 bei Paris Saint-Germain unter Vertrag steht, bestritt bisher 43 Spiele im Trikot des Pariser Vereins. Nach Angaben des Vereins wird Krahn auch weiterhin ihren Siegeswillen einbringen, der essentiell sei, um die festgelegten Ziele in den kommenden Spielzeiten zu erreichen.

Annike Krahn

Annike Krahn fühlt sich in Paris pudelwohl © Zetbo / Framba-Fotos.de

Wohlfühlfaktor Paris
Krahn erklärt: „Ich spiele seit zwei Jahren in Paris und fühle mich hier sehr wohl. Die Bedingungen sind sehr gut. Wir haben uns mit der Mannschaft positiv entwickelt, es gab deshalb keinen Grund für mich, den Verein zu wechseln, denn auch ich habe mich in den vergangenen zwei Jahren weiterentwickelt.“

Große Ziele
Philippe Boindrieux, stellvertretender Direktor und Finanzdirektor, meint: „Wir sind sehr stolz, mit Annike, Lindsey, Kheira und Karima verlängert zu haben, die alle auf und neben dem Platz außergewöhnliche Spielerinnen sind. Sie symbolisieren den Willen von Paris Saint-Germain, eine der stärksten europäischen Mannschaften aufzubauen.“

Saisonauftakt am 31. August
Zum Auftakt der neuen Saison hat Paris Saint-Germain am Sonntag, 31. August, ein Heimspiel gegen den FCF Arras.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

53 Kommentare »

  • jochen-or sagt:

    Bei den bekannt gewordenen Gehältern ist diese Verlängerung eher eine Freude für Annike, denn eine Selbstverständlichkeit.
    Da wird nicht nur sie, sondern auch Maro sich in Paris sehr wohl fühlen.

    Aktuell ändert sich im Frauenfußball Mächtiges.

    Für die Spielerinnen ist es sehr schön, dass jetzt bei einigen Vereinen richtig gute Gehälter gezahlt werden, von denen man sogar was auf die Seite legen kann.

    Nachdem auch Nilla Fischer bestätigt hat, dass Sie monatlich eine 5-stellige Summe verdient und Caroline Hansen ebenfalls solches bei dem Wechsel zu Wolfsburg in der norwegischen Presse bekannt gegeben hat, und es die Spitzenverdienerin(nen -Alushi!) von Frankfurt nach Paris zieht, kann man sich ausrechnen, dass auch Traditionsvereine ohne Sponsor/Mäzen, der jährlich mehrere Millionen investiert, in Zukunft Spitzenspielerinnen nicht mehr halten bzw. sich leisten können.

    Da diese Summen für den Männerfußball Peanuts sind, erwarte ich in Deutschland, dass hier womöglich auch weitere Männgerbundesligavereine nachziehen. Wolfsburg macht es vor und womöglich sind die Bayern die Nächsten.

    Für Vereine wie Turbine, Essen u.ä., aber wohl auch Frankfurt, dürfte es immer schwerer werden – es sei denn, da findet ein/e reiche/r Frauenfreund/in Gefallen dran.
    Der Werbewert allein dürfte solche Investitionen wohl (noch ???) nicht rechtfertigen.
    Dies mag auch die Zurückhaltung von Bayer Leverkusen erklären.

    So geht auch der FF den Weg des Männerfußballs. Schön für die Spielerinnen – schlecht für einige Vereine.

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  • Katerli sagt:

    … und schlecht für den FF überhaupt diese Entwicklung

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  • holly sagt:

    @jochen-or. die Entwicklung wie Du seh ich nicht. Das wird ein ganz langer Weg. Was ändert sich denn? die französischen Clubs können das nur zahlen weil Scheichs sie unterstützen. die verlieren aber genauso schnell die Lust wieder an ihrem Spielzeug. soweit ich weiss hat Lyon z.B. jetzt einen niedrigeren Etat wie noch vor 2 oder 3 Jahren.
    Sonst kann niemand in Europa solche Gehälter zahlen weder die Engländer noch die Schweden.
    Die Märchen die der DFB uns immer verkauft, alles ist gut, der FF boomt hatten zweistellige Zuwachsraten bei den Zuschauern…..
    Das liegt halt dann daran das ein Verein wie Cloppenburg aufgestiegen war und immer einen super Heimzuschauerschnitt hatte. Auch auswärts waren immer etliche von Cloppenburger Fans vertreten.
    Ich sehe auch keine Nationen zu den guten aufschliessen. Vielleicht die Schweiz, aber das kann man erst einigermassen nächstes Jahr nach der WM beurteilen wenn sie dann auf die besseren Mannschaften treffen. Aber sonst stagniert der FF was Zuwachsraten angeht. Es werden immer weniger Mädchen die Fussball spielen. Das hat natürlich auch verschiedene Gründe, zuwenig Angagement der Landesverbände, Ganztagsschulen usw.

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  • Sheldon sagt:

    @jochen-or: Ich vermute und hoffe eher, dass sich das Geschäft in Deutschland als Spekulationsblase herausstellen wird und die großen Investoren sich dabei selbst ins Fleisch schneiden.

    Fußball ist ein Sport, der immer vom kleinen Fan und Mitglied getragen wird, der ins Stadion kommt, auch und vor allem finanziell. Ein Klub, bei dem die Finanzen derart explodieren, braucht keine Fans mehr und wird dementsprechend (außer den werkeigenen) langfristig auch kaum Fans haben. Wenn die Fans ausbleiben, bleibt auch der Werbeeffekt aus. Und hier greift die Besonderheit des Fußballs in Deutschland: Durch die 50+1-Regelung hat niemand in Deutschland die Möglichkeit, den Fußball zu seinem privaten Scheichvergnügen zu machen, sondern er ist immer auf den Verein und die Fans angewiesen. Selbst, wenn VW und Red Bull Unsummen reinpumpen, sie sind dabei nie unabhängig von dem Verein. Vor allem aber sind sie mehr oder minder allein in diesem System, in dem die Sponsoren das alleinige Sagen haben. Und wenn alle anderen Vereine weiter ihr Ding machen, dann wird Wolfsburg zwar Serienmeister, die Sponsoren werden aber irgendwann das Interesse verlieren.

    Die Deutschen haben eine hohe Qualität darin, Dinge auszusitzen, und ich denke, dass es genauso auch im FF laufen wird. Ansonsten müssten wir befürchten, dass aus dem FF eine Sportart Marke Hockey wird, eine Randsportart der Gesellschaft.
    Oder aber, der FF wird sich teilen. Der Amateursport wird zwar leben, der Profisport wird abknicken. Das ist durchaus möglich, da ja die Frauen sich durchaus auch den Männerfußball anschauen können.

    Wie auch immer, ich glaube kaum, dass irgendwer in Deutschland jemals die kleinen Vereine kaputt kriegen wird!

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Braucht es ja auch nicht, wenn man eine N11 hat und einen Verein, der genug zahlen kann, um alle Spitzenspielerinnen glücklich zu machen. Die Gehälter, die PSG und Lyon zahlen, sind doch lediglich etwas höher als die veröffentlichten Gehälter bei Wolfsburg.

    Der FF wird in der Spitze immer opulenter, während die Basis bröckelt. Wenn eine Pyramide immer mehr zu einem „Eimer“ (O-Ton Olaf Schubert) und dann zu einem Kreisel wird, dann bricht halt irgendwann alles zusammen. Ob nun beim Fußball oder in der Bevölkerung!

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  • holly sagt:

    @ Sheldon, mein Wissensstand ist, das nur die US Girls Geld vom Verband bekommen.
    Zwischen dem was man in Dt. und dem bei PSG und Lyon bekommt klafft schon eine große Lücke. Nicht umsonst will Maro da unbedingt hin. Sie wird am Main auch nicht schlecht verdienen.
    Wer hat den in Dt. die Preise kaputt gemacht? Das war ja wohl der FFC, der mit für damalige Verhältnisse astronomischen Gehältern Spielerinnen von anderen Vereinen geholt hat.

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Das ist durchaus korrekt, doch der FFC ist nicht gefährlich. Er kann bis zu einem bestimmten Grad die Preise in die Höhe treiben. Aber viel mehr als maximal 10.000 Euro konnte er bei weitem nicht bieten, und auch dieses verdiente wenn überhaupt eine Lira Alushi. Der FFC musste sich finanziell immer weitgehend rentieren und musste immer ausbalancieren, was noch ging und was nicht.

    Ganz ehrlich: Würde es VW wirklich kratzen, statt jeder Spielerin 12.000-15.000 (wie es anscheinend jetzt schon geschieht) zu geben, einfach nochmal ne 0 dran zu hängen? Ob nun 3 oder 30 Millionen, was kümmert es einen Konzern mit jährlichen Milliardengewinnen? Klar mag es „astronomisch“ gewesen sein, was damals Frankfurt gemacht hat, indem man die Monatsgehälter von Spitzenklasse 2.000 Euro auf 4.000-6.000 Euro angehoben hat. Doch im Vergleich zu dem, was jetzt gerade passiert, ist das nicht.

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  • holly sagt:

    @ Sheldon, sicher sind beim FFC die Grenzen erreicht. Du träumst schon wieder wenn du schreibst das nur Lira soviel verdient hat.
    Das glaubst du doch nicht allen ernstes.

    Wie man am Fall Henning gesehen hat, ist halt Wob nicht bereit jedes Gehalt zu zahlen(was ich gut finde). Man würde sich das Gehaltsgefüge kaputt machen. Dann würden alle anderen Spielerinnen auch kommen, oder es wäre Theater.
    Ich denke in Dt. sind fast alle Spielerinnen zur Zeit zu ersetzen. In Deutschland rücken jedes Jahr etliche Talente auf in den FF Bereich die locker bei jedem BL oder sogar auch bei den Spitzenteams spielen können(auch in der Startelf).
    Was passiert denn jetzt gerade? Ok, PSG und Lyon wollen europäische Spitze werden. Aber garantiert ihnen das jemand nur weil sie die Spielerinnen mit viel Gehalt locken?
    Wenn es nicht funktioniert sind die Spielerinnen genauso schnell wieder weg und die Scheichs verlieren dann auch ihr Interesse wieder am FF wenn sie keine Erfolge bringen. Ich seh die Sache ganz entspannt.

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  • Sokrates sagt:

    @ holly: Alushi soll in der Saison 2010/ 2011 beim FFC 11 000 € Grundgehalt erhalten haben (zum Vergleich: Birgit 9 000 €, KG und Natze jeweils 5 000 €, Saskia irgendwas zwischen 3 500 – 4 500 € [ihr genaues Gehalt erinnere nicht mehr]). Hinzu kamen Prämien und Werbeeinnahmen. Lotta Schelin soll bei Lyon laut einer noch aktiven Buli-Spielerin, die im Sommer 2009 nach eigenen Angaben einen Blick in den (alten oder neuen?) Vertrag der Schwedin werfen konnte, bereits damals 17 000 € verdient haben (bei einer höheren Lohn- und Einkommenssteuer in Frankreich).

    Die Gehälter, die Lyon, PSG, Rosengård und Wolfsburg jetzt zahlen, markieren eine neue Entwicklungsstufe in der Gehaltsentwicklung des FF. Frankfurt kann und will nicht so viel zahlen. […] FFC-„Präsident” Bodo Adler soll sich sogar am Anfang der Saison 2011/2012 darüber aufgeregt haben, dass sich einige Spielerinnen sofort am Saisonbeginn nach der Prämie für das Erreichen des CL-Finales erkundigt haben. (Der FFC erreichte dann tatsächlich das Finale der CL, das er gegen Lyon 0:2 in München verlor.)

    Der FFC ist ein Kleinkapitalist, während Lyon, PSG und Wolfsburg (VW) kapitalistische Großunternehmen sind.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • never-rest sagt:

    Zur Professionalisierung des FF in der Spitze gehören auch steigende Gehälter, von denen die besten Spielerinnen auch gut leben können. Niedrige fünfstellige Monatsgehälter sind da aus meiner Sicht gerade noch vertretbar, Allerdings werden dabei nur diejenigen Ff-Clubs mithalten können, die an einen MF-Club angedockt sind oder einen potenten Sponsor haben. Insofern gebe ich den FF-Romantikern recht, dass alle anderen FF-Vereine sportliche und/oder finanzielle Probleme bekommen werden, so dass die Leistungsunterschiede und Ausdifferenzierung in der FF-BL noch viel größer werden. Selbst Traditionsclubs wie TP oder der 1FFC laufen Gefahr, den Anschluss zu verlieren. Bin mir allerdings ziemlich sicher, dass sich z.B. Bayern München auf mittlere Sicht ganz vorne etablieren wird. Andere FF-Clubs, die von den Sponsoren der MF-Proficlubs profitieren, könnten noch dazu kommen. Der Eigenständigkeit des FF wäre damit aber wohl in der Tat nicht gedient.

    Sorge bereitet mir eher der FF-Nachwuchs in der großen Breite. Wie mir scheint, geht die Zahl der Nachwuchskickerinnen und FF-Vereine auch aufgrund der demographischen Entwicklung noch viel schneller als bei den Jungs zurück.

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  • Sheldon sagt:

    @never-rest: Erstens: Was will man denn mit einem Gehalt im fünfstelligen Bereich? Ich wüsste ja schon bei einem niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich als Single kaum, wozu ich das alles ausgeben sollte…

    Zweitens: Die große Frage ist: Darf sich der FF in der Spitze derart professionalisieren, wenn FF Volkssportart bleiben soll? Meine These: Die zunehmende Professionalisierung des FF in der Spitze wird das Ende des FFs als Volkssportart bedeuten. Dadurch wird ein Stellenwert des FFs in der Gesellschaft vorgegaukelt, der de facto nicht besteht. Bevor man Frauen zu Profis macht, sollte man erstmal die Stadien gefüllt bekommen, […]. Bevor aber das nicht gegeben ist, bevor der FF nicht ganz unten in der Gesellschaft angekommen ist und jeder Bundesligist in der Gesellschaft einen so hohen Stellenwert genießt, dass er vor ausverkauften Stadien spielt, wüsste ich nicht, wieso sich der FF professionalisieren sollte?

    Dann lieber eine vernünftige Ausbildung machen und Fußball auf semiprofessioneller Ebene nebenher laufen lassen! Ansonsten wird der FF nur noch zum Spielzeug der Reichen, wenn er nicht mehr das Fundament des Volkes unter sich hat!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Bernd Zeller sagt:

    Schon interressant zu sehen, wie sich die Meldung einer Vertragsverlaengerung in eine fuer mich voellig ueberfluessige Diskussion über das Gehaltsgefuege von Sportlerinnen entwickelt. Schon beim „Maro-Testballon“ war das so ….
    Fuer mich ist das nicht zielfuehrend. Um was geht es denn ueberhaupt? Um die Entwicklung des bzw. im Frauenfussball oder um eine Neiddebatte? Bestenfalls darum, das „Sommerloch“ zu fuellen.
    Die Strukturen im bundesdeutschen Amateur- und Breitensport haben sich bewaehrt und bilden die Grundlage hinein in einen sehr erfolgreichen Profi- bzw. Spitzensport. Das hat Vor- und Nachteile, aber insgesamt werden wir hierfuer von den europaeischen (Sport) Nachbarn beneidet, die gerade im Amateur- bzw. Semi-Amateurbereich von solchen Verhaeltnissen nur traeumen koennen – einfacher ausgedrueckt: ohne Basis, keine Spitze!!!
    Genau diese Basis muss erhalten bleiben, denn gerade Frauenfussball ist kein Selbstlaeufer, wie am Tyresoe FF zu sehen war.
    Auch Gehaelter regulieren sich ueber das sportliche Leistungsvermoegen bzw. den Erfolg und die Nachfrage danach, also Markenwert, Konsumenten (Kaeufer, Zuschauer, Einschaltquoten, Sonsoren etc.).
    Wenn also die ein oder andere Spielerin ihre persoenliche und sportliche Zukunft hier oder dort sieht, dann soll sie danach handeln.
    Im uebrigen und weil es doch so schoen ist: die wohl immer noch weltbeste Spielerin Marta hat ihre Gehaltsvorstellungen bei Rosengard den Marktverhaeltnissen entsprechend nach unten korrigiert, also es funktioniert doch…

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  • holly sagt:

    @ Sheldon, nochmal Frankfurt hat mit seinen Gehältern dazu beigetragen das die Entwicklung so ist. Man sollte nicht Feuer schreien wenn man den Brand selbst gelegt hat.

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  • sonic sagt:

    @never-rest

    „Zur Professionalisierung des FF in der Spitze gehören auch steigende Gehälter, von denen die besten Spielerinnen auch gut leben können. Niedrige fünfstellige Monatsgehälter sind da aus meiner Sicht gerade noch vertretbar, …“

    Ich denke, wenn es um die Professionalisierung im Frauenfußball geht, liegen die Probleme sicherlich nicht in der Spitze, denn dort werden schon Gehälter bezahlt, die völlig ausreichend sind, um davon (gut) leben zu können und Fußball als Beruf zu betreiben. Weshalb dazu keine mittleren vierstelligen Gehälter ausreichen sollen, sondern niedrige fünfstellige die absolute Schmerzgrenze sein sollen, mußt du mir nochmal erklären. Heißt das im Umkehrschluß, wer nicht im Monat fünfstellig verdient, arbeitet nicht professionell oder Wirtschaftszweige, in denen weniger bezahlt wird, sind nicht professionell? Dann haben wir ein ernstes Problem, weil in bestimmt 95% der Wirtschaft weniger verdient wird.
    Das Berufsleben ist doch nicht auf die 15-20 Jahre Sportlerkarriere beschränkt, in denen der Betreffende seine Schäfchen bis zum Lebensende in trockene Tücher bringen muß. Weshalb sollte es einem Berufssportler nicht zuzumuten sein mit 35 nochmal umzulernen und einen anderen Beruf zu ergreifen oder sich neben dem Sport in anderen Bereichen zu bilden? Das machen doch aus verschiedensten Gründen sehr viele Menschen.

    Außerdem hat man doch am „Fall“ Maroszan gesehen, daß viel Geld und hohe Gehälter nicht unbedingt zu professionellem Verhalten führen. Unter dem Gesichtspunkt Professionalität ist die ganze Angelegenheit doch weder für den frz. Verein, noch den Berater oder Maroszan ein Ruhmesblatt.

    Die Gehaltsexplosion bei einigen europäischen Vereinen bringt der Professionalisierung des FF kaum etwas, da nur sehr wenige davon profitieren. Wichtiger wäre es, Möglichkeiten für Vereine zu finden, die keinen großen Sponsor oder Mäzen zur Hand haben, ihren Spielerinnen Gehälter zu zahlen, die über dem Taschengeldniveau liegen und es den Spielerinnen ermöglichen Fußball als Beruf zu betreiben. Sprich am unteren Ende etwas zu bewegen. PSG, Lyon, Wolfsburg usw. können ihren Spielerinnen noch 10mal mehr zahlen und es wird an der Professionalität im FF als Ganzem kaum etwas ändern.

    Bei dem Thema fällt mir auch gleich noch die Präsentation den U20-Teams für die WM ein:

    ussoccer: http://www.youtube.com/watch?v=g8g5rurIMVs
    dfb:

    Schon ein Unterschied, oder?

    Weshalb es die deutschen Vereine nicht schaffen ihre Spiele im Internet live zu streamen wie in der NWSL wäre auch noch eine Frage des Marketings und damit der Professionalisierung. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das nur am Geld und den Rechten liegt.

    Vielleicht sollten die Vereine auch aktiver um Mitglieder werben. Potsdam hat ganze 350, den Großteil davon dürften die Aktiven stellen. Bayern München hat über 200000, die wenigsten davon aktiv. Weshalb also nicht versuchen 200-300 Mitglieder zu werben und eine Vollzeitstelle mehr zu haben? Unmöglich erscheint mir das nicht.

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  • Sheldon sagt:

    @sonic: Sehr guter Beitrag!

    Überhaupt, wenn VW oder die Scheichs klug denken würden im Sinne des FFs, dann würden sie nicht einen Verein so stark subventionieren, sondern würden die Summen auf viele kleine Vereine umverteilen.

    Würde VW auch nur 1 Million in die Umgebung spenden (eine Aktion „1000×1000“ zum Beispiel, 1000 Euro für 1000 FF-Amateurvereine oder -Abteilungen), dann wäre dem FF und auch Wolfsburg viel mehr geholfen. Denn dann würde man eine Basis von dann 50.000-100.000 Jugendlichen fördern, aus denen man scouten könnte, Talente, die allesamt von fremden Personen ausgebildet worden sind.

    Damit würde man dem deutschen Fußballsystem gerecht werden und die Breite fördern, aus der sich dann die Spitze ergibt.

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  • holly sagt:

    @ Sheldon, warum soll ein Sponsor die Aufgaben vom DFB, nebenbei der reichste Sportverband der Welt übernehmen? Das sind nun mal die Aufgaben des DFBs bzw seiner Landesverbände.
    Es gibt in jedem Bundesland mehrere Leistungsstützpunkte wo talentierte Mädchen gefördert werden, neben ihrem normalen Training.
    Vielleicht solltest du dich langsam mal mit der Nachwuchsförderung beschäftigen bevor du was schreibst wovon du keine Ahnung hast.

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  • labersack sagt:

    Wenn die jetzt in der Bundesliga aktiven Damen im Rentenalter die Spätfolgen ihres Profisports mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung kurieren müssen, werden die meisten schnell zu der Einsicht kommen, daß sie in den Vertragsverhandlungen Fehler gemacht haben.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.

    Du hinkst mit der Entwicklung im Nachwuchsbereich hinterher und irgendwann gelingt es dir vielleicht auch mal vor der Kritik an WOB Informationen einzuholen, Web-Seite VFL WOB reicht da schon meist aus.

    Seit ca. 2-3 Jahren existiert eine Kampagne „100 Schulen u.100 Vereine“ durch den VFL, wo diese im nahen und mittleren Umfeld dem Fußball nähergebracht werden, sowohl durch Aktionen in WOB, wie auch in den Schulen u.Vereinen am Heimatort. Dies gilt für den FF wie auch für den MF; zusätzlich existiert eine Fußballschule, die unter der Leitung von Roy Präger für die Vereine Trainingstage und insbes. in den Ferien auch über mehrere Tage solche anbieten.

    Ferner bestehen Kooperationen mit unterklassigen FF-Vereinen, wo dann talentierte Mädchen zu Trainings eingeladen werden, wie auch e. Austauch mit den Trainern stattfindet.

    Auch wenn dir das so nicht in deine Vorstellung von WOB passt, so sind hier doch Weichen für die Zukunft gestellt, um auch dann für Nachhaltigkeit zu sorgen, genauso, um auch mehr Fans über die Begeisterung für den FF auch für den VFL zu generieren.

    Und man kann sich des Eindruckes nicht erwehren, daß sowohl der 1.FFC,als vielleicht auch Turbine, in der Zeit ihrer großen Efolge dieses ständige Werben um die Gunst der jungen Generationen verpasst haben.

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  • Altwolf sagt:

    Professionalisierung des FF heißt doch nicht nur, ich mache jetzt meine Leidenschaft für den Fußball zur Haupttätigkeit meines Lebens und muß nur zusehen, daß mir ein Verein dafür soviel zahlt, daß ich davon in meinen aktiven Tagen davon leben kann.

    Für die Spielerin selbst heißt das in erster Linie Steigerung der Leistungsfähigkeit und Konstanz darin, um einen Gegenwert für den Arbeitgeber zu bieten. Je höher das Gehalt, je höher auch die Verantwortung für sich selbst.

    Dies bedingt Anpassung der Lebensweise in Bezug auf Ernährung, Gesundheit und Tagesablauf, wie auch volle Konzentration auf die Trainingseinheiten, wie e. entsprechende Motivation ständig die volle Leistung abzurufen.

    Für die Vereine bedingt das entsprechende Trainingsplätze, Sanitärräume und Umkleideräume, wie auch möglichst hauptamtliche Trainer u. Physiotherapeuten vorzuhalten, wie auch die Transporte der Spielerinnen zum Training oder Spielen klar geregelt sein sollten. Schuhwerk,Trainingskleidung, Spielkleidung und entsprechendes Säubern u.Pflegen sollten nicht in der Verantwortung der Spielerinnen liegen.

    Es sind nur einige der wichtigsten Aspekte angedeutet, denn die Professionalisierung sollte organisatorisch wenig dem Zufall oder der Lust und Laune überlassen werden ohne jedoch der einzelnen Spielerin ihre Individualität bzw. ihren Bewegungsraum zu sehr einzuengen.

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Wenn du richtig gelesen hättest, habe ich VW geschrieben, nicht VfL! Ich würde mir das vereinsunabhängig wünschen!

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Die Frage ist doch nur, wieviel die Spielerinnen dazu wirklich an Gehalt brauchen? Nehmen wir mal an, ne Bereitstellung einer mietfreien Wohnung und einer Ausbildungsstätte sind in jedem Fall im Vertrag mit drin. Dann brauchen die Spielerinnen auch noch ein Auto. Achja, das kriegen sie gratis gestellt.

    Hm, was brauchen Spielerinnen denn noch? Krankenversicherung? Okay, bei Sportlerinnen vielleicht höher, also sagen wir mal 500-800 Euro. Dann das monatliche Budget für Verpflegung, bei einem Single sollten das trotz guter Qualität der Lebensmittel auch nicht mehr als 250-300 Euro sein.
    Dann kommen vielleicht noch weitere Versicherungen drauf, Anschaffungen etc., sodass du am Ende vielleicht bei 2000 Euro pro Monat bist.

    Das heißt, am Ende sind bei einem Gehalt von 5000 Euro noch 3000 Euro jeden Monat zur freien Verfügung übrig. Was macht man damit? Shoppen? Für 3000 Euro? Oder was macht man bitte bei nem Gehalt von 10000 Euro?? Das ist purer Luxus, in dem die Spielerinnen da leben, gerade als Unverheiratete! Das Gehalt brauchen sie niemals.

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  • Kisame sagt:

    @Bernd Zeller

    Danke! Ich hab schon darauf gewartet wann endlich einer das beliebte Wort „Neiddebatte“ einwirft 😀
    Immer wieder süß zu sehen wie versucht wird Diskussionen über Grundsatzthemen mit dem Verweis auf angeblich vorhandenen Neid abzuwürgen. So kann man sich einer Diskussion natürlich auch entziehen. *Thumbs up*

    Und dabei wäre diese Diskussion eigentlich wirklich mal angebracht, welchen Stellenwert der Leistungssport in unserer Gesellschaft einnehmen soll und wie dann dementsprechend die Sportler zu entlohnen sind. Das betrifft ja nicht nur den Fußball, das gilt ja auch für z.B. Olympioniken. Ich habe ganz generell den Eindruck das sich unter Sportlern mittlerweile die Vorstellung manifestiert hat, das es in ihren Augen gerechtfertigt ist, dass sie nach Beendigung ihres Sports, bei entsprechenden Erfolgen, ein Anrecht darauf haben Arbeit nur noch als „Freizeitvertreib“ anzusehen und nicht mehr als notwendigen Einkommenserwerb. Was ja auch okay ist, wenn es darüber einen breiten gesellschaftlichen Konsens gibt. Allerdings kann der nur erfolgen, wenn auch mal wirklich darüber diskutiert würde, ohne das nach 5 Minuten einer das Fass „Neiddebatte“ aufmacht.

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Gut erkannt. Eig sollte der DFB das machen. Macht er aber nicht. Es geht mir nicht darum, dass der DFB gleich wieder alle in Leistungsstützpunkte abfischt, die gut genug sind. Es geht überhaupt erstmal ganz unten darum, dass die Kids mit 5-6 Jahren in ihrem Heimatdorf die Möglichkeit und das Interesse bekommen, im Verein zu kicken und dass diese Entwicklung sich bis hin in die Amateur-A-Mannschaften erstreckt.
    Das tut der DFB nicht! Und da liegt der Knackpunkt, wieso auch Mannschaften wie Bayern nicht investieren! Es ist nicht klar, welche Wertigkeit der FF beim DFB hat und der DFB rührt sich nicht, weil der FF im Volk eine zu geringe Wertigkeit hat. Bayern wird erst einsteigen, wenn der FF auf der breiten Volksbasis steht!

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  • holly sagt:

    @Sheldon, warum sollte eine Fussballerin eine spezielle Krankenversicherung haben? Hat die BL Spielerin ein anderes Risiko wie eine Kreisklassenspielerin?
    Gehst du nie ins Kino, Konzert oder fährst du nie in den Urlaub?
    Versteh solche Neiddebatten sowie so nicht. Gönnt es den Frauen doch. Nur weil der FFC jetzt nicht mehr fianzell mit halten kann so rumzuheulen ist doch nur noch peinlich. Komisch letzte Saison wie der FFC noch einen Etat von 1,8 Millionen hatte da hast noch nichts gesagt.

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  • holly sagt:

    @ Sheldon, dann musst du dich beim DFB beschweren das sie es nicht machen. Der DFB fischt ja nix ab von den Leistungsstützpunkten. Da sind ja nicht nur Spielerinnen die in der Landesauswahl spielen auch andere Mädchen die für fördernswert eingestuft wurden tranieren da. Nun nicht VW ins Spiel bringen, das ist nicht den ihre Aufgabe. VW ist ein Autohersteller. Was macht denn die Commerzbank für den FF, außer das sie bei den Frauen vom FFC auf dem Trikot und Bande werben?

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.

    Daß du jetzt zwischen VW und VFL differenzierst ist mir tatsächlich entgangen, da du sonst immer VFL = VW argumentiert hast.

    Aber auch da kann ich dir sagen, daß die Sportföderung von VW (hatte ich auch schon in früheren Posts mitgeteilt) sowohl den regionalen Vereinen zugute kommt, wobei auch nicht fußballspielende Clubs davon profitieren, wie auch VW selbst,bzw. auch deren Vertriebsorganisationen, gerade im Fußball ersichtlich,als Sponsor einer großen Anzahl an 1.Liga u.2.Liga-Vereinen, wie auch im Ausland, aktiv ist.

    Der Schwerpunkt lieg sinnvollerweise diesbezüglich in WOB und verständlicherweise sehe ich die „Millionen“ lieber hier als z.B. bei Real Madrid oder Barca.

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  • AdiPreissler sagt:

    Auf speziellen Wunsch: hier können sich alle Frankfurt-Hasser über das Sponsoring der Commerzbank informieren:

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  • Altwolf sagt:

    @holly.

    Eine spezielle Krankenversicherung ist da nicht erforderlich, da die Spielerinnen als Angestellte des Vereines gelten und im Zusammenhang mit ihrer Berufsausübung ist die Berufsgenossenschaft der Kostenträger, wie bei einem sonstigen „Arbeitsunfall“ auch.

    Die Beiträge dazu zahlt der Arbeitgeber.

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  • labersack sagt:

    @Sheldon,
    bevor du hier über Luxuseinkünfte Milchmädchenrechnungen aufstellst, eigne dir doch erstmal Grundlagen über Brutto- und Nettoeinkommen an.

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  • Altwolf sagt:

    @AdiPreissler.

    Danke für den Link. 🙂

    Das Wort „Hass“ existiert nicht in meiner Einstellung zu Vereinen oder Menschen. Deshalb schaue ich gern auch mal auf Web-Seiten anderer Clubs.

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Nur damit du noch einmal deine Gedanken sortieren kannst: Ich verurteile den Kurs von Frankfurt zu den Zeiten, als sie wahllos durch die Gegend verpflichtet haben, genauso, wie ich jetzt den Kurs von Wolfsburg verurteile.

    Überhaupt erst durch Bell ist der Club (wieder) sympathisch geworden!

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Natürlich stellen FF-Fußballerinnen ne Risikogruppe dar, bei den Belastungen, die sie pro Spiel und pro Saison ausgesetzt sind. Da kommt während ner Karriere einiges zusammen!
    Und du brauchst mir nix von Urlaub etc. zu erzählen… Wir kamen als 4-köpfige Familie mit 3.500 Euro Bruttogehalt bestens zurecht und konnten davon auch einmal im Jahr Urlaub machen u.ä. Mir kann niemand erzählen, dass 5.000 Euro Brutto für eine Single-Person vollkommen ausreichend wäre!

    @Kisame: Sehr guter Beitrag! Spitzensportler und Fans neigen gerade im FF schnell mal unter Realitätsverlust!

    @labersack: Selbst, wenn ich die unvorteilhafteste Netto-/Bruttorechnung aufstelle, komme ich bei Abzug aller oben genannten Kosten immer noch auf 1.500 Euro zur freien Verfügung. Pro Monat!

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  • holly sagt:

    @ Sheldon, auch wenn du die Zeit in Frankfurt anscheinend auch abklehnst trotzdem ist es fakt der so wahr ist.
    Jedes C-D Mädchen von einem einigermassen ambionierten Verein trainiert 4-5 die woche und spielt gegen Jungs. Die brauchen dann auch ne Risikoversicherung?
    Was du meinst ist sicher eine Berufsunfähigkeitsversicherung, aber das hat nix mit einer Krankenversicherung zu tun.

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Du wirst automatisch zu einer Risikogruppe, wenn sich in deinem Umfeld lauter Personen regelmäßig Kreuzbandrisse und ähnliches zuziehen.

    Ich frage mich, in welchem Amateurbereich du 4-5mal die Woche Training hast. Selbst bei den Männern hast du bis in die 5. Liga nicht viel häufiger als zweimal die Woche Training.

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  • holly sagt:

    @ Sheldon, totaler Quatsch. die sind ganz normal wie jeder andere Mensch in Deutschland versichert. Die Wolfsburg Spielerinnen die bei VW arbeiten, sind natürlich gesetzlich Krankenversichert wie der Fliessbandarbeiter bei VW.
    Genauso sind FFC Spielerinnen die meinetwegen bei der Commerzbank arbeiten bei der CB krankenversichert.
    Wenn jemand natürlich meint nicht arbeiten zu müssen, dann muss er sich natürlich selbst krankenversichern. Das kann man dann wahlweise privat oder gesetzlich. Bei der gesetzlichen richtet es sich dann nach deinem Verdienst was du in die KK einzahlen musst, und nicht nach einer Häufikeit der Kreuzbandrisse im FF. In der Kreisklasse ist die Häufigkeit von Verletzungen genauso hoch wie in der BL, wenn nicht sogar noch höher. Also dürften deinem Empfinden nach ja nur Millionäre im Amateurfussball aktiv sein, weil ein einfacher Arbeiter mit Familie könnte sich deine vermutete Höhe der Krankenversicherung garnicht leisten.

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Okay, gehen wir mal wieder zurück zur Ausgangsfrage: Wozu braucht ein Single 5000 €, 10000 € oder 12000 € im Monat? Insbesondere, wenn der Krankenversicherungsbeitrag dann doch dementsprechend niedrig ist?

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  • holly sagt:

    @ Sheldon, es geht ja nicht darum was sie braucht. Aber umso mehr man hat, umso mehr gibt man natürlich auch aus.
    Warum sollte eine Simone Laudehr oder Nadine Kessler sagen soviel Geld brauch ich nicht(summe x).
    Du würdest ja sicher auch nicht zu deinem AG sagen „Chef ich brauch die Lohnerhöhung nicht“
    Die Welt ist doch in Ordnung wenn jemand soviel mit seinem Talent/Beruf vedient. Ich gönne es den Frauen von ganzen Herzen(egal welche Spielerin bei welchem Verein). Dafür haben sie schliesslich von frühster Kindheit an auf vieles verzichtet.
    Wenn sie sich von ihren Gehältern noch was zur Seite legen können bzw sich ein Haus kaufen, ihr Traumauto usw. stört mich auch nicht.
    Mann muss im Leben auch gönnen können(damit bist jetzt nicht du speziell gemeint).

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Die Summe, die sie bekommen, steht in keinem Verhältnis zu der Leistung, die sie bringen! Hier werden Luftschlösser und Elfenbeintürme gebaut. In Deutschland wollen vielleicht 100.000 Zuschauer die Spielerinnen regelmäßig sehen, zahlen tun davon die wenigsten.

    Und, @holly, ich werde in einer Branche arbeiten, in der man von Gehaltserhöhungen nicht viel hören wird. Geld ist nicht alles. Im Gegenteil, wer zuviel bekommt, wird selbstgefällig!

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  • holly sagt:

    @ Sheldon, warum steht das in keinem Verhältnis? Wenn das Geld vorhanden ist es vorhanden egal ob nun 1 Zuschauer oder 1000 kommen. Wie ich oben schon geschrieben habe. Sie verzichten von sehr frühem Alter auf vieles.
    Egal auch wenn man in deiner Branche nix davon hört, auch dann wirst du nicht zu deinem Chef sagen ich brauch die Lohnerhöhung nicht.

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  • Kisame sagt:

    @holly

    Naja, Sheldon hat im Kern schon Recht damit, dass das Gehalt nicht im richtigen Verhältnis steht. Allerdings im Verhältnis zu dem, was erwirtschaftet wird. Wenn die Vereine nur das ausgeben dürften, was sie auch einnehmen gäbe es solche Gehälter vermutlich gar nicht^^
    Aber gut, offensichtlich stört das einige Sponsoren/Mäzene nicht weiter und deshalb gibt es sie. Gut für die Spielerinnen. Das Argument mit dem Verzicht ist für mich ehrlich gesagt hinfällig, letzten Endes verzichten auch viele andere Leute auf Dinge und deshalb kriegen sie trotzdem kein hohes Gehalt. Die Spielerinnen haben wie gesagt Glück das es eben Leute gibt, für die Geld nicht die entscheidene Rolle spielt.

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  • holly sagt:

    @ Kisame, wie gesagt mich stört es nicht, auch nicht die Herkunft vom Geld solang es legal ist.
    Aber als Frankfurt Fan sollte man auch nicht über sowas heulen, wenn der eigene Lieblingsverein mit für diese Verhältnisse gesorgt hat(auch wenn man es verurteilt). Wenn man Fan von einem Verein ist, muss halt alles billigen was die verzapfen.die guten wie auch die schlechten Sachen die mein Lieblingsverein versaubeutelt.
    Ich gönne ihnen jeden Cent schon allein wegem den ganzen Verzicht. Vor allem in der Kinder/Jugendlichen Zeit.
    Um mal ein anderes Fass aufzumachen. Man muss ja auch nicht immer unbedingt alle deutschen Mannschaften/Sportler gut finden. Es gibt im Ausland genug Sportler/Sportlerinnen die ich besser finde wie deutsche Sportler/innen in ihrer Sportart.

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  • holly sagt:

    @ Sheldon, eine kleine Korrektur von mir zum Thema Krankenversicherung. Wenn eine Spielerin nicht arbeitet dann ist sie bei ihren Verein krankenversichert(da dort angestellt). Vorrausetzung ist natürlich sie ist Lizenzspielerin(kriegt Geld vom Verein). Wenn eine Spielerin Lizenzspielerin ist, muss natürlich der Verein dann auch Sozialabgaben für die Spielerin zahlen. Also sprich Krankenversicherung usw. Wie die Spielerin sich versichert privat oder gesetzlich ist ihr natürlich überlassen.

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  • Detlef sagt:

    holly schrieb;
    „Wenn man Fan von einem Verein ist, muss halt alles billigen was die verzapfen.die guten wie auch die schlechten Sachen die mein Lieblingsverein versaubeutelt.“

    Wo steht denn, daß man das muß??? 🙁
    Ich zumindest billige beiweitem nicht alles, was in meinem Verein passiert!!! 😉

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  • holly sagt:

    @ Detlef, das ist klar das einem nicht alles gefällt was ein Verein macht(muss man halt mit leben). Man sollte dann aber nicht auf den Putz hauen das andere die bösen sind, nur weil der eigene Verein nicht mehr finazell mithalten kann.

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  • Alice sagt:

    Guckt man als Anti-Sympathisant nach Wolfsburg steht der potentielle (!) Lohn in keinem Verhältnis.
    Neben den Anmerkungen, welche holly in die Runde warf, möchte ich noch anmerken, dass der Imagegewinn für den VfL und Wolfsburg unbezahlbar ist. Gerade, wenn man eigentlich ausschließlich mit solchen Sympathieträgern aufwarten kann, die dann auch noch Erfolg haben.
    Wenn ich mir allein vor Augen führe, woher die Fans kommen, welchen „Wolfsburg“ vorher vermutlich noch nichtmal ein Begriff war. Zum Testspiel (!) in Müden, kamen zwei aus Bayern angereist. Zu den Topspielen kommen Leute aus Rostock, Frankfurt, Köln und Wien. Das Stigma aus dem Männerfußball, welches du sehr gerne bedienst haftet für den Großteil der FFFans nicht an der Mannschaft.
    Der VfL versucht hier etwas aufzubauen und setzt dabei aufs richtige Pferd. In der ganzen Stadt wehen an Masten Fahnen „Deutscher Meister und Champions League-Sieger“, am Bahnhof werden die Reisenden mit Wandschmück begrüßt, der „Titel-Serienmäßig-Champions of Europe“ verspricht, damit kann man sich schmücken!
    Wenn das Geld da ist, dann ist nichts dabei es auch zu investieren, schließlich hast du dadurch nicht weniger in der Tasche.

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  • Kisame sagt:

    Ich bin weder Pro Wob, noch Anti Wob. Ich bin halt nur verwundert das der Fußball eine der wenigen Branchen ist in der es scheinbar egal ist, ob Gewinn erwirtschaftet wird oder nicht. Zumindest bei gewissen Vereinen. Das steht völlig konträr zum Rest der Wirtschaft und Fußballvereine sind heutzutage ja auch nichts anderes als Wirtschaftsunternehmen.

    Imagegewinn ist immer so eine Sache. Erstens lässt er sich nicht quantifizieren und zweitens ist das auch eine sehr wackelige Angelegenheit. Heutzutage reicht ja schon irgendein „Skandal“ aus und das mühsam aufgebaute Image ist von heute auf morgen komplett im A….
    Aber letzten Endes ist es auch nicht mein Geld und von daher stört es mich nicht weiter. Bin halt nur neugierig wie lange das so noch funktioniert.

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  • sonic sagt:

    @holly

    „es geht ja nicht darum was sie braucht.“

    Doch genau darum ging es hier!

    Es wurde die Behauptung aufgestellt, daß ein niedriges fünfstelliges Gehalt gerade noch zu vertreten sei, um den Spielerinnen ein gutes Leben als Profis zu ermöglichen. Dem wurde wiedersprochen und argumentiert, daß man auch mit einem vierstelligen Gehalt genügend verdient, um sich ganz dem Fußball zu widmen und nicht auf ein zusätzliches Erwerbseinkommen angewiesen zu sein.

    Keiner hier hat geschrieben, daß er einer Spielerin ein fünfstelliges Gehalt mißgönnt, es ist nur nicht nötig um den FF zu professionalisieren.

    Niemand hier hat gefordert, daß die Spielerinnen Gehaltserhöhungen ablehnen sollen oder bei Vereinen, die Spitzengehälter zahlen, nicht unterschreiben sollen.

    Es wurde nur daran gezweifelt, daß sich diese Gehälter für die Vereine/Sponsoren rentieren, da das Zuschauerinteresse diese scheinbar nicht rechtfertigt. Ich habe da übrigens keine Bedenken. VW hat das sicherlich ordentlich durchgerechnet und den Scheichs geht es dabei primär eh nicht um Rendite, sondern um Zeitvertreib und Prestige.

    Nicht mal aus Sheldons Behauptung es handele sich um Luxuseinkommen, kann man schließen, daß er solche Einkommen irgendjemanden mißgönnt. Man kann anderen doch auch Luxus gönnen, oder?

    Für mich stellt sich nun die Frage, weshalb du von eigentlich recht sachlichen Fragen (Wie hoch muß das Gehalt sein, um Fußball professionell betreiben zu können? Ist das noch rentabel? Welche Veränderungen bewirkt das in der Vereinslandschaft?) auf eine emotionale Ebene mit (unterschwelligen) persönlichen Angriffen (ihr seid doch nur neidig und gönnt anderen nichts) schwenkst.

    Zum Totschlagsargument „Neiddebatte“ hat Kisame schon viel richtiges geschrieben.
    (Von mir nur die Frage, was die Bundestrainerin damit zu tun hat, die ist doch für Gehälter und Finanzen gar nicht zuständig. 😉 )

    Da du den „Verzicht“ der Spielerinnen dreimal ansprichst:

    1. Ich denke, was man als „Verzicht“ ansieht ist doch individuell sehr verschieden. Was einem das größte Opfer, würde der nächste mit größtem Vergnügen loswerden wollen. Was für den einen eine entsetzliche Quälerei bedeutet, ist für den anderen ein riesen Spaß.
    2. An anderer Stelle hast du erkannt, daß niemand den Spielerinnen eine Pistole vorhält und sie zu etwas zwingt. Weshalb hinter dieser Erkenntnis zurückbleiben? Weil es gerade nicht in die Argumentation paßt?

    Also dieser „Verzicht“ kann für mich keine Begründung sein irgendjemandem irgendetwas besonders zu gönnen.

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  • shane sagt:

    @kisame: sportVEREINE sind im allgemeinen keine wirtschaftsunternehmen. vereine duerfen per se keinen bzw. nur geringe gewinne machen – deswegen gibt’s im herrenfussball ja auch noch aktiengesellschaften neben den eigentlichen vereinen. neben dem herrenfussball gibt es kaum sportarten, die sich selbst tragen, d.h. ueber ticketverkaeufe, merchandising, und fernsehgelder. alle anderen haengen davon ab, das da jemand was reinbuttert – aus welchen gruenden auch immer: liebhaberei, werbe- und imageeffekte, soziale verantwortung, …

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  • holly sagt:

    @ sonic, genauso wie du beim Verzicht argumentierst, argumentiere ich halt beim Gehalt. Jede Mensch ist nunmal verschieden. Dem einem reichen 5 € am Tag um glücklich zu sein, dem anderen geht es erst gut wenn er 500 € am Tag hat. Wo ist das Problem dabei. Jemand spielt gut Fussball der verdient dann auch gut. Jemand der sehr gut Fussball spielt verdient dann auch sehr gut. Also was ist eurer Problem. Komisch wenn es Sheldons Verein auf einmal betrifft dann regt er Änderungen an. Leztes Jahr habe ich ihn kein Wort darüber verlieren gehört, wie der FFC noch genügend Geld hatte.
    Das finde ich dann schon heuchlerisch und neidisch sein.
    Wo habe ich in diesem Thema was von Frau Neid geschrieben?

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  • sonic sagt:

    Ich bin mir gerade nicht sicher, ob du mich nicht verstehen kannst (vielleicht habe ich mich ja unzureichend ausgedrückt) oder mich nicht verstehen willst. Daher versuche ich es nochmal.

    Menschen sind verschieden und habe unterschiedliche Bedürfnisse. Da liegt kein Problem. Wenn never-rest behauptet Fußballerinnen könnten nur dann gut leben, wenn sie mindestens fünfstellig (mind. 333 €/Tag) verdienen, regt sich allerdings mein Widerstand, weil ich nicht verstehe, weshalb die Bedürfnisse von Fußballerinnen grundsätzlich soviel höher liegen sollten als bei mir persönlich und dem Großteil der restlichen Menschen in diesem Land, die ja nicht fünfstellig verdienen und denen es dennoch gut geht. Da liegt meine Meinungsverschiedenheit mit never-rest.

    Wo ich dann nicht mehr folgen kann, ist, wenn auf diesen Einwand von Sheldon und mir, der Vorwurf des Neides und der Missgunst von dir erhoben wird. Da besteht für mich einfach kein Zusammenhang. Wie kann man logisch von diesem Einwand auf diese Gefühle schließen?

    Zur Verdeutlichung:
    Das ist als würde ich aus deinen Bemerkungen, Frankfurt hätte in Deutschland die Preise kaputt gemacht und den Brand gelegt, den Schluß ziehen, daß du damals auf die frankfurter finanziellen Möglichkeiten neidisch warst, den Spielerinnen ihr Gehalt nicht gegönnt hättest und jetzt eine ungeheure Genugtuung verspühren würdest, weil Frankfurt nicht mehr voll mithalten kann und von anderen ausgebootet wird. Da besteht genauso wenig Zusammenhang und der Schluß entbehrt jeglicher Stringenz.

    Wo du was von der Bundestrainerin geschrieben hast?
    Du hast von einer Neiddebatte geschrieben und da hier keiner einem anderen etwas geneidet hat, kann es um das Gefühl ja nicht gegangen sein. Da viel mir bei dem Begriff im Zusammenhang mit Frauenfußball nur noch die Bundestrainerin ein. Weshalb du sie ins Spiel gebracht hast, versteh ich allerdings nicht. 😉

    Welche Änderungen wurden denn hier von Sheldon angeregt? Die muß ich überlesen haben.

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  • holly sagt:

    @ Sonic

    ich fang mal hinten an. Sheldon fordert das alle gleich verdienen sollen(leicht übertrieben) bzw er möchte nur bis bestimmte Höhen Gehälter zulassen.
    Ich verstehe schon was du schreibst. Bloß im Gegensatz zu dir habe ich kein Problem damit ob Sportler X oder y soviel Geld verdient. Auch der Bundeskanzlerin oder wemm auch immer sei ein so hohes Einkommen gegönnt.
    Wie ich schon gestern geschrieben hatte, einer ist Glücklich mit 5 @ am Tag ein anderer meint er brauch dazu 333/ oder noch mehr €. Wenn ihm das jemand gibt ist es doch schön.
    Seid doch froh das es Menschen gibt die anderer Meinung sind. Sonst wäre es hier total langweilig, und überall auf der Welt

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  • never-rest sagt:

    @sonic: Ich habe nicht behauptet, dass Fußballerinnen nur dann gut leben können, wenn sie mindestens fünfstellig verdienen.

    Bitte richtig zitieren: „Zur Professionalisierung des FF in der Spitze gehören auch steigende Gehälter, von denen die besten Spielerinnen auch gut leben können. Niedrige fünfstellige Monatsgehälter sind da aus meiner Sicht gerade noch vertretbar..“

    Wollte damit nur sagen, dass die bestbezahlten Spielerinnen und Vollprofis wie Marta, Schelin u.a. von ihren Traumgehältern natürlich gut leben können. Diese phantastisch anmutenden Dotierungen im FF mögen grenzwertig sein und in keinem Zusammenhang mehr zur einer persönlichen (Arbeits-) Leistung stehen. Aber Alles ist eben relativ. Nur zum Vergleich verdient ein Mario Götze dem Vernehmen nach bei Bayern München im Jahr ca. 6-7 Millionen Euro ohne Werbeverträge.

    Die Gehälter im FF steigen oder fallen letztlich mit der Akzeptanz des FF in der Öffentlichkeit, die eine Werbeplattfom für interessierte Sponsoren darstellt. Deren Geld, neben den Direktsubventionen des DFB einschließlich TV-Gelder finanziert am Ende die Spielergehälter. Die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, Eintrittsgeldern etc. dürften im Verhälnis dazu weiter zurückgehen.

    Ich wollte im Übrigen mit meinem Wortbeitrag keine gesellschaftspolitische Debatte zu der Frage lostreten, ob eine Spielerin soviel Geld zum Leben braucht oder was ein gutes Leben wirklich ausmacht usw. Ich denke womensoccer ist dafür auch nicht das richtige Forum.

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  • sonic sagt:

    @holly

    Du verstehst offensichtlich nicht, was andere schreiben:

    1. Sheldon hat hier nirgends geschrieben, daß alle gleichviel verdienen sollen oder die Höhe der Gehälter beschränkt werden sollte.

    2. Ich habe nirgends zum Ausdruck gebracht, daß ich mit der Höhe des Gehaltes von irgendjemanden ein Problem habe.

    Vielleicht solltest du nochmal lesen, was Sheldon und ich tatsächlich geschrieben haben.

    @never-rest

    Ich habe den Satz „Niedrige fünfstellige Monatsgehälter sind da aus meiner Sicht gerade noch vertretbar..“ so interpretiert, daß es keinesfalls niedriger sein sollte, damit die Spielerinnen gut leben können. Sheldon scheint es ähnlich gegangen zu sein.

    Da du aber offenbar gemeint hast, daß niedrige fünfstellige Monatsgehälter im Verhältnis zur Arbeitsleistung die obere Grenze darstellen, handelt es sich um ein Missverständnis.

    Zitiert habe ich dich im übrigen richtig 😉

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