Erfolgreiche Tests für Bundesligisten

Von am 21. Juli 2014 – 13.02 Uhr 15 Kommentare

Am Wochenende bestritten die Erstligisten der Frauenfußball-Bundesliga eine Reihe von Testspielen, die überwiegend von Erfolg gekrönt waren. Dabei konnten sich bereits zahlreiche Neuzugänge in den Vordergrund spielen.

Gelungener Testspielauftakt für Wolfsburg
Meister VfL Wolfsburg hat sein erstes Testspiel in Müden mit 9:0 gegen Regionalligist SV Henstedt-Ulzburg gewonnen.

Caroline Graham Hansen (3), Martina Müller (2), Vanessa Bernauer (2), Selina Wagner und Babett Peter erzielten die neun Treffer, von den sechs auf das Konto der Neuzugänge gingen.

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„Dieses Spiel hat seinen Zweck erfüllt, eine Abwechslung zum harten Training zu bieten. Bei diesen tropischen Temperaturen wurde trotzdem ein ordentliches Tempo vorgelegt und das umgesetzt, was wir sehen wollten“, so Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann, der am Dienstagnachmittag dann erstmals seinen kompletten Kader inklusive Nationalspielerinnen zum Training bitten wird.

Treffsicher im ersten Test: Wolfsburg Neuzugänge Caroline Graham Hansen (li.) und Vanesssa Bernauer © VfL Wolfsburg

Treffsicher im ersten Test: Wolfsburg Neuzugänge Caroline Graham Hansen (li.) und Vanesssa Bernauer © VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg: Burmeister – Brandenburg, Peter, Vetterlein, Bunte – Blässe, Wagner, Bernauer, Kerschowski (46. Wedemeyer) – Sehan (46. Tietge), Müller (46. Hansen)

Tore: 1:0 Müller (8.), 2:0 Bernauer (41.), 3:0 Wagner (45.), 4:0 Müller (45.+1), 5:0 Hansen (47.), 6:0 Peter (52.), 7:0 Hansen (62.), 8:0 Hansen (70.), 9:0 Bernauer (80.)

Sieg und Niederlage für den 1. FFC Frankfurt
Vizemeister 1. FFC Frankfurt kam am Sonntag zu einem 12:0-Sieg bei Zweitliga-Aufsteiger 1. FFC Montabaur, am Samstag hatte die Auswahl von Trainer Colin Bell gegen die männliche U17-/U19-Auswahl des SSV Weyerbusch mit 2:5 verloren.

Die Treffer am Sonntag erzielten Simone Laudehr (2), die Neuzugänge Mandy Islacker (2) und Valentina Limani (2) sowie Lise Munk (2), Ana-Maria Crnogorcevic (2), Dzsenifer Marozsán und Peggy Kuznik.

„Die beiden Tage in Altenkirchen haben uns sehr gut getan, da wir viel Zeit miteinander verbringen und konzentriert arbeiten konnten. Das Team hat in den letzten Tagen sehr gut trainiert und trotz der intensiven Einheiten gegen den 1. FFC Montabaur von der ersten Minute an eine engagierte Leistung gezeigt“, so Bell.

Remis für den FC Bayern München
Der FC Bayern München kam in seinem ersten Testspiel zu einem 2:2 beim FC Bayern Fanclub Wildenau in der Oberpfalz. Die Tore für die Münchnerinnen erzielten Melanie Behringer und Eunice Beckmann.

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Essen schlägt Aachen
Die SGS Essen startete in Eschweiler mit einem 3:0-Sieg gegen Zweitligist Alemannia Aachen in die Saisonvorbereitung. Henrike Sahlmann erzielte den Führungstreffer (39.), Charline Hartmann (69.) und Gastspielerin Magdalena Szej (84.) erzielten in der zweiten Halbzeit die weiteren Treffer. Beim Test fehlten Spielerinnen wegen Abstellungen zur U19-EM (Dominique Janssen) oder zur U20-WM-Vorbereitung (Linda Dallmann, Margarita Gidion, Madeline Gier). Die beiden Youngster Lara Masloch und Katharina Wißkirchen sind noch im Urlaub, Katharina Leiding ist verletzt.

SGS Essen: Lisa Weiß – Irini Ioannidou, Isabel Hochstein, Jacqueline Klasen – Sara Doorsoun, Ina Mester – Janina Meißner, Magdalena Szej, Henrike Sahlmann – Lea Schüller, Isabelle Wolf

Eingewechselt: Sabrina Dörpinghaus, Sarah Freutel, Caroline Hamann, Charline Hartmann, Vanessa Martini, Lena Ostermeier

Sands Anne van Bonn (li.) im Zweikampf beim 1:0-Sieg gegen den FC Luzern © Udo Künster

Sands Anne van Bonn (li.) im Zweikampf beim 1:0-Sieg gegen den FC Luzern © Udo Künster

Zwei Siege für den SC Sand
Mit zwei Siegen sind die Frauen des SC Sand in die Vorbereitung auf die Fußball-Bundesliga gestartet. Der Aufsteiger aus der Ortenau gewann am Samstag mit 3:0 (0:0) beim Zweitligisten 1. FC Saarbrücken und keine 24 Stunden später im eigenen Kühnmattstadion mit 1:0 (1:0) gegen den Schweizer Erstligisten FC Luzern.

In Saarbrücken erzielten Ilaria Mauro, Isabelle Meyer und Rebekah Stott alle drei Tore nach der Halbzeit und Neuzugang Julia Schneider sorgte am Sonntag Mitte der ersten Halbzeit für den Siegtreffer gegen Luzern.

Hoffenheim gewinnt
Die TSG 1899 Hoffenheim gewann am Freitagabend ihren ersten Test mit 8:0 gegen den Oberligisten FV 09 Niefern. In der auf 3 x 30 Minuten angesetzten Partie erzielten Sabine Stoller, Leonie Pankratz, Christine Schneider, Fabienne Dongus, Dóra Zeller, Anne Fühner sowie Kristin Demann (2) die Treffer.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

15 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Hm, finde ich schon sehr interessant.

    1. Ulzburg oder wie sie heißen sind letzte Saison 5. der Regionalliga Nord geworden, nach der Regionalliga Nordost vermutlich die schwächste Regionalliga.
    2. Montabaur ist 2. der Regionalliga Südwest geworden, einer deutlich stärkeren Regionalliga und ist aufgestiegen in die zweite Liga.

    Wolfsburg quält sich und gewinnt 9:0, Frankfurt demonstriert seine Stärke und gewinnt 12:0. Hört sich für mich schon jetzt klar nach Vorteil Frankfurt an, vor allem, was die Ersatzbänke betrifft!

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  • holly sagt:

    @Sheldon, solche Quervergleiche sind immer sinnlos. Beide Teams werden ja nicht jeden Tag das gleiche gleich lang trainieren.
    Vielleicht war es ja beim Spiel des FFCs 10 Grad kälter darum sind sie mehr gelaufen. vielleicht war auch von Montabaur der Trainer so clever und hat alle guten Spielerinnen auf der Bank gelassen damit ihn die kommenden Gegner aus der 2 Liga nicht ausspionieren können.
    Achso Henstedt Ulzburg hat letzte Saison eine misarable Hinrunde gespielt(Abstiegsplatz) Nach der Winterpause meine ich haben sie nur noch einen Punkt gegen Kiel abgegeben.

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  • Zaunreiter sagt:

    Ach Gott, Sheldon!

    Wenn du das Medium von Delphi gewesen wärest, wären die Perserkriege und der peloponnesische Krieg anders verlaufen. 😉

    Aus dem Aufstieg des FFC Montabaur abzuleiten, dass die Regio Südwest stärker ist als die des Nordens, das schaffst nur du. Montabaur konnte nur aufsteigen, weil in Mainz Dilettanten am Werk waren. Und für dein Orakel muss ein alberner Testspielvergleich herhalten.

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  • Alice sagt:

    Mensch Sheldon, nu freu dich des grandiosen Testspielerfolgs deiner Lieblingsmannschaft und versuche sie nich noch zusätzlich zu profilieren, indem du sie mit unseren wolfsburger Provinzlern vergleichst 🙂 Das solltest du nicht brauchen, wenn du so zufrieden mit dem frankfurter Team bist. Alles guut.

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  • maurinho sagt:

    Schade, dass die Aufstellung vom 1.FFC Frankfurt net aufgeführt wird – kann vielleicht jemand, dem sie bekannt ist, diese hier veröffentlichen? (und möglicherweise wird vom DFB dieses Jahr als Kriterium für die Punkte- bzw. Titelvergabe die Besetzung der Ersatzbank mit berücksichtigt 😉 )

    Aber im Vergleich von Äpfeln und Birnen (oder doch besser Kürbissen?!) ist er wirklich kaum zu schlagen – Hut ab.

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  • Horst Schlämmer sagt:

    Also die Regionalliga Südwest ist sicher keine starke Regionalliga. Dies liegt alleine schon an den geographischen Voraussetzungen. Im Vergleich zu einer Regionalliga Süd ist der geographische Raum der Regionalliga Südwest deutlich kleiner. Zudem stiegen bisher sehr viele Aufsteiger aus Südwest sang- und klanglos ab.

    Schott Mainz sollte hierbei ausgeklammert werden, die diese Liga mehr als dominiert haben und sicherlich qualitativ einem guten Zweitligisten entsprechen.

    Just my 2 Cents

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  • Sheldon sagt:

    @neutrum: Aufstellung wurde vom FFC nicht veröffentlicht!

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  • Sheldon sagt:

    Nächstes Schützenfest für Frankfurt: Diesmal ein 8:1 gegen Wetzlar. Torschützinnen: 1:1/3:1/5:1 Islacker (15./35./53.), 2:1 Marozsan (23.), 4:1/7:1 Limani (49./84.), 6:1 Ando (60.), 8:1 Hendrich (85.)

    6 Treffer durch Neuzugänge, das hört sich ausgezeichnet an. Vor allem Limani scheint mächtig aufzutrumpfen, aber auch Marozsan scheint der Gelegenheit Paris nicht mehr hinterher zu trauern. Vielleicht macht sie ja den Lewandowski und verabschiedet sich mit einer Bombensaison aus Frankfurt, nach der Frankfurt sie wohl auch gegen eine angemessene Ablösesumme ziehen lassen wird!

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  • Zaunreiter sagt:

    Hör bitte mit deinen sog. „Schützenfesten“ auf, Sheldon!

    Als an der Lahn lebender behaupte ich, dass der wahre Gradmesser für die Frauen der Eintracht Wetzlar die gerade aufgestiegene dritte Frauschaft des 1.FFC Frankfurt aus der Hessenliga in die Regionalliga Süd ist. Ebenso untereinander die Frauen der Eintracht Frankfurt. Ich war letztes Jahr in Diez beim Turnier und da haben die Frankfurterinnen mit den Frauen von der Lahn auch nicht viel Risiko gehabt.

    Und da das Spiel gestern abend war, ich davon nichts wusste, gibt’s hier nun den Spielbericht dazu:

    http://www.mittelhessen.de/sport/lokalsport_artikel,-Kommen-gerne-wieder-_arid,311295.html

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  • Neutral77 sagt:

    @Sheldon,

    nur mal zur Info das beim Wolfsburger Spiel 9 !!! Nationalspielerinnen nicht dabei waren ( und deine geliebte Mannschaft fast mit voller Kapelle gespielt hat 😉

    Ein Gegentreffer gegen Wetzlar !!! Hilfe Sheldon, was läuft da verkehrt ???
    Haben die jetzt soooo viel Ausdauer trainiert, das sie zum Spielanfang nun Probleme bekommen ??

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  • holly sagt:

    was mich bedenklich stimmt ist das die eingespielte FFC Abwehr gegen einen Drittligisten 11 Minuten lang in Rückstand lag. Das lässt für die BL nix gutes hoffen. Wenn man das hochrechnet dann kriegen sie pro Spiel 3 Gegentore 😉

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  • Sheldon sagt:

    @holly/Neutral: Unsachgemäße Polemik! Ich erinnere nur an Cloppenburg. Das sind Schönheitsfehler, mehr nicht!

    Wichtig ist, dass die Mannschaft gezeigt hat, dass sie gleich da ist und Rückstände wett machen kann.

    @Neutral: Ich komme auf 8 Nationalspielerinnen! Und bei Frankfurt fehlten immerhin mit Bartusiak, Kulig, Laudehr und Sasic auch 4 N11-Spielerinnen, dazu waren Jessica Reinhardt und Jana Löber noch nicht im Einsatz.

    Davon, dass die Abwehr schon eingespielt wäre, kann auch noch keine Rede sein, so wie sie zur Zeit umgebaut wird.

    Was mich eher bedenklich stimmt, dass Wolfsburg gegen einen No Name-Drittligisten 33 Minuten kein Tor erzielt hat. Rechnet man das mal hoch, dann sind das maximal 2 Tore pro Spiel!

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  • holly sagt:

    @ Sheldon, man hat ja beim Saisonfinale gesehen das z.B. zwei Tore gegen den FFC reichen um Meister zu werden 🙂
    Lol Henstedt Ulzburg ein No Name Drittligist. Ist schon klar nur weil du die Mannschaft bzw die Spielerinnen nicht kennst ist es ein No Name Verein. Du solltest versuchen Karriere als Comedian zu machen.

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  • Neutral77 sagt:

    @ Sheldon

    und es sind 9 Nationalspielerinnen und dazu kommen noch 2 verletzte Nationalspielerinnen !!! Als Statistikguru scheinst du auch nachzulassen, genau wie „ein“ Verein in der Rückrunde 😉

    Und noch etwas: manchmal reicht es sogar in der vorletzten Minute ein Tor zu erzielen, da interssieren ein die vorigen (33) Minuten nicht wo kein Tor fällt 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @Neutral: Welche 9 meinst du denn? Plus 2 verletzte??

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