Europas Fußballerin des Jahres: Fünf Deutsche nominiert

Von am 17. Juli 2014 – 16.11 Uhr 19 Kommentare

Elf Spielerinnen hat der europäische Fußballverband UEFA für die Wahl zu Europas Fußballerin der Saison 2013/14 nominiert. Dominiert wird die Auswahl von fünf deutschen Spielerinnen und Champions-League-Sieger VfL Wolfsburg.

So dürfen sich Lena Goeßling, Nadine Keßler, Martina Müller und Alex Popp (alle VfL Wolfsburg) genauso Hoffnungen auf den Titel machen wie FC Bayern Münchens Stürmerin Lena Lotzen. Der VfL Wolfsburg hat in der Schwedin Nilla Fischer sogar einen weiteren Trumpf im Ärmel.

Vorauswahl der Trainer
Die Nominierungen wurden von den Trainern der acht Viertelfinalisten der letztjährigen UEFA Women’s Champions League getroffen. Anstatt zehn umfasst die Vorauswahl elf Spielerinnen, da zwei Spielerinnen punktgleich den zehnten Platz einnahmen.

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Zwölf Journalisten entscheiden
In einer zweiten Abstimmungsrunde werden nun 12 von European Sports Media (ESM) ausgewählte Journalisten, die sich zur Unterstützung des Frauenfußballs verpflichtet haben, ihr Urteil fällen.

Entscheidung am 14. August
Am Donnerstag, 14. August 2014 werden dann die drei Finalisten bekanntgegeben. Die gleiche Jury wird dann in Monaco im Rahmen der Gruppenauslosung der UEFA Champions League in einer Live-Abstimmung die Siegerin aus den drei Finalisten ermitteln.

VfL Wolfsburg neuer Deutscher Meister

Der VfL Wolfsburg dominiert mit fünf Spielerinnen die Auswahl zur Europas Spielerin des Jahres © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Europas Spielerin des Jahres, Nominierungsliste

Verónica Boquete (ESP – Tyresö FF, jetzt Portland Thorns FC)
Nilla Fischer (SWE – VfL Wolfsburg)
Lena Goeßling (GER – VfL Wolfsburg)
Nadine Keßler (GER – VfL Wolfsburg)
Lena Lotzen (GER – FC Bayern München)
Marta (BRA – Tyresö FF, neuer Verein unbekannt)
Martina Müller (GER – VfL Wolfsburg)
Alexandra Popp (GER – VfL Wolfsburg)
Christen Press (USA – Tyresö FF, jetzt Chicago Red Stars)
Lotta Schelin (SWE – Olympique Lyon)
Caroline Seger (SWE – Tyresö FF, jetzt Paris Saint-Germain)

Insgesamt erhielten in der ersten Runde 20 Spielerinnen Stimmen, die Plätze 12 bis 20 setzen sich wie folgt zusammen:

12 Ramona Bachmann, Schweiz, FC Rosengård
Melanie Behringer, Deutschland, 1. FFC Frankfurt – jetzt FC Bayern München
Karen Carney, England, Birmingham City LFC
Louisa Necib, Frankreich, Olympique Lyon
16 Kim Little, Schottland, Arsenal LFC – jetzt Seattle Reign FC
Anja Mittag, Deutschland, FC Rosengård
Wendie Renard, Frankreich, Olympique Lyon
Julia Simic, Deutschland, 1. FFC Turbine Potsdam
20 Patrizia Panico, Italien, ASD Torres CF

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

19 Kommentare »

  • balea sagt:

    Alex Popp? Vollkommen absurd.

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  • kunigunde sagt:

    es kann nur nadine keßler werden,wenn alles gerecht zugeht

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  • enthusio sagt:

    @balea:

    Kein bisschen, ich erinnere mich da an einige spektakuläre Kopfballtore …

    Aber wo bleibt Garefrekes, wo Marozsan ?

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Also, wenn es Kessy nicht wird, will ich Meier heissen! 😉

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  • Zaunreiter sagt:

    Hhmm….

    okay, auf Kessi als Europas Fußballerin des Jahres kann ich mich einlassen. Mit Nilla und MM auf dem Treppchen.

    Renard: steht mir zu weit unten,
    Goeßling: steht mir zu weit oben
    Veró Boquete: dito
    Lena Lotzen: dito
    Alexandra Popp: dito

    Und in dieser Liste der ersten 20 fehlen mir z.b. Dickenmann, Thiney, oder wie schon erwähnt Garefrekes.

    Aber Marta? Bei dem Namen „Mart(h)a“ muss ich immer an die glorreichen Frauen Jahnke und Überall denken….“Mattha und Lisbeth“… hachja…

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  • Herr Schulze sagt:

    Ich kann mir gut vorstellen, dass Alexandra Popp sich das vorstellen kann, während Melanie Behringer doch eher peinlich berührt sein dürfte.

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  • shane sagt:

    „Aber wo bleibt Garefrekes, wo Marozsan ?“

    haben beide in diesem jahr nicht auf internationaler buehne ge(pflicht)spielt. garefrekes noch nicht mal in im jahr 2013 oder in freundschaftsspielen. von daher – ohne ihre leistung und groesse anzuzweifeln – verstaendlich, dass sie bei nicht-deutschland-basierten trainerInnen nicht auf dem schirm ist.

    vielleicht ja naechstes jahr, wenn frankfurt die championsleague gerockt hat.

    ps. ja, behringer finde ich jetzt auch etwas… ueberraschend.

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  • dummkopf sagt:

    Entweder oder – oder nicht?

    Entweder haben die Trainer der VFlisten der CL das nicht wirklich selber ausgefüllt, sondern jemand im Verein machen lassen –

    Oder die Qualität der Trainer könnte noch bedenklicher sein, als ohnehin schon angenommen.

    Sicher könnte man so etwas bei zB kicker-Redakteuren o.ä. erwarten, und manches auch bereits zu Recht hier genannte mag ja irgendwie noch mit viel Wohlwollen diskutabel sein – Aber:

    Warum von allen FFClerinnen ausgerechnet BEHRINGER auch noch als einzige auftaucht, anstatt andere, die international wenigstens in der N11 zB im Alga-Cup auf sich aufmerksam machen konnten und in der Liga sicher auch nicht schlechter waren?
    – Das können doch keine Fachleute ausgesucht haben?

    Was die gute LOTZEN hier tut, die ja freilich durch ihre Verletzung die meiste Zeit gar nicht spielen konnte, und dann die meiste Zeit erst einmal ihre alte Form gesucht hat, und es daher auf eine Verteidigerinnen-Torquote von 4 in der Saison gebracht hat.
    – Das können doch keine Fachleute ausgesucht haben?

    oder nicht?

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  • Altwolf sagt:

    Es kann nur „Eine“ geben und das ist „Kessi“ noch verdienter als im letzten Spieljahr.

    Gefolgt von Nilla Fischer.

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  • never-rest sagt:

    Wenn es leistungsgerecht zugeht, kann die beste Spielerin Europas 2013/2014 nur Nadine Keßler heißen. Sehe in der letzten Saison keine bessere Spielerin in Deutschland und Europa. Keßler überragt mit ihrer Technik und Übersicht, defensiv wie offensiv, sie ist außergewöhnlich zweikampf- und kopfballstark, tritt als Stategin und Antreiberin auf, schließlich besitzt sie eine sehr gute Schusstechnik und macht auch noch wunderschöne Tore oder legt regelmäßig Torchancen für ihre Mitspielerinnen auf. Kurz, die kompletteste FF-Spielerin, die ich derzeit in Europa sehe, auch wenn es auf einzelnen Positionen vielleicht bessere Spezialistinnen gibt.

    Außerdem hat Keßler im letzten Jahr mit unserer N11 die Europameisterschaft geholt und anschließend als spielbestimmende Anführerin mit WOB die Meisterschaft und den CL-Titel verteidigt. Das einzige, was NK abgeht ist der Glamour wie z.B. bei Schelin, Marta, Geoßling etc. Dieser Faktor spielt bei der UEFA hoffentlich keine Rolle.

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  • Altwolf sagt:

    @Dummkopf.

    Es kommt natürlich auf den „Wahlmodus“ an, denn wenn die Trainer z.B. 25 Namen benennen sollten, die sie für die Besten dieses Jahres halten, kommen auch Namen auf die Agenda,die nicht unbedingt im international spielenden Vereins-Fokus standen.

    In den von dir genannten Beispielen sehe ich auch keine Logik, zumal die sich ja kaum den Trainern des 1/4-Finales in aktuellen Spielen präsentiert haben können.

    Vielleicht ist es aber auch das Ergebnis des von den Vereinen betriebenen „Scoutings“ ??

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  • balea sagt:

    Ich habe Marta nur im CL – Finale gesehen und fand den Auftritt absolut Weltklasse. Boquete war ebenfalls sehr stark. Aber wie gesagt, das war nur ein Spiel.

    Verständlich dass in diesem Forum mehr deutsche Spielerinnen im Fokus stehen – aber nach der EM könnten zB auch Norwegerinnen zumindest unter den Top 20 stehen.

    @enthusio
    Mit Alex Popp habe ich ein Problem, dass ich hier nicht diskutieren kann.

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  • Peter Thos sagt:

    Doris Fitschen fehlt. Die hat auch Jahre nach ihrem Karriereende immer noch Stimmen bei Deutschlands Fußballerin des Jahres bekommen.

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  • Taylor123 sagt:

    Stimme ich,als neutraler Fußballfan “ never-rest “ absolut zu,bestens auf den Punkt gebracht.
    Keßler ist diese Saison die einzig richtige Wahl,keine Spielerin hat so Konstant ihre Leistung gebracht,egal ob in Bundesliga,Champions league oder Nationalmannschaft.

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  • FFFan sagt:

    Auf der „Shortlist“ stehen diesmal fast nur Spielerinnen, die im Champions-League-Finale standen: fünf Spielerinnen des VfL Wolfsburg, vier (ehemalige) Spielerinnen von Tyresö FF.

    Die größten Chancen, die Wahl zu gewinnen, hat sicherlich Wolfsburgs Kapitänin Nadine Keßler. Nilla Fischer und Martina Müller traue ich den Sprung unter die Top 3 zu. Wenn man die Leistungen aus dem CL-Finale zugrundelegt, kämen aber auch Marta und Boquete in Frage.

    Mit Lotta Schelin und Lena Goeßling sind die Zweit- und Drittplatzierten des Vorjahres auf der Liste. Nicht dabei ist Vorjahressiegerin Nadine Angerer (war sie überhaupt wählbar? sie spielte 2013/14 nicht für einen europäischen Club, immerhin bestritt jedoch immerhin einige WM-Qualifikationsspiele in Europa…), auch sonst ist keine Torhüterin nominiert.

    Die größte Überraschung ist, dass Lena Lotzen es in diesen illustren Kreis geschafft hat, obwohl sie nicht in der CL aktiv war und außerdem einen Großteil der Saison verletzt war.
    Da hätte es wirklich eher Dzsenifer Marozsan verdient, die immerhin zur besten Spielerin des diesjährigen Algarve Cup gewählt worden war.

    @ dummkopf:
    „Das können doch keine Fachleute ausgesucht haben?“

    Das Problem ist, dass der Kreis der Abstimmenden viel zu klein ist. Da braucht sich bloß einer einen Spaß draus machen und schon stehen Namen auf der „Shortlist“, die dort nicht hingehören!

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  • GG sagt:

    Zunächst der Versuch einer Analyse des vorliegenden Ergebnisses:
    * Augenfällig und zugleich sehr überraschend die Benennung von M. Behringer sowie L. Lotzen: Beide haben keine Minute in der vergangenen UWCL-Saison gespielt und sind auf europäischer Bühne allein in der deutschen N11 „auffällig“ geworden. Ich tippe auf Stimmen aus Neulengbach.
    * Mit ihren jeweiligen Mannschaften noch vor Erreichen des UWCL-Viertelfinales gescheitert sind 5 Benannte (W. Renard, L. Necib, L. Schelin, A. Mittag, R. Bachmann). L. Schelin als Einzige unter den Top 11 ist m.E. auf grundlegende Sympathie und Anerkennung (Respekt)im Kreis der Stimmberechtigten zurückzuführen.
    * 4 Benannte rekrutieren sich aus Vereinen, die im VF oder HF der UWCL ausgeschieden sind: P. Pannico, K. Little, K. Carney und J. Simic. Soweit ich übernblicken kann, auch die jeweils auffälligste/bekannteste Speilerin des betreffenden Vereins.
    * Verbleiben also noch 9 Spielerinnen der Finalpartie; 5 aus WOB und 4 aus Tyresö. Allesamt unter den TOP 11 und nach meiner bescheidenen Meinung auch die bestimmenden Akteurinnen in Lissabon.

    Nachfolgend meine Einschätzung zum Wahlausgang:
    11. Rang:

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  • GG sagt:

    Zunächst der Versuch einer Analyse des vorliegenden Ergebnisses:
    * Augenfällig und zugleich sehr überraschend die Benennung von M. Behringer sowie L. Lotzen: Beide haben keine Minute in der vergangenen UWCL-Saison gespielt und sind auf europäischer Bühne allein in der deutschen N11 „auffällig“ geworden. Ich tippe auf Stimmen aus Neulengbach.
    * Mit ihren jeweiligen Mannschaften noch vor Erreichen des UWCL-Viertelfinales gescheitert sind 5 Benannte (W. Renard, L. Necib, L. Schelin, A. Mittag, R. Bachmann). L. Schelin als Einzige unter den Top 11 ist m.E. auf grundlegende Sympathie und Anerkennung (Respekt)im Kreis der Stimmberechtigten zurückzuführen.
    * 4 Benannte rekrutieren sich aus Vereinen, die im VF oder HF der UWCL ausgeschieden sind: P. Pannico, K. Little, K. Carney und J. Simic. Soweit ich übernblicken kann, auch die jeweils auffälligste/bekannteste Speilerin des betreffenden Vereins.
    * Verbleiben also noch 9 Spielerinnen der Finalpartie; 5 aus WOB und 4 aus Tyresö. Allesamt unter den TOP 11 und nach meiner bescheidenen Meinung auch die bestimmenden Akteurinnen in Lissabon.

    Nachfolgend meine Einschätzung zum Wahlausgang:
    11. Rang: Lena Lotzen
    10. Rang: Lotta Schelin
    9. Rang: Caroline Seger
    8. Rang: Nilla Fischer (als Verteidigerin bedarf es schon ganz außergewöhnlicher Leistungen; andere haben sich in den Vordergrund gespielt)
    7. Rang: Lena Goeßling (spektakuläre Momente, jedoch hat die Konstanz etwas gefehlt)
    6. Rang: Veronica Boquete (1 Finaltor)
    5. Rang: Christen Press (1 Torvorlage im Finale; Zweitbeste UWCL-Torjägerin)
    4. Rang: Alexandra Popp ( Antreiberin in der 2. Hz des Finals; 1 Tor und 1 Vorlage; 2 Tore im HF-Rückspiel gegen Potsdam; spektakulärer Schlußpunkt der Bundesligasaison)

    Hinsichtlich der 3 Finalistinnen sehe ich dann folgende Platzierung:

    Bronze: Marta [2 Tore im Finale; profitiert ähnlich wie L. Schelin von ihrem Bekanntheitsgrad und einem grundlegenden Sympathiebonus]
    Silber: Martina Müller [auch 2 Tore im Finale, darunter -erneut- der entscheidende Treffer; UWCL-Torjägerkanone; sehr sympathische und unverkrampfte Persönlichkeit; insbesondere aufgrund ihres Alters eine immense Vorbildwirkung auf den Nachwuchs]
    Gold: Nadine Keßler [in nahezu allen Partien, gleich ob UWCL, Bundesliga oder N11, maßgebende Spielgestalterin; außergewöhnliche Intelligenz; derzeit die Führungsspielerin in Europa, vielleicht sogar weltweit; einzigartige Momente: Torerfolg im HF-Rückspiel sowie Torvorbereitung zum Siegtreffer im UWCL-Finale; berechtigterweise „Spielerin der Partie“ im UWCL-Finale]

    Schaun mer mal …

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  • Jan sagt:

    nach Bauchgefühl:
    1. Keßler
    2. Press
    3. egal

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  • Pauli.Fußballfan sagt:

    Kessi ist’s und muss es werden! Sie verfügt über so viele fußballerische Qualitäten; ist technisch versiert; laufstark; torgefährlich und extrem zweikampfstark. In meinen Augen die kompletteste Spielerin Europas, die sich zudem immer in die Dienste der Mannschaft stellt. Eine Arbeiterin vor dem Herrn, die die letzten Jahre auf Weltklasseniveau konstant ihre Leistungen gebracht hat. Ihre Mannschaftsführung ist einfach klasse! Ein Vorbild auf und neben dem Platz, und das sollte endlich honoriert werden… 🙂

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