DFB-Elf gewinnt in Kanada

Von am 19. Juni 2014 – 8.57 Uhr 45 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat das Testspiel gegen Kanada am Donnerstagmorgen in Vancouver knapp, aber verdient gewonnen. Ein Elfmetertor von Simone Laudehr sorgte Mitte der zweiten Halbzeit im BC Place von Vancouver für die Entscheidung.

Gute Kulisse
15 618 Zuschauer waren in das Stadion gekommen, in dem am 5. Juli 2015 das WM-Finale ausgetragen wird, und der DFB-Elf gelang beim 2:1 (1:0)-Sieg gegen den Weltranglisten-Siebten ein gelungener Testlauf.

Highlights des Spiels anschauen

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Führung durch Lotzen
Lena Lotzen sorgte nach knapp einer halben Stunde für die Führung, Laudehr hatte geflankt und Anja Mittag den Ball per Kopf verlängert (29.). Kurz darauf hätte es bereits 2:0 stehen können, doch Bianca Schmidt vergab nach Flanke von Mittag aus aussichtsreicher Position (30.).

Popp trifft Latte
Die erste Chance des Spiels auf dem Kunstrasen hatten zuvor die Gastgeberinnen durch Christine Sinclair gehabt, doch Angerer behielt im Eins-zu-Eins-Duell die Oberhand (12.). Die beste deutsche Chance vor dem Treffer hatte Popp mit einem Lattenschuss aus rund 30 Metern (18.). Nach der Pause gelang Sophie Schmidt der kanadische Ausgleich, eine Bogenlampe setzte sich über DFB-Torhüterin Nadine Angerer hinweg ins deutsche Tor (53.).

Jubel der DFB-Elf

Die DFB-Elf gewann verdient in Vancouver (Archiv-Bild) © Karsten Lauer / girlsplay.de

Laudehr sorgt für Entscheidung
Doch in der Folge hatte die DFB-Elf zahlreiche Chancen, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben, scheiterte aber immer wieder an Kanadas starker Torhüterin Erin McLeod, die in der zweiten Halbzeit Karina LeBlanc ersetzt hatte. Und so war es ein Foulelfmeter, durch den die deutsche Mannschaft den Sieg perfekt machte: Nach Foul von Kadeisha Buchanan an Lotzen, traf Laudehr vom Elfmeterpunkt (65.).

Neid sehr zufrieden
Bundestrainerin Silvia Neid meinte: „Ich bin sehr zufrieden. Wir haben gut organisiert gespielt, mit einem guten Pressing gegen den Ball und uns viele Torchancen erarbeitet. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die eine Energieleistung am Ende der Saison gezeigt hat. Das ist nicht selbstverständlich und zeigt den Charakter dieser Mannschaft.“

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Effektivität verbessern
Und Siegtorschützin Laudehr ergänzte: „Kanada war ein erwartet schwerer und athletischer Gegner, aber wir haben das defensiv sehr gut gemacht, viele Balleroberungen gehabt, nur an der Chancenverwertung müssen wir noch arbeiten. Alles in allem war es ein guter und erfolgreicher Tag.“

Kanada – Deutschland 1:2 (0:1)

Kanada: LeBlanc (46. McLeod) – Wilkinson, Buchanan, Quinn (61. Zurrer), Yekka -Matheson, Fleming (71. Lawrence), Kyle (61. Scott), Belanger (56. Filigno) – Sinclair, Schmidt (80. Leon)

Deutschland: Angerer – B. Schmidt, Krahn, Wensing (67. Goeßling), Cramer (46. Hendrich) – Keßler, Marozsan – Lotzen, Mittag (67. Faißt), Laudehr (85. Behringer) – Popp

Tore: 0:1 Lotzen (29.), 1:1 Schmidt (53.), 1:2 Laudehr (65. Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Zurrer

Schiedsrichterin: Margaret Domka (USA)

Zuschauer: 15 618

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

45 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Keine Einigkeit in der Zuschauerzahl zwischen oben und unten (15680 bzw. 15618)!

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  • Markus Juchem sagt:

    Danke, korrigiert.

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  • never-rest sagt:

    Beachtliche Leistung der N11 nach einem dramatischen und strapaziösen BL-Saisonfinale. Habe allerdings bisher nur die 2. Hz. sehen können. Das Ergebnis hätte allerdings viel deutlicher ausfallen müssen. Die zahlreichen Großchancen (Mittag, Popp) wurden fahrlässig vertan bzw. von der hervorragenden Torhüterin der Kanadienerinnen vereitelt.

    Gut gefallen hat mir vor allem die spielstarke Mittelfeldachse Keßler + Maroszan. Gegen Gegnerinnen wie die USA, Japan oder Frankreich sollte SN allerdings eine zusätzliche defensive Absicherung einbauen (Goeßling, Laudehr etc.).

    Ich habe ein sehr gutes Gefühl für die WM im nächsten Jahr. An Schland wird bei der WM in Kanada jedenfalls kein Weg vorbeiführen.

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  • Sheldon sagt:

    Überzeugend geht anders. Was mich vor allen Dingen stört, ist, dass wir bei den Frauen nicht so einen Müller wie bei den Männern haben; Spieler, die vielleicht immer mal wieder ne Formkrise haben, aber den Killerinstinkt in solchen engen Spielen haben, insbesondere bei Turnieren. Und die einfach Hummeln im Hintern haben.

    Bei Deutschland hat man so langsam das Gefühl, dass sie nach 2 Weltmeistertiteln und 7 Europameistertiteln ziemlich satt sind, ähnlich wie Spanien bei den Männern. Nur, dass wir im FF keine Mannschaft wie Holland und v.a. keinen Trainer wie van Gaal haben, der sie so richtig nass macht und sie filetiert ohne Gnade.

    Außerdem bietet die WM in Brasilien weiteren sehr interessanten Unterrichtsstoff. Auf einmal dominieren die Teams, die mit 3er bzw. 5er-Kette spielen. Sowohl Holland als auch Chile haben Spanien damit den Zahn gezogen.

    Da sollte man, wenn man mal seinen Stolz auf das 4-5-1 überwinden könnte, sich mal was von abschauen, denn das wäre auch etwas für Deutschland mit den besten Außenspielerinnen der Welt Schmidt und Laudehr.

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  • Detlef sagt:

    @holly,
    also gegen Bayern hat sie noch durchgespielt!!!

    Freundschaftsspiel war wohl der richtige Ausdruck!!!
    Von einem echten Test darf man sicher nicht sprechen!!!
    Gegen so eine junge Mannschaft, die so viele Fehler gemacht hat, muß der Ertrag einfach größer sein!!!
    Wenn man sich zudem die Aufstellung und die Auswechslungen der DFB-Elf ansieht, ist von „testen“ auch nicht wirklich etwas zu sehen!!!
    Warum fährt man zu einem Freundschaftsspiel mit 3 Torhüterinnen??? 🙁

    John Herdman hat dagegen wirklich getestet!!!

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  • holly sagt:

    @ Detlef, das ist ja schön dann wird sie in Kiel ja sicher spielen 🙂

    Sheldon, MF was ist das? […] Sowas interessiert hier niemand. Dies ist ein FF Forum 🙂

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Genau der falsche Ansatz! Wer nicht gegenseitig voneinander im Spielerischen versucht zu profitieren, beschränkt sich selbst unnötig!

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  • holly sagt:

    @ Sheldon, schauspielern, elfmeter schinden, Rote Karten provozieren sowas braucht niemand im FF.
    MF ist Bäähhhh

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  • Detlef sagt:

    @holly,
    Hier muß ich Sheldon ausnahmsweise mal Recht geben!!! 😉
    Den MF zu verteufeln macht uns zu schlechten Sportsleuten!!!
    Die negativen Auswüchse des Commerz darf/sollte man zwar immer wieder anklagen und bekämpfen, aber man darf auch nicht alle Spieler über einen Kamm scheren!!! 🙁
    Und von den technischen Fertigkeiten und der Paßgenauigkeit, können sich selbst die besten Kickerinnen noch eine Scheibe abschneiden!!! 😉
    Also da, wo man Vergleiche anstellen kann, sollte man dies auch dürfen!!!

    Und leider sind diese negativen Auswüchse (die Du aufgezählt hast) doch schon längst im FF angekommen!!! 🙁
    Aber deswegen möchte ich mir von niemanden anhören müssen, daß FF „Bäähhhh“ ist!!! 🙁

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  • holly sagt:

    @ Detlef,sicher aber nicht in dem Maße wie im MF.
    Für mich sind MF und FF zwei verschiedene Sportarten, die man nicht mit einander vergleichen kann. Frauen werden nie so schnell sein wie Männer, auch wird es nie eine Frauenmannschaft geben die so Pass genau wie Spanien oder Brasilien spielen kann.
    Die im Moment technisch beste Mannschaft im FF ist für mich Japan und die sind vom Niveau der beiden genannten Meilenweit entfernt und das wird auch nie eine FF Mannschaft erreichen.
    Wenn man was übernehmen sollte/will muss man das in der Jugendarbeit machen im Alter von 11-15 da lernen die Mädchen am einfachsten die Technik. Danach ist es vorbei(gibt aber sicher auch Ausnahmen)

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  • Detlef sagt:

    @holly,
    EINSPRUCH und einen dicken Daumen nach unten!!! 🙁

    MF und FF sind und bleiben beide die selbe Sportart Fußball!!! 🙂
    Die Spielregeln, Spielgeräte, Spielkleidung, Spielzeit, Spielplatz- und Torabmaße sind absolut identisch!!!

    Das Frauen (bei gleichem Trainingsstand) nicht die selbe Schnelligkeit wie Männer erreichen, ist (außer im Fußball) in keiner anderen Sportart ein Thema!!! 🙁
    Darum liest und hört man auch nirgends von Frauenhandball, Frauentennis, Frauenhockey, oder gar Frauenleichtathletik!!! 😉
    Nur in der „Machosportart“ Nummer Eins hört man dauernd und ständig immer wieder, daß die Frauen ja sooooooooo langsam wären!!!:(
    Meist von alten Männern die weit über zwei/drei Zentner wiegen!!! 😉

    Technik ist keine Frage des Geschlechts, sondern der Übung!!!
    Ich sehe keine anatomischen Hindernisse, die Frauen nicht dazu befähigen sollten, irgendwann mal die selben technischen Fähigkeiten wie die Filigrantechniker aus Brasilien, Argentinien oder Spanien zu erreichen!!!
    Je mehr Zeit (und bessere ÜbungsleiterInnen) die Kickerinnen in der Zukunft haben werden, diese Fähigkeiten zu erlernen und zu verinnerlichen, um so dichter werden sie an Messi und Co herankommen!!! 😉

    Und warum wurde Marta denn so oft Weltfußballerin???
    Weil sich ihre technischen Kabinettstückchen tief in das Bewußtsein der Journalisten eingeprägt haben!!!
    In Zukunft wird es viele Martas geben, egal ob in Europa, Asien, Amerika oder Afrika!!! 😉

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  • holly sagt:

    @ Detlef, sicher ist es dieselbe Sportart, aber wie gesagt nicht zu vergleichen.
    Das liegt nunmal an dem unterschiedlichen Geschlechtern das es Unterschiede gibt.
    Und die werden die Frauen nie aufholen, denn die Männer entwickeln sich auch weiter.
    Warum Marta 5x Weltfussballerin wurde ist mir ein Rätsel. Da hätte es eher eine Birgit Prinz öfter verdient.
    Aber das ist auch wieder ein ganz anderes Thema.

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Es gibt keine fortlaufende Entwicklung im Sinne einer Höherentwicklung. Man kann das an den taktischen Systemen sehr schön erkennen.

    Die Unterschiede zwischen dem 2-3-5 von vor 60 Jahren und dem 4-3-3, wie es die deutsche N11 heute spielt, sind marginal, ebenso ist die Entwicklung zurück zur Dreierkette ein spannendes Phänomen. Auch das 4-5-1 war in seiner Art keine Neuentwicklung des FFs, sondern das gab es in ähnlicher Form im 4-2-4 auch schon.

    Der Fehler ist zu denken, Entwicklungen im Fußball verliefen geradlinig. Sie verlaufen eher wie mehrere Sinuskurven parallel zueinander. Wenn die eine oben ist, dann ist die andere Kurve im Keller.

    Taktisch wird es immer einen Wechsel von Konterfußball und Ballbesitzfußball geben, vom Kollektiv zum Einzelstar, um den die Mannschaft aufgebaut wird, von 4er-Kette zu 3er-Kette, von hohen Flanken zu Kurzpassspiel in den Strafraum usw.

    Es ist immer nur die Frage, wer seiner Zeit voraus ist und wer sich traut, Trendsetter zu sein.

    Und da kann man sich von einem Trainer wie Louis van Gaal zum Beispiel eine ganze Menge abschauen. Was der seit 20 Jahren leistet, ist einfach überragend, obwohl man es selten sieht. Einen Großteil der Spanier, die gegen Holland auf dem Platz standen, wurden unter ihm als Trainer dort ausgebildet. Mit Ajax hatte er das Ganze in den 90er Jahren schonmal laufen, Kluivert, Seedorf, Davids, Reiziger, de Boer (2x), van der Sar, Overmars, alle haben unter ihm richtig Fußball spielen gelernt. Unter ihm ist Müller entdeckt worden, der dieses Jahr vermutlich erneut Torschützenkönig wird. Und was er in diesem Jahr aus Holland gemacht hat, ist absolut faszinierend. Und das zum Teil mit Spielern, die keiner kennt.

    Natürlich wird es immer so bleiben, dass der Männerfußball schneller, technisch besser etc. sein wird. Doch die Prozesse, die im Fußball zu beobachten sind, könnten nahezu 1:1 übernommen werden!

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  • Detlef sagt:

    @holly,
    Du widersprichst Dir ja selbst!!! 😉

    holly schrieb;
    „Für mich sind MF und FF zwei verschiedene Sportarten,…“

    „sicher ist es dieselbe Sportart,…“

    Was jetzt den Vergleich angeht, so ist der natürlich immer relativ!!! 😉
    Es ist ja schon schwer bis unmöglich, die Männernatio der Färöer-Inseln mit der Männernatio von Brasilien zu vergleichen!!! 😉
    Oder Bayern München mit Wacker Burghausen!!! 😉

    Ebenso gibt es spielerisch, taktisch und technisch gewaltige Unterschiede zwischen den Frauen vom VfL Sindelfingen und TURBINE POTSDAM!!! 😉

    Trotzdem betreiben alle die selbe Sportart, und in gewissen Grenzen (Anatomie, Trainingsumfang, Fitnesszustand) kann man die Leistungen aller Sportlerinnen und Sportler miteinander vergleichen!!! 🙂

    Und natürlich entwickeln sich auch die Männer weiter!!!
    Aber sicher nicht mehr in solch gewaltigem Ausmaß!!!

    Das Potential im FF ist dagegen noch lange nicht ausgeschöpft, und da wird es mM nach in den nächsten 5-10 Jahren gewaltige Leistungssprünge geben!!! 🙂

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  • holly sagt:

    @ Detlef, aber nicht vergleichbar, kein Problem wenn du es anders siehst.

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  • Maxemus sagt:

    @ Sheldon: „Was mich vor allen Dingen stört, ist, dass wir bei den Frauen nicht so einen Müller wie bei den Männern haben“

    Außerdem haben die Frauen auch keinen Ibrahimovic, keinen X und keinen Y. Warum nur nicht ? Also: Eine Alex Popp z.B. arbeitet als Tierpflegerin und steht im realen Arbeitsleben. Der BL-Profi XY ist Teil einer perfekt geölten Maschinerie, die sogar individuell errechnen kann, wann er am besten relaxt, in der Mucki-Bude arbeitet oder aufs Klo geht. Er ist ohne existentielle Sorgen, wie ein moderner Gladiator.
    Es gehört schon einiges an Willenskraft dazu, in MF und FF den selben Sport zu sehen, @ Detlef. Geschwindigkeit, Schuss- und Sprungkraft (bei gleicher Feld- und Torgrösse), geschlechtsspezifische psychische Unterschiede (Testosteron !) Verletzungsanfälligkeit, anderer Flüssigkeitshaushalt, anderer Leistungsrythmus etc.. Und: Das eine ist eine Entertainment-Industrie, die ihr „Material“ optimiert, in zahllosen Trainingsstunden mit modernsten und teuersten technischen Methoden, das andere ist von den Randbedingungen noch Fußball, wie ihn z.B. ein Helmut Haller oder junger Franz Beckenbauer betrieb.

    „Bei Deutschland hat man so langsam das Gefühl, dass sie nach 2 Weltmeistertiteln und 7 Europameistertiteln ziemlich satt sind, ähnlich wie Spanien bei den Männern.“

    Du ziehst auch wirklich jede Entwicklung des MF sofort an den Haaren zu den Frauen herüber. Das ist völlig haltlos. Ich sehe nicht den geringsten Anhaltspunkt, dass die deutschen Frauen „satt“ sind. Im Gegenteil danke ich jedesmal der Fußballgöttin, wenn du die Natio in den Keller schreibst, weil ich denke, dass du mit der paranormalen Fähigkeit begabt bist, negativ hellzusehen. Deine Mißerfolgsquote bei Vorhersagen und Behauptungen ist so gut, das kann kein Zufall sein 🙂
    Angst würde ich kriegen (wie bei Frankfurt), wenn du schreiben würdest, dass die Natio auf einem guten Weg und auf dem Weg zum Titel ist 😉
    Deswegen: Mit der Natio steht alles bestens, schaut auf Sheldon, den FF-Wetterfrosch !

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  • Detlef sagt:

    Maxemus schrieb;
    „Es gehört schon einiges an Willenskraft dazu, in MF und FF den selben Sport zu sehen, @ Detlef. Geschwindigkeit, Schuss- und Sprungkraft (bei gleicher Feld- und Torgrösse), geschlechtsspezifische psychische Unterschiede (Testosteron !) Verletzungsanfälligkeit, anderer Flüssigkeitshaushalt, anderer Leistungsrythmus etc..“

    Alles richtig was Du schreibst, aber das selbe Problem haben doch alle anderen Sportlerinnen auch!!! 😉
    Und da gibt es eben kein Tennis (wenn es Männer betreiben) und Frauentennis, oder Rudern und Frauenrudern, usw-usw-usw!!!
    Natürlich gibt es anatomisch und biologisch bedingte Unterschiede, aber deswegen ist es doch nicht gleich eine andere Sportart!!!

    Maxemus schrieb;
    „Das eine ist eine Entertainment-Industrie, die ihr “Material” optimiert, in zahllosen Trainingsstunden mit modernsten und teuersten technischen Methoden“

    OK, am Entertainment wird beim FF noch fleißig „gestrickt“!!!
    SiDi macht da in Frankfurt schon seit Jahren viel richtig, was man jetzt auch gegen TURBINE wieder bestaunen konnte!!! 🙂
    Auch WOB hat hier sehr viel dazugelernt, und im Saisonfinale noch einmal den eigenen Zuschauerrekord gebrochen!!!
    Und auch in Potsdam ist trotz mäßiger Leistungen in der letzten Saison der Besucherzuspruch weiter ungebrochen!!!
    Bayern hat durch den Umzug ins Grünwalder seine Publikumsresonanz sicher verdoppelt, und auch die Aufsteiger aus Hoffenheim und Cloppenburg taten ihren Teil dazu bei!!! 🙂
    Das alles ist natürlich noch sehr bescheiden im Vergleich zu den Bayern-Herren oder Borussia Dortmund, aber es ist ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar!!!

    Und trainieren die Herren-Profis wirklich mehr und intensiver als die Top-Teams der FF-Bundesliga, oder die Spitzenklubs aus Frankreich??? 😉
    Die TURBINEN trainieren 8-10 mal die Woche, in der Vorbereitung sogar 3x am Tag!!! 😉
    In Frankfurt, WOB, Paris und Lyon wird das wohl kaum weniger sein!!!

    Und könnte man die vielen vielen Stunden, die Schweinsteiger, Müller und Robben mit ihren Privatsponsorenterminen und Anlageberatern pro Woche verbringen, nicht in etwa gleichsetzen mit den Stunden, wo Poppi im Tierpark jobt, oder andere Topspielerinnen studieren, eine Ausbildung machen, oder ein paar Stunden pro Tag bei Sponsoren arbeiten???
    Beides gilt doch dem zusätzlichen Gelderwerb, auch wenn beides sich in „unterschiedlichen“ Welten/Galaxien abspielt!!! 😉

    Bei Lyon und PSG arbeitet wohl kaum eine Spielerin nebenher, auch in Rußland dürfen sich (ebenfalls Dank Oligarchen) die Spielerinnen nur auf den Fußball konzentrieren!!!
    Aber auch in Deutschland dürften „existentielle Sorgen“ (zumindest im Spitzenbereich der Liga) völlig unbekannt sein!!! 😉

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  • Marcel sagt:

    @Detlef

    Die “existentielle Sorgen” sind vielleicht solange unbekannt wie man spielt,aber ist die Karriere vorbei dürfte es wohl bei keiner Frau „sorgenfrei“ sein was den schnöden Mammon angeht auch bei Marta.
    Ganz im Gegenteil zu den Herren da reicht ja schon ne 2.Liga-Karriere für den wohl gesorgten Ruhestand.

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  • Sheldon sagt:

    @Maxemus: Mir geht es nicht um die besten Trainingsbedingungen oder um die Wattebausch-Behandlung der Spieler. Spieler wie Müller gab es schon vor 50, 60 Jahren, als die materielle Versorgung der Profis noch in etwa dem entsprach, was die Frauen heute verdienen, zumeist sogar weniger.

    Mir geht es um Eigenschaften, die nicht antrainiert sind, sondern die in der Natur der Spieler liegen: Spieler, die einfach einen unglaublichen Zug zum Tor haben und vor dem Tor einfach mal kommentarlos draufhämmern, anstatt den Ball irgendwie kunstvoll am Torwart vorbeizulegen. Nervenstärke, ein unbändiger Wille und der Killerinstinkt, das zeichnet solche Spieler aus.

    Und das ist keine Frage des Trainings, sondern eine Frage des Scoutings. Wenn natürlich die Topklubs nur in begrenztem Maße Scouting betreiben, dann fallen solche Spielerinnen natürlich nicht auf oder nur in geringem Maße. Zudem sind die obengenannten Eigenschaften Eigenschaften, die von sehr charakterstarken Spielerinnen zeugen. Und ich weiß nicht, ob diese Spielerinnen tatsächlich erwünscht sind in der N11, weil sie natürlich nicht unbedingt die Spielerinnen sind, die sich einfach zurechtstutzen lassen.

    Es ist aber doch bezeichnend, dass wir 3 Jahren unsere Abschlussschwäche nicht in den Griff bekommen. Ständig heißt es, man müsse nur noch am Abschluss arbeiten, aber wirklich was bei rum kommt nix. Und dann verliert man dann auch wieder bei der WM gegen irgendein kleines Land mit 0:1, obwohl man 20:1 Torchancen hatte. Vielleicht nicht bei dieser WM, aber bei der nächsten oder übernächsten. Und den Killerinstinkt, den haben vor allem die Amis. Wambach und Morgan, aber auch Press, das sind Spielerinnen, die vor dem Tor nicht lange fackeln, sondern das Ding einfach reindreschen!

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  • Detlef sagt:

    @Marcel,

    Stimmt schon, ein finanzielles Ruhekissen verdient wohl kaum eine Spitzenspielerin!!! 🙁
    Bei Marta denke ich aber schon, daß sie genügend zurücklegen konnte, um nach ihrer aktiven Zeit zumindest ein gutes Startkapital für ihr „Leben danach“ zu haben!!! 😉
    Sie dürfte aber (wie Mia Hamm, Kelly Smith) eine der wenigen Ausnahmen sein!!!

    Aber da in Deutschland, aber auch zB in Skandinavien, USA oder Japan die meisten Spielerinnen eine Ausbildung oder sogar ein Studium während ihrer Fußballkarriere gemacht haben, und sicher auch hier und da Zeit für ein Praktikum bei Sponsoren gewesen ist, dürfte der Start in die Berufslaufbahn eher problemlos funktionieren!!! 🙂
    Mein Hinweis auf keine “existentiellen Sorgen” bezog sich aber vor allem auf ihre momentane Situation!!!
    Viele Spielerinnen am Tabellenende oder in Liga Zwei dürften da sicher weniger finanziellen Spielraum haben!!!

    Obwohl das Honorar der Männer wesentlich üppiger war/ist, haben sich aber auch viele Ex-Profis schon übernommen, und ihre Millionen verschwendet, statt ordentlich anzulegen!!! 😉
    Oder warum muß zB „Kugelblitz“ Ailton jetzt Werbung für Geflügelfleisch machen, wo er doch vorher Millionen verdient hat??? 😉

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:
    „Wer nicht gegenseitig voneinander im Spielerischen versucht zu profitieren, beschränkt sich selbst unnötig!“

    Aber in diesem Fall ist es doch unnötig, den Umweg über die Männer-WM zu gehen – die Herren van Gaal und Sampaoli haben sich ihr System doch auch nur von Turbine Potsdam abgeschaut! 😉

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  • Maxemus sagt:

    @ Detlef: „Und könnte man die vielen vielen Stunden, die Schweinsteiger, Müller und Robben mit ihren Privatsponsorenterminen und Anlageberatern pro Woche verbringen, nicht in etwa gleichsetzen mit den Stunden, wo Poppi im Tierpark jobt…“

    ! Kopfschüttel… An den Kopf fass… Noch einmal lesen… Staunen.

    „Alles richtig was Du schreibst, aber das selbe Problem haben doch alle anderen Sportlerinnen auch!!! “

    MF ist in Deutschland die Sportart Nr. 1 und macht Milliardenumsätze. Welche andere Sportart in Deutschland bringt vergleichbare Randbedingungen mit ? Schon minderjährigen Talenten werden Berater zur Seite gestellt, denn es liegt im Interesse der Vereine, dass diese sich ganz auf Fußball konzentrieren können. Alles, was da stören könnte, wird aus dem Weg geräumt. Termine des täglichen Lebens wie Amt, Arzt, Ausbildung, Autoreparatur etc. werden erleichtert oder sogar
    abgenommen. Anreisen, Abreisen sind perfekt organisiert. Was ist denn der Reiz des FF. Für mich doch besonders das Wissen um die relative Ursprünglichkeit, Natürlichkeit etc.

    Der FF wird niemals den Stellenwert des MF erreichen. Warum ? Weil die Mehrheit ihn immer mit dem MF vergleichen wird. Und zwangsläufig wird er, wenn man unfairerweise vergleicht, natürlich immer schlecht abschneiden. Ein Teufelskreis. Gerade weil man sagt, es sei die selbe Sportart. Erst, wenn man den FF als eigenständige Sportart begreift, wird er attraktiv. Dazu aber gehört das Wissen und Eingeständnis um die grundsätzlichen Unterschiede.

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  • berggruen1 sagt:

    @Detlef: Stimmt leider so auch nicht. Gerade im Tennis waren und sind immer noch Männer unterwegs, die von „Damentennis“ sprechen. Ich erinnere nur an unsere Superleuchte B. Becker, der mal sagte, Männer spielen Tennis, Frauen Damentennis. Letzten Endes ist die Abqualifizierung des „Damentennis“ aber selbst im Ablauf eines Turniers zu erkennen: Die Damen tragen an einem Samstag ihr Finale aus und fallen damit häufig hinten runter, die Herren an einem Sonntag, mit allem Gehype den man sich vorstellen kann.
    Oder aber auch an unseren aktuellen Bundestrainer der Langläufer, einstens Bundestrainer der Biathleten, Frank Ulrich, der sich, als die deutschen Damen die deutschen Herren schon lange überflügelt hatten, noch über die „Flintenweiber“ aufregte und nicht müde wurde zu betonen, dass es ja bei den Herren soooo viel schwerer sei erfolgreich zu sein.
    Über boxende Frauen will ich gar nicht reden.
    Und selbstverständlich hört man in schöner Regelmäßigkeit bei Kommentatoren der Leichtathletik chauvinistische Sprüche.

    Es ist also auch in anderen Sportarten nicht alles gold was glänzt. Und sollten Frauen in ihrer Sportart einmal erfolgreicher sein als die Herren der Schöpfung, dann bleibt denen immer noch das oben zitierte: „Bei uns ist die Leistungsdichte größer“ als immerwährende Ausrede.
    Schlimmer trifft es eigentlich nur noch gehandicapte Sportler, wenn Kommentatoren versuchen, politisch korrekt formulierend Leistungen einzuordnen.

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  • Maxemus sagt:

    @ Sheldon: „Und das ist keine Frage des Trainings, sondern eine Frage des Scoutings.“

    Für jede FF-Spielerin ein Scout, hm ? Wo willst du denn scouten lassen, um deine mit unbändigem Willen naturbegabten (Wille ist Charakterfrage, also anerzogen) FF-Talente zu finden ? Im Schnellrestaurant ? Die Anzahl der Spielerinnen ist überschaubar, der Pool nicht so groß wie bei den Männern. Oder nimmst du eine Anleihe auf die wunderbare Zukunft des FF und greifst dir da mittels Zeitmaschine aus der Unmenge von kickenden Mädchen deine Müller-Mädchen heraus ?
    Wie wäre es zur Ausnahme einmal, wenn du das zugrundelegst, was i s t, und nicht das, was sein s o l l t e.
    Deine „Vergleiche“ und Anleihen aus dem MF zeigen mir immer wieder, dass du dir nicht ansatzsweise die Mühe machst, den FF unabhängig von den Phrasen, die die Sportreporter so ausspucken, zu analysieren. Was für die Männer gut oder schlecht ist, ist in der Praxis nicht mit einem dahingeklatschten Satz auf die Frauen übertragbar. Nur die Praxis auf dem Platz zählt. Glaube doch bitte nicht, dass die trivialen Ideen und Phrasen, die du hier in den Vergleichen verbreitest, von FF-Trainern nicht schon längst erwogen wurden. D i e gucken aber mit dem praxiserfahrenen Auge auf die Männer-WM und ziehen sich schon das heraus, was wertvoll sein könnte.

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  • Detlef sagt:

    Maxemus schrieb;
    “ Kopfschüttel… An den Kopf fass… Noch einmal lesen… Staunen.“

    Denk doch nochmal etwas intensiver darüber nach, und vergiß einfach die Summen um die es da geht!!! 😉

    Maxemus schrieb;
    „Schon minderjährigen Talenten werden Berater zur Seite gestellt“

    Aha, ist das bei den jungen Frauen nicht mittlerweile auch schon so??? 🙁
    Und ob die Vereine damit immer so glücklich sind, egal ob im MF oder FF, wage ich mal zu bezweifeln!!!

    Maxemus schrieb;
    „Alles, was da stören könnte, wird aus dem Weg geräumt. Termine des täglichen Lebens wie Amt, Arzt, Ausbildung, Autoreparatur etc. werden erleichtert oder sogar
    abgenommen. Anreisen, Abreisen sind perfekt organisiert.“

    Also zumindest in diesem Punkt ist TURBINE schon beim MF angekommen!!! 😉
    Aber auch in WOB und Frankfurt wird es sicher eine „AFRO und ein SCHMIDTI“ geben, die sich um ihre Mädels kümmern!!!

    Maxemus schrieb;
    „Der FF wird niemals den Stellenwert des MF erreichen. Warum ? Weil die Mehrheit ihn immer mit dem MF vergleichen wird. Und zwangsläufig wird er, wenn man unfairerweise vergleicht, natürlich immer schlecht abschneiden. Ein Teufelskreis.“

    Das ist doch unstrittig!!!
    Der FF wird sich (wie bisher) seine Fangemeinde weiter erarbeiten!!!
    Und wer unfair Dinge vergleicht, die nicht vergleichbar sind, dem ist halt nicht zu helfen!!! 🙁
    Aber deswegen darf man doch zumindest die Dinge auf den Prüfstand stellen, die nicht durch anatomische Unterschiede beschränkt werden!!!
    Ballbehandlung, Paßgenauigkeit, richtige Schußtechnik, richtiges Timing bei Kopfbällen oder beim Herauslaufen der Torfrau, alles das ist unabhängig vom Geschlecht!!!

    Und natürlich ticken Frauen auch anders als Männer, was auch völlig logisch ist!!!
    Ist vielleicht auch ein Grund dafür, daß die Chancenverwertung im FF allgemein immer noch sehr verbesserungswürdig ist!!!
    Frauen denken im entscheidenden Moment vielleicht einen Bruchteil zu lange nach, bevor sie sich eine Möglichkeit ausgesucht haben???
    Männer sind da oft spontaner oder fassen schneller einen Entschluß!!! 😉

    „Erst, wenn man den FF als eigenständige Sportart begreift, wird er attraktiv. Dazu aber gehört das Wissen und Eingeständnis um die grundsätzlichen Unterschiede.“

    Dein letzter Satz widerspricht dem vorherigen etwas mM nach!!! 🙁
    Wenn ich doch um die „grundsätzlichen Unterschiede“ weiß, dann brauche ich doch auch keine eigenständige Sportart mehr, um dem FF den Respekt zu zollen der ihm zusteht!!!
    Nach meinem Verständnis grenzt man die Frauen immer wieder aus wenn man behauptet, sie würden eine völlig andere Sportart betreiben!!!
    Bambinis spielen doch auch Fußball, und keiner käme auf den Gedanken, sie mit den Buli-Profis zu vergleichen!!!

    Auf jeden Fall muß man aus dem FF keine eigene Sportart machen, um ihn attraktiv zu finden!!! 🙂
    Ich habe aber noch nie etwas von Baby-Fußball, oder Bambini-Fußball gelesen oder gehört!!!

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  • Bernd Zeller sagt:

    Fußball ist eine Sportart von vielen. Diese unterschiedlichen Sportarten werden sowohl von Frauen, als auch von Männern betrieben – heutzutage, sogar in arabischen Ländern.

    Das ist für uns alle ganz normal. Aber dass dies so ist, ist keine Selbstverständlichkeit, denn Frauen mussten und müssen sich das Recht, eine Sportart betreiben zu können, erstreiten. Wenn sie ihn dann betreiben können, werden sie natürlich ganz klar von den Männern abgegrenzt (fast hätte ich „immer noch ausgegrenzt“ geschrieben). Sie nehmen es als naturgegeben so hin.

    Es können unzählige Beispiele für diese Tatsache aufgeführt werden.

    Reine Frauensportvereine können oft nicht existieren, nur als Abteilung von Männermannschaften, die sie gönnerhaft von oben herab unterstützen. Weil halt Frauen eben auch Spaß an Sport haben. Dass sie eine Leistung erbringen, wird keinesfalls anerkannt.

    Gerade Frauenfußball wird von Männern gemacht – umgekehrt können Frauen im Männerfußball wie eine Stecknadel im Heuhaufen gesucht werden.

    Der Meister aller Gönner, Herr Blatter, schüttet für jeden FIFA-Mitgliedsverband einen Bonus von 250.000,00 € aus, davon sollen 25% für den Frauenfußball verwendet werden, also 62.500,00 € … damit ist der Stellenwert sehr schön beschrieben.

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  • Sheldon sagt:

    @FFFan: Es stimmt durchaus, dass dieses System auch in der Liga vertreten ist. Doch gerade Potsdam hat ja in letzter Zeit geschwächelt, weil man das System nicht so umsetzen konnte, wie es Erfolg bringt.

    @Maxemus: Das mag für manche Trainer gelten, doch ich glaube nicht, dass alle Trainer diese Weisheit besitzen, und schon gar nicht unsere Bundestrainerin!
    Die Sache ist gar nicht, wer gescoutet wird, sondern wie gescoutet wird. Ganz einfaches Beispiel: Guck dir mal die Debatte um die Torhüterinnen an. Einziges Kriterium für eine gute Torhüterin ist dort die Größe, nicht ihre individuellen Fähigkeiten. Dabei haben gerade die Männer gezeigt, dass es nicht unbedingt immer auf die Größe ankommt, sondern man diese durch andere Fähigkeiten kompensieren kann. Prominenteste Beispiele: Fabien Barthez und Iker Casillas. Auch Toni Turek mit seinen 1,81 hatte bei weitem kein Keeper-Gardemaß, sondern war eher klein gebaut. Trotzdem ist er Weltmeister geworden.

    Wieso soll eine Almuth Schult bitteschön besser als eine Desiree Schumann sein, nur weil sie 3 cm größer ist? Das entbehrt jeder gesunden Realitätswahrnehmung.

    Auch sonst ist in der N11 kein Platz für Quereinsteiger: Wer nicht die U-Mannschaften durchlaufen hat, wird nie eine Chance haben.

    Und da sollte man sich tatsächlich von den Männern etwas abschauen? Wieso? Weil sie einen viel größeren Pool an Trainern haben und damit auch an Ideen und vor allen Dingen: Da sind ein paar wahre Genies dabei, die der FF bei der beschränkten Anzahl an Trainerinnen einfach nicht hat.

    Zum Beispiel: Was macht einen Louis van Gaal so besonders als Trainer? Wieso schafft er es immer wieder, aus dem Nichts Mannschaften aufzubauen und zu formen?
    Weil er einen Plan hat und ein genaues Auge dafür, welche Spieler er dafür braucht und wie er sie einsetzen muss, damit sie vollkommen zur Geltung kommen. Dieses Gefühl hat man bei keiner deutschen Mannschaft (Verein oder N11) im FF.

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  • Karl sagt:

    @sheldon: Bevor du einen Mueller fuer die Frauennationalmannschaft forderst solltest du mal einen Blick auf die Statistik werfen spiele (tore in Klammern):
    Mueller 50 (20)
    Sasic 94 (50)
    Popp 45 (23)
    Marozsan 37 (19)
    Schon allein die Statistik macht schon klar dass ein „Mueller“ in der Frauennationalmannnschaft nicht noetig ist. Der waer da allenfalls Edelreservist.

    Und zu dem Thema“Es ist aber doch bezeichnend, dass wir 3 Jahren unsere Abschlussschwäche nicht in den Griff bekommen. Ständig heißt es, man müsse nur noch am Abschluss arbeiten, aber wirklich was bei rum kommt nix. Und dann verliert man dann auch wieder bei der WM gegen irgendein kleines Land mit 0:1, obwohl man 20:1 Torchancen hatte. “

    Diese Abschlussschwaeche gab es schon immer und nicht erst seit 3 Jahren und das US Team hat die auch. Auch wenn es so aussieht als wuerden die gegen Deutschland aus jeder Ballberuehrung ein Tor machen taeuscht dieser Eindruck. Auch Wambach und Co hauen fuer jedes Tor 3 bis 4 mal vorbei.
    Japan ist kein kleines Land sondern zumindest mal groesser als Deutschland und hat auch mehr Einwohner. Und im Fussball ist auch vieles von Zufaellen und Nuancen in der Schiedsrichterentscheidung abhaengig. Auch dass hochueberlegene Mannschaften gegen vermeintliche Underdogs hin und wieder untergehen ist mehr im Bereich des Normalen als es den Anschein hat.
    Das laeuft dann unter der Rubrik „shit happens“ .

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  • Detlef sagt:

    berggruen1 schrieb;
    „Stimmt leider so auch nicht. Gerade im Tennis waren und sind immer noch Männer unterwegs, die von “Damentennis” sprechen.“

    OK, habe ich jetzt noch nie gehört!!!
    Ich sehe allerdings auch sehr selten Tennis, und da sprach man dann höchstens mal vom Tennis der Frauen bzw Männer!!!
    Aber in der Vorankündigung, oder der Anmoderation hieß es dann immer, „jetzt zum Tennis“!!! 😉

    Auch bei den Biathleten habe ich noch nie etwas von „Frauenbiathlon“ gehört oder gelesen!!!
    Das mit den “Flintenweibern” hat er doch sicher auch nicht in eine Kamera oder in einem Zeitungsinterview gesagt, oder???

    berggruen1 schrieb;
    „Es ist also auch in anderen Sportarten nicht alles gold was glänzt. Und sollten Frauen in ihrer Sportart einmal erfolgreicher sein als die Herren der Schöpfung, dann bleibt denen immer noch das oben zitierte: “Bei uns ist die Leistungsdichte größer” als immerwährende Ausrede.“

    Na gut, in den meisten Sportarten trifft es sicherauch zu, das die Leistungsdichte größer ist!!! 😉
    Aber deswegen darf man den Ergfolg der Frauen nicht abwerten, wenn man ein rechter Sportsmann ist!!!

    Die Männer haben dafür oft schon über viele Jahrzehnte oder gar über 100 Jahre ihre Strukturen aufbauen können, um sich auf diese große Leistungsdichte einstellen zu können!!!
    Bei den Frauen gibte es diese entweder noch gar nicht, bzw sie sind erst noch im Aufbau!!! 😉
    Jeder kämpft in seinem vorgegebenen Rahmen und nach seinen Möglichkeiten!!! 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @Karl: Gegen wen fallen denn diese Tore? Kasachstan, Slowenien, Kroatien, Slowakei? Deutschland spielt doch bei den Frauen gegen viel, viel kleinere Mannschaften, gegen die es viel höhere Siege gibt, die die Statistik schönen.

    Schauen wir uns doch lieber mal die Statistik der deutschen Damen bei großen Turnieren an:

    Laudehr 25/6 (9/2 [WM], 11/3 [EM], 5/1 [OS])
    Mittag 18/4 (1/0, 13/3, 4/1)
    Sasic 17/5 (4/2, 9/3, 4/0)
    Alushi 12/5 (3/0, 5/3, 4/0)
    Goeßling 7/0 (2/0, 5/0)
    Marozsan 6/1
    Lotzen 6/1
    Keßler 6/0
    Leupolz 4/0
    Popp 4/0

    Keine der Spielerinnen hat echte spielentscheidende Knipserfähigkeiten geschweige denn eine Quote bei Turnieren, die auch nur annähernd an 0,5 herankommt (die beste noch mit weitem Abstand Alushi mit 0,43).
    Dagegen Thomas Müller mit 8 Toren in 7 WM-Spielen (davon 3 gegen Portugal, 2 gegen England, 1 gegen Uruguay und 1 gegen Argentinien).

    Auch von Quoten früherer Frauen-N11-Spielerinnen ist man weit entfernt, etwa von einer Inka Grings (8/5 und 11/10) sowie Birgit Prinz (24/14 und 20/8) oder Heidi Mohr (12/10 und 6/6).
    Überhaupt ein Tor bei Weltmeisterschaften haben bisher sowieso nur Sasic und Laudehr erzielt.

    Das meine ich damit. Die Nerven im entscheidenden Augenblick zu behalten. Wie das geht, zeigen eben Morgan und Wambach. Wambach mit 12/9 [OS] und 18/13 [WM] sowie Morgan mit 5/2 [WM] und 6/3 [OS], aber vor allen Dingen mit jede Menge wichtiger Treffer wie exemplarisch dem 2:2 gegen Brasilien in der 122. Minute bei der WM 2011 und dem 4:3 in der 121. Minute gegen Kanada bei Olympia 2012.

    Nur Sasic hat bisher bewiesen, dass sie im Stande ist, wirklich auch gegen die großen Teams viele und wichtige Tore zu machen. Dahinter kommt aber lange nix mehr!

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  • Detlef sagt:

    @Sheldon,
    Anders als Maxemus, sehe ich viele Dinge in Deinem Kommentar, die sich mit meinen Ansichten decken!!!

    Sheldon schrieb;
    „Mir geht es um Eigenschaften, die nicht antrainiert sind, sondern die in der Natur der Spieler liegen, die einfach einen unglaublichen Zug zum Tor haben…“

    Solche SpielerInnen bezeichnet man oft gern als „Straßenfußballer“ oder „Instinktfußballer“, die man nur sehr selten in irgend ein Taktik-Korsett integrieren kann!!!
    Allein deshalb sind sie vielen Trainern sehr suspekt, da man ihnen eigentlich viele Freiräume zugestehen muß, und sie zur vollen Entfaltung auch ihre „Wasserträger“ benötigen!!!

    Sheldon schrieb weiter;
    „…und vor dem Tor einfach mal kommentarlos draufhämmern, anstatt den Ball irgendwie kunstvoll am Torwart vorbeizulegen.“

    Hier sind wir wieder etwas auseinander, denn solche „StraßenfußballerInnen“ lieben es geradezu den Ball ins Tor hineinzutragen!!! 😉

    Sheldon schrieb;
    „Zudem sind die obengenannten Eigenschaften Eigenschaften, die von sehr charakterstarken Spielerinnen zeugen. Und ich weiß nicht, ob diese Spielerinnen tatsächlich erwünscht sind in der N11, weil sie natürlich nicht unbedingt die Spielerinnen sind, die sich einfach zurechtstutzen lassen.“

    Hier sind wir wieder beieinander!!!
    Solche Spielerinnen werden natürlich schon in frühester Jugend erkannt, einfach weil sie anders sind!!!
    Aber schon dort werden sie oft in taktische Korsetts gezwängt, daß ihnen entweder der Spaß am Fußball vergeht, oder sie sich widerwillig dreinfügen, und ihr Talent so verkümmert!!! 🙁
    Das richtige fordern und formen solcher Talente bedarf sehr viel Fingerspitzengefühl!!!

    Deinem letzten Absatz kann ich ebenfalls zu 100% zustimmen!!!
    Und damit schlagen wir endlich wieder den Bogen zum gestrigen Spiel, und Markus kann aufatmen!!! 😉
    Den vielen vergebenen Chancen muß man einfach nachtrauern, da sie zT auch sehr schön herausgespielt wurden!!!
    Wenn Du Dich dann nicht auch dafür belohnst, und am Ende sogar noch so ein doofes Tor kassierst (siehe auch das 2:1 in Frankfurt gegen TURBINE), dann ist das natürlich sehr bitter!!! 🙁

    Was uns mM nach die Amis vorraus haben, ist ihr „fighting spirit“!!!
    Das mag bei denen sogar schon angeboren sein, aber der hilft ihnen meist über so manche Schwächephasen hinweg!!! 😉
    Und hier komme ich wieder mit meiner Forderung nach mentaler Unterstützung!!!
    Zumindest hat man beim DFB dieses Problem anscheinend erkannt, und schon seit längerem einen Mentaltrainer dabei!!!
    Aber seine Hilfe muß auch angenommen werden, damit Körper und Geist im entscheidenden Moment eine Einheit bilden können!!! 😉

    Gestern hat uns gerade noch so der Strafstoß von Simon geholfen, unsere weiße Weste gegen Kanada zu behalten!!!
    Obwohl der mM sehr schlecht geschossen war, ähnlich dem 11-er von MAREN gegen Frankfurt!!! 🙁
    Wäre die gute Erin McLeod nämlich stehen geblieben, wäre die Partie nur Remis ausgegangen!!!

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  • Karl sagt:

    @sheldon: OK, so gesehen hast du natuerlich Recht, aber wie soll man so etwas scouten? Das kann man doch erst bei den Turnieren erkennen.

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  • Detlef sagt:

    Sheldon schrieb;
    „Das meine ich damit. Die Nerven im entscheidenden Augenblick zu behalten“

    Ganz genau darauf kommt es an!!! 🙂
    Du kannst trainieren bis Du umfällst, wenn Du im entscheidenden Moment die Nerven nicht behällst, geht „nüscht“….siehe ANJA gestern!!! 🙁
    Wenn das Mädel doch bloß Nerven wie Stahlseile hätte, dann wäre sie schon fünf mal Weltfußballerin geworden!!! 🙂

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  • berggruen1 sagt:

    @Detlef: Oh doch, Herr Ullrich war so frei, es tatsächlich in der Öffentlichkeit kund zu tun, sonst wüßte ich es ja nicht ;-). Wird auch hin und wieder bei Übertragungen noch erwähnt, v.a. dann, wenn die Kommentatoren glauben erwähnen zu müssen, dass die Zeiten der Flintenweiber schon lange vorbei seien. Wobei man sich dann fragt, warum man es noch anführt

    Was ich damit sagen will: Der Frauenfußball steht mit seinen Problemen, mit seinem Rechtfertigungsdruck und auch mit seinen Finanzierungsproblemen nicht alleine da. Es ist im Volleyball oder Handball, im Badminton und Skifahren so: Die Männer werden besser gefördert, besser finanziert, besser bezahlt etc.pp.

    Und nein, die Ausrede mit der Leistungsdichte zählt nicht. Da Männer besser ausgebildet werden, haben sie gefälligst auch mehr Leistung zu bringen als die Frauen. Und noch ein Beispiel aus dem Biathlon: Weiland, als wir noch das Wahnsinns-Frauen-Quartett um Disl hatten und die Staffel noch 7,5km laufen durften, da kam eben dieses Quartett (Apel, Disl, Henkel, Wilhelm) bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City auf eine Gesamtzeit, die bei den Herren zu Rang 5!!! (die in der Staffel ebenfalls 7,5km laufen, damals noch auf der gleichen Strecke) gereicht hätte. So viel zu der Leistungsdichte bei den Herren.

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  • Detlef sagt:

    @berggruen1,
    Das ist natürlich eine Ungeheuerlichkeit, die vom Verband sofort bestraft gehört hätte!!! ;(
    Aber da sitzen wahrscheinlich auch hauptsächlich Männer drin, die bei Ullrichs Frechheit sich ein Grinsen nicht verkneifen konnten!!! 🙁

    Das die Frauen auch in anderen Sportarten wesentlich schlechter gestellt sind, ist auch ein Abbild der Gesellschaft in der wir leben, wo Frauen im Durchschnitt 25% weniger Lohn bekommen als Männer!!! 🙁

    Aber das deswegen gleich der Name der Sportart geändert wird, und sogar von Altmeister Bernd Schröder immer wieder beteuert wird, es handle sich dabei um eine völlig eigenständige Sportart, das gibt es so nur im Fußball!!! 🙁

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Das mit dem „Ins-Tor-Tragen“ kann ich nicht bestätigen. Ich liebe hierzu die Ailton-Einstellung: Der Ball muss schnellstmöglich ins Tor, damit danach mehr Zeit zum Feiern da ist. 😉

    Und hier ist meine grundsätzliche Trainer-Kritik im FF: Wir haben heutzutage fast nur noch die 0/8/15-Trainer, bei denen die Meisterschaft schon vor der Saison auf dem Transfermarkt entschieden wird. Die Gleichung „Die 11 besten Spieler = Die beste Mannschaft“ geht nahezu zu 100% auf.
    Japans Auftritt 2011 war doch gerade deswegen so unglaublich erfrischend, weil hier eigentlich ein Außenseiter diese Regel gesprengt hat.

    Meines Erachtens ist die Denkrichtung im FF eine falsche: Man denkt von einer bestimmten Taktik her und sucht davon ausgehend die Spielertypen, die sich dort hineinpressen lassen. Die Taktik bestimmt die Spieler.
    Gerade in der Nationalmannschaft sollte aber das vorhandene Spielerinnenmaterial die Taktik bestimmen und nicht umgekehrt. Wenn man nunmal nicht die großen und bulligen Spieler hat, dann spielt man hinten eben mal mit ner 5er-Kette mit schnellen AVs und lässt den Spielern vorne Raum, um ein Feuerwerk abzulassen.

    Da könnte man eine ganze Menge machen, wenn man sich wirklich mal von taktischen Zwängen lösen könnte. Sasaki löste sich damals vom modischen 4-2-3-1 und spielte mit Raute, weil Sawa dort am besten zur Geltung kam. Das ganze Spiel war nur auf sie konzentriert, um sie herum wurden schnelle Außen, wuselige Stürmerinnen sowie eine rustikale „6“erin gebaut, die sie optimal unterstützten und zur Geltung brachten.

    Dazu ist es notwendig, Spielerinnen möglichst unpoliert zu lassen. Klar müssen sie technisch gut ausgebildet sein und taktische Grundkenntnisse hatten, aber wichtig ist vor allen Dingen, dass die Spielerinnen ihren Charakter behalten und sich auch aneinander reiben.

    @Karl/Detlef: Ich glaube, man kann solche Spielerinnen mit Nerven vor dem Tor ganz leicht scouten. Man holt einen ganzen Pool Spielerinnen und lässt dauerhafte Konkurrenz laufen und legt das Kriterium „Survival of the Fittest“ an. Solche mentale Stärke lernst du bloß im Konkurrenzkampf mit anderen und gegen dich selbst. Der ganze Kram mit Mentaltrainer, Psychologe usw. hilft doch keinen Deut, sondern verweichlicht die Spielerinnen doch nur. Wenn man mal daneben geschossen hat, dann ist das nunmal so, dann putzt man sich den Mund ab und haut das Ding beim nächsten Mal um so entschlossener rein.

    Wenn strikt nach effektiver Leistung entschieden würde und allein darauf fokussiert wäre, hätten wir keine mentalen Probleme mehr.

    Wir haben in Deutschland zur Zeit sicher 40 mögliche N11-Spielerinnen, jede Position 4mal besetzt. Da machst du 4 Jahre knallharten Konkurrenzkampf und siebst aus, sodass am Ende vielleicht nicht die technisch, taktisch und athletisch bestgewertetsten Spielerinnen mitfahren zur WM, dafür aber die, die die besten Nerven haben und am effektivsten spielen. Je feiner das Sieb und je größer die Auswahl, desto besser die Qualität.

    Und dann wird eine Anja Mittag beim nächsten Spiel mal nicht nominiert, wenn sie so einen Bock geschlagen hat, sondern dafür eben eine andere aus dem Pool, sagen wir Magull oder Wagner, vielleicht auch Simic, vielleicht Islacker, vielleicht Knaak, vielleicht Linden etc. Wichtig ist, dass die Trainerin ganz klar macht durch die Nominierung, dass diese ein echter Vertrauensbeweis ist und sie sich für die entschieden hat, obwohl sie sich für viele andere hätte entscheiden können, dass du dafür jetzt aber auch liefern musst!

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  • dummkopf sagt:

    Ich frage mich auch, ob man solche Äusserungen wie die von Ulrich, noch dazu wenn sie ohne vorherige Provokation getätigt wurden, nicht als zutiefst rassistisch bezeichnen muss !!!
    Leben wir denn in einem Zeitalter des Rassismus ???
    Darf heute denn jeder schwarzen Humor über andere sich ergiessen lassen, ohne dass das DFB-Gericht zusammentritt ???
    Und wieviele Frauen oder Angehörige anderer ethnischer Minderheiten sind darin vertreten? 🙁
    Muss man da nicht zumindest eine öffentliche Entschuldigung fordern !!!
    Aber egal wie die Geschichte ausgeht, da bleibt doch immer etwas an der Flinte hängen.
    Zum Glück haben wir solche Zustände im Frauenfussball noch nicht erreicht. Da geht es ja so viel niveauvoller zu. 😉 😉 😉

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  • Detlef sagt:

    Sorry Sheldon, aber jetzt entfernst Du Dich wieder von meinen Ansichten!!! 🙁
    Was meinst Du denn mit „0815-Trainern“???
    Dein Lieblingsverein war doch das allerbeste Negativbeispiel dafür, das 11-15 Top-Spielerinnen noch lange keine gute Mannschaft ergeben müssen, wenn der Trainer es nicht versteht, ein kampfstarkes Team daraus zu formen!!!
    Auch WOB hat lange gebraucht, um aus den vorhandenen guten Spielerinnen ein Top-Team zu formen!!!
    Natürlich haben die beiden finanzstärksten Vereine aus WOB und Frankfurt den großen Vorteil, daß sie beinahe jede Spielerin holen könnten, die in ihr Konzept paßt!!!
    Alle anderen müssen schauen was dann noch übrig bleibt, und sich aus diesem Pool bedienen!!!

    Dann wird es natürlich schwer, auf einem bestimmten taktischen Konzept zu beharren, weil man möglicherweise die Spielerinnen dafür nicht hat/bekommt, und dann anfangen muß die vorhandenen Kräfte umzuschulen!!! 🙁
    Eine gewisse Flexibilität ist sicher gut und wünschenswert, aber auf die Dauer bleibt es doch nur „Flickwerk“, und die Spielerinnen können ihre wahren Talente/Stärken nicht voll ausschöpfen!!!
    Deshalb sollte man als Verein immer in der Lage sein, sein Konzept den vorhandenen Spielerinnen, und dem Gegner entsprechend anpassen zu können!!!

    Völlig unverständlich ist so ein Vorgehen in unserer Natio!!!
    Hier sind wir uns wieder einig, daß der Bundesgöttin eine riesige Auswahl an guten bis sehr guten Spielerinnen zur Verfügung steht, aus der sie aber immer nur einen kleinen elitären Kreis aussucht!!! 🙁
    Hier ist es keine Frage des fehlenden Mamon, sondern eher eine idiologische!!!
    Eigentlich gäbe es hier überhaupt keine Einschränkungen, und sie könnte jedes nur erdenkliche System und Konzept umsetzen!!!
    Und hier stimme ich Dir zu, daß sie sich unnötigerweise selbst in ihren Möglichkeiten beschränkt!!! 🙁

    Sheldon schrieb;
    „Der ganze Kram mit Mentaltrainer, Psychologe usw. hilft doch keinen Deut, sondern verweichlicht die Spielerinnen doch nur.“

    Hier kommen wir DEFINITIV auf keinen gemeinsamen Nenner, denn dazu habe ich eine völlig entgegengesetzte Meinung!!! 😉

    Jede Spielerin braucht auch das Vertrauen der/des Trainers/in!!! 🙂
    Na klar ist es ein Leistungssystem, in dem (eigentlich) nur die Besten bestehen können sollen!!!
    Aber jede Spielerin macht auch mal einen Fehler, die ihr auch zugestanden werden muß, ohne gleich ihren Posten in der Natio in Frage zu stellen!!! 🙁
    Sonst würde keiner mehr ein Risiko eingehen, und nur noch alles „SAFE“ ablaufen!!!
    Aber man muß schon was riskieren, um am Ende auch erfolgreich zu sein!!!
    „no risk = no win = no fun“ 🙂

    (0)
  • holly sagt:

    @ Sheldon, schreib doch bitte mal an einem Beispiel aus dem FF/Mädchenfussball wie im Moment das Scouting da abläuft. Den Verein kannst du frei wählen.
    Wenn deine Gleichung fast immer aufgeht 11 besten Spielerinnen = beste Mannschaft warum hat derFFC dann so wenig gewonnen in den letzten Jahren.

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  • Karl sagt:

    Hey Sheldon: Wo war denn der Knipser heute ?

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  • FFFan sagt:

    @ Karl:
    „Wo war denn der Knipser heute?“

    Naja, dafür hat ja wenigstens der andere Knipser getroffen…

    Auch dieses Element ist unserer Frauen-Natio gegen Kanada völlig abgegangen: ‚Joker-Tore‘! 😉

    Interessant ist auch, dass Brasilien und Deutschland sich jetzt sowohl bei den Männern (Ronaldo und Miroslav Klose) als auch bei den Frauen (Marta und Birgit Prinz) den WM-Torrekord teilen!

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  • holly sagt:

    @ Sheldon ich warte immer noch auf Antwort zum Thema Scouting im FF

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Um es kurz zu machen:

    Bei N11 sind wir uns ja einig. Man hat einen bestimmten Spielerinnenpool, bei dem es darum geht, das beste Team der 11 Spielerinnen auszuwählen. Hierbei kommt es darauf an, dass man wirklich auf das Team schaut. Es geht also die 11 Spielerinnen, die im Zusammenspiel die höchste Gesamtklasse erzielen. Letztlich gilt es also, immer die bestmögliche Balance zu finden zwischen Einzelqualität und taktischer Umsetzung im Zusammenspiel.
    Es hilft nix, stur an einem System festzuhalten, wo die Einzelspielerinnen überhaupt nicht zur Geltung kommen, genauso wenig hilft es, sich die besten Systemspielerinnen zu suchen, denen dann aber die Einzelqualität fehlt. Das Beste wäre es, die besten Spielerinnen in ein für alle bestmögliches System zu integrieren, was wiederum einen unglaublich hohen Grad der Reflexion, der Auseinandersetzung mit Spielerinnentypen usw. erfordert.

    Wie stark man dadurch werden kann, wenn das passiert, zeigt bei den Vereinsmannschaften das Beispiel Jena: Was Daniel Kraus dort in den letzten Jahren geschafft hat, ist sehr erstaunlich. Er hat den Kader auf Platz 10 und in akuter Abstiegsnot von MVT übernommen. Ohne das große Geld hat er gut gescoutet und geschaut, welche Spielertypen ins Konzept passen könnten. Er hat eine Amber Hearn gestärkt, indem er ihr eine Iva Landeka an die Seite gestellt hat, er hat mit No Names die Defensive gestärkt, Namen, die auf dem deutschen Markt überhaupt nicht bekannt waren (Erceg und Michel). Wenn du die Spielerinnen richtig einsetzt, dann kannst du eine Menge Gewinn erzielen. Es geht eben nicht darum, ein taktisches Konzept vorzugeben, sondern das Konzept der eigenen Mannschaft anzupassen und hier einen guten Mittelfeld zu gehen.

    Das mit dem Psychokram hast du falsch verstanden. Es geht nicht um Fehler, die gemacht werden, sondern es geht um die Einstellung zum Spiel. Es ist etwas anderes, ob du mal nen Ball drüber haust oder aber ob du so zögerlich vor dem Tor agierst, dass dir der Ball noch wegstibitzt wird oder du im Zweikampf nachlässig bist usw. Das meine ich mit mentaler Schwäche.
    Und mentale Schwäche oder mangelnde Einstellung kriegst du in der N11 nicht mit Darüber-Reden weg, jedenfalls nicht, solange du trotz aller Fehler beim nächsten Mal wie selbstverständlich wieder auf dem Platz stehst, sondern dadurch, dass du direkt ausgewechselt wirst. Sobald es keine Ehre mehr ist, auf dem Platz zu stehen (sei es in der N11 oder in der Bundesliga), sondern du Motivationsschwierigkeiten hast, alles für dein Team zu geben, dann gehörst du nicht mehr auf den Platz. So einfach ist das.
    Und Vertrauen zeigt sich nicht daran, dass dich der Trainer in solchen Phasen einfach weiterspielen lässt, sondern daran, dass er dich trotz harter und fühlbarer Konkurrenz dann spielen lässt. Bei guten Trainern wird man eine Nichtaufstellung niemals als Vertrauensentzug werten, sondern es wird immer ein Schutz des Spielers sein, nämlich davor, durch eine schlechte Leistung noch verunsicherter zu werden, als man es eh schon ist. Und auch hier ist wieder nichts besser als eine klare Struktur in den Entscheidungen, die rein leistungsbezogen ist und wo die Spielerin auch ganz genau weiß, weshalb sie nicht spielt, oder weshalb sie spielt.

    @FFFan: Vor allem aber hat der argentinische Knipser getroffen. Das war ein Paradebeispiel dafür, was es bedeutet, selbstbewusst zu sein. Was Müller betrifft, so hat er alles gegeben und auch das wichtige 1:0 vorbereitet. Man muss dazu sagen, dass der Boye von Ghana auch eisenhart an Müller dran war, wie in der Nachspielzeit gesehen. Dazu kommen noch weitere Faktoren, unter anderem „Das berühmte 2. Spiel“ etc. Nur weil eine Person mal in einem Spiel nicht getroffen hat, hebt das nicht seine mannschaftliche Bedeutung auf. Dafür hat man ja immer 2-3 Knipser im Spiel, die im Zweifel treffen.

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  • Fritz W. sagt:

    Ganz abgesehen von den „Grabenkämpfen“ hier finde ich das Thema Scouting bei den Mädels sehr interessant.

    Gute Spielerinnen / Talente findet man schon einige, aber nicht alle sind bereit für ein Internat und die Fahrstrecken zu guten Ausbildungsvereinen sind deutlich länger als bei den Jungs. Bei diesen gibt es ein viel dichteres Netz an NLZs.

    Zudem sind bei den Jungs (zu?) viele Eltern nur zu gerne bereit, lange Anfahrtswege und mangelnde Schulbildung in Kauf zu nehmen, da sie von einer Millionen-Karriere ihrer Sprößlinge träumen.

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