Turbine Potsdam: Fünf Talente für den Erstligakader

Von am 13. Juni 2014 – 14.03 Uhr 20 Kommentare

„Stärke mit unserem eigenen Nachwuchs“ – unter diesem Motto blickt Bernd Schröder, Trainer des 1. FFC Turbine Potsdam, auf die Saison 2014/15. So rücken gleich fünf Talente aus dem eigenen Nachwuchsbereich ins Trainingsteam der Bundesligaelf auf, wo sie „weiterentwickelt und für die Bundesliga vorbereitet werden sollen“.

In den Kader der 1. Mannschaft rücken zum Trainingsstart für die Saison 2014/15 am 14. Juli U20-Nationalspielerin Felicitas Rauch sowie die vier U16-Nationalspielerinnen Jenny Hipp, Victoria Krug, Isabella Möller und Torhüterin Vanessa Fischer auf.

Alle fünf gehörten in der Saison 2013/14 bereits zum Perspektivteam des 1. FFC Turbine Potsdam, in dessen Rahmen Schröder und Co-Trainer Dirk Heinrichs besonders talentierte Nachwuchsspielerinnen zielgerichtet auf die 1. Bundesliga vorbereiteten.

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Fünf Nachwuchstalente rücken in den Bundesligakader des 1. FFC Turbine Potsdam auf

Die fünf Aufsteigerinnen (vorne v. li.): Jenny Hipp, Victoria Krug. (Hinten v. li.): Felicitas Rauch, Vanessa Fischer und Isabella Möller © 1. FFC Turbine Potsdam

An höhere Aufgaben heranführen
„Wir wollen damit die Talente unserer Talente an die Bundesliga-Mannschaft heranführen, sie darauf vorbereiten, was sie in der 1. Liga erwartet, so dass der Sprung nicht zu groß wird“, erklärt Heinrichs. „Wir wollen die Mädels nicht ins kalte Wasser werfen, schließlich ist das Tempo im Frauenbereich deutlich höher als in der B-Juniorinnen-Bundesliga.“ Schröder sieht das Aufrücken der fünf Juniorinnen-Nationalspielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs zugleich als eine „Antwort auf unsere Abgänge der Saison 2013/14“.

Identifikation schaffen
Er erklärt: „Wir wollen unsere Grundphilosophie, auf den Nachwuchs zu setzen, wieder stärker beleben. In den vergangenen Jahren hat das aus verschiedenen Gründen nicht so gut geklappt.“ Schröder betont zudem, dass „alle mitziehen: die Mädels selbst wissen worum es geht, die Eltern stehen dahinter. Wir brauchen Spielerinnen, die sich mit unserem Verein, unserer Mannschaft, unserer Philosophie identifizieren.“

Die fünf Perspektiv-Talente im Überblick:

Felicitas Rauch
Position: Mittelfeld
Geboren: 30.04.96 in Hann. Münden
Beim 1. FFC Turbine Potsdam seit 2010
U20-Nationalspielerin

Jenny Hipp
Position: Mittelfeld
Geboren: 06.02.1998 in Lich
Beim 1. FFC Turbine Potsdam seit 2012
U16-Nationalspielerin

Victoria Krug
Position: Abwehr
Geboren: 12.01.1998 in Forst
Beim 1. FFC Turbine Potsdam seit 2010
U16-Nationalspielerin

Isabella Möller
Position: Mittelfeld, Angriff
Geboren: 04.02.1998 in Kassel
Beim 1. FFC Turbine Potsdam seit 2012
U16-Nationalspielerin

Vanessa Fischer
Position: Torhüterin
Geboren: 18.04.1998 in Frankfurt/Oder
Beim 1. FFC Turbine Potsdam seit 2011
U16-Nationalspielerin

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

20 Kommentare »

  • samba92 sagt:

    @enthusio: Letztlich entscheiden hier immer noch die Trainer (wie übrigens in allen anderen Vereinen auch) nach umfassender Spielerbeobachtung (und nicht einfach nach Gutdünken) über die gesamte Saison, wer voraussichtlich „das Zeug“ hat, in der 1. Mannschaft mitzuhalten. Hier spielen u.a. zum Beispiel auch Willenskraft und Durchhaltevermögen eine Rolle, die auch nicht bei allen Spielerinnen gleich ausgeprägt sind. Diese fünf Mädels mußten sich, u.a., auch im sogenannten Perspektivtraining bewähren und dürfen nun erst einmal am Trainingsbetrieb der 1. Mannschaft teilnehmen. Und erst,
    wenn sie sich hier auch bewähren, werden sie dort wohl auch mal den einen oder anderen Einsatz bekommen.
    Ich glaube, Du kannst Dich entspannt zurücklehnen und diese Entscheidungen den Leuten überlassen, die in diesen Dingen über die notwendige Erfahrung verfügen. Niemand wird schließlich „einfach mal eben so“ in eine 1. Mannschaft hochgezogen.

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  • O. Christ sagt:

    Man darf auch nicht vergessen, dass die 2. Mannschaft bei Turbine mehr noch als anderswo Erfolge einfahren muss, um etwa die Sponsoren zufriedenstellen, und nicht nur als Reserve für die 1. Mannschaft bzw. zur Spielpraxis von deren Spielerinnen dient.
    In diesem Zusammenhang scheint es Turbine besser als Frankfurt und Wolfsburg zu gelingen, Spielerinnen, die grundsätzlich bzw. auch zur 1. Mannschaft gehören, in die 2. zu integrieren.

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  • Detlef sagt:

    @O. Christ,
    Woher hast Du denn die „Tatsache“, daß TURBINE II unbedingt Erfolge einfahren muß???
    Schröder spricht zumindest immer wieder von unserer AUSBILDUNGSMANNSCHAFT, also ähnlich wie es in anderen Vereinen auch ist!!!
    Und der „Hauptsponsor“ von TURBINE II ist die MittelBrandenburgische Sparkasse MBS!!!
    Sicher werden die Damen und Herren dort mit einem oberen Tabellenplatz zufriedener sein, als wenn wir um den Klassenerhalt mitkämpfen würden!!! 😉
    Aber entscheident ist am Ende der Benefit für unsere Erste, und weniger der aktuelle Tabellenrang!!! 😉

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  • Tommy sagt:

    … das sehe ich ähnlich. Die Ernte der letzten Jahre ist das Ergebnis einer soliden Nachwuchsarbeit. Diese Erfolge einzufahren und dem Verein und dem Frauenfussball insgesamt diese Attraktivität zu verleihen, ist Ergebnis einer konsequenten Ausbildung junger Spielerinnen im Team Schröder.
    Das hat Jahre gebraucht. Von Turbine ausgebildete Spielerinnen spielen heute in Spitzenklubs (leider) und das trägt insgesamt zu einer hohen Leistungsdichte bei. Wir haben mit Thomas Kandler und Sven Weigang zwei Spitzen Trainer und tolle Erfolge der Mannschaften unterhalb der Bundesliga in allen Altersstufen! Das System funktioniert also. Natürlich ist klar, daß unsere erfolgsverwöhnten Anhänger ungern die erforderliche Geduld aufbringen wollen. Dennoch ist es auch mal notwendig umzudenken und neue Perspektiven zu eröffnen, dort wo unsere Philosophie liegt….in der Nachwuchsarbeit.

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  • tpfn sagt:

    Laut einer polnischen FF Seite unterzeichnete die Polin Magdalena Szaj einen 2Jahresvertrag bei TP. Magdalena (Madzia) kommt vom AZS Wrocław, dem Dritten der Saison 13/14. Madzia testete zuvor die SGS Essen, da sie Verwandtschaft im Ruhrgebiet hat. SGS-Trainer Högner empfand sie als großes Talent und für nen schmalen Taler hätte er sie wohl auch gern verpflichtet. Warum sie bei TP nochmal reinschnupperte entzieht sich meiner Kenntnis, Schröder war jedenfalls ebenso begeistert.

    Ich lese grad, die MAZ hats auch berichtet

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