DFB-Elf: Johanna Elsig für Länderspiel in Kanada nominiert

Von am 3. Juni 2014 – 14.01 Uhr 18 Kommentare

Mit 21 Spielerinnen tritt die deutsche Frauenfußball-Nationalelf ihre Länderspielreise ins kanadische Vancouver an. Erstmals mit dabei ist beim Spiel gegen Kanada am 19. Juni (ab 4 Uhr MESZ) Defensivspielerin Johanna Elsig vom 1. FFC Turbine Potsdam.

Bundestrainerin Silvia Neid sagt über die 21-Jährige: „Johanna zählt schon seit einiger Zeit zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft. Wir haben ihre positive Entwicklung aufmerksam verfolgt. Sie hat sich die Nominierung durch ihre konstanten Leistungen in den vergangenen Monaten erarbeitet.” Zum Aufgebot zählt zudem Babett Peter vom 1. FFC Frankfurt, die nach ihrem Ermüdungsbruch im Fuß zuletzt Anfang März für den Algarve Cup nominiert worden war.

Johanna Elsig

Johanna Elsig steht erstmals im Aufgebot der DFB-Elf © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

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Leistungstest vor Abflug
Knapp ein Jahr vor Beginn der Frauenfußball-WM in Kanada, die vom 6. Juni bis 5. Juli 2015 in sechs Städten ausgetragen wird, gilt die Länderspielreise als wichtiger Testlauf im Hinblick auf das Turnier. Ein erweiterter Kader der DFB-Frauen trifft sich schon am 11. Juni, um eine Leistungsdiagnostikmaßnahme durchzuführen. Das 21-köpfige Aufgebot für das Länderspiel tritt die Reise nach Kanada dann einen Tag später an.

Den Ernstfall testen
Neid erläutert: „Die Kanada-Reise ist für uns schon jetzt eine hervorragende Gelegenheit, die Bedingungen vor Ort zu testen. Wir werden auf Kunstrasen trainieren und unser Spiel in einem WM-Stadion bestreiten. Zudem ist Kanada ein starker Gegner, der sich für die WM und die Begegnung mit uns viel vorgenommen hat. Die Mannschaft hat durch gute Ergebnisse – unter anderem einem Unentschieden gegen die USA – aufhorchen lassen. Nicht zuletzt ist der Zeitpunkt dieser Maßnahme zum Ende der Saison eine gute Simulation der Situation in einem Jahr.”

DFB-Kader für das Länderspiel in Kanada am 19. Juni

Tor: Nadine Angerer (Portland Thorns FC), Laura Benkarth (SC Freiburg), Almuth Schult (VfL Wolfsburg)

Abwehr: Jennifer Cramer (1. FFC Turbine Potsdam), Johanna Elsig (1. FFC Turbine Potsdam), Kathrin Hendrich (Bayer 04 Leverkusen), Tabea Kemme (1. FFC Turbine Potsdam), Annike Krahn (Paris Saint-Germain), Babett Peter (1. FFC Frankfurt), Bianca Schmidt (1. FFC Frankfurt), Luisa Wensing (VfL Wolfsburg)

Mittelfeld: Lira Alushi (1. FFC Frankfurt), Melanie Behringer (1. FFC Frankfurt), Lena Goeßling (VfL Wolfsburg), Nadine Keßler (VfL Wolfsburg), Simone Laudehr (1. FFC Frankfurt), Lena Lotzen (FC Bayern München), Dzsenifer Marozsán (1. FFC Frankfurt)

Angriff: Anja Mittag (FC Rosengård), Alex Popp (VfL Wolfsburg), Célia Šašić (1. FFC Frankfurt)

Tags:

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

18 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    @ waiiy:

    Zu Simic: am Sonntag in Frankfurt hat sie ja -bedingt durch die Systemumstellung- erstmals mit einer sog. „Doppel-Sechs“ (Zietz/Wälti) in ihrem Rücken gespielt. Wie würdest du die Auswirkungen auf die Spielweise von Simic bewerten?

    Zu Marozsan: ich kann dir versichern, dass sehr viele sie kritisch sehen, nicht zuletzt sie selbst! Die Bundestrainerin würde sie nötigenfalls auch aus der Startelf nehmen und hat dies auch bereits getan (EM-Viertelfinale!).

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  • dummkopf sagt:

    Es gibt weltweit nur 2 Gegner, die die IV der deutschen N11 wirklich fordern könnten, wenn das MF halbwegs normal funktioniert: USA und FRA.
    Gegen alle anderen Gegner ist es mangels grösserer Anforderungen zu schwer, die Leistungsunterschiede der Spielerinnen in der IV zu erkennen. Das geht eigentlich dann nur in Club-Spielen.
    Vielleicht war die IV auch deshalb in den letzten Jahren meist die Positionen mit den schwächsten Einzelspielerinnen in der N11, weil man da schon 2x hätte hinschauen müssen.
    Elsig wird DORT daher mE schlicht bis zur WM keine Chance haben zu beweisen, dass sie in eigentlich praktisch allen Belangen besser spielt.

    TP spielt auch nicht in der CL. Und es ist sowieso fraglich, ob sie dort IV spielt (vielleicht richtigerweise nicht, obwohl Draws leider noch einige Zeit braucht).

    Also wird alles am Ende wieder auf das Verletzungsglück der Bundeslöwin ankommen, und ihre Intuition.

    Aber das macht die WM 2015 doch erst spannend. Die EM 2013 wäre total öde gewesen, wenn die deutsche Mannschaft immer in bester Aufstellung und bester Form angetreten wäre.

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  • FFFan sagt:

    @ dummkopf:
    „Es gibt weltweit nur 2 Gegner, die die IV der deutschen N11 wirklich fordern könnten, wenn das MF halbwegs normal funktioniert: USA und FRA.“

    –> Das stimmt so nicht. Die Innenverteidigung wird ja nicht nur defensiv gefordert, sondern -gerade gegen schwächere Gegner- vor allem offensiv. Das ist die für die Spieleröffnung wichtigste Position!

    „Elsig wird DORT daher mE schlicht bis zur WM keine Chance haben zu beweisen, dass sie in eigentlich praktisch allen Belangen besser spielt.“

    –> Sie soll auch nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Zunächst geht es für sie darum, den Trainerinnen zu zeigen, dass sie in allen Belangen (Passspiel, Handlungsschnelligkeit, Zweikampfverhalten etc.) auf höchstem Niveau mithalten kann, um sich so im Kreis der A-Nationalmannschaft zu etablieren. Dazu sind die Trainingseinheiten in Kanada eine gute Gelegenheit.
    Der Kampf um die Stammplätze kommt dann später…

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