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Saskia Bartusiak fällt zehn Monate aus

Von am 2. Juni 2014 – 16.15 Uhr 12 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Frankfurt hat den 2:1-Sieg gegen den 1. FFC Turbine Potsdam am Sonntag mit einer schweren Verletzung von Nationalspielerin und Innenverteidigerin Saskia Bartusiak teuer bezahlt.

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Wie eine Untersuchung von FFC-Mannschaftsorthopäde Dr. Ingo Tusk in der Klinik Rotes Kreuz und ein MRT heute in Frankfurt ergaben, erlitt Bartusiak eine Ruptur des hinteren Kreuzbands im linken Knie sowie eine Schienbeinkopf-Fraktur. Noch ist unklar, ob die 79-fache Nationalspielerin operiert werden muss oder die Verletzung konservativ behandelt werden kann.

Saskia Bartusiak

Saskia Bartusiak fällt lange aus © Volker Nagraszus / girlsplay.de

Die 31-Jährige war in der 61. Minute bei dem Versuch, einen hohen Ball von Potsdams Spielerin Johanna Elsig mit dem Kopf zu klären, mit FFC-Torhüterin Desirée Schumann zusammengestoßen.

Bittere Diagnose
FFC-Manager Siegfried Dietrich erklärt: „Die Diagnose ist sehr bitter für Saskia Bartusiak und ein großer Schock für uns alle. Nachdem ,Sassi’ gerade erst eine Knieverletzung ausgeheilt hatte, tut uns dieser neuerliche Rückschlag außerordentlich leid für sie und wir wünschen ihr schnellstmögliche Genesung. Nach der jetzt gestellten Diagnose müssen wir davon ausgehen, dass Saskia Bartusiak mindestens zehn Monate ausfällt.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

12 Kommentare »

  • speedy75 sagt:

    Das ist echt bitter. Wie schon gestern erwähnt kann ich nur noch mal gute Besserung wünschen.

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  • Antje sagt:

    Das ist enttäuschend …

    Beste Genesungsgrüße aus Potsdam! Ich hoffe, es wird schneller gehen, damit sie bald wieder spielen kann. Sie ist im Frauenfußball eine wichtige Persönlichkeit, die der Liga in der kommenden Saison sonst fehlen würde.

    … natürlich trifft das auf alle anderen, derzeit dauerhaft verletzten, Spielerinnen ebenso zu.

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  • Sheldon sagt:

    Alle Erfolge und alle Siege der Welt würde man in Frankfurt wahrscheinlich zur Zeit hergeben, um diese Szene rückgängig zu machen. Diese Verletzung ist das bitterste überhaupt, gerade auch im Hinblick auf die nächste WM. Sie ist zwar nicht die Schnellste und technisch Filigranste, aber sie hat Übersicht, Ruhe und sie hat Autorität. Alle drei Komponenten machen sie zu einer unwahrscheinlich wichtigen Stütze für Frankfurt und auch für die N11.

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  • Lucy sagt:

    Das ist schlimm 🙁

    Gute Besserung Sassi

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  • waiiy sagt:

    Gute Besserung! das ist wirklich bitter.

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  • dummkopf sagt:

    10 Monate Ausfallzeit ist wohl leider wenig realistisch und ultra-optimistisch. Es kann sogar fraglich sein, ob sich eine Rückkehr in den Leistungssport überhaupt noch einmal lohnen wird.
    Vielleicht kann ja ein Statistik- oder Wissensfreund mit ein wenig Freizeit einmal tagsüber googeln und zusammenfassen. Ich kann mich an kein hinteres Kreuzband im Fussballprofibereich erinnern.
    Das gibt es in der Regel nur zB bei Autounfällen oä. Positiv, dass man anscheinend deutschlandweite Spezialisten hinzugezogen hat.
    Hoffentlich hat sie beim Heilungsverlauf nur halb soviel Glück, wie gestern bei der Szene Pech.

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  • Jennifer sagt:

    Woa, meine Güte, Sassi, ist das bitter … von mir und meinem Mann Tom ebenfalls gute Besserung!

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  • Sebastian sagt:

    Gute Besserung!
    Es ist natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich, wie gut/schlecht ein Heilungsverlauf sich entwickelt. Trotzdem würde ich mir, wenn ich wählen könnte/müsste, einen Riss des hinteren Kreuzbands „wünschen“. Wegen der Gefäßversorgung von hinten aus der Kniekehle ist dieses Band nämlich etwas besser versorgt. Aber das muss nichts heißen und es bleibt nur zu hoffen, dass Bartusiak ein möglichst reibungsloser Genesungsweg bevorsteht.

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  • FFFan sagt:

    Das ist wirklich tragisch für die ‚Abwehrchefin‘ des 1.FFC Frankfurt, zumal damit auch die WM-Teilnahme in Gefahr ist. Ich wünsche ‚Sassi‘ von ganzem Herzen, dass sie sich von dieser schweren Verletzung erholen und wieder auf den Rasen zurückkehren kann, damit nicht dieses unglückliche Eigentor die letzte Aktion ihrer Fußballkarriere bleibt!

    @ dummkopf:
    “ Ich kann mich an kein hinteres Kreuzband im Fussballprofibereich erinnern.“

    Das kommt schon ab und zu vor. Ein Beispiel ist die Verletzung von Neven Subotic (Borussia Dortmund); auch da ist es meiner Erinnerung nach wie jetzt bei Bartusiak durch eine Überstreckung des Kniegelenks entstanden.

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  • dummkopf sagt:

    Na, ich weiss ja, dass ich da mit meiner Interessenlage im Verhältnis zu den gute Besserung-Kommentaren hier ein Exot bin.
    Aber immerhin kommt ja doch ein wenig.

    Danke für die Infos @FFFan und @Seb

    Kennt sonst jemand noch ein anderes hinteres Kreuzband?
    Wie steht es denn aktuell mit Subotic zum Vergleich, fb-ler und twitterer und socialiser an die Front.

    @FFFan: Die Bewegung muss wohl immer eine Art „Überstreckung“ (Durchdrücken) des Kniegelenks sein, bei gleichzeitiger Gewalteinwirkung von vorne auf den Bereich unterhalb des Gelenks, wenn ich das richtig sehe.

    @Seb.: Bei Subotic wurde das Band gar nicht restauriert? Weil das beim hinteren schwieriger zu sein scheint, und oft gar nicht sinnvoll operabel? Da würde dann die bessere Versorgung allerdings auch nichts helfen.

    Cacau spielt nun soch soviel ich weiss auch ohne das vordere Kreuzband wieder? Wie lang hat das denn gedauert? Und da gibt es auch noch andere die das nicht operiert haben. Da könnte man auch einmal vergleichen.

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  • Altwolf sagt:

    @Dummkopf.

    Es gibt nur 2 Kreuzbänder – ein vorderes und ein hinteres Kreuzband, wobei von der Sicht auf das Knie/Kniescheibe das vordere Kreuzband vor dem hinteren liegt und aus Stabilitätsgründen kreuzt, deshalb der Name, während da noch die Seitenbänder den Seitenhalt gewährleisten.

    Die Rekonstruktion des hinteren Kreuzbandes macht wohl chirurgisch durch Naht oder Ersatzmaterial Probleme und scheint der späteren Funktion nicht viel zu nutzen, während das vordere Kreuzband wohl besser zugänglich und auch den Drehpunkt des Knies bestimmt, was für die Funktion des Gelenkes natürlich eine entscheidende Bedeutung hat.

    Problem bei Saskia ist wohl auch, daß der Belastungsteil des Unterschenkelknochens, wo auch die Bänder verankert sind und ja auch das Körpergwicht getragen wird, gebrochen ist.Das benötigt da ja auch erst einmal eine gewisse Festigkeit.

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  • kerstin sagt:

    Ich war live am Bornheimer Hang, habe im BlockA gesessen und den Zusammenprall nicht genau sehen können.
    Kurioserweise habe ich mir vor dem Spiel Sassis Trikot noch gekauft…

    Ein Kreuzbandriss ist nicht ohne, zudem noch ihr Schienbein.
    Für mich war es damals mein Karrierende nach 20 Jahren aktivem Fussball. Da aber Sassi beim FFC ein sehr starkes Betreuer und Ärzteteam hat, zumal eine Frohnatur ist, hoffe ich auf ein erfolgreiches Comeback von ihr. Ohne sie ist die Abwehr nur die Hälfte wert, ihre Erfahrung und Abgeklärtheit, sowie bei Standards auch ihre Torgefahr würden immens fehlen…

    Sassi, gute Besserung, vor allem auch Geduld, Schritt für Schritt… Ich glaube an Dich, du kommst da durch…
    und greifst dann nochmal von vorne an…

    das wünsche ich dir und den FFC Fans und natürlich ganz Deutschland…

    und Mädels: holt am Sonntag die Meisterschaft in Woflsburg an den Main…. auch für Sassi…

    danke
    bitte… 😉

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