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Anna Sarholz: „Können das Ruder noch herumreißen“

Von am 29. Mai 2014 – 8.35 Uhr 23 Kommentare

Zwei Spieltage vor Saisonende in der Frauenfußball-Bundesliga steht der Tabellendritte 1. FFC Turbine Potsdam am Sonntag, 1. Juni, 14 Uhr (live in HR, RBB und DFB-TV) im Klassiker bei Tabellenführer 1. FFC Frankfurt nach dem Patzer gegen den BV Cloppenburg unter Zugzwang. Doch Potsdams Torhüterin Anna Sarholz verrät im Gespräch mit Womensoccer, warum sie und ihr Team die Flinte längst noch nicht ins Korn geworfen haben.

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Womensoccer: Wie fühlt es sich an, nach so langer Zeit in der Bundesliga wieder zwischen den Pfosten zu stehen?

Anna Sarholz: Es tut definitiv gut, wieder das Vertrauen des Trainers zu spüren. Es war in der Vergangenheit nicht immer einfach und es freut mich, dass ich jetzt wieder die Chance bekommen und ich mich nach meinen Verletzungen wieder herangekämpft habe. Im Dezember habe ich beschlossen, mich noch einmal voll auf den Fußball zu konzentrieren, denn ich dachte mir, mit 21 Jahren kann das noch nicht alles gewesen sein. Ich wollte dem Trainer unbedingt zeigen, dass ich will und das hat sich offenbar Gott sei Dank bezahlt gemacht.

Womensoccer: Ist der Zeitpunkt des Comebacks in der Endphase der Meisterschaft schwierig und mussten Sie sich Ihr Standing erst wieder erarbeiten?

Sarholz: Ich bin ja immer bei der Mannschaft dabei gewesen und wir haben alle zusammen trainiert. Nur weil man nicht spielt, heißt es ja nicht, dass man nicht dazu gehört. Natürlich ist es schwierig, in so einer Phase wieder reinzukommen, aber ich glaube, dieser Druck tut mir gut, um die beste Leistung abzurufen.

Womensoccer: Im Kampf um die Meisterschaft und einen Startplatz in der Champions League haben Sie am vergangenen Sonntag beim Remis gegen Cloppenburg wichtige Punkte liegen lassen. Herrscht jetzt Katerstimmung oder eine Jetzt-erst-recht-Haltung?

Sarholz: Wir haben auf jeden Fall eine Jetzt-erst-recht-Stimmung. Wir wollen wieder Titel gewinnen, denn das ist schon wieder viel zu lange her. Wir müssen nach vorne schauen, das nächste Spiel ist wichtig und da müssen wir versuchen, das Beste herauszuholen. Jede Spielerin wird dafür alles geben.

Anna Sarholz

Anna Sarholz beim 2:2 gegen den BV Cloppenburg © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Womensoccer: Was ist gegen Cloppenburg schiefgelaufen?

Sarholz: Wir waren vielleicht ein bisschen überrascht, dass Cloppenburg so druckvoll nach vorne gespielt hat. Das Spiel ging für uns nicht gut los, das hat uns einem Moment lang geschockt. Und dann kamen viele Kleinigkeiten und kleine Fehler hinzu. Cloppenburg hat uns früh gestört und das hat uns ein wenig aus dem Konzept gebracht, auch wenn uns das gegen eine Mannschaft im unteren Tabellendrittel nicht passieren sollte. Man sollte diese Situationen besser lösen, aber man kann es jetzt nicht mehr ändern.

Womensoccer: Am Sonntag geht es nun zum 1. FFC Frankfurt. Ist es vielleicht sogar ein Vorteil, gegen ein Topteam zu spielen, weil man dort weiß, was einen erwartet?

Sarholz: Es ist egal, gegen wen wir spielen. Die Spiele gegen Frankfurt sind immer brisant, weil sich diese Duelle über Jahre hinweg in der Bundesliga etabliert haben und sie immer hitzig waren. Von daher ist es nicht schlecht, dass wir gegen Frankfurt spielen, auf der anderen Seite müssen wir jetzt alle Spiele gewinnen, egal gegen wen wir spielen würden.

Womensoccer: Was wird der Schlüssel zum Erfolg in Frankfurt sein?

Sarholz: Dieses Spiel wird über den Kampf und den Willen entschieden werden. Es wird darum gehen, zu 110 Prozent zu fighten und sich sprichwörtlich den Allerwertesten aufzureißen. Dann gehört sicherlich auch ein Quäntchen Glück dazu, aber das muss man auch erzwingen. Ich bin optimistisch.

Womensoccer: Und es wäre nicht das erste Mal in dieser Saison, dass Ihr Team Stehaufmännchen-Qualität beweist, wenn wir an das Spiel in Lyon denken.

Sarholz: Wir haben den Charakter, das Ruder noch einmal herumzureißen und es gibt für uns keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Platz 2 können wir noch aus eigener Kraft schaffen und selbst Platz 1 ist noch drin. Wolfsburg muss auch noch gegen Frankfurt spielen, die Nummer ist noch nicht durch. Ich erinnere mich gerne an die Saison 2008/09, wo wir mit einem Tor Unterschied gegen Bayern München Meister geworden sind. Daran hatte damals auch niemand geglaubt. Von daher ist alles möglich und es ist noch spannend und ich hoffe natürlich auf den bestmöglichen Ausgang.

Anna Sarholz

Anna Sarholz steht nach langer Pause wieder im Tor bei Turbine Potsdam © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Womensoccer: Helfen denn die Erinnerungen an Lyon?

Sarholz: Man kann das nicht vergleichen, weil es zwei verschiedene Spiele sind. Was vorher war, interessiert keinen mehr. Es ist schön, dass es damals geklappt hat und es war eine großartige Leistung, aber es ist ein neues Spiel. Man kann sicherlich das Positive daraus mitnehmen, aber zu sehr fokussieren sollte man sich darauf nicht.

Womensoccer: Inwieweit belasten die fehlenden Spielerinnen, beschäftigen Sie sich damit?

Sarholz: Natürlich ist es vor allem zu diesem Zeitpunkt der Saison alles andere als optimal, dass uns so viele Spielerinnen nicht zur Verfügung stehen. Aber das soll keine Ausrede sein. Wir trainieren alle zusammen, wir kennen uns lange und jede, die auf dem Platz steht, kann ihre Leistung abrufen und wird das auch zu 100 Prozent tun.

Womensoccer: Wäre es besonders ärgerlich, die Teilnahme an der Champions League zu verpassen, weil das Finale in der kommenden Saison im Berliner Olympiastadion stattfinden wird?

Sarholz: Das ist natürlich eine besondere Motivation, wenn das Finale hier vor der Tür stattfindet. Aber im Endeffekt ist es egal, Champions League ist Champions League, die will man immer spielen, ganz egal, wo das Finale stattfindet. Wichtig ist erst einmal, dass man es schafft, sich für diesen Wettbewerb zu qualifizieren, da braucht man noch nicht drüber nachzudenken, wo das Finale stattfindet.

Womensoccer: Es ist zu hören, dass einige Spielerinnen den Verein verlassen werden. Müssen wir uns um den 1. FFC Turbine Potsdam in der kommenden Saison Sorgen machen?

Sarholz: Ich vertraue Herrn Schröder, er hat es immer wieder geschafft, etwas aus dem Hut zu zaubern, selbst wenn keiner daran geglaubt hat. Er will Spielerinnen aus dem Nachwuchs hochziehen und wird sicherlich wieder ein Ass im Ärmel haben, womit er uns alle wieder einmal überraschen kann.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

23 Kommentare »

  • kelly sagt:

    ja vielleicht kann felix mit ihrer power die Ladies nach vorne pushen sie haben nix mehr zu verlieren und Endspiel berlin muss von alleine pushen überhaupt königsklasse spielen.dennoch denke ich das schröders zeit so langsam zu ende geht man muss auch mal loslassen und platz für neues schaffen.liebe Turbinen was ist mit gugga bleibt sie oder Bayern?

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  • enthusio sagt:

    Übrigens schießt Anonma ihre Tore momentan woanders.
    In der PNN (Regionalsportteil vom 27.5.) ist zu lesen:

    „Die in der Bundesliga für den Rest der Saison gesperrte Turbine-Stürmerin Genoneva Anonma war im Qualifikationsspiel zur Afrika-Meisterschaft im Nationaldress Äquatorial-Guineas erfolgreich. Beim 1:1 gegen die Elfenbeinküste sorgte sie am vergangenen Wochenende für den Ausgleich. Im Rückspiel Anfang Juni geht es um die Teilnahme am Finalturnier um die Afrika-Meisterschaft, die im Oktober in Namibia stattfindet. Zugleich werden die Tickets zur WM 2015 in Kanada vergeben. Afrika hat dort nach der Erweiterung des Teilnehmerfeldes von 16 auf 24 Teams drei Startplätze erhalten.“

    Da stellt sich doch die Frage: Wäre eigentlich Turbine verpflichtet gewesen, Anonma trotz der Bundesliga-Endphase für diese wichtigen Qualifikationsspiele zur Afrika-Meisterschaft abzustellen ?
    Ich vermute allerdings, dass es keine Verpflichtung gibt. Schröder hatte aber schon mal (im letzten Jahr ?) Anonma freiwillig die Teilnahme an wichtigen Spielen ihres Landes ermöglicht.

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  • Markus Juchem sagt:

    @enthusio: Anonma wäre auch ohne Rote Karte abgestellt worden, das war schon vorher klar.

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  • enthusio sagt:

    @Markus Juchem:

    Interessant ist dann aber, dass über diesen Sachverhalt nirgendwo informiert wurde. Jedenfalls habe zumindest ich darüber nirgendwo was gelesen.

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  • Jennifer sagt:

    Endlich mal eine positive Stimme aus Potsdam! Nach den vielen pessimistischen Kommentaren der letzten Tage bin ich ja schon fast in eine Depression gestürzt … 😉
    Ich finde den Enspurt der Frauen-Bundesliga sehr spannend und hoffe, dass noch verschiedene Fans dazu kommen. Und wie bereits an anderer Stelle von mir geschrieben, die anderen müssen ihre Spiele auch erstmal gewinnen …

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  • dummkopf sagt:

    Kleine Erinnerung an die Juniorinnen MORGEN in Essen.
    Ist doch schön, wenn man in ein paar Jahren sagen kann, man hat diese oder jene Nationalspielerin schon damals wirbeln sehen.
    Hoffe vor allem auf enthusio und Kollegen aus Essen und Duisburg, Holly, …
    Ein kleiner Bericht von den Anwesenden wäre schön.

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  • Detlef sagt:

    @Jennifer,
    Sorry, wenn ich Dich mit meinem Pessimismus depressiv gemacht habe!!! 🙁

    Wie waiiy bin ich ebenfalls der Meinung, daß es am Willen der TURBINEN ganz sicher nicht mangelt!!!
    Und wir hatten ja durchaus auch viele Tormöglichkeiten gegen den BVC, uA Pfosten und Latte, links und rechts knapp daneben, aber es fehlte meist die Kaltschnäuzigkeit, und eben auch das Quäntchen Glück, um daraus genügend Zählbares zu machen!!! 🙁

    Unser Hauptproblem liegt aber mM nach vor allem in der Organisation der Defensive!!! 🙁
    JOJO, TABBI und LIDIJA sind überhaupt nicht eingespielt, und das oft mangelhafte Stellungsspiel kommt immer wieder überdeutlich zum Vorschein!!! 🙁
    So etwas kann man selbst mit 110% Willensstärke und Einsatz nicht wirklich ausgleichen, dazu braucht es Erfahrung und Routine!!! 🙁
    Und wenn jetzt auch noch TABBI ausfallen sollte, na dann gute Nacht!!! 🙁

    Aber selbst eine „dicke Unke“ wie mich stimmen die aufmunternden Worte von FELIX wieder etwas hoffnungsvoller!!! 🙂
    Wie ich schon in meinem letzten Bericht schrieb, so ein kleiner Hoffnungsfunken bleibt ja immer noch, daß Sonntag am Bornheimer Hang ein Wunder geschieht!!! 😉

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  • Marcel sagt:

    @Detlef

    Das mit der Organisation der Defensive mag auch ein Grund sein aber meiner Meinung nach ist das Mittelfeld oder vor allem das zentrale Mittelfeld das Hauptproblem.
    Die Fehlpassquote ist da viel zu hoch und auch das Zweikampfverhalten lässt manchmal zu wünschen übrig vor allem gegen die Top-Teams.Nur dadurch kommen die Drei da hinten auch so in Bedrängnis.
    Da wundert es nicht das man noch kein Duell mit den Top-Teams für sich entscheiden konnte diese Saison.
    Jetzt will ich JoJo und Julia nicht an den Pranger stellen beide haben schwere Verletzungen hinter sich, um ihr ganzes Potenzial abzurufen wird das wohl mehr als nur eine Saison brauchen.
    Der Fehler liegt meiner Meinung nach beim Verein das man auf den wichtigen Positionen keine Konstanz reingebracht hat.

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  • Detlef sagt:

    @Marcel,
    Da hast Du natürlich auch Recht!!!
    Und gerade hier hätten wir viele Alternativen, die Schröder aber mM nach ungenutzt läßt!!! 🙁
    JULIA hat ja sehr lange gebraucht, bis sie sich auf ihrer Position zurechtgefunden hatte!!!
    Ich bin nachwievor der Meinung, daß ASANO die bessere Zehn von den beiden ist, und zB auch NATASCHA dort sehr gut zurechtkommen könnte!!!
    Vielleicht sollte JULIA mal mit ASANO tauschen???

    Auf der defensiven Sechs könnte man auch mal ZIETZN ausprobieren!!!
    Sie hätte die Erfahrung, und auch gutes Zweikampfverhalten!!!
    Leider sind ihre Pässe oft nicht genau genug!!! 🙁
    Auch INKA könnte ich mir hier sehr gut vorstellen, zumindest für die Zukunft!!!

    Unsere Außenbahn war zuletzt meist sehr rechtslastig, da eigentlich nur PAULI im Verbund mit LISA richtig Druck ausüben konnte!!!
    Wer hat eigentlich gegen Cloppenburg die rechte Außenseite beackert???
    Links ist seit TONIS „Abstinenz“ eigentlich ziemlich tod, außer LISA kommt mal von dort!!!
    Von AYO und ADA kommt leider sehr wenig Druck, wenn sie mal über außen kommen!!! 🙁
    CRAMERS JENNY scheint immer noch nicht wieder ihre alte Form zu haben, von ihr müßte auch mehr kommen!!!
    LIA spielte in der Hinrunde einige sehr gute Partien über links, aber sie traut sich nachwievor zu wenig zu!!! 🙁
    Auch NATASCHA wäre als Linksfuß sicher eine Alternative, da sie sehr gute Flanken schlagen kann!!!
    Als Flügelflitzerin müßte sie aber noch einiges an Tempo zulegen!!! 🙁

    Alternativen wären mM nach also genügend vorhanden, nur Schröder verharrt leider in seinem System!!! 🙁

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  • Altwolf sagt:

    @Detlef, @Marcel.

    Wie schon von Euch angedeutet ist das MF Turbines Problem.
    Jojo gehört nicht in die 3er-Kette,sondern ins MF, da nur sie dort den gegenerischen Spielaufbau unterbindet bzw. richtig stört.
    Für mich ist sie in der 3er-Kette „vergeudet“, auch wenn sie das rel.gut macht.
    Denn ohne sie im MF gibt es gegen Turbine zuviele Torchancen, die sonst schon im MF unterbunden werden könnten.

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  • dummkopf sagt:

    @altwolf

    Im Prinzip teile ich deine Auffassung zu Elsig, aber „verschenkt“ ist man in der Kette natürlich höchstens gegen schwächere Teams.
    Normalerweise dürfte, auch wenn das mangels Anspruch noch nicht ganz klar ist, Elsig als Spielerin generell in der IV schon am besten platziert sein. (Und vielleicht mit Goessling zusammen die beste in D?)

    Bei TP ist das grosse Problem das eingespielt sein. Als „System“ wird nämlich eigentlich taktisch scheinbar fast nichts vorgegeben. Das müssen bei TP die Spielerinnen auf dem Platz untereinander klären, (was freilich manchmal nicht das schlechteste, aber eben sehr änderungsanfällig ist).
    Und daher hat es auch viele Spiele bis ins Frühjahr 2014 gedauert, bis das mit Simic/Elsig und den anderen sich einigermassen eingespielt hatte, und damit auch immer mehr – nennen wir es Fluss – ins Spiel gekommen war.

    Jetzt muss man sich aber im MF erst wieder neu orientieren. Und alles zerfällt dann umso mehr, wenn rechts auch noch Bremer ausfällt, die das andere wichtige Verbindungsstück war zwischen Abwehr, MF und Angriff, insbesondere auch zu Evans.

    Also fehlt wieder die Feinabstimmung und alles wirkt wieder ähnlich „zusammengestückelt“ wie zu Beginn?

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  • Altwolf sagt:

    @Dummkopf.

    Hallo mein Lieber! „Vergeudet“ natürlich in Turbines derzeitige Lage, da sie durch den Ausfall von P.Bremer u.T.Kemme im „MF“ gegen spielerisch gute Gegner defensiv zu schwach sind – und das wird dann auch gegen den 1.FFC so sein.

    Als Jojo in die 3er-Kette mußte konnte man hier bei den Spielen in WOB sehen, daß das MF mit M.Mjelde/J.Simic viel zu viele Angriffe zuließen und Jojo zwar einige Kopfballflanken im 16er abwehren konnte, aber letztendlich kann sie nicht überlall präsent sein.

    Da finde ich, ist sie im MF viel effektiver, zumal sie bei Standards sowohl vorn als auch hinten zusätzlich agieren kann.
    Und maßgeblich sind für mich die Balleroberungen schon im MF, da du nur so den Druck auf die Abwehr nehmen kannst.

    Lena G. möchte ich nur aus spieltaktischen Gründen bei WOB in der IV sehen, sonst grundsätzlich im MF, da sie dort ihre Schnelligkeit und spielerischen Möglichkeiten am Besten ausüben kann.
    Bei schnellen gegnerischen Stürmerinnen ist sie auch in der IV sicherlich gut, wie auch bei 1:1 Situationen, nicht jedoch bei Kopfbällen.
    In Normalform sind bei mir N.Fischer u.J.Henning (wird uns evtl. verlassen 🙁 ) in unserer IV gesetzt, da gibts kaum Bessere, genauso die Kombi N.Keßler u.L.Gößling im MF. 🙂

    Lieber dafür M.Mjelde hinten spielen lassen, auch wenn die das nicht so liebt.

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  • FFFan sagt:

    @ Altwolf:
    „Für mich ist sie [J.Elsig] in der 3er-Kette “vergeudet”, auch wenn sie das rel.gut macht.“

    Johanna Elsig ist ja erst durch die Verletzung von Stefanie Draws eine Position nach hinten ‚gerutscht‘. Sicher wäre sie im Mittelfeld wirkungsvoller; die Frage ist aber: wer könnte sonst Libero spielen?

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  • holly sagt:

    @ Altwolf, ich hoffe das Josy nicht geht. Wäre sehr riskant für sie ein Vereinswechsel vor dem WM Jahr, vor allem weil ihr Platz im N11 Team nicht fest ist.

    gehört hier zwar nicht rein. Aber für alle die es intressiert.
    Turbine und Bayern bestreiten das Endspiel der B-Mädchen nachher um 11.00 Uhr.
    Mehr zu den Spielen dann später wenn es hoffentlich einen eigenen Artikel dafür gibt.
    Mach mich dann mal langsam fertig fürs Stadion

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  • dummkopf sagt:

    @altwolf
    Ja. Goessling gehört normalerweise bei Wob schon ins MF. Sie ist wohl in MF und Abwehr ähnlich gut. Bei Elsig sehe ich zZt ein paar Details in ihrer Spielanlage eher für die Abwehr sprechen. Aber man merkt manchmal auch noch, dass sie das schon ein Weilchen nicht mehr gespielt hat.
    Jeder sehr gute IV muss allerdings heute auch ein guter 6er sein.
    Das ist auch ein Hauptproblem, das ich bei Krahn/Bartusiak sehe.
    Und ein Punkt, wo ich gespannt bin, wie lange Bundeslöwins Intuition sich noch der Erkenntnis in den Weg stellt.

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  • Altwolf sagt:

    @holly.

    Es wird hier gemunkelt, sie würde wohl ins Ausland wechseln – käme eigentlich nur Frankreich, Schweden oder USA – in Frage, wenn es um das Niveau geht.

    Sie hat ihr Studium hier in WOB wohl beendet und zögert offenbar noch den vorliegenden Vertrag zu unterschreiben (so Andeutung von R.Kellermann in d. WN)

    Wenn ihr die N11 und WM wichtig wäre, würde sie, wie L.Gößling, bis 2015 unterschreiben und vielleicht auch helfen den CL-Sieg nochmals zu verteidigen. 🙂

    @Dummkopf.

    Das Hauptproblem ist wohl, daß wir in der N11 bzw. dann in der Buli kaum Spielerinnen in der IV haben, die eine gute Spieleröffnung hinbekommen, wie es L.Gößling kann.
    Mit der Verschmelzung von IV und 6er sehe ich auch die Lösung in der Verbindung von Defensive zum MF und somit die Impulsgebung für die Spielanlage nach vorn.

    Am Besten gefällt mir das dann von N.Fischer.

    Josy wird darin auch zusehends besser und daher für mich die derzeitige Idealbesetzung der IV, wenn man auch das Kopfballspiel mit einbezieht.

    @FFFan.

    Ich könnte mir M.Mjelde da hinten drin vorstellen, denn sie ist mir im MF nicht so effektiv wie Jojo, wobei beide in der Verbindung nach vorn nicht so stark sind.

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  • Sheldon sagt:

    Turbines Problem ist, dass sie immer noch im 3-4-3 spielen. Früher hatte man die Spielerinnen dafür und hatte einen wesentlichen Pluspunkt damit, dass die Gegner reihenweise überfordert gegen dieses unbequeme System waren. Mittlerweile hat Bell einen Weg gefunden, wie man dieses System nahezu vollkommen entschärfen kann und wo es Löcher hat.

    1. wesentliches Loch: Die Dreier-Defensive! Sie war früher bei Spielerinnen wie Kemme, Peter und Schmidt nicht derartig anfällig und wenn Elsig im DM spielt, wird daraus faktisch auch eine 4er Defensive. Sie ist aber potentiell gerade gegen Mannschaften, die konsequent über Außen spielen, sehr löchrig und der Gegner schafft es schnell, hinter die Abwehr zu kommen. Gegen Stürmerinnen wie Alushi oder Celia reicht im Zentrum nicht nur eine Spielerin, die Räume sind viel zu groß.

    2. wesentliches Problem: Die Außenlastigkeit des Spielsystems! Turbine agiert auf jeder Seite praktisch mit 3 Außenspielerinnen. Das kann ein Vorteil sein, gegen Spielerinnen wie Schmidt und Laudehr, die hoch stehen, fehlt der Platz für 3 Außenspielerinnen.

    Ich vermute, wir werden morgen ein recht einseitiges Spiel sehen, was damit zusammenhängt, dass Potsdam kaum einmal gefährlich ins letzte Drittel kommen wird.

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  • dummkopf sagt:

    @holly
    Danke schon mal im voraus. Ich hoffte, da wäre vielleicht schon gestern jemand dort gewesen, und man würde noch mehr hören. enthusio zB

    Bzgl Henning:
    Könnte sie das – und vielleicht auch richtigerweise – genau andersherum sehen? Wäre es ein grosses Risiko, in Wob zu bleiben?
    Da kam ja kaum jemand ohne grössere Krise durch die Saison, und man findet sich ganz leicht und schnell auf der Bank. Dass auch nach der Titelverteidigung in der CL immer noch nur 2 Spielerinnen N11 Stamm sind, spricht doch auch Bände …
    Wensing zuletzt ganz raus, Henning auch nicht weiter, Faisst, Popp, Goessling mit schlimmen Krisen, Odebrecht (wäre vor 1 Jahr EM-Fahrerin gewesen) ja schon gleich überhaupt gar kein Thema mehr …
    Henning würde vielleicht gerne bleiben. Aber sie weiss, dass ihre Chancen auf die WM dann nicht gut stehen.
    Aufgrund der engen Marktsituation ist für sie bloss die Frage: Wer kann eine vernünftige Alternative bieten?
    Auf CL verzichten? Oder sogar ein „Kleinerer“ wie Jena oder Essen?
    Mal schauen.
    Wenn ich mich recht erinnere, hat sie doch auch im Frühjahr Prüfungen geschrieben, so dass jetzt berufliche Aspekte mit hereinspielen könnten? Wob-Insider?

    @altwolf:
    Habe gerade erst nach Fertigstellung deinen Komm von 12.26 gelesen. Ist ja ein Teil schon beantwortet. Ich ändere aber nun nicht mehr um.

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  • Altwolf sagt:

    Endlich kennen wir den „Schlüssel“ zum Erfolg des souverän führenden und ungeschlagenen Spitzenreiters der FF-Bundesliga !

    Das Gespann C.Bell/@Sheldon hat für alle Gegner und Spielsysteme immer die passende Antwort und so werden wir morgen ein „einseitiges“ Spiel verkraften müssen. 🙁

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  • Altwolf sagt:

    @Dummkopf.

    Mein Eindruck zu Josey ist, daß bei ihr möglicherweise nicht die sportlichen Dinge Priorität haben, denn wenn sie fit ist, ist sie bei R.Kellermann neben N.Fischer gesetzt. Ob die Verpflichtung von B.Peter eine Rolle spielen könnte, kann ich nicht einschätzen.

    Bisher haben sie und N.Keßler, wenn auch nicht direkt abgesprochen, ihre sportlichen Verpflichtungen immer bei den gleichen Vereinen getroffen, dies könnte sich nun ändern, da Nadine noch einen Vertag bis 2015 hat,jedoch, wie auch mit L.Gößling, eine Verlangerung schon angestrebt wird.

    Sie ist mit 24 Jahren auf Vereinsebene mehr als nur erfolgreich und könnte jetzt eine Möglichkeit im Ausland mit beruflicher Perspektive suchen, was vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt eher schwieriger werden könnte.

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  • Detlef sagt:

    @Sheldon,
    Deine Analyse der Potsdamer Probleme krankt an allen Ecken und Kanten!!!
    Das 3-4-3 ist ein Potsdamer Erfolgsmodel, und wir haben dafür auch jetzt die richtigen Spielerinnen!!!
    Es mangelte in dieser Saison allerdings oft an der richtigen Disziplin die Position zu halten, und die beiden Außen im Mittelfeld kamen oft nicht schnell genug wieder zurück!!! 🙁
    So etwas braucht auch Zeit, um sich richtig einzuspielen!!!

    Jede Defensive ist hinten anfällig, wenn der Gegner ein schnelles Umkehrspiel über außen beherrscht und praktiziert!!!
    Im 4-4-2 oder 4-2-3-1-System, gehen die beiden Außenverteidiger bei eigenem Ballbesitz auch mit in die Offensive, zT weit in die gegnerische Hälfte, sodaß auch hier große Räume für schnelle Konter entstehen!!!
    Bei unserem 3-4-3 bleiben die 3 Defensivakteure zumeist weit vor der Mittellinie, und gehen oft nur bei Standarts in die gegnerische Hälfte!!!
    Zudem soll auch die Sechserin eine Art „Staubsauger“ vor der Abwehr sein, wenn der Gegner den Ball führt!!!
    Aus dem 3-4-3 wird dann eigentlich ein 5-1-1-3!!!
    Es liegt also nicht am System, sondern eher an der Disziplin und der Konzentration bei der Umsetzung!!!
    Auch ein 4-4-2- oder 4-2-3-1-System funktioniert ja nur dann perfekt, wenn sich die Spielerinnen auf ihre Aufgabe und Position konzentrieren, und nicht wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen wild durcheinanderlaufen!!! 😉

    Du wirfst TURBINE „Außenlastigkeit“ vor!!!
    Ich wär froh wenns mal so wär!!!
    Viel zu oft gehts bei uns durch die Mitte, also da wo sich die meisten Abwehrspielerinnen tummeln!!!
    Selbst wenns mal über außen geht, ziehen wir meistens viel zu zeitig wieder ins Zentrum rein, anstatt außen bis zur Grundlinie zu gehen, damit die gegnerische Abwehr auseinanderzuziehen, und so Lücken für unsere Stürmerinnen zu reißen!!!
    Unser Problem ist auch, daß mittlerweile fast alles über JULIA läuft, und somit zwangsläufig wieder durch die Mitte geht!!! 🙁
    Damit sind wir viel zu ausrechenbar geworden, selbst für Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte!!! 🙁
    Nur wenn LISA oder PAULI mal zu ihren Sturmläufen über rechts ansetzen, dann entsteht meistens Gefahr fürs gegnerische Tor!!!
    Die linke Seite ist dagegen meist verwahrlost, seit TONI Schröders Vertrauen verloren hat!!!
    Weder LIA noch JENNY können hier richtig Druck erzeugen!!! 🙁

    Ich hoffe nicht, daß es morgen zu einseitig wird!!!
    Denn Frankfurt wird sicher nicht defensiv agieren, sodaß auch für uns ein paar Lücken entstehen werden!!! 😉
    Zudem hoffe ich auch auf einige aussichtsreiche Standartsituationen für uns, die ja seit dieser Saison wieder sehr erfolgreich sind!!! 🙂
    Spielerisch werden wir Mainhatten kein Paroli bieten können, es muß also über Kampf und Willen gelingen!!!

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  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Du hast doch gerade meine Aufzeichnungen selbst bestätigt! Dass die Spielerinnen immer wieder in die Mitte ausweichen, liegt doch daran, dass sie auf den Außen kaum Platz haben, sich zu entfalten, was insbesondere bei kompakten, schnellen Abwehrreihen der Fall ist. Dadurch versuchen sie, in der Mitte auf mehr Ballbesitz zu kommen, ziehen alle in die Mitte, und dadurch entsteht ein unkontrolliertes Kuddelmuddel!

    Auch deine Theorie mit den 5 Abwehrspielerinnen ist ja ganz nett, bleibt aber solange Theorie, wie Bremer und Kulis auf den Außen agieren. Das sind keine Abwehrspielerinnen, sondern Stürmerinnen. Andersrum kannst du von Wälti oder Cramer nicht erwarten, dass sie die ganz großen Akzente setzen, weil sie nunmal Abwehrspielerinnen sind. Damit ist das Gleichgewicht zwischen den Außen verloren gegangen, was zuvor mit Göransson noch da war. Dass hier schnell unkontrollierte Zustände in der Defensive geschehen, zeigt sich an den Toren, die sich Turbine in der Liga gegen Wolfsburg und Frankfurt gefangen hat. Über eine Seite wird das Spiel aufgezogen, der Gegner kommt hinter die Abwehr und im Zentrum stimmt schon die Zuordnung nicht mehr.
    Ebenso die Offensive: Klar geht alles nur noch über Simic, wenn man nur noch die Möglichkeit hat, das Spiel über eine Seite aufzuziehen, die aber vollständig blockiert ist, während die andere Seite, dadurch frei geworden, aber nicht genutzt werden kann, weil das erforderliche Personal fehlt – übrigens dasselbe, was ich bei Frankfurt angemahnt habe, als Bartusiak ausfiel und Laudehr in die IV versetzt wurde. Da hat Bell das Gleichgewicht der Außen außer Kontrolle gebracht, da Crno weit hinter Schmidt zurückstand.

    Dies sollte man in der Mannschaftszusammenstellung immer beachten: Eine wichtige Komponente bei hochklassigen Mannschaften ist, die Außen immer adäquat besetzt zu haben bzw. nicht mit einem zu großen Unterschied. Es nützt dir nahezu gar nichts, wenn du auf der einen Seite ausschließlich Weltklasse-Spieler hast, dafür auf der anderen Seite die Spielerinnen nur Durchschnitt sind. Diese werden links liegen gelassen und gleichzeitig halbiert man praktisch die effektive Spielfläche, was für den Gegner natürlich deutlich einfacher zu verteidigen ist!

    Ein Beispiel kann man sich an den großen Männer-Teams nehmen, Bayern und Real nur mal als Beispiel: Lahm/Alaba, Ribery/Robben, Carvajal/Coentrao, CR7/Bale. Die Extra-Klasse hat Real erst, seitdem CR7 in Bale ein adäquates Gegenüber bekommen hat, sodass nicht mehr immer nur alles über ihn läuft!

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  • holly sagt:

    @ Altwolf, vielleicht ist C.Bell und Sheldon eine Person? 😉

    Dann sollte ich mir wohl nächsten Sontag auf jeden Fall das N11 Trikot von Josy noch schnell unterschreiben lassen.

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