VfL Wolfsburg will Schalter umlegen

Von am 25. Mai 2014 – 9.47 Uhr

Der 20. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga wird am heutigen Sonntag ab 14 Uhr mit fünf Spielen komplettiert. Dabei will der VfL Wolfsburg nur drei Tage nach dem Champions-League-Sieg in Lissabon mit einem Erfolg gegen die SGS Essen zur Titeljagd in der Bundesliga blasen. Doch auch für den 1. FFC Frankfurt und den 1. FFC Turbine Potsdam heißt die Devise: „Patzen verboten!“

Schafft der VfL Wolfsburg den Spagat?
„Wir haben es zuletzt immer geschafft, nach unseren Champions-League-Spielen auch in der Liga gute Leistungen zu zeigen”, ist Wolfsburgs Trainer und Sportlicher Leiter Ralf Kellermann überzeugt, dass seine Elf den Fokus schnell wieder auf die Bundesliga legen kann. „Unser Ziel ist die Meisterschaft“, sagt Kapitänin Nadine Keßler. Doch dass der Spagat zwischen der europäischen und der nationalen Bühne nicht ganz einfach ist, merkte das Team zuletzt bereits beim knappen 2:1-Auswärtserfolg bei der TSG 1899 Hoffenheim. Und auch Kellermann weiß: „Der Gegner hat sich seiner  Abstiegssorgen noch nicht endgültig entledigt und wird alles versuchen, um gegen uns zu punkten.”

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Schröder: „Jedes Spiel ein Endspiel“
Auch der 1. FFC Turbine Potsdam ist nach der 0:2-Niederlage beim VfL Wolfsburg vom vergangenen Spieltag im Heimspiel gegen den BV Cloppenburg unter Zugzwang, will man im Kampf um den Meistertitel und einen Startplatz für die Champions League in der Saison 2014/15 noch ein Wörtchen mitreden. „Für uns ist jedes Spiel ein Endspiel. Wir brauchen die drei Punkte, um uns die Möglichkeit zu erhalten, unsere Zielstellung der Champions-League-Qualifikation am Ende aufrecht zu erhalten“, so Turbine-Trainer Bernd Schröder, der vor dem Gegner warnt: „Cloppenburg steht mit dem Rücken zur Wand. Die werden uns mit allen Mitteln bekämpfen.“

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Frankfurt mit Rückenwind des Pokalsiegs
Tabellenführer 1. FFC Frankfurt darf sich bei der TSG 1899 Hoffenheim ebenfalls keinen Ausrutscher erlauben, denn das Restprogramm der Frankfurterinnen besteht aus den Spielen gegen den 1. FFC Turbine Potsdam und beim VfL Wolfsburg. „Mit dem Rückenwind des DFB-Pokalsiegs und beflügelt von dem tollen Gefühl, zusammen etwas Großartiges erreicht zu haben, wollen wir nun auch die nächste Bundesliga-Aufgabe angehen und uns bei der TSG 1899 Hoffenheim drei weitere wichtige Punkte erarbeiten“, so Frankfurts Trainer Colin Bell. Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann setzt auf die Heimstärke seiner Elf, zuhause holte das Team 14 der 19 Punkte. „Zuhause sind wir bisher deutlich stärker aufgetreten als in der Fremde. Wir müssen im Kollektiv gegen den Ball arbeiten und wollen versuchen, im Umschaltspiel Nadelstiche zu setzen.“

Jubel des VfL Wolfsburg

Nur drei Tage nach dem Champions-League-Sieg muss der VfL Wolfsburg schon wieder ran © Nora Kruse / ff-archiv.de

Freiburg bangt um Maier und Leupolz
Der SC Freiburg empfängt im heimischen Möslestadion Bayer 04 Leverkusen. „Das wird eine offene Partie zweier junger und spielstarker Mannschaften“, erklärt Freiburgs Trainer Dietmar Sehrig, der womöglich auf die grippekranke Kapitänin Juliane Maier und die mit Oberschenkelproblemen kämpfende Nationalspielerin Melanie Leupolz verzichten muss. „Mit Leverkusen erwarten wir einen Gegner, der von der sportlichen Leistung und der Platzierung in der Tabelle mit uns zu vergleichen ist. Beide Mannschaften haben die Möglichkeit, sich in der Tabelle eine bessere Ausgangsposition für die letzten Partien zu sichern“, so Sehrig.

Sindelfingen will Schwäche bei Standards beheben
Nach der 0:8-Niederlage beim FC Bayern München will sich der VfL Sindelfingen im Heimspiel gegen den FF USV Jena verbessert präsentieren. „Wir haben die Woche über gut trainiert und müssen vermeiden, Standards rund um unseren Strafraum zuzulassen, denn da ist Jena brandgefährlich“, so Sindelfingens Trainer Saban Uzun, dessen Elf in München fünf Treffer aus Standardsituationen kassierte.

Bereits am Samstag gewann der FC Bayern München sein Auswärtsspiel beim MSV Duisburg durch einen von Katharina Baunach verwandelten Foulelfmeter in der 25. Minute mit 1:0.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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