DFB-Pokalfinale: Frankfurt gegen Essen klarer Favorit

Von am 17. Mai 2014 – 11.13 Uhr

Heute um 16.30 Uhr (live in der ARD) steigt im RheinEnergieStadion von Köln das DFB-Pokalfinale zwischen dem 1. FFC Frankfurt und der SGS Essen. Der achtmalige Titelträger ist gegen den Finalneuling klarer Favorit, doch Essen war in dieser Saison schon einmal für eine Überraschung gut.

„Der Druck im Endspiel liegt eindeutig beim 1. FFC, denn die meisten Experten erwarten einen Frankfurter Erfolg. Wir haben dagegen nichts zu verlieren und können befreit aufspielen“, fühlt sich Essens Trainer Markus Högner in der Rolle den Außenseiters pudelwohl. Zumal seine Elf im Laufe des Wettbewerbs bereits gezeigt hat, auch gegen die Großen bestehen zu können, als die Essenerinnen Vorjahresfinalist 1. FFC Turbine Potsdam mit 3:2 überraschend bezwangen.

Essen hat sich Respekt verschafft
13 Mal standen die Frankfurterinnn bereits im Finale, 8 Mal ging die Trophäe an den Main. „ Wir haben schon mit dem Finaleinzug etwas Historisches geschafft“, sagt hingegen Högner, dessen Elf sich in den beiden Bundesliga-Spielen gegen die Frankfurterinnen mit einem 1:1 auswärts und einem 1:2 im Heimspiel Respekt erarbeitet hat. Dennoch wäre alles andere als ein Sieg des 1. FFC Frankfurt eine faustdicke Überraschung.

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Frankfurt wohl ohne Šašić
Auch Frankfurts Trainer Colin Bell freut sich auf das Spiel. „Für mich persönlich ist es ein Höhepunkt in meiner Trainerkarriere, erstmals in einem DFB-Pokalfinale an der Seitenlinie zu stehen.“ Doch die Frankfurterinnen werden aller Voraussicht nach auf Topstürmerin Célia Šašić verzichten müssen, die nach einem Außenbandanriss im Sprunggelenk zwar am Freitag zwar einen Versuch im Training startete, ein Einsatz ist aber eher unwahrscheinlich.

Spielszene Essen gegen Frankfurt

Kozue Ando (re.) im Duell mit Sara Doorsoun-Khajeh © Frank Gröner / girlsplay.de

Bell nimmt Favoritenrolle an
Bell ist sich der Favoritenrolle seiner Elf bewusst. „Als Bundesliga-Tabellenführer können wir die Favoritenrolle nicht von uns weisen, allerdings interessiert uns die Papierform nicht: Wir wollen nicht gewinnen, um eine Erwartungshaltung zu erfüllen, sondern nur deshalb, weil es das Größte ist, einen Pokal in den Händen zu halten. Mit der SGS Essen erwartet uns ein Gegner, der uns – wie bereits in den beiden Bundesliga-Partien – alles abverlangen wird.“

Prominenz aus Sport und Politik
Zahlreiche prominente Gäste aus Sport und Politik werden dem Pokalfinale beiwohnen, so etwa Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin Nordrhein-Westfalens, genauso wie ihr Pendant aus Hessen, Ministerpräsident Volker Bouffier. Neben dem kompletten DFB-Trainerinnenstab werden auch die Ex-Nationalspielerinnen Birgit Prinz, Ariane Hingst, Ursula Holl und Sonja Fuss in Köln sein, darüber hinaus haben Schwedens Nationaltrainerin Pia Sundhage und Niederlandes Trainer Roger Reijners ihr Kommen angekündigt.

15 000 Zuschauer sollen es werden
Im vergangenen Jahr sahen 14 269 Zuschauer das Finale zwischen dem VfL Wolfsburg und den 1. FFC Turbine Potsdam. Im Vorverkauf für die diesjährige Partie konnten bislang 13 000 Tickets abgesetzt werden. Rechnet man den Verkauf an den Tageskassen ein, könnte also der stetig sinkende Zuschauerzuspruch der vergangenen Jahre gestoppt werden. Denn vor vier Fahren, als das Endspiel erstmals in Köln ausgetragen wurden und dort der FCR 2001 Duisburg auf den FF USV Jena traf, waren noch über 26 000 Zuschauer vor Ort.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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