WM-Quali: DFB-Elf will Siegesserie ausbauen

Von am 8. Mai 2014 – 8.59 Uhr 6 Kommentare

In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2015 empfängt die deutsche Nationalmannschaft heute ab 17 Uhr (live im ZDF) in Osnabrück das Team der Slowakei. Das Stadion an der Bremer Brücke ist für den deutschen Frauenfußball ein geschichtsträchtiger Ort, an dem auch heute wieder vieles auf einen Erfolg der bislang ungeschlagenen DFB-Elf deutet.

1989 gewann die deutsche Mannschaft die Europameisterschaft, und es drängten tausende Menschen ins Stadion – viele bekamen an der Bremer Brücke, heute osnatel-Arena, keine Eintrittskarte mehr. „Vorher hat man in der Liga vor 50 bis 100 Zuschauern gespielt. Bei der Nationalmannschaft waren die Spiele mit 1000 Zuschauern besucht, und plötzlich war das Stadion von jetzt auf gleich voll“, erinnert sich Bundestrainern Silvia Neid, 1989 als Spielerin auf dem Feld. Am Ende gewann die DFB-Elf sensationell mit 4:1 gegen Norwegen. „Wir hatten da zum ersten Mal das Gefühl, dass der Frauenfußball angenommen wurde in Deutschland.“

Platz zwei im Erfolgsfall sicher
Als „Motivationskick, sich gut präsentieren zu wollen“ beschreibt Abwehrspielerin Josephine Henning den Spielort und die Geschichte von 1989, die zum Zeitpunkt des Endspiels noch nicht einmal auf der Welt war. Von der Bedeutung jener Partie ist das Qualifikationsspiel heute Abend weit entfernt, gegen die Slowakei wäre alles andere als ein klarer Erfolg eine große Überraschung. Und wenn die DFB-Elf am Ende als Sieger vom Platz geht, ist ihr in der Qualifikationsgruppe 1 der zweite Rang schon nicht mehr zu nehmen. Klar aber auch, dass das nur die erste Etappe ist, denn auch der Gruppensieg – und damit die direkte WM-Qualifikation – wäre der deutschen Mannschaft mit dann zwölf Punkten Vorsprung auf Russland nur noch theoretisch zu nehmen.

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Jubel der DFB-Elf

Bislang konnte die DFB-Elf in allen Qualifikationsspielen jubeln. © Karsten Lauer / girlsplay.de

Improvisation im Sturm
Verzichten muss Neid in Osnabrück auf die verletzten Célia Šašić und Alexandra Popp. „Natürlich geht uns jetzt ein bisschen der Sturm aus, aber da müssen wir improvisieren“, sagt die Bundestrainerin, die Fatmire Alushi und Jennifer Cramer nachnominiert hat. „Es gibt genug Spielerinnen, die auf dieser Position agieren können, und das haben wir auch versucht im Training.“

Mit Kombinationsfußball durchs Abwehrbollwerk
Die Slowakinnen, die im Hinspiel mit 6:0 besiegt werden konnten, erwartet Neid sehr defensiv. „Wir sind auf drei Punkte aus, und dazu braucht man auch Tore. Wenn wir ein gutes Kombinationsspiel aufziehen, wenn wir gute Ideen haben, uns durch das Bollwerk durchzuspielen und es schaffen, gute Flanken zu spielen und gut nachschieben werden wir diese Tore auch machen.“ Geleitet wird die Partie am Abend von FIFA-Schiedsrichterin Séverine Zinck aus Frankreich.

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6 Kommentare »

  • Michele sagt:

    Wie würdet ihr den spielen?

    Schult
    Hendrich, Goeßling, Henning, Schmidt
    Laudehr, Keßler
    Lotzen, Marozsan,Alushi
    Mittag

    Ich denke, so wird die Mannschaft in etwa beginnen!

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  • Sheldon sagt:

    @Michele:

    Schult – Schmidt, Krahn/Henning, Hendrich, Kemme – Keßler, Marozsan – Lotzen, Alushi, Laudehr – Mittag

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  • waiiy sagt:

    Das wird natürlich ganz eng ohne Sasic…

    Schon merkwürdig, wenn sich Mittag und Alushi als „Improvisation“ bezeichnen lassen müssen. Immerhin gehörten sie zum Glanz-Sturm der mit Potsdam die CL gewonnen hat.

    Insgesamt tut man immer so, als wenn man deutlich zur Weltspitze gehört und wenn dann 2 Spielerinnen ausfallen, muss man gegen Kroatien (47. der Weltrangliste, 2 Plätze hinter Myanmar)schon „improvisieren“…

    Vielleicht sollte man es einfach „Testen“ oder „Ausprobieren“ nennen und mal eine Däbritz durchspielen lassen. Aber vielleicht hat man auch Angst vor deren Durchbruch auf der Position…

    PS: Lotzen ist übrigens auch Stürmerin, wenn das jemand mal an das Trainerteam weitertragen kann.

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  • Sheldon sagt:

    Wäre ja mal ne Maßnahme gewesen, jetzt mal eine Spielerin wie Islacker zu nominieren…

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  • Karl sagt:

    Gerade wird die Aufstellung veroeffentlicht :
    Die deutsche Aufstellung: Schult – Kemme, Henning, Krahn, Schmidt – Marozsan, Keßler – Leupolz, Alushi, Lotzen – Mittag

    Fast wie Prognostiziert 🙂

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  • dummkopf sagt:

    Man(n) muss einfach einsehen, dass man(n) bei den Vorstellungen im FF eben die Tatsache stärker berücksichtigen muss, dass logisch strukturiertes Vorgehen eben eher auch mal von weiblicher Intuition überlagert ist.

    Insofern ist es doch einfach wieder nett zu sehen, dass eine Spielerin, die man am Sonntag noch gar nicht im Kader haben wollte, dann am Do. ganz intuitiv schon wieder in der Startelf auftaucht.
    Man kann auch EM werden, ohne für so etwas gross vorher einen Plan zu machen. Lieber kurzfristig überraschen lassen, wie es denn so kommt.

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