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WM-Quali: DFB-Elf feiert Kantersieg gegen die Slowakei

Von am 8. Mai 2014 – 19.13 Uhr 16 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat ihr WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei in Osnabrück hoch gewonnen. Beste Torschützin war mit drei Treffern Lira Alushi, die eine starke Leistung bot.

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Beim 9:1 (5:0)-Sieg vor 8 569 Zuschauern brachte Alushi die in allen Belangen überlegene DFB-Elf früh in Führung (2.). Anja Mittag, in ihrem 108. Länderspiel in Abwesenheit von Nadine Angerer erstmals Kapitänin, erhöhte aus sechs Metern zum 2:0 (24.). Erneut Alushi (35.) sowie Nadine Keßler (39.) und Dzsenifer Marozsán (40.) machten den 5:0-Pausenstand perfekt.

Ergebnisse und Tabelle

Fast zweistellig
In der zweiten Halbzeit tat sich die DFB-Elf zunächst etwas schwer, doch Alushi machte das halbe Dutzend voll (70.). Melanie Leupolz (73.), Simone Laudehr (76.) und erneut Mittag (80.) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe, ehe nach einem Fehler von DFB-Torhüterin Almuth Schult Alexandra Bíróová der Ehrentreffer gelang (85.).

Fast wäre der DFB-Elf gar ein zweistelliger Sieg gelungen, doch in der Nachspielzeit traf die eingewechselte Behringer aus der Distanz nur den Pfosten (90.+2). Für die DFB-Frauen war es der achte Sieg im achten Qualifikationsspiel, mit 24 Punkten liegt das Team unangefochten an der Tabellenspitze der Qualifikationsgruppe 1.

Lira Alushi

Lira Alushi (re.) erzielte drei Tore und bot eine starke Leistung © Natascha Berg

Sonderlob für Alushi
Bundestrainerin Silvia Neid meinte: „Insgesamt waren es sehr schön herausgespielte Tore und ein gutes Kombinationsspiel. Mir hat gut gefallen, dass wir uns trotz der frühen Führung erst einmal in das Spiel reinbeißen mussten. Lira [Alushi] war heute extrem gut, das hat sich schon in den Trainingseinheiten abgezeichnet.“

Nadine Keßler ergänzte: „Wir haben die letzten Tage gut trainiert und wollten an der Präzision arbeiten, das ist uns heute gelungen. Wir haben auf allen Positionen gut gespielt, kompakt als Team gearbeitet und auch viel Spielwitz im Spiel nach vorne gezeigt.“

Deutschland – Slowakei 9:1 (5:0)

Deutschland: Schult – Kemme, Henning, Krahn, Schmidt – Marozsán (66. Laudehr), Keßler (46. Goeßling) – Leupolz, Alushi, Lotzen (77. Behringer) – Mittag
Slowakei: El-Dahaibiová – Vojteková, Bíróová, Matysová, Fischerová – Ondrusová, Cerovská (46. Klechová) – Susková, Skorvánková, Fecková – Bartovicová (81. Marková)

Tore: 1:0 Alushi (2.), 2:0 Mittag (24.), 3:0 Alushi (35.), 4:0 Keßler (39.), 5:0 Marozsán (40.), 6:0 Alushi (70.), 7:0 Leupolz (73.), 8:0 Laudehr (76.), 9:0 Mittag (80.), 9:1 Bíróová (85.)

Gelbe Karten: Alushi; Fischerová

Schiedsrichterin: Séverine Zinck (Frankreich)

Zuschauer: 8 569

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

16 Kommentare »

  • gerd karl sagt:

    es sind jetzt 24 punkte die die deutsche mannschaft hat.

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  • Karl sagt:

    „mit 21 Punkten liegt das Team unangefochten an der Tabellenspitze “
    Sollten das nicht inzwischen 24 Punkte sein?

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  • Markus Juchem sagt:

    @gerd karl und Karl: Danke!

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  • Beobachter sagt:

    Wieso diese Unsicherheiten bei Schult? Ist sie nervös? Sie ist als zweite Torhüterin für die deutsche Natio offenbar gesetzt und für Neid die perspektivische Nr. 1. Geht das auf Dauer gut bei sich wiederholenden Unsicherheiten? Wird sie überschätzt?

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  • never-rest sagt:

    Flottes Spiel unser N11 gegen einen hoffnungslos unterlegenen Gegner, deshalb wenig aufschlussreich.

    Immerhin Alushi blendend aufgelegt, habe sie schon lange – will nicht sagen ewig – nicht mehr so gut gesehen. Keßler konnte in Hz.1 einmal mehr zeigen, dass sie momentan wohl die beste weil kompletteste Spielerin im Kader ist. Gut für WOB, dass SN sie in Hz. 2 geschont hat. Wenn es gegen stärkere Gegner ernst wird, würde ich allerdings Goessling neben Keßler als zusätzliche defensive Absicherung stellen und Maroszan wieder hinter die Spitzen nach vorne ziehen.

    Bei den Youngstern ragte für mich Leupolz heraus. Hat eine wirklich tolle Entwicklung gemacht. Mal sehen, wohin das führt. Sie rückt schon jetzt einigen etablierten Konkurentinnen wie Behringer und Laudehr mächtig auf die Pelle.

    Lotzen ist nach ihrer Verletzung leider noch nicht wieder so weit. Hat wie gewohnt unermüdlich gerackert, war aber insgesamt glücklos.

    In einem starken Team gefielen mir auch noch Maroszan und Mittag.

    Die Abwehr konnte sich heute leider nicht profilieren. An Schult werden sich wohl weiterhin die Geister scheiden: Einmal gut gehalten und einmal daneben gegriffen und dadurch den Gegentreffer veursacht. Viel mehr hatte sie nicht zu tun.

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  • Sven sagt:

    @ Beobachter
    Unsicherheiten ist aber ein nettes Wort für die doch häufigen Torwartfehler. Ich kann nicht verstehen, dass nicht auch andere Torhüterinnen sich zeigen und beweisen können….

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  • dummkopf sagt:

    Einmal zwischendurch wieder der Fingerzeig, dass diese Quali-Spiele im Prinzip alles Muster ohne Wert sind?

    Gegen Gegner auf Augenhöhe sind ganz andere Qualitäten, eine ganz andere Spielanlage gefragt, als heute. Daher auch fast ein wenig Schade für Alushi, aber die gute Leistung gegen solche Gegner hat nur geringe Aussagekraft.

    Am ehesten die, dass sie einfach heute den lebendigsten, engagiertesten, spielfreudigsten Eindruck hinterlassen hat?
    Was vielleicht auch daran lag, dass sie wegen div. kleiner Verletzungen weniger Saisonspiele in den Knochen hat als einige andere?
    Hat man nicht genau das aber beim Spiel in München eigentlich auch schon sehen können?
    Bundeslöwin hat das aber vorher anscheinend wieder einmal messerscharf anders analysiert und gesehen, dafür eben wieder mal ihr „Verletzungsglück“ in Anspruch genommen. Intuition eben!

    Wobei man da doch schon ganz klar den möglichen Weg Deutschlands zum Weltmeistertitel aufgezeigt bekommt, oder nicht?
    Es müssen sich nur im richtigen Moment die richtigen verletzen!
    (Hoffentlich nicht so schlimm) Das, gepaart mit dem sicheren Instinkt unserer Löwin – eine unschlagbare Waffe.

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  • Jennifer sagt:

    Kürzlich habe ich ja schon zu Schult geschrieben. Vielleicht lernt SN jetzt vom Jogi, den ich zwar nicht leiden kann, aber der doch in seiner Nicht-Berufung von TerStegen ein Zeichen gesetzt hat. Dieser hat bekanntlich auch einige Fehlgriffe. Ist mir unerklärlich warum SN so lange an Schult festhält.

    Superspiel von Alushi! Tolle Reaktion für zunächst erfolgte Nichtnominierung …

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  • Beobachter sagt:

    @Sven Ich benutze das Wort Unsicherheiten, weil ich mir noch immer nicht vorstellen kann, dass eine erfolgreiche Bundestrainerin eine Torhüterin mit häufigen Fehlern wirklich in die erste Reihe der Natio stellt.

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  • Zaunreiter sagt:

    Ich hielt Almuth schon für überschätzt, als sie als U-20-Weltmeisterin an die Ahr wechselte. Und das tue ich noch immer, auch wenn mein Lieblingsverein inzwischen die Ahr hinab in den Rhein geflossen ist…

    Die Herrin der Kalteiche wird wohl genau wissen, warum sie an ihr festhält. Denn ich halte Hüterinnen wie Längert oder Weiß für weit besser. Und nicht Vetterlein vergessen! 😉

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  • waiiy sagt:

    Ich fand auch, dass Alushi und Keßler gestern die besten Leistungen gebracht haben. Das lag bei Alushi wohl vor allem auh daran, dass sie die Postion spielen und praktisch überall sein durfte (das erinnerte gerade im Zusammenspiel mit Keßler und Mittag an die Potsdamer Zeit).

    Wenn man (wie von never-rest in meinen Augen richtig bemerkt) gegen stärkere Gegner wieder auf Goeßling zurückgreifen will, dann ließe das für mich nur einen anderen Schluss zu: Alushi sollte auf der Position bleiben, Keßler auch. Dann fiele eine andere Spielerin bei mir durchs Raster (die gegen stärkere Gegner sowieso meist abtaucht) – Maroszan.

    Für ich als Turbine Fan war auch die Leistung von Kemme gestern gut, auch wenn sie erst später mit nach vorn ging als auf rechts Schmidt.

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  • Oskar Walter sagt:

    Ich muß heute einfach wie viele andere schon noch mal darauf hinweisen, daß ASchu einfach ein Sicherheitsrisiko ist und bleibt; das hat sie in jedem Spiel im Nationaltrikot unter Beweis gestellt. SN sollte vielleicht mal Lisa Weiss, K. Längert, L. Vetterlein oder selbst Anke Preuss mal genauer unter die Lupe nehmen. Aber es sind ja in der Nationalelf oft erstaunliche Aufstellungen zu sehen, trotzdem scheint der Erfolg S.N.treu zu bleiben.

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  • holly sagt:

    hatte Lisa Weiss nicht irgendwann mal gesagt das für sie das Thema N11 durch ist? Oder bin ich jetzt komplett auf dem Holzweg.
    Die Essenfans können doch sicher was dazu sagen.

    Ich war ja gestern im Stadion. Mir hat Lira super gefallen, nicht nur wegen ihrer Tore. So toll hab ich sie ganz lange schoon nicht mehr spielen sehen. Ich weiss nicht ob es im FS auch so rüberkam. Sie hat auch sehr viel Defensivarbeit gemacht bei den wenigen Aktionen der Slowakei nach vorn. Das war Unterhaltung vom feinsten. Sonst natürlich N.K. und Bianca Schmidt war auch toll.
    ABer wie gesagt der Gegner war schwach.

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  • FFFan sagt:

    Lira Alushi war mit drei Toren und drei Vorlagen die überragende Spielerin. Leider holte sie sich kurz vor Schluss völlig unnötig ihre zweite gelbe Karte im laufenden Wettbewerb ab und wird daher ausgerechnet im möglicherweise entscheidenden Spiel gegen Russland gesperrt sein – wenn die UEFA rechtzeitig merkt, dass Bajramaj und Alushi dieselbe Person sind! 😉

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  • enthusio sagt:

    @holly:

    Nein, das stimmt nicht. Lisa Weiß hat nie gesagt, dass für sie das Thema N11 durch ist. Sie hat beim letzten Leistungstest nur gefehlt, weil sie angeschlagen war.

    http://www.focus.de/sport/fussball/wm-2014/nationalmannschaft-dfb-frauen-acht-spielerinnen-fehlen-beim-leistungstest_id_3595667.html

    Sie ist also – wie auch Kathrin Längert – zum Glück noch nicht aus dem Blickfeld der Bundestrainerin verschwunden 🙂 .

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  • holly sagt:

    @enthusio danke für die Info

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