Neuer Spielort für Frankfurt gegen Potsdam

Von am 6. Mai 2014 – 16.40 Uhr 23 Kommentare

Das Spitzenspiel vom 21. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem 1. FFC Turbine Potsdam wird nicht im Stadion am Brentanobad ausgetragen.

Die Partie am 1. Juni, 14 Uhr, wird stattdessen im Frankfurter Volksbank Stadion im Stadtteil Bornheim stattfinden.

FFC-Manager Siegfried Dietrich erklärt: „Wir sind sehr glücklich, dass wir – bedingt durch die voranschreitenden Baumaßnahmen an unserer Heimspielstätte in Rödelheim – unser richtungsweisendes Heimspiel gegen den 1. FFC Turbine Potsdam ins Frankfurter Volksbank Stadion verlegen können. Nicht zuletzt durch die sehr enge und konstruktive Zusammenarbeit mit dem FSV Frankfurt und der Stadt Frankfurt am Main können wir das Spitzenspiel der Frauen-Bundesliga trotz der intensiven Umbauphase nun doch unter bestmöglichen Bedingungen austragen.“

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Jubel des 1. FFC Frankfurt

Der 1. FFC Frankfurt will auch am neuen Spielort jubeln © Nora Kruse / ff-archiv.de

Gemischte Erinnerungen
Für den 1. FFC Frankfurt ist es das erste Bundesliga-Spiel, das im Volksbank Stadion ausgetragen wird. Bislang fanden zwei Spiele des UEFA Women’s Cup in der damals noch „Stadion am Bornheimer Hang“ heißenden Spielstätte statt. Am 5. Juni 2004 traf der 1. FFC Frankfurt vor 10 000 Zuschauern im Final-Rückspiel auf den schwedischen Klub Umeå IK (0:5). Knapp zwei Jahre später, am 27. Mai 2006, waren 13 200 Fans live dabei, als der FFC mit dem 3:2-Rückspiel-Erfolg (4:0 im Hinspiel) gegen den 1. FFC Turbine Potsdam seinen zweiten europäischen Titel realisierte.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

23 Kommentare »

  • Alice sagt:

    @sonic: Das gehört zu den prinzipien des Sponsoring. Die wenigsten Sponsoren investieren aus reiner Großzügigkeit. Sie verfolgen, neben mehr oder weniger vorhandenen Wohlwollen, eigene Marketingziele. Skandalös.

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Falsch. Der VfL hat den Vorgängerverein geschluckt, die SG Praunheim wurde unter neuem Namen in ähnlichen Strukturen weitergeführt!

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:
    „Wieso nicht [mehr als 3.000 Zuschauer]?“

    So war’s nicht gemeint. Nur als Hinweis, dass die „Baustelle am Brentanobad“ zur Zeit nur eine Kapazität von höchstens 3.000 Plätzen hat.

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  • Zaunreiter sagt:

    Die Kapitalismuskritik einzelner Leute hier steht intellektuell auf tönernen Füssen. Und aus der Kritik von sonic leite ich meinen Umkehrschluss heraus:

    Eine Bank, die unter den Rettungsschirm des Bundes geflüchtet ist, als Sponsor zu haben, ist eine Sache, das Anhängsel dieser inzwischen halbstaatlichen Bank zu sein, ist eine andere. 😉

    Der 1.FFC Frankfurt nutzt doch nicht die Commerzbank, sondern die Commerzbank nutzt den 1.FFC.

    Wenn schon Kritik am System, dann doch bitte nicht so oberflächlich. 😛

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  • sonic sagt:

    @Alice
    Beim Sponsoring treffen sich zwei Partner auf Augenhöhe und gehen zu beiderseitigem Nutzen einen Vertrag ein.

    Beim VFL Wolfsburg und VW sehe ich nicht zwei Partner auf Augenhöhe, sondern das Verhältnis entspricht doch überspitzt gesagt dem von Konzernleitung zu Marketinginstrument.

    Die Entscheidung beim VFL eine Frauenmannschaft aufzubauen, die in Deutschland und Europa in der Spitze mitspielen kann und relativ viel Geld in dieses Projekt zu stecken, wurde doch weniger beim VFL getroffen und eher in der Marketingabteilung von VW, die nach langem hin und herrechnen zu dem Schluß gekommen ist, daß diese Maßnahme sich mit einer hohen Wahrscheinlichkeit positiv auf das Ansehen der Marke VW (und letztlich irgendwo auf den Umsatz) auswirken wird.

    Und da sehe ich einfach einen Unterschied zu anderen Vereinen (ohne Wertung), die aus Liebe zum Sport, unter vielen Entbehrungen und gegen viele Widerstände den Frauenfußball vorrang bringen wollten, erfolgreich gearbeitet haben, durch den Erfolg Anerkennung und Aufmerksamkeit errungen haben und dadurch interessant für weitere Sponsoren geworden sind. Da wurde das Pferd sozusagen andersherum aufgezäumt. Da ist der Sponsor da, weil der Verein gut gearbeitet hat und erfolgreich war. In Wolfsburg umgekehrt, da ist der Verein erfolgreich, weil der Sponsor es beschlossen hat (auch wenn es manch einem hier nicht gefällt, man kann sich im Fußball Erfolg in einem nicht geringen Maße erkaufen).

    Vielleicht ist es ja dir und Altwolf möglich nachzuvollziehen, daß man da einen Unterschied sehen kann, auch wenn es euch offensichtlich schwerfällt diesen zu machen. Weshalb eigentlich? Der VFL kann doch nichts für die Marketingstrategie von VW.

    Roman Abramowitsch hält sich zu seinem Vergnügen und vielleicht für sein Ego den FC Chelsea und VW hält sich aus Marketinggründen den VFL Wolfsburg. Da steckt von meiner Seite keinerlei Vorwurf an VW oder den VFL drin. Nur weshalb so tun, als wäre dem nicht so?

    @Zaunreiter
    Das war keine Kapitalismuskritik, noch nichtmal Kritik am wolfsburger Finanzierungsmodell, sondern nur eine Feststellung. Ich verstehe nicht, weshalb sich manche so schwer tun, die besonderen wolfsburger Verhältnisse zur Kenntnis zu nehmen und mit aller Macht versuchen, die Augen davor zu verschließen und so zu tun als wäre das Verhältnis VFL zu VW wie das jedes anderen Bundesligavereins zu seinem Hauptsponsor.

    Im Übrigen gibt es dieses Verhältnis ja nicht nur beim VFL Wolfsburg, auch wenn es mir da stärker ausgeprägt zu sein scheint.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.

    Noch „falscher“ .

    Lediglich die FF-Abteilungen sind übernommen worden. Beide Vereine, denen sie angehörten, existieren bis zum heutigen Tage.

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  • Altwolf sagt:

    @sonic.

    Deine Bemühungen um eine, in deinen Augen, sachliche Darstellung der Verknüpfung vom VFL und VW, kommen der Realität schon nahe und unterscheiden sich schon um Einiges, der sonst so zu lesenden „Kommentare“.

    Doch einige Zusammenhänge bzw. Entwicklungen werden nicht korrekt von dir dargestellt.

    So ist ursprünglich die VW-Sportförderung für Zuschüsse an alle Vereine in WOB und Umgebung, in denen VW-Mitarbeiter Sport ausübten, zuständig, wozu auch der VFL zählte.

    Da sich der VFL im Verlauf der Jahre zu einem der größten Vereine in Niedersachsen entwickelte, konnten sie auch mehr Zuschüsse auf sich vereinigen, wobei da aber eher Leichtathletik, Judo, Feldhandball und weniger Fußball im Fokus lagen. Zudem führte eine Zeit lang auch e. VW-Manager als Präsident den Gesamtverein.

    Erst durch die Erfolge in den Amateurligen, Aufstieg in die 2.Liga und letztendlich der Aufstieg in die 1.Liga änderte die Bedeutung und der Fußball rückte in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung von Stadt u.VW, was letztlich auch zum Stadion-Neubau führte.

    Während F.Piech nur mit Überredungskunst beim entscheidenden Spiel gegen Mainz ins Stadion zu locken war, ist durch den Fußball-Fan M.Winterkorn eine andere Wertigkeit des Fußballs entstanden.

    So hatte F.Piech zur Emotionalisierung von Kunden die Autostadt auserkoren und initiert, während M.Winterkorn den Fußball weltweit als emotionalisierendes Marketinginstrument entdeckte.Begonnen hatte er da schon mit Audi bei den Bayern und u.a. auch mit Real Madrid u.in der Premier-League.

    Was lag dabei näher als dann vornehmlich den lokalen Verein zu fördern und durch die Medienpräsenz im Rahmen der Buli-Übertragungen nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit, auch andere Vereine (Schalke, Werder usw.)zu sponsern.

    Die Zuwendungen an den FF ergaben sich auch erst, als F.Magath den Scout R.Kellermann für den FF freistellte und man dort nach Ab- und Wiederaufstieg mit dem Erreichen von Mittelfeldplätzen sich dann auch vorstellen konnte in der FF-Spitze mitzumischen.

    Also auch hier mußte erst eine erfolgreiche Basis geschaffen werden, bis sich die Geschäftsführung der VFL Fußball GmbH nach Ausgliederung aus dem Gesamtverein und Totalübernahme durch VW für den FF stärker engagierte, was auch zu einem großen Teil von der Stadt WOB getragen wurde.

    Auch wenn das so genau wohl kaum einer wissen will, ist nicht VW gekommen und hat gesagt „so hier habt ihr Geld und nun müssen die Erfolge her“.

    Letztendlich sind wir Wolfsburger froh und glücklich darüber, daß es uns in einer relativ kleinen Stadt ermöglicht wurde, sowohl im MF als auch im FF-Ball „Spitzenfußball“ erleben zu dürfen.

    Deshalb schätzen wir diesen Arbeitgeber, wie auch die Stadt WOB selbst. Wie andere das Sehen ist eigentlich nicht so wichtig – nur bewußt „falsche“ Darstellungenund „Marathon-Klischee-Wiederholungen“ nerven halt.

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  • Detlef sagt:

    Sheldon schrieb;
    „@Altwolf: Falsch. Der VfL hat den Vorgängerverein geschluckt, die SG Praunheim wurde unter neuem Namen in ähnlichen Strukturen weitergeführt!“

    FALSCH!!!
    Der 1. FFC Frankfurt wurde bereits am 27. August 1998 als neuer Verein gegründet!!!
    In der Winterpause 98/99, also 3 Monate später, übernahm man die Lizenz der SG Praunheim!!! (ähnlich wie diese Saison FCR zu MSV Duisburg wurde)
    Es war also keine Namensänderung, sondern es wurde ein völlig neuer Verein aus der Taufe gehoben!!!

    Quelle; http://de.wikipedia.org/wiki/SG_Praunheim

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