Fernduelle an beiden Tabellenenden

Von am 2. Mai 2014 – 11.29 Uhr 8 Kommentare

Die Partie zwischen dem FF USV Jena und dem FC Bayern München eröffnet am Samstag den 18. Bundesligaspieltag, tags darauf kommt es sowohl im Kampf um die Tabellenspitze zu Fernduellen als auch im Kampf gegen den Abstieg.

“Unsere Spiele in Jena waren stets eng und hart umkämpft, ich erwarte auch diesmal einen kompakt und aggressiv spielenden Gegner,” erklärt Bayern-Trainer Thomas Wörle vor dem Gastspiel beim FF USV Jena, der bislang eine beachtliche Saison spielt.

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Wörle fordert mehr Laufbereitschaft und Aggressivität
Derzeit liegt der USV auf dem fünften Tabellenrang, nur einen hinter dem FCB, allerdings beträgt der Vorsprung der Münchnerinnen immerhin sieben Punkte. Am letzten Spieltag musste das Wörle-Team allerdings eine 2:3-Niederlage bei Bayer 04 Leverkusen einstecken. “Im Vergleich zur verdienten Niederlage in Leverkusen müssen wir mit deutlich mehr Laufbereitschaft, Willen und Aggressivität agieren, um Zählbares aus Jena mitbringen zu können”, so Wörle. Zumindest spricht aber auch die Statistik für den FCB: Von zwölf Aufeinandertreffen konnten die Münchnerinnen elf gewinnen, einmal gab es ein Remis.

Turbine will Frankfurt auf den Fersen bleiben © Sascha Pfeiler, girlsplay.de

Turbine will Frankfurt auf den Fersen bleiben © Sascha Pfeiler, girlsplay.de

Potsdam will vorlegen
Die weiteren fünf Partien am Sonntag werden von der Begegnung des 1. FFC Turbine Potsdam gegen den SC Freiburg um 11 Uhr eröffnet. Für die Potsdamerinnen geht es darum, gegen Tabellenführer 1. FFC Frankfurt vorzulegen, denn der tritt drei Stunden später bei Tabellenschlusslicht VfL Sindelfingen an, wo alles andere als drei Punkte eine faustdicke Überraschung wären. Der SC Freiburg liegt momentan auf dem achten Tabellenrang. Abhängig von den Resultaten auf anderen Plätzen wäre im Erfolgsfall ein Sprung bis auf den sechsten Platz möglich.

Frankfurt kann Sindelfingens Abstieg besiegeln
Für den VfL Sindelfingen dürfte am Sonntag der Abstieg aus der Ersten Bundesliga endgültig besiegelt sein. Die Chancen auf den Klassenverbleib waren in den letzten Wochen ohnehin nur noch theoretischer Natur, im Falle einer Niederlage gegen den 1. FFC Frankfurt wäre auch rechnerisch alles klar. Die Voraussetzungen beim Duell Schlusslicht gegen Tabellenführer könnten unterschiedlicher nicht sein. „In dem Bewusstsein, dass es für einen Sieg gegen den VfL Sindelfingen nicht mehr oder weniger Punkte als für Erfolge gegen Potsdam oder Wolfsburg gibt, werden wir uns auf diese Aufgabe ebenso gewissenhaft und konzentriert wie auf jedes andere Spiel vorbereiten. Der Sieg steht über allem, nur darum geht es. Um dieses Ziel zu realisieren und damit auch den eigenen Anspruch an uns selbst zu erfüllen, ist es erforderlich, mit dem gleichen Elan und Ehrgeiz wie im Hinspiel zu Werke zu gehen und den Widerstand des Gegners möglichst schnell zu brechen“, sagt FFC-Trainer Colin Bell.

Hoffenheim hat etwas gutzumachen
Während für den VfL Sindelfingen der Kampf um den Klassenerhalb verloren ist, ist er zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem BV Cloppenburg neu entfacht. Drei Punkte trennen die beiden Teams, und ein direktes Duell steht noch aus. Doch zuvor ist es ein Fernduell, in dem aber beide ihre Chancen haben dürften. Die TSG empfängt die SGS Essen. 50:50 bewertet Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann die Chancen seiner Mannschaft. „Gegen Essen haben wir noch etwas gutzumachen“, sagt Torhüterin Alisa Vetterlein. „Im Hinspiel haben wir wahrscheinlich unsere schwächste Saisonleistung abgeliefert.“

Cloppenburg muss nachlegen
Der BV Cloppenburg tritt zeitlich beim MSV Duisburg an. Das Hinspiel zwischen beiden Teams war umkämpft, emotional und endete mit 2:2. Während die Duisburgerinnen mit einer Niederlage aus dem Ruhrderby gegen die SGS ins Spiel gehen, konnte der BVC in der Vorwoche seine lange Niederlagenserie mit einem klaren Erfolg gegen den VfL Sindelfingen beenden. Jetzt gilt es für die Niedersächsinnen nachzulegen, um im Abstiegskampf die Chance zu wahren.

Englische Woche beenden
Außerdem kommt es zum Duell zwischen Meister VfL Wolfsburg und Bayer 04 Leverkusen. Für beide Mannschaften ist es der Abschluss einer Englischen Woche, denn sowohl der VfL als auch die Werkself aren auch schon unter der Woche im Bundesligaeinsatz. Die Partie wird ab 14 Uhr auf DFB-TV übertragen.

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8 Kommentare »

  • Alice sagt:

    Hier ein nicht vollkommen zum Thema passender, aber schöner Artikel aus Wolfsburg. In Teilen auch zum neueb Stadion und viel Diskutierten Budget der Vereinsabteilung.

    http://www.wolfsburger-nachrichten.de/lokales/Wolfsburg/neues-stadion-ein-palast-fuer-europas-koeniginnen-id1434522.html

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  • AdiPreissler sagt:

    Leider mit Null Info über das viel diskutierte Budget.

    Der einzige Bundesligaverein, der sein Budget offenlegt, scheint Sindelfingen zu sein.

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  • Sheldon sagt:

    Kein Palast, sondern ein Elfenbeinturm! Der Artikel zeigt nur, dass man in Wolfsburg nicht in der Realität denkt. Das neue Stadion wird sich vermutlich sogar negativ auf den Zuschauerschnitt auswirken, da solche Größenordnungen wie gegen Bayern nun gar nicht mehr zustande kommen können.

    […]

    Röttgermanns Rechnung geht nicht auf, denn er macht es sich zu einfach: Wenn bestehende Wege genutzt werden, müsste der FF zumindest anteilig die Kosten tragen. Bzw. man müsste alle Kosten, die anderen Vereinen durch die Bereitstellung dieser Wege anfallen, aus den Budgets hinausrechnen, um eine überhaupt eine vergleichbare Grundlage in der Rechnung zu schaffen. Und wenn man das tut, dann wird Wolfsburg wieder DEUTLICH Spitzenreiter der Liga sein, mit weitem Abstand.

    Und um langfristig im CL-Halbfinale stehen zu können, muss man sportlich erstmal an Turbine und Frankfurt wieder vorbei. Und zwar in der Liga. Sonst bleibt auf lange Zeit nur Platz 3.

    In Wolfsburg träumt man zuviel. Und dabei verliert man die Realität aus dem Blick!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Sheldon sagt:

    Wolfsburg-Leverkusen bisher ein Spiel auf Augenhöhe! Leverkusen sehr agil und vor allem erstaunlich pass- und ballsicher, technisch sind alle Spielerinnen deutlich auf CL-Niveau unterwegs. Was fehlt, ist die Fitness und der letzte Pass. 3, 4mal war man dicht an einer Großchance dran. Zumindest ist in jedem Fall noch einiges drin für Leverkusen in der zweiten Halbzeit.

    Wolfsburg eher mit der Real-Taktik, für die sie mit einem Glückstreffer belohnt wurden.

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  • Ralf sagt:

    @Sheldon

    … ehrlich gesagt, ich weiß nicht welches Spiel du gerade gesehen hast!?

    „… ist in jedem Fall noch einiges drin für Leverkusen in der zweiten Halbzeit.“

    Mit solchen Aussagen führst du dich doch selbst ad absurdum!

    Aber, … ohne dich gäbe es auch sicher weniger zu lachen … 🙂

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  • labersack sagt:

    Nichts gegen die Leistung von Frau Schmitz aber mit 1,80m N11-Größe wäre dieser Glückstreffer nicht erzielt worden.

    Natürlich war es ein Spiel auf Augenhöhe. Wo sollen die Leverkusener Spielerinnen auch hinsehen wenn permanent von Wolfsburg an die Wand gedrückt werden.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.

    Bist du dir sicher, daß du mit dem Begriff „Realität“ wirklich inhaltlich richtig umgehen kannst ?

    Viele deiner Kommentare haben damit relativ wenig zu tun. 🙁

    Die „Realität“ ist doch greifbar mit diesem Stadion zu sehen und wenn man die vorhandene Infrastruktur nutzt, dann ist das nun mal der Vorteil eines vorhandenen MF-Vereins, der seine FF-Abteilung auch entsprechend wertschätzt.

    So wird das auch bei Bayer, Hoffenheim, Freiburg und auch beim MSV nutzbar sein und Kosten reduzieren.

    Und unsere „Träume“ ? Sind doch eigentlich ganz schön. 🙂

    Du kannst dich nun ja über den 8:0 Sieg ders 1.FFC freuen und trösten, da dir sicherlich der 3:0 Sieg WOBs nicht in deine „Träume“ passt.

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  • Altwolf sagt:

    @labersack.

    @sheldon muß doch nun irgendwie versuchen die beiden Unentschieden des 1.FFC gegen LEV aufzuwerten.

    Warum die LEV-Spielerinnen keine Fitness haben sollen, bleibt sein Geheimnis, denn sie wirkten auf mich durchaus fit und nicht selten einen kleinen Tuck schneller als die Wölfinnen, so daß die nicht zum Torabschluß kamen.

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