DFB-Pokal: Wer erreicht das Finale?

Von am 11. April 2014 – 16.41 Uhr 7 Kommentare

Die SGS Essen und der SC Freiburg läuten am Samstag die Halbfinals im DFB-Pokal ein. Am Sonntag folgt das Heimspiel des 1. FFC Frankfurt gegen Zweitligist SC Sand. Bereits jetzt steht fest, dass es eine neue Mannschaft im Finale geben wird, denn bis auf den FFC hat noch keines der Teams jemals das Endspiel erreicht.

Der SC Sand könnte sogar der erste Zweitligist werden, der sich für das Finale qualifiziert. Doch mit einem Auswärtsspiel beim 1. FFC Frankfurt hat der SC das wohl schwerste Los erwischt.

Bell will erstmals in Finale
Doch auch wenn die Frankfurterinnen den Pokal schon des öfteren in die Höhe gestreckt haben, für ihren Trainer Colin Bell wäre die Endspielteilnahme ebenfalls eine Premiere, und „Höhepunkt meiner Karriere“, wie der Engländer sagt. „Das Pokal-Finale zählt seit Jahrzehnten zu den Highlights im Frauenfußball und wir werden alles daransetzen, einmal mehr eine der Hauptrollen bei diesem herausragenden Event zu spielen“, so Bell weiter.

Anzeige

Alles muss zusammen passen
Die Favoritenrolle ist klar verteilt, und auch beim SC schätzt man die Chancen realistisch ein. „Uns ist klar, dass bei uns alles zusammen passen und Frankfurt einen schlechten Tag erwischen muss. Dazu das nötige Glück, dann ist eventuell was möglich“, sagt Sands Trainer Dieter Wendling, der mit seinem Team bislang eine hervorragende Saison in der Südstaffel der Zweiten Bundesliga spielt.

„Mit dem SC Sand erwartet uns am Sonntag ein Gegner, der eine überragende Saison spielt, wie wir noch ungeschlagen ist und uns angesichts der Möglichkeit, seinerseits ins DFB-Pokalfinale einzuziehen, hochmotiviert begegnen wird“, sagt Bell. Die Partie wird ab 13 Uhr live im hr-Fernsehen übertragen – auch das ist eine Premiere für den SC Sand, denn noch nie lief eine Partie der Ortenauerinnen live im TV.

Kann die SGS Essen den FC Bayern zum wiederholten Mal ärgern? © Frank Gröner / girlsplay.de

Hat die SGS Essen am Samstag Grund zum Jubeln? © Frank Gröner / girlsplay.de

Rekordzahlen im Vorverkauf
Bereits am Samstag treffen die SGS Essen und der SC Freiburg aufeinander. Auch diese Begegnung wird live im Fernsehen übertragen. Der WDR zeigt die Partie ab 14 Uhr. Dabei hat die SGS bereits den ersten Rekord verzeichnet, denn mit über 1 400 Tickets wurden im Vorverkauf so viele Karten abgesetzt wie noch nie zuvor. Aus diesem Grund hat die SGS auch erstmals die Sitzplätze auf der Gottschalk-Tribüne geöffnet, und der Einlass erfolgt bereits ab 12.30 Uhr.

In der Liga zuletzt schwach
Sportlich geht es für beide Mannschaften um den erstmaligen Einzug ins Pokalfinale – und dass, wo es in der Meisterschaft für beide momentan alles andere als ideal läuft. Die SGS ist auf den neunten Rang abgerutscht, der Sportclub liegt mit nur zwei Zählern zwei Ränge davor.

Tags: , , ,

Sie haben eine Frage zum Beitrag? Dann kontaktieren Sie mich doch per Mail! Oder folgen Sie uns einfach via RSS, Facebook oder Twitter!

7 Kommentare »

  • Hugo_der_Troll sagt:

    Der WDR zeigt die Partie ab 12 Uhr. (…) und der Einlass erfolgt bereits ab 12.30 Uhr.

    Das bedeutet, man darf erst rein wenn die erste Halbzeit so gut wie zu Ende ist! 🙂 Partie beginnt erst um 14 Uhr.

    (0)
  • Markus Juchem sagt:

    @Hugo_der_Troll: Ist doch eine nette Geste, dass man einen Teil der ersten Halbzeit sehen darf! 😉 Danke, ist korrigiert.

    (0)
  • O. Christ sagt:

    Die Partie beginnt um 14 Uhr, der WDR überträgt ab 13.50 Uhr.

    (0)
  • enthusio sagt:

    Es wäre für Essen eine Katastrophe, wenn Linda Dallmann verletzungsbedingt ausfiele. Dann würden sich die Freiburger Chancen auf Erreichen des Finales deutlich vergrößern. Madeline Gier würde Dallmann natürlich auch nicht annähernd ersetzen können. Ich bin wirklich sehr gespannt auf das Spiel vor einer für Essener Verhältnisse riesigen Kulisse von 2500-3000 Fans, bei dem zum ersten Mal überhaupt bei einem Frauenfußballspiel in diesem Stadion eine zweite Tribüne hinter einem der Tore für die Zuschauer geöffnet wird.

    http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/essen/sgs-setzt-gegen-freiburg-auf-routine-von-vanessa-martini-id9234856.html

    (0)
  • FFFan sagt:

    Ich sehe die Chancen für den SC Freiburg, erstmals das DFB-Pokalfinale zu erreichen, eigentlich als recht gut an. Melanie Leupolz hat in den beiden Länderspielen ihre derzeit gute Form demonstriert und sicherlich viel Selbstvertrauen ‚getankt‘, Sara Däbritz und Laura Benkarth haben bei der Nationalmannschaft hoffentlich gut trainiert. Auch wenn es nicht gerade ideal ist, dass diese drei Spielerinnen (plus die Schweizerin Caroline Abbe) erst kurz vor dem Spiel wieder zur Mannschaft gestoßen sind – es muss in diesem Fall kein Nachteil sein!

    (0)
  • Aldur sagt:

    FFFan sagt:
    „Auch wenn es nicht gerade ideal ist, dass diese drei Spielerinnen (plus die Schweizerin Caroline Abbe) erst kurz vor dem Spiel wieder zur Mannschaft gestoßen sind – es muss in diesem Fall kein Nachteil sein!“

    Was das angeht ist die SGS ja auch nicht ganz unbelastet. Mit Ostermeier und Gier haben zwei Spielerinnen noch am Donnerstag die vollen 90 Minuten mit der U-19 gegen Belgien gespielt. Es ist gut möglich, dass beide, auf Grund der Personalsituation in Essen, heute nur rund 48 Stunden später schon wieder ran müssen.

    (0)
  • dummkopf sagt:

    @Aldur
    wobei man sich natürlich scherzhaft die unglückliche Wortwahl einiger handelnder Personen in der FF-Szene zunutze machen könnte, und sagen, Ostermeier und Gier sind ja auch nicht förderungswürdig, da darf die SGS das nicht so eng sehen.

    @FFFan
    Ja, schön das der SCF einmal wieder zu sehen ist. Ein interessanter Aspekt dabei die Spielanlage von Leupolz.
    Die ist ja vielleicht die veranlagteste Spielerin auf dem Platz, versteht es aber bisher kaum, das umzusetzen in eine Art spieltragende Rolle.
    Auch die anderen „Jungen“ wie Lotzen, Maroszan, (Bremer), … alle mit viel Luft nach oben, wenn es darum geht, ihre fussballerischen Fähigkeiten optimal ins Mannschaftsspiel einzubinden, oder gar dieses selbst in die Hand zu nehmen.

    Eher schafft das heute vielleicht Dallmann, die es aber dafür gegen Spitzenmannschaften auch nicht versteht, sich taktisch richtig zu verhalten, um sich dort gut in Szene zu setzen.

    (0)

Kommentar schreiben

Add your comment below. You can also subscribe to these comments via RSS

Seien Sie nett. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

You can use these tags:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar