Allianz ab 2014/15 Sponsor der Frauen-Bundesliga

Von am 10. April 2014 – 17.40 Uhr 32 Kommentare

Die Allianz Deutschland AG engagiert sich künftig als Hauptpartner und Versicherer der Frauenfußball-Bundesliga. Ab der Saison 2014/2015 läuft darüber hinaus die Spielklasse unter dem offiziellen Namen „Allianz Frauen-Bundesliga“.

Die Vereinbarung zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem Versicherungskonzern gilt für fünf Jahre bis 2019. Über den finanziellen Rahmen des Engagements wurden offiziell keine Angaben gemacht, der Betrag soll aber pro Saison im Bereich von 1,5 Millionen Euro liegen, jeder Verein soll pro Saison davon 100 000 Euro erhalten.

Umfangreiche Rechte
Neben dem Erwerb des Namensrechts umfasst die Kooperation die Markenpräsenz auf den Banden in den Stadien der zwölf Bundesligisten und auf den Trikotärmeln. Ein Schwerpunkt liegt auf der Interaktion in den sozialen Netzwerken. So können sich Fans der Allianz Frauen-Bundesliga auf einer Facebook-Seite austauschen.

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Vereine nehmen am „Allianz Girls Cup“ teil
Die Vereine werden sich künftig an der jährlich stattfindenden Turnierserie “Allianz Girls Cup” beteiligen, die das Versicherungsunternehmen 2010 ins Leben gerufen hat und an dem jährlich bis zu 16 000 Fußballerinnen teilnehmen. Der “Allianz Girls Cup” wird regional in den Altersklassen U11, U13, U15, U17 und Frauen gespielt.

Offizielles Logo der Frauen-Bundesliga

Offizielles Logo der Frauen-Bundesliga © DFB

Niersbach: „Meilenstein in Entwicklung des Frauenfußballs“
DFB-Präsident Wolfgang Niersbach erklärt: „Diese Vereinbarung ist ein Meilenstein in der Entwicklung des Frauenfußballs und insbesondere der Frauen-Bundesliga. Wir räumen damit einem Partner erstmals die Namensrechte an einer unserer Spielklassen ein, weil die Vereine dadurch profitieren. Das Geld fließt nahezu ausschließlich in die Kassen der Klubs, die damit ihren Spielbetrieb künftig weiterentwickeln können. Diese Partnerschaft ist ein klares Bekenntnis zum Frauenfußball und in der Form weltweit einzigartig.”

Allianz will verlässlicher Partner sein
Dr. Markus Rieß, Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland AG, ergänzt: “Durch das Namenssponsoring der Frauen-Bundesliga verbindet sich die Allianz mit einer der stärksten Ligen der Welt. Wir verstehen uns als verlässlicher Partner der Vereine, der bei der Weiterentwicklung des Frauenfußballs unterstützt und Versicherungsschutz bietet. Die Kooperation ermöglicht es uns, ganzjährig und bundesweit mit Fans und Kunden in Dialog zu treten und mit besonderen Erlebnissen rund um den Fußball zu begeistern.”

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

32 Kommentare »

  • Fuxi sagt:

    100.000 Euro pro Verein… was kostet das Anfertigen von Banden mit dem Allianz-Schriftzug? Was kostet der Trikotflock?
    Am meisten profitiert der DFB davon – mit rechnerisch 300.000 Euro. Stattlich…

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  • spoonman sagt:

    In Duisburg, Jena oder Freiburg wird man sich wohl kaum Sorgen über die Trikot-Aufnäher machen, sondern laut vernehmlich aufatmen.

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  • FF-Tale sagt:

    Geld, Bandenwerbung und eine FB-Seite … Der im Nachbar-Thread schon erhoffte/befürchtete Paukenschlag mit Modusänderung etc. blieb also aus.
    Laut DFB-Präsident Niersbach (heute in der ARD) ist der Verteilungsschlüssel 90% für die Vereine und 10% für den Verband (verglichen mit so manch anderem DFB-Deal ein relativ humaner Schlüssel für die FF-BuLi). Hoffen wir, dass das Geld auch in Nachwuchs, Fortbildungen, Infrastruktur etc. fließt und nicht nur in die BuLi-Kaderplanungen!

    @ Herr Juchem: Nur das mit dem Cup ist noch irgendwie schleierhaft: Oben steht: „Die Vereine werden sich künftig an der jährlich stattfindenden Turnierserie “Allianz Girls Cup” beteiligen …“ Da es ja um ein FF-BuLi-Sponsoring geht, bezieht sich der Satz doch auf die FF-BuLi-Vereine, oder? Kollidiert das nicht in der Alterskategorie „Frauen“ (bzw. „U17“) mit dem FF-DFB-Pokal?

    @ spoonman: Freiburg? Essen und SiFi würden m.M.n. beim Thema Finanzen eher in den Sinn kommen als die Auflistung des Ablegers eines Männer-BuLi-Clubs. Aber egal: Ob SiFi, Freiburg oder WOB, bei jedem FF-Bundesligist wird das Geld gut aufgehoben sein.

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  • kelly sagt:

    hallo fans mir kommt 100.000 euro pro saison irgendwie wenig vor!aber ist vielleicht ein anfang und für kleine!!!!!vereine gutes geld

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  • FF-Tale sagt:

    PS: Weitere aktuelle Stimmen zum Deal z.B. noch hier:

    http://www.wallstreet-online.de/nachricht/6693653-frauenfussball-allianz-engagement-experten-gutes-investment

    Framba.de unkt ja schon, man (Zitat) „müsse sich an einen neuen Namen gewöhnen“. Genauso wenig wie es z.B. die Versicherungskonkurrenz von S. Iduna geschafft hat, den Namen „Westfalenstadion“ aus dem Fußball-Sprachgebrauch zu verdrängen, genauso wenig wird es jetzt die Allianz schaffen, „DIE FF-Bundesliga“ zu ersetzen. 😉

    Und im oben verlinkten Artikel prophezeit ein Sportsponsoring-Fachmann jetzt einen „starken medialen Aufschlag“. Ob er sich da (angesichts der in unseren FF-Kreisen allgemein bekannten medialen Fast-nicht-Präsenz dieses Sports) nicht doch ein bisschen zu weit aus dem Fenster lehnt?

    Genug der Euphoriebremserei: Es gibt ja noch andere Punkte wie z.B. globale Wirkung des deutschen FF oder das nicht zu unterschlagende Argument mit den Frauenquoten (siehe Artikel). Die scheinen dann doch deutlich interessanter, realitätsnaher und v.a. wichtiger zu sein.

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  • spoonman sagt:

    @FF-Tale: Mediale Fast-Nicht-Präsenz? Da kenne ich aber ganz andere Sportarten, die sich darüber beklagen könnten.

    An fast jedem Spieltag gibt es jetzt ein Livespiel im deutschen Free-TV, einige Spiele werden darüber hinaus sogar europaweit gezeigt. Wer hätte das vor 2 oder 3 Jahren gedacht?

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  • holly sagt:

    und in Japan

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  • Altwolf sagt:

    Ich denke nach dem Euro-Sport-Einstieg ein weiterer guter Schritt in die richtige Richtung den FF hierzulande zu fördern. Damit folgt die Allianz dem Beispiel anderer Konzerne, die sich im Fußball -namhaft- engagieren. Dabei hilft sicherlich auch die zunehmende Intenationaität des deutschen FF. Dieses bedeutende Engagement könnte nun auch noch andere Firmen zum FF locken.
    Sicherlich ist die genannte Summe im Zusammenhang mit dem Fußball eher ein „Tropfen auf den heißen Stein“, aber in Relation zum FF speziell, ist das doch ein nennenswerter Betrag für den Haushalt der einzelnen Clubs.Vielleicht nicht so sehr für die Top-3, aber für den Rest schon bedeutend, denn sie trägt zur Deckung der Unkosten, wie Stadionmiete,Reisekosten und, wenn die Verantwortlichen entsprechend klug entscheiden, auch für die Infrastruktur bei. So könnte man davon vielleicht einen weiteren Trainingsplatz anmieten, den ein oder anderen Trainer einstellen und insbes. dann auch die Nachwuchsförderung verstärken.
    Hält man die Klasse, so hätte man auf die 5 Jahre gesehen auch ein Eigenkapital von ca. 1/2 Million € im Hintergrund.

    Natürlich ist auch die Spielerverpflichtung bzw. das Halten von Spielerinnen ein „verführerischer“ Aspekt, doch da sollten sich die Verantwortlichen , wie das Beispiel Tyresö zeigt, eher zurückhaltend zeigen, denn die zuvor genannten Aspekte, hätten eine größere Nachhaltigkeit, sofern die Klasse zu halten ist.

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  • waiiy sagt:

    Ich würde es wichtig finden, wenn mit dem Geld bei den Vereinen die Voraussetzungen geschaffen werden, um den Spielbetrieb weiter abzusichern. Für mich wäre es kontraproduktiv wenn eine Mannschaft wie Bad Neuenahr (um es wirklich als „Beispiel“ zu zeigen), davon das Gehalt einer „Marta“ bezahlen würde, aber sonst keine Lizenz bekommt bzw. auf dem Rasen kein Spiel ausgetragen werden kann.

    Von daher bin ich beim „Gießkannenprinzip“ auch vorsichtig. Gut wäre in meinen Augen so etwas wie eine „Starthilfe“ für die Aufsteigerinnen, damit das Systems von Auf- und Abstieg nicht irgendwann ad absurdum geführt wird, weil alle ähnlich überfordert sind wie beispielsweise Leipzig.

    Von der Höhe des Deals kann ich nicht sagen. Da habe ich kaum Vergleichsmöglichkeiten. Aber vielleicht sollte man sich die Option (beidseitig) einbauen, nach 2 Jahren nachzuverhandeln, weil man gar nicht absehen kann, welche Wirkung es hat bzw. ob die Zahlungen angemessen sind.

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  • FF-Tale sagt:

    @ spoonman: Ganz meine Meinung (v.a. bezüglich des Vergleichs FF-BuLi vor 2-3 Jahren vs. heute) … und ja, im Vergleich zu z.B. Frauen-Handball-BuLi oder selbst Männer-Basketball etc. muss die FF-BuLi ihr Licht wirklich nicht unter den eigenen Scheffel stellen.

    Aber so ein gewöhnlicher Sonntag 14 Uhr FF-BuLi ist doch nochmal eine andere Größenordnung direkt verglichen mit anderen „Produkten“ aus dem gegenwärtigen DFB-Portfolio wie z.B. DFB-Pokal, 3. Liga (Dauerpräsenz in Sportschau und Dritten! Zuschauerschnitt!) oder FF-Nationalmannschaft. Geschweigedenn verglichen mit den sonst üblichen Sponsoringaktivitäten eines solchen Branchenriesen (Konzerneinstieg beim FCB, Großsponsoring FF-WM 2011 etc.).

    Naja, Volkswagen ist als Cup-Sponsor groß beim DFB-Pokal eingestiegen und musste dafür auch dementsprechend viel zahlen. Das riskante Gebilde 3. Liga (Herren) hat bisher auch noch jeden Großsponsor (Namenssponsor) abgeschreckt.
    Die FF-BuLi ist (wenn man diese Vergleichsebenen dazunimmt!) demgegenüber aber nach wie vor kein „medial gemachtes Nest“, in das sich die Allianz einfach setzen kann. (Gegenteiliges suggerieren ja jetzt manche der Sponsor- und PR-Fachmann-Stimmen und das ist m.M.n. doch stellenweise von denen ein bisschen zu „idealistisch“ formuliert).

    Andereseits: Gerade wegen ihrer medialen Nicht-Omnipräsenz war die FF-BuLi auch jetzt (nicht ganz zu Unrecht) auch ein solches Schnäppchen für den Konzern. So wird das von den Investment-Leuten ja auch allenortens richtig eingeschätzt. Die Allianz hat ja jetzt mind. 5 Jahre Zeit, ihr Schnäppchen auch zu „vergolden“, da kann sich ja einiges noch entwickeln.

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  • shane sagt:

    „und nun wird die zusammenarbeit weiter ausgebaut und ergaenzt – mit dem engagement der allianz in der frauenbundesliga, die vor allem durch die frauen-wm 2011 einen entscheidenden aufschwung erlebt hat.“
    ah ja. welcher aufschwung genau? o.O
    der im pleitegehen und abmelden von teams aus der 1.BL?

    da ja schon seit 2011 eine kooperation mit dem A-NT besteht, haette doch selbiges auch schon- bzw. erstmal in die Allianz-Nationalmannschaft Deutschland umbenannt werden koennen.

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  • Spielerfrau sagt:

    Hm, mich wundert schon ein wenig die Umbenennung in „Allianz Frauen-Bundesliga“.

    Bin ich da die einzige, die sich daran stört?

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  • micky sagt:

    Ich bin so unendlich traurig, dass sich der deutsche Frauenfußball so „prostituieren“ muss, weil ihn die ALIANZ offensichtlich als Zielgruppe entdeckt hat. Und der DFB verschachert ihn für ein paar Silberlinge und spielt dabei den Zuhälter.

    @ Altwolf ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber jeder VWL und BWL Student lernt schon in den ersten Semestern, dass die Werbung ein probates Mittel zur Umsatzsteigerung eines Unternehmens darstellt. Aus der Sicht der Marketing-Abteilung von ALLIANZ könnte das ungefähr so formuliert sein: „Ich liebe Frauenfußball. Die ALLIANZ liebt Frauenfußball und deshalb ist die ALLIANZ doch eine ganz tolle Versicherung bei der ich meine nächsten Verträge abschließen werde.“ Und wenn du mir nicht glaubst @ Altwolf, dann nimm dir den Artikel von Victor Fritzen – Interview mit Steffi Jones und Doris Fitschen „Kein Verein darf sich beschweren..“ Handelsblatt vom 11.04.2014 zur Hand. Da heißt es ganz deutlich zur Motivlage des Unternehmens: „Für die ALLIANZ ist es vor allem wichtig, die Marke zu emotionalisieren“ Und wie das funktioniert weiß Fitschen: „Neben dem Liganamen (gemeint ist der Begriff „ALLIANZ Frauen- Bundesliga“) wird die ALLIANZ auf den Trikotärmeln präsent sein. Vertragsbestandteil ist zudem, dass die ALLIANZ etwa auf Banden werben und mit ihrem Logo verstärkt in Erscheinung treten wird. Zudem besteht die Möglichkeit in allen zwölf Stadien rund um die Spiele bestimmte Marketing-Aktionen durchzuführen.“ Die Zielgruppe wird lt. Fitschen wie folgt umrissen: „Wir ermuntern die Vereine dass sie rund um die Spiele vor allem den jungen Fans und Familien etwas bieten…und dabei hilft uns die ALLIANZ .“
    ( Na klar, denn die alten Fans sind meist schon festgelegt in der Wahl ihrer Versicherungen) Na @ Altwolf dämmert es? Soviel zu deinen durchaus ehrenwerten Gedanken, dass sich namenhafte Konzerne für den Fußball engagieren. Engagieren ja, aber nicht aus selbstlosen Motiven! Ist doch gar nicht so schwer oder ?

    Es bestände ja einfach auch die Möglichkeit bei ALLIANZ nur zu spenden um den Fußball zu unterstützen. Aber bei der reinen Spende (Hingabe ohne Gegenleistung) gibt es eben nicht die Möglichkeit über Sponsoringverträge (Hingabe mit Gegenleistung) aktive Werbung zu platzieren und dadurch den Umsatz wirksam in die Höhe zu treiben. Und wenn wir die vermutlich millionenfachen Umsatzerwartungen aus dieser deutschlandweiten dauerhaften Werbeaktion (zumindest für 5 Jahre läuft wohl dieser Vertrag) mit den hier diskutierten 100.000, 00 EUR pro Verein und Jahr in´s Verhältnis setzten, dann ist die so große und hehre nach außen dargestellte Motivlage von ALLIAZ auf eine betriebswirtschaftliche Größe geschrumpft. Warum können Fitschen und Jones das nicht genauso erläutern ? Da spricht man lieber von einem „echten Coup“. Echter Coup schon, aber eher auf Seiten der ALLIANZ.

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  • Altwolf sagt:

    @micky.

    Natürlich ist das keine Aktion bzw. kein Engagement ohne „Selbstzweck“ – das ist eindeutig „Marketing“ mit der Präsenz in der öffentlichen Wahrnehmung.

    Dies ist genau die „Problematik, wenn wir uns der Professionalisierung auch im Frauenfußball verschreiben.

    Der Vergleich mit dem Engagement von Volkswagen im Fußball ist das „Vorbild“ dieser Entwicklung und Urheber dieser sogg. „Emotionalisierung“ des Kunden o. potentiellen Käufers ist F.Piech, der dies für den Konzern unter anderem auch mit der Autostadt“ in WOB eingeleitet hatte.

    In einer „mündigen“ Welt, hat der Einzelne selbst zu entscheiden, ob er sich den „Berieselungen“ der Werbung widersetzt oder sich der „manipulierenden Information“ hingibt, sei es im Supermarkt, auf den Fußball-Trikots oder eben auch an den Banden der Stadien.

    Es ist und bleibt dabei immer noch deine eigene Entscheidung, ob die ALLIANZ „deine“ Versicherung ist oder wird oder auch überhaupt nicht in Frage kommt.

    Bei dem von dir zitierten Interview wird zwar auf die Möglichkeit hingewiesen die Buli-Spiele mit Unterstützung des Liga-Sponsors zur Generierung von mehr Zuschauern mehr „Event-Charakter“ z.B. für Familien zu gestalten, jedoch der Schwerpunkt lag dabei auf der Forderung im Zusammenhang mit den jetzt zur Verfügung stehenden Geldern, gewisse Standards ( Platzverhältnisse, Umkleidekabinen,hauptamtliche Geschäftsführer usw.) des DFBs in den Vereinen zeitnah zu erfüllen.

    Es ist eigentlich nur die Konsequenz für den FF, wie sie sich aus der Entwicklung in den zurückliegenden Jahren im MF ergeben hat.

    Ich sehe im Verhalten des DFB keine „Prostitution“, denn sonst müßte sich unsere Gesellschaft mit aller Konsequenz auch in vielerlei Hinsicht hinterfragen.

    Eine „Spende“ ist zwar schön, aber für solche „Absichten“ besteht eine zu geringe Nachhaltigkeit in der öffentlichen Wahrnehmung, so daß daran in der Wirtschaft kein Interesse bestehen dürfte.

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  • Detlef sagt:

    @micky,
    Ich stimme Deinem Beitrag schon zu, aber etwas Neues erzählst Du uns damit nun auch nicht!!! 😉

    Natürlich versprechen sich alle Sponsoren von ihrem Engagement einen wirtschaftlichen Nutzen!!!
    Da tut die Alianz nun wirklich nichts anderes wie VW, SAP, Commerzbank oder die DKB!!!

    Das Problem war doch bis vor Kurzem, daß nur wenige Firmen (und noch weniger Konzerne) im FF ein lohnendes Betätigungsfeld gesehen haben!!!
    Nach der WM 2011 haben sich viele „gütige Gönner“ wieder vom FF, und vor allem der Buli uninteressiert abgewand, eben weil der angestrebte Aufschwung ausgeblieben ist!!!
    Doch mit dem Einstieg von Eurosport, der immerhin europaweit sendet, und dem Interesse auch von japanischen TV-Anstalten, öffnen sich jetzt so langsam die Augen der Marketingexperten, und wittern ihre Chance!!!

    Das Gießkannenprinzip hat natürlich seine Vor- und Nachteile!!!
    Während kleinere Vereine damit ihre ewig klammen Kassen etwas entspannen können, werden sich die MF-Ableger und Frankfurt ein paar neue Spielerinnen gönnen, und Potsdam kann davon seine nächste Charterreise planen!!! 😉

    Das Du das Ganze jetzt mit Prostitution vergleichst, also dem Verkaufen des eigenen Körpers, finde ich reichlich übertrieben!!!
    Keine Spielerin „prostituiert“ sich bei ihrem Verein, obwohl sie ihren Körper zur Verfügung stellt, und dafür auch noch Geld kassiert!!!
    Sie haben einen Vertrag unterschrieben, so wie ich übrigens auch, als ich eingestellt wurde!!! 😉

    Und auch der DFB und die Alianz haben so einen Kontrakt unterschrieben!!!
    Wer da am Ende mehr von profitiert, muß die Zukunft zeigen!!!

    Ich frage mich nur, ob der DFB diesen Deal überhaupt nötig gehabt hat???
    Was sind für den denn schon 1,2 Millionen???

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  • AdiPreissler sagt:

    Es ist jedem unbenommen, für den Frauenfußball zu spenden, ich glaube, sogar Spenden für Männerfußball sind erlaubt. Offenbar war das Spendenaufkommen bisher aber zu gering.

    Wenn nicht schon gemeckert würde, wenn der Eintritt 2 oder 3 EUR steigt, würde ich sagen, einfach die Eintrittspreise erhöhen. Bei Potsdam und Frankfurt reichen da schon 4 EUR pro Ticket. Bei Teams wie Jena müßte man natürlich 23 EUR mehr auf den Tisch legen, aber dafür müßte man sich auch keine Allianz-Werbebanden ansehen, sondern könnte sich auf die bisherigen 67 Sponsoren (um mal in Jena zu bleiben) konzentrieren.

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  • micky sagt:

    @Altwolf, ich würde liebend gerne mit Dir weiter diskutieren,
    aber meine Frau macht mich zur Schnecke wenn ich jetzt nicht endlich zum Abendbrot erscheine. Vielleicht haben wir anderweitig noch mal die Möglichkeit.

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  • dummkopf sagt:

    Viele Aspekte und viele Stimmen zum Zustimmen.
    Danke @Tale, für den Beitrag und den interessanten Link.
    @altwolf, @detlef stimme ich zu. @micky in Ansätzen auch.
    Man fragt sich eben, ist das das beste, was der dfb da für die Liga herausgeholt hat?
    Es ist eben immer so eine Sache sich selber zu einem Erfolg zu gratulieren. Überzeugt es nicht eher, man präsentiert die Fakten, und lässt dann Dritte gratulieren?
    Sonst besteht eben die Möglichkeit, man hat nur den alten Kumpels von Allianz einen Gefallen getan, weil das der bequemste Weg war?
    Hat man Gazprom nicht gefragt, ob die das 3-fache bieten. 😉
    Oder andere natürlich.

    Wieviel Mios nimmt der dfb bei Länderspielen ein?
    Wofür behält der dfb sich selbst 3mal soviel, wie er jedem Verein ausschüttet? Was tut er mit dem Geld? Ein zusätzlicher Masseur bei jedem U19-Länderspiel kann so viel ja nicht kosten. (Und ein zusätzlicher Trainingsball für Bremer auch nicht). Dann kann ich ja nun endlich auf eine Aufbohrung von dfbtv FF hoffen, nachdem da ja durch die Übernahme der Übertragungen durch ES im Etat sowieso schon so viel eingespart wurde.
    Eine Art Sportschau wenigstens, wo doch die US-Liga sogar jedes Spiel streamt, wenn ich das richtig aufgeschnappt habe?

    PS.: 50€ pro Heimspiel nach Duisburg, damit der Kameramann da das ganze Spiel über bleibt, würden immer noch ca 299.450€ übrig lassen 😉

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  • Karl sagt:

    @Spielerfrau: Nein, du bist da nicht die einzige die das stoert. Dafuer dass das ganze dann Allianz Frauen Bundesliga heisst muesste die Allianz meiner Meinung nach den kompletten Spielbetrieb der Liga finanzieren. Das faende ich angemessen. So wie es ist geht die Werbeaktion wohl an mir vorbei, aber ich bin eh nicht die Zielgruppe.

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  • FF-Tale sagt:

    Sind wir doch ein bisschen optimistisch und glauben an den mündigen FF-Fan: Die FF-BuLi wird auch weiterhin „die FF-BuLi“ bleiben! Auch (unabhängige) Medien können nicht gezwungen werden, einen Werbenamen zu verwenden. Ob jemand die FF-Seite der Allianz auf Facebook „liked“ oder ob er sich von den Versicherungshostessen im Stadion ein Päckchen Gummibären schenken lässt (oder eben nicht!), ist die Entscheidung jedes einzelnen FF-Fans.
    Wie gleich/unterschiedlich sich aber nun die Clubs dem neuen Geldgeber „öffnen“ werden, wird dann noch interessant zu sehen sein.

    @ waiiy: Interessante Idee, „Starthilfe“. Andererseits: Gerade die beiden diesjährigen „neureichen“ Aufsteiger (wie z.B. schon zuvor Gütersloh) zeigen doch, dass trotz(!) hohem Etat nicht zwangsläufig hohe sportliche Leistung herauskommt.
    Ein bisschen abgewandelt als Alternative, statt „Starthilfe“ jetzt das Allianz-Geld als „Anspornhilfe“? Vielleicht erleichtert die Aussicht auf die 100.000 Euro ja, dass sich einige kleine Clubs (siehe 2. Liga Nord!) wieder mehr um den Aufstieg bemühen als in den letzten Jahren. Mehr als 2-3 „Dauer-Aufstiegsverweigerer“ pro Staffel wird sich die 2. Liga nämlich auf Dauer sportlich nicht leisten können.

    Die Kehrseite des Ganzen, was leider noch nirgends thematisiert wurde:
    Die Fallhöhe für Erstliga-ABsteiger wird durch die Sponsoring-Fokussierung auf die BuLi aber insgesamt größer. Im Abstiegsfall fehlen dann noch einmal die garantierten(!) zusätzlichen 100.000 Euro im Jahresetat. Der direkte Wiederaufstieg als Ziel eines BuLi-Absteigers rückt dann ersteinmal in den Hintergrund, manch einem Verein wird diese veränderte Fallhöhe womöglich noch schwer zu schaffen machen.

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  • Altwolf sagt:

    @micky.

    Herzlich gern und Familie geht in jedem Falle vor.

    Dieses Thema wird uns schon noch weiterhin beschäftigen.

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  • dummkopf sagt:

    Meint denn jemand, die Vereine sollen lieber auf das Geld verzichten, damit das Ding nicht Allianz heisst?

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  • dummkopf sagt:

    @Tale
    Ja, interessanter Aspekt, das mit der Dauerhaftigkeitsplanung, wenn du evtl absteigst.
    Führt sowieso zu der @altwolfschen Frage, was die Vereine mit dem Geld wohl anfangen?
    Würde gerne einmal konkrete Vorschläge hören. Jugendtrainer bezahlen (bringt was genau?). Trainingsmöglichkeiten verbessern? Wie? Entweder es kostet zuviel (Baumassnahmen) oder sollte schon vorhanden sein. Bei Männer-Ablegern sowieso.

    Ich würde in Personalkosten investieren.

    Im Management:
    Mir fehlt es vor allem an gutem Management, das das Entwicklungspotential vernünftig ausschöpft. zB könnte uU bei manchen Vereinen eine gute/r Person mE mehr als 100000€ Extra-Sponsorengelder oder Einnahmen pro Saison erzielen.

    Im Spielerbereich:
    Eine SINNVOLLE Aufstockung der Spielerinnengehälter führt am nachhaltigsten, besten und schnellsten zur Weiterentwicklung.

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  • shane sagt:

    „Handelblatt: Welches Zuschauer-Ziel ist für die Bundesliga realistisch auf Sicht von fünf Jahren?
    Jones: 3000 Zuschauer im Durchschnitt wären großartig.“

    grossartig sicher. aber war die frage nicht nach REALISTISCH, frau jones?

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  • Altwolf sagt:

    @FF-Tale.

    Da gehe ich mit dir, denn da sollten wir es der Entscheidung des Einzelenen überlassen was er aus der ALLIANZ-Präsenz macht, so wie es ja auch inzwischen „normal“ zu sein scheint mit Allianz-Arenea, Veltins-Arena, Signal-Iduna-Park oder Volkswagen-Arena umzugehen.

    Sicher interessant, wie sich dieses finanzielle „Zubrot“ auf die Auf- und Abstiegs-Teams auswirken wird. Denn, so wie du es aufzeigst, sind gerade für diese betroffenen Clubs die Verantwortlichen umso mehr gefordert nicht zu sehr ins Risiko zu gehen.
    Da es ja Vergleichbares im MF gibt, wäre es dann natürlich wichtig, zumindest regionale Sponsoren für beide Ligen zu gewinnen.

    @Dummkopf,@Karl

    Ob man da als DFB mehr hätte herausholen können, stellt sich normalerweise nicht, denn der DFB kann ja eigentlich erst durch das Euro-Sport-Engagement „wirkliche“ Medienpräsenz anbieten und so wird die ALLIANZ ein Angebot gemacht haben und der DFB hat eine Gegenleistung gesucht und man konnte sich auf die „Namensgebung“ einigen.
    Ich gehe jedoch davon aus, wie es @wally schon andeutete, daß bei einer deutlich positiven Entwicklung der öffentlichen Wahrnehmung dieser Liga und des FFs,nicht nur weitere Sponsoren dazukommen, sondern auch die Zuwendungssumme der Allianz nachverhandelt wird (z.B. wie bei Spielerverträgen, wenn diese im Verein eine höhere Wertschätzung erfahren).

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  • Detlef sagt:

    @dummkopf,
    Den Vereinen wird es relativ egal sein, woher das Geld kommt!!! 😉
    Höchstens wenn einer ein konkurrierendes Versicherungsunternehmen zu seinem Sponsorenpool zählte, wird er das dann sicher verlieren!!!

    Ich bin mir sogar sicher, daß die Vereine auch niemand gefragt hat, ob sie denn damit einverstanden wären!!!
    Doch selbst die finanzkräftigsten Klubs nehmen die 100.000 € gerne so mit, und nur absolute Puristen werden sich an dem neuen Namensanhängsel stören!!! 😉

    Wenn man es positiv sehen möchte, so könnte diese Finanzspritze sogar der Anfang eines lang gehegten Traumes sein!!!
    Mit einer positiven Nachverhandlung, dem Eintritt weiterer Großsponsoren, und eine eventuelle Aufstockung der Eurosportgelder, könnte/sollte die Gründung einer (meinetwegen auch) Alianz-DFFL in greifbare Nähe rücken!!! 😉

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  • dummkopf sagt:

    @detlexy
    Auch interessant, daran denkt man auch nicht gleich.
    Ein Verein sollte eigentlich aussteigen können? (Nicht aus der Allianz-Liga, aber allen Werbemassnahmen bei seinen Heimspielen), wäre ja blöd, wenn man 50000€ verliert, wenn man mit der Gothaer…
    Was natürlich doppelt interessant wäre. Wenn Turbine jetzt die Hamburg-Mannheimer für 150000 ins Boot holen könnte. Das wären für die 750000 in 5 Jahren und wäre werbetechnisch allein schon wegen dem Wirbel eine sehr lohnende Ausgabe, den der folgende Streit in den Medien entfachen würde.

    Deshalb @altwolf, sind wir hier einmal ausserhalb Wolfsburgs ausnahmseise nicht ganz einig, und ich hoffe, dass der dfb nicht so vorgegangen ist, wie du schilderst.
    Wenn er das Angebot von der Allianz bekommen hat, hätte er eben nicht sagen sollen: toll, wie können wir das machen, sondern:
    Tolles Angebot, jetzt wenden wir uns an andere potentielle Interessenten, um zu schauen, was die dafür bieten.

    Das meinte ich mit Fakten präsentieren, und andere die Bewertung vornehmen lassen. Dann hätte man gesagt, man war noch mit der Bahn, adidas, Jägermeister, gazprom, Fraport, Bayer und RWE in Gesprächen, Das Angebot von der Allianz war aber das Beste.
    So hätte das Paket vielleicht noch mehr überzeugt?

    Ich sehe, es hat auch noch keiner eine Idee, was der dfb eigentlich mit den zusätzlichen 300000 macht. Sind die meisten also mit den 50€ nach Duisburg einverstanden.
    Eine Idee ausser dfbtv hätte ich noch: Ich habe keine Ahnung, was die Schiris bekommen. Wenn das für die auch so eine Art Privathobby-Draufzahl Geschäft ist, könnte man da auch einmal überlegen, ob hier die Qualität durch etwas mehr finanziellen Anreiz gesteigert werden könnte.

    @shane
    Schöner Hinweis. Wir wissen inzwischen, wie Amateure, und wie Profis antworten. Nie an Zahlen festmachen!
    „Wir wollen uns in Bezug auf Qualität und Professionalität unseres Sportangebots weiter kontinuierlich steigern, und dies dann auch in die öffentliche Wahrnehmung so einbringen. Konkrete Zuschauerzahlenentwicklungen hängen dann aber auch noch von vielen anderen Faktoren ab, die wir nicht beeinflussen können, so dass Durchschnittszahlenziele hier nichts nutzen und man das im Einzelfall betrachten muss“
    zum Beispiel

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  • Altwolf sagt:

    Vielleicht ist es auch einigen anderen Usern beim Pokalspiel vom 1.FFC : SC Sand aufgefallen, daß die Allianz ja schon den 1.FFC sponsert – Bandenwerbung und Ärmelbeflockung – evtl.nur im Pokal ? – aber wäre dann ja nur die Fortsetzung des schon auf Vereinsebene stattfindenen Sponsoring , siehe auch Hauptsponsor des FF-Team von Bayern München.

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  • Altwolf sagt:

    @Dummkopf.

    Erst einmal ist mir rechnerisch nicht klar, warum 10% der Gesamtsumme von 1.500.000 € die der DFB beansprucht „300.000 €“ /Jahr sind.

    Natürlich kann man auch außerhalb WOBs dem Verhandlungspartner (Allianz) suggerieren, man würde noch mit anderen potentiellen Groß-Sponsoren in Gesprächen sein. 🙂
    Doch da die Allianz schon bei vielen Clubs und auch im DFB involviert ist, wissen die was wirklich dort läuft und hätte höchstens die komplette Absage zur Folge, wenn man sich da „verschaukelt“ fühlte. Also doch nur eine Möglichkeit, wenn konkrete Verhandlungen stattfinden würden – aber es gab da sicher bisher keine weiteren Interessenten für so einen „Deal“.

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  • dummkopf sagt:

    @altwolf
    Das mit den 10% habe ich auch irgendwo gelesen. Und es macht auch klar, wieviel Unterschied da eben im Raum herum schwirrt.
    Hier sind 1500000 Gesamtsumme – 12 Vereine a 100000 (=1200000) eben 300000 Rest.
    Ansonsten ist das wieder dein interessanter „pastoraler“ Moment, dass du so denkst, und das meine ich positiv – lehrreich. Wenn mir jemand für mein Auto Betrag x anbietet, würde ich natürlich einfach „unbedacht“ erst einmal schauen, und mögliche andere Interessenten suchen, bevor ich verkaufe.
    Finde es aber interessant und lehrreich zu sehen, dass man das auch als Verschaukelungs – Versuch ansehen könnte.

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  • Eric sagt:

    „Umfangreiche Rechte
    Neben dem Erwerb des Namensrechts umfasst die Kooperation die Markenpräsenz auf den Banden in den Stadien der zwölf Bundesligisten und auf den Trikotärmeln.“

    Da wäre auch mal eine Gegenrechnung angebracht, da andere Sponsoren vom Trikot bzw. auf den Banden weichen müssen. Ich kann mir schon vorstellen, dass dies bei einigen Vereinen mal schnell eine Nullrechnung werden kann.

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  • enthusio sagt:

    Hier mal ein interessantes Interview mit den Präsidenten von Turbine Potsdam und SC Freiburg über die Entwicklung in der Frauenfussball-Bundesliga:

    http://www.dfb.de/news/detail/das-gesamtprodukt-bundesliga-ist-attraktiv-163168/

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