WM-Quali: Schweiz setzt Siegeszug fort

Von am 6. April 2014 – 13.11 Uhr 13 Kommentare

In der WM-Qualifikation ist die Schweiz ihrer Favoritenrolle gegen Malta gerecht geworden und hat mit einem Kantersieg die Tabellenführung in Gruppe drei untermauert. Auch Spanien ist auf dem besten Weg zu den Titelkämpfen in Kanada.

Die Spanierinnen traten als Tabellenführer zum Spitzenspiel gegen Italien an und konnten ihre gute Ausgangsposition behaupten.

Gruppe 2: Spanien behauptet sich
Zwar endete das Spiel in Vicenza 0:0, doch mit dem Ergebnis kann Spanien besser leben als der Gastgeber. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung der Spanierinnen weiterhin auf den Hauptkonkurrenten, der zwar noch ein Spiel in der Hinterhand hat, aber es gibt kein direktes Duell zwischen beiden mehr. So müssten die Spanierinnen schon mehr als drei Punkte in den folgenden Spielen liegenlassen – angesichts der weiteren Gegner nicht sehr wahrscheinlich.

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Gruppe 1: Russland gewinnt
Während die Republik Irland gegen Deutschland eine mehr als unglückliche Niederlage hinnehmen musste, gewann Russland erwartungsgemäß seine Partie gegen Slowenien mit 4:1. Die Irinnen und Russinnen kämpfen um den zweiten Platz in der Gruppe, der unter Umständen zur Playoff-Teilnahme berechtigt. Daher ist die Niederlage der Irinnen auch gleich doppelt bitter, denn mit einem Remis gegen den vermeintlichen Gruppensieger wären die Chancen gestiegen, im Falle des zweiten Rangs gruppenübergreifend zu den besten Gruppenzweiten zu gehören. Allerdings muss zunächst der zweite Rang verteidigt werden, sowohl Hin- als auch Rückspiel gegen Russland stehen noch an.

Jubel der Schweiz

Die Schweizerinnen können weiter jubeln. © Karin Reuter

Gruppe 3: Schweiz weiter ohne Gegentor
Die Schweiz hat in Gruppe drei ihren fünften Sieg in Serie gefeiert. Das war angesichts des Gegners Malta zu erwarten – beim 11:0-Sieg blieben die Eidgenössinnen allerdings auch zum fünften Mal ohne Gegentor. Erfolgreichste Torschützin auf Seiten der Schweizerinnen war Lara Dickenmann mit drei Treffern. Während die Schweizerinnen beim Kantersieg keine Probleme hatten, kam Gruppengegner Island in Israel nur zu einem mühsamen 1:0-Erfolg. Mit nun 15 Punkten liegt die Schweiz weiter unangefochten an der Spitze. Am Donnerstag kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen mit Dänemark. Sollten die Schweizerinnen die Partie, wie schon das Hinspiel, gewinnen, können sie wohl bereits für die WM planen.

Gruppe 4: Spitzenduo im Gleichschritt
In Gruppe 4 kann noch kein Team für die WM planen. Tabellenführer Schottland und Verfolger Schweden marschieren weiter im Gleichschritt – beide Teams feierten am Samstag ihren fünften Sieg im fünften Spiel. Die Schottinnen gewannen gegen Polen dank der Tore von Lisa Evans (53.) und Leanne Crichton (82.) mit 2:0. Schweden kam zu einem 4:0-Erfolg in Nordirland. Die Gruppe wird in den direkten Duellen der beiden Mannschaften entschieden. Erstes Aufeinandertreffen ist am 14. Juni in Schottland. Im dritten Spiel der Gruppe trennten sich die Färöer und Bosnien/Herzegovina 1:1.

Gruppe 5: Norwegen weiter an der Spitze
Tabellenführer Norwegen hat in Gruppe 5 nicht gespielt, liegt aber weiterhin mit zwei Punkten (und einem Spiel in der Hinterhand) an der Tabellenspitze. Allerdings kamen die punktgleichen Verfolger Belgien und Niederlande beide zu Siegen – und das auch mit dem gleichen Ergebnis. Belgien setzte sich mit 6:0 in Albanien durch, die Niederlande in Griechenland.

Gruppe 6: England feiert Kantersieg
An der WM-Qualifikation Englands dürfte kaum noch ein Zweifel bestehen. Mit einem 9:0-Sieg gegen gegen Montenegro feierten die „Three Lions“ ihren fünften Sieg in Serie – und bleiben darüber hinaus weiter ohne Gegentor. Im ersten Pflichtspiel unter Trainer Mark Sampson war Toni Duggan mit drei Treffern erfolgreichste Torschützin. Englands Vorsprung auf Verfolger Wales beträgt sechs Punkte; allerdings haben die Engländerinnen ein Spiel mehr absolviert.

Gruppe 7: Frankreich gibt sich keine Blöße
Die Französinnen haben beim 7:0 gegen Kasachstan den erwarteten Sieg eingefahren und führen die Tabelle weiter an. Österreich feierte einen 6:1-Sieg in Bulgarien und liegt nun auf dem dritten Rang. Einen Platz davor rangieren die Finninnen, die in Ungarn mit 4:0 gewannen. Allein drei Treffer gingen auf das Konto von Sanna Talonen.

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13 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    Spanien hätte gegen Italien bereits alles klar machen können, aber die für Tyresö spielende Veronica Boquete verschoss in der 11. Minute einen Elfmeter.

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  • labrys sagt:

    Hopp Schwiiz 🙂

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  • Detlef sagt:

    Pech für Irland, so verheerend können sich Schirifehler auswirken!!! 🙁

    Gespannt bin ich auf Gruppe 4!!!
    Schön, daß LISA wieder einen Treffer für ihre Natio erzielen konnte!!! 🙂
    Können die „Bravehearts“ am Ende gar die Tabellenspitze vor den favorisierten Schwedinnen behaupten???

    Interessant auch Gruppe 3, wo die Däninnen (Sieg gegen die USA beim AC) wohl mit stolz geschwellter Brust auf die ebenfalls vor Selbstvertrauen strotzenden Eidgenössinnen treffen werden!!! 🙂

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  • grammofon sagt:

    Habe das Schottland Spiel gesehen. Evans ist momentan in unglaublicher Form und war die beste Spielerin. Hat übrigens auch das 2:0 vorbereitet.

    Aber auch Polen war überraschend stark, hat über lange Strecken sehr gut mithalten können und hatte auch einige sehr gute Chancen. Würde mich echt freuen wenn da was heranwachsen würde.

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  • Jan sagt:

    Vllt. lässt sich der sehr knappe 1:0 Sieg des Algarve-Cup Dritten Island in Israel mit einer der weitesten UEFA-Anreisen überhaupt erklären, mit >5.200 km. Das entspricht ca. der Entfernung:
    Köln – Kabul
    Bodensee – Äquator
    Santiago de Compostela – Nordpol od. Ottawa
    Edinburgh – New York
    (zum Vergleich: Luftlinie Frankfurt – Dublin = 1090 km)

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  • FFFan sagt:

    Schweden hat bis jetzt erst vier Siege und liegt deshalb momentan in Gruppe 4 mit drei Punkten Rückstand auf Schottland auf dem 2.Platz. Beide sind aber noch ohne Punktverlust.

    Und müssten in Gruppe 5 nicht Belgien und Niederlande jeweils 13 Punkte haben und damit einen Punkt vor Norwegen liegen, das allerdings zwei Spiele weniger ausgetragen hat?

    Die Tabellen bei uefa.com scheinen nicht auf dem aktuellen Stand zu sein.

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  • timmy sagt:

    Da hast du Recht FFFan. Damit ist Griechenland auch die erste Mannschaft dieser Runde, die keine Chance mehr aufs Weiterkommen hat.

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  • FFFan sagt:

    Ein paar Video-Fundstücke:

    Nordirland-Schweden: http://www.youtube.com/watch?v=YwtNYEon_PY

    Frankreich-Kasachstan: http://www.youtube.com/watch?v=L8An1giXdlw

    England-Montenegro: http://www.youtube.com/watch?v=wQtLCz8dj5I

    Schottland-Polen: http://www.youtube.com/watch?v=IfA2pVmU9t4

    Und den ‚Kracher‘ zwischen Italien und Spanien gibt’s sogar in voller Länge:

    @ Jan:
    „Vllt. lässt sich der sehr knappe 1:0 Sieg des Algarve-Cup Dritten Island in Israel mit einer der weitesten UEFA-Anreisen überhaupt erklären, mit >5.200 km.“

    Dann müssten sie das Rückspiel ja um so höher gewinnen! 😉

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  • Therese sagt:

    Morgenabend, Mittwoch den 9. April 2014 ab 18:30 LIVE auf http://www.fff.fr Frankreich-Österreich

    link: http://www.footofeminin.fr/Bleues-FRANCE-AUTRICHE-mercredi-sur-FFF-TV_a8587.html

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  • tpfn sagt:

    Scotland-Poland (8min)

    Liisaaaaa

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  • Zaunreiter sagt:

    Nee, nee, nee…
    Halbzeitbilanz:
    Die gallischen Hennen (das ist nicht despektierlich gemeint) haben sich eine halbe Stunde schwer getan gegen kompakt und gut stehende Alpenländerinnen. Da muß erst ein Elfmeter vor wenigen Minuten herhalten, um in Führung zu gehen. Delie hat sich geschickt bei Kirchberger eingehakt und ist gefallen. Der Elfer aber ist berechtigt. Bussaglia verwandelt gegen Zinsberger. Paar Minuten später macht Delie mit einer Einzelleistung ihr Tor. Und während ich dies schreibe – Österreich muß ja aufmachen – führt ein Konter über Necib und Thomis zum 3 : 0.
    Noch ein Wort zum Einbau junger Spielerinnen…Ich finde das ja gut, aber andererseits könnte ich es mir noch gut vorstellen wenn ein Juwel wie M’Bock Bathy noch Erfahrung in der U 19/20 sammeln könnte. Die sammelt sie nun an der Seite von Renard und Georges. Aber am Samstag gegen Kasachstan und heute gegen Österrreich spielt sie draussen auf der linken Verteidigerseite. Für mich passt das irgendwie nicht, da sie zentral in den U-Teams besser war.

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  • Zaunreiter sagt:

    Frankreich vs. Österreich plätscherte in der 2. Halbzeit dahin, aber Frau Puntigam konnte noch ihr Tor machen. Bei Frankreich war meist am 16er Endstation und wenn doch noch eine Spielerin durchkam, fand sie ihre Meisterin in Zinsberger.
    Das französische Spiel hat sich durch die Handschrift von Bergeroo verändert. Wenn sie auf einen kompakten und defensiven Gegner treffen, haben sie gelernt zu warten. Die Hektik, die sich mit Dauer der Spielzeit unter Bini entwickelte, ist weg. Am Samstag habe ich mich an ein Spiel erinnert gefühlt, was vor Jahren auf dfb.tv übertragen wurde, nämlich TB Berlin gegen FCR Duisburg, wo ich mir damals wie beim Handball vorkam, weil da dauernd am Kreis herum gespielt wurde. So war das gegen Kasachstan auch. Geduldig gewartet bis eine Lücke frei wurde. Heute das war ein anderes Kaliber. Da war mehr Kampf gefragt. Und meine Kritik an Sarah Bouhaddi gehört der Vergangenheit an. Die hat ihre Lässigkeit gegen eine gewisse Ernsthaftigkeit getauscht. Vielleicht hat ihr auch der neue Trainer dazu verholfen. 😉

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