Pflichtaufgabe für die DFB-Elf, Endspiel für Italien

Von am 4. April 2014 – 23.03 Uhr 17 Kommentare

Mit gleich 15 Spielen nimmt die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2015 am Samstag wieder Fahrt auf. Dabei trifft die DFB-Elf in Dublin auf die Republik Irland (16 Uhr, live im ZDF). Während die deutsche Mannschaft hier in der klaren Favoritenstellung ist, sieht die Rollenverteilung andernorts anders aus: Zwischen Italien und Spanien könnte sich ein spannendes Duell entwickeln, denn die Italienerinnen stehen schon mit dem Rücken zur Wand.

Mit 15 Punkten aus fünf Spielen ist die Weste der DFB-Auswahl in Gruppe 1 noch weiß. Die Republik Irland liegt mit sieben Zählern aus drei Spielen auf dem zweiten Rang.

Favoritenrolle trotz Ausfällen
In Dublin muss Bundestrainerin Silvia Neid mit Fatmire Alushi, Célia Šašic, Leonie Maier und Saskia Bartusiak auf vier Leistungsträgerinnen verzichten, alles andere als ein Erfolg gegen die Irinnen wäre dennoch eine faustdicke Überraschung. Die Republik Irland hat eine starke Phase mit lediglich zwei Niederlagen in den letzten 19 Monaten hinter sich. Allerdings waren die Gegner nicht vom Kaliber der deutschen Mannschaft, wenngleich der ein oder andere Achtungserfolg für die Mannschaft von Trainerin Sue Ronan dabei war – so das das 2:1 gegen die Schweiz beim Cyprus Cup. Doch es ist das Spiel gegen die DFB-Elf, auf das man in Irland seit der Auslosung hingearbeitet hat und das man daher auch in der Qualifikation möglichst weit nach hinten schieben wollte. Die Irinnen „haben eine gute Spielauffassung, zeigen gefährliche Standards und sind stark im Mannschaftsverbund“, so Bundestrainerin Silvia Neid.

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Mit sieben Quali-Treffern ist Dzsenifer Marozsán derzeit erfolgreichste deutsche Torschützin. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Während der erste Rang in der Gruppe für die Irinnn zu hoch gegriffen ist, läuft dafür aber der Kampf um den zweiten Rang mit Russland, das ebenfalls am Samstag aktiv ist und bereits um 14 Uhr die Mannschaft aus Slowenien empfängt.

Italien kämpft gegen das Aus
Ein heißes Duell könnte sich zwischen Italien und Spanien entwickeln. Die Spanierinnen liegen ebenso unangefochten wie Deutschland an der Tabellenspitze der Gruppe 2. Für die Italienerinnen ist die Tabellenspitze und somit die direkte WM-Qualifikation allerdings schon mehr als nur in Gefahr. Das erste Aufeinandertreffen mit den Spanierinnen haben sie verloren. Sollte ihnen dies erneut geschehen, würde der Rückstand auf neun Punkte anwachsen. Zwar haben die Italienerinnen noch ein Spiel gegenüber Spanien in der Hinterhand, aber dennoch wäre die WM-Qualifikation den Spanierinnen in diesem Fall wohl kaum noch zu nehmen.

Auch Österreich und die Schweiz spielen
Klarer als das Spiel zwischen Italien und Spanien wird wohl die Partie der Schweizerinnen ausfallen. Die Mannschaft von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg ist in Gruppe 3 gegen Malta haushoher Favorit und würde mit dem fünften Sieg im fünften Spiel die Tabellenführung weiter untermauern, ehe es am Donnerstag zum Duell mit Dänemark kommt. Die österreichische Mannschaft ist ab 14.30 Uhr in Bulgarien zu Gast. Die Österreicherinnen kämpfen mit Finnland um den zweiten Rang in der Gruppe – der erste dürfte an Frankreich vergeben sein. Und gegen Kasachstan ist es am Samstag unwahrscheinlich, dass die „Équipe Tricolore“ patzt.

Wales gewinnt in der Türkei
Bereits heute trat die walisische Mannschaft in der Türkei an und gewann überraschend deutlich mit 5:1. Damit liegt sie in Gruppe 6 weiterhin hinter England auf dem zweiten Rang. Die Engländerinnen dürften von der Spitze aber kaum zu verdrängen sein. Am Samstag empfangen sie ab 13.55 Uhr (live auf BBC2) in Brighton Montenegro – es ist das erste Pflichtspiel für den neuen Trainer Mark Sampson.

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Alle Spiele am Samstag

Gruppe 1
14.00, Russland – Slowenien
16.00 Republik Irland – Deutschland

Gruppe 2
15.30, Italien – Spanien

Gruppe 3
16.00, Schweiz – Malta
19.30, Israel – Island

Gruppe 4
18.30, Schottland – Polen
20.00, Färöer – Bosnien und Herzegovina
20.30, Nordirland – Schweden

Gruppe 5
16.00, Albanien – Belgien
16.30, Griechenland – Niederlande

Gruppe 6
13.55, England – Montenegro
14.00, Ukraine – Weißrussland

Gruppe 7
14.30, Bulgarien – Österreich
15.00, Ungarn – Finnland
20.50, Frankreich – Kasachstan

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17 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Who needs Alushi, Sasic und Co., wenn wir Marozsan in der N11 haben? Gebt ihr 5 einigermaßen vernünftige Spielerin als Beiwerk und sie rockt die Hütte wie gegen Kroatien. Was weiß ich, Mittag, Popp, Keßler, Laudehr, wen auch immer… Von mir aus auch Goeßling! Heidi Mohrs Quote wird sie wahrscheinlich nicht mehr brechen, aber alle anderen dürften schon drin sein!

    Maro ist übrigens in dieser WM-Quali nicht nur erfolgreichste Torschützin, sie war bisher auch an sage und schreibe 40% der deutschen Qualitore beteiligt.

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  • FFFan sagt:

    Was geschah am 17.06.1998?

    Richtig, damals verlor zum bislang letzten Mal eine deutsche Frauen-Nationalmannschaft ein WM-Qualifikationsspiel (in Ulefoss 2-3 gegen Norwegen).

    Warum ich das jetzt erwähne? Ach, nur so. 😉

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  • Sheldon sagt:

    @FFFan: Da hat Deutschland aber noch einiges zu tun, um den Rekord der Männer einzuholen. Der liegt nämlich bei sage und schreibe 51 Jahren und 7 Monaten (von 1933 bis 1985), in denen man kein einziges Qualispiel verlor. Noch mehr, das Spiel gegen Portugal 1985 war das erste Spiel, das Deutschland überhaupt je bei einer WM-Quali verlor!

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  • kelly sagt:

    hallo fans freue mich aufs spiel wie die irinnen spielen und wie so das interesse zahlenmässig und die stimmung ist finde es schön,wenn von der insel auch wales es schafft jess fishlook ist wohl eine sehr gute spielerin hattrick allen teams vielspass heute

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  • dummkopf sagt:

    zu 23.43 Uhr:
    Nicht so ernstnehmen, bitte!
    Es ist nur die Enttäuschung, dass sie beim FFC nicht mehr rockt, die da raus spricht.
    Und insofern ein folgerichtiger, lieber und irgendwie passender Kommentar, der nur die Sehnsucht eines verzweifelt suchenden Menschen zum Ausdruck bringt, für den eine heile Traumwelt einzustürzen droht.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.

    Mit 6 Spielerinnen gegen Irland ? Doch eine sehr gewagte „Hypothese“ und Überschätzung ihrer Fähigkeiten. 🙂

    Eine Torfrau und doch zumindest 8 Mitspielerinnen sollten es schon sein, zumal – siehe gegen Bayer 04 – beim Doppeln oder Trippeln durch die Irinnen wird auch bei ihr nicht viel gehen.

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  • Altwolf sagt:

    @Dummkopf.

    Wie gelingt es dir nur immer wieder in die „Tiefe“ der menschlichen Seele eintauchen zu können und das „wahre Ich“ erkennen zu lassen ? 🙂

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  • karl sagt:

    Um die „Huette zu rocken“ braucht Maro Sasic, weil die einiges an Gegenspielerinnen auf sich zieht. Mittag und Kessler braucht sie auch. Und da von den vieren nur eine fehlt kann man hoffen dass Bremer den Sasic Part uebernehmen kann , bin mal gespannt… 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @Karl: Bremer kann sich freuen, wenn sie überhaupt im Kader für das Spiel steht. Denn Neid hat 20 Spielerinnen nominiert, von denen aber nur 18 im Kader stehen dürfen pro Spiel. Das bedeutet, eine Torhüterin und eine Feldspielerin wird mit der Tribüne vorlieb nehmen müssen!

    @dummkopf: Nur zum Verständnis, Maro FFC und Maro N11 sind zwei vollkommen unterschiedliche Spielerinnen. Beim FFC hat sie noch nie gerockt, und trotzdem steht der FFC an der Spitze. Wenn sie da erstmal so richtig aufdreht, will ich sehen, wie die anderen dagegen halten wollen.

    @Altwolf: Ich habe mich auf die Offensive beschränkt, da das die Spielerinnen sind, die direkt Marozsan umgeben werden.

    Aufstellung für heute – mal als ganz unvorsichtige Prognose:

    Angerer – Schmidt, Wensing, Krahn, Kemme – Goeßling, Keßler – Mittag, Marozsan, Laudehr – Popp

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Neben der Tatsache, dass man Marozsans Fähigkeiten gar nicht überschätzen kann, steht die Tatsache, dass Irland nicht von Thomas Obliers trainiert wird. Denn eine solche 90minütige totale Manndeckung aller Offensivspielerinnen stellt eine enorme taktische Meisterleistung dar, zu der nur sehr wenige Trainer imstande sind, ihre Mannschaft so diszipliniert einzustellen!

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  • Markus Juchem sagt:

    Die deutsche Aufstellung: Angerer – Schmidt, Krahn, Henning, Kemme – Keßler, Goeßling – Laudehr, Marozsán, Behringer – Mittag (4-2-3-1)

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  • Sheldon sagt:

    Ich nehme alles über Irland zurück: So wie die gerade die ersten 10 Minuten spielen, filetieren sie die deutsche Abwehr aber mal dermaßen, dass Deutschland aufpassen sollte, dass aus 1:0 nicht schnell 2:0 oder 3:0 wird. Technisch und taktisch ist das einwandfrei.

    Endlich mal eine Mannschaft, die Deutschland all ihre Löcher in der Abwehr aufzeigt!

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  • Michele sagt:

    Was Deutschland in der ersten Halbzeit abgeliefert hat, war schlecht!
    SN wird zu Beginn der zweiten Halbzeit wechseln: Lotzen für Behringer!

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  • Maxemus sagt:

    Und wieder sollten einige etwas gelernt haben: Gesunden Respekt vor dem Gegner und das Bärenfell erst zu verteilen, wenn der Bär erlegt wurde. Ob die Lehre lange vorhält ?

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  • Sheldon sagt:

    Was Behringer da auf der linken Seite zu suchen hat, ist mir immer wieder fraglich. Sie ist nicht glücklich, sie taugt dort nix, aber Neid scheint wohl keine bessere linke Mittelfeldspielerin zu haben.

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  • rockpommel sagt:

    Neid nicht, Deutschland ja. 😉

    Und Geschenke gibt es reichlich, das hat Irland nicht verdient !!!

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  • Markus Juchem sagt:

    @Detlef: Wo hast Du denn beim Foul zum Elfmeter einen „unfaßbaren Schiedsrichterfehler“ gesehen? Quinn trifft Mittag am Fuß, Kontakt war also vorhanden, dann darf man sich als Gegenspielerin über den Elferpfiff im Strafraum nicht beschweren. Beim zweiten Treffer bin ich aber voll bei Dir, dass der Angriff im Fünfmeterraum abzupfeifen ist.

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