Home » Bundesliga Frauen

Deutlicher Sieg für Jena, München tut sich schwer

Von am 30. März 2014 – 17.37 Uhr 26 Kommentare

Der FF USV Jena ist am 15. Bundesligaspieltag mit einem klaren Sieg in Essen auf den fünften Tabellenrang geklettert. Siege feierten auch der SC Freiburg und der FC Bayern München. Letzterer musste allerdings lange zittern.

Anzeige

Mit einem 2:1 (1:0)-Sieg beim BV Cloppenburg hat der FC Bayern München seinen vierten Tabellenplatz weiter untermauert. Allerdings brachte erst ein später Strafstoß den Erfolg beim Aufsteiger.

Zwischenstand im Bundesliga-Tippspiel anschauen

Cloppenburg verliert weiter an Boden
Zur Halbzeit stand es nach einem Treffer von Lena Lotzen (33.) 1:0 für die Münchenerinnen. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeberinnen durch Vanessa Bernauer (54.) zum Ausgleich. Lange konnten die über 1.600 Zuschauer auf einen überrachenden Punktgewinn des BVC hoffen, doch in der 83. Minute zeigte Schiedsrichterin Christina Biehl nach einem vermeintlichen Foul von Virgina Kirchberger auf den Elfmeterpunkt. Katharina Baunach verwandelte zum 2:1-Sieg der Münchenerinnen. Kirchberger sah darüber hinaus die Gelbe Karte – in einer kartenreichen Partie der erste Karton für die Gastgeberinnen. Alle fünf vorherigen Verwarnungen wurden gegen den FCB ausgesprochen. Die Cloppenburgerinnen bleiben mit neun Punkten weiter auf dem vorletzten Tabellenrang.

Spielszene Cloppenburg gegen Bayern

Die Partie zwischen Cloppenburg und Bayern war hart umkämpft © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Freiburg klettert auf Rang 7
Vor dem Spiel gegen den FCB war der SC Freiburg der direkte Cloppenburger Tabellennachbar. Mit einem erwarteten 3:0 (2:0)-Sieg gegen Tabellenschlusslicht VfL Sindelfingen ist der Sportclub zumindest vorerst auf den siebten Tabellenrang geklettert. Myriam Krüger gelang vor 512 Zuschauern bereits in der neunten Minute das 1:0, Sandra Starke erhöhte kurz vor der Pause das 2:0 (41.). Nach dem Seitenwechsel legte die irische Nationalspielerin Fiona O’Sullivan das 3:0 nach (82.).

Klarer Sieg für Jena
Der höchste Sieg des Tages gelang dem FF USV Jena, der bei der SGS Essen überraschend deutlich mit 6:1 (2:0) gewann. Christina Julien (9.) und Abby Erceg (33.) trafen noch vor der Pause zur Gäste-Führung. Nach dem Anschlusstreffer von Linda Dallmann (55.) schraubten Sara Löser (67.), Sabine Treml (74.), Amber Hearn (80.) und erneut Julien (83.) das Ergebnis weiter in die Höhe. Für Jena bedeutet dies den Sprung auf den fünften Tabellenrang, die SGS liegt dank des besseren Torverhältnisses vor Hoffenheim auf Platz 9. Der Vorsprung auf den BV Cloppenburg beträgt allerdings sechs Punkte.

Frankfurt lässt Punkte in Leverkusen
Bereits gestern kam Bayer 04 Leverkusen beim 0:0 gegen den 1. FFC Frankfurt zu einem Punktgewinn gegen den Meisterschaftsanwärter. Die beiden Spiele des 1. FFC Turbine Potsdam und des VfL Wolfsburg wurden aufgrund der Champions League verschoben.

Tags: , , , , ,

Sie haben eine Frage zum Beitrag? Dann kontaktieren Sie mich doch per Mail! Oder folgen Sie uns einfach via RSS, Facebook oder Twitter!

26 Kommentare »

  • Trio sagt:

    Also der Elfmeter für Bayern war kein bisschen gerechtfertigt.
    Kirchberger lief einen halben Meter neben ihrer Gegenspielerin, diese fällt von alleine und erst dann kommt Kirchberger an.
    Erwähnenswert ist auch noch, das sich zwei Bayernspielerin in der Schußphase selber angeganen haben, sogar so, dass die Schiedsrichterin, die nicht gerade souverän war, dazwischen gehen musste.

    (0)
  • baFF sagt:

    bäääm! so macht man das. löser als geburtstagskind mit erstem bl-tor und gelber karte. da hat sich die reise doppelt gelohnt 🙂 endlich trifft auch julien für jena. dachte schon, ein weiterer flop… aber an hearn gibt es trotzdem kein vorbeikommen. war das tor von erceg nicht zuerst für hearn gutgeschrieben?

    (0)
  • Aldur sagt:

    Was war das nur für ein Spiel heute in Essen. Eigentlich ließ es sich ganz gut an. Freutel kehrte rechts in der Viererkette in die Startelf zurück, dafür rückte Klasen nach links, Ostermeier ins Zentrum, und Janssen neben Mester auf die Doppel-6. Außerdem durfte Schüller nach ihrer Rückkehr von der U17-WM von Beginn an auf der offensiven Außenbahn ran.

    Anfangs spielte die SGS auch mutig nach vorne, und hatte einige gute Gelegenheiten. Bereits nach wenigen Minuten musste Michel einen schönen Doorsoun-Freistoß aus der Ecke kratzen, und auch nachdem Jena mit seiner ersten Torchance nach einem kapitalen Stellungsfehler in Essens Innenverteidigung in Führung ging, blieb die SGS zunächst gefährlich. So scheiterte Dallmann zweimal knapp – einmal an der Latte, und einmal an Jenas großartiger Torhüterin, und auch Hartmann konnte die Kugel nicht im Gehäuse unterbringen, nachdem sie Michel bereits umkurvt hatte.

    Jena antwortete mit gnadenloser Effektivität in Gestalt des 0:2, womit der SGS dann offenbar der Zahn gezogen war. Einziger Lichtblick in Halbzeit zwei war der Anschlußtreffer, bei dem Dallmann Jenas Torhüterin schwindlig spielte. Die Situation erinnerte ein klein wenig an die legendäre Szene Okocha vs. Kahn.

    Jena ließ sich aber überhaupt nicht beirren, und nach dem 1:3 fiel Essen förmlich auseinander. Letzlich ist es Lisa Weiß zu verdanken, die mehrfach retten musste, dass es am Ende nur 1:6 stand. Außerdem hatte die SGS noch Glück, da Hartmann ihre Rolle als „Agressive-Leader“ etwas übertrieb, und sich zu einer Tätlichkeit gegen Löser hinreißen ließ, dafür aber nur Gelb sah. Andernfalls wären die Personalsorgen demnächst noch größer gewesen. Was in den letzten 25 Minuten abgelaufen ist, ist dann auch mit Personalnot und vielen jungen Spielerinnen nicht mehr zu erklären.

    Da das nächste Pflichtspiel bereits das Pokal-Halbfinale ist, hoffe ich, dass Högner die Länderspielpause nutzen kann, um die Mannschaft wieder aufzubauen, und so die Chance auf einen halbwegs versöhnlichen Abschluß dieser Seuchen-Saison in Form einer möglichen Finalteilnahme erhalten bleibt.

    (0)
  • xyz sagt:

    Nach der 1:6 Klatsche in Essen macht es sich der Trainer etwas einfach! Die Abwehr ist ja mal wieder schnell als Schuldige ausgemacht und die ja so tollen Spielerinnen, wie Dallmann,Doorsoun und Hartmann waren ja wieder überragend!Da frag ich mich aber,wie es kommt, dass das gegnerische Tor nicht getroffen wird.Wenn man keine Tore schießt,dann kann man auch nicht gewinnen!Dieses ewige hochjubeln von Spielerinnen,die ihre Leistung auch nicht bringen und die ausreden,dass ja viele Spielerinnen fehlen und oder zu jung sind ist doch keine Ausrede mehr!Andere Mannschaften haben auch jung Spielerinnen und geraten nicht in so eine Bedrängnis! Es stehen regelmäßigKlasen.Mester Martini Janssen Doorsoun Dallmann Hartmann und Weiß in der Startaufstellung, sind doch die vom Trainer hochgeschätzten Stammspielerinnen mit schon viel Bulierfahrung.Also der Stamm ist doch vorhanden!(7 von 11)Ich denke man sollte mal aufhören einzelne Spielerinnen permanent hochzujubeln und andere für die verkorkste Mannschaftsleistung verantwortlich zu machen.Zumal man ja ein Spiel verliert,wenn man mind. ein Tor zu wenig schießt,was ja in den letzten Spielen regelmäßig passiert!

    (0)
  • enthusio sagt:

    Ergänzend zu Aldurs Spielbericht aus Essen möchte ich noch einige Anmerkungen machen.

    Die Essener Abwehr war heute ein einziger Hühnerhaufen, Lisa Weiß konnte einem wirklich leid tun. In der 1. Halbzeit bildeten Martini (in ihrem 100. Spiel für Essen) und Ostermeier, in der 2. Halbzeit Martini und Janssen die IV. Doch ein geordnetes Stellungsspiel war in beiden Halbzeiten nicht erkennbar, es brannte vor allem in der 2. Halbzeit immer wieder lichterloh im Essener Strafraum und man hätte sich über ein zweistelliges Ergebnis nicht beschweren dürfen.

    Offensive Impulse setzten in der 1. und zu Beginn der 2. Halbzeit nur Dallmann und Hartmann. Alle anderen Spielerinnen blieben in dieser Hinsicht völlig wirkungslos und ohne Tordrang. Über die Flügel lief gar nichts, ein Positionswechsel zwischen Doorsoun und Schüller in der 2. HZ brachte auch keine Besserung.

    Jena war technisch und taktisch heute sicherlich um einiges besser als Essen, aber ein derartiges Endergebnis war nach dem Spielverlauf der 1. Halbzeit mit einigen doch recht guten Essener Torchancen eigentlich überhaupt nicht zu erwarten. Doch in der 2. Halbzeit war nach zehn recht ansprechenden Minuten, die in Dallmanns Anschlusstor gipfelten, von Essen nichts mehr zu sehen.

    Fazit: in dieser Form (vor allem der 2. HZ) ist Essen ein echter Abstiegskandidat und kann sich das Pokalfinale in Köln abschminken. Ich frage mich nachträglich immer noch, wie es möglich war, dass sie vor kurzem gegen Frankfurt fast noch einen Punkt gerettet haben. Der Leistungsabfall der letzten Wochen ist mir wirklich ein Rätsel, das schlechte Spiel in München war also doch keine Eintagsfliege.

    Hier noch ein Link:

    http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/essen/sgs-laesst-sich-von-jena-abschiessen-id9183496.html

    (0)
  • FFFan sagt:

    Hier geht’s zur ‚Torshow‘ von DFB-TV:

    @ Nora:
    „die SGS rutscht hingegen auf Platz zehn ab“

    Die SGS liegt (noch) auf Platz 9, wegen der besseren Tordifferenz ggü. Hoffenheim.

    (0)
  • Markus Juchem sagt:

    @FFFan: Danke, ist korrigiert.

    (0)
  • Dühne sagt:

    Elfmeter berechtigt oder nicht für den FCB. Das ist wohl kaum die Wurzel allen Übels beim BV Cloppenburg. Denn diese Situationen gleichen sich immer im Verlauf einer Saison aus.
    Wenn man mit einer 2-Mio Truppe 9 Punkte auf dem Konto hat und nicht einen Heimsieg geschafft hat sollte man wohl eher mal die Fähigkeiten der Verantwortlichen auf der Trainerbank überprüfen. Den gegnerischen Trainer in der Pressekonferenz anzugehen zeigt auch nur eines, die Nerven liegen mehr als blank und der Realitätssinn ist in weite Ferne gerückt. Ergo, jede Mannschaft ist nur so gut wie sie trainiert und geführt wird. Das ist augenscheinlich beim BV Cloppenburg mehr als nur zu erkennen.

    (0)
  • FF-Tale sagt:

    Die Tendenz der letzten Spieltage setzt sich fort: Das unkonstante LEV bleibt Wundertüte (diesmal wieder im positiven Sinn gegen Frankfurt) und Jena hat weiterhin überraschend viel Spaß am Tore schießen (noch nie hat Jena mehr Tore in einem BuLi-Spiel geschossen, stand bei Framba). Die Kluft zwischen Platz vier und dem „Rest“ bleibt gleich groß, der Abstand zwischen Neuntem und Abstiegsplatz wird leicht größer. Schade, dass jetzt gleich schon wieder so eine lange BuLi-Pause kommt.

    Aufregung in Cloppenburg: Zitat NWZ Online von heute

    „… Nach einem umkämpften Spiel kam es während der Pressekonferenz noch zu einer Auseinandersetzung über den Elfmeter, der das Spiel entschieden hatte. Bayern-Coach Thomas Wörle sprach zwar von einem glücklichen Sieg seines Teams und räumte ein, nicht nahe genug am umstrittenen Zweikampf dran gewesen zu sein, sagte aber: „Ich habe es als Elfmeter empfunden.“ Daraufhin griff ihn zunächst ein aufgebrachter Fan verbal an, und anschließend kritisierte ihn BVC-Trainerin Tanja Schulte. Daraufhin verließ Wörle, der sich unfair behandelt fühlte, wütend den Raum. …“

    1. Was macht ein Pöbel-Fan auf einer Pressekonferenz (Betonung auf Presse!)? 2. Folgendes Szenario: Spielerin einer Topmannschaft fällt im Strafraum des Abstiegskandidaten. Dass da leider nahezu IMMER in der FF-BuLi (ob schuldig oder nicht) auf den Punkt gezeigt wird, sollte auch für die erfahrene Schulte keine neue Erkenntnis mehr sein. 3. Wörle wegen dem Elfmeter kritisieren, aber wo steht etwas von Selbstkritik bzw. Schulte-Kritik an ihrem eigenen Luxus-Kader?
    Übrigens Respekt an die Cloppenburger Anhänger: Eine Saison ohne Heimsieg, aber trotzdem immer noch über 1500 Zuschauer!

    @ xyz: Falls es Sie beruhigen sollte: Dass eigentlich erfahrene Routiniers oft schwer erklärliche Leistungs- und Motivationsschwankungen an den Tag legen und trotzdem weitestgehend in Watte verpackt unkritisiert bleiben während andere (meistens Defensive plus TW) schuld sind und dass zu allem Überfluss die Routiniers trotz Leistungstief oft genug auf dem Stammelfplatz „kleben“ bleiben dürfen … das kommt m.M.n. doch bei allen Nicht-Topclubs in der FF-BuLi vor, nicht nur bei Essen und Högner.
    Volle Zustimmung übrigens beim Punkt, dass die Essener Klatsche gestern auch andere Erklärungsmöglichkeiten verdient hätte. Immerhin ging es ja nicht gegen einen Übergroßen, sondern gegen Jena auf Augenhöhe (hinsichtlich Zahl junger Spielerinnen, auch einige Verletzungen etc.).

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Da wir uns ja durchaus schon zu einem Zeitpunkt in der Saison befinden, der fortgeschritten ist (so dürfte Cloppenburg als 2. Absteiger feststehen und oben werden vermutlich Wolfsburg, Potsdam und Frankfurt das Rennen unter sich ausmachen), sollten wir uns schon einmal über die Zeit nach der Saison Gedanken machen, denn ich denke, dass das Wechselkarussell diese Saison gewaltig laufen wird.

    Begründung:
    1. wird sich Frankfurt neu aufstellen und bei dem sehr kleinen Kader einige Spielerinnen holen.
    2. wird auch Potsdam anscheinend den Abgang einer Kräfte zu verschmerzen haben.
    3. Viele Spielerinnen befinden sich auf dem Markt, die als ungeschliffene Diamanten bezeichnet werden dürfen.

    Gerade die Spielerinnen aus den Wundertüten-Mannschaften aus dem Mittelfeld der Liga werden interessant sein. Dazu dürfte bei Cloppenburg einiges frei werden.

    Ich gehe mal stark davon aus, dass sich begehrte Spielerinnen wie Islacker, Aschauer und Jäger von Cloppenburg definitiv auf dem Markt befinden werden; darüber hinaus vermute ich, dass jede Leverkusener Stammspielerin, deren Vertrag zum Saisonende ausläuft, ein lukratives Angebot vorliegen hat.

    Auch Jena dürfte so einige Spielerinnen haben, die für den ein oder anderen Klub interessant sein dürften.

    Zudem dürfte es auch unter den Topclubs ein Rotieren geben, je nachdem, welche zwei sich für die CL qualifizieren. Denn nächste Saison ist WM und da wird man sich noch einmal empfehlen wollen.

    Vermutlich ist die Tatsache, dass sich dort einige Spielerinnen noch sehr bedeckt halten, genau dem geschuldet, dass sie abwarten wollen, welcher Verein den Kürzeren zieht und dann zu einem anderen gehen werden.

    (0)
  • uwe sagt:

    @FF-Tale
    Das Fans bei der PK dabei sind ist zumindest auch in Duisburg üblich. Das gehört zum Gesamtpaket wenn wenn man sich eine Vip-Karte holt. 😉

    (0)
  • xyz sagt:

    Da ist Tanja Schulte in ihrer Trainerkarriere bereits drei mal mit einer Mannschaft in die Erste Bundesliga aufgestiegen(Wattenscheid,Herford und Cloppenburg)und soll jetzt auch zum dritten mal sofort wieder absteigen?da kann man ihr nur die Daumen drücken,dass sie es mit ihrer Mannschaft noch schafft!

    (0)
  • AdiPreissler sagt:

    Dühne, woher kommen die 2 Mio. bei Cloppenburg? Das ist ja mehr als Frankfurt, die anderen Clubs verheimlichen ja ihre Etats. Oder sind die 2. Mio. für 2 Saisons?

    Dabei muß ich sagen, Cloppenburg war die schwächste Mannschaft, die ich in den vergangenen 4 Jahren in Frankfurt gesehen habe, abgesehen von den B-Juniorinnen von Sindelfingen, aber die laufen außer Konkurrenz (immerhin laufen sie).

    (0)
  • dummkopf sagt:

    Da wurden aber viele Gesichtspunkte beleuchtet die Tage.
    Als erstes muss man die armen SGSler ein wenig aufmuntern, die hier immer so gute Berichte abliefern.
    Es ist doch alles eine Frage der Sichtweise. Auch das FFC-Spiel war nur einsatzmässig gut. Wieviel kompakter man auch gegen einen frischeren FFC verteidigen kann, hat Lev gezeigt. Die SGS hatte gegen den FFC viel Glück, und das zeigte damals schon, dass man froh sein kann, die nötigen Punkte fast schon sicher zu haben.
    Von daher war das Spiel bei den Bayern doch noch erstaunlich gut.
    Hat man nicht vielleicht auch ein wenig zuviel erwartet nach einer guten Phase zu Beginn?
    Vergleicht man den Kader der SGS mit zB Freiburg, so haben die auch 3 N11-Spielerinnen als Korsettstangen, darumherum aber auch noch so erstklassige erfahrene Spielerinnen wie Maier, Abbe, Arnold nahezu völlig verletzungsfrei (toi, toi, toi) … Ich denke nicht, dass die SGS besseres Spielermaterial hat und man dort davon ausgehen sollte, in der Tabelle selbstverständlich besser dastehen zu müssen.
    Daher war man realistisch auch genausowenig haushoher Favorit im Halbfinale wie man es sich jetzt schon abschminken kann.
    Auch Cloppe hat einige wirklich gute Spielerinnen, hatte sogar kaum Verletzungssorgen, dafür aber ein paar dumme, unglückliche, unnötige Spielverluste und steht jetzt auf einem Platz, den die SGS trotz dieser dauernden Verletzungsgeschichten verhindern konnte.
    Das Schicksal hätte aber bei entsprechendem (noch unglücklicherem) Verlauf vielleicht jeden der hinteren 6 treffen können. Noch ist es aber auch für Cloppe noch nicht ganz zu spät, einen Lauf a la Dui zu starten.

    Dass allerdings die Hereinnahme von Ostermeier in und (falls das so war) die gleichzeitige Herausnahme von Doorsun aus dem mittleren Defensivbereich ein arg grosses Loch reissen würde, war eigentlich schon zu befürchten gewesen.

    (0)
  • hapl27 sagt:

    Ich bin in dieser Saison bei jedem Heimspiel der Cloppenburgerinnen zugegen gewesen.
    Das Spiel gestern wurde (wie schon gegen Freiburg und Essen und mit Abstrichen gegen Potsdam) unglücklich verloren.
    Seit langem konnte ich nach dem Spiel aber eine positive Stimmung nach dem Spiel feststellen. Ein längeres Gespräch mit Sofia Jakobsson und Vanessa Bernauer machte mir deutlich, dass die Spielerinnen selbst nach wie vor an den Klassenerhalt glauben. Wer auf das kommende Programm der Cloppenburgerinnen guckt, stellt fest, dass noch einige Punkte möglich sind. Um beim Thema Klassenerhalt noch ein Wörtchen mitzureden, müsste gegen Sindelfingen und Hoffenheim (beides Heimspiele) definitiv gewonnen werden. Hinzu kommen noch mögliche Punktgewinne in Duisburg und Freiburg und mit ganz viel Glück (und einer kämpferischen Leistung wie gestern) ist auch in Jena ein Punkt möglich. Holt man aus diesen 5 Spielen 9-10 Punkte ist der Klassenerhalt in meinen Augen realistisch.
    Ich weiß meine Ausführungen sind reine Milchmädchenrechnungen, aber sie sollen nur ein Beleg dafür sein, dass man den BVC noch nicht abschreiben sollte.

    Noch ein paar Worte zu Tanja Schulte. Sicherlich stellt man beim gleichzeitigen Blick auf Kader und Tabelle fest, dass das Preis-Leistungsverhältnis nicht ganz stimmt. Nur so viel, leider ist Tanja Schulte nicht alleinige Entscheidungsträgerin in Cloppenburg.
    Man merkt aber, dass sie die Spielerinnen erreicht und gut auf die Spiele einstellt. Gestern hatte sie eine kluge Überraschung in die Aufstellung eingebaut, Eve Chandraratne spielte nach einer gefühlten Ewigkeit von Beginn an auf der rechten Außenbahn und lieferte, bis zu ihrer Auswechslung, eine starke und vor allem souveräne Partie ab.

    (0)
  • Trio sagt:

    Ich glaube auch die Cloppenburgerinnen sollte man noch nicht abschreiben, gestern haben sie richtig gekämpft und Hoffenheim zum Beispiel muss noch gegen alle 4 Großen, davon hat Cloppenburg schon zwei hinter sich und bei alle anderen Mannschaften kann die Mannschaft bei der Einstellung von gestern bestimmt noch den einen oder anderen Punkt holen.

    (0)
  • FF-Tale sagt:

    @ Uwe: Ja, das mit Otto-Normal-Fans auf PKs ist mir auch aus anderen FF-Stadien bekannt. Die Publikumsreaktionen auf solchen Spielbesprechungen sind ja aber maximal böses Raunen oder zynisch amüsiertes An-den-Kopf-Greifen. Ein spitzer Kommentar einer selbstbewussten Schulte oder eines anderen Verantwortlichen geht in Ordnung. Aber dass Krethi und Plethi anfangen, den Gästetrainer (hier Betonung auf Gast!) anzupöbeln, ist ganz großer Sport! 😉
    Zumal Wörle ja auch eher nicht vom provokant-eskalierenden Trainertypus ist, der falsche Adressat für Schiri-Fehlentscheidungen ist er so oder so.
    Dühnes Kommentar (siehe oben) mit den mehr als blanken Nerven bei Cloppenburg, trifft es wohl ganz gut.

    Und diesen Satz zu Cloppenburg „Immer nett mitgespielt aber am Ende doch stets verloren.“ kennt man auch schon aus den letzten Jahren von Lok Leipzig, LEV und Gütersloh. Und am Ende sind sie alle sportlich abgestiegen (Ausnahme: LEV wurde am grünen Tisch vom HSV „gerettet“).
    Duisburg, Jena, Freiburg etc. wurde hingegen in den seltensten Fällen „gutes Mitspielen“ attestiert, am Ende haben dann aber genau diese Mannschaften immer die Klasse gehalten. Vielleicht spricht das den Essen-Anhängern hier zu, die momentan im Sportlichen wenig bis gar kein Land sehen.
    (Aber natürlich hat auch Hapl Recht: Noch ist Cloppenburg noch nicht abgestiegen).

    @ Hapl: Sie sind nah dran an Cloppenburg. Wenn es nicht an Trainer-Verstand oder Spielerinnen-Motivation (siehe Ihr Bericht zu Jakobsson und Bernauer) mangelt: Woran fehlt es dann, können Sie das vielleicht präzisieren? Mangelnde Selbstkritik? Team-Chemie unstimmig?

    (0)
  • hapl27 sagt:

    @ FF-Tale:

    Schwierig DEN Grund für die bis dato erfolglose Saison und insbesondere für die erfolglosen Heimspiele des BVC zu finden. Ich glaube mittlerweile, dass es sich aus mehreren Faktoren zusammensetzt.

    Ein Hauptgrund ist in meinen Augen der fehlende Teamspirit bzw. ein absolut intaktes Mannschaftsgefüge. Vor der Saison wurden einige mehr oder weniger bekannte nationale und internationale Spielerinnen geholt, die aber, so zeigt der Saisonverlauf, noch lange kein intaktes und gut spielendes Team ausmachen. Man merkt zwar, dass die Spielerinnen sich untereinander verstehen, aber als eine absolute Einheit treten sie nicht auf. Vor und nach dem Spiel sind es meist die gleichen Grüppchen die zusammenstehen, teilweise sind es leider auch Einzelspielerinnen.Aber auch da habe ich gestern Verbesserungen gesehen, Eve Chandraratne war Spielführerin und hat das Spiel auch auf der emotionalen Ebene geleitet und es geschafft alle Spielerinnen von Beginn an mitzunehmen. Bleibt sie die nächsten Wochen fit, könnte sie ein wichtiger Faktor für den BVC werden.
    Irgendwie herrschte eine bessere Stimmung als nach den zuvor verlorenen Heimspielen. Vielleicht ist bzgl. Einstellung und Teamspirit in den letzten Tagen intensiver gearbeitet worden. Wie bereits erwähnt vermittelten die Spielerinnen den Fans, dass man nach wie vor an den Klassenerhalt glaubt. Zitat Jakobsson: „The upcoming games are the games where we can make the points.“

    Ein weiterer Faktor für die magere Punktausbeute sind die leider extrem häufigen auftretenden individuellen Fehler einzelner Spielerinnen. Sie führten mehrmals direkt (riesen Torwartfehler gegen Essen, Abwehrfehler gegen Potsdam) oder indirekt (Platzverweise gegen Leverkusen,Freiburg,Wolfsburg) zu meist entscheidenden Gegentoren. Wie man das abstellt ist die große Frage. Aber vielleicht kann man an der Stelle auch einfach darauf hoffen, dass mit dem gestrigen Tag (höchst fragwürdiger Elfmeter für Bayern) sämtliches Pech des BVC für diese Saison verteilt worden ist 😉

    (0)
  • xyz sagt:

    Dummkopf,da gebe ich dir vollkommen Recht.Wenn die SGS Spiele gewinnen,dann über den Kampf und oft mit Glück.Von Spielklasse kann man da weniger reden.Mannschaften wie Freiburg,Leverkusen haben da wirklich mehr auf die Mischung geachtet.Junge Talente gemischt mit erfahrenen technisch guten Spielerinnen. In Essen gibt es zwar einige junge Talente,aber keine erfahrenen Spielerin die wirklich technisch und mit Spielwitz überzeugen.Sehr gut und erfahren ist die Torfrau,Weiß,die einem manchmal richtig leid tun kann. […] Kann man nur hoffen,dass Essen für die nächste Saison den jungen Talenten erfahrene Spielerinnen mit spielerischem Können zu Seite stellt,damit man mal eine Weiterentwicklung der jungen Spielerinnen beobachten kann.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

    (0)
  • enthusio sagt:

    Hier eine ausführliche Video-Zusammenfassung des Spiels Essen-Jena, die die obigen Kommentare zum Spiel bestätigt:

    http://sgs-essen.de/medien.html

    (0)
  • xyz sagt:

    Zum Glück hat man nicht die Pressekonferenz in das Netz gestellt.

    (0)
  • O. Christ sagt:

    @xyz Warum nicht? Kannst du uns aufklären? Ähnliche Probleme wie bei der PK in Cloppenburg?

    (0)
  • cujo31 sagt:

    Ich denke er spricht auf die Tonprobleme bei der PK an.
    Im Video wäre nichts von den Statements zu hören.

    (0)
  • Trio sagt:

    Hier ist die Zusammenfassung von BVC-TV
    http://bvc-kicker.de/index.php?page=311

    es wird sogar die Pressekonferenz gezeigt.

    (0)
  • O. Christ sagt:

    @cujo31: Danke für die Info.
    @Trio: Danke. Die PK ist eigentlich viel spektakulärer als die noch recht gesitteten Auseinandersetzungen zwischen Turbine und dem DFB.

    (0)
  • FF-Tale sagt:

    Während auf Womensoccer im Nachbar-Thread die 100-Kommentar-Marke zu DFB-Potsdam geknackt wird, kommt dieses Cloppenburger Highlight aus der Kategorie „Abstiegsemotionen“ nicht einmal auf 100 Klicks (im gesamten Netz wohlgemnerkt)!

    Eigentlich schade, trotzdem irgendwie ein faszinierendes Video. Tipp: Auf jeden Fall schon einmal für den Saisonrückblick auf der Festplatte archivieren. 😉 Danke @ Trio.

    (0)

Kommentar schreiben

Add your comment below. You can also subscribe to these comments via RSS

Seien Sie nett. Bleiben Sie beim Thema. Kein Spam.

You can use these tags:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar