Frankfurt mit Respekt nach Leverkusen

Von am 28. März 2014 – 10.21 Uhr 3 Kommentare

Mit dem Heimspiel von Bayer 04 Leverkusen gegen den 1. FFC Frankfurt wird am Samstag (13 Uhr, live auf Eurosport) der 15. Bundesligaspieltag eröffnet. Die Frankfurter Konkurrenz ist im Champions-League-Einsatz, und so richtet sich der Blick am Sonntag auf die Duelle am anderen Tabellenende, denn für den SC Freiburg und den BV Cloppenburg geht es um wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt.

Die Partie in Leverkusen schätzt Frankfurts Trainer Colin Bell als „eines der schwersten Auswärtsspiele der Saison“ ein. Die Leverkusenerinnen liegen auf einem starken fünften Tabellenrang, unterlagen in der vergangenen Woche allerdings mit 3:5 bei der stark ersatzgeschwächten TSG 1899 Hoffenheim.

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In der Hinrunde konnte Leverkusen in Frankfurt einen Punktgewinn bejubeln. © Frank Gröner, girlsplay.de

In der Hinrunde konnte Leverkusen in Frankfurt einen Punktgewinn bejubeln. © Frank Gröner, girlsplay.de

Kann Leverkusen erneut überraschen?
Schon in der Hinrunde konnten die Leverkusenerinnen gegen Frankfurt einen Punkt mitnehmen – trotz zwischenzeitlicher 2:0-Führung des FFC. „Diese Erfahrung lehrt uns, dass wir einmal mehr mit großer Konzentration und Konsequenz zu Werke gehen und jenen ,Vollgas-Fußball‘ spielen müssen, der uns in den letzten Wochen und Monaten ausgezeichnet hat“, so Bell. Im Falle eines Auswärtssieges würden die Frankfurterinnen ihren Vorsprung an der Tabellenspitze zumindest vorübergehend gegenüber dem 1. FFC Turbine Potsdam auf vier Punkte ausbauen. Die Partie der Potsdamerinnen gegen die TSG 1899 Hoffenheim findet aufgrund der Champions League erst am 13. April statt. Gleiches gilt für die Begegnung des VfL Wolfsburg gegen den MSV Duisburg.

Schwere Aufgabe für Cloppenburg
Am Sonntag empfängt der BV Cloppenburg ab 14 Uhr den FC Bayern München – und verschiedener könnten die Voraussetzungen nicht sein. Während der FCB zuletzt gute Ergebnisse erzielte und auf dem gesicherten vierten Rang liegt, hat der BVC alle Spiele in diesem Jahr verloren, hinzu kommt die Heimschwäche der Niedersächsinnen, die im eigenen Stadion weiter auf den ersten Sieg fahren. „Wir fahren nach Cloppenburg, um erfolgreich zu sein“, sagt FCB-Trainer Thomas Wörle, warnt aber gleichzeitig: „Der BV Cloppenburg kämpft gegen den Abstieg, für sie geht es um alles, da wird der Rasen brennen.“ Das Hinspiel gewann Bayern vom Ergebnis her zwar deutlich mit 5:2, doch der BVC hatte zwischenzeitlich zweimal ausgleichen können und war schließlich erst in der zweiten Halbzeit ins Hintertreffen geraten.

Freiburg will Favoritenrolle gerecht werden
Während ein Erfolg der Cloppenburgerinnen gegen den FCB eine große Überraschung wäre, ist der SC Freiburg gegen den VfL Sindelfingen klar in der Favoritenrolle. Mit nur fünf Punkten Vorsprung auf Cloppenburg liegt der Sportclub auf dem zehnten Tabellenrang und mitten im Abstiegskampf. „Ein Sieg ist für uns Pflicht, ganz klar“, sagt Freiburgs Trainer Dietmar Sehrig dahervor dem Duell mit dem Tabellenschlusslicht. „Dementsprechend werden wir versuchen, Sindelfingen unter Druck zu setzen und offensiv aufgestellt sein.“

Mittelfeldduell in Essen
Im vierten Spiel des Wochenendes trifft die SGS Essen am Sonntag auf den FF USV Jena. Im Falle eines Sieges könnten sich die SGS – zumindest vorübergehend – auf den sechsten Rang verbessern. Für Jena wäre, abhängig vom Ergebnis der Leverkusenerinnen gegen Frankfurt, ein Sprung auf Platz fünf möglich.

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3 Kommentare »

  • dummkopf sagt:

    Na, dann schauen wir mal was Lev so macht, nachdem Essen sich taktisch wenigstens ansatzweise auf die Besonderheiten des FFC einstellen konnte.
    Auch dort konnte man schon sehen, dass der FFC einen anderen spielerischen Ansatz verfolgt als Wob, die durch permanenten Dauerdruck – insbesondere auch bei gegnerischem Ballbesitz – Fehler des Gegners oder eigene Torchancen quasi herauszupressen versuchen.
    Frankfurt lauert doch eher tiefer in der eigenen Hälfte operierend auf die Lücke, und versucht diese dann durch individuelle Klasse auszuspielen.
    Essen hat immerhin weniger Lücken aufgemacht, aber natürlich trotzdem in erster Linie von der an diesem Tag ungenauen Chancenverwertung des FFC profitiert. Vor allem konnte Essen in der Offensive viel zu wenig Akzente setzen, auch weil Dallmann zum wiederholten Male gegen Spitzenmannschaften den Beweis ihrer Klasse nicht antreten konnte, und so Hartmann meist völlig in der Luft hing.
    Die Offensive könnte für Lev noch viel mehr zum Problem werden, da die Mannschaft auf einem relativ homogenen Level spielt, aber nicht über ein, zwei Einzelspielerinnen verfügt, die dem FFC in Einzelaktionen gefährlich werden könnten.
    Wenn Lev versucht, sich durchzukombinieren, werden wir in 90 Min wohl fast keine Chance für sie erleben. Nur wenn sie wie in Frankfurt zum Schluss mit hohen weiten Bällen operieren, könnten sie Chancen verzeichnen.
    Hat Obliers sich etwas einfallen lassen?
    Bzgl. Hendrich wird es sicher auch Anzeichen geben, ob die phantasievolle Nominierung zur N11 gerechtfertigt ist, und sie bereits auf einem ähnlichen Niveau wie der FFC spielen kann. Auch für die übrigen Levs natürlich eine schöne Chance.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Ich vermisse geraume Zeit schon Izy Kerschowski! Verletzt, aussortiert oder was?

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  • dummkopf sagt:

    Halbzeit
    Der FFC anfangs mit etwas mehr Vorchecking und etwas weiter vorne agierend bei gegnerischem Ballbesitz, aber immer noch nicht mit genug Druck.
    Und daher tut man sich wie erwartet nicht leicht, wenn der Gegner kompakt hinten stehen bleibt und konsequent wenig Räume lässt.
    Allerdings ist Lev rechte Vert. leider bisher ein Schwachpunkt, der FFC könnte diesmal trotz rechter Schokoladenseite über links spielen, evtl. sogar seine starken Spielerinnen auf die linke Seite umstellen.
    Andererseits fing zuletzt links Schwab an, völlig unnötig gefährliche Freistösse zu produzieren. Auch darauf könnte der FFC spekulieren.
    Und Lev hat in Knaak vielleicht doch eine Spielerin, die dem FFC mit einer Einzelaktion weh tun könnte. Lev sollte so oft es geht über sie spielen.

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