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Algarve Cup: DFB-Elf zieht ins Finale ein

Von am 7. März 2014 – 19.37 Uhr 53 Kommentare

Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel hat die deutsche Frauenfußball-Nationalelf vorzeitig das Finale beim Algarve Cup gereicht. Gegen China musste sich die DFB-Elf aber lange gedulden, ehe Anja Mittag der goldene Treffer gelang.

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Beim 1:0 (0:0) gegen die Chinesinnen dauerte es im Estádio Municipal in Albufeira bis zur 84. Minute, ehe Anja Mittag aus 20 Metern nach Vorarbeit von Sara Däbritz der Siegtreffer gelang. Damit hat die Auswahl von Bundestrainerin Silvia Neid nach dem 5:0-Sieg zum Auftakt gegen Island vorzeitig die Finalteilnahme perfekt gemacht.

Frühe Chance durch Popp, China kontert
Bis dahin hatte die deutsche Mannschaft zwar eine überlegene Vorstellung geboten, aber keine Lücke in der chinesischen Abwehr gefunden, der Gegner war zudem bei gelegentlichen Kontern gefährlich.

Anja Mittag

Anja Mittag erzielte den entscheidenden Treffer © Nora Kruse

Alex Popp hatte früh mit einem Flugkopfball die Chance zur Führung, verpasste das Tor aber knapp (4.). China hatte seine beste Chance durch Yang Li, die ebenfalls nur knapp scheiterte (20.). Auch Dzsenifer Marozsán schaffte es zweimal nicht, den Ball im Gehäuse unterzubringen (29., 42.).

Mittag macht späten Sieg perfekt
Nach einer knappen Stunde hatte dann Mittag die Führung auf dem Fuß, doch sie verzog aus aussichtsreicher Position, nachdem Melanie Leupolz den Ball im Mittelfeld erobert hatte (57.).

Tabea Kemme musste verletzungsbedingt wegen einer Oberschenkelprellung gegen Bianca Schmidt getauscht werden (69.). Als in der Schlussphase es bereits nach einem Remis aussah, sorgte Mittag doch noch für die Erlösung (84.).

Deutschland – China 1:0 (0:0)

Deutschland: Schult – Kemme (69. Schmidt), Krahn, Henning, Maier – Keßler (46. Leupolz), Goeßling – Alushi (80. Däbritz), Marozsán (46. Mittag), Popp (46. Laudehr), Šašić

China: Zhang Yue – Liu Shanshan, Li Dong Na, Wu Haiyan, Wang Shanshan – Ren Guixin, Zhang Rui – Wang Lisi (44. Hang Peng), Li Ying (90. Wang Chen), Gao Qi (50. Xu Yanlu), Yang Li (76. Lou Jiahui)

Tore: 1:0 Mittag (84.)

Gelbe Karten: Popp; Wang Shanshan, Wang Lisi

Schiedsrichterin: Sheena Dickson (Kanada)

Zuschauer: 500

Norwegen verliert erneut
Möglich wurde der vorzeitige Finaleinzug der DFB-Elf durch die neuerliche Niederlage Norwegens. Nach dem 0:1 zum Auftakt gegen China verlor der Vize-Europameister nun gegen Island mit 1:2. Der Siegtreffer für die Isländerinnen fiel in der 85. Minute.

USA verpassen Finaleinzug
Den Finaleinzug verpasst haben hingegen die US-Amerikanerinnen – und das erst zum zweiten Mal in den vergangenen zehn Jahren. Nach dem 1:1 gegen Japan zum Auftakt musste sich der Olympiasieger nun Schweden mit 0:1 geschlagen geben. Den entscheidenden Treffer erzielte Lotta Schelin bereits in der 24. Minute. Abby Wambach vergab in der zweiten Halbzeit einen Foulelfmeter. Im zweiten Spiel der Gruppe B setzte sich Japan mit 1:0 gegen Dänemark durch. Hier erzielte Mana Iwabuchi von der TSG 1899 Hoffenheim in der 43. Minute den einzigen Treffer der Partie. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen liegt Schweden an der Spitze der Gruppe.

Österreich unterliegt Nordkorea
In Gruppe C verlor Österreich mit 0:2 gegen Nordkorea, im zweiten Spiel setzten sich die Russinnen mit 3:1 gegen Portugal durch. Angeführt wird das Klassement von Nordkorea.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

53 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Ein alles in allem sehr, sehr müder Kick. Behäbig, ohne Esprit, ohne Dampf, ohne Idee, einfach nur das abgespult, was man so drauf hat und vorne viele Einzelaktionen.

    Dazu kamen viele technische Unfertigkeiten, man hat sich an der Auslinie verdribbelt, viele Pässe kamen nicht an. Alles in allem hats gereicht, und das Tor viel auch durch ne Einzelaktion.

    Deutschland hat massig gute Spielerinnen, sehr gute Spielerinnen. Dass die mehr nicht zustande bringen, ist echt traurig. Keine sah wirklich so aus, als hätte sie Freude daran, sondern alle hatten eig chronisch die Mundwinkel nach unten gezogen und sahen so aus, als könnten sie jetzt was viel Schöneres machen.

    Traurig, traurig… Da vergeht einem ja schon beim Zuschauen die Lust am Fußballspielen.

    Es wird doch immer so sehr betont, dass die Fußballfrauen sich soviel mit Psychologen usw. auseinandersetzen. Vielleicht sollte der demnächst mal die Kabinenansprache halten, dann wäre das mal ne andere Einstellung.

    Schließlich war heute ein sonniger Tag, da sollte das Fußballspielen doch Spaß machen, gerade, wenn man den Gegner einigermaßen unter Kontrolle hat. Da fehlt schlicht und ergreifend die Motivation, sich ins Zeug zu legen, weil der immer wieder gleiche Trott auch ausreicht. Zumindest gegen solche Gegner…

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  • gerd karl sagt:

    sheldon, ich habe bei deinem artikel erst gemeint du sprichts über die amis die gegen schweden 1-0 verloren haben.

    ich fand wie immer das deutsche spiel gut, viele torchancen aber die chinesische torhüterin hat sehr gut gehalten.
    die chinesinnen haben gut gekämpft , hatten aber nur zwei torchancen.

    dies lag auch an der guten abwehr der deutschen mannschaft.

    wie immer bei mir, deutschland hat gut gespielt, doch einen ausfall muss ich vermelden, lena gößling, ich trauen es mir eigentlich nicht zu dies zu sagen, ein totalausfall.

    ein anderer ausfall, norwegen, was ist nur mit norwegen los.

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  • Michele sagt:

    @gerd karl

    Lena war tatsächlich ein Totalsusfall! Deswegen verstehe ich auch nicht, dass Viola Odebrecht nicht nominiert wurde! In der momentanen Form, hat Goeßling nichts auf dem Platz zu suchen! Viola macht in WOB einen guten und soliden Job, muss aber daheim bleiben! Lena(total ausser Form), darf mit und immer spielen! Versteh ich nicht!
    Deutschland hat sich heute lange schwer getan! Ich hätte mir mehr Druck über die Aussen gewünscht! Wenn wir mehr mit Flanken operiert hätten, wäre es für China eng geworden! Sasic ist doch extrem kopfballstark!

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  • jochen-or sagt:

    Nicht durch den obigen Bericht von Sheldon irritieren lassen!

    Das war ordentlich, wenn auch nicht überragend.
    Gegen einen wesentlich unangenehmeren Gegner als Island war es ein verdienter Sieg.
    Auch dieses Mal gab es niemanden, der herausragte oder entscheidend abfiel. ( @Gerd Karl- Gößling spielte tatsächlich einigermaßen blass, aber „Totalausfall“?? -)
    Erstaunlich, dass die Auswechslungen von Keßler, Marozsan und Popp zur Halbzeit gegen Laudehr, Leupold und Mittag keinen Bruch ins Spiel brachten.
    Am besten gefallen hat mir die zur Halbzeit eingewechselte Anja, die gleich 3 gute Szenen mit 2 gefährlichen Schüssen und dem Tor hatte.
    Überragend war für mich die chinesische Torfrau, die mit großartiger Fußabwehr a la Handballtorwart Anja ein weiteres Tor versagte.

    Ich kann mich nur an 1-2 Chancen der Chinesinnen erinnern.

    Auf jeden Fall leisteten diese aber durch Pressing Gegenwehr, wie wir dies seit der EM nicht mehr erlebt haben – und dennoch sah die N11 recht ordentlich aus.

    Leider geht es nicht gegen die USA! Aber Schweden oder Japan werden auch echte Prüfsteine sein.

    Hoffentlich ist Tabbi nicht ernsthaft verletzt. Bis auf eine Szene hat sie sehr ordentlich gespielt.

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  • never-rest sagt:

    @sheldon: Ich muss Dir ausnahmsweise Recht geben. Das Spiel unserer Elf habe ich gößtenteils genauso gesehen. Die ersten 25 Minuten habe ich allerdings verpasst. Am Ende ein knapper aber verdienter Arbeitssieg.

    In der letzten Viertelstunde der 1. Hz. konnte Maroszan noch ein paar Akzente setzen, bis sie in der 2. Hz. mal wieder abgetaucht ist.

    Goeßling wirkt schon lange ziemlich ausgebrannt. Ein guter Torschuss von ihr in Hz. 2 ist einfach zu wenig. Aber auch andere renomierte Spielerinnen waren fast wirkungslos wie z.B. Alushi und Sasic.

    Leupolz fand ich gar nicht schlecht. Auch Maier hat wie fast immer ordentlich gespielt. Die Abwehr stand auch einigermaßen stabil.

    Insgesamt hat die N11 viel zu wenig Torchancen herausgespielt. Jeder leichte Fehler bei der Ballannahme oder im Passspiel wird eben mit Ballverlust bestraft. Die zweikampfstarken und lauffreudigen Chinesinen habe das ihre getan und der N11 keinen Platz und keine Zeit für einen geordneten Spielaufbau gegeben. Trotzdem erwarte ich mehr Ballsicherheit und im Angriff auch mehr Kreativität.

    Wo zum Teufel ist eigentlich V. Faißt? Die meisten Flankenversuche von außen kann ich nicht anders als katastrophal nennen.

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  • Sheldon sagt:

    @gerd.karl: Ich hab tatsächlich eine Ausnahme vergessen, Leonie Maier. Spätestens nach der Auswechslung von Maro und Keßler ging spielerisch sonst aber gar nix mehr.
    Ich glaube, ich habe in der 2. Halbzeit keine einzige halbwegs brauchbare Aktion von Alushi gesehen.

    Ansonsten war auch mehr Kick & Rush als Kombinationsfußball.

    Du solltest davon wegkommen, das Spiel der Deutschen nur gut finden zu können. Gegen Schweden, Japan, auch die USA wäre das heute nach hinten losgegangen.

    Man sollte nicht vergessen, dass die großen Zeiten von China heute vorbei sind. Mittlerweile sind in Asien Japan und auch Australien, vielleicht sogar Südkorea besser.

    Da sollte man doch eine überzeugende Leistung und ein bisschen mehr Spielfreude erwarten!

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  • Maxemus sagt:

    Schade, dass die US-Girls abgeloost haben. Keine Gelegenhiet mehr, eine unselige Serie gegen Wambach und Co zu beenden 🙁
    Dafür wird Schweden (wie ich glaube) aber ein harter Brocken für die Deutschen werden. Das China-Spiel war, wie jeder Kenner des Algarve Cups eigentlich hätte voraussehen müssen eines dieser typischen deutschen Algarve-Cup-Vorrundenspiele, wie es fast jedes Jahr ein oder zweimal vorkommt und das oft mit einem knappen deutschen Sieg endet. Wie ich vorher im Schult-Thread schrieb: Viele Möglichkeiten, wenig Tore.
    Neid hat kräftig „ausprobiert“, von „Experimenten“ hat sie m.W. nie was gesagt. Vielleicht z.B. funzt eine Behringer im Training auf der 6 nicht so, wie sich das einige Bildschirmstrategen vorstellen wollen oder dieser Schachzug bleibt geheim bis zu seiner überraschenden Ausführung bei der WM 2015 oder er kommt in einem der folgenden noch 2 Spiele noch zur Anwendung. Darüber wird dann eine der beste FF-Kennerinnen der Welt entscheiden und nicht…

    @ Sheldon: „Traurig, traurig… Da vergeht einem ja schon beim Zuschauen die Lust am Fußballspielen. “

    Du wirst beim deutschen Biathlon sicher besser unterhalten. 🙂 Warum also deine Zeit mit FF verschwenden ? Da vergeudest du als theoretischer „Perfektionist“ und selbternannter „harter Hund“ 🙂 nur Zeit.

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  • gerd karl sagt:

    möchte hier keiner über norwegen sprechen, die haben bei der em spitze gespielt und jetzt werden sie von china, was man verstehen kann, und iceland, was man nicht verstehen kann geschlagen.

    ja, und die amis, ich kritisiere gerne gegen die amis aber in den letzten spielen waren sie doch erschreckend schwach.

    ein finale deutschland – usa ist damit hinfällig.

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  • noworever sagt:

    never-rest:
    „In der letzten Viertelstunde der 1. Hz. konnte Maroszan noch ein paar Akzente setzen, bis sie in der 2. Hz. mal wieder abgetaucht ist.“

    dieser satz ist beispielgebend, wie oft hier von maro – ganz selbstverständlich – ein mass angelegt wird, dem sie NIE gerecht werden kann … und, z.b. von ihr eine bestimmte leistung erwartet, obwohl sie garnicht auf dem platz ist.

    hier kann man sehr schön sehen, mit wieviel sachverstand und wie haargenau diese art kritiker doch hinschauen …
    (it’s just not serious … and never has been) 🙂

    herzerfrischend dagegen den worten der beiden britischen kommentaren zu lauschen …
    they literally – almost in awe – were marveling about all these „fantastic players“ of the german nationalteam!!!

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  • YRR sagt:

    kann ich nicht rechnen?
    aber wieso haben sie sich schon vorzeitig fürs finale qualifiziert?
    rein theoretisch kann china mit einem 7:0 sieg gegen island, bei deutscher zu null Niederlage doch noch mit Punktgleichheit und besserem Torverhältnis vorbei ziehen. klar is das unwahrscheinlich, aber so ist die aussage einfach falsch.
    vorzeitig qualifiziert würde meines Erachtens doch bedeuten, dass der punkte anstand schon zu groß is um noch eingeholt zu werden, so wie die usa es nicht mehr ins finale schaffen können.

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  • Tom Schlimme sagt:

    never-rest schrieb:
    „In der letzten Viertelstunde der 1. Hz. konnte Maroszan noch ein paar Akzente setzen, bis sie in der 2. Hz. mal wieder abgetaucht ist.“

    Ich gebe zu bedenken, dass in der 46. Minute Anja Mittag für Dzsenifer Marozsan eingewechselt wurde. Von der Bank aus ist das mit dem Akzente setzen ein bisschen schwierig…

    Bitte etwas mehr Mühe geben mit den Beiträgen, die sollten nicht fehlerhafter sein als das Spiel der deutschen Mannschaft 🙂

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  • Markus Juchem sagt:

    @YRR: Bei Punktgleichheit zählt als erstes der direkte Vergleich, deswegen kann Deutschland nach zwei Siegen nicht mehr von Platz 1 in der Gruppe verdrängt werden.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Neben der dt. Spielweise fand ich den im 2-Minutentakt hergebeteten Kommentorenspruch vom stumpfen Rasen sehr belastend!
    Wenn man Goeßling als Totalausfall hinstellt, muss ich ein Gleiches von Maroszan, Sasic und Laudehr behaupten. Mich täuschen da auch nicht ein, zwei Szenen, die die 3 hatte, darüberhinweg, dass sie kaum Zweikämpfe für sich entschieden und recht eigensinnig, d.h. ohne große Spielübersicht agierten. Generell wurde mir zuviel Kleinklein gespielt, sich in unnötigen Zweikämpfen aufgerieben; man ließ sich von den Chinesinnen deren Spiel aufzwingen und entwickelte ungenügend eigene Kreativität.
    Insgesamt hat mich noch keines der im TV gezeigten Spiele begeistern können. Das Niveau ist teilweise erschreckend armselig, und irgendwie frage ich mich schon, wie gerade die Isländerinnen, gegen uns kaum ein Bein auf den Rasen bringend, die Norwegerinnen besiegen konnten.

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  • enthusio sagt:

    Annike Krahn hat mir heute als ruhender Pol in der Abwehr sehr gut gefallen und ich habe von ihr diesmal praktisch keinen Fehlpass beim Aufbauspiel gesehen.
    Almuth Schult wirkte souverän und zeigte bei der zweiten chinesischen Torchance in der Nachspielzeit eine sehr gute Parade.
    Auch Celia hat eine gute Partie gemacht, ist viel gelaufen, hat viele Bälle geholt und sehr mannschaftsdienlich gespielt.
    Die jungen Spielerinnen Kemme, Leupolz und Däbritz haben in einzelnen Szenen bewiesen, dass man sie gut ins kalte Wasser werfen kann.
    Wenn man jetzt noch die Torchancen zusammenzählt (ich komme auf 15:2), muß man wohl sagen, dass China mit diesem Ergebnis noch sehr gut bedient war.
    Im Vergleich zu dem, was sich Japan und USA vorgestern zusammengespielt haben, war das deutsche Passspiel gegen die quirligen Chinesinnen heute eine Augenweide.
    Wer kritisiert, sollte auch vergleichen, was international sonst so geboten wird. Und da schneidet unsere Mannschaft in allen Belangen bislang mit am besten ab.

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  • DAWIDenko sagt:

    An alle die ohne Eurosport leben müssen, hier die Highlights vom Spiel Schweden USA.

    Der verschossene Elfmeter der USA war in der ersten Halbzeit.
    Erwähneswert ist aus Bundesligaperspektive und für user Hannah, dass Sofia Jakobsson die Flanke zu Lotta Schelins 1:0 Siegtor schlug.
    Sieht auf jeden Fall nach einem rassigen und erreignisreichen Spiel aus wenn man den Highlights glauben schenken darf.

    Gratulation zum 2. Sieg unseres Teams im 2. Spiel. und damit zum Einzug ins Finale.

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  • never-rest sagt:

    @ Tom Schlimme: Danke für den Hinweis. Habe ich mich also doch nicht geirrt, Maro war im Laufe der 2. Hz. einfach nicht mehr zu sehen auf dem Mini-Bildschirm im Livestream 🙂 Hätte vielleicht doch nicht den französichen Kommentar auf Eurosport 2 ausschalten sollen. Peinlicher Blackout. Gegen Norwegen gibts hoffentlich wieder eine Liveübertragung im TV auf Eurosport 1.

    Bleiben also die letzten 20 Minuten in der 1. Hz., die ich gesehen habe, und da war Maro, wie ich in meinem ersten Post geschrieben habe, die auffälligste deutsche Spielerin.

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  • Mucky sagt:

    Das war ein ordentliches Spiel. China war ein wesentlich unangenehmerer Gegner als Island, aber am Ende hat’s dann ja doch noch mit dem Sieg geklappt.

    Hier von einem guten Spiel bzw. einer guten Leistung zu sprechen, finde ich ebenso übertrieben wie die gegenteilige Meinung. War irgendwie nicht Fisch, nicht Fleisch. Sondern eine durchschnittliche, ordentliche Vorstellung.

    Die Leistung der Amerikanerinnen war heute wirklich nicht berauschend. Schweden absolut verdient gewonnen. Habe mich aber tierisch für Sarah Hagen gefreut, die heute ihren ersten NT Einsatz hatte.

    Von Norwegen bin ich auch im negativen Sinne überrascht. Das ist schon eine sehr schwache Vorstellung die sie da in Portugal abliefern.
    Und auch das Abschneiden Österreichs verwundert mich etwas. Hatte von den ÖFB-Frauen doch ein besseres Ergebnis erwartet.

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  • Herr Schulze sagt:

    Danke für den Link enthusio. Der Bericht spricht eine etwas andere Sprache, was das Leistungsvermögen der US-Amerikanerinnen angeht, die gegen Schweden eine Chance nach der anderen herausgespielt, aber auch versiebt haben. Schwach ist anders.

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  • enthusio sagt:

    Die erfolgsverwöhnten US-Girls haben in ihren bisherigen zwei Spielen trotz etlicher guter Gelegenheiten (einschließlich eines Elfers) nur ein einziges Tor (und das auch nur durch einen Pressschlag) erzielen können. Das Gesicht Abby Wambachs bei ihrer Auswechslung sprach Bände. Solch eine Pleite hat es für die USA wohl lange nicht mehr gegeben.
    Die schwedische Abwehr hat mich allerdings – besonders beim amerikanischen Sturmlauf der letzten 15 Spielminuten – auch nicht besonders überzeugt. Es war für Schweden insgesamt ein äußerst glücklicher Sieg, der zum Großteil auf das Konto ihrer starken Torfrau geht.
    Japan hat in diesem Turnier bislang auch noch keine Bäume ausgerissen. Im Spiel gegen die USA haben sie wie Schweden vom Unvermögen der US-Girls bei der Chancenverwertung profitiert, wobei auch ihre junge Torhüterin ein gutes Spiel gemacht hat.
    Deutschland hat dagegen bis jetzt in beiden Spielen überzeugt. Weder Island noch China haben unsere Abwehr in Verlegenheit bringen können. Und nach der Auswechslung von Keßler und Marozsan gab es keinen Bruch im deutschen Spiel. Das Siegtor von Anja Mittag war aufgrund der vielen Torchancen mehr als verdient. Auf den bisherigen Leistungen läßt sich aufbauen.

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  • Altwolf sagt:

    Eigentlich haben ja alle das gleiche Spiel gesehen, doch beim Lesen der Kommentare erinnert dies doch sehr an die Story „8 Blickwinkel“.
    Ein schwieriges Spiel gegen die Räume doch sehr engmachende Chinesinnen, die mit einer hohen Laufbereitschaft und Überzahlversuchen bei der Balleroberung, spielerische Möglichkeiten insbes. im Aufbau sehr erschwerten; von dem nicht gewässertem Rasen einmal abgesehen.

    Warum einige L.Gößling aus dem Team als „Ausfall bzw. Totalausfall“ herausheben müssen, ist bei der wenig überzeugenden Leistung „aller“ Spielerinnen nicht ganz verständlich, auch wenn ihre Person inzwischen sehr zu polarisieren scheint.
    Positiv ist letztendlich das Ergebnis.

    Die Bemerkung, daß „die Auswechslungen von Keßler, Marozsan und Popp zur Halbzeit gegen Laudehr, Leupold und Mittag keinen Bruch ins Spiel brachten“ ist sicherlich richtig, zumal diese keine Änderung der Spielqualität herbeiführte.

    Während bei den Buli-Spielen jede Spielerin von einigen „Experten“ bis ins Detail kritisiert bzw. gelobt werden, begnügt man sich diesmal mit „allgemeinen“ Statements.

    Überspitzt möchte ich es mal so ausdrücken:
    Die besten Spielerinnen auf unserer Seite waren die, die auf der Bank saßen und nicht eingesetzt wurden. Danach kam A.Schult, da sie nicht patzte und zu Null gespielt hat, gefolgt von A.Mittag, die zumindest nach wiederholtem Versuch das Tor gemacht hat. Der Rest hat sich nicht auszeichnen können und allesamt fußballerisch auf einem nicht sehr hohem Niveau gespielt.

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  • dummkopf sagt:

    @sheldon
    bezugnehmend auf einen anderen Kommentar von dir:
    Du hast inzwischen sicher mitbekommen, dass ich nicht der einzige bin, der sich mit dir nicht sonderlich gern fussballfachlich über dein Liebesleben austauschen mag.

    Wenn du mal in der N11 halbwegs liebesnüchtern bleibst, und wenn es auch andere inzwischen löblicherweise hinbekommen, die Reihe über das Thema Frauenfussball nicht zur Klamotte umzubiegen, bin ich für Fussball immer zu haben.

    Ganz so traurig wie du wäre ich über die Leistung nicht, sehe das ziemlich ähnlich wie never-rest. (ausser Faisst, die in ihrer Bestform natürlich gut wäre, diese aber eben nicht mehr hat)

    War es nicht ein bisschen wie die EM? Gerade noch so 1:0. Nur hatte man hier eben auch nur 2 Tage Pause. So hat es auch ausgesehen. Warum aber bei der EM?

    Die Chinesinnen haben mich spontan ein wenig an die fleissigen Duisburger Bienchen in München erinnert. Die haben eine enorme Laufleistung gezeigt, als ginge es um ihr möglicherweise letztes Spiel.
    Dadurch haben sie viele der von dir genannten Fehler provoziert.
    Natürlich hätte man es mit einer „wacheren“ deutsche Mannschaft probieren können, die besser darauf eingestellt ist. Welches Verhältnis die Bundeslöwin allerdings zum Probieren hat, weiss man. Es passt eben nicht zu ihr, und daher hätte es hier auch nur Alibi-Funktion. Warum ausgerechnet maxemus allerdings eventuell davon ausgeht, dass sie noch vor der WM ausgetauscht wird und welche Trainerin er dann erwartet, …
    😉

    PS.: Wenn jemand über einen Link stolpert zum Nachbetrachten des kompletten Spiels, bitte posten.

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  • enthusio sagt:

    @Herr Schulze:

    Der Dank für den obigen Link gebührt @DAWIDenko 🙂 .

    Hier die Highlights vom Spiel Deutschland-China:
    http://tv.dfb.de/index.php?view=7582&utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

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  • holly sagt:

    ich fand das Spiel nicht so schlimm. Es wird genörgelt wenn die BT nichts probiert, wenn sie dann was probiert wird genörgelt das es ein mauer Kick war.
    China hat sicher nicht mehr das Niveau was sie schonmal hatten aber die muss man trotzdem erstmal schlagen wenn eine Mannschaft so kompakt steht. Da hätte ich eher gegen Island ein besseres Spiel erwartet. Das Norwegen gegen Island verloren hat würde ich nicht so hoch hängen, da die ja gerade erst mit der Saisonvorbereitung anfangen.
    Da bin ich schon eher von US Girls enttäuscht.

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  • gerd karl sagt:

    wie immer, sind hier einige die sich ihren frust von der seele schreiben.
    denn ihre lieblinge haben verloren oder spielen sehr schlecht

    frankreich zum beispiel beim cyprus cup, 1-1 gegen schottland und ein sehr schmeichelhaftes 3-2 gegen australien.

    bei den spielen der französinnen könnte man schon ein bisschen kritisieren aber das kommt bei euch nicht vor.

    dann die amerikanerinnen, gott waren die schlecht bei diesem turnier, und da helfen auch keine highlight videos.
    und das sagen auch die amerikanischen fans, source? , narürlich, http://www.equalizersoccer.com.

    dagegen war das deutsche team sehr gut, die chinesinnen waren ein starker gegner und sie haben mit ihrer zweikampf härte unserer, meiner, mannschaft alles abverlangt.

    die torhüterin von china hat einen guten job gemacht und hat viele torchancen vereitelt.

    unsere, meine, mannschaft hat niemals aufgegeben hat sich viele torchancen erarbeitet.

    auch die vielen einwechselungen haben den deutschen spielfluss nicht unterbrochen.

    ich habe es schon angesprochen, für mich war lena gößling ein totalausfall.

    warum, weil sie es viel besser kann, sich aber zurück hält.
    dies kann an ihrer hohen spielbelastung liegen, dann muss man sie draussen lassen.

    beim letzten spiel sollte man ein wagnis eingehen und hendrich und däbritz als doppelsechs bringen, so das wäre meine einzige kritik am tollen deutschen spiel.

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  • Sheldon sagt:

    Es ist sicher richtig, dass nicht nur Goeßling hier als Totalausfall zu nennen ist. Alle Spielerinnen blieben unter ihren Möglichkeiten, gerade auch die Frankfurterinnen Alushi, Marozsan, Laudehr und Schmidt.

    Ich sehe zur Zeit hier eine gefährliche Entwicklung, und zwar schon seit mehreren Jahren, genau genommen seit 2010/11. Es wirkt so, als wäre keine Spielerin wirklich mehr heiß darauf, N11 zu spielen, sondern es ginge nur noch darum, Häkchen hinter die anstehenden Aufgaben zu machen, mal besser, mal schlechter zu spielen, und wenn es dann mal schief geht, eine gute Rechtfertigung fürs Interview zu haben, um Fußballdeutschland ruhig zu stellen. Gerade gestern war wieder so ein Beispiel dafür, müdes Ball hin und her Geschiebe, kein Esprit, kein Elan, keine Dynamik, kein Spielwitz, keine Ideen. Und am Ende dann mit einer Einzelaktion gewonnen. Da wird getan, was nötig ist, und das reicht dann eben aufgrund der höheren individuellen Qualität gegen 90% aller Gegner.

    Letztlich sind aber alle Spielerinnen demotiviert, was einerseits vermutlich daran liegt, dass es kein klares und durchschaubares Leistungsprinzip unter Neid gibt, sondern das es eher nach Gesichtern geht. Wenn es sowieso nur Leute gibt, die ihren Platz in der N11 sicher haben, was auch immer sie tun, dann ist das sicher kein Ansporn, sich zu verbessern oder großartig ins Zeug zu legen.

    Es wirkt immer mehr so, als hätte im Profifußball nur noch der Erfolg einen Stellenwert, nicht das Spiel an sich. Nur wenn das Spiel an sich einen Wert bekommt, dann kann man den negativen Teufelskreis in einen positiven Teufelskreis verwandeln.

    Der negative Teufelskreis sieht so aus:

    Spielerin ist rein erfolgsorientiert -> macht nur noch das Nötigste -> lässt sich im Training hängen -> Erfolg verringert sich -> Frust steigt auf -> Spielerin lässt sich weiter hängen -> Erfolg verringert sich noch mehr -> Frust wächst…

    Ein gutes Beispiel ist eben zur Zeit Lena Goeßling. Sie erlebt das in Wolfsburg und in der N11 und MUSS immer spielen, was das Ganze nicht verbessert, sondern verschlimmert. Mittlerweile scheint sie schon derartig ausgebrannt zu sein, dass es echt gefährlich werden kann.

    Wie kann man diesen Teufelskreis auflösen oder umwandeln? Indem man dem Spiel einen Eigenwert gibt! Indem man den Spielerinnen die Lust am Spielen zeigt. Pep Guardiola sagt: Ohne Ballbesitz kannst du nicht selbst das Spiel machen und dann macht Fußball keinen Spaß. Recht hat er! Wenn die Spielerinnen erstmal merken: Hey, hier kann ich das, was ich am liebsten mache und am besten kann, vor 1000 oder 2000 Zuschauern im Stadion und nochmal einigen 1000 vor dem Fernseher präsentieren und dabei Spaß haben, weil ich es kann, dann würden die Spiele ganz anders aussehen.

    Ich gehe davon aus, dass wir zur Zeit gerade auch angesichts der Schlappen der USA die mit Abstand beste Nationalmannschaft der Welt haben. Sie haben das Potential und das spielerische Vermögen, an diesem Spiel Spaß zu haben, eben weil sie den Gegner dominieren könnten, eben weil sie viel Ballbesitz haben, eben weil sie, was Athletik und Kreativität betrifft, weit vorne liegen. Sie könnten Ideen gelingen lassen, wenn sie sie denn spielen würden.

    Und dann hätte man auch Motivation zum Verbessern im Training, dann würde man Ideen bekommen, was man noch mal ausprobieren könnte, dann würde man einfach Spaß und Freude daran bekommen, sich weiterzuentwickeln.

    Aber dazu bedürfte es eben auch eines Trainers/einer Trainerin, die beim Spiel dann solche Dinge auch fordert und bei der Sache ist. Silvia Neid dagegen wirkt eher wie eine Trainerin, die sich während des Spiels schon überlegt, wie sie ein eventuelles Unentschieden, eine eventuelle Niederlage im Interview rechtfertigen könnte. Sowas ist nicht gut…

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  • noworever sagt:

    @never-rest (& @SF)
    meine anmerkungen bitte nicht persönlich nehmen. mir geht es hier einfach nur mehr generell darum, dass wir allzu oft etwas kritisieren, bzw. vorschnell sog. negative seiten ins ‚licht‘ rücken … als erst mal, mit etwas mehr gelassenheit, uns die dinge/umstände etwas näher/genauer anschauen.
    vielleicht liegt es an der sog. menschlichen psyche, dass (wenn man sonst nichts findet) immer erst mal das wetter dran ’schuld‘ ist, bzw. nie genau richtig.
    dieses verhaltenschema lässt sich natürlich beliebig auf alles mögliche projizieren … wie z.b. das spiel der n11, dass halt immer noch (etwas, viel oder sonstwas) besser sein kann.
    die folge davon sind ‚überreaktionen‘ … dass man z.b. eine spielerin für ihr „untertauchen“ auf der bank kritisiert 😉 oder beobachtungen, wie „man ließ sich von den Chinesinnen deren Spiel aufzwingen“ (@SF) … beides einschätzungen, bei denen man sich wirklich fragt, ob man vielleicht doch tatsächlich verschiedene spiele gesehen hat.
    d.h. nicht, dass man konform & kritiklos auf eine gewisse n11-hass-these einschwenkt …
    vielleicht liegt es beim spiel der n11 auch ein wenig daran, bei einem ‚eingeständnis‘ eine (halbwegs) gute leistung gesehen zu haben, damit silvia neid’s arbeit zu ‚würdigen'(?)
    persönlich kann ich mir (wie viele der poster hier) sehr wohl vorstellen, dass es bestimmt noch einige andere coaches in der weiten fußballwelt gibt, die diesen job auch machen könnten (um es mal wertfrei auszudrücken).
    dieses team schlägt das isländische team 5:0 und man sagt, „das war ja auch kein gegner“ – wie wären wohl die einschätzungen gewesen, wenn island ZUVOR die norwegerinnen geschlagen hätten?
    wie bereits in meinem vorherigen post angedeutet, war es gestern wirklich etwas besonderes den beiden englischen kommentatoren ‚mit beizuwohnen‘ … wie man aus einer völlig anderen (neutralen!) perspektive die dinge auf einmal völlig anders sieht – und – (tatsächlich) begeisterung an dem empfindet WAS man sieht!
    it’s possible!*
    it just takes a little ’shift‘. 😉

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  • Sheldon sagt:

    @gerd.karl: Vergleiche doch einfach mal in diesem Forum die Anteile der Kommentare zu Deutschland und zu „unseren Lieblingen“ Frankreich und USA. Und dann frage dich mal, wie das kommt.
    Kleiner Tipp: Masochistisch veranlagt dürften die wenigsten von uns sein.

    Das mit deiner Doppel-6 kannst du dir abschminken. Das wäre auch falsch. Gerade in der Zentrale braucht es Spielerinnen in Topform, die auch die Qualität und Erfahrung schon mitbringen. Ich sehe da gerade nur Behringer und mit Abstrichen Keßler, vielleicht auch noch die Eier legende Wollmilchsau Laudehr, die das spielen könnten.

    Alles in allem, wie ich ja angesprochen habe: Ja, das Spiel war im großen und ganzen okay, aber eben ganz schön müde. Wenn du dich von einer Mannschaft wie China derart dicht stellen lässt, dann läuft irgendwas falsch. Deutschland hätte unter normalen Umständen das Vermögen gehabt, ein bis zwei Gänge zuzulegen. Sie hätten nur wollen müssen und Spaß am Fußball entwickeln müssen. Das wirkt in der N11 aber schon seit langem bei keiner Spielerin mehr so!

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  • gerd karl sagt:

    ach sheldon, ich weiss, du bist verärgert über das abschneiden von frankreich und vorallem von den usa.

    ich kann nicht verstehen das du der sehr jungen und motivierten deutschen mannschaft nichts könnst.

    aber deutschland steht im finale, hat gut gekämpft und du sprichtst der deutschen mannschaft alles ab.

    und bei den usa die schlecht gespielt haben, sagst du gleichzeitig, sie sind mit abstand die beste mannschaft der welt.

    nein das sind sie nicht mehr, denn wenn man seine rosaami brille ablegt dann kommt was zum vorschein.

    in der deutschen, der jungsten mannschaft überhaupt, haben die jungen verantwortung übernommen und spielen hervoragend.

    däbritz, leupolz, maier, marozsan ,wensing, popp, hendrich, cramer, kemme, schult, benkrath

    zweite reihe, magull, dallmann, bremer, romert und viele andere.

    und seit 1-2 spielen merkt man keinen unterschied mehr, wenn eine junge spielerin in die mannschaft kommt und sich hervoragend einfügt.

    das ist bei frankreich und den usa nicht der fall.

    sheldon, ich kann deinen frust verstehen.

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  • dummkopf sagt:

    Danke enthu.
    Das hat mir mal für eines ausgereicht, was bei ES glaube ich gar nicht? oder? zu sehen war:
    Das war ein grosser TH-Fehler. Man kann sich die Hintertor-Kamera anschauen. Ich hatte da bei ES schon gewartet, weil der Schuss eigentlich auf den ersten Metern nicht so aussah, als würde er rein gehen.
    Als Mittag schon geschossen hat, steht die TH immer noch viel zu weit links der Mitte (etwa zwischen Pfosten und rasenlos-Mitte).
    Ohne diesen Stellungsfehler hätte der Schuss eigentlich kein grösseres Problem darstellen dürfen.

    Und Mittag ist auch ein in vielfältiger Hinsicht interessantes Detail:
    1. Ein bisschen wie Däbritz zuvor (obgleich nicht wegen techn. Probleme) drohte sie schon zum „Chancentod“ der Partie zu werden. Aber sie wurde letztlich weil sie sich weiter bemüht hat irgendwann belohnt, selbst wenn dann eben auch mal ein TH-Fehler helfen muss. (->s. Fussballerweisheit: Viele Chancen „erlaufen“ führt zu Toren, auch wenn man die ersten versiebt)

    2. Die Häufigkeit, wie oft sich Mittag Chancen durch schnelles reagieren und agieren vor allem im 16er erarbeitet, fällt zZt bei ihrem Spiel gerade auf. Auch schon beim Elfmeter gg Island stand sie eigentlich zunächst relativ weit weg, hat aber auffällig am schnellsten „geschaltet“.

    3. Leider arbeitet sie aber dafür in der Defensiv-Bewegung sowohl beim Mitarbeiten nach hinten, als auch beim Anbieten und Anspielstationen schaffen weit weniger als die anderen mit, und ist von daher ein relativ grosser Schwachpunkt im Mannschaftsverbund.

    4. So wie Mittag haben auch die anderen Spielerinnen alle ihre Stärken und Schwächen. Da fast alle leistungsmässig nicht weit auseinanderliegen, lässt sich fast nicht sagen, die ist besser oder schlechter. Das kommt oft ganz auf Situation und Gegner an.

    Gestern viel Goessling schon negativ auf, weil ihre Spielweise immer noch ausgebrannt aussieht, natürlich ein schönerer Begriff als „burn out“. Das scheint inzwischen uns Wohnzimmersesseltrainern leider eher aufzufallen, als dem ein- oder anderen Trainer, der damit immer noch nicht richtig umzugehen weiss?
    Zu befürchten ist aber ein wenig, dass sie selbst in dieser Verfassung auf anderen Positionen auch in der N11 noch besser wäre, als die, die da gestern gespielt haben.

    Auf jeden Fall war G. aber gestern weit weniger auffällig als neben ihr die „Chinesin“ Leupolz, durch deren Laufbereitschaft die Schwäche von Goessling einigermassen ausgeglichen wurde, aber eben auch stärker ins Auge stach. Da waren noch einige andere Spielerinnen wenigstens auf ihrem durchschnittlichen Niveau, aber ich wüsste auch nicht, wer nun eine viel bessere Note als L. verdient hätte?

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  • AdiPreissler sagt:

    Wo soll bei dem Mittag-Tor ein Torwartfehler sein?
    Bei einem Schuß von rechts muß die Torfrau links der Tormitte stehen, alles andere wäre ein Torwartfehler. Außerdem war es ein Aufsetzer.
    Im Gegensatz zum Replay läuft das Spiel selbst übrigens nicht in Zeitlupe ab.

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  • dummkopf sagt:

    Sorry, dass ich hier noch mit einem Fussball-Kommentar quergeschossen habe.
    Hatte noch nicht sehen können, dass ich da wieder den Fachleuten dazwischenfunke.

    Auch wenn ich es schön finde des nowo mal wieder relativ löcherlos vorbeischaut.
    Dann allerdings aus einem guten Komm auf dem einen fehlerhaften Satz herumreitet, den man auch so interpretieren könnte: Manchmal merkt man bei der N11 tatsächlich phasenweise nicht, ob Maro tatsächlich noch auf dem Platz steht oder nicht. Ganz so wie zunehmend nach ihren wunderbaren Toren gg Island.

    Auch, dass das Spiel hauptsächlich durch die gute chinesische Laufarbeit und damit deren häufige Überzahlverteidigung gegen die ballführenden deutschen Spielerin, wie SF das richtig beschreibt, bestimmt wurde, ist dir wenn, dann als einem der wenigen hier entgangen?

    Darf ich dann auch noch einen falschen Satz von dir rausfischen:
    „dieses team schlägt das isländische team 5:0 und man sagt, “das war ja auch kein gegner” – wie wären wohl die einschätzungen gewesen, wenn island ZUVOR die norwegerinnen geschlagen hätten?“

    Damit offenbarst du, mein Lieber, genau die gleichen Hinschauungsprobleme, die du dem vorigen Kommentar zum Vorwurf machst.
    „Man“ hat nämlich keinesfalls gesagt, Island sei auch kein Gegner, manche haben sogar gesagt: „So schlecht war Island nicht“.

    Und weil es so schön ist, sich mit dir zu streiten, noch etwas herzerfrischendes: Die engl. Kommentator(in)en haben ungleich mehr Ahnung vom Frauenfussball als die deutschen Kommentatoren, die kennen sich sogar in ausländischen! Ligen aus, und deshalb bewundern und beneiden die die Spielerinnen von gerd.karl auch zu Recht andauernd, und nicht nur gestern so.
    Irgendwann haben sie auch zu Recht gemeint, England hätte selbst gegen die Reserve von Deutschland wohl keine Chance.

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  • Sheldon sagt:

    @noworever: Es geht hier nicht um spielerische Details, es geht um die Einstellung zum Spiel! Und die ist bei Deutschland einfach mehr oder weniger gar nicht mehr vorhanden! Es wird erledigt, und gut ist!
    Natürlich gewinnt man damit Spiele, weil es gegen viele Mannschaften einfach ausreicht, die Sache zu erledigen.

    @gerd.karl: Nenne mir einen Kommentar, in dem ich mich überhaupt mit dem Cyprus-Cup beschäftigt habe. Er interessiert mich einfach nicht. Glaubst du, ich habe irgendein Spiel von den Amis angeschaut? Nein, es lohnt sich nicht.

    Nenne mir irgendeinen Kommentar, wo ich die Amis verherrlicht hätte. Ich habe immer lediglich nur auf die Gefahren hingewiesen, die entstehen könnten. Das ist ein Unterschied, ob man die USA verherrlicht oder ob man sie nur als mögliche Gefahrenquelle nicht ausklammern will.

    Und was die Jungen angeht: Doch, natürlich merkt man einen Unterschied, ob eine Keßler oder eine Leupolz im Zentrum spielt, ob eine Maro oder eine Däbriz auf der „10“, ob eine Hendrich oder eine Behringer auf der „6“, eine Wensing oder eine Bartusiak in der IV.

    Ich bin überhaupt nicht gefrustet. Aber ich bin kein Erfolgsdenker. Mir geht es nicht in erster Linie um den Erfolg, sondern darum, dass wir dort auf dem Platz die sportlich und mental stärksten Spielerinnen haben, die das bei den Spielen auch zeigen.

    Wieso brilliert Celia in der Liga eigentlich fortwährend, genauso Marozsan, wieso spielt Schmidt eigentlich regelmäßig herausragend, wieso kommt Alushi immer besser in Form, wieso ist Behringer regelmäßig in Hochform?

    Dort können sie ihre sportlich und mental erstklassige Verfassung bestens zeigen. Wieso? Weil sie entsprechend motiviert sind, was ihnen die 3 Jahre davor gefehlt hat.

    Ich sehe zur Zeit keinen Trainer in der Liga oder in der N11, der gewissermaßen die Hummeln im Arsch hat, der spielerisch richtig was erreichen will außer Colin Bell. Alle Trainer wirken satt, rein erfolgsorientiert mit dem möglichst geringen Preis-Leistungs-Verhältnis. Charismatiker ist keiner von denen.

    Das ist schade, weil der FF sich dann zurückentwickelt. Wenn man nicht selbst vorangeht und neue Ideen hat, dann bleibt man auf der Stelle stehen und die anderen treiben einen maximal vor sich her…

    Leidenschaft und Emotion, das, was Deutschland immer ausgezeichnet hat, das, was Deutschland zu einer Turniermannschaft gemacht hat, fehlen mir bei den Deutschen zunehmend. Da gibts Torjubel gerade mal dann, wenn der Treffer vor einem Misserfolg bewahrt. Aber nicht, wenn mal eine gute Idee, eine gute Kombination oder sonst etwas so geklappt hat, wie man sich das vorgestellt hat, weil eigene Ideen im deutschen Spiel sowieso nicht mehr vorkommen. Was bleibt, ist zunehmende Enttäuschung bei den Fans.

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  • noworever sagt:

    „Es geht hier nicht um spielerische Details, es geht um die Einstellung zum Spiel!“

    … du sagst es, @sheldon.

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  • enthusio sagt:

    Ich möchte zur richtigen Einordnung des knappen Sieges gegen China auf folgenden Sachverhalt (FIFA.com vom 28.2.2014) hinweisen:

    „Turniersieg für die Chinesinnen
    China VR hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Der Vize-Weltmeister von 1999 steht zwar aktuell nur auf Platz 18 der FIFA/Coca-Cola-Frauen-Weltrangliste, konnte aber immerhin jüngst beim prestigeträchtigen Yongchuan Cup 2014 vor heimischer Kulisse den Turniersieg perfekt machen. Zwischen dem 11. und 15. Februar setzten sich die Gastgeberinnen im Modus ‚Jeder-gegen-Jeden‘ gegen Neuseeland (1:0), Mexiko (3:1) und Korea DVR (1:0) durch, um souverän den Spitzenplatz zu belegen.“

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Ja, und wir sind 2. (Differenz zu China: 400 Pkte.) und Island 19. dieser Rangliste und nur 4 Punkte hinter China. 😀

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.

    „Alle Trainer wirken satt, rein erfolgsorientiert mit dem möglichst geringen Preis-Leistungs-Verhältnis.“

    Woran hast du denn das ausgemacht ? Etwa an der Lauf- oder Gestik-Leistung an der Seitenlinie ?

    Manches, was du zur N11 sagst, mag da sicher auch berechtigt sein, aber deine Schlussfolgerung ist nicht stimmig, denn erst wenn du im Verein „brillierst“ hast du das Anrecht auch für die N11 zu spielen und dafür sollte jede Spielerin, also auch deine Frankfurterinnen hoch motiviert sein.
    Warum zeigen denn die nicht die von dir geforderte „Leidenschaft und Emotion“ , da gerade sie doch das Zusammenspiel aus dem Verein kennen und hier nutzen könnten.
    „Brillieren“ sie nur bei entsprechender „Stärke“ der Gegenerinnen ?

    Wo zeigt sich denn die von dir so beschworene Fantasie und Innovationsfreudigkeit deines „Über-Trainers“ C.Bell ?
    Hat er nicht einfach nur die „erfolglosen“ Top-Einzelspielerinnen zu einem Teamverhalten gebracht und dazu mit Celia eine Kämpferin verpflichtet, die vorangeht und solche „Künstler“ wie D.Maroszan aus ihrer Lethargie herausreißen kann; auch die lange verletzungsgeplagte L.Aliushi verbessert sich eigentlich ganz normal zu ihrer früheren Form, ohne daß man nun eine „innovative Spielweise“ e.C.Bell dazu benötigt.
    Auch e. B.Schmidt bekommt inzwischen das leistungsfördernde Vertrauen des Trainers, da S.Huth verletzungsbedingt dort nicht konkurieren konnte.
    Entscheidend ist dann natürlich der sich einstellende Erfolg, der dann alle erfaßt und die entscheidende Motivation ist.

    Ich erkenne bei ihm nichts, was du auch bei anderen Trainern der Liga entdecken könntest, wenn du dir mal die „Mühe“ machen würdest, deren Trainingsarbeit vor Ort zu erleben.

    Da ist es doch „schön“ einfach solche „Rundumschläge“ in der Charakterisierung der gesammten Trainerschaft vom PC aus in das Forum zu stellen.

    Wieso hast du seine „Fähigkeiten“ uns nicht schon dargelegt, als er noch bei Bad Neuenahr trainierte ?

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  • Sheldon sagt:

    @enthusio: Nordkorea, Neuseeland und Mexiko sind ja auch Über-Gegner.

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  • gerd karl sagt:

    ja futbolista, und die amis sind die nummer eins und schweden ist die nummer 6 und trotzdem haben die amis verloren.

    das ist fussball und das lieben wir an fussball.
    das der schwechere auch gewinnen kann.

    nur die deutsche mannschaft lässt das nicht zu und das ist auch gut so.

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  • waiiy sagt:

    Bei allen Ergebnissen sollte immer beachtet werden, dass die Nordamerikanerinnen und die Asiatinnen dieses Jahr Ihre Kontinentalmeisterschaften austragen. Mit anderen Worten ist für sie das Turnier an der Algarve genauso wichtig wie der Wasserstand der mittleren Autobahn. Es wird einfach zum Formaufbau bzw. zum Training und Ausprobieren genutzt.

    Anders verhält es sich bei Norwegen, wo von vornherein gesagt wurde, dass man jetzt den Umbruch einleitet und dass man viel Neues probieren wird. Von daher ist auch das Abschneiden von Norwegen bisher keine Überraschung.

    Vor diesen Hintergrund ist es noch interessanter, wie unser Team gegen Norwegen und evtl. Japan spielen wird.

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  • enthusio sagt:

    Es soll Leute geben, die glauben, dass Ranglisten irgendeine Aussagekraft besitzen. Mich überzeugen eher aktuelle Ergebnisse. 🙂

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  • noworever sagt:

    @sheldon
    „Es geht hier nicht um spielerische Details, es geht um die Einstellung zum Spiel!“

    mangelt es an der nötigen (inneren) einstellung, kommt es automatisch zu einer gewissen ‚ausstellung‘ … in der das eigentliche spielerische leichte und ‚elementarische‘ flöten geht.
    statt den ein-fällen kommt es dann zu ausfällen, die wiederum (zur hilfreichen einsicht) eine auszeit beinhalten … das kann (zuerst) das individium/spieler betreffen, als auch (dann) das team (praktisches beispiel: der ffc, dem, jahrelang erfolgs-verwöhnt, die nötige einstellung abhanden ging.)

    all das geschieht natürlich (und völlig) … spielerisch (wie von selbst).

    das schöne an dem spielchen aber ist, dass diese spielregeln nicht nur für den aktiven teilnehmer relevant sind – sondern:
    auch für den beobachter/zuschauer und (oft selbst-ernannten) kritiker.
    geht auch ihm das spielerische verloren … braucht auch er eine auszeit.

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  • Maxemus sagt:

    @ waiiy: „Mit anderen Worten ist für sie das Turnier an der Algarve genauso wichtig wie der Wasserstand der mittleren Autobahn.“

    Für die US-Girls halte ich das für eine maßlose Übertreibung. Es bedeutet schon was als WRL-Erster zu verlieren, wenigstens für Abby Wambach, wenn man ihre Worte nach dem Spiel liest. Vielleicht hat der Algarve Cup in Deutschland größere Bedeutung, aber du kannst mir nicht erzählen, dass das bisherige Abschneiden die US-Mannschaft nicht kratzt. Bei den Asiatinnen gebe ich dir recht, Ergebnisse sind denen an der Algarve wahrscheinlich nicht so wichtig. Es sei denn, sie würden gewinnen 🙂
    Für Norwegen geht es vorrangig um den Neuaufbau, okay. Trotzdem gibt es da bestimmt mehr Druck als bei Japan oder China. Geht Norwegen ohne einen Punkt aus dem Turnier, dann wird es da aber gehörig im Gebälk knirschen.

    @ SF: „Ja, und wir sind 2. (Differenz zu China: 400 Pkte.) und Island 19. dieser Rangliste und nur 4 Punkte hinter China. :D“

    Der Smilie hat ein verlegenes Lächeln. Bist du nicht eine der Kritiker der WR-Berechnung ? 🙂

    @ Sheldon: „Nordkorea, Neuseeland und Mexiko sind ja auch Über-Gegner.“

    Du zeigst mal wieder FF-Unkenntnis. Diese drei Gegner hintereinander weg zu besiegen zeigt gute Form. Für dich müssten es wohl schon Deutschland, Schweden und die USA sein. Aber dann wäre es sinnlos, dies in Zusammenhang mit dem deutschen Sieg zu bringen. So gesehen ist dein Vorbehalt wie üblich Unsinn.

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  • Sheldon sagt:

    @Maxemus:

    1. Hast du das Spiel gesehen? Wer sagt, dass Nordkorea, Neuseeland und Mexiko so „stark“ wie bei der WM waren? Außerdem hatte China einen klaren Heimvorteil.

    2. Es hätte durchaus ein Unentschieden gegen eine der drei genannten Mannschaften gereicht. Denn zwischen diesen drei Mannschaften und dem Rest der Welt klafft noch eine riesige Lücke, eine Lücke, die normalerweise, wenn diese drei Mannschaften in Topform sind, 3-4 Tore groß ist. Frankreich, Japan und Brasilien sind Teams, die diese Lücke immer mal wieder sporadisch schließen können, aber nicht dauerhaft.

    Ich muss hier gerd.karl mal recht geben. Es gibt weltweit keine Liga im FF, die so gut funktioniert wie in Deutschland. Und das ist ein riesiger Vorteil, weil man eine breite Basis an Nachwuchskräften hat, die regelmäßig und unter Wettbewerbsbedingungen spielen. Es gibt keinen Bruch, wie er nun bei den USA zu befürchten ist,

    Deutschland hat Ressourcen, die die Möglichkeiten selbst von den USA und Schweden weit übersteigen. Schlagen kann Deutschland sich eigentlich nur selbst.

    Und hier komme ich eben zu der Frage der Einstellung: In der N11 hat sich scheinbar eine immense Selbstzufriedenheit breit gemacht. Man klopft sich nur noch selber auf die Schulter und meint: Wir sind doch 2x Weltmeister und 8x Europameister, also was wollt ihr denn? Da darf man dann doch wohl das ein oder andere Spiel verlieren…

    Wieso spielen denn bitte unsere Nationalspielerinnen Fußball? Wegen der guten Erfolgsaussichten oder weil sie Spaß am Fußball haben? Erfolg kann immer nur einer von 12 Bundesligavereinen, eines von 16 WM-Teilnehmern haben.
    Nein, der Spaß am Fußball sollte die Motivation sein. Und davon kommt einfach überhaupt nix rüber. Neid hat immer einen Masterplan, den man abspult und dann allermeist Erfolg hat. Problem: Durchschaut ihn eine Mannschaft, hat man kein Mittel, kein Plan B zur Hand.
    Alles optimiert, aber alles ohne Einbeziehung des Gegners…

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  • Therese sagt:

    Für diejenigen die auch interessiert sind in die Cyprus Cup:

    1. Spieltag:
    Kanada – Finnland und England – Italien
    link: http://www.footdelles.com/article/Foot-France_Le-Canada-lAngleterre-et-les-autres_90371.html
    Frankreich – Schottland
    link: http://www.footdelles.com/article/Foot-France_Debuts-timides-pour-les-Bleues_90334.html

    2. Spieltag
    Kanada – Italien und England – Finnland
    link: http://www.footdelles.com/article/Les-Bleues_Chypre-Confirmation-pour-certains-reaction-pour-dautres_90489.html
    Frankreich – Australien
    link: http://www.footdelles.com/article/Foot-France_Bleues-Un-petit-gout-damertume_90490.html

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  • dummkopf sagt:

    @sonic
    🙂 VIELEN DANK für den Link 🙂

    @FF-Tale:
    Wo bist du?
    Ich finde, die Kommentare hier haben zwar inhaltlich kaum etwas mit den Spielen zu tun, sind aber trotzdem indirekt hochinteressant.
    Ich denke, es gibt einen ziemlich interessanten Zusammenhang zur Beliebtheit unserer Bundeslöwin. Die Qualität der FF-Fachkenntnis einiger User verhält sich ziemlich häufig umgekehrt proportional zur Wertschätzung der Welttrainerin.

    Ist es nicht auch interessant zu sehen, wie einige gar nicht merken, dass sie die Sache, für die sie eigentlich eintreten wollen, alleine schon mit der Qualität ihres Beitrags konterkarieren?
    Wobei das natürlich noch mehr auffällt, wenn jemand zu argumentieren versucht, dabei aber deutsche Rechtschreibung verwendet, die einer Satire gleicht.
    Oder man sieht es als Stilmittel, den Leser zum längeren Verweilen auf dem Schriftbild zu verleiten, indem der dreimal schauen muss, was zB mit „schwecher“ gemeint sein könnte.

    Da könnte ich auch deinen Rat gebrauchen. Bei sheldon finde ich es ok, mit ihm einmal einen Scherz zu machen. Der ist, denke ich, schon clever genug, das zu verarbeiten. Bei anderen halte ich mich lieber zurück, da würde ich keinen Rasenmäher-Vergleich anstellen.

    Weil, sagen wir mal so …, auch der obige Satz mit der Rechtschreibung ist ja eigentlich schon grenzwertig, es gibt ja auch Legastheniker, über die man sicher keinen Scherz machen sollte, und die sich sicher auch äussern sollten. Damit meine ich aber ausdrücklich keine hier aktiven User!

    Wohl aber damit: Fällt dir auch auf, dass einige ausgewiesene Natio-„Fans“- Kommentare die Notwendigkeit sehen, sich von gewissen extremen anderen sofort abzugrenzen, um nicht mit „denen“ in einen Topf geworfen zu werden?
    Andere stört das dagegen anscheinend eher weniger.
    Wieder andere merken zwar, das es etwas Bizarres hat, wenn sheldon Maroszan beim FFC als beste Technikerin Deutschlands ansieht, wenn sie ihr Trikot nicht verkehrt herum anzieht.
    Aber sie sehen sie dafür als beste Technikerin der Welt an, wenn ihr das gleiche Kunststück in der Nationalmannschaft gelingt.
    Wieder andere halten jedes Tor der Nationalmannschaft für grundsätzlich unhaltbar. 😉

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Ich will nur kurz auf deinen Beitrag eingehen und dazu zwei Thesen aufgreifen:

    1. „denn erst wenn du im Verein “brillierst” hast du das Anrecht auch für die N11 zu spielen“.

    Jeder, der in den letzten 3 Jahren die Nominierungen für die N11 aufmerksam verfolgt hat, weiß, dass diese These falsch ist. Es mag sein, dass du erst dann das Anrecht hast, in der Praxis sieht es aber so aus, dass Stallgeruch ziemlich das Einzige ist, was zählt (Beispiele: Schult, Benkarth, Goeßling, Leupolz, Däbritz etc., alle mit mangelhaften Leistungen in der Liga, trotzdem nominiert; auf der anderen Seite mussten Pohlers, Islacker, T. Knaak, Dallmann, Magull, Elsig usw., die trotz wirklich erstklassiger Leistungen keine Chance erhielten.)

    Sportlich hat jeder, der einmal in der N11 ist, seine Nominierung für die nächsten Spiele für die nächsten 10 Jahre fast sicher, wenn nicht Verletzung o. Ä. dazwischen kommt und wenn er es sich nicht böse mit Silvia Neid verscherzt.

    2. „Entscheidend ist dann natürlich der sich einstellende Erfolg, der dann alle erfaßt und die entscheidende Motivation ist.“

    Wow. Besser hätte ich nie den Teufelskreis, der sich aus diesem Satz ergibt, aufzeigen können. Denn wie kann Erfolg die entscheidende Motivation sein, wenn man selbst doch motiviert sein muss, um Erfolg zu haben?
    So wie du diesen Satz schreibst, kann der nämlich zu dem führen, was wir in Wolfsburg zur Zeit an Spielerinnen wie Lena Goeßling, praktisch aber an fast allen Spielerinnen erleben. Denn was passiert, wenn irgendwann der Erfolg ausbleibt? Dann lässt man sich hängen, wird schlechter, der Erfolg verringert sich weiter, die Motivation verringert sich weiter, was wiederum dazu führt, dass der Erfolg sich weiter verringert.

    Es gibt zwei Wege, damit umzugehen: Einen Weg gehen Kellermann und Neid: Sie schrauben die Ziele immer stärker nach unten, um dem zu entgehen, und versuchen, indem sie diese Ziele als Erfolge verkaufen, die Motivation aufrecht zu erhalten. Was passiert dann aber? Dann werden die Spielerinnen unterfordert. Spielerinnen wie Marozsan, Angerer, Celia, Goeßling, Keßler, Mittag, Maier, Alushi, die wissen alle, wo sie hingehören, nämlich auf den WM-Thron. Für sie heißt ein WM-Aus vor dem Finale nur eines: Unter Wert geschlagen. Wieso? Weil sie genau wissen, dass sie das Potential haben, die weltbesten Spielerinnen zu sein.

    Ein solcher Trainer wird irgendwann nicht mehr ernst genommen.

    Und dann gibt es den Weg des Colin Bell: Dieser Weg führt die Spielerinnen weg vom reinen Erfolgsdenken, sondern hin zur spielerischen Idee. Colin Bell fordert und fördert die Spielerinnen. Es vermittelt Spaß und Freude am Fußball, aber auch, dass Profifußball schwere Knochenarbeit ist, die sich aber lohnt. Er ist überzeugt von dem, was er tut.
    Eigentlich ganz einfach, möchte man denken. Es ist auch nicht so, dass ich das nirgendwo in der Liga sonst sehe. Gerade bei Jena und Leverkusen hängt da ne ganze Menge mit am Trainer, der die Spielerinnen scheinbar motivieren kann.
    Es ist auch nicht so, dass Colin Bell das erst in Frankfurt vermittelt hätte. Doch in Frankfurt hat er das Spielerinnenmaterial, mit dem Fußball wirklich richtig Spaß machen kann, weil einfach die technischen und athletischen Fertigkeiten gegeben sind, um den Gegner zu dominieren. In Bad Neuenahr war das Ganze zwar noch nicht so offensichtlich, doch auch da hat Bell schon gezeigt, welche inspirierende Art er hat, und zwar bereits am 6. Spieltag 2011/12 in seiner Wutansprache gegen die Mannschaft. Danach gab es zwar noch eine Niederlage gegen Potsdam, danach aber in 5 Spielen 13 Tore und ein Torverhältnis von 8:0 Toren (insgesamt 484 Minuten ohne Gegentor).
    Ende der Saison 2011/12 bis Anfang der Saison 2012/13 gab es sogar 6 Spiele in Folge ohne Gegentor (insgesamt 661 Minuten).

    Wer will, kann ja mal schauen, wann eine Bundesligaverein zuletzt länger ohne Gegentor geblieben ist.

    Bell fokussiert die Spielerinnen nicht auf das reine Erfolgsdenken, sondern ermutigt sie dazu, sich spielerisch zu verbessern, und fordert auch das Spielerische. Bell ärgert sich nicht nur dann über Fehler, wenn sie zu Gegentoren führen, er ärgert sich über jeden Fehler. Bell fordert von seiner Mannschaft spielerische Dominanz und Effektivität. Bell ist nicht der Typ, der ein glanzloses 1:0 einfach so mal als Erfolg abnickt. Seine Standards sind einfach andere.

    Aber Bell ist eben auch keiner, der bei nem 0:0 mit einem Chancenplus von 25:1 einfach mal sagt: Ja, man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sondern der dann ausflippt, weil die Mannschaft zu schludrig mit den Chancen umgeht.
    Erst wenn in jedem Bereich Dominanz herrscht, dann ist er mal ruhig. Und wenn das eintritt, dann ist die Folge daraus automatisch, dass man die Spiele eben 3:0, 4:0, 7:0 oder auch mal 12:0 oder 15:0 gewinnt, je nach Gegner.

    Denn dann hat man die meiste Zeit den Ball bzw. gewinnt die Zweikämpfe, wenn man ihn sich wiederholt, man besitzt die technischen Fähigkeiten, um eine Geschwindigkeit zu spielen, die der Gegner nicht mitgehen kann, man hat Zug zum Tor und man nutzt die Chancen effektiv.

    Ich sage nicht, dass das, was Kellermann und Neid nicht reicht oder reichen kann. Dazu ist die Qualität ihrer Spielerinnen zu hoch. Doch es geht deutlich mehr und man kann noch viel, viel dominanter werden, wenn man sich ausschließlich auf das eigene Spielerische konzentriert, gerade bei solchen Spielerinnen, bei denen es weitestgehend Gegnerunabhängig ist.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.

    Danke für die recht „ausführliche“ Antwort auf meine Äußerungen.

    Nun ist mir „klar“ geworden, wie „Frau“ in unserem Lande N11-Spielerin wird. Insbes. erfahre ich nun, daß „erstklassige“ Leistung „nicht“ dazu führt.
    Wie passt das denn nun zusammen, daß ja nun vom 1.FFC dort die meisten Spielerinnen gestellt werden ? 🙂

    Dein „Teufelskreis“ Motivation leuchtet mir nicht ein.
    Du „begnügst“ dich mit gutem Spiel und Spielfreude und gibst die „Erfolgsorientierung“ nicht als gleichwertiges Ziel aus.
    Genau diese „gut“ spielenden Mannschaften (gibt es in d. MF-Buli einige)ohne „Erfolg = Punkte“ haben das Problem,daß sie immer mehr in einen „Negativ-Strudel“ geraten.
    Die Lust am Spiel einer einzelnen Spielerin hilft da nicht, sondern nur wenn das Team als Einheit den Erfolg gemeinsam erreicht und erlebt, steigert es das Selbstbewußtsein und die Leistung.

    Ich habe da so meine Zweifel, ob du C.Bell überhaupt kennst, wohl nicht persönlich, noch glaube ich, daß du ständig beim Training anwesend bist und die Trainingsarbeit von C.Bell detailiert beobachtest.
    Alles was du hier zu seiner Arbeit als Trainer äußerst, setzt diese deine tägliche Präsenz beim Training ja voraus, also wohl doch „hineininterpretiert“ mit Eindrücken am PC und vielleicht aus dem ein oder anderen Stadionbesuch.

    Wenn du dann trotzdem diesen deinen Eindruck von C.Bell hast, wie erklärt sich dann die völlig andere Spielweise, als von dir propagiert, beim 0:0 im Heimspiel gegen WOB.

    P.S. Da hatte doch R.Kellermann zuvor noch gesagt er wolle dieses Spiel unbedingt gewinnen und das, wo er doch nach dem Trippel nicht so viel von seinen Spielerinnen verlangen wollte. 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Wir haben glaube ich unterschiedliche Definitionen von einem guten Spiel. Ein gutes Spiel, was man nicht gewinnt, war nicht gut. Denn entweder, man war nicht überlegen, oder aber, man konnte die Überlegenheit nicht in Tore ummünzen.

    Bei dem ersten wäre die Problematik bei den Rubriken Ballbesitz, Laufintensität und Zweikampf zu suchen, bei dem zweiten in den Rubriken Passgenauigkeit, herausgespielte Chancen und Chancenverwertung. Alles sind Rubriken, die man so professionalisieren kann, dass man nahezu eine Sieggarantie hat, weil der Gegner keinen Zugriff mehr aufs Spiel bekommt.

    Auch Fußball ist, streng betrachtet, letztlich nur eine Wissenschaft, bei der es darum geht, die richtigen Methoden zu lernen und sie innerhalb der Mannschaft harmonisch einzubringen. Wenn du diese Methoden umsetzt, dann wirst du immer eine Leistung erbringen, die der Grundqualität der Mannschaft angemessen ist. Der einzige Grund, dann keinen Erfolg zu haben, ist der, dass die gegnerische Mannschaft einfach mehr Grundqualität hat.

    Für die Beurteilung der Leistung von Frankfurt beim 0:0 fehlt uns aber etwas Entscheidendes: Die vorgegebene Zielsetzung von Colin Bell. Hat er als Zielstellung einen Sieg ausgegeben? Die Situation vor dem 0:0 macht die Einschätzung nicht einfacher.
    Fehlende IV bei Frankfurt, Umstellungen im Team, erstes Spiel nach der Winterpause, wie man gehört hat, schlechte Bodenverhältnisse, und dann eben die 2 Punkte Vorsprung in der Tabelle auf Wolfsburg: All das lässt durchaus die Vermutung zu, dass Bell einen Gang zurückgeschaltet hat und das Ganze nach dem Motto „Safety First“ gehalten hat. Die „0“ muss stehen.
    Gerade, wenn Kellermann so eine Zielsetzung ausgegeben hat, heißt das, dass die 0 hinten oberste Priorität haben muss, gerade, wenn in der Defensive mit Bartusiak sowieso eine Stütze fehlt. Diese Zielsetzung wäre plausibel und ist im Nachhinein auch besser aufgegangen als erwartet, indem Bayern im nächsten Spiel gleich die 3 Punkte mitgenommen hat. Vielleicht hat Frankfurt auch darauf spekuliert, dass Wolfsburg gegen sie anrennt, man die „0“ halten kann, und Wolfsburg ein paar Tage später von Bayern überrannt wird.

    Derjenige, der meines Erachtens den Fehler hier gemacht hat, war Kellermann, sollte er tatsächlich diese Zielvorgabe ausgegeben haben. Das hieße nämlich, dass er nicht die Fähigkeit besitzt, der Mannschaft das Werkzeug dafür beizubringen, diese Ziele auch zu erfüllen.

    Letztlich muss man auch immer sehen: Mein Ansatz ist nun in erster Linie auf Teams bezogen, die die Qualität im Kader haben, jeden schlagen zu können. Aber er funktioniert auch mit Teams, die dieses Potential nicht haben. Dennoch können sie durch diesen Ansatz viel gewinnen, weil sie sich dadurch automatisch verbessern.

    Doch es führt eindeutig weg von dem Weg, sich Ziele zu setzen, die nicht erfüllt werden, weil der Trainer nicht die Fähigkeiten besitzt, den Spielerinnen Methoden beizubringen oder sie so zu professionalisieren, dass sie eine ihrer Qualität angemessene Leistung bringen können.

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Es geht gar nicht um Trainingsdetails. Es geht um die Art des Trainers. Und die kriegt man bereits bei einer Antwort auf eine Interviewfrage mit.

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  • dummkopf sagt:

    @altwolf
    Diesmal liegst du da mE logisch voll auf der richtigen Seite. Sheldon hat sich eben mal wieder irgendwie zwischen Spielfreude und Bell’schem Fussballstil vergaloppiert und schiesst nun wie eine Flipperkugel immer von den Banden zurückgeworfen, kreuz und quer über den Spieltisch, und versucht vergeblich, den Knopf für die Bonuspunkte zu finden.

    @sheldon
    Das mit dem Spass heisst auch just for fun und ist der Breitensport. Leistungssport heisst so, weil da die Leistung im Vordergrund steht.
    Wenn du von dem Ausgangspunkt mal ausgehst und statt wild durch die Gegend mal ganz ruhig der Reihe nach sortierst, bekommst du erstens keinen Blutdruck und zweitens den Rest besser gebacken, und zwar auch, wie du Bell da vernünftig einordnen kannst.

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  • Maxemus sagt:

    @ Sheldon: „Wenn du diese Methoden umsetzt, dann wirst du immer eine Leistung erbringen, die der Grundqualität der Mannschaft angemessen ist.“
    Und wenn du immer fleißig betest, kommst du in den Himmel !
    Sag einmal, deckt sich dein Satz wirklich mit dem, was du jeden Tag in der Arbeitswelt oder in der Bildung bei Teams erlebst ? Ich halte das für freundlich gesagt, weltfremd und theoretisch hoch zwei.

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