Algarve Cup: DFB-Elf startet gegen Island

Von am 5. März 2014 – 9.52 Uhr 2 Kommentare

Zum Auftakt des zum 21. Mal ausgetragenen Algarve Cups trifft die deutsche Frauenfußball-Nationalelf heute Nachmittag ab 16 Uhr in Albufeira auf Island (live auf Eurosport). Für Innenverteidigerin Annike Krahn ist die Partie eine ganz besondere.

Dabei liegt der Fokus wie bei jeder Teilnahme am Turnier in Süden Portugals darauf, das Team im Hinblick auf die im kommenden Jahr in Kanada stattfindende Frauenfußball-WM in Kanada weiterzuentwickeln. Und das geht in Duellen mit starken Teams viel besser, als etwa in der WM-Qualifikation, wo die DFB-Elf mit fünf Siegen aus fünf Spielen und einem Torverhältnis von 40:0 drückend überlegen ist.

Spielplan
TV-Übertragungen
Offizielle Website des Algarve Cups (Portugiesisch)

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Turnier mit Testcharakter
„Wir wollen die Möglichkeit nutzen, einiges auszuprobieren“, erklärte Bundestrainerin Silvia Neid vor dem heutigen Auftaktspiel gegen Island. Zuletzt gab es gegen die unter dem ihrem neuen Trainer Frey Alexandersson antretenden Isländerinnen in einem Gruppenspiel bei der Frauenfußball-EM in Schweden in Växjö einen deutlichen 3:0-Sieg.

Umbau in der Innenverteidigung
Vor allem in der Innenverteidigung muss Neid das eingespielte Duo umbauen, da Saskia Bartusiak wegen einer Knieverletzung nicht teilnehmen kann. Ihre Partnerin in der Innenverteidigung, Annike Krahn, steht hingegen vor ihrem 100. Länderspiel im DFB-Dress.

Annike Krahn

Annike Krahn steht vor ihrem 100. Spiel im DFB-Dress © Zetbo / Framba-Fotos.de

Krahn vor 100. Länderspiel
„Das ist eine große Ehre und macht mich schon ein wenig stolz. Denn es zeigt, dass man nicht nur für einen Moment oder ein Turnier, sondern wirklich konstant etwas geleistet hat“, so die 28-Jährige, deren Teamkollegin bei Paris St. Germain, Linda Bresonik, wegen einer Oberschenkelverhärtung ebenfalls auf das Turnier verzichten muss.

Video zum 100. Länderspiel von Annike Krahn

Hendrich hofft auf Debüt
Dafür könnte die erstmals nominierte Kathrin Hendrich zu ihrem ersten Einsatz in der A-Nationalelf kommen. „Ich hoffe natürlich darauf, ein paar Minuten zu bekommen. Aber wichtig ist, erst mal alles aufzusaugen und vieles mitzunehmen“, so die 21-jährige Mittelfeldspielerin von Bayer 04 Leverkusen.

Weitere Auftaktspiele
Im zweiten Spiel der Gruppe A treffen heute zeitgleich in Vila Real San António Norwegen und China aufeinander. In Gruppe B kommt es gleich am ersten Spieltag in Parchal zur Neuauflage des Finales der Frauenfußball-WM 2011 zwischen Japan und den USA (live ab 13.45 Uhr auf Eurosport), ab 19 Uhr stehen sich in einem rein skandinavischen Duell in Albufeira Schweden und Dänemark gegenüber. Andere europäische Topteams messen sich gleichzeitig mit dem Algarve Cup bei dem auf der Mittelmeerinsel Zypern stattfindenden Cyprus Cup.

Modus des Algarve Cups
Im Finale werden sich am 12. März die Sieger der Gruppe A (Deutschland, China, Island, Norwegen) und B (Dänemark, Japan, Schweden, USA) gegenüberstehen. Die jeweils zweitplatzierten Teams spielen um den dritten Platz, die drittplatzierten um den fünften. Der Sieger der Gruppe C (Portugal, Österreich, Russland, Nordkorea) kann daher maximal Siebter im Endklassement werden, er spielt um diesen Platz gegen den besseren Vierten der Gruppen A und B. Der andere Gruppenvierte trifft im Spiel um Platz neun auf den Zweiten der Gruppe C. Die beiden Schlusslichter in Gruppe C stehen sich im Spiel um Platz elf gegenüber.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • augustus sagt:

    für frau Krahm freut es mich, das Sie jetzt 100x für die Bundesrepubli spielen durfte. Solange eine so hochklassige Leistung bringen, das ist bewundernswert.
    Ich bin kein Freund der N11 und Frau Neid, aber ein Bewunderer einiger altgedienter Spielerinnen, die aufgrund der Leistungen spielen müssen. Genau die NORMALEN wie K. oder Mittag können sich ganz anständig mit den Besuchern unterhalten. Frauen wie annika haben den Frauenfußball großgemacht und mehr verdient als eine Randberichterstattung.

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  • Sheldon sagt:

    @augustus: Dass Frau Krahn 100x für Deutschland spielen durfte, ist an und für sich noch nix außergewöhnliches. Das haben schon einige vor ihr geschafft.
    Es ist auch nicht unbedingt ihre hochklassigen sportlichen Leistung zu verdanken, sondern vielmehr der Tatsache, dass wir in Deutschland einfach kaum noch brauchbare IVs haben.

    Schau dir einmal die Vereine an:

    Potsdam hat gerademal Draws als IV, die allerdings Libero spielt.
    Frankfurt hat mit Bartusiak eine der beiden N11-IV.
    Wolfsburg hat Henning und Wensing, keine von beiden hat in der N11 bisher überzeugt, sondern beide haben bisher immer gewackelt.
    Bayern hat gar keine deutsche Stamm-IV mehr.
    Und dann geht es schon an die kleinen Vereine.

    Das ist akute Brennstelle, und eine Krahn hält uns das immer wieder deutlichst vor Augen.

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