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Frankfurt und Wolfsburg teilen die Punkte

Von am 22. Februar 2014 – 14.28 Uhr 86 Kommentare

Im Topspiel des 11. Spieltags der Frauenfußball-Bundesliga gab es zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem VfL Wolfsburg eine gerechte Punkteteilung, durch die die Gastgeberinnen die Tabellenspitze verteidigten.

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2 710 Zuschauern im Frankfurter Stadion am Brentanobad sahen trotz des 0:0 eine interessante und ausgeglichene Partie, in der sich beide Teams nichts schenkten.

Zwischenstand im Bundesliga-Tippspiel anschauen

Frankfurt erwischt besseren Start
Die Frankfurterinnen fanden besser in die Partie, Célia Šašić hatte mit einem Schrägschuss neben das Tor die erste Chance des Spiels (13.). Doch auch der VfL Wolfsburg kam früh einem Treffer nah, Frankfurts Torhüterin Desirée Schumann parierte jedoch den Kopfball von Zsanett Jakabfi (15.).

Célia Šašić in Aktion

Hatte mehrfach ein Tor auf dem Fuß: Célia Šašić © Herbert Heid / girlsplay.de

Šašić im Mittelpunkt
Noch näher kam Šašić einem Treffer in der 21. Minute, diesmal fehlten nur wenige Zentimeter, um die Gastgeberinnen in Führung zu bringen. Und auch nach einer guten halben Stunde stand die Nationalstürmerin wieder im Mittelpunkt, doch Stephanie Bunte konnte den Schuss abblocken (33.).

Wolfsburg wird stärker
Doch mit Beginn der zweiten Halbzeit fand der VfL Wolfsburg besser in die Partie, Frankfurt konnte sich nun kaum noch gute Chancen erspielen. Dagegen wurden die Gäste immer gefährlicher, nach einer Ecke von Verena Faißt köpfte Nilla Fischer nur knapp über das Tor (56.).

Gerechte Punkteteilung
Die für Lena Goeßling eingewechselte Conny Pohlers hatte bei einem Drehschuss aussichtsreicher Position das Pech, den Ball nicht richtig zu treffen. In der Schlussphase hatte noch einmal Fatmire Alushi den Siegtreffer auf dem Fuß (80.), doch am Ende blieb es bei der leistungsgerechten Punkteteilung.

Frauenfußball-Bundesliga, 11. Spieltag, Ergebnisse

1. FFC Frankfurt VfL Wolfsburg 0:0
BV Cloppenburg SC Freiburg -:-
VfL Sindelfingen MSV Duisburg -:-
FF USV Jena TSG 1899 Hoffenheim -:-
FC Bayern München 1. FFC Turbine Potsdam -:-
SGS Essen Bayer 04 Leverkusen -:-

Tabelle

Rang Verein Spiele Tore Punkte
1. 1. FFC Frankfurt 11 44:8 27
2. VfL Wolfsburg 11 33:7 25
3. 1. FFC Turbine Potsdam 10 28:11 23
4. FC Bayern München 10 21:13 18
5. FF USV Jena 10 13:15 14
6. MSV Duisburg 11 13:22 13
7. SGS Essen 10 22:16 12
8. Bayer 04 Leverkusen 11 22:20 12
9. SC Freiburg 10 15:19 10
10. BV Cloppenburg 10 15:26 9
11. TSG 1899 Hoffenheim 10 17:34 8
12. VfL Sindelfingen 10 2:54 1

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

86 Kommentare »

  • xXx sagt:

    Schwaches Spiel! Da hätte man sich bei der Ansetzung mit diesem beiden Vereinen mehr erwarten können. Ein Spiel, dass ohne jegliche größere Torchance zu Ende ging. Dazu teilweise recht viele Ballverluste auf beiden Seiten und insgesamt ziemlich zerfahren.

    War kein gutes Niveau.

    Aber nun gut, mag vielleicht auch daran gelegen haben, dass beide Vereine gerade aus einer langen Winterpause kommen.

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  • AdiPreissler sagt:

    Frankfurt wollte das Spiel nicht gewinnen, sie wollten es nicht verlieren. Das hat zwar geklappt, könnte am Ende aber eine Fehlkalkulation gewesen sein.

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  • speedy75 sagt:

    Von diesem Spiel hätte man deutlich mehr erwarten können. Leider auf beiden Seiten viel zu viele Ballverluste. Es fehlt auf beiden Seiten heute eine Spielerin die fähig ist Ruhe rein zu bringen.

    Frankfurt zu Beginn besser, in Halbzeit 2 dann Wolfsburg besser die wenn Sie dann ihre Chancen besser zu Ende gespielt womöglich noch gewonnen hätten.

    Lene Goeßling übrigens zum wiederholten Male nach der Auswechslung mit allem unzufrieden.

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  • Herr Schulze sagt:

    Mein Fazit heute: Eher als Frankfurt wird sich Wolfsburg ärgern, nicht mehr mitgenommen zu haben. Hurra-Fußball mit wenihgstens beherztem Angriffsspiel, der die Chance auf einen großen Schritt in der Meisterschaft zu nutzen versucht ist von Bell ohnehin nicht zu erwarten. Der ließ stattdessen einmal mehr defensiv, sprich eine Art von Konterfußball ohne Konterspielerinnen spielen. Das hatte dann nicht nur zur Folge, dass die zu 90 Prozent auf Celia Sasic geschlagenen, aber sie selten erreichenden Bälle postwendend zurück kamen. Mich hat doch sehr die fehlende Spielkultur erschreckt. Kaum Kombinationen, kein Spielaufbau, Fehlpassmaschinen in der Abwehr. Die meisten Abschläge, Abstöße und Befreiungsschläge luden die Wölfinnen zum Angriff ein. Gut und Glück, dass vieles bei denen auch suboptimal lief. Geh ich d’accord, dass die beste FFC-Spielerin Desiree Schumann war? Das sagt doch viel über das Spiel.

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  • never-rest sagt:

    Ein intensives Kampfspiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe, die sich vor allem im Mittelfeld keinen Zentimeter Platz geschenkt haben und sehr aggressiv zur Sache gegangen sind. Für meinen Geschmack war die Schiedsrichterin in vielen Szenen viel zu großzügig. Vor allem die ständigen Catch-Einlagen sollten eigentlich konsequent mit Gelb geahndet werden. Außerdem wurde WOB in der 2. Hz ein klarer Elfmeter versagt, als Laudehr den Ball mit im 16-er mit dem ausgefahrenen Oberarm genommen hat.

    Die Spielkultur blieb bei dem agressiven Pressing im Mittelfeld leider auf der Strecke. Besonders schlimm die vielen Fehlpässe und technischen Fehler bei 2 Spitzenmannschcaften gespickt mit N11-Spielerinnen. Negativ finde ich auch, dass einige Spielerinnnen den Ball viel zu oft vertändeln, weil sie in Bedrängnis den Überblick verlieren oder sich mit dem Ball am Fuß festrennen (Beispiel Goessling) anstatt erst einmal den Pass zu der nächstbesten Spielerin zu suchen. Ausnehmen möchte ich nur Maroszan und Keßler, wenngleich beide auch nicht fehlerfrei.

    Ingesamt hatte der 1 FFC in der 1. Hz. wohl mehr und vor allen Dingen die besseren Chancen, während WOB die 2. Hz weitestgehend dominiert hat, ohne den entscheidenen Torabschluss.

    Beste Spielerin beim 1FFC Šašić und bei WOB Fischer. Die Innenverteidigerinnen beider Mannschaften haben auch einen guten Job gemacht.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Mein Prädikat: Kein Topspiel-Niveau! 2 Wochenenden hintereinander einen VfL, der einige Defizite (Torgefahr, Abschlußschwäche etc.) nicht in den Griff bekommt.
    Merkwürdig das Frankfurt konditionell nur eine HZ in der Lage war den Gegner unter Druck zu setzen.

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  • Jennifer sagt:

    Zum Spiel ist eigentlich schon alles geschrieben – was für eine Enttäuschung!

    Ich habe das Spiel auf Eurosport gesehen und fand die Beurteilung des Kommentators und von Kim Kulig völlig nervtötend. Die Laberei die ganze Zeit ging mir echt auf den Wecker. Offensichtlich haben sie dann auch noch ein ganz anderes Spiel gesehen, da sie immer abwechselnd „technisch gut“ und „tolle Szene“ usw. sagten.

    Das war eindeutig eines der schwächeren Spiele dieser Saison, dass man die Spiele dann im TV so hochloben muss ist wirklich unverständlich.

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  • dummkopf sagt:

    Ich hätte als FFC versucht, mehr zu unternehmen, um das Spiel zu gewinnen. Ob das Unentschieden reicht, am letzten Spieltag mit 3 Pkten Vorsprung nach Wob zu fahren, erscheint nun fraglich, und darauf hätte man es vielleicht nicht ankommen lassen müssen.
    Leider zwar ein körperlich extrem hart umkämpftes, aber spielerisch sehr, sehr bescheidenes Spiel. Viele Interessante Details gab es aber zu sehen: zB Goessling.
    Die machte schon letzte Woche einfach keinen frischen, sondern einen erschöpften Eindruck. Dass sie in ein Loch hineinfallen würde, war ja zu erwarten. Die Frage ist, wie schnell sie herausfinden wird. Eigentlich sollte das unmittelbar nach einer längeren Pause noch nicht so schlimm sein. Wie sehr eine in-Form Goessling bei Wob fehlt, hat man jedenfalls auch gesehen.
    Immerhin gut einerseits, dass der Trainer sie als Schwachpunkt in der Zentrale erkannt hat, wo Odebrecht wesentlich besser spielte. Goessling in so einem Spiel allerdings gleich ganz herauszunehmen, zeigt vielleicht den gleichen Mangel an Erfahrung, wie sie in dieses Leistungsloch hineinzumanövrieren.
    Gute Trainer bekommen ihre Mannschaft zu den wichtigen Spielen in einen guten Zustand. Und dazu gehört, dass man seine wichtigen Spielerinnen in einen guten Zustand bekommt.
    Bevor ich meine vermeintlich beste Spielerin auswechsle, stelle ich sie vielleicht erst einmal auf eine andere Position, wo sie sich auch mental anders einstellen kann, oder eher auch einmal kurz abschalten und regenerieren kann, als in der Mitte ständig unter Hochspannung zu stehen.
    Auch weiter vorne wäre sie dann doch vielleicht eher für die eine entscheidende Situation gut gewesen, aber speziell in der Verteidigung, entweder gleich rechts für Bunte, oder in die Mitte, und Wensing nach rechts, um über die Aussenverteidigerposition mehr Druck nach vorne zu machen. Da kam nämlich weder von rechts noch links annähernd genug, um die massive FFC Abwehr zu fordern.

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  • maxsee sagt:

    Jennifer man kann Dir nur zustimmen zur Laberei – allerdings der Frankfurt freeundlichen Kommentatoren. Eurosport hatte schon mal Objektiveres zu bieten.
    Die Schiedsrichterleistung war o.k.. Aber wann werden sie das Fallenlassen der Routiniers, insbesondere aus der N11,schärfer ahnden?

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  • waiiy sagt:

    Kein Kommentar von Sheldon zum Spiel von Unter-Wolfsburg, kein Kommentar vor Sheldon zum Spiel von Über-Frankfurt. Das sagt alles. Aber die Angst, das Spiel verlieren zu könne, war 90 Minuten auf beiden Seiten zu spüren.

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  • FF-Tale sagt:

    @ Jennifer und Maxsee: Das mit der Qualität der heutigen TV-Kommentierung stimmt.
    Andererseits: Hätte z.B. der HR als lokaler Öffentlich-Rechtlicher live übertragen, wäre die Berichterstattung auch nicht neutraler gewesen. Und was will man Kritisches von Kulig als FFC-Arbeitnehmerin erwarten? (Alles was sie ins Mikro sagt, wird beim Teamabend gegen sie verwendet. ;-)). Mehr als Star-Smalltalk und ein bisschen unverfänglichem Taktik-Insiderwissen wird DFB-TV/Eurosport von ihr nicht als Job Description gewollt haben.

    Und wenn wir schon über Leute am Mikrofon reden: Wann wird endlich der Frankfurter Stadionsprecher abgemahnt? Wurde doch schon mehrmals hier an Töpperwien kritisiert (von Nutzer Dummkopf?). Nicht spielbezogene Durchsagen sind während laufendem Spielbetrieb nicht nur nervend, potenziell spielbeeinflussend, sondern auch (gemäß Spielordnung) verboten!

    PS: Schön, dass sich der HR heute Abend 1,5 Stunden Zeit nimmt, den drei Jahre alten Zwanziger-Tatort zu wiederholen … den heutigen (insbesondere aus hessischer Sicht nicht unwichtigen) 90 FF-Minuten aber sonst keine Sekunde lang eine Würdigung in Video oder Audio gönnt.

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  • gerd karl sagt:

    ein absolut geiles spiel, nur die tore haben gefehlt.
    beide mannschaften haben sehr gut nach hinten gearbeitet, das mittelfeld war stark umkämpft.

    die abwehr beider mannschaften war hervorragend deshalb keine tore und eine verdiente punkte teilung.

    das war das beste frauen fussball spiel der letzten jahre, besonders im vergleich zur nwsl, die hier von einigen sehr gehypt wird.

    schnelligkeit, taktik, technik und körperbetontes spiel von wolfsburg und frankfurt suchen in der nwsl und in europa ihres gleichen.

    wolfsburg und frankfurt, mit kleinem abstand turbine, sind die besten frauenfussball clubs der welt.

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  • Altwolf sagt:

    Puuuh ! Ein Spiel mit vielen Aspekten und in den Medien doch sehr unterschiedlichen Beurteilungen,offenbar je nach dem was man sehen will, während hier im Forum doch zumindest was @Herr Schulze u. @never-rest dazu geäußert haben, der „Wahrheit“ wohl am nächsten kommt.
    Ich versuche mal die „grüne“ Brille abzusetzen und meinen Eindruck möglichst neutral und sachlich wiederzugeben.

    Ergänzend möchte ich noch anmerken, daß ich mir das Spiel im Stadion und dann nochmals auf dem Videorekorder angesehen habe, um gerade einzelne Aktionen besser beurteilen zu können.

    Während WOB versuchte das Spiel zu machen, wie es eigentlich auch vom Selbstverständnis eines sogg. Top-Teams zu erwarten war, erinnerte mich das Spiel des 1.FFC an die Spielweise von Bad Neuenahr. So versuchte man defensiv kompakt zu stehen – somit auch kaum Offensivaktionen von Schmidt u. Crno – und im MF versuchen das Aufbauspiel von WOB mit Behringer, Maroszan, Aliushi u.Garefrekes zu stören, während Celia meist mit langen Bällen in ihre Richtung den „Alleinunterhalter“ gab.

    Das hatte dann auch zur Folge, daß es ein Hin- u.Her im MF mit äußerst vielen Ballverlusten gab und letztendlich gerade auch L.Gößling Opfer dieser engen Räume wurde, denn sie kam gar nicht ins Spiel und ihre Versuche, den Ball führend, nach vorne zu bringen endete durch intensives Doppeln mit Ballverlusten, was ja auch zum Wechsel führte.
    @Dummkopf. Sehe ich nicht so wie du als Formtief, sondern aus der Eigenart des Spieles heraus für sie frustrierend.

    Auch wenn sich für den 1.FFC durch die überwiegend zufällig nach vorn geschlagenen Bälle die ein oder andere Torchance kreieren ließ, empfand ich das spielerische Moment u. von dem „Besonderen“ so herausgehobene „dominante“ Spiel von Frankfurt als Tabellenführer und Heim-Mannschaft doch eher enttäuschend. Konterfußball oder trendiger ausgedrückt – Versuch eines schnellen Umschaltspieles – im eigenen Stadion. Wenn sich also nicht beide dem Offensivspiel verpflichten, kommt so ein Spiel dabei heraus.

    Es waren dabei schon einige Aktionen, die man als Schiri schon hätte anders bewerten können als tatsächlich entschieden. So rammt Crno den Ellenbogen-Unterarm an den Nacken-Kopfbereich von Jakabfi (wird inzwischen gern mit Gelb versehen) u. Laudehr springt bei der Aktion gegen Müller ohne an den Ball zu kommen in den Körper, wie auch Schmidt mit klarem Handspiel im 16er – hatte ich sogar schon im Stadion klar erkennen können – nicht geahndet wurden.

    Beim 1,FFC fand ich positiv am auffälligsten neben D.Schuhmann doch auch C.Sasic, während D.Maroszan zwar immer einige gute Szenen- Pässe u.technische Kabinettstückchen- zeigt, aber nicht eine solche Präsenz hat, wie eigentlich von ihr erwartet wird.
    Bei WOB eindeutig für mich N.Fischer u.L.Wensing, die nicht nur die Hauptarbeit gegen Celia zu leisten hatten, sondern auch die gesammte Spieleröffnung zu tragen hatten, dazu mit etwas Abstrichen N.Keßler u. A.Popp.

    Das Remis ist wohl für Frankfurt das „bessere“ Ergebnis.
    Andererseits bleibt damit noch Alles offen für die Meisterschaft, denn damit kann auch Turbine wieder aussichtsreich mitmischen.

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  • melli sagt:

    ralf kellermann hat das einzig richtige getan: lena vom platz zu nehmen. es war heute nicht ihr tag, was sich definitiv auf einer anderen position nicht verbessert hätte. da ging heute nichts, gar nichts. hatte ich schon in hälfte eins mehrfach angemerkt, weil sie einfachste zuspiele nicht brachte, keinen zweikampf gewann und aus ihren ballverlusten im mittelfeld mehrfach frankfurter offensivaktionen folgten.

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  • FFFan sagt:

    Niveauarmes Spitzenspiel! Eine Überraschung ist das nicht. In solchen sogenannten „Sechs-Punkte-Spielen“ erlebt man es ja häufig, dass beide Teams sich gegenseitig neutralisieren und vor allem auf Torsicherung bedacht sind.
    Diesmal kam noch hinzu, dass es das erste (bzw. für Wolfsburg das zweite) Pflichtspiel nach der Winterpause war, die Mannschaften mithin noch nicht im Rhythmus sind. Das dürfte mit dazu beigetragen haben, dass kaum ein Spielfluss zustandekam.
    Mich hat das Spiel an eine Begegnung zwischen Frankfurt und Duisburg an gleicher Stelle vor drei Jahren erinnert. Damals führte der ‚Kaltstart‘ aus der Winterpause zu einem ‚Grottenkick‘, der für Frankfurt mit einer Niederlage endete (0-1), die die Hessinnen am Ende die Meisterschaft kostete. So gesehen kann man am Main mit dem Remis wahrscheinlich ganz gut leben.

    @ S.F.:
    „Mein Prädikat: Kein Topspiel-Niveau!“

    –> Zustimmung (s.o.). Ich bin mir jedoch sicher, dass sowohl Frankfurt als auch Wolfsburg im Verlauf der Rückrunde wesentlich stärkere Leistungen zeigen werden als gestern.

    „Merkwürdig das Frankfurt konditionell nur eine HZ in der Lage war den Gegner unter Druck zu setzen.“

    –> Die Spielweise des FFC ist sehr kraftaufwändig und laufintensiv. Das ständige (Gegen-)Pressing und ‚Zustellen‘ von Räumen und Passwegen fordert seinen Tribut von den Spielerinnen, was sich gegen Ende des Spiels immer stärker bemerkbar macht. Dies war auch im Spiel gegen Turbine Potsdam bereits zu beobachten.
    Dadurch ist es Frankfurt in der 2.HZ nicht mehr gelungen für Entlastung zu sorgen. Und trotzdem blieb man erneut ohne Gegentor!

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  • karl sagt:

    Ich fand das Spiel gut, nur die tore haben gefehlt wie Gerd Karl schon bemerkt hat. Das war von beiden Seiten eine von Abwehr und Mittelfeld gepraegte Partie weil keiner verlieren wollte.
    Die Kommentatoren fand ich ok, die waren weder einseitig noch voellig Ahnungslos. Was will man mehr.

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  • speedy75 sagt:

    Noch ein interessantes Detail am Rande das Spitzenspiel haben bei Eurosport nach Analyse scheinbar nur knapp 50.000 Zuschauer verfolgt, hätte man deutlich mehr erwarten können.

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  • gerd karl sagt:

    speedy75 es gibt im moment ein anderes grosses sport event, es nennt sich olympia, und deshalb die wenigen zuschauer.

    jetzt mal was anderes, wenn sich viele leute beim dfb melden würden und vorschlagen das dfb-tv am samstag ein anderes spiel zeigen würde wie eurosport, dann würde es noch mehr zuschauer im bereich frauenfussball geben.

    denn warum muss dfb-tv das selbe spiel bringen wie eurosport, deshalb vieleicht eine pedition an dfb-tv.

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  • FF-Tale sagt:

    Randnotiz: Framba.de meldet neuen Zuschauer-Minusrekord bei der gestrigen Partie. Neben dem Sportlichen also auch das Zuschauerinteresse eher enttäuschend.

    Frankfurt-WOB Eurosport 50.000 Zuschauer, Marktanteil 0,5 %

    Zum Vergleich:
    1. Frankfurts Heimspiel-Übertragungen gegen SiFi (1,5 %) und LEV bzw. Bayern (die beiden höchsten Werte aller Live-Spiele 2013/14 bisher: 2,6 bzw. 2,4 %) waren jeweils um ein Vielfaches höher!
    2. Der HR (der theoretisch auch eine Übertragung hätte machen können) hatte in der für das Spiel relevanten Zeit ca. 2-4 % (mit Dokus und Samstagnachmittag-Filmen), knapp unter dem Gesamttages-Schnitt. Mehr als durchschnittlich 5-8% Marktanteil kann man da von den kleineren Dritten Programmen (HR etc.) und den wichtigsten Privaten aber auch sowieso nicht erwarten. Frage: Hat der HR angesichts dieser FF-Quote mit der Nicht-Übertragung also doch alles richtig gemacht?
    3. Und selbst die Wiederholung des „WM-Tatort“ („Im Abseits“) von 2011 kam gestern Abend auf 3,7% im HR (70.000 Zuschauer, allerdings ein bisschen geschönte Statistik, da der HR nicht nur die „werberelevante Gruppe“ zu Rate zieht, sondern alle Zuschauer ab 3 Jahre).

    Ob die gestrige Quote NUR an Olympia liegt? Großes Fragezeichen. (Immerhin waren die meisten Medaillenentscheidungen gestern erst nach Schlusspfiff). Gibt es alternative Erklärungen?

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  • Altwolf sagt:

    @FF-Tale. Bezüglich des Stadion-Sprechers bzw. dessen Durchsagen erinnert dies mehr einer Werbeveranstaltung mit ständiger Erwähnung von Sponsoren und natürlich immer erwähnt der Herr Müller als Commerzbank-Abgesandter. Der Versuch einen „launigen“ Ton in die sachlichen Angaben zu bringen, gelingt Töppi doch nur bedingt. Da scheint man beim DFB wohl etwas taub auf den Ohren zu sein.
    Die Kommentatoren sitzen in Frankfurt direkt unter den Zuschauern, also nicht in einer Sprecherkabine – daher wohl verständlich, daß allzu kritische Kommentare da nicht gut ankommen.

    Etwas verwundert hat mich auch die nicht sehr „gastfreundliche“ Versorgung der Zuschauer, die vielleicht auch nur als „neutrale“ Zuschauer ins Stadion kommen. Da gibt es nur 3 Sitzplatzreihen ganz unten hinter den Mannschafts-Bänken, mit erheblich eingeschränkten Sichtverhältnissen; alle anderen Plätze reserviert von Sponsoren und Dauerkarten-Besitzern; so etwas habe ich weder in Potsdam oder Essen, ja selbst in Duisburg nicht erlebt.

    Da ich dadurch als einer von ca. 20 WOB-Fans nur von FFC-Fans umgeben war, konnte ich gerade in der 2.HZ deren Stimmung gut wahrnehmen und die war geprägt von Bedenken und Sorgen doch noch das Spiel zu verlieren, denn der 1.FFC kam doch kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus und jeder Ball, nach vorne geschlagen, wurde gefeiert.
    Auch wenn D.Schumann mit zu Frankfurts Besten gehörte, ihre Abschläge insbes. in der 2.Hz waren auffällig „dürftig“ und führten zu wiederholtem „Stöhnen“ im Publikum.

    Das endlich auch dieses „Stadion“ saniert wird, ergibt sich aus dem Eindruck vor Ort sofort, denn wenn man die jahrelange Spitzenposition im eurpäischen Fußball innehatte, steht das, was man da für einen Eindruck gewinnt, in einem recht deutlichen Widerspruch. Dafür können die Spielerinnen nichts, aber die Fa. „Sidi-Management“, auch wiederholt bei den Ansagen erwähnt, hätte da doch bei der Kommune Frankfurt eher mehr Support für die Spielstätte erreichen müssen bzw. vielleicht auch eine andere Spielstätte hätten finden können. Beim Anstehen am Kartenhäuschen steht man auf einer, wenn auch eingeschränkt zugänglich, befahrenen Zufahrtstraße.
    Dies zeigt immer noch deutlich, daß FF und öffentliche Wahrnehmung bzw. Unterstützung in einem großen Mißverhältnis stehen.

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  • Altwolf sagt:

    @FF-Tale.
    Ich denke eine Spielzeit Samstag um 12:00 ist für TV-Zuschauer so etwas von uninteressant, da gerade Fußball-Interessierte – und da denke ich sind die überwiegende Anzahl auch MF-Interessierte, werden um diese Zeit andere Pflichten erfüllen, um dann ab 15:30 entweder im TV oder direkt im Stadion die Männer-Spiele verfolgen.

    Ich sehe da auch einen Zusammenhang mit Frankfurts Spielstätte, denn sie haben kein Flutlicht auf dem Hauptplatz im Brentano-Bad., so daß auch Spiele nicht auch nachmittags oder abends stattfinden können.

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  • Lucy sagt:

    Flutlichtanlage wird jetzt mit installiert. Und die längst fällig gewordene und von der Stadt zugesagte Sanierung lag wieder lange „auf Eis“, weil vor ein paar Jahren der FSV in die 2. Liga aufstieg. Da wurde das Brentano wieder hintenan gestellt, damit man am Bornheimer Hang das Stadion neu bauen, bzw. umbauen konnte. Da waren die Männer halt wieder mal wichtiger…

    Ansonsten zum Spiel gibt es nicht mehr viel zu sagen. Ich fand beide Mannschaften schwach, aus meiner Sicht hatte es Keine verdient zu gewinnen. Dass Bell nur noch diesen doofen old-fashioned englischen Fußball spielen lässt, nervt irgendwie. Will doch heute keiner mehr so sehen ! Vor allem, weil wie schon gesagt, die Abstösse nicht immer die besten sind und vorne eh nur Celia alleine rumläuft und gegen drei, vier Gegenspielerinnen den Ball natürlich nicht lange halten kann.

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  • Altwolf sagt:

    @wally.
    „Kein Kommentar von Sheldon zum Spiel“ von @Sheldon.

    Der nimmt jetzt aufgrund der „Geschehnisse“ erst einmal eine längere Auszeit, die er dazu nutzt uns dieses „taktisch“ hervorragende Unentschieden zu vermitteln oder er versucht sich erst einmal einen Überblick seiner ganzen „Prophezeihungen“ zu verschaffen und uns dann im Detail sein Konzept zu erklären, was ja auf die nähere Zukunft ausgelegt und nicht von einem Spiel abhängig ist, wo C.Bell genau so agieren wollte um WOB „klassisch“ auszukontern, so wie es ihm ja letzte Saison mit BN (1:1)durch Celias Tor gelungen war.

    Es könnte aber auch sein, daß er erst einmal das Ergebnis von Bayern M gegen Turbine abwarten möchte und sich dann „ersatzweise“ bei einem Unentschieden oder Sieg der Bayern „neu“ für die dann begeistern kann und das O:O einfach übergehen könnte. 🙂

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  • labersack sagt:

    Das Frankfurt gegen eine Mannschaft, die durch konzeptlose Einkaufsstrategie nur mit Abwehrspielerinnen antreten muss, nicht gewinnen kann ist doch verständlich.
    Das ändert aber nichts daran, daß der FFC in den nächsten Jahrzenten den deutschen und europäischen Frauenfußball dominieren wird.

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  • fisch sagt:

    Was nun @Sheldon? Da gewinnt Turbine auch noch 2:1 gegen Bayern.
    Das hat Dein Trainergott sicher genau so geplant, um die Meisterschafts- und CL-Konkurrenz gehörig zu verirren. Ich bin beeindruckt.
    Jetzt ist eigentlich ja erst richtig Halbzeit und die Kandidaten liegen nur jeweils einen Punkt auseinander. Da kann noch alles für oder gegen die drei führenden Teams laufen. Na dann, auf eine spannende Rückrunde!

    @ Karl
    Kannst Du bitte nochmal Deinen wertvollen Link gegen die störenden Werbeeinblendungen schreiben?! Danke.

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  • H2O sagt:

    Ein Ergebniss, dass die Liga weiter spannend bleiben lässt.

    @labersack
    Ist diese Polemik wirklich nötig?

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  • Altwolf sagt:

    @labersack.
    Du hast vergessen einen Hinweis auf den Urheber beim „Zitieren“ zu geben – fehlt dies, kann es in Deutschland Karieren zerstören. 🙂

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  • labersack sagt:

    @H2O,

    das sind doch anlässlich des Spielausgangs nur Zitate aus früheren Kommentaren unseres Visionärs, die ich anführe weil er sich momentan bedeckt hält.

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  • karl sagt:

    @Fisch:
    Einfach http://www.adblockplus.de aufrufen. Man wird dann automatisch auf die seite fuer den jeweiligen Browser weitergeleitet:

    https://adblockplus.org/de/firefox oder
    https://adblockplus.org/de/chrome oder
    https://adblockplus.org/de/internet-explorer

    Viel Spass ohne die laestigen layer ads 🙂

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  • GG sagt:

    Wie auch @Altwolf war ich Augenzeuge zunächst im Stadion und habe danach die Eurosport-Übertragung nachverfolgt. Ich stimme seiner Analyse und Bewertung voll zu. Zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die vorrangig bemüht waren das Spiel nicht zu verlieren.
    Zu Lena G.: Mir scheint, sie findet sich mit ihrer offensiveren Rolle im Mannschaftsgefüge (noch) nicht zurecht. Viola Odebrecht hat gestern gezeigt, dass sie derzeit vielleicht sogar die Bessere auf der 6er-Position vor der Abwehr ist. Umsicht, Zweikampfstärke, Einsatzbereitschaft – insgesamt ein starker Auftritt gegen Weltklasse-Gegenspielerinnen. Nach meinen bisherigen Beobachtungen ist es für Lena wichtig, frühzeitig mit einer gelungenen Aktion ins Spiel zu finden. Dagegen hatten gestern M. Behringer sowie K. Ando einiges (erfolgreich) einzuwenden. Leider hat ihre Durchsetzungsfähigkeit zunehmend nachgelassen, so dass mir die Auswechselung und taktische Umstellung (Alex Popp etwas hängend) gerechtfertigt erschienen. Das sie dann direkt die Mannschaftskabine angesteuert und augenscheinlich erst aufgrund Intervention eines WOB-Betreuers ca. 10 min. später auf der Ersatzbank Platz genommen hat, mag als Indiz für ihren besonderen Ehrgeiz herhalten können, lässt aber vielleicht auch den Schluß zu, dass die jüngste Hype um ihre Person (u.a. Werbekampagne der VW AG in der Bild) ihr nicht gut getan haben. Für Letztgenanntes spricht (leider) auch, dass sie ca. 1 Stunde nach Spielschluß auf dem Bahnsteig im Frankfurter Hbf mehr als kurz angebunden gewesen ist. Sollte sie jedoch für sich die richtigen Schlüsse ziehen, wird es in der verbleibenden Saison wohl nahezu unmöglich sein, WOB zu schlagen.

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  • Zen-Akku sagt:

    Hat jemand zufällig das Spiel von der Frauen-Bundesliga zwischen Frankfurt und Wolfsburg vom 22.02. aufgenommen und könnte mir eine DVD davon kopieren und zuschicken?

    Ich übernehme selbstverständlich alle Kosten wie für Proto, Umschlag, DVD und weiteres!

    Hoffe auf eine positive Antwort und bitte wenn möglich den Verantwortlichen der Seite, dann die E-Mail-Adressen auszutauschen, bzw. meine weiter zugeben! Vielen Dank!

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  • speedy75 sagt:

    Bei Spiel der 2ten Mannschaft des FFC gegen Crailsheim war übrigens heute Babett Peter im Einsatz.

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  • dummkopf sagt:

    @altwolf
    Magst du überlegen, wie sinnvoll deine Begründung für die schlechte Leistung von Goessling ist, wo doch Odebrecht in genau dem gleichen verdichteten Raum operieren musste, aber eine der besten war?
    @melli
    Magst du überlegen, wann zuletzt oder wie oft du überhaupt in deinem Leben bereits Topspieler einmal so schlecht spielen sehen hast, dass sie ausgewechselt werden mussten? Marta, Morgan, Messi, Ronaldo, Lahm oder andere irgendwann? Dabei hatte Wob in diesem Spiel sogar Spielerinnen, die ziemliche Ausfälle waren.

    Zumindest darf man wohl feststellen, dass Wob es nach den wunderbaren Leistungen aus der Saison des Triplegewinns immer noch nicht schafft die Mannschaft wieder in etwa auf dieses Leistungsniveau zu bringen, obwohl man sich theoretisch personell sogar enorm verstärkt hat.
    (Mit Nationalspielerinnen immerhin aus Schweden, Deutschland, Schweiz, Russland, Nigeria …)

    Das heisst, man entwickelt sein Spielniveau trotz stärkerer Personaldecke zurück und wenn man nicht gerade eine grüne Brille trägt, merkt man auch, dass da seither irgendetwas nicht richtig laufen kann.

    Unglückliche Verletzungen und ausgelaugt sein taugen inzwischen jedenfalls nicht mehr als Ausrede.

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  • dummkopf sagt:

    @FF-Tale
    Schön, das du da bist, das Thema würde ich gerne mit dir besprechen, habe aber deinen Pkt2 nicht ganz verstanden. Worauf beziehen sich diese Prozentzahlen denn?
    Sicher muss man derzeit auch noch nicht zuviel hineininterpretieren, und Nach-Olympia abwarten. Wobei man natürlich diese Zahlen soweiso mit Vorsicht geniessen sollte.

    Weiss eigentlich jemand irgendwoher, was so ein Spielbericht einen Sender eigentlich kostet?

    @Hr. Juchem:
    Wissen sie vielleicht, was der DFB pro Spieltag an Kosten für seine Übertragungen letzte Saison angesetzt hat. Eine Grössenordnung wäre ja auch schon interessant.

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  • Altwolf sagt:

    @GG.Deine Kommentierung zu V.Odebrecht sehe ich genauso, wobei sie im Spiel gegen Cloppenburg noch nicht so präsent war und sich da auch mehr Fehlpässe beim Spielaufbau leistete; da war andererseits L.Gößling effektiver, da sie mehr Räume zur Verfügung hatte. Ich glaube auch, daß C.Bell bewußt überwiegend M.Behringer zur Aufgabe gemacht hat Lena am Spiel zu hindern, was ja letztlich auch gelang. Wie du auch erwähnst paßt die Abstimmung zwischen dem Dreigestirn N.Keßler, L.Gößling u.V.Odebrecht noch nicht so optimal, da im defensiven Part noch Zuordnungsprobleme zwischen beiden ersichtlich sind und dann R.Kellermann die ineffektivere Spielerin auswechselte.
    L.Gößling ist nicht nur sehr ehrgeizig, sondern auch in diesen Dingen sehr sensibel, wie man auch bei früheren Auswechselungen immer mal wieder erkennen konnte.Bisher konnte ihr Umfeld sie aber immer wieder versöhnlich stimmen, da auch sie im Nachhinein erkennen konnte, daß sie nicht gut im Spiel war.

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  • dummkopf sagt:

    @GG
    Schön, dich auch einmal hier wiederzuhören.
    Da kann man das vielleicht auch etwas genauer diskutieren.

    Du bist also eine Std nach Spielende auch im gleichen Zug zurück nach Wob? Das ist für eine Fussballmannschaft verdammt schnell am Bahnhof. Ist da die ganze Mannschaft schon gefahren?

    Du bist mit mir sicher einig, dass eine Auswechslung nichts mit gerechtfertigt zu tun hat. Es muss sich auch niemand dafür rechtfertigen. Es geht darum, welche Wechsel eine Mannschaft in den bestmöglichen weiteren Zustand versetzen, um das beste Ergebnis zu erreichen. Ungerechtfertigt war der Wechsel sicher nicht. Aber die bestmögliche weitere Aufstellung genausowenig.
    Wie kommst du darauf, dass Goessling jetzt offensiver spielt. Hat das irgendjemand so kommuniziert? Zu erkennen ist es nicht. Odebrecht/Goessling spielen Doppel-6 wie gehabt. Kessler spielte gg Clopp und den FFC offensiver.
    Das war auch eine gut gedachte Anpassung an die Sturmmisere. Kessler mehr Freiräume nach vorne einzuräumen. Habe das letzte Woche mal absichtlich falsch geschildert, um einen Widerspruch abzuwarten.

    Deine Interpretation von Goesslings Fehlleistung mit „Starallüren“-Grund sind ein weiterer Erklärungsansatz. Interessant immerhin, da ich den Hype so nicht mitbekommen habe. G. hat aber nicht übertrieben arrogant, oder weniger einsatzbereit gespielt, sondern nur „unwach“, unkonzentriert und fahrig.
    Das merkte man zB auch an den für sie ungewöhnlichen Fouls letzte Woche. Die entstehen aus einer Art Unaufmerksamkeit und anschliessendem Merken: Mist ich habe geschlafen und bin zu langsam und fühle mich einfach nicht spritzig genug, das jetzt anders zu lösen.

    Zu einer solchen mentalen Müdigkeit trägt aber natürlich auch Wechsel- oder sonstiger Hype bei.

    Ist aber wirklich interessant, dass das offensichtlich so äusserst schwer zu erkennen ist. Vielleicht kommt mir das nur so klar vor, weil ich es eben kenne. Ich werde das aber einmal überprüfen.
    Die natürlich sehr gut-giftige Zweikampfführung des FFC-MF ist dabei auch ein sehr richtiger und wichtiger Punkt. Allerdings kann man sich auch da, wenn man wach ist (s.Odebrecht) darauf einstellen, während wenn man müde ist, das einfach nicht so hinbekommt.

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  • fisch sagt:

    @karl
    Herzlichen Dank, Karl, für die wertvollen Links.

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  • Altwolf sagt:

    @Dummkopf.Da muß ich nicht so sehr überlegen, denn wie ich auch schon im Kommentar an @GG äußerte, hat V.Odebrecht für sich eine klare Position in der defensiven 6 mit Balleroberungen gesehen, während für Lena mit dem offensiveren Part insbes. auch durch M.Behringer im Aufbauspiel sehr eingeschränkt und dann auch sofort gedoppelt wurde, sobald sie sich in Ballbesitz befand. Natürlich dann für sie frustrierend, wenn ihr dann auch viele Ballverluste passierten. Sie hatte ja dann auch versucht von hinten heraus in den Spielaufbau zu kommen, aber auch das hat in diesem Spiel nicht funktioniert. So wurde Viola dann auch noch besser, als Lena ausgewechselt war und insbes. der 1.FFC dieses pressingartige Spiel gegen den Ball in der 2.Hz nicht mehr aufrecht erhalten konnte und selbst kaum noch entlastende Angriffe zustande brachte. Daß die Form aus der Vorsaison bisher nicht erreicht wurde, ist auch mit „grüner“ Brille erkennbar, jedoch darf man auch mal bedenken, daß sich einige andere Teams im Vergleich zur Vorsaison verbessert haben, sich besser auf die Top-Teams eingestellt haben und so auch die Spiele schwerer zu spielen sind.

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  • Jennifer sagt:

    @zen-akku: Das Spiel Frankfurt-Wolfsburg wurde auch auf DFB-TV übertragen, du kannst das Spiel in gesamter Länge hier sehen:

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  • enthusio sagt:

    Die nach Bartusiaks Verletzung neu zusammengestellte Frankfurter Innenverteidigung Kuznik/Laudehr hat mir insgesamt gut gefallen. Gefahr ging eigentlich nur von einigen Kopfbällen (Odebrecht, Jakabfi, Fischer) nach den gefährlichen Eckbällen Verena Faißts aus. Da muß Bell am Abwehrverhalten noch einiges verbessern. Crnogorcevic hatte Jakabfi gut im Griff, auch Popp, Müller und Pohlers waren im Grunde komplett abgemeldet. Bei Frankfurt konnte vorne Sasic immerhin mit einigen gefährlichen Torschüssen Akzente setzen, während Alushi, Ando und Garefrekes auch nicht besonders auffielen. Gut gefallen haben mir auch Odebrecht und Keßler sowie bei Frankfurt Behringer, während Marozsan außer bei ihrem schönen Heber eigentlich auch wenig gelang.
    Wolfsburg war in weiten Teilen des Spiels die aktivere Mannschaft, doch weil sie sich keine hochkarätigen Torchancen herausspielen konnten, war das Unentschieden gerecht.

    Als neutraler Besucher des Spiels muß ich außerdem noch anmerken, dass für ein derartiges Spitzenspiel die Stimmung im Stadion ziemlich mau war, da ist bei Spielen mit Potsdamer Beteiligung aber wesentlich mehr los.

    Die oben von Altwolf geäußerte Kritik an den schlechten Sichtverhältnissen auf der Tribüne wegen der vielen reservierten Plätze kann ich nur unterstreichen, ebenso sollte das umständliche Verfahren bei einer Kartenvorbestellung durch die Frankfurter Geschäftsstelle mal verbessert werden.

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  • waiiy sagt:

    @enthusio: Vielen Dank für die zusätzlichen Eindrücke, die man am Fernseher nicht so mitbekommt.

    Dass die Stimmung bei Potsdamer Beteiligung durch die höhere Anzahl an Auswärtsfans größer ist, stimmt so, wird aber auch manchmal negativ gesehen bzw. ist manchmal negativ, weil sich dann auch einige darunter befinden, die sich daneben benehmen. Aber generell ist es immer schöner, wenn auch eine größere Menge Auswärtsfans vor Ort sind. Besonders zu beobachten ist das im Übrigen immer, wenn die Bayern-Mädels nach Potsdam kommen, weil dann immer Bayern-Fans aus dem Großraum Berlin mobilisiert werden (Spötter sprechen davon, dass dann mehr Fans der Bayern im Stadion sind als bei den Heimspielen). Auf das Spiel darf man sich nach gestern noch mehr freuen…

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  • Sheldon sagt:

    Hallo erstmal,

    hier das von allen lang erwartete Statement von Sheldon. Da ich am WE nicht da war, habe ich erst gestern Nacht von dem Ergebnis erfahren.

    Natürlich war ich sehr verwundert, nach dem ich hier die Kommentare gesehen habe, wie defensiv Bell es hat angehen lassen. Auf der anderen Seite gibt es einige Faktoren, die diesen Schritt erklären könnten:
    Das Spiel war das erste Spiel nach der Winterpause, und das gleich gegen einen Meisterschaftskonkurrenten. Die Abwehr musste umgebaut werden und spielte zum ersten Mal so zusammen, dabei ist sowohl Laudehr keine gelernte IV als auch Crnogorcevic keine LV. Man weiß, dass Wolfsburg sich bei dem Toreschießen schwer tut, die Aussicht also, mit Mauertaktik zu Null zu spielen, war also durchaus gegeben.

    Es mag schade für den Angriffsfußball liebenden Fan sein, doch taktisch war es durchaus richtig.

    Eine besondere Maßnahme hätte man vorhersehen können, nämlich die Manndeckung von Behringer gegen Goeßling. Das hatte ja Cloppenburg auch schon durch Ester zeitweise versucht, die allerdings nicht die Ressourcen dafür hatte. Goeßling ist so ein wenig der Knackpunkt des Wolfsburger Spiels. Sie mag eine hohe Qualität haben, lässt sich aber auch ziemlich leicht entnerven. Eine Manndeckung durch eine gute bis sehr gute Spielerin kann sie vollständig aus dem Spiel nehmen und damit das Wolfsburger Spiel, das angewiesen ist auf Goeßling, sehr schwächen. Außerdem drückt die schlechte Stimmung, die Goeßling dadurch bekommt, aufs Mannschaftsklima. Für mich ist das der entscheidende Faktor, den Goeßling von einer Weltklasse-Spielerin wie Marta unterscheidet, dass sie sich eben in so einem Spiel nicht aus der 90-minütigen Bewachung entziehen kann bzw. dass Wolfsburg sich auch als Mannschaft nicht davon lösen kann, da alles sehr statisch ist. Bei einer Mannschaft, die sich 90 Minuten verschiebt, rotiert, mit variantenreichen Spielzügen arbeitet, könnte man eine solche Bewachung kaum aufrecht erhalten.

    Natürlich hätte man sicher etwas selbstbewusster und angriffslustiger spielen können. Nach allem, was ich allerdings wahrgenommen hatte, ging es hier um das Prinzip Safety-First, um nicht irgendwo in einen Konter zu laufen, bei dem die neuformierte Abwehr schwanken könnte.

    Kleine Randnotiz noch: Selbst, wenn eine Spielerin wie Bartusiak ausfällt, scheint Bell dennoch auf eine fitte Babett Peter zu verzichten. Man wird sehen, ob das nur wegen Trainingsrückstand noch war oder ob ihr Downgrade in die II. Mannschaft auf Dauer bzw. Gegnerbedingt war.

    Insgesamt muss man sagen, dass der Erfolg Colin Bell recht gibt. Das 0:0 ist für Frankfurt unter den Umständen durchaus positiv zu betrachten. Es hat seinen Zweck, sagen wir es so. Frankfurt ist damit erstmal Herbstmeister und hat weiterhin alles selbst in der Hand, während die anderen Teams in der Bringschuld sind. Und Wolfsburg muss am Mittwoch erstmal nach München, die zwar ohne Niki Cross spielen, sich allerdings gegen Potsdam scheinbar gut präsentiert haben.

    Insofern ist das 0:0 zwar ärgerlich, aber es reicht. Und das ist erstmal das Wichtigste in der 1. Saison!

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  • FF-Tale sagt:

    Privatgespräch @ dummkopf (ein bisschen unhöfliche Anrede irgendwie 🙂 ):

    Die Prozentzahlen oben sind die jeweiligen Marktanteile des jeweiligen Sender-Publikums (hier HR bzw. Eurosport) gemessen an der gesamten TV-Zuschauerzahl in der angegebenen Zeitspanne Samstagmittag. (Allerdings beziehen sich die Zahlen auf je unterschiedlich groß definierte Zuschauergruppen, es komt also zu kleineren Abweichungen).

    Und zu Punkt 2 gibt es jetzt deshalb zwei völlig hypothetische Diskussionsrichtungen zum Philosophieren:
    1. Hätte der HR übertragen, wären auch vielleicht mehr als die 0,5% Marktanteil des Spiels zusammengekommen. Nimmt man jetzt (relativ gut begründet) an, dass die Live-Übertragung eines großen regionalen Sportereignisses (FFC Frankfurt!) genauso große bzw. sogar größere Marktanteile schafft als Filmwiederholungen und Dokus (das HR-Programm am Samstagmittag), dann hätte das Spiel auch die tatsächlichen 2-4% des HR erreichen können. Folgerung: Das Spiel wäre mit 2-4% Marktanteil keine TV-Enttäuschung geworden und man müsste nicht über diese 0,5% diskutieren.
    Oder 2. These: Der HR hatte selbst mit Uralt-Film und Dokus 2-4%, wieso hätte er da diese akzeptable Quote mit dem 0,5%-FF verschlechtern sollen?

    PS: Bin auch eher für die 1. These, allein aus dem Grund, weil sich ein Öffentlich-Rechtlicher Sender dank Staatsfinanzierung nicht an einer Quotendebatte beteiligen muss, soll und darf! Die 2. These ist natürlich für FF-Anhänger provokant, aber mit solchen Rechtfertigungsfragen muss sich eine Nicht-Topsportart im Medienzirkus nun einmal auch nach wie vor beschäftigen. Vor allem, wenn diese ernstgenommen werden will.

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  • holly sagt:

    @ Sheldon

    und wie erklärst du dir das der FFC in der zweiten HZ stehend k.o. war?

    Ich war vom Spiel beider Mannschaften enttäuscht. Wenn das ein Spitzenspiel der besten europäischen FF Liga war na dann gute Nacht. Ich kann ja verstehen das keiner von beiden das Spiel verlieren wollte, aber warum bringt der FFC sich selbst in Not mit Laudehr in der Abwehr? Da hätte man z.B. eine Meike Weber hinstellen können oder ist sie verletzt?
    Ana als Verteiderin war ja wohl der größte Witz. Da hätt ich dann lieber jemand von den B-Mädchen da spielen lassen.

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  • melli sagt:

    @dummkopf: magst du mal deine lena-brille abnehmen?wob spielte 10 gegen 11, als lena noch auf dem platz war. das kann man sich in frankfurt nicht leisten! als führungsspielerin muss mehr von ihr kommen. sie hatte eine ganze stunden zeit, sich für den rest der partie zu empfehlen. ist ihr aber nicht gelungen. neben einer viola odebrecht sah sie am samstag sehr, sehr schwach aus. das hat man(n) selbst als lena-fan nicht unbemerkt wegreden können. ich denke, ich muss dir nicht vorrechnen, wie oft ich spiele sah, in denen toppspieler ausgewechselt wurden. jedenfalls nicht so viele! das hat aber damit zu tun, dass ein messi, eine marta oder ein ronaldo (obwohl ich die vergleiche nicht angebracht finde) einen komplett anderen „stand“ haben. die wechselst du nicht einfach mal so aus!wobs bank bot am samstag ausreichend alternativen. was man aber nur sehen konnte, wenn man nicht zu sehr auf lena fixiert war. by the way: darf sie keinen schlechten tag haben?

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  • Herr Schulze sagt:

    @ Sheldon, wieder sehr schön und treffend in der Analyse, aber nicht immer in den Schlussfolgerungen.
    Was die Beurteilung der Frankfurter Nationalspielerinnen angeht, hat Silvia Neid im vergangenen Jahr wenigstens zwei Mal Herrn Bell erst auf die Sprünge helfen müssen. Sowohl Lira Bajramaj (wenn auch durch Eintausch nach einer Verletzung) als auch Bianca Schmidt haben, wenn ich nicht irren sollte, zuerst in der N-11 gespielt und überzeugt, bevor sie ihren Status als Ersatzspielerinnen bei Bell ablegen „durften“. (Wäre möglich, dass das mit Schmidt noch/auch bei Kahnert FF war)
    Was das Selbstbewusstsein und die Klarsicht angeht, habe ich einige Fragezeichen bei diesem Trainer, dem ich aber nachsehen möchte, dass er sich einen Status erst erarbeiten muss. Auch wenn medial an einem Image Marke Meistermacher gearbeitet wird, so scheint mir doch die immer wieder verordnete Defensive scheint mir in engem Verhältnis zu den von mir erachteten Defiziten bzw. Schwachstellen zu stehen.
    Dass sich mit dem vorhandenen Spielermaterial auch attraktiverer Fußball spielen ließe, das dürftest Du/Sie Sheldon besser als die meisten in diesem Forum erschließen können.

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  • Sheldon sagt:

    @holly/Herr Schulze:

    Zunächst würde ich mal gerne festhalten, dass Bell den Kader so bekommen hat, wie er jetzt ist und nur Kuznik noch dazu transferiert hat. Alles andere ist unter Dietrich geschehen bzw. unter Bells Vorgängern und darauf hatte Bell keinerlei Einfluss!

    Das bedeutet, Bell muss mit dem Material, was er hat, zurande kommen und das Bestmögliche daraus machen.

    Dass die IV vor der Saison schon klar die Schwachstelle werden würde, war zu sehen. Zwei IVs bloß, Peter verletzt und Garciamendez konnte die Erwartungen von Bell erwartungsgemäß nicht erfüllen.

    Laudehr hat diese Position in Duisburg bereits gespielt, insofern kennt sie sich da ein wenig aus.

    @holly: Frankfurt hat in diesem Spiel einen Stil gespielt, der ihnen fremd ist, indem sie scheinbar sehr wenig Ballbesitz hatten. Ein Spiel ohne Ballbesitz erfordert mehr Kraft als mit Ballbesitz. Diese Kraftreserven scheinen bei Frankfurt noch nicht vorhanden. Daran muss gearbeitet werden.

    Und zur Abwehr: Man sollte bedenken, dass Crno, Laudehr und auch Schmidt alles keine gelernten Abwehrspielerinnen sind. […]

    @Herr Schulze:

    Zu den Personalien Schmidt und Alushi:

    Schmidt war bei Kahlert in Ungnade gefallen und war bei der EM ebenfalls von Neid aussortiert worden (wenn du dich erinnerst, Maier und Cramer haben die Außenbahnen besetzt).
    Erst Bell war es, der wieder auf Schmidt gesetzt hat. Nur in einem Spiel wurde sie in diesem Jahr ausgewechselt, gegen Hoffenheim, wo es nach 45 Minuten 5:0 stand. Auch ihre Kombinationen mit Garefrekes tragen eindeutig Bells Handschrift. Da zu sagen, dass Neid ihn mit der Nase drauf stoßen musste, ist ziemlich wirr, es war eher andersherum.
    Zu Schmidt muss man allerdings auch festhalten, dass sie ihre unangefochtene Stellung bei Frankfurt durch den Ausfall von Huth bekommen hat!

    Die Problematik Alushi ist altbekannt. In der N11 ist sie unumstritten, bei Frankfurt hat sie mit Garefrekes die weltbeste RA auf ihrer Lieblingsposition vor der Nase. Außerdem war sie lange verletzt.
    Auf links tut sie sich immer noch schwer, in der Mitte sind Ando und Marozsan gesetzt. Sie ist die designierte Nachfolgerin von Garefrekes, aber bis dahin muss sie schauen, dass sie sich auf anderen Positionen, vor allem als LA empfiehlt.

    Da sieht man die Situation deutlich zu undifferenziert, wenn man sagt: Neid hat die Spielerinnen eingesetzt, also hat Bell nachgezogen. Da sind die Situationen einfach zu unterschiedlich.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Sokrates sagt:

    @ holly: Simon ist wohl wegen ihrer Kopfballstärke und vielleicht auch wegen ihrer großen Erfahrung in die IV gezogen worden. Sie und Popp haben sich wechselseitig bei jedem Standard in beiden Strafräumen bewacht. Meike wäre nicht nur zu klein gewesen für Poppi, sondern auch zu langsam für Martina Müller und später für Conny im Wolfsburger Sturmzentrum.

    Bell hat vermutlich Crno als LV gewählt, weil er eine schnelle Spielerin gegen die pfeilschnelle Jakabfi stellen wollte. Nachdem er sich für Simon in der IV entschieden hatte, blieb nur Ana-Maria übrig für diese Aufgabe. Sie hatte auch schon mal AV in der Vorbereitung gespielt. Meike wäre für Jay ohne Frage viel zu langsam gewesen.

    Die Kritik am Catenaccio und Kick-and-Rush des FFC kann ich nur teilen. Ich hoffe, dass die Frankfurterinnen möglichst bald wieder schneller, mit mehr Bewegung und mehr Kurzpässen nach vorn spielen, dass Pressing weiter nach vorn schieben, schnell weiter nachrücken und damit die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen kleiner machen und früher in die Zweikämpfe kommen werden.

    PS: War die Aktion von Fischer gegen Célia wenige Minuten vor Spielende keine gelb-rote Karte? Im Stadion sah es nach einem klaren Bodycheck der gelb vorbelasteten Fischer aus.

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  • enthusio sagt:

    Erfreulich nach diesem Spieltag ist für den neutralen Beobachter sicherlich, dass an der Tabellenspitze weiterhin für große Spannung gesorgt ist.
    Und aus Frankfurter Fansicht könnte man zufrieden feststellen: Frankfurt ist es gelungen, einen Verfolger auf Abstand zu halten.
    Als Wölfinnenfan wird man dagegen vielleicht wie Kellermann zwei verlorenen Punkten hinterhertrauern, denn Frankfurt war defensiver eingestellt als erwartet.
    Man kann den Sachverhalt aber auch ganz anders kommentieren (und dazu tendiere ich): „Die Chance, den Konkurrenten mit einem Heimsieg um fünf Punkte zu distanzieren und ein Zeichen auf dem Weg zur Meisterschaft zu setzen, vergaben die Frankfurterinnen.“ (Originalzitat der FAZ)
    Am Ende steht ein 0:0, aber jeder bewertet es anders 🙂 .
    Am 08.06.wird sich zeigen, wer am Samstag der wahre Sieger oder Verlierer des Spiels gewesen ist. Und es wäre ja wirklich eine Ironie des Schicksals, wenn sich Potsdam dann als lachender Dritter über diese Punkteteilung der Konkurrenten freuen würde.
    Dann hätten wir zwei Verlierer eines Spiels gesehen, das unentschieden ausging.

    Hier noch der Bericht der FAZ zum Spiel:

    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/sport/frauenfussball-ffc-frankfurt-ist-halbzeitmeister-12815477.html

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  • tavalisk sagt:

    @Sheldon:
    „Das Spiel war das erste Spiel nach der Winterpause, und das gleich gegen einen Meisterschaftskonkurrenten.“

    WOB ein Meisterschaftskonkurrent? Nanu – woher der Sinneswandel?

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.
    Hast du jetzt nicht eine große Chance verpasst dich mal „authentisch“ darzustellen und zu äußern ?

    Wo ist die Kritik von dir an diesem „Top-Trainer“, der eine Mannschaft geformt hat, die den „europäischen Fußball“ beherrschen und im Liga-Fußball die Gegener jetzt schon bei den Spielen gegen die Bayern u. Turbine „auseinandergenommen“ hat, also mit ihrem Spielvermögen alles dominieren und dann Konterfußball spielen läßt ?

    Wo bleibt die Kritik an den „Weltklassespielerinnen“, die auf ihren Positionen (IV mal ausgenommen) zumindest in dieser Liga „ihresgleichen“ suchen und von dem erwarteten Sturmlauf dieser Super-Offensive nicht viel zu sehen war ?

    Für diese Taktik, die die Spielweise von Clubs aus dem Liga-Mittelfeld kopiert, hast du Konkurenzvereine fast „gesteinigt“ für so eine Auftretensweise.

    Jetzt kommst du mit „Erklärungen“ und „Ausflüchten“ die du uns anderen Usern ständig als „Entschuldigungen“ um die Ohren gehauen hast.

    Wo ist deine Leistungsforderung und vorher permanent betonter Anspruch der „Maximalleistung“ an diese Mannschaft des 1.FFC ? Prognostiziert hast du ein 5 oder 6:0 bei diesem Spiel (keine Erinnerung mehr ?)

    Offenbar wissen weder Trainer C.Bell noch die Spielerinnen von deinen so hochgesteckten Anforderungen an sie – und nun platzt deine „Vision“ mit so einer Darbietung wie eine Seifenblase.

    Nicht der 1.FFC oder WOB, sondern du hast hier ein Endspiel durch ein klassisches „Eigentor“ verloren. (:

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  • Maskal69 sagt:

    @enthusio: Das sehe ich genau so, das sind zwei verlorene Punkte für Frankfurt. Ich bleibe dabei, Schröder der Trainerfuchs wird die Meisterschaft gewinnen.
    Noch ein paar Anmerkungen zum Spiel:
    Zum Glück gab es nicht den berechtigten Elfmeter, da sicherlich Müller ihn getreten hätte und die hätte eigentlich gesperrt sein müssen.
    Ich fand nicht das Frankfurt konditionell abgebaut hatte, den so intensiv spielte man in hälfte eins nun doch nicht. Ich denke vielmehr ist es ein mentales Problem, weshalb man in hälfte zwei den Faden verlor. Das nicht zum ersten mal in dieser Saison, finde unter Bell ist das noch schlimmer geworden.
    Das beste Bespiel war Maro, völlig untergetaucht im Abschnitt zwei. Von so einer Spielerin mit dieser Klasse erwarte ich einfach mehr. Wenn die nicht allmählich in die Poette kommt, wird sie das ewig Talent bleiben.
    Da wirkte einer auf der Bank aber sehr hilflos und ratlos, als Kellermann sein System änderte. Auch hatte ich den Eindruck ( durch ständigen Blick auf die Bank) das einige seiner Spielerinnen nicht so recht wussten was ihre Aufgabe ist.
    An diesem Spieltag war Potsdam der Sieger!!

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  • Altwolf sagt:

    @Maskal69.
    „Zum Glück gab es nicht den berechtigten Elfmeter, da sicherlich Müller ihn getreten hätte und die hätte eigentlich gesperrt sein müssen.“
    Eine sehr egoistische Sichtweise und nicht so sehr sportlich gesehen.
    Die Szene auf die du dich im Spiel WOB gegen Cloppenburg beziehst, zeigt bei genauer Betrachtung noch nicht mal ein Foul von M.Müller an Cloppenburgs Torfrau, es sei denn, es gibt eine Regel,die beim Abschlag der Torfrau aus der Hand im 16er einen Mindestabstand erfordert. Folglich wäre eine Sperre ein Fehlurteil. Sich nur von der Reaktion der Torhüterin leiten zu lassen, wird in diesem Falle den Tatsachen nicht gerecht, sondern ist eine „falsche“ Wahrnehmung und Annahme eines Foulspieles.

    P:S: Es gibt da auch eine „Besonderheit“ im Stadion am Brentanobad: Handelfmeter gibt es per se dort nicht gegen den 1.FFC.
    Da ist es doch ersichtlich, warum man da so gern dort Heimspiele austrägt. 🙂

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  • GG sagt:

    @dummkopf: Ich habe leider nur einen Großteil der Mannschaft ausmachen können. Angeführt von R. Kellermann über Viola, Lulle, Alex, Verena bis Lina und Lena sowie einigen weiteren, mir jedoch nicht unmittelbar gegenwärtigen Spielerinnen und Betreuern. Nicht gesehen/erkannt habe ich bspw. Kessi, Nilla, Jay, Josie u. Almuth. Aber möglicherweise sind mir diese auch einfach nur durchgerutscht.
    Nochmal zu Lena: Körperlich sollte sie eigentlich (top) fit sein. Das Trainingslager an der Algarve ist ja aussagegemäß super gelaufen, auch die Wetterbedingungen waren ideal. Bleibt eigentlich nur der mentale Bereich.
    Ich bin gespannt, ob sie die „Blockade“ bereits am Mittwoch wird ablegen oder wenigstens in den Griff wird bekommen können; immerhin sollte sie dann auch wieder mehr Platz zur eigenen spielerischen Entfaltung bekommen. Live bzw. durch laufende Bilder mitzuverfolgen sein wird dann der Auftritt beim Algarve-Cup. Es bleibt jedenfalls für mich spannend mitzuverfolgen, ob sie zu ihrer bekannten Zweikampf- und Spielübersichtstärke (bspw. WM-Qualifikation gegen Russland in Cottbus, UWCL-Finale in London) zurückfinden kann. Ein Momentum, was gegen Ende dieser Saison entscheidend sein wird (UWCL-Halbfinals gegen Turbine, BL-Heimspiele gegen Turbine und FFC).

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  • Sheldon sagt:

    […]

    @Maskal: Potsdam muss erstmal selbst sehen, dass sie aus dem Knick kommen. Überzeugend war weder der Auftritt gegen Bayern noch sonst irgendein Spiel. Potsdam muss noch nach Frankfurt und nach Wolfsburg, das wird schon schwer genug werden, überhaupt Platz 2 zu verteidigen. Also mal ganz ruhig.

    Auch in deiner Wahrnehmung von Frankfurt muss ich dir vollkommen widersprechen. Es mag durchaus so sein, dass man wahrnimmt, dass Frankfurt zum Ende hin schwächer wird. Doch bei den Halbzeitergebnissen (6:0 gegen SiFi, 5:0 gegen Hoffenheim, 3:0 nach 48 Minuten gegen Potsdam, 3:0 nach 50 Minuten gegen Duisburg) ist das ja wohl auch nicht verwunderlich.

    Allerdings kann man das Ganze auch von der anderen Seite sehen: Frankfurt kommt von allen Mannschaften am frischesten aufs Spielfeld. In 6 von 11 Spielen stand es nach 15 Minuten 1:0, gegen Hoffenheim sogar schon 2:0. Und nach der Halbzeit legte man auch häufig schnell nach, 7 Tore fielen in der 1. Viertelstunde, davon echte Genickbrecher wie das 3:0 gegen Potsdam, das 2:0 gegen Cloppenburg, das 3:0 gegen Duisburg oder das 2:0 gegen Bayern. Aber auch beispielsweise den 2:1-Rückstand gegen Jena bog man nach der Halbzeit direkt mit 2 Toren in ein 3:2 um.

    Ich denke durchaus, dass Frankfurt da manchmal die Spritzigkeit fehlt und da noch einiger Bedarf ist, doch Bell ist gerademal ein halbes Jahr da. Dass die Mannschaft vielleicht jetzt stärker nachlässt als zu Kahlerts Zeiten (was bei 44 Toren in 11 Spielen und der Tabellenführung als Vorwurf ja auch etwas interessant ist), mag vielleicht auch daran liegen, dass man viel zu den richtigen Zeitpunkten investiert, um den Gegner vor allem moralisch in die Knie zu zwingen.

    Gegen Potsdam konnte man beispielsweise viele Körner sparen, weil Potsdam durch das Gegentor in der 1. und dann durch das 3:0 in der 48. so kalt erwischt wurde, dass man sich davon nicht mehr erholt hat.
    Gegen Bayern war der Elfmeter auch genau zum goldenen Zeitpunkt.

    @Altwolf: Ich kommentiere nur. Ich erinnere mich natürlich an meine Prognose, die aber von anderen Prämissen ausgegangen sind. Nämlich von einer gesunden Bartusiak und, nachdem diese verletzt war, von einer gesunden Peter als Vertretung. Beide Fälle sind nicht eingetreten, sodass Frankfurt mit nur einer gesunden, gelernten IV angetreten ist.
    Das wäre ein bisschen so, wenn bei Wolfsburg Goeßling, Henning, Wensing und Fischer ausfallen würden und nur noch eine Ivonne Hartmann mit einer sagen wir mal Verena Faißt in der IV spielen müsste.

    Insofern ist es plausibel, dass es Bells erste Prämisse war, den Kasten hinten zu verteidigen. Und das hat funktioniert.

    Natürlich hätte man nach vorne mehr machen können. Doch wir müssen Bell immer zugute halten, dass er – anders als Ralf Kellermann – bisher erst ein halbes Jahr Trainer dieser Mannschaft ist und diese Mannschaft sich noch im Aufbau befindet. Insofern kann man da durchaus einiges entschuldigen, was noch nicht ganz so funktioniert, solange die Grundausrichtung stimmt.
    Wenn man erstmal im Sommer die Transferweichen stellt, dann wird man auch mehr Substanz haben, um solche Spiele der Geschichte zu überlassen.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Pauline sagt:

    Sheldon
    zu Schmidt Sie ist nie in Ungnade gefallen, ihr wurde 2013 eine Entzündung im Knie zum verhängnis.
    Denn nach der Genessung war der Interimstrainer (…) in Frankfurt an der Reihe und dieser konnte mit dem Spielertyp
    Bianca Schmidt nichts anfangen(pfeilschnell,spielen mit übersicht und Mannschaftsdienlich usw.)
    Bell hingegn schätzt diese Eigenschaften oder hat sie zumindestens erkannt.
    Schmidt ist in Frankfurt angekommen und ihrer Leistung wird geschätzt.

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  • Sheldon sagt:

    @Pauline: Mag sein, dass es so ist, dennoch hat Schmidt 2012/13 einige Fehler gemacht (hat sich zum Beispiel von Tobin Heath beim Unentschieden im November ziemlich abziehen lassen) und war ein Unsicherheitsfaktor, auch in der N11.

    Dass das nun besser ist, liegt natürlich daran, dass Bell sie richtig einzusetzen weiß, und ihr auch die Sicherheit gibt, die sie braucht!

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  • Sheldon sagt:

    @GG: Goeßling könnte davon profitieren, dass Bayern keine derart giftige Spielerin wie Behringer oder auch Ester hat. Könnte man Goeßling kaltstellen, wäre viel gewonnen.

    Dazu bedarf es aber einer Spielerin, die zumindest 90 Minuten lang immer für Goeßling spürbar in ihrer Nähe ist, bei der Goeßling merkt, die wird sie nicht los. Vielleicht wäre Eunice Beckmann eine solche Spielerin. Wenn dann noch in zwei, drei für die Psyche wichtigen Situation dann eine gut platzierte Grätsche kommt, dann wird von der Motivation von Goeßling mal wieder nicht viel übrig bleiben!

    Aktuell ist Goeßling der absolute Schwachpunkt in der Wolfsburger Elf, weil sie dafür, dass die Mannschaft derart abhängig von ihr ist, zu leicht auszuschalten und zu demotivieren ist!

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  • waiiy sagt:

    Ich habe mich am Wochenende aus Potsdamer Sicht auch übe das 0:0 gefreut. Es war das ideale Resultat für unsere Turbinen.

    Aber wenn man Frankfurt und Wolfsburg als stärker einschätzt (was ich tue), dann war das Ergebnis letztendlich gut für Wolfsburg. Denn in der Rückserie dürfen nun sowohl Potsdam als auch Frankfurt nach Wolfsburg fahren und bei beiden Teams hat Wolfsburg nicht verloren. Und in den letzten 3 Jahren hat sich Wolfsburg zu Hause immer stärker präsentiert als in der Fremde. Von daher ist es für Wolfsburg aus eigener Kraft schaffbar, den Titel zu verteidigen.

    In meinen Augen gibt es für die Wölfinnen in der Rückserie 2 Knackpunkte, wo es vergeigt werden kann. Der erste kommt jetzt am Wochenende in München, wo sie die 3 Punkte mitnehmen müssen. Der 2. Knackpunkt ist ein (wahrscheinliches) Duell gegen Potsdam in der CL. In 2 Spielen kann Potsdam Wolfsburg genauso wie Lyon rauskegeln. Sollte das passieren, kann es negative Auswirkungen für Wolfsburg haben.

    Bei Frankfurt war das Spiel am Samstag schon ein Big Point, der vergeben wurde und bei dem Wolfsburg die Maschinerie stoppen konnte. Ich denke, für Frankfurt wird es sich am letzten Spieltag in Wolfsburg entscheiden, wenn Wolfsburg keine Feder lässt. Aber wenn es zu dem Showdown kommt, sehe ich das Momentum dann bei Wolfsburg (wegen den Heimspiels und des nicht verlorenen Auswärtsspiels in Frankfurt).

    Bei Potsdam sehe ich die 2 Auswärtsspiele in Wolfsburg und Frankfurt also Problem. Außerdem ist diese Mannschaft wohl auch am ehesten anfällig, auch mal woanders Punkte liegen zu lassen. Von daher sind die Turbinen bei mir eher Nr. 3 in der Liste, für die das Ziel weiter Platz 2 bleibt.

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  • holly sagt:

    @ Sheldon

    wenn ich weiss das meine Mannschaft das Spiel von der Kraft her nicht durchhalten wird, dann lass ich sie das nicht spielen.
    Da ist man nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen.
    Schmidt hat oft genung in der Abwehr gespielt. Wie schon oben geschrieben hätte Bell z.B. mit Weber aussen mehr erreicht wie mit Ana. Hat sie überhaupt einen Zweikampf gewonnen? Wenn eine resulute Schiedsrichterin da gewesen wäre hätte sie Gelb/Rot wegen Halten sehen müssen. Ich weiss das wäre dann kleinlich gepfiffen. steht aber so in den Regeln und dann muss sich niemand wundern wenn es angewandt wird.
    Angriff ist die beste Verteidigung. Und deiner Meinung nach hat der FFC doch so einen tollen Angriff.
    Auch wenn Bell die Mannschaft erst ein halbes Jahr trainiert, sollten sie Luft für 90 Minuten haben.

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  • dummkopf sagt:

    @GG
    danke für die Bahnhof-Info.
    Habe das schon richtig eingeschätzt, mit dir gerne zu diskutieren.
    Mental ist also die logische Schlussfolgerung.
    Warum, bleibt noch zu klären.
    „Selbstüberschätzung“, oder wie man das nennen will? Auf mich macht sie zwar einen sehr naiven Eindruck, aber bei ihren männlichen Kollegen gibt es da sicher noch extremere Beispiele. Wir müssten dann doch so einen Fall, dass der Starspieler einer Top-Mannschaft frisch aus der Winterpause unverletzt so schwach spielt, dass er ausgewechselt werden muss, irgendwann schon einmal beobachtet haben. Haben wir aber nicht.

    Es sind auch keine Fehler aus Lässigkeit oder mangelnder Einsatzbereitschaft zu erkennen. Nur Unkonzentriertheiten.

    Daher für mich der zu erwartende „burn out“.
    Warum hat man dann das bei anderen noch nie so stark beobachtet? Auch dafür gibt es einen Grund.
    Ich habe noch nie einen Spieler/in gesehen, der dermassen überlastet wurde. Nach Triple und EM fast ohne Pause in die neue Saison. Da hatte bei fast allen anderen der Körper schon lang nicht mehr mitgespielt, und es gab Haufenweise Verletzungen/Erkrankungen.
    In der neuen Saison bereits am 2. Spieltag(?) in Jena(?) war G. so verletzt, dass man eine schwere Knieverletzung befürchtet hat, aber nach ein paar Tagen wieder ohne Pause weiter. Immer ohne Pause drauf. Sogar nachdem sie mit der Trage vom Platz getragen werden musste, 3 Tage später wieder von Anfang an eingesetzt.
    Da wird für jeden, auch der für sein Leben gern Fussball spielt, die Lust zur Last. Keine Freude mehr. Nur noch: Ich muss. Es ist wichtig. Wann ist endlich Pause.
    Für mich schon ein Wunder, dass das alles so lange gehalten hat.

    Wobei das letzte herausragende Spiel am 19.10 war, in Potsdam.

    Danach habe ich Goessling nur noch in Matsch-Spielen oder angeschlagen gesehen, wo alles schwer zu beurteilen war. Kann aber gut sein, dass der burn out bereits Nov eingesetzt hat, man das aber nur nicht so mitbekommen hat.
    Es sah im Matsch auch schon so aus, kann aber auch am Matsch gelegen haben. Gg Malmö war jedenfalls Bachmann wesentlich besser.

    Wirklich interessant zu sehen, wie es weitergeht. Wenn man es richtig angehen würde, wäre eine Chance auf einigermassen schnelle Besserung. Aber dazu müsste man es ja erst einmal erkennen.
    Wenn es denn überhaupt stimmt.

    Deine Meinung dazu würde mich sehr interessieren.

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Unter den gegebenen Umständen sehe ich Frankfurt durchaus als Sieger. Denn Frankfurt hat es zum zweiten Mal geschafft, gegen Wolfsburg zu 0 zu spielen. Besser gesagt: Wolfsburg hat es bisher nicht zustande gebracht in dieser Saison gegen Frankfurt ein Tor zu schießen. Bedenkt man, dass Frankfurt am Ende der Saison vermutlich nur ein Unentschieden benötigt, dann ist das ein großer Vorteil.

    Zudem hat man die zwei Punkte Vorsprung gerettet. Man mag das gerne wegreden, aber das ist ein entscheidender psychologischer Vorteil, gerade, weil jetzt für Frankfurt mit Freiburg, Essen, Cloppenburg und Leverkusen Mannschaften kommen, gegen die alle 3 Punkte eingeplant sind.

    Mit jedem Dreier, den Frankfurt mehr einfährt, wächst der Druck auf Wolfsburg. Man hat dem VfL die lukrative Ausgangssituation der Vorsaison, wo man von der Spitze grüßen konnte und sein Programm durchziehen konnte, ordentlich vermasselt.
    Nun ist der Druck wahrscheinlich bis zum letzten Spieltag da, denn selbst bei einem Unentschieden gegen Potsdam würde Frankfurt im letzten Spiel ein Unentschieden gegen Wolfsburg reichen. Und wie gesagt, für einen Sieg muss Wolfsburg erstmal Tore schießen.

    Interessant finde ich übrigens auch die Bilanz von Bell aus den letzten drei Jahren gegen Wolfsburg:
    1 Sieg, 3 Unentschieden, 2 Niederlagen (davon 4 Spiele noch mit Bad Neuenahr). Scheint so, als wäre Bell mittlerweile so ein kleiner Angstgegner für Wolfsburg.

    Auf jeden Fall bleibt es etwas spannend. Bell ist sicher Realist, wenn er die Gefahr Wolfsburg noch nicht einfach ignoriert, sondern sich durchaus gerade unter dem besonderen Gesichtspunkt, dass einem nur noch eine IV zur Verfügung steht, mit ihr auseinandersetzt und sie erstmal offensiv zumindest auf Eis legt.

    Gerade in der ersten Saison mit den Verletzungen von Bartusiak und Huth, mit einem verhältnismäßig kleinen Kader und auch mit der Geschichte um Peter ist es durchaus berechtigt, sich erstmal damit zu begnügen, eine solche Entscheidung zu vertagen und sich mit einer Nichtniederlage zu begnügen, um die Verhältnisse zu wahren.
    Solange Wolfsburg nicht gegen Frankfurt gewinnt, werden sie nicht an ihnen vorbeikommen!

    Zudem muss dazu gesagt werden, dass Frankfurt in dieser Saison auswärts eine Macht war und alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gab!

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Ich habe da was von Gelb/Rot für Fischer wegen Body-Check gegen Celia gehört, insofern brauchst du hier nicht so gegen die Schiedsrichterin dich zu mokieren.

    @dummkopf: Die „Burn-Out“-Theorie ist gar nicht dumm und die Symptome scheinen alle da. Trägheit, schnelle Gereiztheit, Überlastung usw.

    Goeßling brauchte vor allen Dingen mal eine mentale Pause, etwas, was sie vom Fußball ablenkt, was sie mal auf andere Gedanken bringt, etwas, womit sie eine echte Stütze abseits von Erfolg und Misserfolg hat. Das scheint sie nicht wirklich zu haben.

    Und Wolfsburg sollte endlich mal eine vernünftige Rotation einführen, gerade bei drei Wettbewerben und dem Personal. Schult – Wensing, Fischer, Faißt, Maritz, Bunte – Odebrecht, Goeßling, Keßler, Magull, Jakabfi, Blässe, Popp – Müller

    14 Spielerinnen eines 27-Frauen starken Kaders, die eigentlich alles immer alleine Spielen.

    Hartmann, Henning, Tetzlaff, Tietge, Wedemeyer, Laura Vetterlein, Petrova, Damnjanovic, Pohlers, alle kriegen sie kaum Einsatzzeiten. Obwohl gerade Petrova auf der Goeßling-Position durchaus spielen könnte!

    So allerdings wird es noch weitere Ausfälle wie Goeßling geben!

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  • holly sagt:

    @ Sheldon ich habe mich nicht über die Schiedsrichterin mokiert. Ich wollte damit nur klar machen warum mir immer noch unverständlich ist das Ana auf der Position gespielt hat bzw das nicht zu ändern oder sie auszuwechseln. Wie gesagt mit einem blauen Auge davon gekommen.

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Wahrscheinlich, weil Weber und Peter zur Zeit beide auf der Abschussliste stehen!

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  • holly sagt:

    selbst wenn es so ist, kann ich das nicht verstehen. Lieber mit einer Spielerin spielen die vielleicht den Verein im Sommer verlässt wie mit einer sehr schlechten Ana hinten. Sie hat sich da ja garnicht zurecht gefunden.

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Da bist du halt ein anderer Charakter als Bell! Ich würde es wahrscheinlich wie du machen, aber ich kann es dennoch nachvollziehen, dass man auch so entscheidet (gerade wenn die Spielerin möglicherweise zum Gegner und Meisterschaftskonkurrenten wechseln wird).

    Da kommt es dann auch immer auf das persönliche Verhältnis und die aktuelle Vertrauenssituation an!

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  • Maskal69 sagt:

    @ Altwolf: Bei Thema Müller habe ich ein andere Meinung.
    Beim Elfmeter gebe ich dir recht. Ist schon sehr auffällig das pro Frankfurt. Das Handspiel hat wohl jeder im Stadion gesehen außer Frau Kurtes.

    @ Sheldon: ohne Worte, hast du das Spiel München-Potsdam gesehen?
    Hast du die Szene von dem angeblichen Check Fischers, der keiner war, gesehen?

    @ Holly: war mir auch ein Rätsel wie Crnogorcevic 90. Minuten
    auf dem Platz stehen durfte. Das waren bei richtiger Regelauslegung mindestens 5 gelbe Karten gegen sie. Mein Respekt an Jakabfi das sie sich zu nichts hinreißen lies. Ich konnte mir ein Kommentar richtung Frau Söder nicht verkneifen.

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  • holly sagt:

    @ Sheldon

    mag sein das es die englischen Wurzeln von Bell sind die ihn so haben entscheiden lassen (zumindest im Fall Peter. Aber egal es ging für den FFC ja gut.

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  • Michele sagt:

    Es ist nicht nachvollziehbar, wie man eine Babett Peter, 90 MInuten auf der Bank versauern lässt.Natürlich war sie lange verletzt, aber für eine Halbzeit hätte es bestimmt gereicht. Crno wusste gar nicht was sie machen soll und war total überfordert.

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  • Sheldon sagt:

    @Michele: Du weißt doch gar nicht, wie Peter spielt, ob sie überhaupt in Bells System passt, ob er überhaupt mit ihr plant.

    Peter hat übrigens in der II. gespielt, saß also nicht auf der Bank!
    Hier gehen alle davon aus, dass Peter nach 9 Monaten Pause einfach ihre Qualität gehalten hat. Man muss dazu sagen, dass sie in keinem Spiel seit ihrem Wechsel zu Frankfurt überhaupt überzeugt hat. Ich sehe ihre Qualität zur Zeit bis zum Erweis des Gegenteils lediglich als Verklärung und Mythos alter Tage an!

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  • Altwolf sagt:

    @Maskal69. Ich war auch zunächst wegen der gelben Karte gegen M.Müller davon ausgegangen, sie hätte ihren li. Fuß über den Abschlagsfuß der Torhüterin gestellt und damit dann auch als Foulspiel zu werten wäre. Doch als der Kommentator zu der Szene ergänzte die Torfrau trifft beim Abschlag den Schienbeinschoner des rechten – also Martinas Standbein, habe ich mir diese Szene nochmals Bild für Bild angesehen und genau auch dieses dabei bestätigt finden können. Wenn du so willst eine etwas unglückliche Aktion, wobei Müller die Torfrau nicht aktiv berührt, sondern es sich genaugenommen umgekehrt darstellt.
    Fazit, nicht jede offensichtlich rotwürdige Aktion ist rotwürdig. 🙂

    @Sheldon. Du zeigst hier eigentlich das System – Angriff ist die beste Verteidigung- im Gegensatz zu deinen erkorenen Schützlingen. So „beharkst“ du wieder nur WOBs Spielerinnen, als sich endlich mal „kritisch“ mit Trainer und Spielerinnen des 1.FFC auseinanderzusetzen. Wie akribisch hattest du bisher WOBs angebliche Unzulänglichkeit, Spielerverpflichtungen, Kader, Trainer und was nicht Alles „genüsslich“ niedergemacht und nun, wo deine „Weltklasseelf“ deine „Prognosen“ nicht erfüllen kann, knickst du ein und predigst Verständnis für diese Spielweise und Trainertaktik.
    Was unterscheidet dich nun noch von den „gewöhnlichen“ Fans ? 🙂

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  • dummkopf sagt:

    Crnogo überfordert, wirklich?
    War nicht Jakabfi total abgemeldet?
    Unglaublich, sie 90 Min da spielen zu lassen. Hier musste aus Wob-Sicht dringend ein Wechsel der Position oder eine Auswechslung vergenommen werden.
    Wobei eine intelligente Spielerin das auch selber merkt, und von sich aus nicht starr an ihrer Position festklebt sondern etwas unternimmt, um irgendwie wieder ins Spiel zu finden.
    Apropos. Wie Blässe innerhalb von 3 Minuten nach ihrer Einwechslung 2 gefährliche Freistoss-Situationen für den FFC zustande gebracht hat, und damit den FFC wieder richtig ins Spiel zurückgeholt, anstatt Wob einen Vorteil zu verschaffen, habe ich auch noch nicht oft gesehen.
    Ich habe für Crno aber auch die gelbe Karte vermisst. Zumindest 2 mal. Wobei natürlich nur Milchmädchen sagen, …

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  • dummkopf sagt:

    @Pauline
    Die einzige, die die Gründe bei Schmidt mE korrekt geschildert hat. Allerdings sehe ich das mit dem Interimstrainer nicht. Schmidt hatte lediglich die komplette RR Probleme mit dem Knie. Ihr Pech, dass in dieser Zeit die medizinisch Versorgung sehr zu wünschen übrig liess. Allerdings hätte das ein erfahrener Trainner evtl. schon erkennen können. Ihre Länderspiele gg Fra und Usa waren allesamt hervorragend. Die haben mir zum erstenmal gezeigt, wie gut Schmidt wirklich ist.
    Weder Fra noch die Usa hatten ähnlich gute AVs

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Habe ich das jemals behauptet? Führe plausible Gründe für die Entwicklungen bei Wolfsburg an, dann wird man dir auch Glauben schenken.

    Zu der Szene mit Müller: Ich glaube, du hast da etwas nicht verstanden in unserer Argumentation. Allein der Versuch von Müller war rotwürdig – aus pädagogischen Zwecken. Müller hatte letztlich einfach nur Glück, dass sie Wylezek nicht schlimmer getroffen hat, mehr nicht!

    @dummkopf: Ähm, das 1:0 von Morgan im November beim Spiel gegen die USA? Vorlage von Tobin Heath, nachdem Schmidt den Ball ihr quasi kampflos auf der rechten Seite überlassen hat?

    Schmidt stand die gesamte letzte Saison neben sich, und das sicher nicht nur aus Verletzungsgründen…

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  • dummkopf sagt:

    Korrektur: Muss natürlich heissen, sie (Jakabfi) 80 Min da spielen zu lassen

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon. Wieso kommentierst du eine Szene,die du offensichtlich nicht im Detail wahrgenommen hast. Wylezek trifft Müller und nicht umgekehrt.
    „Allein der Versuch von Müller war rotwürdig – aus pädagogischen Zwecken.“ Was hat sie denn konkret versucht, außer den Abschlag zu behindern, wie es in normalen Zweikämpfen bei jedem Schußversuch gemacht wird. Gibt es eine Regel, die einen Mindestabstand des Gegenspielers beim Abschlag aus der Hand der Torhüterin zwingend vorschreibt, zumal sie sich außerhalb des 5m-Raumes befindet?

    Was haben denn „pädagogische Zwecke“ bei einer Schiedsrichterinnen-Entscheidung zu suchen ?
    Nach deiner Auffassung hätte dann Crno ob ihrer wiederholten Foulspiele aus pädogogischen Gründen den Platz verlassen müssen.

    @Dummkopf. Warum sollte Jay da nicht spielen, denn eigentlich hätte sie dort keine Gegenspielerin mehr haben müssen, denn bei sachlicher Bewertung ihrer z.T. recht heftigen Fouls, wäre sie mit Gelb/Rot gegangen. Ihre Defensivdefizite hatte sie durch verstärkt eingesetzte „Härte“ zu kompensieren versucht und dabei leider die Unterstützung des Schiri-Gespanns genossen.

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  • Michele sagt:

    @Sheldon

    Ich weiß wie Babett spielt! Ob der Trainer allerdings mit ihr plant, weiß ich nicht! Sie hat auch als Auswechselspielerin auf der Bank gesessen! Nur weil sie nicht gespielt hat, durfte sie in der zweiten spielen!

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  • Pauline sagt:

    Sheldon
    wie heist das Sprichwort -es liegt im Auge des Betrachters-
    Schmidt war in der Rückrunde nur ein Spiel länger als 45 Minuten auf Platz(die letzten 5 höchstens 10 min – wenn überhaupt)–im November 2012—-wurde Ihr der Ball von hinten weg gespitzelt—Fehler eines Abwehrspieler werden meistens sofort bestraft (hat aber nur die USA geschafft) —in vielen Spielen 2013 profitierten unsere Abwehrspielerinnen von der Unfähigkeit und Ungenauigkeit im Abschluss unserer Gegner.(sowie von einer Weltfussballerin):)

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Zu den pädagogischen Zwecken soviel:

    Stell dir mal vor, Müller hätte Wylezek nur einen Moment später getroffen. Dann wäre das Ganze nicht so glimpflich abgelaufen, sondern Wylezek hätte Müllers Stollen im Oberschenkel gehabt. Sie hatte keine Kontrolle, wann sie Wylezek trifft.

    Rot gibt es normalerweise immer dann, wenn man eine Verletzung der Gegenspielerin billigend in Kauf nimmt. Ich frage dich: Hatte Müller eine Kontrolle darüber, wann und wo sie Wylezek treffen hätte können? Nein, hatte sie nicht. Sie ist einfach in den Zweikampf gesprungen und zwar in die Bewegung von Wylezek, ohne zu wissen, wie diese sich bewegen wird.

    Zudem ist es eine Torhüterin. Zwar gibt es keinen Mindestabstand, doch ist sie die Spielerin auf dem Platz, der am meisten Schutz gebührt. Letztlich liegt meines Erachtens hier eine ähnliche Situation wie bei einem Freistoß vor, bei dem auch die Spielerinnen Abstand halten müssen.

    […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • holly sagt:

    @ Sheldon

    das mit dem besonderen Schutz für die Torhüterin ist nicht Fussball sondern Eishockey. Beim Fussball gilt das nur im 5 Meterraum oder kennst du in dem DFB Regelwerk eine anders lautende Regel?

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Ich kenne im Regelwerk den Topos „grobes Foulspiel“, was für mich jedes aggressive Angehen einer Torhüterin beim Abschlag ist. Und das ist nunmal Rot!

    Das bewegt sich zwischen Tätlichkeit, grobem Foulspiel und Unsportlichkeit!

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  • Aldur sagt:

    Altwolf sagt:

    „Wenn du so willst eine etwas unglückliche Aktion, wobei Müller die Torfrau nicht aktiv berührt, sondern es sich genaugenommen umgekehrt darstellt.“

    Das die aktive Berührung von der Torfrau ausgeht ist ja logisch, weil diese sich in der Abschlagbewegung befindet. Dennoch würde ich es eher als glücklichen Zufall bezeichnen, dass sie Müller nur so trifft, wie von Dir zutreffend geschildert. Wäre die Abschlagbewegung nur eine Sekunde früher gekommen, hätte sie vermutlich genau unter Müllers zu diesem Zeitpunkt noch erhobenen Fuß getreten, mit dann wohl sehr viel schlimmeren Folgen. Das kann Müller bei ihrer Aktion unmöglich vorausberechnen. Das hat dann auch nicht mit irgendeinem Abstand zum Torhüter zu tun. Sein Bein mit offener Sohle in die Abschlagbewegung des Torhüters zu halten, ist mindestens grob fahrlässig, weil eine schwere Verletzung billigend in Kauf genommen wird. Insofern wäre ein Platzverweis auch in meinen Augen zumindest keine Fehlentscheidung gewesen, auch wenn es in diesem Fall glimpflich abgegangen ist, weil die Abschlagbewegung der Torhüterin erst kam, als Müllers Bein schon wieder unten war.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.
    Du willst es offenbar nicht verstehen, daß nicht Müller Wylezek trifft, sondern Wylezek mit dem Abschlagsfuß das Standbein von Müller trifft.
    Standbein ist das Bein auf dem man steht bzw. es belastet um das andere Bein zu heben. Nicht das von der Seite vorgehaltene linke Bein trifft Wylezek, sondern die trifft das in ihrer Schußbewegung stehende Bein von Müller.
    Wenn du nicht in der Lage bist diese Szene Bild für Bild betrachten zu können, solltest du dich in deiner Parteilichkeit besser zurückhalten.
    Wie ich schon an anderer Stelle sagte, daß ich zunächst auch an ein Foul von Müller sowohl live auf dem Platz, wie auch in der normalen Eurosport TV-Übertragung ausgegangen war. Erst der Kommentator machte mich auf einen anderen Ablauf aufmerksam und deshalb die Szene nochmals genauer betrachten.

    Wenn dir aber das „nicht gegebene“ Rot lieber ist, dann bleib halt dabei; man muß ja nicht unbedingt Fakten berücksichtigen, die einem nicht so in die „Philosophie“ passen.
    Damit können wir dieses Thema dann auch beenden.

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  • Altwolf sagt:

    @Aldur.

    Deiner Sichtweise kann ich durchaus folgen, wobei der Abstand schon den Unterschied von „drüber“ oder „davor“ gehalten bestimmt. „Offene“ Sohle, soweit die Schuhsohle zum Fuß der Gegenspielerin 90° oder weniger aufweist, im größeren Winkel, wie beim seitlichen Tackling, „davor“ gehalten, wenn der eigene Fuß nicht direkt über den Fuß der Gegenspielerin plaziert wird.
    Ist jetzt fast schon „akademisch“ 🙂
    Letztendlich hat die Schiri entschieden , hätte vom Eindruck der Szene sicherlich auch Rot geben können, mit Gelb wurde ein guter Kompromiss gefunden.

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  • labersack sagt:

    Keine Torhüterin ist gezwungen einen Abschlag auszuführen wenn eine Gegnerin sie behindern will. Tut sie das trotzdem will sie möglicherweise etwas provozieren. Der pädagogische Zweck heiligt die Mittel.

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