Melanie Leupolz wechselt zum FC Bayern München

Von am 17. Februar 2014 – 11.14 Uhr 54 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist FC Bayern München hat Nationalspielerin Melanie Leupolz vom SC Freiburg unter Vertrag genommen.

Die 19-jährige Mittelfeldspielerin unterschrieb einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2017 und wird ab der kommenden Saison 2014/15 für den FC Bayern München spielen.

Leupolz: „Reizvolle Perspektive“
Leupolz erklärt: „Ich sehe beim FC Bayern die besten Möglichkeiten, mich fußballerisch und persönlich weiterzuentwickeln. Ausschlaggebend für meine Entscheidung waren die sehr guten Gespräche mit Trainer Thomas Wörle und die reizvolle Perspektive, mit einem jungen, hungrigen Team oben in der Bundesliga anzugreifen. Ein schöner Nebeneffekt ist zudem, dass sich die Entfernung zu meiner Familie, die im Allgäu lebt, dann deutlich verringert.“

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Melanie Leupolz

Ab der Saison 2014/15 beim FC Bayern München: Melanie Leupolz © Nora Kruse / ff-archiv.de

Vier Einsätze bei der EM in Schweden
Die in Wangen im Allgäu geborene Leupolz durchlief zahlreiche Juniorinnen-Auswahlteams des DFB und kam im Vorjahr bei der EM in Schweden viermal zum Einsatz. Bei ihrem bisherigen Verein SC Freiburg erzielte sie in 66 Erst- und Zweitligapartien 12 Tore.

Wörle: „Hoch talentierte Fußballerin“
Bayern-Trainer Thomas Wörle freut sich: „Ich verfolge Melanie nun schon seit einiger Zeit. Sie ist eine junge, hoch talentierte Fußballerin, die in der Offensive variabel einsetzbar ist. Ich freue mich ganz besonders, dass sie sich für den FC Bayern München entschieden hat und unsere Mannschaft ab Sommer verstärken wird.“

Danner freut sich über Transfer
Karin Danner, Managerin der Abteilung Frauenfußball beim FC Bayern München, ergänzt: „Wir sind sehr zufrieden, dass uns dieser Transfer gelungen ist. Melanie Leupolz wird unseren Kader verstärken.”

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

54 Kommentare »

  • Winter sagt:

    Na warten wir mal ab, auf welchem Niveau sie dann dauerhaft spielt.

    Frankfurt, München und Wolfsburg rangeln sich ja ziemlich um die dt. Nationalspielerinnen. Für alle Vereine wird es nicht mehr reichen.
    Da bleibt nur, entweder selber Spielerinnen entwickeln und fördern oder verstärkt auf ausländische Nationalspielerinnen setzen.

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  • Sheldon sagt:

    Hm, ich finde das nicht unbedingt gut, wie Bayern sich da verstärkt. Ich erkenne dahinter kein System, keine Spielerin, um die die Mannschaft aufgebaut wird, keine Struktur und Hierarchie im Team. Das sind erstmal viele Einzelspielerinnen mit guter Qualität, wo man allerdings nach der Sommerpause erstmal sortieren wird müssen, wer eigentlich dann wo sinnvollerweise spielt. Schade eigentlich, hatte Wörle klüger eingeschätzt… Aber so wie es jetzt aussieht, kommt da irgendwie etwas die Torschlusspanik…

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Sheldon
    > Schade eigentlich, hatte Wörle klüger eingeschätzt…
    Geht mir genauso, bloss ist die Zielperson eine gänzlich andere! 😀
    Beim VfL sind’s 11 Verteidigerinnen im Team, beim FCB das für Dich nicht erkennbare System – nur beim 1.FFC Ff. findest Du kein Haar mehr in der (Verpflichtungs-)Suppe, seitdem Du die Seiten gewechselt hast.
    Aber Hauptsache Deine Kommentierungen halten den Portal-Traffic hoch – der Hauptgrund, denn inhaltlich dümpelst Du seit geraumer Zeit in den FF-Niederungen.

    Ich kann Mel nur wünschen, dass ihr Karriereverlauf tendenziell nach oben geht, wo doch zuletzt mehr Stagnation angesagt war! 🙂

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  • dummkopf sagt:

    Sheldon,
    hierfür wieder einen ganz dicken Knutscher von mir!

    Gerade noch in verschiedenen Texten die Wunschkiste für den FFC ganz weit aufgemacht, kommen deinem Reflexzentrum nun langsam Zweifel, ob die Abwehrschilde gegen grün nicht so langsam auch noch gegen rot aufgespannt werden sollten.

    Bin sowieso schon wahnsinnig gespannt, ob noch ein Rest Liebe übriggeblieben ist, oder wie derb du dann deine Verflossene zerstückelst, wenn sie 2015 das Triple für deine neue Liebe verhindert.
    Das wäre dann doch ein schon fast klassischer Zwiespalt, und die Aussicht, deine Abhandlungen darüber zu lesen lässt jetzt schon jedem Liebhaber klassischer Literatur das Wasser im Mund zusammenlaufen.

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  • Sheldon sagt:

    @SF: Meinungen können geändert werden, schon mal daran gedacht??? Man sollte immer das ansprechen, was gut läuft und was schlecht läuft!

    Ich sage überhaupt nicht, dass bei Frankfurt alles richtig gelaufen ist. Die Transfers von Wich, Munk und Garciamendez waren für mich allesamt unverständlich und unnötig, da keine dieser Spielerinnen bei Frankfurt ernsthafte Durchsetzungschancen hat, und ich würde genauso kritisieren, wenn Frankfurt mit diesen Spielerinnen verlängern sollte. Auch zu Kuznik habe ich mich schon kritisch geäußert, ebenso zur Verlängerung bei Crno, der ich auch weiter kritisch gegenüberstehen werde, wenn sie nicht ordentlich Konkurrenz auf ihrer Seite bekommt (sei es Bajramaj oder eine hinzu transferierte).

    Zu Wolfsburg ist genug gesagt, […]

    Ich frage mich bei München allerdings, wieso man jetzt laufend Stürmerinnen verpflichtet, die meines Erachtens wenig bis gar nicht zusammenpassen. Nächste Saison hat man mit Hagen, Lotzen, Beckmann, Schough, Bürki, Feiersinger, Leupolz und vielleicht auch wieder Ivana Rudelic 8 Spielerinnen für 4 Personen, dagegen ist das DM, wo man eigentlich verstärken müsste, noch kaum qualitativ ausreichend besetzt!

    Mag sein, dass Wörle das zusammengebastelt bekommt, ich sehe das noch nicht so. Da sind Spielerinnen auf völlig unterschiedlichem Entwicklungsniveau, mit völlig unterschiedlichen Fähigkeiten, die ihre Positionen ganz unterschiedlich interpretieren… Da wirkt nichts aufeinander abgestimmt… Dazu eine viel zu flache Hierarchie…

    Langfristig hätte man besser daran getan, erst einmal bei sich selbst aufzuräumen und auch eine oder zwei etwas schwächere Spielzeiten hinzulegen, dafür aber stärker den Nachwuchs zu etablieren und auch feste, gut funktionierende, mannschaftsinterne Hierarchien zu schaffen!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Mucky sagt:

    Eine fantastische Verpflichtung die dem FCB da gelungen ist. Als Bayern-Fan freut mich das natürlich sehr und ich bin mir sicher Melanie wird eine gute Verstärkung für das Team in den nächsten (mindestens) 3 Jahren.

    @Sheldon: Kommt da langsam Panik auf, dass dein „altes Team“ deinem neuen allerliebsten Lieblingsverein in den nächsten 1-2 Jahren gefährlich werden und sie von Titelgewinn und auch CL-Quali abhalten könnte? Vielleicht auch die ein oder andere Spielerin vor der Nase wegschnappen könnte? 😉
    So wirkt es zumindest für mich, wie du jetzt fast schon verzweifelt versuchst den FCB schlechtzureden und irgendwelche Kritikpunkte an den Haaren herbeizuziehen.
    Ich erkenne da nämlich durchaus ein System, eine Hierarchie, eine Struktur und eine Spielerin um die das Team aufgebaut wird.
    Die Verpflichtung von Leupolz als Panikkauf abzustempeln ist schon lächerlich. Wo du eine Ansammlung von Einzelspielerinnen siehst, bei denen man noch nicht weiß, wo sie spielen werden, frag ich mich auch. Man muss auch einfach mal weiter als von der Wand bis zur Tapete denken. Leupolz kommt im Sommer, schon mal dran gedacht, dass es im Sommer vielleicht auch den ein oder anderen Abgang geben könnte? Das Leupolz verpflichtet wurde, um eben jene Abgänge zu kompensieren? Nein, kann natürlich nicht sein. Denn dann hätte man keine Kritik mehr an den Bayern und müsste einsehen, dass sich auch das Team von der Säbenerstraße schlau verstärkt und da durchaus ein System hinter Team und den Verpflichtungen und Verlängerungen steckt. Und es eben nicht nur der FFC ist, der „perfekt“ sein Team aufbaut.
    Aber gut, wenn man deine Kommentare in den letzten Wochen so liest, dann muss man leider erkennen, dass du deine sonst inhaltlich guten Kommentare gegen „FFC-Fanhornbrille auf und FFC abfeier und alle anderen sind doof“-Kommentare eingetauscht hast.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Sheldon
    > Da wirkt nichts aufeinander abgestimmt… Dazu eine viel zu flache Hierarchie…

    Da kann ich nur antworten: Lieber eine flache Hierarchie als eine flache Stirn!

    Und das man(n) Meinungen ändern kann, ist mir sehr wohl bekannt, aber doch nicht wie Hemden, Slips und Socken und dann noch von „verständlich“ -> „nicht nachvollziehbar“! Temperatur- u./o. Wetterabhängigkeiten mal aussen vor gelassen, was aber augenscheinlich nicht so wirklich auf Dich zutrifft…

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  • bayernfan sagt:

    ich finde die Verpflichtung von Melanie Leupolz richtig Klasse. Vor kurzem wurde hier noch von vielen die kurzfristige Transferpolitik von Bayern vorgeworfen. Das kann man im Fall von Melanie Leupolz nicht machen. Sie hat viel Talent sie ist jung und sie hat einen langen Vertrag unterschrieben. Was will ein Bayernfan mehr. Weiter so und noch ein zwei Spielerinnen von diesem Kaliber dazu und dann wird es für die Top 3 doch mal wieder reichen.

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  • FF-Fuchs sagt:

    Naja 50% richtig getippt. Melanie Leupolz geht und Sarah Däbritz bleibt. Was mir aufgefallen ist, dass bei Däbritz nicht von einer langfristigen Vertragsverlängerung geschrieben wurde. D.h. Vertrag für 1 Jahr, Schulausbildung beendet und dann weg von Freiburg???

    Aus der Sicht von Leupolz verständlich, wenn sie geht. Wer möchte immer nur gegen den Abstieg spielen.

    Leider bringt es Freiburg nicht fertig Perspektivspielerinnen länger an sich zu binden.
    Dem Trainer Dietmar Sehrig und der Managerin Birgit Bauer ist es nicht gelungen für Freiburg eine bessere Perspektive anbieten zu können. Wenn man der ewige Ausbildungsverein sein will, braucht sich niemand wundern, wenn solche Spielerinnen gehen.
    Bin gespannt welche gestandenen Spielerinnen den Verein noch verlassen werden.

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  • tpfn sagt:

    also ich muß da sheldon leider zustimmen, ich kanns nicht wirklich fachlich erklären aber ich habe auch das Gefühl da wird gerade ohne erkennbare Strategie verpflichtet. Es sei denn, der Schwerpunkt liegt einzig auf Talent, Optik, Jugend und Charakter, denn da wird Bayern mit Sicherheit ne riesen Nummer, aber ob das dann spielerisch strukturell so passt bzw. aufeinander abgestimmt ist, hab ich grad auch so meine Bedenken, is nur so ein Bauchgefühl und ich mag Wörle total.

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  • GOFF sagt:

    @tpfn

    Junge talentierte Spielerinnen mit Charakter zu verpflichten ist ja wohl nicht sooo schlecht.
    Du würdest also nur alte Spielrinnen ohne Talent und ohne Charakter verpflichten? Tolle Idee.
    Dein Kommentar reiht sich wunderbar in die unsinnigen und meist überflüssigen und kaum auszuhaltenen Kommentare von Sheldon ein.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @tpfn
    Tut mir leid, tpfn, aber wenn ich die von Dir genannten Kriterienvermutungen lese, muss ich Dich fragen: Meinst Du wirklich, das Wöhrle eine neue „schönste WG Deutschlands“ lieber ist als ein homogenes leistungsbereites und lernwilliges Team mit Erfolgshunger? So interpretiere ich nämlich, zugegebenermassen etwas überspitzt, Deine Kommentierung! 😉
    Bei diesem Trainer erkennt man wenigstens den Wille, mit jungen dt. Talenten zu arbeiten und das langfristig. Bei meinem Team ist das wesentlich überschaubarer, leider.

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  • wisser sagt:

    was hat bayern in den letzten jahren nicht alles mit grossem getöse an sich gebunden? und was ist dabei rausgekommen? nichts!

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  • Sheldon sagt:

    @SF: Die Verpflichtung mag schon sinnvoll sein, was mich an Bayern stört, ist die mangelhafte Vernetzung der Spielteile. Man spart anders gesagt, an den falschen Ecken.

    Vorne hat man nun mit Hagen, Schough, Lotzen, Leupolz, Bürki und Beckmann ein absolutes Überangebot an hochklassigen und hochtalentierten Spielerinnen, von denen bis jetzt noch keine als Abgang präsentiert wurde, sprich, man dürfte alle halten wollen.

    Dagegen ist im defensiven Mittelfeld absolut tote Hose. Man hat eine Viktoria Schnaderbeck, ja, aber die ist eher Libero bzw. IV als Kreativgestalterin, füllt also eher den Defensivpart der Doppel-6 aus.

    Das bedeutet, sinnvoll wäre eine echte „10“ gewesen, eine Rautenspielerin, wenn man vorne schon mit zwei Spitzen spielt. Leupolz spielt diese Position zwar hin und wieder, doch dazu wurde sie denke ich nicht geholt, weil das nicht ihre Idealposition ist. Außerdem gibt es dort zuhauf bessere: Ramona Petzelberger, Linda Dallmann, Selina Wagner, von mir aus auch Viola Odebrecht.

    Zudem sehe ich Leupolz bei ihrer aktuellen Stagnation im Bezug auf keine der Stammspielerinnen vorne als Verstärkung. Bürki, Schough, Hagen, Lotzen haben den Vorteil, dass sie wahrscheinlich schon so in der Rückrunde zusammenspielen werden, sind aber auch individuell stärker: An die Torquoten von Lotzen und Hagen unter Normalbedingungen wird Leupolz gar nicht rankommen, Schough hat einzigartige technische Fähigkeiten, Bürki Erfahrung.

    Außerdem hat man dort zum Ersatz Spielerinnen wie Rudelic, Walkling, Gaugigl, Mayr usw., die alle vorne auf diesen Positionen aufgebaut werden können.

    @Mucky: Auch an dich die Frage: Sind das jetzt einfach nur Wolfsburger Platitüden a la Irgendwas wird sich der Trainer schon dabei gedacht haben, oder hast du selbst eine rationale Vorstellung davon, wie das funktionieren soll?

    Deine Vorwürfe sind aus der Luft gegriffen: 1. kritisiere ich fragwürdige Transferentscheidungen bei allen Vereinen, auch bei Frankfurt (siehe Crno, Munk, Garciamendez, Wich) und werde sie kritisieren, sollten sie tatsächlich bleiben, ich kritisiere Leistungen von Spielerinnen (Kuznik), 2. ist der Einfall, dass Bayern über kurz oder lang eine echte Konkurrenz zu Frankfurt darstellen könnte, einfach nur lachhaft. Zu Potsdam und Wolfsburg, das mag vielleicht sein, aber nicht zu Frankfurt.

    Allein, wenn man sich das 4:1 anschaut, das war kein Zufall, dass Frankfurt das gewonnen hat, sondern dass waren einstudierte Spielzüge, mit denen man da die Abwehr auseinandergenommen hat.
    Wieso sollte ich also Angst haben geschweige denn Panik?

    Das erklärt sich mir überhaupt nicht…

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  • speedy75 sagt:

    Nun ist also auch dieser Wechsel offiziell nachdem es darum ja schon länger Gerüchte gab.

    Ich bin gespannt wie sich Melanie Leupolz beim FCB entwickeln wird. Zuletzt war in Freiburg bei ihr ja eher Stagnation angesagt.

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  • enthusio sagt:

    @wisser:

    Da liegst Du aber ziemlich daneben. Ich kann mich nämlich noch sehr gut an den überzeugenden 2:0-Sieg der Bayern-Mädels 2012 im DFB-Pokalfinale in Köln gegen die favorisierten Frankfurterinnen erinnern.
    Ist dieser Pokalgewinn etwa „nichts“ ? 🙂

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  • Herr Schulze sagt:

    Nun muss ich aber mal eine Lanze brechen für Sheldon. Der analytische Teil ist vollkommen schlüssig. Chapeau! Nur hänge ich die Leistungeen des FFC nicht ganz so hoch wie er bisher. Ich habe in der im zweiten Teil sehr glimpflich und glücklich verlaufenen Saison auch sehr viel Stückwerk gesehen. Nicht nur deshalb ist auch Bayern eine ernste Konkurrenz.

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  • FFFan sagt:

    @ FF-Fuchs:

    Ich kann deine harsche Kritik an der Arbeit des Trainers und der Managerin nicht ganz nachvollziehen. Ebensowenig denke ich, dass man in Freiburg „der ewige Ausbildungsverein“ sein will. Es ist nur so, dass man nicht die sportlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten hat, die Wolfsburg oder Bayern den Spielerinnen anbieten können. Da geht es noch nicht mal ausschließlich um Geld, sondern die genannten Vereine sind aufgrund der mit ihnen verbundenen Großkonzerne auch in der Lage, Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen, evtl. auch gleich noch für den/die Lebenspartner(in). Da kann ein (verhältnismäßig) kleiner Verein wie der SC Freiburg natürlich nicht mithalten.

    Deshalb kann ich es Melanie Leupolz auch nicht verdenken, dass sie sich jetzt für diesen Weg entschieden hat, so bitter das auch für den SC ist, der jetzt wieder eine Lücke im Kader schließen muss.

    Bzgl. Däbritz teile ich deine Befürchtung, dass sie nächstes Jahr den Verein verlassen wird, sobald sie in Freiburg ihren Schulabschluss gemacht hat. Auch darauf wird man sich seitens der sportlichen Leitung einstellen müssen.

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  • Sheldon sagt:

    @Herr Schulze: Könnten sie das mit dem Stückwerk bitte etwas präzisieren? Wo haben sie gerade in der zweiten Hälfte der Hinrunde das wahrgenommen? Wenn überhaupt, würde ich sagen, in der ersten Hälfte, als man sich noch von Essen, Leverkusen und Jena hat stückweise ausbremsen lassen.

    Auch das Spiel gegen Wolfsburg kann man noch dazu rechnen, wo man noch etwas fahrlässig mit den Unsummen an Großchancen umgegangen ist und am Ende beinahe die Quittung kassiert hat.

    Doch spätestens seit Sindelfingen wurden die Gegner nahezu filetiert: Sindelfingen 12:0, Duisburg 5:0, Hoffenheim 8:2, Potsdam 3:0 und Werder 8:0. Wenn man noch bedenkt, dass beim 3:0 von Potsdam ein Tor von Bartusiak fälschlicherweise wegen Abseits aberkannt wurde, dann ist die Leistung noch höher einzuschätzen.

    Auch Bayern wurde in seine Einzelteile zerlegt. Die beiden Celia-Tore und der Elfmeter waren eiskalt herausgespielt, direkt jeweils in die Nahtstelle der Abwehr.

    Natürlich kann da noch vieles besser gemacht werden und vor allem sollte man aufpassen, nicht zu früh das Tempo rauszunehmen, da würde ich mir manchmal diesen letzten Biss wünschen, das Ergebnis so hoch wie möglich zu gestalten.

    Aber alles in allem hat Frankfurt nahezu keine Schwachstelle. Das ist bei Mannschaften wie Bayern oder Wolfsburg ganz anders, und Frankfurt hat die Qualität, genau diese Schwachstellen zu sehen und auszunutzen.

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  • holly sagt:

    ich finde Melanie passt gut nach München. Ich sehe sie nicht als Stürmerin. Sie wird dort ihren Platz im MF finden.
    In der Hinrunde haben viele N11 Spielerinnen keine guten Leistungen gezeigt auf Grund der kurzen Pause nach der EM. Das ist doch völlig normal.
    Auf jeden Fall sollten München sich noch in der Abwehr verstärken da seh ich die meisten Probleme.

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Ich meine mit Sturm die vordersten 4 Spielerinnen. In der Abwehr hat man mit Maier, Baunach, Schöne, Holstad, Jaser, Kleiner und Lewandowski erstmal genug Spielerinnen, von denen viele aber verletzt waren. Außerdem kommt Wenninger noch wieder zurück.

    Ansonsten vertrittst du Allgemeinplätze. Leupolz wird man schon irgendwie ins Münchener System integrieren können und der Grund für die mangelhaften Leistungen war bei allen die EM.

    Ich finde es erstaunlich, dass eigentlich alle Frankfurter N11-Spielerinnen überhaupt keine schlechten Leistungen gezeigt haben in der Vorrunde, sondern sogar bessere. Celia, Schmidt, Laudehr, Bajramaj, Behringer, Bartusiak, Marozsan – alle mit teils überragenden Leistungen. Ich denke, dass das viel eher an den Vereinen liegt, in denen diese Spielerinnen spielen, nicht etwa an der EM selbst.

    Alles andere ist Gutgläubigkeit – wird ja schon alles werden… Die gleiche Gutgläubigkeit, die uns 2011 in die ******* geritten hat.

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  • holly sagt:

    @ Sheldon

    sie kann alles im MF spielen. Das ist ganz normal das die jungen Spielerinnen fast alle Postionen beherrschen.
    Das größte Problem bei Bayern im MF ist das es keine Spielerin gibt die das Spiel an sich reisst und die Bälle verteilt.
    In der laufenden Saison wurde das meist erst einigermassen gut wenn Walking eingewechselt wurde. Zumindest bei den Spielen die ich live gesehen habe. Wenn ich was zu sagen hätte würde ich Melanie die Spielmacherin Position geben.
    Mit der Abwehr das seh ich halt anders finde die Spielerinnen zu schwach vor allem Maier hat mich enttäuscht in München.

    Über die Qualität der FFC Spieleinnen brauchen wir nicht diskutieren. Sie haben besser gespielt wie letztes Jahr aber dazu gehört keine Kunst. Da es letztes Jahr an Arbeitsverweigerung teilweise gegrenzt hat. Die einzige die mich beim FFC diese Saison überrascht hat ist Maro.

    Die anderen von dir aufgezählten haben sich zwar zum Vorjahr verbessert siehe oben. Die meisten haben aber immer noch nicht das Level erreicht was sie bei ihren Vorgänger Vereinen schon erreicht hatten.

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Mag sein, dass Maier dich enttäuscht hat, meines Erachtens ist sie falsch eingesetzt bei Bayern. […]
    Deine Argumentation zu Leupolz kann ich nachvollziehen. Es ist die einzige Position („6“, „8“ oder „10“), auf der eine Verpflichtung von Bayern Sinn macht. Deine Empfindungen teile ich.

    Allerdings, was ich von Leupolz selbst gegen schwache Gegner in der N11 gesehen habe, war überaus schwach. Das ist nicht ihre Position. Deswegen sage ich, wäre es sinnvoll gewesen, mal eine andere Spielerin zu holen und nicht nur eine, die ein N11-Trikot trägt. Da gibt es andere Spielerinnen, die auf der „10“ prädestiniert wären.

    Zu den FFC-Spielerinnen: An welche denkst du denn da konkret? An Celia, die eine Torquote von 1,4 pro Spiel zur Zeit hat und dazu noch 6 Torvorlagen gegeben hat? An eine Behringer, die bei einem anderen Verein auf der Position, auf der sie jetzt spielt, noch gar nicht gespielt hat, und deutlich über sich hinauswächst?
    An eine Schmidt, die eigentlich als Außenstürmerin bei Frankfurt fungiert? An eine Bartusiak (ähm, welcher andere Verein, FSV?)?

    Vielleicht mag die ein oder andere Spielerin bei einem anderen Verein geglänzt haben, weil ihr andere Spielerinnen den Rücken frei gehalten haben oder weil sie ohne Druck spielen konnten.

    Du solltest ihnen aber lassen, dass sie bei Frankfurt einen riesigen Druck haben, dass der Großteil mit einem neuen Trainer zu tun hat, dass einige Spielerinnen wie Behringer oder Laudehr auf einer anderen Position zum Einsatz kommen und dass sie trotzdem gegen selbst stärkste Gegner nicht einfach nur gewinnen, sondern sie nach Strich und Faden auseinandernehmen. Das hat nochmal eine ganz andere Qualität als mal den Gegner zu überraschen mit ein paar guten Spielen, vor allem auch psychisch.

    Man sieht es ja bei Wolfsburg: Letzte Saison aufgespielt ohne Druck, diese Saison mit Druck. zack ist bei vielen Spielerinnen die Dominanz und die Topleistung verschwunden.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

    Insofern sollte man die Leistung der Frankfurterinnen hier schon ehrlich bewerten. Das heißt nicht, dass ich nicht auch noch Steigerungspotential sehe!

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  • holly sagt:

    Schmidt, Peter, Laudehr, Alushi, Behringer die haben alle bei anderen Vereinen besser gespielt wie jetzt beim FFC.
    Ist halt meine Meinung, du musst ja nicht meiner Meinung sein genauso wenig wie ich unbedingt deiner Meinung sein muss.
    Vor paar Jahren in Duisburg, in Potsdam und jetzt bei Wolfsburg haben die Spielerinnen genauso Druck. Aber Druck haben auch die Mannschaften die gegen den Abstieg spielen. Halt nur eine andere Art von Druck. die eine Mannschaft spielt um die Meisterschaft und hat Druck die anderen wollen nicht absteigen und haben halt auch den Druck.

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Du weißt ganz genau, was ich meine. Keine dieser Mannschaften hatte einen solchen Druck wie Frankfurt, weil man zuvor 3 Jahre lang die Erwartungen nicht erfüllen konnte.

    Bei Frankfurt zählen nur Titel, das ist der Anspruch! Und da liegt die Messlatte Woche für Woche hoch, da ist man in jedem Spiel Favorit und muss beweisen, dass man der Favoritenrolle gerecht wird. Beim Abstiegskampf gehts darum, das Beste daraus zu machen und die Punkte einzusammeln, wo sie gerade abfallen, beim Meisterschaftskandidaten ist das anders.

    Und zumindest Peter solltest du rausnehmen, wenn du glaubhaft bleiben willst 😀 Die hat diese Saison nämlich noch nicht gespielt!

    Ich gehe übrigens davon aus, dass Peters Wechsel zum VfL Wolfsburg noch diese Woche, vielleicht am Samstag ja, verkündet wird.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Danke holly, aber leider hast Du nicht die alleinigen Rechte an dieser zutreffenden Feststellung! 😉

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  • dummkopf sagt:

    FFFan

    Natürlich hat der SC nicht die Möglichkeiten wie Wob oder Bayern. Aber das sind auch ausgerechnet die, wo der Vergleich hinkt! Was soll da erst Sifi, FCR, Essen, Jena, Sand!, Cloppe, … sagen?
    Die haben keinen BL-Verein hinter sich. Beim SC hat man die Situation erwarten können. Wie hat man reagiert? Schau einmal auf die Zugänge vor der Saison!
    Um N11-Spielerinnen zu halten, muss egal welcher Verein, der das will, eine Perspektive herzeigen, wenigstens sich stetig verbessern wollen, solange er nur Mittelmass ist.
    Es gibt Heerscharen an guten Spielerinnen aus (Fussball)-ärmeren Ländern, die für Lau nur eine Chance suchen, BL zu spielen. Selbst in Australien, Kanada, … kann etwas gemacht werden.
    Und Freiburg hat fast die halbe Schweiz (80km nach Zürich) und Teile Frankreichs als Einzugsgebiet (Makanza ist nach FRA gewechselt, jetzt sogar dort N11).
    Wälti hat zB vor der eigenen Haustür gespielt, Bernauer ist Züricherin, die hat in den Hohen Norden gewechselt, und da hätte es viele weitere gegeben …

    Aber man bietet, wie FF-Fuchs das gesagt hat, eben den eigenen Top-Talenten keine Perspektiven, steht nicht einmal mehr im Mittelfeld; man baut auch noch nicht einmal deren Abgang vor, sondern wundert sich dann, wenn es soweit ist bzw denkt bis zuletzt, man hätte gute Karten.

    Dabei hatte der SC noch Riesen-Glück, dass gerade niemand denkt, dass er eine Torhüterin braucht, und Däbritz noch ein Jahr Schule hat(?)

    Etwas verwundert bin ich auch über das häufig abgegebene Urteil, Leupolz hat im letzten halben Jahr in ihrer Entwicklung stagniert?
    Ich kann das Gegenteil nicht behaupten!
    Weil ich nur ein Spiel gesehen habe sowie Teile von N11-Spielen, die aber für gar nichts als Massstab taugen.
    Und alleine aus der Tatsache, dass sie inzwischen ein sehr schönes Kopfballtor in der N11 gemacht hat, und früher den Kopf eher eingezogen, will ich noch keine allgemeine Weiterentwicklung herleiten.
    Vielleicht sollte man sich aber genauso fragen, wer ohne den SC öfter gesehen zu haben (oder selbst dann), eine Stagnation feststellen kann.

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  • Sheldon sagt:

    @dummkopf: Dazu ist allerdings zu sagen, dass Freiburg in der letzten Spielzeit Pilipovic entlassen hat, was ich als großen Fehler ansehe.

    Die Jahre davor hat man sich durchaus regelmäßig gut verstärkt.

    2011 hat man Igwe, Miraoui, Abbe, Kayikci und Däbritz geholt, 2012 kamen durchaus schon größere Namen wie die ehemaligen U20-N11spielerinnen S. Arnold, Savin und Lahr dazu sowie O’Sullivan, Reynolds und Clark, die allesamt echte Verstärkungen waren. Dazu Sara Däbritz als großes Talent!

    Die Bilanz hat ebenfalls gestimmt, 2011 Bundesligaaufstieg, 2012 8., 2013 5. Erst mit der vollkommen unverständlichen Entlassung von Milorad Pilipovic ist es zu dem jetzigen Zustand gekommen.

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  • shane sagt:

    also, den vorwurf an sheldon, die muc verstaerkung nicht gut zu finden wegen angst um konkurrenz zu frankfurt, find ich ja doch schwach. abwegig gar.
    wobei die antwort des angesprochenen genauso huebsch ist: „2. ist der Einfall, dass Bayern über kurz oder lang eine echte Konkurrenz zu Frankfurt darstellen könnte, einfach nur lachhaft.“ sagt derjenige, der vor der saison prophezeite, das muc in dieser saison alles holen wird 😀

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  • Sheldon sagt:

    @shane: Vor der Saison war ja auch noch nicht abzusehen, dass Bell so einschlägt 😀 Ich habe zumindest gedacht, dass er mindestens mal eine Saison braucht, um den Kader auf Touren zu bringen.

    Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass Frankfurt Turbine oder Bayern in dieser Saison auf diese Art und Weise auseinandernehmen würde, mit – wohlgemerkt – dem nahezu gleichen Kader!

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  • enthusio sagt:

    Hier mal ein interessantes Interview mit einer anderen Bayern-Spielerin, mit Torhüterin Kathrin Längert:

    http://www.soccerdonna.de/de/kathrin-laengert-ich-will-die-demut-nicht-verlieren/news/anzeigen_2948.html

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  • FFFan sagt:

    @ dummkopf:
    „Natürlich hat der SC nicht die Möglichkeiten wie Wob oder Bayern. Aber das sind auch ausgerechnet die, wo der Vergleich hinkt! Was soll da erst Sifi, FCR, Essen, Jena, Sand!, Cloppe, … sagen?“

    –> Der Vergleich hinkt überhaupt nicht! Denn genau zu diesen Vereinen – Wolfsburg und Bayern (plus Frankfurt) – sind in der Vergangenheit einige der hoffnungsvollsten Freiburger Talente gegangen (Behringer, Faißt, Kleiner). Und eben nicht nach Duisburg, Essen oder Jena! In Sand wiederum spielen zwar einige Ex-Freiburgerinnen, aber vorwiegend solche, die in Freiburg mehr oder weniger ‚ausgemustert‘ worden sind.

    „Beim SC hat man die Situation erwarten können. Wie hat man reagiert? Schau einmal auf die Zugänge vor der Saison!“

    –> Ich würde sagen, man hat im richtigen Maße wenig gemacht. Nachdem 2012 bekanntlich der halbe Kader ausgetauscht worden war, war diesmal Kontinuität angesagt: es gab wenige Abgänge und mit Störzel, Starke und Krüger hat man junge entwicklungsfähige Spielerinnen geholt (zumindest auf die beiden erstgenannten trifft das zu).

    Das Potential für einen Mittelfeldplatz in der Bundesliga scheint also durchaus vorhanden. Die bisherige Punkteausbeute ist jedoch relativ enttäuschend – hier müssen sich Trainer und Mannschaft hinterfragen.

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  • holly sagt:

    @ Sheldon Babett spielt aber schon länger wie seit dieser Saison am Main.
    Du scheinst nie Sport gemacht zu haben das Du beim Druck unterscheidest, sicher ist der bei Abstiegskandidaten genauso hoch wie beim Meisterschaftsfavoriten. Glaub mal was Duisburg für einen Druck hatte die CL zu erreichen oder Potsdam bei denen beruht der Etat auf solchen Zielen.

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  • Detlef sagt:

    Sheldon schrieb;
    „Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass Frankfurt Turbine oder Bayern in dieser Saison auf diese Art und Weise auseinandernehmen würde, mit – wohlgemerkt – dem nahezu gleichen Kader!“

    Ich habe beide Spiele gesehen, und in beiden wurde der Gegner absolut nicht „auseinandergenommen“!!!
    Bayern hatte in Frankfurt einen schwarzen Tag, und konnte nicht ansatzweise seine Qualität zeigen!!!
    Frankfurt reichte eine normale Form, um klar zu gewinnen!!!

    Potsdam scheiterte vor allem an seiner schlechten Chancenverwertung, und Unkonzentriertheiten in der Defensive!!!
    Bei ähnlich effizienter Torausbeute wie Frankfurt, hätte TURBINE das Spiel viel enger gestalten können!!! 😉

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  • enthusio sagt:

    @Sheldon:

    „… mit – wohlgemerkt – dem nahezu gleichen Kader!“

    Wenn Du da mal nicht ein wichtiges Detail unterschlagen hast. 🙂
    Celia Sasic als Nachfolgerin Sandrine Bretignys macht bekanntlich den entscheidenden Unterschied zum Vorjahr aus.
    Ich höre schließlich keine Klagen mehr über ein Frankfurter Stürmerproblem. Und ich lese auch nichts mehr davon 🙂 .

    Aber interessant ist auch, dass die Abgänge von Angerer und Kumagai durch Schumann und Preuß sowie Kuznik bisher problemlos kompensiert wurden.

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Ich habe aber nur von den Leistungen dieser Saison gesprochen. Und da kannst du Babett nicht zu rechnen.

    Im Abstiegskampf mag es auch Druck geben, doch die Ausgangssituation ist eine andere. Im Abstiegskampf kannst du halt auch mal gegen Frankfurt oder Potsdam schonen, weil du weißt: Da kannst du eh keine Punkte holen. Da kommt es auf einige, wenige Spiele im Jahr drauf an.

    Bei Frankfurt geht es darum, jede Woche in absoluter Favoritenstellung zu gewinnen, um Titel zu holen. Bei den Kleinen reicht gegen die Mittelfeldmannschaften ein ermauertes 0:0 als Achtungserfolg.
    Und du wirst mir zustimmen, dass gestalten schwieriger ist als verhindern.

    @Detlef: Hast du dir mal das 1:0 von Frankfurt gegen Bayern angeschaut? Sie haben genau auf die eine Unsicherheit in der Abwehr gewartet, den einen Stellungsfehler von Baunach, die sich zu der in die Mitte ziehenden Garefrekes orientiert hat und damit den Weg für Schmidt freimacht und dann eiskalt zugestoßen. Bis zum 1:0 hat Bayern nämlich zumindest defensiv sehr, sehr respektabel gespielt.

    Und Potsdam: Du kannst mir nicht erzählen, dass eine 0:3(regulär sogar 0:4)-Heimpleite keine Demontage ist. Wann entstanden die Torchancen für Potsdam denn? Doch vor allen Dingen in der Zweiten Halbzeit, als Frankfurt zwei Gänge zurückschaltete. Sie konnten es sich sogar leisten, Behringer, Marozsan und Bajramaj – das Mittelfeldgerüst – vorzeitig vom Platz zu nehmen.
    Natürlich kritisiere ich, dass Frankfurt den Deckel nicht drauf gemacht hat, gerade gegen Potsdam. Man hätte Historisches leisten können und Potsdam die höchste Heimniederlage aller Zeiten bescheren können. Nach dem Kurs, auf dem man nach der 1. Hälfte war, wäre das durchaus drin gewesen.
    Dass Potsdam überhaupt nochmal wieder zurückgekommen ist, lag vor allem daran, dass Frankfurt es locker hat angehen lassen. Wenn ich mich aber an das Spiel aus der letzten Saison zurückerinnere, war das ein Unterschied zwischen Tag und Nacht!

    @enthusio: Natürlich ist der Einwand berechtigt. Celia hat eingeschlagen. Das konnte man allerdings nicht so erwarten, dass sie in einem halben Jahr so viele Ligatore wie Popp in 1 1/2 Jahren schießt 😉

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  • dummkopf sagt:

    @detlef und @enthusi
    Ihr kennt doch die normale Fan-„Brille“.
    Und ihr wisst, dass sheldon kein normaler ist.

    Da kann man hier und da ein winziges nebensächliches Detail ruhig einmal vernachlässigen. Man muss dass Gesamtbild sehen, und da ist schliesslich bei seiner Liebe nicht nur
    jeder Freistoss in der gegnerischen Hälfte eine Gross-Chance und jeder Schuss, der harmlos am Tor vorbeikullert, ein Hammer, der das Tordreieck nicht weit verfehlt hat.
    Natürlich bedeutet es für ihn auch:
    – Eine Grosstat, die auch eine Angerer nicht besser hinbekommen hätte, wenn Schumann beim Abschlag den Ball trifft.
    – Eine Demonstration ihrer technischen Extraklasse, wenn Maroszan sich die Schuhe bindet.
    – Ein beispielloses Laufpensum ohne Ball, das seinesgleichen sucht, wenn Behringer vor dem Spiel einläuft.
    – Wieder einmal die genau richtige Entscheidung zum genau richtigen Zeitpunkt getroffen, wenn Bell sich die Haare rauft weil ihn die Kopfhaut juckt.
    Und wenn Sasic sich in der Nase bohren würde, wäre das für sheldon wohl nur ein erneuter Beweis ihrer unglaublichen Treffsicherheit.

    Nicht zu vergessen die Stadionwurst, die in Frankfurt natürlich ein Filet-Steak ist.

    Aber diese Liebe macht ihn doch schliesslich so liebenswert.

    😉 😉 😉

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  • tpfn sagt:

    @sheldon
    ich denke TPs deutscher Kader hat mehr Respekt vor den erfahrenden alten Frankfurter Damen gehabt als vor Lyon. Auffällig war das die ausländischen Spielerinnen von TP viel besser mit Frankfurt klar kamen. Somit war es mMn ne reine Kopfsache weshalb das Spiel so klar verloren ging. Wälti&Co haben es alleine leider nicht reißen können, Tp kann nur als Mannschaft gewinnen, da sie nicht die selbe Qualität an Einzelspielerinnen wie Frankfurt haben und wenn dann zwei drei Spielerinnen zu großen Respekt haben funktioniert die Mannschaft leider nicht. Schwachstelle wegen zu großen Respekt sehe ich vorallem bei simic, berger, draws. Um gegen Frankfurt bestehen zu können braucht man entweder auch eine hohe Qualität an Einzelspielerinnen oder eine selbstbewußte funktionierende Mannschaft guter Einzelspielerinnen.

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  • enthusio sagt:

    @tpfn:
    „Um gegen Frankfurt bestehen zu können braucht man entweder auch eine hohe Qualität an Einzelspielerinnen oder eine selbstbewußte funktionierende Mannschaft guter Einzelspielerinnen.“

    Also eine Mannschaft wie Wolfsburg 🙂 .

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  • tpfn sagt:

    @enthusio
    also in Wolfsburg sehe ich ne Menge VW`s aber nur einen einzigen wirklichen Mercedes, nämlich Kessi.

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  • holly sagt:

    @ Sheldon

    ich bin nach deinem letzten Post von dir an mich ganz fest überzeugt das du weder Mannschaftssport noch Einzelsport jemals ausser als Schulsport betrieben hast. Auch Abstiegskandidaten müssen z.B. auf das Torverhältnis sehen. Also haben sie gegen angeblich übermächtige Gegner nichts zu verschenken.
    Übrigends kann ein einziges Tor entscheidend sein. siehe die Bayern Frauen.
    Wenn man eine kluge Einkaufspolitik betreibt und vielleicht ein wenig Glück hat (was natürlich auch bisschen dazu gehört) und eine gute Nachwuchsförderung hat dann hat man weder mit dem Spielaufbau/gestaltung noch mit der Torverhinderung Probleme.
    Was du wohl eher gemeint hast ist das man als finanzschwächer Club nicht das Geld hat um das geeignte Personal zu verpflichten.

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Wieviel zählt das Torverhältnis schon? Nenn mir eine Saison, wo das letztlich im Abstiegskampf bei den Frauen wirklich relevant war?

    Bayern ist genau das richtige Beispiel. Sie standen gegen Sindelfingen unter Siegesdruck, sie mussten gewinnen. Sie haben es nicht geschafft, weil ihnen das spielerische Potential in dem Augenblick fehlte und weil sie es nicht geschafft haben, selbst das Spiel zu gestalten.

    Man kann auch so sagen: Eine schwächere Mannschaft muss das 0:0 nur halten, sie ist von Anfang an im Vorteil, während eine stärkere Mannschaft Tore schießen muss. Oder anders: 22 Unentschieden und ein Torverhältnis von 0:0 würden zum Klassenerhalt reichen, diese Mannschaft muss nur Beton anrühren und solange mauern, wie es nur geht. 10 Mann-Manndeckung, jeder wird einer gegnerischen Spielerin zugeteilt, vor der Saison nur Lauf- und Kopfballtraining, ansonsten die Bälle ins Aus schlagen, das würde mal ganz oberflächlich betrachtet ausreichen.

    Und außerdem muss man festhalten, dass unter Druck immer Aktion schwerer ist als Reaktion. Denn Aktion setzt die Fähigkeit voraus, viel mehr Skills wie Ballsicherheit, Kreativität, Antizipation, Konzentration unter Druck abrufen zu können, was nur dann möglich ist, wenn man mental und gedanklich absolut topfit ist. Im Abstiegskampf brauchst du nur rennen und Ball wegschlagen!

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  • holly sagt:

    diese Saison wird das Torverhältnis sehr wichtig sein.
    Seh ich ganz anders Reaktion ist viel schwerer wie Aktion da du nicht weisst was die Angreifende macht.
    Nenn mir ein Beispiel dafür wo so ein Defensivverhalten wie von dir beschrieben zum Erfolg geführt hat, für die defensive Mannschaft.
    Komm aber jetzt nicht mit irgendwelche MF Geschichten

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Sorry, aber da kenn ich gleich zwei (sowohl Männer- als auch Frauen): Chelsea gegen Bayern bei den Männern und Wolfsburg gegen Lyon.

    Auch Holland gegen Deutschland bei der EM. Es gibt zig Beispiele, wo Mauertaktik erfolgreich geklappt hat. Letzte Saison Wolfsburg-Essen, Frankfurt-Gütersloh usw.

    Immer dasselbe Prinzip: Die spielerisch unterlegene Mannschaft hat keinen Druck, weil sie nicht in der Favoritenrolle ist und man von ihr nichts oder nicht viel erwartet, bzw. man erwartet, dass sie mit Pauken und Trompeten untergeht.

    Was macht man also? Steht hinten im Strafraum rum, mauert mit 11 Mann, zieht mal gelegentlich nen Konter über die einzige Spitze vorne auf, aber versucht, immer das Stellungsspiel aufrecht zu erhalten. Wenn dann die Torhüterin noch einen brauchbaren Tag hat, dann hat das durchaus Erfolg.

    Natürlich weißt du nicht, was der Angreifende macht, doch du kannst mit verhältnismäßig Denkaufwand den Gegner so zustellen, dass er sehr viel Probleme hat, überhaupt irgendwas zu machen. Und versteh mich nicht falsch: Es geht nicht darum, das Spiel zu gewinnen! Sondern es geht darum, den einen Punkt zu verteidigen.

    Gerade im FF kannst du viel im Abstiegskampf mit reinem Fitnesstraining und Stellungsspieldisziplin bewirken, um schneller zu sein als der Gegner, sodass er nicht vor einem selbst an den Ball kommen kann. Denn kaum eine Mannschaft hat auf eine solche knallharte Manndeckung eine Antwort. Einstudierte Spielzüge auf höchstem Tempo scheinen zumindest bei den Frauen noch nicht auf dem Trainingsprogramm zu stehen!

    Im Abstiegskampf geht es erstmal darum, das Spiel des Gegners zu zerstören, bevor man ein paar Chancen sucht!

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  • holly sagt:

    Sheldon MF ist was ganz anderes…..
    Da hast du beim CL Finale anscheinend ein anderes Spiel gesehen wie das was du vorhin beschrieben hast.
    Du willst mir nicht erzählen das Essen sich 90 Minuten gegen Wolfsburg hinten reingestellt hat? DAs hat Essen nicht mal gegen den FFC gemacht. Nun machst du dich unglaubwürdig.

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  • karl sagt:

    @holly: Falls Sheldon nichts einfaellt – 2010 U17wm Nordkorea – Deutschland 1:0 , 2011 wm japan – deutschland 1:0 , 2013 em Holland – deutschland 0:0 . Das kommt schon oefter vor als man glaubt. Aus der bundesliga faellt mir Bayern – Duisburg 0:1 ein.

    Zugegeben , das Japan Spiel entsprach nicht der reinen sheldonschen lehre(laut seinem Beitrag) aber auch das war nah dran.

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  • Altwolf sagt:

    @tpfn. Willst du Kessi unbedingt beleidigen ? Da ist bei ihr doch wohl mehr Qualität vorhanden.

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Wolfsburg hatte gegen Lyon eine 1/4 Torchance, und diese war der Arm von Laura Georges. Ansonsten hat man hinten nur gekämpft bin zum Umfallen, was dann ja auch geklappt hat dank der Schiedsrichterin, die dann kleinlich zum Elfer gepfiffen hat, und der Dummheit von Laura Georges.

    @Altwolf: Sry, aber Mercedes, das sind die guten Autos, das kennt ihr in Wolfsburg nicht! Die Autos, mit denen du in 3 Stunden von Hamburg nach Frankfurt kommst, die Autos, bei denen du noch mit 240 km/h auf der Autobahn nicht merkst, dass du „schnell“ fährst 😀

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon. Ja ich weiß, das sind die, die den „Elchtest“ nicht bestanden haben. 🙂 Manch einer braucht halt den „Kick“ in seinem „Altagsleben“.

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Das hat nix mit Kick zu tun, sondern eher mit Qualität, wenn du ruhig, entspannt und sicher in so kurzer Zeit über die Autobahn fahren kannst. Wie sagt Olaf Schubert so schön? 130 im Ersten^^

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Das ist die „Unwägbarkeit“ bei den Wahrnehmungen der Schiedsrichterinnen, mal sieht sie das Handspiel im 16er, mal sieht sie es ca. 10 Minuten vor Schluß von der li.IV-igerin nicht – und immer profitiert eine Mannschaft davon und die andere schaut in die „Röhre“. 🙂

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon. Du scheinst in deinem „Dahingleiten“ in 3 Stunden von Hamburg nach Frankfurt die „Realität“ nicht wahrzunehmen.
    Spätestens hinter Kassel stehst du auf dem Parkpatz mit abgenommenem Führerschein, da einige 120 km Geschwindigkeitsbegrenzungen auf dich warten. Das wars dann wohl. 🙂
    Und 130 km/h im Ersten ? Da würde ich mal nach hinten schauen, ob mich da nicht ein VW anschiebt. 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: In beiden Fällen hätte Wolfsburg ein Tor nicht verdient gehabt.

    Zum Frankfurt-Spiel: Na und? Was hätte das geändert? Hätte es 1:1 gestanden und wir hätten noch 30 Minuten Zuschlag bekommen. Kann mich nicht erinnern, dass Schult schon mal jemals ein Elfmeterschießen absolviert hat oder gar als die Elfmeterkillerin gilt! Und wie das mit Elfmetern bei den Schützinnen aussieht, hat man ja in der Halle bei Keßler gesehen 😀

    Schumann dagegen hat schonmal ein Elfmeterschießen bestritten und überstanden im Pokal und dabei gekillt. Selbst, wenn man also den Elfmeter bekommen hätte, was hätte es geändert?

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.
    Du überraschst immer wieder. Wo ist jetzt deine so „unerschütterliche“ Überzeugung geblieben, wenn du die Verlängerung einfach ohne Tor des 1.FFC so herschenkst und jetzt mit Elfmeterschießen kommst ? 🙁
    A.Schult muß ja nicht immer den „Elfer“ halten – kann man daneben oder an Latte oder Pfosten schießen.
    Glücklicherweise ist das Tor ja auch größer, so daß die Chance für Nadine steigt das Tor zu treffen und evtl.macht sie es dann im 2. Versuch ( siehe Spiel gegen Arsenal).

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