VfL Wolfsburg vom Frauenfußball-Potenzial überzeugt

Von am 3. Februar 2014 – 17.42 Uhr 50 Kommentare

Thomas Röttgermann, Geschäftsführer der VfL Wolfsburg Fußball GmbH, sieht nach wie vor hohes Potenzial für den Frauenfußball in Deutschland.

„Ich bin davon überzeugt, dass sein Weg als Zuschauersportart, aber auch in den Medien, noch lange nicht am Ende ist“, so Röttgermann in einem Vortrag auf dem SpoBiS, Europas größtem Sport-Business-Kongress, in Düsseldorf.

Ernsthaftigkeit wichtiger als Millionen-Investitionen
Es gehe nicht in erster Linie um Millionen-Investitionen in den Bereich des Frauenfußballs, sondern „um die Ernsthaftigkeit, mit der man dieses Engagement betreibt“, erklärte Röttgermann. Der Geschäftsführer der VfL-Fußballabteilung warf in seinem Vortrag auch einen Blick auf die Geschichte des Frauenfußballs in Wolfsburg.

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Frauenfußball - Logo des VfL Wolfsburg Frauenfußball

Der VfL Wolfsburg will den Frauenfußball weiter vorantreiben © VfL Wolfsburg

Sportlich und menschlich niveauvolles Team
Dieser sei bereits seit 1973 in der Stadt präsent, zunächst aber noch in anderen Vereinen gespielt worden. Der VfL, der seit 2003 eine eigene Fußball-Abteilung betreibt, hätte seine Bemühungen in diesem Bereich in den vergangenen vier Jahren intensiviert: „Es ging uns darum, eine Mannschaft auf hohem Niveau aufzubauen“, so Röttgermann, „sowohl in sportlicher, als auch in menschlicher Hinsicht.“

Mehr als 20 Frauenfußball-Sponsoren
Mittlerweile habe der Triple-Sieger mehr als 20 Sponsoren für den Wolfsburger Frauenfußball gewonnen.  Auch die weitere Verbesserung der Zuschauerzahlen für die Frauen habe der VfL im Blick. Mit dem derzeitigen Schnitt von 2 500 Besuchern sei man zwar zufrieden, „er ist aber noch längst nicht das Ende der Fahnenstange.“

Neues Stadion
Der Verein investiere daher in eine attraktive Spielstätte für seine Fußballerinnen, die bislang im alten VfL-Stadion auflaufen. Am Wolfsburger Allerpark werde eine hochmoderne Arena mit einem Fassungsvermögen von 5 200 Zuschauern gebaut.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

50 Kommentare »

  • cujo31 sagt:

    VW als Unternehmen indentifiziert sich mit der Stadt Wolfsburg und ist auch deswegen im Sport so gut vertreten.
    Man kann es auch als Lokalpatriotismus Auslegen.
    Wolfsburg ist ähnlich wie Leverkusen schon eine art Werksclub was jetzt nicht alles so negativ zu sehen ist,da dieser Sponsor sehr unwahrscheinlich ganz Aussteigen wird.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon. Es ist ja für uns sehr „ehrenvoll“ wenn du den Wölfinnen so viel Aufmerksamkeit schenkst, jedoch solltest du dir dann Spiele mit WOB nicht nur in Ausschnitten ansehen oder das Spiel, was du ja beim Pokal live gesehen hast, nicht als beispielgebend bewerten, wenn der 1.FFC Gegner ist.Denn, da du ja die Frankfurter Spielerinnen dabei so akribisch und enthusiastisch beobachtet hast,kann dir das, was da von den Wölfinnen vorgetragen wurde, kaum wahrgenommen worden sein.

    So sind dir offenbar einige Zuordnungen der Wölfinnen nicht präsent.
    Die Defensive wird nominell im Kader von V.Faißt, N.Fischer, J.Henning,N.Maritz,M.Tetzlaff,L.Vetterlein,L.Wensing, J.Wedemeyer u.J.Tietge gestellt (9 Spielerinnen);
    das Mittelfeld von A.Blässe, St.Bunte, I.Hartmann, Z.Jakabfi, L.Gößling, N.Keßler, L.Magull, V.Odebrecht, O.Petrova u. S.Wagner (10 Spielerinnen) gestellt
    und den Angriff bilden A.Popp, C.Pohlers, M.Müller, J.Damnjanoviic und kurzzeitig D.Oparonozie (5 Spielerinnen)

    Daß einige dieser Spielerinnen auch noch andere Positionen besetzen können ist Ausdruck einer erforderlichen Flexibilität und Variabilität, was heutzutage ein „Muß“ im Fußball gesehen wird .

    Da ich das „Glück“ habe relativ viele Spiele der Wölfinnen sehen zu können, ist mir schon aufgefallen, daß in der Offensive die Spielerinnen, bis auf die fast ausschließlich zentral spielende C.Pohlers, die 2 gesetzen Angreiferinnen im Wechsel mit A.Blässe u.Z.Jakabfi bzw. L.Magull ihre Positionen sehr variieren, wie das eigentlich auch in gut aufgestellten Teams Standard ist.

    Wenn man „deine Wahrnehmung“ zum Spiel der Wölfinnen als charakteristisch für ihr Spiel zu Grunde legt, dann hätte dieser ja noch sehr „unsichere“ und „konzeptlose“ Trainer in den vergangenen 6 Jahren doch kaum etwas „Konstruktives“ für dieses Team geleistet. Entsprechend ist ja auch dein Credo für diesen Trainer. 🙂

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  • holly sagt:

    @ Sheldon

    gib mal Comerzbank und Strafgeld bei Google ein. Ist das nicht ein Skandal das der FFC so ein Sponsor hat. Auch hier gilt wieder wer im Schlachthaus ist….

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Hartmann und Bunte werden und wurden beide vorwiegend in der Abwehr eingesetzt. Petrova kann Mittelfeld und Abwehr.

    Wozu braucht man 23 Feldspielerinnen für 10 Positionen, wenn die meisten Spielerinnen mehr als eine Position spielen können?

    Ansonsten kann ich deinem letzten Satz vollständig zustimmen. Das ist meine Wahrnehmung, und aus der ziehe ich meine Schlüsse, und zwar genau dieselben, wie du sie gezogen hast!

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon. Nur mal so zum Vergleich:
    1.FFC Tor: 4 WOB 3
    Defensive: 8 WOB 9 (2 17/18-Jährige dabei)
    Mittelfeld: 6 WOB 10
    Angriff: 6 WOB 4 (5)
    wenn man noch die „englischen Wochen“ dabei berücksichtigt (CL-Spiele mit Hin- u.Rückspiel) von denen der 1.FFC nicht in dieser Form betroffen ist bzw. durch die zusätzlich noch verschobenen Buli-Spiele verursacht werden, dann kann ich im Vergleich zu Frankfurt keine „unsinnige“ bzw. „überflüssige“ Personalentscheidungen erkennen. Man darf sich ruhig mal an die letzte Saison erinnern, wo 4 englische Wochen (teils mit Spielen bei Minusgraden)hintereinander zu bewältigen waren und dann erklär du mir, wie du solche Konstellationen mit erhöhtem Verletzungpotential mit deiner Personalvorstellung managen willst. Da fehlt dir doch irgendwie der „Weitblick“ . Ich bin gespannt wie im Falle des CL-Einzuges der Personal-schlüssel dann beim 1.FFC aussieht und du wirst uns diesen dann sicherlich detailiert erläutern !! 🙂

    Wer von den eingesetzten Spielerinnen dann, den Erfordernissen entsprechend, auf welcher Position spielt ist doch völlig unwichtig, denn hier steht einfach die Variabilität im Kader im Vordergrund um, wie vorher beschrieben, solche Belastungen erfolgreich zu meistern.

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