Bayern siegt gegen Prag, Turbine schlägt Malmö

Von am 2. Februar 2014 – 10.26 Uhr 22 Kommentare

Am Samstag war eine ganze Reihe von Teams aus der Frauenfußball-Bundesliga im Testspieleinsatz. Dabei lösten der FC Bayern München, die SGS Essen, der 1. FFC Turbine Potsdam und der MSV Duisburg ihre Aufgaben souverän.

Beim 3:0 (2:0)-Sieg des FC Bayern München gegen Slavia Prag an der Säbener Straße erzielten vor der Pause Sarah Hagen und Neuzugang Eunice Beckmann die Tore, in der zweiten Halbzeit traf Laura Feiersinger, die statt Beckmann nach dem Seitenwechsel mit Hagen das Sturm-Duo bildete.

Taktische Varianten
Personell testete Trainer Thomas Wörle einige Varianten. So kam Leonie Maier auf der Sechserposition anstelle der angeschlagenen Sarah Romert zum Einsatz, Gina Lewandowski agierte als Außenverteidigerin, während Nora Holstad 90 Minuten in der Innenverteidigung spielte.

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Essen ohne Mühe
Die SGS Essen kam bei Zweitligist FSV Gütersloh 2009 in der Tönnies-Arena zu einem ungefährdeten 5:0 (3:0)-Sieg. Sara Doorsoun-Khajeh (18.), Dominique Janssen per Freistoß (21.) und Madeline Gier mit einem Schuss aus vollen Lauf (38.) sorgten schon vor der Pause für klare Verhältnisse. Linda Dallmann (53.) und Geldona Morina per Bogenlampe aus 20 Metern (86.) schraubten das Ergebnis in die Höhe.

Aufstellung SGS Essen:
Berger (46. Närdemann) – Janssen (46. Martini), Dierkes, Freutel (46. Schüller), Gier (46. Morina), Dallmann, Hartmann, Klasen, Ostermeier, Mester, Doorsoun-Khajeh

Potsdam schlägt Malmö
Der 1. FFC Turbine Potsdam gewann auf dem heimischen Kunstrasen am Luftschiffhafen mit 4:1 (1:1) gegen LdB Malmö (FC Rosengård), Steffi Draws, Genoveva Anonma, Asano Nagasato und Jennifer Zietz erzielten die Treffer, für Malmö war die Deutsche Katrin Schmidt zum 0:1 erfolgreich.

Spielszene Bayern München gegen Slavia Prag

Bayern Münchens Gina Lewandowski (li.) feierte gegen Slavia Prag ihr Comeback © FCB Frauenfußball

Duisburg überzeugt in Köln
Der MSV Duisburg kam beim 1. FC Köln zu einem deutlichen 4:1 (3:1)-Sieg. Von Beginn an überzeugte der MSV mit engagiertem, couragiertem Spiel, Neuzugang Kristina „Kike“ Sundov erzielte früh die Führung (9.), Sofia Nati erhöhte bald auf 2:0 (19.).  Dem 1. FC Köln gelang zwar der Anschlusstreffer (22.), doch Nati stellte mit ihrem zweiten Treffer den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her (29.). In der Schlussphase traf dann noch Laura Luis zum 4:1. „Ich bin rundum zufrieden, 60 Minuten war das richtig guter Fußball“, freute sich Trainer Sven Kahlert.

Aufstellung MSV Duisburg:
Kämper (46. Petersen), Weichelt (60. Wahlen), Silva, Costa, Schenk (66. Tarczynska) Pozerska (60. Debitzki) Müller; Oster, Nati, Vonkova (75. Luis); Šundov (66. Shibata).

Jena gewinnt dank Neuzugang
Der FF USV Jena kam zu einem 3:2-Sieg gegen Zweitligist FFV Leipzig. Der kanadische Neuzugang Christina Julien traf doppelt für den Erstligisten, den dritten Treffer erzielte Carolin Schiewe.

Sindelfingen gewinnt locker
Der VfL Sindelfingen kam zu einem 6:0 (2:0)-Sieg gegen Oberligist FV Vorwärts Faurndau. Die Treffer erzielten Maximiliane Rall, Nicole Loipersberger, Michelle Wörner, Sandra Borowski, Hilal Genc und Anna-Lena Vollmer.

Aufstellung VfL Sindelfingen 1. Halbzeit:
Holder – Grimm, Blöchl, Münz, Enoch – Schmid, Knupfer, Vorbeck, Böhringer – Rall, Loipersberger

Aufstellung VfL Sindelfingen 2. Halbzeit:
Holder (80. Schnüll) – Brösamle (60. Rapp), Hezel, Lopes, Uhl – Wörner, Ballach, Stecinsky. Vidovenyecz – Genc (60. Vollmer), Borowski

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

22 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Den Trainingszustand bei Turbine sehe ich völlig anders als waiiy, da durch die Hallenturniere inkl. dem Freiluftspiel gegen Bröndby (7:1) genug Physis aufgebaut wurde und man im Saft steht. Auch was die Spielpraxis anbelangt, ist man sicher schon sehr weit.
    Das gute Einstellen der Gegnerschaft auf Ada gelingt zunehmend immer mehr Teams, ganz deutlich im OL-Rückspiel! Dennoch bleibt sie immer gefährlich und bindet Gegenspieler oder sie „rutscht“ durch und macht eine Bude.

    Zu Doorsoun weiß ich jetzt nicht, was der Anlaß ist, diese ins Spiel zu bringen… Hier habe ich lediglich meine Vermutung geäußert, dass sie verbal mit Schröder über Kreuz lag und damit keine guten Karten mehr besaß. Andere Spielerinnen sind da lockerer und souveräner, mal die 2. Hegerberg ausgenommen. Kritik aus Schröders Mund zeigt ja auch bei Toni nachhaltige Effekte, wie oben richtig geschrieben wurde.

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  • dummkopf sagt:

    Einige der üblichen „Verdächtigen“ haben bei der Bewertung auch wieder etwas weiter ausgeholt und den Stand der Vorbereitung als wesentliches Einstufungsmerkmal für diese Partie/n angeführt. Dem ist nur noch hinzuzufügen, dass die Saison in Schweden in 2,5 Monaten erst beginnt.
    Die Mannschaften haben uns also hier meist den Gefallen getan, die logischen Erwartungen zu bestätigen.
    Sehr passend finde ich auch die Beobachtung, dass insbesondere die quirligeren Spielerinnen bei TP in Hz2 stark ausgesehen haben.
    Auch wenn einige das nun langweilig finden (es gibt ja hoffentlich auch Gelegenheitsleser) ist es wieder auch das Thema, waren die einen besser, oder die anderen schlechter.
    Dass Malmö konditionell stärker abbaut, war klar. Das merkt man vor allem -> an der Spritzigkeit.
    Was wieder vor allem den quirligen Gegenspielerinnen zu Gute kommt.
    Das wäre also wieder ein schönes Beispiel wo die „Steigerung“ von TP wohl am ehesten mit dem Nachlassen des Gegners zu erklären wäre.

    @sf
    Doorsun fällt mir gerade wieder ein, weil ich anlässlich der „Kommunikationsprobleme“ die Person BS in der Hinsicht gerne besser verstehen würde. Auch in diesen Kommentaren hier wurde ja wieder (wie immer wieder und wieder) der emotionale Zustand einzelner TP Spielerinnen bedauert (hier jetzt konkret Göransson und Hegerberg), und immer deutet vieles auf -sorry, neutral beobachtet ist das aber für mich so- die Ursache Trainer hin.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @dummkopf
    Man kann sicherlich endlose Diskussionen über Trainer-Spielerinnen-Verhältnisse bzw. den Umgang führen, aber man sollte die Gewißheit akzeptieren, dass sich dadurch nichts ändern wird!
    Gerade ein Urgestein wie Schröder mit seiner elendlangen Erfolgsliste hat doch jederzeit das Argument dafür, das er scheinbar nicht so vieles falsch macht. Und jede Spielerin, die ein Stückchen am Erfolg teilhaben will, sollte sich darüber im Klaren sein, wie der Weg dahin aussieht und das keine Geschenke verteilt, Zugeständnisse gemacht werden. Gerade Schröder steht für eine Gleichbehandlung aller Teammitglieder. Wer sich nicht anpasst, ein- bzw. unterordnet, wird es sehr bald zu spüren bekommen. Jede langjährige BL-Spielerin sollte einschätzen können, welche Typen von Trainern da an der Seitenlinie ihr „Unwesen“ treiben. Gerade auch Doorsoun sollte da nicht entgangen sein, welchen Trainertyp Schröder verkörpert, und wenn man dann doch dahin wechselt, sollte man nicht urplötzlich böse erwachen, sondern den Erfolg vor Augen haben und sich durchbeißen.
    Toni wird sich vermutlich einige kritische Traineransagen mehr zu Herzen nehmen als das z.B. JoJo oder Sici täten bzw. tun.
    Sie sollte sich sowas wie eine kugelsichere Weste zulegen und weniger Gedanken über diese oder jene Traineraussge bzw. den Ton dazu machen. Sie kommt im Team sehr gut an, hat die Fans auf ihrer Seite und damit eigentlich absolute Voraussetzung ihre bestmögliche Leistung auf den Rasen zu bringen!

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  • grammofon sagt:

    Anja Mittag und ihre Kolleginnen werden sich eventuell demnächst auf eine neue Herausforderung einstellen müssen. Die schwedische Konkurrenz rüstet auf und will zukünftig Drohnen einsetzen. 🙂

    http://www.pnn.de/sport/824848/

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Sowas sollte eigentliche eine 1.April-Meldung sein! 😉
    Zumindest werden die Angesprochenen sich kaum beeindruckt zeigen, zumal mindestens 1 Jahr drohnenfrei noch vor denen liegt.

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  • Detlef sagt:

    Ich war auch beim Testspiel, und kann die Beobachtungen von waiiy nur teilweise bestätigen!!!
    TURBINE begann nervös, zT sogar etwas nachlässig!!!
    Viele Aktionen kamen mir recht Alibimäßig vor, ohne richtigen Einsatzwillen!!! 🙁

    Der Rückstand stachelte unsere Mädels dannn aber richtig an, denn eins wollten sie ganz sicher nicht, nämlich verlieren!!!
    Die Kombinationen, die in der Halle noch so traumhaft funktionierten, blieben auf dem Großfeld leider Mangelware!!!
    Der Gegner war natürlich auch keine „Hustensafttruppe“, den man mal soeben nebenbei auseinandernimmt!!! 😉
    Vom Topgegner, den Schröder nach dem Spiel gesehen haben will, ist Malmö aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch weit entfernt!!!
    Am Anfang waren die Südschwedinnen noch hoch motiviert, aber mit der Zeit wurden sie immer ängstlicher und vorsichtiger!!!
    Das erklärt auch den Leistungssprung der TURBINEN in Hälfte Zwei!!!
    Da hatten sie das Spielfeld fast für sich allein, und Malmö fand in der Offensive kaum noch statt!!!

    Potsdam hat vor allem in Hälfte Eins seine Chancen erneut nicht gut genutzt!!! 🙁
    Vor allem ADA fehlt es hier noch an Kaltschnäuzigkeit, und Schröder trauerte noch nach der Begegnung den leichtfertig vergebenen Möglichkeiten nach!!!
    Aber ich traue der jungen Norwegerin durchaus zu, daß sie ihre Quote weiter verbessern wird!!! 🙂
    Sie erarbeitet sich zumindest diese Chancen schon recht gut, nun muß der zweite Schritt folgen!!!

    Zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Vorbereitung war dieses Testspiel jedenfalls sehr aussagekräftig, woran man bis zum 23. Februar noch arbeiten muß!!!
    Ich fand die Leistungen von ALEX zB besser als die von TABBI und JENNY CRAMER!!!
    Da wird es noch einen interessanten Wettbewerb um die Stammplätze geben!!!

    Das trifft auch auf die Offensive zu, wo die Reservistinnen schon mal gezeigt haben, daß sie den Stammkräften ordentlich einheizen können!!!
    Gleiches trifft auch auf unsere Torhüterinnen zu, wo KABA sehr deutlich zeigte, daß sie sich mit der Nummer Zwei ganz gewiß nicht abfinden wird!!! 😉

    Der gesunde Konkurrenzkampf im Team wird dafür sorgen, daß die TURBINEN ihre Ziele in Meisterschaft und CL erreichen werden!!! 🙂

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  • fisch sagt:

    @ waiiy
    Bezüglich Deiner Aussage, Alex Singer besser auf die rechte Seite, stimme ich Dir voll zu. Ihr letztes Klassespiel als souveräne Rechtsverteidigerin gegen Essen machte Sie zur „Player(in) of the match“. Sie hat mich damals Bianca Schmidt total vergessen lassen. Dieses gewichtige Potential nicht zu nutzen, halte ich für fahrlässig, wie gesagt, in Alex’s Form vom 21.12.
    Sonst kann ich nichts weiter beitragen, weil ich leider nicht dabei sein konnte.

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