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VfL Wolfsburg trennt sich von Desire Oparanozie

Von am 23. Januar 2014 – 19.26 Uhr 7 Kommentare

Triple-Sieger VfL Wolfsburg hat den Vertrag mit der nigerianischen Nationalspielerin Desire Oparanozie nach nur einer halben Saison aufgelöst.

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Verein und Spielerin gehen ab dem 31. Januar 2014 getrennter Wege. Die 19-Jährige hatte ursprünglich einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2015 unterschrieben.

Keine näheren Angaben zur Trennung
Nähere Angaben zu den Gründen für die Trennung machte der Verein nicht. Oparanozie war erst zur neuen Saison vom russischen Vizemeister WFC Rossiyanka nach Deutschland gewechselt, hatte sich aber beim VfL Wolfsburg nicht durchsetzen können. Wohin die Stürmerin wechseln wird, ist bisher nicht bekannt.

Trainingslager in Portugal
Am Freitag startet der VfL Wolfsburg wie schon in den Jahren zuvor zu einem zehntätigen Trainingslager an die Algarve im Süden Portugals, in dessen Rahmen auch ein Testspiel ausgetragen werden soll. Dort sollen darüber hinaus zwei bis drei Trainingseinheiten pro Tag stattfinden. Mit dabei werden in Lyn Meyer und Manon Klett auch zwei Spielerinnen der zweiten Mannschaft sein. Personell kann Trainer und Sportlicher Leiter Ralf Kellermann aber nicht aus dem Vollen schöpfen.

Desire Oparanozie

Desire Oparanozie konnte in der Bundesliga nicht Fuß fassen  © Nora Kruse / ff-archiv.de

Magull und Damnanovic verletzt, Henning reist nach
„Seit ihrer Verletzung beim Hallencup müssen wir auf Lina Magull verzichten, außerdem hat Jovana Damnjanovic eine leichte Oberschenkelzerrung erlitten. Beide werden vorerst mit unserem Reha-Trainer ein individuelles Programm absolvieren, bevor sie wieder ins Mannschaftstraining einsteigen“, so Kellermann, dessen Innenverteidigerin Josephine Henning aufgrund einer Uni-Prüfung mit einem Tag Verspätung ins Trainingslager nachreisen wird.

Nachholspiel gegen Cloppenburg am 15. Februar
Am 2. Februar kehrt das Team dann nach Deutschland zurück, ehe es am Samstag, 15. Februar, (ab 13 Uhr live auf Eurosport und DFB-TV) mit dem Nachholspiel gegen den BV Cloppenburg in der Bundesliga weitergeht.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

7 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    Hm, managementtechnisch scheint Wolfsburg sich ja doch zu machen. Auf jeden Fall richtige Entscheidung. Nur schade, dass man bei Wolfsburg nicht eingesteht, dass die Verpflichtung ein Fehler war.

    Entschlackt Wolfsburg sich weiterhin so, dann könnte man ja tatsächlich Sympathien für den Klub entwickeln. Allerdings würde ich mir von Kellermann dazu noch viel mehr sportlich fundierte Analysen und Selbstkritik wünschen, und auch eine sportliche Vision, die er verfolgt. Gerade ein Verein wie der VfL sollte doch bedacht darauf sein, den sportlichen Aspekt in den Vordergrund zu stellen. Dafür hat Kellermann bis jetzt aber viel zu wenig Profilkanten gezeigt, sondern viel zu sehr auf Allgemeinplätzen verharrt.

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  • gerd karl sagt:

    richtig sheldon, der vfl wolfsburg hat keine visionen, kellermann ist als trainer nicht brauchbar.

    oh, moment, was lese ich da auf der vfl internet seite,

    der vfl wolfsburg ist 2013 deutscher meister, pokalsieger und champions league sieger geworden.

    da hat der verein und vorallem der trainer im jahr 2013 eine menge falsch gemacht.

    sheldon du hast mal wieder recht.

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  • berggruen1 sagt:

    „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.“ (Helmut Schmidt)

    Allgemeinplätze enthalten manchmal mehr Aussagekraft als irgendwelche „Visionen“. Welche „Vision“ sollte Herr Kellermann denn haben? Seine Aufgabe als Trainer ist es, sein Team, das er im besten Falle selber zusammengestellt hat, zu einem ebensolchen zu führen und zu möglichst vielen Erfolgen zu führen. Mehr Visionen braucht kein Trainer und daher auch kein Herr Kellermann. Abgesehen mal davon, dass er schön blöd wäre, wenn er seine Vorstellungen von Taktik, Aufstellung und Co. bis in Detail veröffentlichte.
    Nennen Sie mir einen Trainer, der Ihre Anforderungen an „Visionen“ erfüllt!
    Und warum wird der Vfl Wolfsburg „sympathischer“, wenn eine nigerianische Stürmerin den Verein verlässt? Verstehe ich nicht!

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  • Sheldon sagt:

    […]

    Um auf eure Fragen zu antworten, […], gerd.karl und berggruen:

    @gerd.karl:
    1. Die sportliche Leistung verhält sich nicht direkt proportional zum Erfolg, den man damit einfährt.
    2. Die Qualität des Trainers verhält sich nicht direkt proportional zur sportlichen Leistung. […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Sheldon sagt:

    @berggruen:

    Vision ist vielleicht das falsche Wort, Philosophie trifft es besser. Und da gibt es so einige Trainer, die man da aus dem MF und FF aufzählen kann:

    Pep Guardiola, Jupp Heynckes, Jürgen Klopp, Otto Rehhagel, Thomas Schaaf, Sepp Herberger, Lucien Favre, Thomas Tuchel, Louis van Gaal, Colin Bell, Bernd Schröder, Tina Theune-Meyer, Norio Sasaki usw.

    Deine Ausgangslage ist falsch. Nicht viele Titel sind eine Vision, sondern eine Vision, eine Spielphilosophie führt zu vielen Titeln. Viele Titel wird nicht der gewinnen, der den Erfolg liebt, sondern der das Spiel liebt.

    Und wenn man sich die Trainer so anschaut, wird man sehen, dass Erfolg in Form von Titeln gar nicht unbedingt das ist, was letztlich dazu geführt hat, dass sie so berühmt wurden. Bei König Otto war es vor allem seine charismatische Art des Auftretens, bei Thomas Schaaf war es sein attraktiver Angriffsfußball mit absoluten No Names, Sepp Herberger hat in seinem ganzen Leben nur einen bedeutenden Pokal gewonnen, doch das Turnier hat ihn absolut berühmt gemacht!

    Worum geht es denn letztlich beim Fußball? Doch nur darum, möglichst vielen Menschen eine brilliante Show zu bieten. Fußball ist eine Massensportart, das ist nicht wie Darts, Schach oder Billard, wo die Spieler sich nen vergnüglichen Abend mit Anzug machen und was nur davon lebt, dass man einigen sehr reichen Sponsoren gefällt.
    Beim Fußball zählt doch heute längst nicht mehr nur das blanke Ergebnis. Es zählt das Spektakel, was man bietet, auf und neben dem Platz. Wieso haben Frankfurt und Potsdam durchgängig die größten Fanbasen? Auch, weil sie Topergebnisse eingefahren haben, aber vor allem deswegen, weil das über Jahre eine absolute Rivalität war, weil das lebendige Emotionen waren.

    Dietrich hat das Konzept schon ziemlich gut erkannt, was er den Zuschauern bieten muss: Junge, attraktive Spielerinnen mit Migrationshintergrund, (die sich gut vermarkten lassen) die es fußballerisch vor allem technisch absolut drauf haben, mit einem charismatischen, exzentrischen Trainer, der selbstbewusst auftritt (auch gegenüber den Medien) – das lockt die Fans in die Stadien. Du musst Emotionen schüren, das Publikum spalten. Dann werden beide Seiten Zulauf bekommen und der FF profitiert.

    […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • gerd karl sagt:

    sheldon, ich bin verwirrt
    was soll ein trainer einer mannschaft erreichen, ich glaube er soll mit seiner mannschaft titel erreichen.

    irgend eine philosopische ……… muss er nicht erreichen, sondern, ich wiederhole mich, TITEL.

    und das hat der herr kellermann hervorragend gemacht.

    keine angst, ich führe die drei, ich wiederhole drei, titel hier nicht auf.

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  • gerd karl sagt:

    zurück zu oparanozie
    ich glaube ja sie war nicht gut genug für wolfsburgs 2 team.
    lyn meyer ist da um längen besser und deshalb nimmt sie kellermann auch mit nach portugal.

    das wird der eigentliche grund sein.

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