Frauenfußball-Splitter 2/2014

Von am 16. Januar 2014 – 16.54 Uhr 2 Kommentare

Ehrungen für ein Trio des 1. FFC Turbine Potsdam, eine singende Bundesligaspielerin  und das Kommen und Gehen bei einem Champions-League-Viertelfinalisten stehen in dieser Woche im Blickpunkt.

Hallenturniere: Erfolge für Frankfurt und Freiburg
Der 1. FFC Frankfurt II hat in Montabaur den 8. DBL-Super-Cup gewonnen. Das Team von Trainer Sascha Glass setzte sich im Finale durch ein Tor von Melanie Hauser mit 1:0 gegen die TSG 1899 Hoffenheim II durch. Tags zuvor hatte auch der Gastgeber Grund zur Freude, denn der 1. FFC Montabaur II gewann durch ein 2:0 gegen Fortuna Freudenberg den Mons-Tabor-Cup. Beim Gütersloher Hallenmasters durfte der SC Freiburg jubeln. Die Elf aus dem Breisgau bezwang im Finale Bayer 04 Leverkusen mit 4:2.

Stimmgewaltige Chandraratne
Fußball spielen ist bei Eve Chandraratne, Abwehrspielerin und zweite Kapitänin beim BV Cloppenburg, wegen einer hartnäckigen Verletzung derzeit noch kein Thema, doch die 24-Jährige, in den letzten Zügen ihres Medizinstudiums, nutzte die verletzungsbedingte, fußballfreie Zeit für eine ganz andere Leidenschaft, die sie von Geburt an begleitet: die Musik. Und so entstand in Zusammenarbeit mit Arbeitskollege Max Scharanow eine fabelhafte Coverversion von James Morrisons „You make it real“. Die beiden arbeiten bereits an einem neuen Song, wir sind schon gespannt!

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Hirsch neuer Geschäftsführer beim FF USV Jena
Kai-Uwe Hirsch wird ab dem 1. Februar 2014 neuer Geschäftsführer beim FF USV Jena übernehmen. Hirsch, der zuvor in den Bereichen Vertrieb und Marketing gearbeitet hat, tritt die Nachfolge von Anja Kunick an, die ihren zum 31. Januar auslaufenden Vertrag nicht verlängert hat. „Ich danke für das Vertrauen und hoffe, dass ich die tolle Arbeit, die Anja Kunick gemacht hat, weiterführen kann“, so Hirsch, der die Betreuung der regionalen Sponsoren intensivieren und zum Saisonende eine schwarze Null schreiben will.

Kommen und Gehen in Tyresö
Der FC Barcelona, Viertelfinalgegner des VfL Wolfsburg in der UEFA Women’s Champions League, hat die spanische Nationalstürmerin Jennifer Hermoso vom schwedischen Vizemeister Tyresö FF verpflichtet. Die 23-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014, ist aber in der Champions League für ihren neuen Verein in dieser Saison nicht mehr spielberechtigt, da sie bereits mit Tyresö Champions-League-Spiele bestritt. Zuvor hatten bereits Ashlyn Harris, Caroline Graham Hansen, Sara Thunebro und Kirsten van de Ven Tyresö den Rücken gekehrt. Dafür kamen Finnlands Torhüterin Tinja-Riikka Korpela, Christen Press sowie das brasilianische Quartett Mayara, Thaisa, Rilany und Fabiana. Zudem kehrt Madeleine Edlund aus dem Mutterschutz zurück.

Arsenal-Duo zu Chelsea, Hoogendijk zu Arsenal
Chelsea LFC, Vorjahres-Siebter in der FA WSL, hat sich die Dienste der beiden Arsenal-Spielerinnen Katie Chapman und Gilly Flaherty gesichert. Dort werden sie ein Wiedersehen mit ihrer ehemaligen Teamkollegin Laura Bassett feiern. Die 62-fache Nationalspielerin Chapman erklärt: „Das wird ein aufregendes neues Kapitel in meiner Karriere.“ Und Flaherty, die für La Manga erstmals ins Nationalteam berufen wurde, meint: „Es war eine schwere Entscheidung, aber ich freue mich auf die neue Herausforderung.“ Im Gegenzug verpflichtete Arsenal LFC die 94-fache niederländische Nationalspielerin Anouk Hoogendijk. Die 28-Jährige kommt von AFC Ajax, wo sie seit Mai 2012 gespielt hatte. Zuvor hatte Arsenal bereits Casey Stoney und Siobhan Chamberlain unter Vertrag genommen.

Ada Hegerberg

Ada Hegerberg wurde mit ihrer Nationalelf ausgezeichnet © Nora Kruse / ff-archiv.de

Ehrungen für Turbine-Trio
Natasa Andonova, Ada Hegerberg und Maren Mjelde kehrten aus der Weihnachtspause allesamt mit Ehrungen zurück. In Mazedonien wurde Andonova am ersten Weihnachtsfeiertag bereits zum fünften Mal als „Fußballerin des Jahres“ ausgezeichnet. Ada Hegerberg und Maren Mjelde wurden am 4. Januar in Oslo mit der norwegischen Nationalelf in der Heimat zur „Mannschaft des Jahres“ gekürt, Belohnung für eine starke Europameister in Schweden, wo sich Norwegen erst im Finale durch einen Treffer von Anja Mittag mit 0:1 der deutschen Mannschaft geschlagen geben musste.

Real Sociedad verpflichtet Nachwuchstalent
Sie ist erst 16 Jahre alt und die spanische Sportzeitschrift „Marca“ schwärmt von der „neuen Perle im Frauenfußball“: Die Rede ist von Stürmerin Nahikari García, die nach sieben Spielzeiten bei Añorga KKE nun zu Real Sociedad wechselte und am 5. Januar beim 1:1 gegen Levante ihr 90-minütiges Debüt in der Primera División gab. Das ging alles sehr schnell. Ich bin sehr gut aufgenommen worden und das ist eine tolle Truppe.“ Als Kapitänin der U17-Nationalelf wurde sie in England zuletzt Vize-Europameisterin.

FIFA will Klub-WM der Frauen
Die FIFA-Arbeitsgruppe für Frauenfußball unter Leitung von Exekutiv-Mitglied Moya Dodd hat in Zürich die Einführung einer Frauen-Klub-Weltmeisterschaft nach Vorbild der Männer als dringend notwendig empfohlen. „Wir müssen die Förderung des Frauenfußballs weiter vorantreiben. Deshalb werden wir alles daran setzen, unsere Ideen umzusetzen“, betonte Dodd. Die AG-Gründung wurde von FIFA-Präsident Joseph Blatter nach den Exekutivsitzungen im Oktober 2013 bekanntgegeben, um Prioritäten des Frauenfußballs besser zu erkennen und festzulegen. Die Vorschläge der Arbeitsgruppe werden am 13. Februar der Kommission für Frauenfußball und Frauen-WM zur weiteren Beratung vorgelegt. Bisher gab es zwei  inoffizielle Klub-WM-Turniere mit Olympique Lyon und INAC Kobe als Sieger.

Neue Rolle für Katrine Pedersen
210 Länderspiele hat Katrine Pedersen für die dänische Nationalelf bestritten, nun will sie ihre Erfahrung als Assistenztrainerin beim norwegischen Meister Stabæk FK an die jüngeren Spielerinnen weitergeben. „Das ist für mich eine tolle Möglichkeit und ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit mit den Spielerinnen und dem Trainerteam“, so Pedersen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

2 Kommentare »

  • timmy sagt:

    Bin ich ja mal gespannt, was die sich asudenken für die Klub-WM. Wird wohl noch ein paar Jahre dauern.

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  • grammofon sagt:

    Hier ein gutes und intelligentes Interview mit Julia Simic und Björn Laars über die Unterschiede zwischen Frauenfußball und Männerfußball:

    http://www.pnn.de/regionalsport/819955/

    Anlass ist ein Hallenspiel heute von Turbine gegen eine „Babelsberger Legenden“ Mannschaft.

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