Duisburgs Wechsel zum MSV nimmt Formen an

Von am 18. Dezember 2013 – 15.19 Uhr 34 Kommentare

Die Zukunft von Frauenfußball-Bundesligist FCR 2001 Duisburg ist weiter unklar. Eine Entscheidung könnte gar erst zum Jahresende fallen, teilte der Verein heute mit. Doch es nähren sich die Anzeichen, dass der Verein doch noch Unterschlupf beim MSV Duisburg finden wird.

Die Bemühungen, den Frauenfußball in Duisburg in irgendeiner Form am Leben zu erhalten, sind weiter im Gang. Auch nach Ablauf der Fristverlängerung durch den DFB ist nach wie vor keine endgültige Entscheidung gefallen, wie es weitergeht.

Logo des FCR 2001 Duisburg

Logo des FCR 2001 Duisburg ©FCR 2001 Duisburg

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Entscheidung erst zum Jahresende?
Der Verein erklärte heute zum aktuellen Stand der Dinge: “Die intensiven Verhandlungen um die Zukunft des FCR 2001 Duisburg werden konzentriert weitergeführt; selbstverständlich sind die zuständigen Gremien des DFB und der entsprechenden regionalen Verbände in diese Bemühungen eingebunden. Möglicherweise dauert es aber noch bis zum Monatsende, ehe ein endgültiges Ergebnis vorliegt.“

FCR-Mitglieder sollen zum MSV wechseln
Doch nur kurze Zeit später veröffentlichte der Verein auf seiner Website einen Ummeldeantrag im PDF-Format, indem die Vereinsmitglieder des FCR 2001 Duisburg aufgerufen werden, sich bis Freitag, 20. Dezember, 20 Uhr beim FCR 2001 Duisburg abzumelden und Mitglied beim MSV Duisburg zu werden. Der Weg soll also geebnet werden, dass die Frauenfußball-Teams des FCR 2001 Duisburg ab 1. Januar 2014 unter dem Dach des MSV Duisburg antreten können.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

34 Kommentare »

  • Obresa sagt:

    Was sich innerhalb eines Jahres beim FCR getan hat, hätte es noch nicht mal bei Tom Gerhardts Dackelklub gegeben.

    Sollte die ganze Geschichte endlich mal abgeschlossen sein, würde ich mir wünschen, dass Ross und Reiter, die für den „Untergang“ gesorgt haben, genannt werden.

    Keiner will eine Verantwortung übernehmen. Aber das kennt man ja leider schon von Duisburger Schicksalschlägen.
    Jeder ist wohl darauf bedacht seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Es sind immer die anderen.

    Immer auf dicke Hose gemacht zu haben soll ungesühnt bleiben?
    Das „Wir sind der große FCR“-Getue hat mich schon immer genervt.
    Wir sind ein familiärer Klub hieß es immer, aber die Verantwortlichen glänzten immer mit einem Auftreten wie die Großkopferten aus München.

    Aber ich befürchte, dass es letztlich zu keiner Aufklärung kommt. Mangels Interesse. Denn wen interessiert schon die Marke „Frauenfussball“, mal abgesehen von den eingefleischten Fans.

    Bei den Männern hätten sich die Medien schon überschlagen, hätte man die Verantwortlichen an den Pranger gestellt.

    Mal schauen, was für Überraschungsknaller noch kommen.

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  • Sheldon sagt:

    @Obresa: Wer dafür verantwortlich ist? Alle, die mindestens seit den ersten Hinweisen auf die Finanznot Entscheidungen getroffen haben, die mit Verträgen und Finanzen zu tun hatten.

    Diese Personen hatten nämlich Einblick und hätten wissen müssen, was sie tun.

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  • Obresa sagt:

    @Sheldon: Problem. Der Großteil der „Verantwortlichen“ ist nach und nach sang- und klanglos verschwunden. Aus den Augen, aus dem Sinn. So einfach dürfen die doch nicht davon kommen.Sich im „vermeintlichen“ vergangenen Glanz des FCR sonnen bzw. gesonnt haben, aber dann den Schwanz einziehen.
    Hoffentlich, wird das noch irgendwie geahndet und wenn auch nur medial, wenn es rechtlich schon schwierig erscheint.
    Der „Untergang“ des FCR muß NAMEN tragen !!

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  • paule sagt:

    Der DFB sollte sich bei der Prüfung der Unterlagen alles sehr genau ansehen. Wie soll der Spielbetrieb für die nächsten 1 1/2 Jahre ohne Unterstützung des MSV auf einmal finanziert werden?
    Vor allem sollte beachtet werden, dass gerade in diesem Jahr einige finanziell gesunde Mannschaften mit Duisburg gegen den Abstieg spielen. Einen zweiten Fall Sindelfingen (fast alle Spielerinnen weg, dann doch 1. Liga) darf es nicht geben, sollte den Duisburgerinnen der sportliche Klassenerhalt gelingen.

    So leid es mir für alle Beteiligten dort tut, aber der DFB darf sich im Interesse aller anderen soliden geführten Vereine nicht auf ein neues Glücksspiel einlassen.

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  • dummkopf sagt:

    @beobachter:

    Ja, hoffentlich hast du das richtig gelesen, denn da sind wir ziemlich einer Meinung. Ich habe nicht die Informationspolitik des FCR verteidigt.
    Du denkst sicher auch, das vernünftigste für den FCR wäre, die Dinge erst intern und mit denen, die das etwas angeht und die dazu zustimmen müssen, zu klären.
    Und die Presse erst dann zu informieren, wenn dies geschehen ist. Jedes andere Vorgehen ist nachteilig, da es nur unnötig Staub aufwirbelt, und stellt den handelnden Personen leider kein gutes Zeugnis aus.

    Das Vorgehen des DFB, alle paar Tage ein neues Ultimatum zu stellen, und sich dann zu sagen, was geht mich mein Ultimatum von gestern an, mag als Beispiel dienen.

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