Duisburg erhält Fristverlängerung

Von am 16. Dezember 2013 – 18.27 Uhr 13 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist FCR 2001 Duisburg hat seine Bemühungen zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs noch nicht abgeschlossen und eine letzte Fristverlängerung erhalten. Doch eine Rettung ist weiter ungewiss.

Wie der Verein am Montag in einer kurzen Mitteilung erklärte, habe der DFB dem FCR 2001 Duisburg „eine letzte Fristverlängerung bis Mittwochmorgen eingeräumt.“

Jubel der Duisburgerinnen

Die Duisburgerinnen hoffen, dass es weiter geht © Karsten Lauer / girlsplay.de

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Intensive Bemühungen
Der Verein würde sich weiterhin intensiv bemühen, den Spielbetrieb der zwei Frauen- und drei Mädchen-Mannschaften fortzuführen.

120 000 Euro fehlen
Die im Sommer prognostizierte Etatlücke von 200 000 Euro wurde auf 120 000 Euro gesenkt. Wie es weiter heißt seien die „für diese Lücke im Sommer gegebenen Zusagen bisher nicht honoriert“ worden.

Der Verein will nun bis Mittwoch „noch einmal alles versuchen, diese vorhandene Etat-Lücke zu schließen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

13 Kommentare »

  • cujo31 sagt:

    Spannend welche Zahlen so alle rumspuken.
    Auf derwesten.de war die Rede von 80 000 hier 120000.
    Unfassbar das es eine verlängerrung gibt , zumal man schon jetzt ewig zeit hatte.

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  • wisser sagt:

    Wo sind die Freunde des Frauenfußballs? Kann man diesen erfolgreichen Verein, der so viel für den FF und ganz besonders für die Ausbildung von fußballbegeisterten Mädchen getan hat so einfach auslöschen? Alle Besserwisser, die hier posten, sollten jetzt mal all ihre Kontakte spielen lassen: Zeigt mal was ihr könnt! Oder soll es so weiter gehen, das Sterben….HSV, Bad Neuenahr, FCR….wer ist der Nächste?

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  • Sheldon sagt:

    @wisser: Es mag sein, dass der FCR eine erfolgreiche Zeit hatte. Aber das Missmanagement haben sie sich selber anzukreiden.

    Niemand löscht diesen Verein aus. Er tut es selbst! Und ja, man kann diesen Verein sterben lassen. Gerade wenn dieser Verein es so lange verschleppt wie zur Zeit.

    Bei den Männern ging das auch. Wo sind Mannheim, RW Essen, Meiderich, Alemannia Aachen, Bayer 05 Uerdingen, Kickers Offenbach, Ulm? Oder Magedeburg als europäischer Pokalsieger?
    Auch Düsseldorf, KSC, Köln, Fürth, TSV 1860 usw. spielen nicht mehr erste Liga. Rostock steht seit langem vor dem Komplett-KO.

    Die Teams müssen sich im freien Wettbewerb selbst durchsetzen. Nur so entwickelt sich Fußball. Indem man hier einen Klub künstlich rettet, verzerrt man bloß den Wettbewerb, und das ist nicht gut.

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  • Detlef sagt:

    Warum zieht man nicht endlich einen Schlußstrich drunter???
    Es ist vorbei, keiner will die Löwinnen mehr haben, von den Fans natürlich abgesehen!!!
    Die MSV-Jungs sind „pleiterer“ als die FCR-Mädels jemals waren, haben aber immerhin den Vorteil des „richtigen Geschlechts“!!!

    Homberg wird die Ausgaben eines FF-Erstligisten wohl kaum aufbringen können, und sich damit auch sicher nicht verschulden wollen!!!

    Es ist kein Geld da für den FF in Duisburg, daß sollte man endlich akzeptieren!!!
    Tradition hin wie her, Pokalgewinne, national wie europäisch, keine Sau interessiert das heute noch!!!

    „Die Zukunft des Fußballs ist weiblich“, dieser Top-Slogan des DFB funktioniert zumindest in Duisburg nicht!!!

    „Ohne Moos nix los“, daß trifft es am Niederrhein wohl eher!!!

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  • Torsten sagt:

    Immer die Aufschieberei weg mit dem Verein!

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  • ziefle sagt:

    Ich halte das Vorgehen des DBF für skandalös und nicht tolerierbar wettbewerbsverzerrend.
    Alle anderen Clubs müssen bis zum 31.10. des Jahres das Einhalten der wirtschaftlichen Lizenzbedingungen nachweisen, ohne wenn und aber.
    Dies ist klar in den Lizenzbedingungen geregelt, allerdings scheint es so, dass der DFB in Zusammenarbeit mit dem FCR sich an die Regeln nicht zu halten braucht.
    Es werden immer wieder Fristen verlängert, obwohl sich seit der feudalen Weihnachtsfeier 2012, die bis heute nicht bezahlt ist, beim FCR gar nichts verändert hat.
    Von seiten des DFB werden die Clubs der 1. und 2. BuLi mit völlig unterschiedlichen Maßstäben bewertet und dadurch manche extrem bevorzugt und andere stark benachteilig – so ein Gebahren und damit die handelnden Personen, kann ich nicht leiden.

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  • andre sagt:

    Torsten ich sag nur keine Ahnung!!!!! Die haben mehr drauf als so mach eine jungen Mannschaft! !

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  • wisser sagt:

    dieses Klientel was sich hier tummelt….immer die gleichen, und immer die gleichen sprüche.

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  • Beobachter sagt:

    Dem heutigen FCR 2001 Duisburg Geld zu geben bedeutet nicht, den Frauenfußball zu fördern. Oder anders: Es hilft dem Frauenfußball nicht, Geld in ein unergründliches Loch zu werfen.
    Dass immer weniger Fans zu Spielen des FCR gehen, spricht doch auch Bände.
    Wie lange wollen sie denn noch warten?

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  • Silberlocke sagt:

    Es ist sicherlich richtig, einen Verein zu unterstützen und eine Fristverlängerung von ein paar Tagen werden den Schaden weder größer noch kleiner machen.

    Sicherlich hat sich der Verein selbst in Schwierigkeiten gebracht und es ist im FF indessen auch so, dass ohne Moos nichts los ist. Da haben Vereine wie Wolfsburg, Bayern München, Freiburg, Leverkusen, Potsdam und Frankfurt entweder finanzstarke Sponsoren oder Vereine hinter sich, die eine angemessene Bezahlung der Spielerinnen gestatten und die sich dann auch sportlich von den anderen Vereinen abheben. Die anderen Vereine können sportlich nur von ihrer eigenen guten Jugendarbeit leben, allerdings werden die guten Spielerinnen sehr schnell von den „Großen“ verpflichtet. Wie im Herrenfußball gilt auch hier, dass ohne Sponsoren und Werbepartner nichts geht, wenn man ganz oben mitspielen will.

    Die gesellschaftliche Arbeit der FF-Vereine ist mit Sicherheit genau so groß wie die der Männervereine. Allerdings sind die Unterschiede zu den Leistungssportlern im Männerbereich extrem. Die Spielerinnen sind neben dem Leistungsfußball fast immer noch berufstätig, gehen zur Schule oder studieren – im Männerfußball unvorstellbar.

    Für die Wirtschaft bietet sich da ein Potential an teamfähigen, extrem ehrgeizigen und leistungsorientierten Mitarbeiterinnen, das man bei dem allseits beschrieenen Fachkräftemangel viel zu wenig beachtet. Meines Erachtens ist ein Engagement der Wirtschaft im FF eine sinnvolle und ertragreiche Investition.

    Der obige Kommentar von Detlef (…richtiges Geschlecht) ist sicherlich und hoffentlich als Begründung der geringen Beachtung des FF zu verstehen. Steffi Graf hat auch nie gegn Boris Becker gespielt, trotzdem wurde Frauentennis populär. Sicherlich hat die nicht gewonnene WM der Frauen im eigenen Land einen derben Rückschlag beschert, aber nach und nach wird sich das ändern, bei der Sportlerwahl (Mannschaften) standen gestern 1 Männer- und 2 Frauenteams ganz oben auf dem „Treppchen“. Die Zahl der Zuschauer wird steigen und die TV Sender werden den FF bald auch entdecken, denn hier wird für wenig Geld viel geboten und ich glaube, ein schlechtes Frauenfußballspiel ist immer noch besser als so manche Blöd-TV Sendung. Ein weiterer Grund für die Unternehmen, sich für wirklich ganz kleines Geld im FF zu engagieren.

    Ich jedenfalls drücke den Frauen beide Daumen und hoffe, dass sich ein Unternehmen findet, das die Zukunft des FCR sichert.

    Letztlich ist das eine sinnvolle Investition.

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  • grammofon sagt:

    Es haben schon viel schlimmere Vereine als Duisburg eine zweite Chance bekommen. Auch wenn es nicht mehr viel Hoffnung gibt, ich drücke dem FCR weiterhin die Daumen. Kommt schon Duisburg, das schafft ihr!

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  • enthusio sagt:

    Hier ein etwas umfassenderer Bericht zur Lage des FCR Duisburg mit seinen zwei Frauen- und drei Mädchenmannschaften:

    http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/duisburg/120-000-euro-fehlen-id8782271.html

    Es wird also nicht nur nach einer tragfesten Lösung für das Überleben der Bundesligamannschaft, sondern auch der übrigen vier Mannschaften der Löwinnen gesucht.
    Das kommt in der Diskussion hier im Forum ein wenig zu kurz und erklärt vielleicht den kurzen Aufschub, den der Verein vom DFB erhalten hat.

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  • Sachlicher sagt:

    Es bleibt zu hoffen, dass die Fusion klappt.
    Auch wenn das schon vor Jahren hätte erfolgen sollen und Beteiligte einfach in der Euphorie es nicht gemerkt haben, dass professionell gearbeitet werden muss.
    Nur was dann?
    Auch dieses Geld ist mal zu Ende und selbst in einer Fusion muss Leistung auch neben dem Platz gebracht werden.

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1 Pingbacks »

  • […] in Duisburg in irgendeiner Form am Leben zu erhalten, sind weiter im Gang. Auch nach Ablauf der Fristverlängerung durch den DFB ist nach wie vor keine endgültige Entscheidung gefallen, wie es […]

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