U17-EM: DFB-Elf zieht ins Finale ein

Von am 5. Dezember 2013 – 20.38 Uhr 48 Kommentare

Die deutsche U17-Frauenfußball-Nationalelf hat dank eines Treffers von Ricarda Walkling das Finale der U17-EM erreicht und sich somit auch bereits einen Startplatz für die U17-WM in Costa Rica gesichert. Im Finale geht es am Sonntag nun gegen Spanien.

Beim knappen, aber verdienten 1:0 (1:0)-Sieg vor 371 Zuschauern  in Chesterfield erzielte Walkling für die DFB-Auswahl den Treffer des Tages (15.), nachdem die Partie zuvor mit 40 Minuten Verspätung angepfiffen wurde, nachdem die italienische Mannschaft wegen eines Staus zu spät im Stadion angekommen war.

DFB-Elf von Beginn an stark
Die deutsche Mannschaft kam gut in die Partie und hatte mit einem Schuss übers Tor von Laura Widak die erste Chance (2.). DFB-Kapitänin Jasmin Sehan bei einem Nachschuss einem ersten deutschen Treffer nah (12.). Doch die Führung sollte nicht lange auf sich warten lassen, Walkling traf im Fallen mit einem Heber aus spitzem Winkel, der Innenpfosten half auch noch ein bisschen mit (15.).

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Mangelnde Chancenverwertung
Und Sehan hätte die Führung um ein Haar mit einem Schuss aus sechs Metern schnell ausgebaut (20.). Auch weiterhin hatten nur die DFB-Juniorinnen Chancen, Kim Fellhauer schoss über das Tor (34.).  Martina Piemonte sorgte aus 25 Metern für den ersten Schuss der Italienerinnen in Richtung deutsches Tor (38.).

Ricarda Walking

Ricarda Walklings Tor machte den Unterschied © Markus Juchem

Italien zu harmlos
Zu Beginn der zweiten 40 Minuten gestalteten die Italienerinnen das Spiel offener und offensiver, doch wirklich gefährlich waren die Südeuropäerinnen nie. Walking kam hingegen einem zweiten deutschen Treffer nah, doch ihr abgefälschter Schuss ging knapp am Tor vorbei (57.). In der Folge war Italien zwar weiterhin bemüht, doch es fehlten die Mittel, um die DFB-Abwehr aus den Angeln zu heben. So blieb es beim knappen, aber dank starker erster Halbzeit verdienten deutschen Erfolg.

WM-Ticket in der Tasche
Durch den Sieg qualifizierte sich die DFB-Auswahl von Trainerin Anouschka Bernhard für die FIFA-U17-WM in Costa Rica, die vom 15. März bis 5. April in Costa Rica ausgetragen wird. Am Sonntag trifft die DFB-Elf im Finale nun auf Spanien, das gegen Gastgeber England mit 3:0 gewann. Die DFB-Elf erhält somit Gelegenheit, sich für die 0:4-Niederlage in der Gruppenphase zu revanchieren.

Bernhard: „Endspiel ist eine Riesensache“
Bernhard erklärte: „Das Endspiel ist eine Riesensache, aber ich bin nicht besonders glücklich, wie wir es erreicht haben. Der Unterschied in diesem Spiel war nur unser Tor in der ersten Halbzeit – das war’s. Wir haben gut angefangen und im ersten Durchgang stark gespielt. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir komplett den Faden verloren, genau so, wie es gegen Schottland der Fall war. Gegen Ende war es dann ein sehr ausgeglichenes und enges Spiel.“

Italien – Deutschland 0:1 (0:1)

Italien: Durante – Rizza, Peressotti, Boattin, Vergani – Cavicchia – Simonetti (68. Abati), Giugliano – Vigilucci (41. Marinelli), Piemonte (62. Serturini), Bergamaschi

Deutschland:
Brandt – Brandenburg, Specht, Karl, Stenzel – Fellhauer, Meier – Ehegötz (77. Dick), Walkling, Widak – Sehan

Zuschauer: 371

Tore: 0:1 Walkling (15.)

Schiedsrichterin: Ana Minić (Serbien)

Gelbe Karten: Keine

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

48 Kommentare »

  • ziefle sagt:

    Bernhard empfiehlt sich für die Nachfolge der Bundesgöttin(Achtung Satire).
    Warum wechselt sie die z.T. völlig platten und angeschlagenen Spielerinnen bei denen es überhaupt nicht (mehr) läuft erst, 3min vor Schluss aus???

    Den dt. Mädchen fehlt es an Schnelligkeit.

    Gegen schwache und ohne echte Torchance spielende Italienerinnen.

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  • pinkpanther sagt:

    Kann mich Ziefle nur anschließen. Wenn das Spiel nach einer sehr überlegen geführten ersten Halbzeit so zu kippen droht (und dies nur dank extremer Harmlosigkeit der Italienerinnen nicht tut), dann MUSS ein Impuls von außen kommen: Frische und ausgeruhte Spielerinnen können da einiges bewirken!
    Insgesamt mangelt es den Mädels – soweit man dies nach einem Spiel beurteilen kann – an sehr vielem: Wenig Spielwitz, mangelnde Spritzigkeit, nicht viele gelungene Kombinationen, taktisch auch nicht gerade clever. Trotz ordentlicher erster Halbzeit insgesamt eine sehr schwache Vorstellung …
    Habe vor ein paar Wochen einige Spiele der U16-Asien-Ausscheidung im Netz gesehen (ich glaube auf Youtube noch zum anschauen) und da scheint es sehr fragliche, ob diese deutsche Mannschaft gegen Nordkorea, Japan oder auch China bestehen kann. Ein „Glück“, dass wenigstens die USA nicht als Gegnerinnen in Frage kommen 😉
    Bin mal gespannt, ob es im Finale wieder so eine Packung gegen Spanien gibt.
    Mir scheint dass weniger das Problem ist, dass andere Nationen aufgeholt haben wie so oft kolportiert wird, sondern dass Deutschland in dieser Altersklasse stagniert, wenn nicht sogar zurückentwickelt.

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  • DAWIDenko sagt:

    Erst einmal Glückwunsch an die Mädels.

    Den vierten Platz holen sie schon mal nicht, egal wie es im Finale ausgeht und für die U17-WM sind sie jetzt auch schon qualifiziert.

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  • dummkopf sagt:

    @zief

    Das kann ja jeder sagen, aber wie arg fehlt den dt. die Schnelligkeit und wie schwach waren die Italo-Bambinis?

    Könnte die dt U17 2.BL spielen? Wenn ja, wo? Gegen den Abstieg? Um den Aufstieg? Oder sogar 1.Liga? Oder doch nur 3.?

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  • gerd.karl sagt:

    guten tag hasser der deutschen nationalmannschaften.

    sie gewinnen ein spiel, sind im finale und lösen das wm ticket, und es wird gemotzt.
    das sind dann immer die gleichen verdächtigen hier die das tun.
    von diesen leuten hat man nichts gehoert, als bei der em 2013 england und frankreich sehr schlechte vorstellungen abgeliefert haben.

    oder jetzt bei der der u-17 em, wo sind schweden, frankreich oder norwegen.

    die deutschen mädchen stehen verdient im finale, und haben sich das ticket für die wm in costa rica hoch verdient geholt. meinen glückwunsch.

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  • wrack sagt:

    Von Ergebnissen und Statistiken her werden die beiden besten Teams das Finale bestreiten.
    Die WM-Quali wurde geschafft und damit das wahrscheinlich wichtigste Ziel erreicht.
    Das Finale wurde erreicht, was in der FF-Gemeinde Zufriedenheit auslösen sollte. Immerhin erinnere ich mich an Kommentare an diesem Ort, die sinngemäß sagten „Die gewinnen da nichts.“
    Spanien ist wegen des Vorrunden-Sieges und auch der Statistiken gegen Deutschland und HF-Gegner England klarer Favorit auf den Titelgewinn. Es gilt für die Deutschen also „nur“, sich gegenüber der „Klatsche“ in der Vorrunde zu rehabilitieren 😉

    Das Spiel gegen Italien war eine einseitige Sache. Die angeblich offensivstarken Italienerinnen (Bernhard) waren genau da harmlos bzw. wurden harmlos gemacht. Defensiv schienen sie mir die meiste Zeit recht gut zu stehen, während das deutsche Angriffsspiel z.B. über die Flügel weniger erfolgreich war als die Spiele gegen Schottland und Frankreich vermuten ließen. Wie ich die mangelnde Präzision bei der U17 einschätzen soll, weiß ich nicht. Mir schien, das die Deutschen das Kombinationsspiel oft schneller machten wollten, als sie es selbst wirklich spielen und verarbeiten konnten. Da fehlt wohl die Abstimmung auf das mögliche Tempo. Wird die gefunden, wird man Spanien vermutlich auf Augenhöhe begegnen können. Ich kann mir nicht vorstellen, das die Spanierinnen signifikant schneller sind als die Deutschen.
    Die offensichtlich noch angeschlagene Sehan (Pass zum Siegtreffer) konnte nur andeuten, welchen Wert sie für das deutsche Spiel haben könnte. Ich vermute, dass viel davon abhängen wird, wie sie im Endspiel drauf ist.

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  • holly sagt:

    Erstmal Glückwunsch an die dt. U17 Mannschaft zum Finale und zur WM Quali.
    Man sollte nicht vergessen das diese Mannschaft erst ab Sommer in dieser Zusammensetzung spielt. Nachdem die letztjährige U16 nicht viel zustande bekommen hat, wurde eine komplett neue Mannschaft zusammen gestellt.
    Zwar sind viele schon seit der U15 N11 Spielerinnen, aber z.B. eine Kim Fellhauer hat im Frühjahr noch in der U15 gespielt.
    Die Mädels müssen sich ja auch erstmal finden.
    Ich bin auf jeden Fall mit dem Abschneiden zufrieden egal wie das Endspiel ausgeht. Im schlechsten Fall dürfen die Mädchen sich Vizeeuropameinster nennen.

    Der einzige Kritikpunkt ist die zweite Halbzeit gestern. Es ist für mich unverständlich warum die Mannschaft da wieder ihr zweites Gesicht gezeigt hat. Das ist ja nicht das erste Mal das sowas passiert. Der DFB sollte sich mal hinterfragen warum das passiert.

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  • wolle sagt:

    Lieber gerd.karl: Weil man eine Mannschaft oder ein Spiel kritisch bewertet ist man noch lange kein Hasser der dt. Nationalmannschaft.
    Für mich war es das 1. Spiel der EM und ich habe das Spiel erst ab der 30. Min gesehen, aber das hat mir eigentlich schon gereicht für diese EM. Es war ein grottenschlechter Kick. Ideenlose, übernervöse Deutsche gegen harmlose Italiener. Das habe ich in der Vergangenheit doch schon viel besser gesehen. Mir ist schon länger aufgefallen, dass die Leichtigkeit, Freude und das spielrische Niveau der dt. U17 verloren gegangen sind. Natürlich sind die Gegner in Europa und weltweit stärker geworden, aber dann muss man sich auch mal fragen warum das eigene Niveau so gesunken ist. Rein statistisch ist die Basis dieser Altersklasse lt. DFB ja stetig breiter geworden. Wird vielleicht auf die falschen Talente gesetzt oder gar falsch trainiert? Das sollte man beim DFB mal hinterfragen. Mir scheint, das es seit dem Trainerwechsel von Peter zu Bernhard das Niveau tendenziell stetig gesunken ist.
    M. m. n. versucht man auch viel zu sehr an dem einen Spielsystem festzuhalten und unter allen Umständen durchzuziehen. Aber das scheint mir ja ein Problem aller dt. Natiomannschaften zu sein. Spitzenmannschaften wie die spanischen Männer können halt mehrere Systeme und sind auch in der Lage während des Spieles umzustellen. Deswegen werden Jogis Jungs in Brasilien auch kein Weltmeister. So Gerd.Karl, jetzt kannst du wieder losschlagen.

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  • Sheldon sagt:

    @gerd.karl: Um Frankreich, Schweden und England mache ich mir keine Sorgen. Allerdings sollte man Spanien ganz genau im Auge behalten. Was die Ausbildung betrifft, so zeigt sich doch seit Jahren, dass sie da immens stark aufgestellt sind. Und auch Barca wird immer stärker. Da braut sich was zusammen auf der iberischen Halbinsel, was – aus Sicht aller anderen Vereine und N11s leider – ein System besitzt. So langsam (siehe EM oder CL) überträgt sich das auch auf die Großen. Investiert man noch in die körperliche, athletische Ausbildung der Mädels, dann müssen alle anderen tierisch aufpassen, denn sobald sie ernsthaft Wettbewerbsfähig werden, wird es schwer sein, diesen technisch und taktisch sehr ausgereiften Fußball zu fassen zu bekommen.

    Man sollte immer mit Weitsicht vorausschauen und nicht nur den Moment im Auge haben. Klar, zur Zeit sind die deutschen Mädels einfach abgezockter als andere Nationen. Aber gerade dir sollte es doch ein Anliegen sein, dass sich diese Dominanz noch über Jahre hinzieht und nicht in ein paar Jahren passé ist.
    Deutschland wird diese Dominanz nicht allein dadurch aufrecht erhalten können, weil sie Deutsche sind und weil die Deutschen immer schon die Besten waren. Deutschland wird diese Dominanz nur aufrecht erhalten können, wenn sie ihr eigenes Tun immer kritisch hinterfragen und verbessern. Das war mal die große Stärke Deutschlands, wir sind dabei, sie in ziemlich allen Bereichen langsam preiszugeben.

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  • dummkopf sagt:

    Man fragt sich, wer gerd.karl ernsthafte Antworten gibt. Wie verschroben seine Wahrnehmung ist, ist doch nur andeutungsweise zu erahnen, wenn er Kritik mit „Hass“ gleichsetzt. Und das ist, befürchte ich für ihn, bei ihm nicht das erste Mal und kein Schreibfehler.

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  • wrack sagt:

    @ gerd.karl: „guten tag hasser der deutschen nationalmannschaften.“

    Das finde ich maßlos übertrieben wie die Gewohnheit, @ Sheldon et. al., nach jedem einzelnen Spiel einer Nationalmannschaft fundamentale Kritik an Systemen, Strukturen und überhaupt Allem zu üben und düstere Orakel für die Entwicklung des deutschen FF abzugeben.

    Ich persönlich sehe mich nicht in der Lage, mit meinem beschränkten Überblick bzw. mangelnden Grundlage an Fakten und Zahlen über die Jugendarbeit eine Prognose für die Zukunft abzugeben.
    Was ich als Outsider der Jugendarbeit heranziehen kann, sind die Ergebnisse. In Europa ist die deutsche U 17 Spitze, vielleicht hinter, vielleicht neben, vielleicht knapp vor Spanien (was seit einigen Jahren (!) nix Neues ist). In der Welt ? Na ja, dafür u.a. gibt es ja die WM in Costa Rica, die ja auch ein Gradmesser sein soll.
    Natürlich werden die Schwarzseher irgendwann einmal richtig liegen. Wenn ich als „Kritiker“ jedes Jahr verkünde, es geht abwärts, dann kommt einmal der Tag… entweder meines „Triumphs“ oder meines Ablebens 😉

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  • laasee sagt:

    @Sheldon

    I agree with your comments.

    The dominance of Germany in European football (club and national) has been maintained because most of the other countries are still at a lower level.
    Since the inception of UEFA U-17 Championship it is Germany and Spain that have been the two most successful nations.

    It will be interesting to see at WM U-17 which of these two teams has the better tournament.

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  • gerd.karl sagt:

    das alte thema spanien, spanien wird ja so gut werden, aber leute, habt ihr das nicht auch von england und frankreich für die a-natios gesagt.
    was ist daraus geworden, frankreich hat tolle einzelspielerinnen und sie werden journalistisch toll gehypt, das gleiche mit england, hoch gehypt von den journalisten und viele von den leuten die ihr schreiben ebenfalls.

    aber was ist passiert, england bei der em 2013 früh ausgeschieden, mit einer leistung die sehr schlecht war.
    frankreich hat eine gute vorrunde gespielt, aber dann das spiel gegen dänemark, ängstlich und nervös.

    und spanien ist im viertelfinale ausgeschieden, für alle die spanien, nur weil sie mal 2-2 gegen deutschland gespielt haben und dann das rückspiel 5-0 verloren, spanien schon als 4 fachen frauenfussballweltmeister sehen.

    diese mannschaften, frankreich, england und spanien haben mit der a-nationalmannschaft noch keinen titel gewonnen.

    und jetzt wiederhole ich mich wieder,
    deutschland: 2 mal weltmeister und 8 mal, davon 6 mal hintereinander, europameister.

    das sollte für mannschaften wie spanien das mass aller dinge sein und wenn diese länder die gleichen erfolge haben wie deutschland, erst dann sollte man sie so hypen wie jetzt und nicht vorherschon wo sie noch nichts gewonnen haben.

    die deutsche u-17 mannschaft ist erst kurz zusammen und steht im finale der u-17 europameisterschaft und ist für die u-17 weltmeisterschaft qualifiziert.
    das sollte man respektieren, und auch würdigen.

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  • Karl sagt:

    Da kann ich den beiden Beitraegen von Wrack nur vollstens zustimmen, auch ich halte die beiden extremen Sichtweisen fuer uebertrieben. Ich bin noch nichtmal sicher ob fruehere U17s soviel besser waren , in der Erinneung neigt man da auch manchmal unbewusst zur Verklaerung der Vergangenheit.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Für mich beginnt die Kritik schon vor dem Anpfiff! Das Team ist nämlich nicht in der Lage stimmlich über einen Preudogesang hinauszukommen, wenn es gilt die Hymne zu intonieren. Wie es geht zeigte der Gegner, und das lag sicher nicht an der Textsicherheit!
    Es folgt eine HZ mit einer Vielzahl Aktionen, die auf den letzten Metern vorm Tor versandeten oder weit am Tor vorbei o. drüber (Fellhauer) gingen. Lange rätselte ich, wer wohl die rechte Außenstürmerin sein mag, die technische Fehler en masse in der Ballannahme, -weiterleitung und im Abschluß offenbarte. Irgendwann fiel dann „Ehegötz“… und ich:Nee, ist nicht wahr? Das soll eine der besten dt. U17 sein? Auch die Ausführung der Eckstöße von rechts durch Stenzel waren rein optisch betrachtet etwas merkwürdig, dennoch fanden sie zumindest ihren Weg vor`s Tor. In Anbetracht der Überlegenheit wurde das aber gleichfalls nur eine Randnotiz. Anders nach der HZ-Pause, wo zu den Knackpunkten eine Vielzahl weiterer hinzukam, denn die Italienerinnen hatten ohne Trikotwechsel ihre Zurückhaltung abgelegt und traten wie verwandelt auf, was unseren Mädels nicht so recht gebacken bekamen. So verlor man eine große Zahl an Zweikämpfe, denen man sowieso, wenn nicht unbedingt notwendig, gern aus dem Weg ging. Alle Spielaufbauversuche aus der Innenverteidigung nach vorn, landeten ausnahmslos in gegnerischen Beinen. Die ballsicheren Gegnerinnen tauchten nun ohne Unterlaß vor oder im Strafraum auf, scheiterten aber dort eher weniger an den Deutschen als eher an ihrer eigenen Abschlußschwäche. Klopse in der Verteidigung waren in Drucksituationen leider jetzt mehrfach zu sehen. Achja, Ehegötz, welch Wunder! Ihr gelangen verrückterweise im zweiten Spielabschnitt einige Aktionen, wo sie ihre zweifelsohne vorhandenen Veranlagungen aufblitzenden ließ. Nun gerieten Aussehen und Talent in Einklang und optisch hätte man meinen können, dort spiele die junge Dickenmann, allerdings im falschen Trikot.
    Die ganze Zeit über fragte ich mich, was für ein Coaching seitens unsereres Trainerteams hier abgeht – man vernahm nur den Gegnertrainer, der wort- und gestenreich auf’s Spiel seines Teams Einlfuß zu nehmen versuchte. Bernhard jedoch stand da mit dem Engagement einer Weihnachtsmarktfigur.
    Insgesamt wurde mir mit diesem Spiel klar, weshalb es die derbe Klatsche gegen Spanien gab, und ich gehe auch definitiv von einer Wiederholung derselben im Finale aus.
    Ob sich die Mädels mit dem Erreichen der Costa Rica-WM und dem erneuten Aufeinandertreffen mit Spanien einen wirklichen Gefallen getan haben? Ich bezweifle dies, denn es zählt nicht nur die Teilnahme allein, sondern auch wie man sich bei diesem Event schlägt, wann man sich auf den Heinweg machen muss.
    Irgendwie habe ich dennoch die Hoffnung, dass in diesen Spielen nicht die wirkliche dt. U17-Elite am Start war, sondern die Auswahl noch in mancher Position verbessert werden kann; mehr Alternativen, mehr Breite im Kader müssen her und vorallem ein qualitativ besserer Trainerstab und keine mit DFB-Job-Garantie und Selbstzufriedenheit, ob des gegenwärtig Erreichten! Solche Talente müssen von männlichen Trainern geformt werden und nicht von verständnisvollen „Muttis“!

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  • holly sagt:

    @ gerd.karl

    naja die Spanierinnen sind schon 2x U17 Europameister geworden. Das die Spielerinnen ne Weile brauchen bis sie bei den Frauen ankommen ist klar.
    Im Fall Spanien ist der Weg noch ein wenig weiter. Dort ist man vielleicht auf einem Weg den Deutschland schon vor 20 Jahren beschritten hat.

    @ SF

    Nina Ehegötz hatte sicher gestern nicht ihren besten Tag. So schlecht habe ich sie noch nie spielen sehen.
    Die einzige Spielerin die auf der Bank war, die ich eigentlich von Anfang an erwartet hatte war Saskia Matheis. Sonst waren schon die besten Spielerinnen auf dem Feld.

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  • Sheldon sagt:

    @gerd.karl: Wo leben wir? In der Vergangenheit oder im Hier und Jetzt? Fakt ist, dass Deutschland die EM auch nur wegen einer überragenden Angerer gewonnen hat. Die Ergebnisse waren dürr wie noch nie. 0:0 gegen Niederlande, 3:0 gegen Island, 0:1 gegen Norwegen, 1:0 gegen Italien, 1:0 gegen Schweden, 1:0 gegen Norwegen. 6 Tore im ganzen Turnier, soviel hat Deutschland früher in einem Spiel geschossen, ja sogar in einem Finale. 6 Tore, soviel hat (@laasee wird jubeln) Inka Grings allein in einem Turnier geschossen bei der letzten EM (insgesamt sage und schreibe 21 Tore). Bei allen Europameisterschaften im 21. Jahrhundert hat man 3 Tore oder mehr im Schnitt geschossen, bei keiner EM hatte man je einen schlechteren Torschnitt als bei dieser (seit 1989, vorher nicht qualifiziert).

    Von vergangenen Titeln kann man sich nix kaufen. Deutsche Vereine wissen davon reihenweise ein Lied zu singen. Wo ist der 4-malige Deutsche Meister TSV Siegen mit seinen Größen wie Neid oder MVT?
    Wo ist der FSV Frankfurt, 3-maliger Meister und 5-maliger Pokalsieger mit seinen Größen Minnert, Jones, Smisek, Prinz, Bartusiak, Raith usw.?
    Wo ist der Meister von 1992/93 TuS Niederkirchen mit seinen Spielerinnen Jones, Mohr und Pohlers?
    Wo ist gar der 9malige deutsche Meister und 3malige Pokalsieger SSC Bergisch Gladbach, der große Dominator der 70er und 80er mit der Starspielerin Silvia Neid?
    Wo ist ein Verein wie Grün-Weiß Brauweiler, mit Spielerinnen wie Maren Meinert, Silke Rottenberg oder Tina Theune?

    Ihre vergangenen Erfolge interessieren keinen mehr. Nur wer arbeitet, wird auch Erfolg haben. Man darf sich nicht darauf ausruhen, dass man Deutscher ist oder irgendwann mal was gewonnen hat. Das berechtigt noch zu gar nichts. Will man weiterhin Erfolg haben, muss man sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren bzw. auf das Kommende. Nach dem Spiel ist VOR dem Spiel, und auf das kommt es an.

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  • Sheldon sagt:

    @holly: Das will ich ehrlich gesagt nicht mal hoffen^^ Denn wenn sie wirklich auf diesem Weg sein sollten, würde das bedeuten, dass die nächsten 6-7 Europameister aus Spanien kämen 😉

    Übrigens, noch einen kurzen Kommentar zu der Torschützin: Ich will ja nix sagen, aber…

    @SF: Bei der Hymne haben die Spanierinnen natürlich einen Vorteil. Wenn die nicht mitsingen, nimmt ihnen das keiner übel. Eher, wenn sie mitsingen 😉
    Und dass sich die italienische Hymne eher zum Gröhlen eignet als die Deutsche, wissen wir auch alle. Dass die italienische Hymne ursprünglich ein Kampflied war, ist durchaus ein psychologischer Vorteil im Fußball. Keine Mannschaft dürfte einen besseren Stimmungsmacher vor dem Spiel haben. Das wäre genau die Musik, die bei mir in der Kabine laufen würde.

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  • holly sagt:

    @ Sheldon,

    Ich bin aber nicht sicher ob die Spanierinnen das rüber retten können. Im Frühjahr bei der U19 EM Quali in Dt. haben die sie total enttäsucht, obwohl da auch viele von den vorherigen erfolgreichen U17 Team bei waren.
    Anscheind liegt da noch viel im argen im spanischen FF. Das kann ich aber nicht beurteilen da ich mich mit dem spanischen FF zu wenig auskenne.

    ich hab nichts gegen Spielerinnen von Bayern München.
    Die Torschützin von gestern sehe ich total gerne spielen und ich habe mich auch riesig gefreut das sie das Tor erzielt hat.

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  • Aldur sagt:

    gerd.karl sagt:
    „frankreich hat eine gute vorrunde gespielt, aber dann das spiel gegen dänemark, ängstlich und nervös“

    Direkt nach jenem Spiel hast Du das französische Auftreten noch als „arrogant“ gebrandmarkt. Das ist nach meinem Verständnis ein fundamentaler Gegensatz zu „angstlich und nervös“. Was denn nun?

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  • wrack sagt:

    @ Sheldon: „Wo leben wir? In der Vergangenheit oder im Hier und Jetzt?“

    Elfmeter ! Nein, ich schieße ihn nicht.

    „Fakt ist, dass Deutschland die EM auch nur wegen einer überragenden Angerer gewonnen hat.“

    Was du für Fakten hältst ! Tatsache ist, dass zum Gewinn der EM u.a. (!) auch noch ein Tor von Anja Mittag, eine Vorlage von Celia und… und… gehörte. Von wegen „…nur wegen…“, auch „wegen“ !

    „..bei keiner EM hatte man je einen schlechteren Torschnitt als bei dieser…“

    Argumentative Kernverschmelzung mit laasee aus einem früheren Beitrag, sucht doch selbst. Das „Tor-Minimum“ (welches sich leichter Hand erklären läßt, siehe Beitrag von damals) sind aber nicht der Kern, sondern der gewonnene EM-Titel.
    Ich denke, kaum jemand wird bestreiten, dass es enger als in den Jahren zuvor war, übrigens schon im Finale 2009 gegen England (!) und davor hat man im Finale 2005 nur x Tore geschossen usw. Warum also diese argumentative Alchemie, wo doch schlichte Chemie gereicht hätte ?
    Fakt aber ist 🙂 DER TITEL. Nun kann man von Seite zu Seite hin und her räsonieren, das deutsche Team sei nicht eingespielt gewesen, die anderen hätten aufgeholt oder die Entwicklung des deutschen FF gehe abwärts oder man MÜSSE den Anfängen (welchen auch immer, Hauptsache, die Formulierung liest sich gut) wehren und was da schlecht unterfütterte Wort- und Satzhülsen mehr sind, aber das objektive Ergebnis ist bzw. WAR: Titelgewinn. Darum ging es bei der EM, dieses Ergebnis wurde erzielt und jetzt bitte in die Gegenwart, denn wir sind schon durch die halbe WM-Quali, der Algarve Cup ist nicht mehr fern und es gilt, die ersten Vorboten der neuen Untergangs-Szenarien auszusenden !
    Und außerdem muss man mich schelten, dass ich die verheerende Entwicklung nicht wahrnehme und nicht stoppe und ich soll nicht klagen, wenn Deutschland bei der WM 2015 in der Gruppe rausfliegt. Ich werde nicht klagen. Und ich bin nicht verantwortlich dafür.

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Das Tor hätte alles nichts genutzt, wenn Angerer nicht die beiden Elfer gehalten hätte. Dann hätte Norwegen 2 Tore gehabt und Aus die Maus. Es gab wohl nie ein Turnier, bei dem eine Torhüterin im Finale wichtiger gewesen wäre oder mehr Anteil am Sieg gehabt hätte wie in diesem.

    Natürlich sind wir nicht hauptverantwortlich, doch wir können eine mahnende Stimme darstellen, um den DFB – wie heißt es doch so schön – aus seiner „schlafenden Selbstgefälligkeit“ zu wecken. Wir können darauf hinweisen, dass die Abstände immer geringer werden und dass man beim nächsten Mal nicht so glimpflich davon kommt.
    Deine Argumentationslinie ist so ein bisschen nach dem Motto eines Studenten, der immer alles immer auf den letzten Drücker einreicht, gerade noch so. Es gibt Personen, bei denen das immer gut geht, die haben Glück. Genauso kann es aber passieren, dass diese Personen dann einmal wirklich zu spät kommen oder etwas zu spät einreichen. Und dann ist die Meldefrist fürs Examen verstrichen oder wurde ein Bewerbungsgespräch vergessen, und das kann dann ernsthafte Konsequenzen haben (6 Monate Warten für den nächsten Termin oder einen aussichtsreichen Job verpasst).
    Schlimm genug, wenn derjenige das nicht selbst einsieht, aber dann sollte man nicht noch Wasser auf seine Mühlen gießen, indem man das versucht rechtzufertigen, sondern ihn darauf hinweisen, mehr Wert auf Pünktlichkeit zu legen.

    Gerade, wenn es, wie bei Deutschland schon einmal passiert ist: Da wird die Spitze immer enger, da lässt man das Training schleifen, da lässt man die anderen Teams auch herankommen und dann fliegt man eben bei der Heim-WM im Viertelfinale hinaus. Dann eine EM, bei der die deutsche Elf noch bescheidener auftrat, zu rechtfertigen, weil diesmal wieder das Glück da war, halte ich für pädagogisch ganz und gar nicht richtig.

    Das ist ein bisschen so, als wenn du das eine Mal zu spät kommst und dir dann ein Riegel vorgeschoben wird, und du das nächste Mal noch später kommst und der Lehrer glücklicherweise im Stau steht, sodass es nicht auffällt.

    Außerdem frage ich mich, wie man zum FF stehen muss, dass man darauf spekuliert, dass die anderen Teams noch schlechter sind als man selbst? Bei manchen Spielerinnen und Trainerinnen fragt man sich, ob die wirklich noch ein Interesse am Fußball oder nur noch am Gewinnen und am Medienrummel haben. Es wirkt oft so, dass man versucht, jeglicher Arbeit aus dem Weg zu gehen und darauf spekuliert, dass die anderen Teams nen schlechten Tag haben, um sich in der Öffentlichkeit mit unverdienten Lorbeeren schmücken zu können!

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  • laasee sagt:

    My concern is about the football philosophy and development of young players.
    The continued success of N11 has been mainly due to the Golden Generation of players – Grings, Pohlers, Prinz, Angerer, Garefrekes etc.
    These players were all born before 1982 (when DFB started N11).
    Consequently, their development as young players was different from the present day development of the young.

    At EM Sweden there was only one German player (Angerer) that is World Class (Grings and Pohlers were not wanted).
    EM was the worst (least impressive) tournament for the N11.

    My worry is that the young players are not coached correctly and when other teams can compete at the same levels of fitness, strength and organisation, then the German N11 has to rely on heart and spirit to win (as in EM Sweden).

    Why is it that the only two technical quality players in the N11 (Marozsan and Bajramaj) were both born outside Germany?

    Why can not the current coaching regime produce players of the same level as Grings, Pohlers, Prinz, Garefrekes?

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  • AdiPreissler sagt:

    Marozsan und Bajramaj sind beide als Vierjährige nach Deutschland gekommen. Ich glaube nicht, dass ihre fußballtechnische Ausbildung in der Heimat da schon abgeschlossen war.

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  • karl sagt:

    „Why can not the current coaching regime produce players of the same level as Grings, Pohlers, Prinz, Garefrekes?“

    As the current coaching system has already produced Sasic, Popp, Kessler, Goesling and some more on the same level as Grings and Prinz etc.. I think your question or statement might just be some sort of a point of view issue …

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  • sonic sagt:

    Ich würde die Kirche im Dorf lassen. Bei der Beurteilung solcher U-N11-spiele muß man doch sehen, daß da Lehrlinge und noch keine Meister auf dem Platz stehen. Wirklich eingespielt sind solche Mannschaften meist auch nicht, da die personelle Fluktuation hoch und die gemeinsamen Trainingseinheiten gering sind. Dazu sei noch das Wetter erwähnt (knapp über 0° C und Regen – ich weiß warum ich nicht Fußball spiele 😉 ) und eine gewisse Nervosität bei einem solchen Spiel. Es gibt also genügend Gründe, weshalb man nicht Wunder weiß was erwarten sollte.

    Insgesamt war das deutsche Team die klar bessere Mannschaft und hat sich völlig verdient für das Finale qualifiziert.

    Die 1. HZ fand ich richtig gut. Da war viel Laufbereitschaft, das Tempo ordentlich, der Ball zirkulierte gut in den eigenen Reihen und ging er mal verloren, wurde er schnell zurückerobert. Die Standards waren nicht überragend, aber gut. Die Italienerinnen waren klar unterlegen und kamen überhaupt nicht zur Entfaltung. Die Führung war folgerichtig (wenn auch mit kräftiger Unterstützung der italienischen Torhüterin) und hätte auch höher ausfallen können. Torhüterinnen sollten mehr Volleyball und Faustball spielen 😉
    Enttäuscht war ich von Ehegötz – viele leichte technische Fehler, da hatte ich mehr erwartet.

    In der zweiten Halbzeit zeigten sich dann die deutschen Schwächen, insbesondere im Aufbauspiel. Die italienische Stürmerin störte den Paßweg zwischen den deutschen Innenverteidigerinnen, die beiden im defensiven Mittelfeld waren zu weit weg und meistens gut abgedeckt. Karl und Specht kamen damit überhaupt nicht klar, wußten nicht was sie tun sollten und haben irgendwann den Ball flach nach vorne getreten, was so ziemlich die schlechteste aller Möglichkeiten war, da diese Bälle regelmäßig von den Italienerinnen abgefangen werden konnten und Gegenangriffe einleiteten.
    Besser wäre es gewesen, selbst mit dem Ball zu gehen, Raum hatten sie ja. Aber darauf sind sie entweder nicht gekommen oder es war ihnen untersagt. Die andere Möglichkeit wäre gewesen, daß sich jemand aus dem Mittelfeld zurückfallen läßt und den Ball abholt. Selbst hohe Bälle wären besser gewesen als diese flachen. Im Übrigen die gleiche Schwäche, die man auch in der A-N11 immer wieder mal beobachten kann.

    Dazu kam noch, daß nicht alle Deutschen das Tempo und die Laufbereitschaft aus der 1 HZ aufrecht erhalten konnten. Da wären Wechsel angebracht gewesen.

    Der dritte Punkt war sicherlich, daß sich die Italienerinnen besser auf ihre Gegenspielerinnen eingestellt haben. Widak und Sehan haben immer wieder die gleichen Aktionen gezeigt, die Italienerinnen wußten was kommt und schon war der Ball verloren. Ehegötz hat sich klar gesteigert und hatte einige gute Szenen auf ihrer Außenbahn.

    Insgesamt hat mich das Spiel, was den Spielablauf, den Niveauunterschied zwischen den Mannschaften, die Stärken und Schwächen der Teams angeht, ziemlich an das EM-Viertelfinale erinnert.

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  • dummkopf sagt:

    Das ist mit Abstand die beste hier jemals verfasste Kommentarreihe – realsatirisch gesehen. Unglaublich, wer wen auf welchem Flügel blitzschnell überholt. Phantastisches Tempo, Umschaltspiel und Positionswechsel.

    @sheldon:
    Außerdem frage ich mich, wie man zum FF stehen muss, dass man darauf spekuliert, dass die anderen Teams noch schlechter sind als man selbst?

    Das dachte ich mir schon, dass du die Frage früher oder später auch stellst. Und die Antwort liegt auch klar auf der Hand, oder?
    Das wichtigste ist der Sieg des „eigenen“ Teams, aus welchen Gründen oder wie auch immer. Der Fussball kommt erst danach, an zweiter Stelle.
    Wenn du nicht dauernd wie wild in der Gegend rumgaloppieren würdest, könntest du dich auch mehr um solche Themen kümmern, die die Fussballszene so entscheidend beeinflussen.
    Einer der wesentlichsten Gründe, warum Deutschland im Fussball so weit vorne ist, dass man diese Art von „Fan“atismus hierzulande viel besser im Griff hat, als anderswo.

    @sonic
    Ein plötzlich auftauchender und viel zu vernünftiger Kommentar zum Spielgeschehen passt nicht so Recht zu den anderen und stört jetzt leider das lustige Gesamtbild ein wenig. 😉

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @sonic
    > Bei der Beurteilung solcher U-N11-spiele muß man doch sehen, daß da Lehrlinge und noch keine
    > Meister auf dem Platz stehen. Wirklich eingespielt sind solche Mannschaften meist auch nicht,
    > da die personelle Fluktuation hoch und die gemeinsamen Trainingseinheiten gering sind.

    Diese Aussage trifft doch ausnahmslos auf alle Teams, und das nicht nur in dieser Endrunde, zu, d.h. die Ausgangsvoraussetzungen sind identisch und damit absolut vergleichbar! Von daher, und das wirst Du ggf. am Finalsonntag selbst erleben dürfen, ist Spanien in den letzten Jahren an unseren Mädels deutlich vorbeigezogen. Den Ausrutscher mit Polen mal aussen vor gelassen, obwohl die Deutschen auch ihre Aktien daran haben.
    Auch unter Lehrlingen gibt es leistungsmässige Unterschiede, die von schlecht bis sehr gut gehen, genau wie bei deren Lehrmeister! 🙂

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  • laasee sagt:

    @karl

    „As the current coaching system has already produced Sasic, Popp, Kessler, Goesling and some more on the same level as Grings and Prinz etc“

    Compare Sasic and Popp with Grings and Prinz?
    Look at the statistics (buli and N11) and then you might think again!
    It is as comparing VW Golf with a Mercedes SLS.

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  • karl sagt:

    @laasee: „Compare Sasic and Popp with Grings and Prinz?
    Look at the statistics (buli and N11) and then you might think again!
    It is as comparing VW Golf with a Mercedes SLS.“

    Well, to be fair i’d have to compare Prinz and Grings at age 25 to Sasic and at age 22 to Popp and at that age Prinz and Grings were also rather a VW Golf than the Mercedes SLS they became toward the end of their careers. So both , Sasic and Popp have a good chance to go further up in the N11 scorer list , where Sasic is on 5th position already. Very impressive , I think … 🙂

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  • sonic sagt:

    @Schenschtschina Futbolista

    Natürlich trifft das auf alle zu, hab auch nix anderes behauptet 😉

    „… ist Spanien in den letzten Jahren an unseren Mädels deutlich vorbeigezogen.“

    Ich würde allerdings vorsichtig damit sein solch allgemeine Aussagen zu treffen, da es gerade im U-Bereich immer wieder starke Schwankungen gibt. Ein Jahrgang kann sich stark vom nächsten unterscheiden. Auch die Tagesform spielt eine größere Rolle als bei den Erwachsenen.

    Spanien mag dieses Jahr das stärkste Team sein, ob sie das am Sonntag in einen Sieg umsetzen können oder wie gegen Schottland in 80 min kein Tor erzielen, ist offen. Ebensowenig ist klar, wie gut der nächste Jahrgang sein wird.

    Ob man aus solchen U-Turnieren auf zukünftige Entwicklungen im Erwachsenenbereich schließen kann, wäre nochmal ein anderes Thema. Der Männerbereich läßt mich daran zweifeln.

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  • Sheldon sagt:

    @karl: Ich muss laasee schon recht geben. Bei allem Respekt vor den genannten Spielerinnen: Mit dem Niveau von 2003 oder von 2007 sind sie nicht zu vergleichen.

    Innenverteidigerinnen vom Niveau einer Sandra Minnert und Ariane Hingst haben wir überhaupt nicht mehr in Deutschland, auch eine Kerstin Stegemann wird für Spielerinnen wie Maier, Schmidt und Co. nur schwer zu erreichen sein.
    Und vorne spielte die absolute Creme de la Creme, Spielerinnen wie Prinz, Pohlers, Grings, Meinert, Garefrekes, Müller und für mich die absolute Krönung: Renate Lingor. Sie war für Deutschland das, was für Frankreich Zidane war. Nicht zu vergessen Steffi Jones und Nia Künzer.

    Man sieht es doch heute noch: Wer sind denn die Spielerinnen, die überzeugen? Angerer in der Nationalmannschaft, Garefrekes als Torlieferantin und Aktivposten im Sturm bei Frankfurt, Müller bei Wolfsburg, Grings bei Köln, das sind alles Spielerinnen genau dieser goldenen Generation. Selbst für eine Sasic, für eine Marozsan, für eine Keßler, für eine Goeßling, ja sogar für eine Bajramaj ist es bis dahin noch ein weiter Weg.

    Und ich glaube, dass @laasee schon den Punkt trifft, wenn er darauf hinweist, dass Bajramaj, Marozsan, aber auch Celia ausländische Wurzeln haben. Denn ich glaube, man hat einfach eine andere Einstellung zu den Dingen, wenn man sich als Flüchtling durchbeißen musste. Und das ist etwas, was die jungen Spielerinnen von der Goldenen Generation unterscheidet.
    Die Alten haben nämlich alle noch die Anfänge des FFs zum Teil am eigenen Leib kennengelernt. Der Großteil kennt noch die Zeiten der zweigleisigen Bundesliga, die Zeit, wo viele Klubs übernommen werden mussten.

    Und: Viele Spielerinnen spielten wirklich noch in der Bundesliga für ihre Stadt: Hingst für Potsdam (kam aus Berlin), Gottschlich für Wolfsburg (wurde in Wolfsburg geboren), Prinz für Frankfurt (wurde in Frankfurt geboren), Stegemann für Rheine (wurde dort geboren) usw.
    Da hatte der Sport an sich noch einen Wert, und ich denke, deswegen wird es für die heutige Generation sehr, sehr schwer sein, daran wirklich anknüpfen zu können.
    Es ist kein Wunder, dass – 10 Jahre danach – immer noch das WM-Halbfinale von 2003 als das beste Spiel aller Zeiten im FF gilt. Hier prallten 2 Jahrhundertteams aufeinander: Die USA mit den großen Legenden Kristine Lilly (352 LS/130 Tore), Julie Foudy (271), Mia Hamm (275/158), Joy Fawcett (239), Abby Wambach (212/163), Tiffeny Milbrett (204/100) und Briana Scurry (173) [insgesamt kommen heute die 12 Amerikanerinnen, die im Finale eingesetzt wurden, auf sage und schreibe 2536 Länderspiele, 211 im Schnitt, und auf unglaubliche 758 Tore, im Schnitt 63] und auf der anderen Seite mit Prinz, Lingor, Hingst, Rottenberg, Stegemann, Garefrekes, Meinert, Wiegmann, Minnert, Gottschlich und P. Wunderlich.

    So, nach diesem Exkurs aber zu @laasee: Wie so häufig bei einer solch Weltklassemannschaft wurde der Umbruch verschlafen. Neid hat es nicht verstanden und auch andere, Spielerinnen auf dieses Niveau heranzuführen, und vor allem aber auch, dieses Niveau tatsächlich zu halten. Keine Spielerin. Und deswegen, haben wir heute immer noch die große Qualität der alten Garde, die den Jungen selbst mit 36, 37 Jahren noch etwas vormachen. Martina Müller, Conny Pohlers, Kerstin Garefrekes, Nadine Angerer, wie kommt es, dass diese Spielerinnen immer noch in den Bundesligisten zu den Führungsspielerinnen gehören und auch im Sturm noch das Maß aller Dinge sind? Man denke nur auch an die letzten Spielzeiten von Viola Odebrecht und Melanie Hoffmann. Wie kann es sein, dass diese Spielerinnen weiterhin die Maßstäbe diktieren, ohne dass eine annähernd die Konstanz bringt? Hier liegt doch der springende Punkt.
    Als Hingst und Stegemann aus der N11 zurücktraten, wurde die Abwehr wackelig. Mit Lingor verschwand die Kreativität und die Gefährlichkeit bei Standards, mit Prinz zu einem Großteil die Tore, mit Garefrekes die Gefährlichkeit über Außen.

    Hier muss man sagen, ist ein Bruch geschehen, für den sowohl die Vereinstrainer (bei Frankfurt und bei Duisburg) die Verantwortung auf sich nehmen müssen, weil sie es nicht geschafft haben, diese Qualität in eine neue Generation hinüber zu führen!

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  • dummkopf sagt:

    Nicht entgehen lassen sollte man sich die Kommentarreihe nach der Final-Niederlage der U17 gg Spanien. Es ist in diesem Zusammenhang sicher auch mit Antworten auf folgende Fragen zu rechnen:
    – In welchem Alter Eusebio nach Spanien kam, und wieso er trotzdem mit seinen Teams nie so erfolgreich wie Beckenbauer, Höttges oder Herkenrath war.
    – Wieso Brasilien als führende Fussballnation eigentlich noch nie Europameister bei den U17 war.
    – Warum eine Verena Sailer nie gefragt wurde, wie man den Spanierinnen im Sprint die Hacken zeigt.
    – Und ob es nicht respektlos dem deutschen Fan gegenüber ist, wenn der DFB ausländische Trainer zur Fortbildung einlädt, damit die „uns“ dann nachher unsere Titel klauen.

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  • Maxemus sagt:

    Ich möchte allen, die hier von Stagnation, Rückentwicklung oder schlechteren U 17 schreiben oder die WM-Elfen von 2003 und 2007 als Popanz für 2013 küren, mal empfehlen, sich Spiele (keine Zusammenschnitte) der U17 und der Natio aus dem letzten Jahrzehnt reinzuziehen ! Fast jedem würde dann auffallen, dass FF heute schneller, aggressiver, taktisch disziplinierter und defensiv besser organisiert gespielt wird. Mit anderen Worten: Prinz und Grings von damals würden gegen die heutigen Torfrauen weniger Tore schießen, Lingor und Meinert hätten schon eine Gegenspielerin auf den Puschen, bevor sie ihre tollen Pässe spielen könnten und die damalige Garefrekes würde gegen die heutige internationale Klasse weniger Flügelduelle gewinnen, siehe einmal WM-VF Wolfsburg 2011.
    Es ist völlig natürlich, dass der Abstand der anderen zu Deutschland auf den ersten Blick knapper geworden ist. Auf der Skala der Fußballkunst wird die Treppe nach oben immer steiler. In der Zeit, in der Deutschland weit oben eine steile Stufe nimmt, können die anderen darunter mehrere weniger steile nehmen. Die anderen stehen ja vielleicht wirklich nur noch eine Stufe unter Deutschland, aber diese Stufe ist verdammt steil !

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  • Sheldon sagt:

    @Maxemus: Wie erklärst du es dann, dass mit Müller und Garefrekes zwei WM-Spielerinnen von 2003 unter den Top 4 Scorern der Bundesliga stehen?
    Wie erklärst du es dann, dass mit Müller, Garefrekes und Pohlers gleich 3 WM-Teilnehmerinnen von 2003 im letzten Jahr unter den Top 9 der Torschützenliste im letzten Jahr standen (unter den Top 6 der deutschen Spielerinnen)?
    Wie erklärst du es dir dann, dass 2011 vor der WM die Top 5 der Torschützenliste allesamt WM-Teilnehmerinnen von 2003 waren?
    Wie erklärst du es dann, dass bei der WM 2011 Grings (nur aus disziplinarischen Gründen 2003 nicht dabei) und Garefrekes 4 der 7 Tore geschossen haben und die beiden Sasic-Treffer aufgelegt haben?

    Das wäre alles ein bisschen so, als hätten Miroslav Klose, Gerald Asamoah, Carsten Jancker, Bernd Schneider und Oliver Neuville 2010 die Torschützenliste angeführt.

    Ich behaupte, wenn heute noch einmal Martina Müller, Kerstin Garefrekes, Inka Grings und Conny Pohlers in der N11 spielen würden, wäre die Leistung garantiert nicht schlechter als damals.

    Nun aber, woran liegt das? Liegt der Karrierehöhepunkt bei Frauen generell erst zwischen 30 und 35? Können sie länger konstant spielen?
    Was macht Garefrekes und Co. so gut, dass die jungen Spielerinnen kaum an ihr vorbei kommen?

    Möglicherweise würden die Spielerinnen von damals auf damaligem Stand heute nicht mehr mithalten können, doch hätten Mia Hamm, Kristine Lilly, Julie Foudy, Birgit Prinz, Kerstin Stegemann usw. bis heute gespielt, wären sie möglicherweise immer noch deutlich besser als die Jugend, selbst mit 41, 42 Jahren.

    Man sieht es doch an den aktuellen Spielerinnen: Abby Wambach, Christine Sinclair, Homare Sawa, Therese Sjögran, Marta, Aya Miyama, das ist die Creme de la Creme 2011 gewesen, alle schon 2003 dabei gewesen.

    Nur die USA haben es wirklich geschafft, mit Solo, Krieger und Morgan so langsam eine neue Generation aufzubauen, doch auch bei ihnen steht hinten in der Abwehr eine 38 Jahre alte Christine Rampone, die nicht ablösbar ist aus Mangel einer ebenbürtigen Verteidigerin.

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  • Markus Juchem sagt:

    Inka Grings hat 2003 die WM wegen einer Oberschenkelzerrung absagen müssen, es gab keine disziplinarischen Gründe.

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  • Maxemus sagt:

    @ Sheldon: „Wie erklärst du es dann…“

    Weil sie in Teams von 2013 und nicht 2003 spielen. Weder Garefrekes noch Müller machen Tore oder gewinnen Spiele im Alleingang. Gut zu sehen im Viertelfinale von Wolfsburg 2011 bei Garefrekes und Grings ! Zur Erinnerung: Sie schossen kein Tor.

    Erst wenn ich das Halbfinale von 2003 auf meinem Videorekorder in den schnellen Vorlauf schalte, sieht es tempomäßig aus wie ein BL-Spiel. Und Deutschland – Argentinien 2003 (6-1) ? Das wäre ein 17-0 für die N11 von 2013 gewesen !

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  • Sheldon sagt:

    @Maxemus: Aber eben auch keine andere. Wenn Garefrekes und Grings und Müller keine Tore machen, dann auch keine anderen Spielerinnen. Wer macht denn die Tore bei Wolfsburg, wenn Müller nicht trifft? Antwort: Niemand. Wenn überhaupt Pohlers.

    Müller hat 8 Tore geschossen, Keßler, Pohlers und Popp gerade mal 3. Pohlers hat dafür gerade mal 1/4 der Zeit von Popp und die 1/2 der Zeit von Keßler gebraucht. 11 von 25 Toren wurden durch diese Spielerinnen geschossen.

    Das Spiel gegen Argentinien würde heute nicht 17:0 ausgehen, aus einem ganz simplen Grund: Nach dem 4:0 oder 5:0 würde Deutschland das Spielen einstellen und träge werden. Bzw. die Argentinierinnen würden mauern wie die Kroatinnen.

    Mit Sasic haben wir gerademal eine Stürmerin, die das Prädikat „Internationale Klasse“ verdient unter den jungen, deutschen Stürmerinnen, und das ist Celia. Popp, Lotzen, Mittag und Bajramaj haben alle nicht die Konstanz dafür. Auch Maro noch nicht. Und Sasic sagt ja selbst, dass sie noch nicht Weltklasse ist. Das bedeutet, da gibt es noch reichlich Luft nach oben.

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  • Karl sagt:

    Fuer alle die die glauben frueher war alles besser habe ich ein Interressantes Interview gefunden.

    Birgit Prinz ueber die Entwicklung des Frauenfußballs.

    „Der Frauenfußball hat sich die ganzen Jahre immer weiterentwickelt. Es ist eigentlich so, dass die jungen Talente, die nachkommen, immer etwas besser sind als die Spielerinnen, die aufhören. Die Talente fangen viel früher an und werden zu Anfang viel besser gefördert. Es gibt viel früher Maßnahmen. Sie sind einfach besser ausgebildet als die Älteren, die aufhören. “
    http://www.gn-online.de/Nachrichten/Birgit-Prinz-Ich-wollte-immer-das-Maximum-48579.html

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  • Sheldon sagt:

    @Karl: Das erklärt immer noch nicht, wieso es dann in der Praxis umgekehrt läuft!

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  • Karl sagt:

    @sheldon: Ich denke immer noch dass das eine Verklaerung der Vergangenheit ist. Wenn du dir unter dfb.de – frauen – statistik – alle spiele mal die einzelnen Jahre anguckst ist am boden der jeweiligen Jahresseite eine Gesamtstatistik fuer das Jahr. Wenn du dir diese Statistiken fuer die vrschiedenen Jahre ansiehst wirst du erkennen dass sich da nicht viel geaendert hat ueber all die Jahre.

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  • Sheldon sagt:

    @Karl: Es geht mir hier nicht um Länderspielstatistiken, sondern einfach nur um die Frage, wieso die Alten besser halten, mehr Tore schießen, im Mittelfeld lange für Ordnung sorgten (Melanie Hoffmann und Viola Odebrecht), und wieso wir seit Hingst und Minnert keine vernünftigen IVs mehr haben, bei denen man sicher sein kann, dass sie sicher stehen. Es geht nicht um die Frage, ob man gegen Kasachstan oder gegen Kroatien nun 6 oder 16 Tore schießt, sondern darum, wie man gegen die großen Mannschaften auftritt.

    Und da muss man nunmal sagen, dass das Halbfinale 2003 der letzte Sieg gegen die USA war (das Elfmeterschießen beim Algarve-Cup 2006 als Unentschieden gewertet). In den letzten 4 Jahren gab es in 7 Aufeinandertreffen nur 3 Unentschieden und 4 Niederlagen. Und das ist der Gradmesser!

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  • shane sagt:

    „Und da muss man nunmal sagen, dass das Halbfinale 2003 der letzte Sieg gegen die USA war“

    nun, es war auch der erste. mithin nicht wirklich ein sample das zu der schlussfolgerung berechtigt, dass frueher alles besser war.

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  • Maxemus sagt:

    @ Sheldon: „die Frage, wieso die Alten besser halten, mehr Tore schießen, im Mittelfeld lange für Ordnung sorgten (Melanie Hoffmann und Viola Odebrecht), und wieso wir seit Hingst und Minnert keine vernünftigen IVs mehr haben, bei denen man sicher sein kann, dass sie sicher stehen.“

    Antworten: Torfrauen werden mit den Jahren erfahrener und deswegen besser. Hingst und Minnert hatten damals schlicht weniger Arbeit und standen keineswegs mehr so sicher, wenn es damals gegen Nationen wie Schweden und die USA ging. Hoffmann und Odebrecht haben in „alten“ Zeiten kaum in der Natio gespielt und hatten es in der BL sehr selten mit Topteams zu tun.
    Die Bilanz Deutschlands gegen die USA hat sich in den letzten Jahren verbessert. Neid verliert „nur“ noch jedes zweite Spiel 🙂
    Zusammengefasst: Die N11 hat den total notwendigen Generationswechsel bei der EM erfolgreich geschafft. Schon beim Algarve Cup wird der neue und durch den Titelgewinn im Selbstbewußtsein gestärkte EM zeigen, dass man sich vor Prinz und Co. nicht verstecken muss ! Und die anderen Nationen müssen zeigen, wie sie das hinkriegen ! Den USA scheint das ganz gut zu gelingen, bei Schweden und Japan sieht es nicht so aus und eine neue Fußballmacht neben den USA und Deutschland ist nicht in Sicht. Spanien ist davon weit entfernt. Ohne Vero Boquette , was wären die Spanierinnen ? Aber da ist auch das Problem. Die Zeiten, wo einzelne Spielerinnen über Wohl und Wehe des Teams entschieden, dass ist in der Entwicklung des FF eine vergangene und unnachhaltige Epoche.

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  • Sheldon sagt:

    @shane: Das stimmt nicht. Deutschland hat gegen USA vorher bereits in den 90er Jahren mehrmals gewonnen.

    @Maxemus: Die deutsche Mannschaft hat nur bei dem Algarve-Cup 2012 wirklich die Klasse gezeigt, die von ihr erwartet werden darf.
    Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich bei dem aktuellen internationalen Leistungsstand von Deutschland erwarte, dass man bei einer EM, wo man gegen Niederlande, Island, Norwegen, Italien, Schweden und nochmal Norwegen spielt, Minimum 20 Tore schießt.
    Niederlande 5:0
    Island 6:0
    Norwegen 3:1
    Italien 5:0
    Schweden 2:1
    Norwegen 2:1

    Das wären Ergebnisse, die standesgemäß wären.

    Ich denke nicht, dass es eine andere Mannschaft gibt, die eine echte Fußballmacht werden kann. Ich denke eher, dass Deutschland und vielleicht auch USA langsam aber sichtbar diesen Status verlieren.
    Und Rekorde, die man knacken kann, werden nie ausgehen.

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  • O. Christ sagt:

    Sheldon schrieb:
    „Und ich glaube, dass @laasee schon den Punkt trifft, wenn er darauf hinweist, dass Bajramaj, Marozsan, aber auch Celia ausländische Wurzeln haben. Denn ich glaube, man hat einfach eine andere Einstellung zu den Dingen, wenn man sich als Flüchtling durchbeißen musste.“

    Sicher, Bajramaj war Flüchtling. Marozsán hingegen ist als Kind nach Deutschland gekommen, als ihr Vater eine Stelle als Fußballspieler im Saarland angenommen hatte. Von politischer Verfolgung oder einem Bürgerkrieg in Ungarn konnte nicht die Rede sein. Šašić wurde in Bonn geboren. Zwar mit ausländischen Wurzeln, aber auch Angerer und Laudehr haben ein solches Elternteil. Und Lingors Eltern kamen aus der Sowjetunion.

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  • shane sagt:

    game is on. und nach 12min fuehrt spanien schonmal 1:0. das sieht nicht nach irgendwelcher verbesserung gegenueber der gruppenphase aus 🙁

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  • FFFan sagt:

    @ Sheldon:
    „@shane: Das stimmt nicht. Deutschland hat gegen USA vorher bereits in den 90er Jahren mehrmals gewonnen.“

    Aber nur in Freundschaftsspielen! Das 3-0 im WM-HF 2003 war tatsächlich unser einziger Pflichtspielsieg gegen die USA. Sonst wurde bei großen Turnieren gegen die ‚Amis‘ immer verloren:

    WM 1991: 2-5 im Halbfinale
    WM 1999: 2-3 im Viertelfinale
    OS 2004: 1-2 n.V. im Halbfinale

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