WM-Quali: DFB-Elf kommt erst spät in Fahrt

Von am 23. November 2013 – 15.56 Uhr 49 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat im vierten WM-Qualifikationsspiel den vierten Sieg gefeiert. Doch beim klaren Erfolg in der Slowakei brachten erst die Einwechslungen von Lira Bajramaj und Alex Popp Linie ins Spiel und ein standesgemäßes Ergebnis.

Die DFB-Elf kam vor 1 128 Zuschauern in Zilina zu einem 6:0 (1:0)-Erfolg, tat sich aber ähnlich wie beim Sieg gegen Kroatien lange Zeit schwer.

Späte Tore
Nadine Keßler brachte die deutsche Auswahl früh in Führung (8.), Anja Mittag schraubt das Ergebnis in ihrem 100. Länderspiel in die Höhe (57., 65.), ehe Keßler ihren zweiten Treffer erzielte (83.). Nur Augenblicke später gelang ihrer Vereinskollegin Alex Popp der fünfte deutsche Treffer (84.). Marozsán setzte den Schlusspunkt (87.).

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Leupolz in der Startformation
Bundestrainerin Silvia Neid nahm im Vergleich zu den Spielen zuvor einige Wechsel vor. So stand Almuth Schult für Nadine Angerer im Tor, Melanie Leupolz bildete zusammen mit Keßler die Doppel-Sechs. In Abwesenheit von Angerer übernahm Saskia Bartusiak die Kapitänsbinde.

Führung durch Keßler
Die deutsche Mannschaft ging früh in Führung, als Keßler einen Freistoß von Dzsenifer Marozsán mit den Haarspitzen ins Tor lenkte (8.). Doch wer gedachte hatte, der frühe Führungstreffer würde der deutschen Mannschaft Sicherheit geben, sah sich getäuscht.

Schwache erste Halbzeit
Nur selten kamen die DFB-Spielerinnen gefährlich vor das gegnerische Tor, ein Distanzschuss von Marozsán, den die slowakische Torhüterin Maria Korenčiová über das Tor lenkte, war die magere weitere Ausbeute der ersten halben Stunde (25.), Célia Šašić hatte mit einem Kopfball eine ihrer wenigen Chancen (30.).

Nur wenige Chancen
Marozsán war es dann, die hart bedrängt von Lenka Mravíková in den Strafraum eindrang und zu Šašić ablegte, Korenčiová war aber auf der Hut (39.). Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern ein wenig verändertes Bild, die deutschen Spielerinnen bewegten sich zu wenig, die slowakische Abwehr war nicht allzu beschäftigt.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

49 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    Man hätte im Spielbericht noch die beiden nicht gegebenen Elfmeter in der ersten Halbzeit nach klaren Fouls an Sasic und Marozsan sowie die Verletzung Bresoniks beim Aufwärmen erwähnen können.

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  • fisch sagt:

    Erst Lira’s Einwechslung brachte die deutsche Mannschaft auf Touren. Auf RA gibt es derzeit zu ihr keine Alternative. Mit ihr wurde auch Anja Mittag viel besser und mit ihren 2 Toren wirkungsvoller. Celia dagegen fällt ab, nicht erst seit heute.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Schade, dass die WCL-Spiele für dieses Jahr vorbei sind, da bekam man so einiges mehr geboten als bei der N11, denn da fehlte doch zuletzt nahezu alles! Oder lag das einfach nur am Fehlen von Lena und das Kessi nicht alles allein machen kann?

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  • dummkopf sagt:

    @entusi
    Habe nur 30.-60.Min gesehen.
    Was war/ist denn mit Bresonik. Sollte die von Anfang an spielen?
    Wurde gesagt, warum (Flügelflitzer) Behringer nicht eingesetzt wurde? Angeschlagen? Konsequenz aus schlechten Werten bei dem Fitness-Test?

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  • traumfee sagt:

    Es war wieder mal kein schönes Spiel. Außerdem hätte ich vorher sagen können, dass Tabea Kemme nicht zum Einsatz kommt. Anstatt das die Bundestrainerin mal den „gesetzten Spielerinnen“ eine kleine Pause gönnt, lässt sie lieber immer die gleichen spielen. Vielleicht täte das den Spielerinnen ganz gut, dann wäre der Konkurenzkampf da und manche würden sich wieder mal richtig anstrengen,aber die wissen ja dass sie gesetzt sind.

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  • dummkopf sagt:

    @sch.fut.

    +1

    Allerdings war das gg Kroatien mit Lena und ohne Kessi wohl auch nicht viel besser.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Muss ich Dich erst daran erinnern, dass beide von Dir Genannten angeschlagen bzw. nicht fit waren, dummkopf?! Ausserdem hatte ich das Ganze als Frage formuliert! 🙁
    Dennoch bleibe ich bei meiner Meinung, und „man“ kann sich ja mal durch den Kopf gehen lassen, weshalb die Vereinsebene zuletzt mehr Esprit, Spielfreude u.v.m. versprühte!

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  • dummkopf sagt:

    @schensch

    +1 heisst im Internet-Jargon: gefällt mir.
    Und ich habe das auch nur positiv gemeint!

    und weil du das als Frage formuliert hast, war das meine – hier aber eher beiläufige – Antwort.
    Verstehe bitte nicht alles was ich sage als Kritik an deinen Kommentaren, auch wenn ich dir anscheinend irgendwann einmal mit irgendetwas auf den Schlips getreten habe!

    Oft, und auch hier – Ich bleibe auch deiner Meinung!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    O.k., dummkopf, dann entschuldige meine falsche Wahrnehmung. 😉
    Ich bin nicht erst seit dem heutigen Spiel dermassen überzeugt davon, dass sich Kessi vor Maro in keinster Weise verstecken muss! Letztere profitiert in zu hohem Maße (wie auch eine Poppi) von Altlasten (U-WM), die kaum Bestätigung fanden.

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  • Jan sagt:

    Na also, geht doch! Super! Bin begeistert! – Also dass die dt. N11 in eine Mozart-Oper geht! 🙂
    Bloß Tore schießen müssen sie halt weiter üben… 😉

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  • enthusio sagt:

    @dummkopf:

    Bresonik hat sich beim Aufwärmen an der Wade verletzt.

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  • dummkopf sagt:

    @jan
    Na ich weiss nicht so recht.
    Das ist doch vor dem nächsten Spiel.
    Nicht dass die ein oder andere da Kopfschmerzen bekommt.
    Ich hoffe für die Mädels bloss, das ist keine Pflicht.
    Obwohl, Zauberflöte – Vielleicht zaubern sie dann bisschen mehr und spielen nicht nur Flöte.

    Und ausserdem hätten sie ja eine Bach-Oper nehmen müssen 😉

    @sch.fut.

    zu Kessler auch +1

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  • never-rest sagt:

    Die 1 Hz war zum Vergessen. Mittag stand gar nicht richtig auf dem Platz. Zum Schluss haben sich die Wechsel bzw. Umstellungen nach der Halbzeit und die bessere Kondition der N11 ausgezahlt.

    L. Maier hat mich wieder begeistert: Ballsicher, technisch versiert, zweikampfstark und mit unheimlich viel Dampf nach vorne. Daneben hat mich eigentlich nur noch N. Keßler mit zunehmender Spielzeit überzeugt, obwohl sie es eigentlich noch viel besser kann. Neben Ihren Spielmacherqualitäten im ZMF hat sie auch ein unheimlich gutes Timing beim Kopfballspiel und sich damit auch 2 mal selbst belohnt.

    D. Maroszan mit viel Licht, aber auch Schatten. Leider hat sie neben guten Freistößen / Ecken, guten Pässen und einigen technischen Kabinettstückchen auch viel zu viele leichte Abspielfehler im Angebot. Mir kommt es so vor, als wenn sie immer etwas zu viel will, anstatt erst einmal den einfachen Pass zu spielen.

    Richtig entäuscht war ich von Celia und von Mittag in der 1. Hz.

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  • Jens sagt:

    Elfmeter? Beider Trikotzupfer waren vor dem Strafraum. Tja, leider gingen beide Versuche aber leer aus. Sollte man also doch dann besser stehenbleiben, nicht unbedint gleich fallen, aber dann hätte die Slowakei frühzeitig in doppelter Unterzahl gespielt…

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  • wrack sagt:

    Während der ersten Halbzeit bin ich ungefähr nach dem 7 präzisen deutschen Fehlpass auf eine Slowakin eingeschlafen und sanft in die zweite Hälfte hinübergedämmert. Geweckt hat mich das Tor von Mittag, freilich blieb ich nicht lange wach. Wenigstens die letzten 10 Minuten habe ich dann gesehen und fühlte mich dann sehr erholt. Nicht wegen dem Spiel, sondern wegen dem Schlaf.

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  • Michele sagt:

    Celia war angeschlagen und wurde deswegen von der Bundesgöttin, aus dem TRaining genommen! Warum hat man nicht einfach Mittag ins Sturmzentrum gezogen? Celia war meiner Meinung nach auch nicht auf dem Platz! Ich habe sie eigentlich gar nicht wahrgenommen! Auch Popp hätte vorne spielen können. Aber Madame setzt lieber auf eine nicht gesunde Celia!

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  • Bernd Zeller sagt:

    Ich sehe es so, dass nach der Vorsaison, der EM usw. usw. am Jahresende einfach „die Luft raus ist“ … ist schwer, sich gegen solche Gegner dann nochmal zu motivieren, das sind im wahrsten Sinne des Wortes „Pflichtspiele“…

    Die Frage ist berechtigt, warum in einer solchen Situation nicht die eine oder andere „Nachwuchsspielerin“ eingesetzt wird, damit die eine oder andere „Stammspielerin“ eine mentale Pause bekommt (und natürlich eine sportliche)

    Mir fällt auf, dass Spielerinnen (Beispiel: Celia, Maro) in den Vereinen wesentlich befreiter aufspielen, als unter Frau N. in der N11…

    Für mich mal wieder absolute Weltklasse: Leo … ansonsten nach wie vor sehr gut: Lira und Anja … die anderen im Rahmen ihrer sportlichen Leistungsfähigkeit … lediglich Annike Krahn hatte einige schwache Momente…

    Ein Wort zu Maro: sie ist für mich eine Ausnahmespielerin…sie ist zwar nicht ständig präsent, aber ihr Spielverständnis und ihre Technik sind überragend…für mich sollte sie nach der WM bei einem europäischen Top-Club spielen…

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  • never-rest sagt:

    @Michele: Ok, wenn Celia nicht fit war, ist das sicher eine Erklärung für ihre schlechte leistung. Verstehe deshalb genau wie Du nicht die Aufstellung von Celia, wo es doch nur um einen bestfalls zweitklassigen Gegner ging. Genauso unverständlich ist für mich, dass A. Mittag immer wieder auf rechts außen gebracht wird, obwohl sie auf dieser Position nach meiner Erinnerung noch nie etwas gerissen hat.

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  • Altwolf sagt:

    Die 1.HZ war wirklich recht „grottig“ da kein Spielfluß durch eine „Unzahl“ an Fehlpässen zustande kam, allerdings auch dem Gegner geschuldet ist, da die Slowakinnen genauso wie zuvor die Kroatinnen, sehr aggressiv im Mittelfeld zu Werke gingen.In dieser Phase war klar zu erkennen,daß A.Mittag keine Spielerin für die Außenbahnen u.derzeit L.Bajramaj (was den derzeitigen N11-Kader betrifft) ohne richtige Alternative auf dieser Position ist.Andererseits berauben wir uns der Fähigkeit über rechts das Spiel zu eröffnen, da A.Krahn (warum auch immer) fast ausschließlich (nur wenige Ausnahmen über die Mitte) die Spieleröffnung Bartusiak überläßt und dadurch fast alle Angriffe über L.Meier vorgetragen werden,was natürlich auch der Gegner recht schnell realisiert u. schnelleres Umschaltspiel gut verhindern kann.A.Schult Passquote fast 100% angekommen (im Vergleich zum Rest) !,in der Defensive Bartusiak rel.sicher und durch die oben geschilderten „Eigenarten“ am auffälligsten neben der fleißigen aber auch fehlerhaften L.Meier.B.Schmidt erst zu sehen als mit L.Bajramaj auch über rechts das Spiel aufgezogen wurde.Eigentlich einige gute Szenen für Leupholz, aber noch keine spielbestimmenden Einflüsse , wie es auch erst in d.2.HZ N.Kessler gelungen ist.A.Mittag an diesem Tag in der Mitte deutlich effizienter als Celia,die genauso wie S.Laudehr nicht ins Spiel gekommen ist.D.Maroszan mit guten, wie auch schlechten Szenen, insbes. dann besser wenn L.Bajramaj in die Räume geht und das Spiel nach vorne bringt und sie eigentlich nur für Torgefahr sorgte.Davon profitieren dann auch A.Popp u.N.Kessler,da sie dann in den 16er aufrücken können.Insges. ein Pflichtsieg mit erwartetem Ergebnis.

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  • dummkopf sagt:

    @enthusi
    Danke für die Info.

    Beim Warmmachen verletzt heisst normalerweise, sie sollte von Anfang an spielen?

    Und Behringer?
    Da haben die Ergebnisse der Fitness-Tests mE schon eine Rolle gespielt. Die Fitness ist ja eben der Grund warum sie bei den (aller)Besten nicht ganz mithalten kann.
    Immerhin wurde sie zuletzt noch selbst als Flügelflitzer der auf dieser Position guten EM-Spielerin Leupolz vorgezogen.
    Nun war eine „6“ frei. Und da hat dann Behringer auf ihrer Position nicht mehr, sondern ausgerechnet Leupolz gespielt (die sicher Top-Fitnesswerte hat)

    Ich bräuchte jetzt nicht unbedingt eine Erklärung, warum Behringer trotzdem als LA besser ist als Leupolz, sondern fände es bloss interessant, ob da der Kommentator oder unser Traumpaar etwas über Behringer gesagt haben.

    Und dann schaun wir mal, wer in Kroatien wirbeln darf.

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  • Detlef sagt:

    Michele schrieb;
    „Warum hat man nicht einfach Mittag ins Sturmzentrum gezogen?“

    Das hat der „Fußballexperte Bernd Schmelzer“ doch klar und deutlich gesagt!!!
    ANJA muß auf die Flügel ausweichen, wenn sie in der Stammelf bleiben will, da Celia im Sturmzentrum absolut „alternativlos“ für die Bundesgöttin ist!!!

    OK, man hat zwar gesehen, daß es auch anders herum funktionieren kann, also Celia paßt von außen auf ANJA, und drin isser!!!

    Aber Dogmen sind halt sehr einfach und bequem!!!
    Vor allem dann, wenn sie von so „knallharten“ und „investigativen“ Journalisten wie Herrn Schmelzer schon im „vorrauseilenden Gehorsam“ herausposaunt werden!!!

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  • enthusio sagt:

    @ Jens:

    Das Foul an Celia in der ersten strittigen Szene war klar im Strafraum, aber bei dem Trikothalten bei Marozsan in der zweiten Szene hast Du Recht, das war noch vor dem Strafraum, allerdings Notbremse und damit Rot.

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  • Marcel sagt:

    Lira hat heut einfach den Unterschied gemacht, plötzlich war mal Tempo im Spiel und das ist ja auch die einzige Waffe um so eine 11er Abwehr zu knacken.
    Melanie Leupolz fand ich gar nicht so schlecht zwar noch etwas hektisch am Ball aber Kessler fand ich in der 1.HZ wesentlich schlechter, hoffe mal sie wurde nicht deshalb ausgewechselt.Die Problemzone waren eindeutig die Aussen die sich kaum durchsetzen konnten und wenn mal waren die Flanken eher von der harmlosen Sorte.
    Gegen Kroatien wirds wohl das gleiche Spielchen geben bin gespannt ob man da sich ein bisschen besser drauf einstellt.

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  • Sheldon sagt:

    Konnte das Spiel leider wieder nicht sehen, aber allein an der Aufstellung konnte man ein solches Spiel erwarten.

    Wieso? Wer sollte denn da das Spiel gestalten? Die „6“ mit Leupolz und Keßler wird es hoffentlich so nicht geben, denn keine von beiden ist eine typische Spielgestalterin.

    Dort hätte man vielleicht mal Marozsan zurückziehen sollen und daneben Behringer oder auch Maier reinschicken.

    Du brauchst Spielerinnen im DM, die tiefstehen, auf die die Gegenspielerinnen keinen Zugriff haben und die die Ideen entwickeln. Keßler und Maro stehen in dem N11-System zu hoch, Leupolz ist ne Flügelspielerin.

    Gegen tiefstehende Mannschaften muss der Spielaufbau bereits von hinten konsequent kommen, da die vorderen Optionen meist dicht sind und dort nur noch One-Touch auf hohem Tempo möglich ist.
    Und da war das mit Bartusiak, Krahn, Keßler und Leupolz von Anfang an klar, dass da nicht viel zusammengeht.

    Ich denke, dass es in der N11 dort ein Umdenken geben muss, sowohl, was den Wert solcher Spiele betrifft und wie man wieder dahinkommt, dass man solche Spiele wieder bestimmen, kontrollieren kann, und das nicht nur athletisch und kämpferisch, sondern spielerisch.

    Ein Personalschnitt bzw. personelle Veränderungen in der 1. Elf werden dabei nicht ausbleiben. Man hat – ähnlich wie bei Wolfsburg – das Gefühl, dass die Mannschaft in eine Art Dornröschenschlaf wie vor der WM 2011 gefallen ist, wo man seinen Trott immer wieder neu herunterspielt und der Kopf keine neuen Ideen produziert.
    Und da sehe ich Neid – wie Kellermann bei Wolfsburg – in der Pflicht, neue Akzente zu setzen, neue Sachen auszuprobieren, damit man aus dem Trott hinauskommt und wieder frisch wird.

    Das können personelle Umstellungen sein, das können taktische Veränderungen sein (wie bei so einem Spiel nicht mal mit ner defensiven 3er-Kette spielen), das kann aber auch der Motzki sein, der die Messlatte einfach mal höher legt und über Perfektionismus fordert.

    Bei Bell kann man sehen: Er hat umgestellt (Behringer auf die „6“, Maro auf die „6“, Ando auf die „10“, Laudehr als IV), er hat eine neue Struktur in die Mannschaft gebracht und vor allem hat er die Forderungsmesslatte höher gelegt.

    Vielleicht würde auch irgendwann mal ein Trainerwechsel gut tun…

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  • Jennifer sagt:

    Spiel SLO – GER in voller Länge als Stream auf ARD:

    1. HZ:
    2. HZ:
    Nachbericht mit u.a. Anja Mittag:

    ARD, Deutsch.

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  • Matze sagt:

    Das nenn ich Talent! Zu einem Spiel, das man nicht gesehen hat, so einen ellenlangen Kommentar abgeben. Respekt, Sheldon.

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  • Pauline sagt:

    @Matze
    da brauchst du kein Talent. Die Qualität(Spielniveau) der einzelnen Spielerinnen ist bekannt und manche wie Beispielsweise eine Krahn kannst du nicht mehr ändern. (Ballannahme hinter das linke Standbein dribbeln nach links dann dribbeln nach rechts und Ball schlagen Richtung links oder ins nirgendwo,wenn es gut geht vielleicht noch rechts dann aber relativ unkontrolliert.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Du kannst so „herrlich“ provozieren, insbes. wenn du noch zusätzlich bewußt darauf hinweist,dieses aktuelle Spiel nicht gesehen zu haben.Diese deine „Fähigkeit“ ist deshalb auch ein bedeutender und belebender Faktor dieses Forums.Deshalb gehe ich auch wieder einmal auf deine „Thesen“ ein, obwohl ich zugeben muß längere Zeit darüber nachgedacht zu haben, ob ich antworten sollte.
    P.S. Nur das ich das nicht falsch verstehe – den Trainer in Frankfurt wolltest du aber jetzt nicht schon wieder wechseln oder?:)
    „Wer sollte denn da das Spiel gestalten? Denn keine von beiden Spielerinnen ist eine typische Spielgestalterin.“ Was muß denn in deiner Vorstellung eine „typische“ Spielgestalterin mitbringen und welche Eigenschaften und Fähigkeiten bringen die von dir vorgeschlagenenen M.Behringer u. D.Maroszan davon mit?
    In meinem Verständnis war bisher ein als Spielgestalter charakterisierter Spieler so der Typ Diego, in der Regel als 10er positioniert, dieser jedoch wohl im „modernen“ Fußball nicht mehr so gefragt ist und mehr auf die 6er Positionen mit defensiver u.offensiver Aufgabenteilung Wert gelegt wird,im Idealfall sogar im Wechsel untereinander.
    „Und da sehe ich Neid in der Pflicht, neue Akzente zu setzen, neue Sachen auszuprobieren“ Da hat sie sich mal zu einem „Experiment“ mit Leupolz entschlossen, also was „Neues“ versucht und du „prügelst“ sie! Man kann ja nicht „nur“ Spielerinnen des 1.FFC ausprobieren. Die Fähigkeiten eines P.Lahm haben dir sicherlich Mut gemacht den Vorschlag mit L.Meier im MF zu machen,aber da tust du ihr mit ihren 20 Jahren keinen Gefallen soviel Verantwortung übernehmen zu müssen, nachdem sie nun gerade mal einige Monate bei Bayern u. in der N11 spielt.Aber kann man P.Lahm ( 10 Jahre auf höchstem Niveau) mit L.Meier irgendwie vergleichen? Eine Änderung sollte sicherlich stattfinden und zwar auf der re.IV-Position,denn entweder A.Krahn entdeckt die Möglichkeit auch über rechts das Spiel zu eröffnen und zwar ähnlich intensiv, wie über links oder man schaut sich mal nach einer Alternative um,die das dann auch macht.L.Wensing sehe ich da nicht.
    „Toll“ finde ich deine Begeisterung für C.Bell,der alles richtig macht und bei dir inzwischen eine „Reputation“ genießt, die selbst J.Gardiola blaß werden läßt, wie auch deine Gleichstellung und Vergleiche von N11 und WOB sehr anerkennend sind, auch wenn vielleicht nicht so beabsichtigt.:)

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf:

    1. Spielgestalter – der Spielgestalter heute spielt deutlich defensiver. Das ergibt sich auch aus dem System. Wer mit 4-2-3-1 spielt, spielt im FF normalerweise mit hängender Spitze. Wolfsburg beispielsweise spielt ja sogar mit ja meist mit 2 Stürmerinnen. Im Vergleich zum Raute-System ist es natürlich, dass der Spielmacher nun auf die „6“ gerutscht ist.
    Bei Potsdam ist es sogar noch anders. Dort ist es offensiv ähnlich, nur dass die zweite „6“ in der IV ist. Das bedeutet, die Spielgestaltung und Spielorganisation teilen sich Elsig, Kemme und Mjelde.

    Wie und wo ein Spielmacher bzw. eher Spielorganisator anzusetzen ist, ist vom Gegner abhängig. Immer dort, wo der Gegner weniger Zugriff hat. Je defensiver sich der Gegner postiert, desto weiter hinten, um dem Zugriff zu entgehen. Spielt der Gegner selbst offensiv, ergeben sich auch für die eigene Mannschaft offensiv Räume, wo ein Spielmacher sich bewegen kann.

    Sieht man Behringer oder Kemme, sind das sehr defensiv stehende Treiberinnen, die sowohl defensiv den Laden zusammenhält als auch offensiv die Ideen, die Akzente gibt. Ich denke, dass Behringer eine viel wichtigere Position als Marozsan bei Frankfurt hat. Denn Behringer holt sich die Bälle aus der Abwehrmitte und verteilt sie dann und entscheidet damit beispielsweise, ob ein Spielzug über rechts, über links oder durch die Mitte läuft. Das ist genau die Aufgabe des Spielmachers.

    2. Leupolz – Leupolz hat diese Position noch NIE gespielt, weder in irgendeiner N11 noch bei Freiburg. Wieso stellt Neid sie also auf? Das hat für mich eher den Eindruck von Notlösung, weil Leupolz schon in der N11 mal gespielt hat und eine Elsig zum Beispiel nicht.
    Wie komme ich auf Maier für die „6“? Maier hat schon bewiesen, dass sie sowohl defensiv als auch offensiv gut agieren kann und wurde in der N11 schon auf 4 Positionen eingesetzt. In den Spielen, wo sie auf den Offensiven Außenbahnen eingesetzt wurde, zog sie auch häufig in die Mitte.

    Ich denke, dass sie generell auf der „6“ besser aufgehoben wäre, anhand ihrer Qualitäten. Beispielsweise ist sie sehr lauffreudig, besitzt aber nicht die Sprintschnelligkeit. Auf der „6“ muss du viel ackern, aber hast selten sehr schnelle, lange Sprints.

    Und im Vergleich zu den anderen kann ich mir vorstellen, dass sie dort eine echte Alternative ist, ähnlich wie Kemme (die ja sowohl Stürmerin als auch Mittelfeld als auch Abwehr gespielt hat). Das sind einfach die vielseitigsten Spielerinnen Deutschlands.

    3. Wolfsburg und N11 – Vergleiche mit Wolfsburg ziehe ich immer auf Grundlage der erreichten Erfolge. Bei Bayern ist das das Triple, bei der N11 ist es die dominante Position im FF. Ich sehe es immer so, dass Erfolg, dass Können und Qualität immer auch Verantwortung mit sich bringt. Deswegen kannst du dich geehrt fühlen, doch solltest dann auch immer auch die Konsequenzen mittragen. Dann muss man auch fordern dürfen und es auch selbst tun. Auf die Dauer immer Understatement abzugeben, heißt, sich um Verantwortung zu drücken!

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  • waiiy sagt:

    „Popp und Bajramaj retten das Spiel…“

    und mal wieder wird vom Trainerstab nicht begriffen, dass die stromlinienförmigen Spielerinnen auf dem Platz nicht reagieren können, wenn etwas passiert, womit man nicht rechnet. Da müssen dann die Spielerinnen rein, die Herz mitbringen, die eben auch kämpfen, die was probieren (auch wenn es mal schief geht), die die Mannschaft mitreißen.

    Bei mir hätte Bajramaj schon längst die Binde um den Arm und alle Freiheiten. Aber das wird wohl nie passieren. Beamtenfußball statt Leidenschaft. Wir sind damit erfolgreich, aber keiner schaut mehr hin. Warum wohl blieb der Boom nach der WM im eigenen Land aus…

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  • shane sagt:

    „nicht reagieren können, wenn etwas passiert, womit man nicht rechnet“

    was ist denn passiert, womit nicht gerechnet wurde? war doch allen voellig klar vorher, dass die slowakinnen sehr defensiv agieren werden.

    recht hast du freilich damit, dass D meist nur schwer damit umgehen kann, wenn schema F nicht funktioniert. bei solch schwachen gegnern wie kroatien und slowakei reicht dann meist noch, sich einfach durchzubeissen – irgendwann geht der gegner im angesicht der dt. physis in die knie. bei staerkeren gegnern ist es ein ernsthaftes problem, wie sehr huebsch vorgefuehrt durch japan in 2011.

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Sehr guter Kommentar. Trifft meines Erachtens ziemlich das, was auch ich als vornehmliches Problem sehe.

    Es gibt ein Schema, eine Taktik, die immer funktioniert hat und immer funktionieren wird. Anstatt mal darüber nachzudenken, was man verändern könnte, werden lieber die Ziele nach unten korrigiert, mit dem legitimen Hinweis, dass die anderen Teams sich ja auch verbessern und dass das ja nur ein Zeichen für die erhöhte Qualität im FF sei.

    Eindimensional oder eben stromlinienförmig – hier muss sich was ändern. Da müssen wieder Charaktere auf dem Platz stehen, die die spielerische Qualität und auch auf dem Platz selbständig merken, wenn was verändert werden muss. Die Ruhe ins Spiel bringen, wenn es hektisch wird, die das Tempo forcieren, wenn die Partie droht einzuschlafen, die die Mitspieler einerseits zu Kombinationsfußball, andererseits auch zu Distanzschüssen anhalten, wie es das Spiel gerade will. Und ich denke, dass es in Deutschland eigentlich nur eine einzige Spielerin gibt, die diese Übersicht und die dafür notwendigen Fähigkeiten so komplett mitbringt, und das ist Leonie Maier. Es ist mir ein Rätsel, wieso sie bei Bayern so untergeht. Da muss ich Wörle durchaus tadeln. Spielerinnen wie Bajramaj, Popp, Baunach, Kemme, Schmidt, Celia oder Mittag besitzen diese Qualität durchaus auch und haben sie schon gezeigt, auch Laudehr, Goeßling, Keßler und Behringer würde ich das zutrauen, doch sie alle besitzen nicht die Konstanz in ihren Leistungen und werden bei dem Versuch, das Spiel an sich zu reißen, häufig selbst hektisch.

    Außerdem ist Maier von allen Spielerinnen die mit Abstand kompletteste Spielerin, hat sie doch schon gezeigt, dass sie LV/RV (N11), LA/RA (N11) und IV (Bad Neuenahr) spielen kann. So dürfte sie auch in der Zentrale durchaus große Qualitäten mitbringen und ist für mich die „6“ schlechthin im FF.

    Um sie würde ich ein Team aufbauen, auf den Außenverteidigerpositionen mit Schmidt und Baunach, in der IV mit Kemme und Elsig, neben ihr Marozsan, auf den Außenstürmerpositionen mit Popp/Dallmann und Bajramaj, und zentral vorne mit Celia und Islacker/Popp.

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  • FFFan sagt:

    @ Bernd:
    „Ein Wort zu Maro: …für mich sollte sie nach der WM bei einem europäischen Top-Club spielen…“

    Unbedingt! Aber warum erst nach der WM? Wenn die Entwicklung weiter so positiv verläuft, wird sie schon nächste Saison bei einem europäischen Top-Club spielen – OHNE den Verein zu wechseln!

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  • Sheldon sagt:

    @FFFan: Spielt sie schon. Ihr Team ist immerhin das einzige Team, das dem aktuellen CL-Sieger in dieser Saison eine Pflichtspielniederlage nach 90 Minuten beigebracht hat.

    Es könnte sein, dass im CL-Finale zwei deutsche Mannschaften stehen werden, von denen keine dieses Jahr deutscher Meister werden wird. Das zeigt auch mal wieder, wie hirnrissig die aktuelle Regelung der CL ist.

    Marozsan spielt also mittlerweile schon längst in einem absoluten Top-Club.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Die Spieleröffnung obliegt normalerweise den Spielerinnen der IV und der Spielaufbau im Sinne eines Spielsystems dem defensiven u.offensiven MF, die sich immer auch als Anspielstationen für die IV anbieten müssen, um variabel zu bleiben und um nicht, wie gegen die Slowakei, alles über die linke Außenbahn abzuwickeln.Die Fortsetzung ist nun das Miteinander von Links- u. Rechtsaußen mit den beiden zentralen MF-Spielerinnen den Raum bis zum 16er zu überbrücken und dort entsprechend mit Pässen in den freien Raum oder mit Kurzpaßspiel in Positionen zu gelangen, die einen Abschluß auf das gegenerische Tor ermöglichen.Im Falle des Ballbesitzes der Gegenspielerinnen müssen nun insbes. die beiden zentralen MF-Spielerinnen die Räume zentral zustellen u.durch entprechendes Attackieren gegen die Ballführende den Ball zurückgewinnen.Was nun die Positionierung der 6er betrifft kann ich dir nicht ganz folgen,denn wenn der Gegener sehr tief steht, rückt auch die defensive 6 mit nach vorn so bis kurz hinter die Mittellinie um auch einerseits anspielbar zu sein, wie auch gegenerische Pässe oder lange Bälle abzufangen, wobei dann auch das Abseitsstellen gefragt ist.Nur so kann ich auch entsprechenden Druck aufbauen und dadurch zu Befreiungsschlägen und unkontrollierten Pässen zwingen. Stehe ich weiter hinten,mache ich den Raum zwischen Defensive zur Offensive zu groß und die „Kompaktheit“ geht verloren.Bei einem offensiv spielenden Gegner mit schnellen Stürmerinnen muß ich da etwas tiefer gestaffelt stehen um den Raum bis zum eigenen 16er nicht zu offen anzubieten.Soweit der „theoretische“ Teil.
    Wenn M.Behringer sich die Bälle von hinten holt, um nicht wieder allein S.Bartusiak das Spiel eröffnen zu lassen und sie dann entscheidet den Ball nach links oder rechts zu spielen, ist das für mich keine Spielgestaltung, sondern nur eine Verlängerung der Spieleröffnung.Die Spielgestaltung entscheidet das Tempo des Angriffs,das Timing der Pässe auf die Flügel bzw.ins Zentrum ob flach oder hoch angespielt wird oder den Seitenwechsel, eine Doppelpaß-Einlage, das Ballhalten und auch das „leidige“ Rückpaß-Spiel, genauso wie das frühzeitige Attackieren oder das Zustellen der zentralen Räume und das Doppeln von gegenerischen wichtigen Spielerinnen.Solltest du das bei M.Behringer oder bei D.Maroszan erkennen,dann sind sie auch nach meinem Dafürhalten Spielgestalterinnen.
    Aber L.Meier auf der 6 ? Nein, da stimme ich dir nicht zu.All ihre Qualitäten wie Schusstärke insbes. mit dem li.Fuß aus dem Halbfeld kommend und ihre Unbekümmertheit mit dem Mut zum Abschluß oder den Flankenläufen wären dahin und müssten einem abgeklärten strategischen Denken und Handeln weichen und das mit 20 Jahren.Das macht ihr keinen Spaß und ihre Spielfreude ist dahin (hypothetische Behauptung). Da wäre T.Kemme schon weiter und abgeklärter, wenn mir auch oft zu „ruppig“ und zu wenig durch läuferische Lösungen glänzend.
    Die WOB-Litanei lasse ich jetzt mal zur „Schonung“ aller anderen User, außen vor.
    @wally.Mit der Binde fesselst du sie und sie wird ihren „Esprit“ und damit ihre kreativen und schöpferischen Fähigkeiten verlieren, da sie sich zu verantwortlich für den Spielverlauf fühlen wird und eher verkrampfen läßt.Nicht umsonst sind die Kapitäninnen meist Spielerinnen der Defensive oder des MF und immer öfter auch die Torhüterinnen.So ist für WOB N.Kessler die ideale Kapitänin.
    Kämpferische Qualitäten, unbedingter Siegeswillen, 100%iger Einsatz immer im Sinne der Mannschaft sind Charaktereigenschaften und haben vordergründig nichts mit „stromlinienförmig“ zu tun,sondern kritische Geister, die mitdenken und auch nach Lösungen für einen besseren Spielablauf suchen insbes. wenn es klemmt und von der „Linie“ keine Korrekturen oder Anweisungen gegeben werden, waren damit wohl gemeint.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Da irrst du leider,denn ein deutsches CL-Finale ist wegen der möglichen Halbfinalbegegnung vom amtierenden Vizemeister TP und amtierenden Meister WOB nicht mehr möglich.
    Nun verfügst du auch noch über „prophetische“ Fähigkeiten – die Meisterschaft ist offenbar für dich schon entschieden und das nach einem „Pokalspiel“! 🙂
    Ein Sieg über WOB und schon ist die Meisterschaft abgehakt.

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  • shane sagt:

    „Es könnte sein, dass im CL-Finale zwei deutsche Mannschaften stehen werden, von denen keine dieses Jahr deutscher Meister werden wird. Das zeigt auch mal wieder, wie hirnrissig die aktuelle Regelung der CL ist.“

    noe, koennte nicht sein. wenn beide durch ihre viertelfinals kommen, dann treffen sie sich im halbfinale.

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  • dummkopf sagt:

    Dass Maro noch nicht bei einem Top-Club spielt, war wohl mehr ein durchaus gelungener Scherz von Bernd, als ernst gemeint.
    Natürlich tut das jede bei den grossen Vier, wenn nicht noch mehr.
    Inwieweit man in die Bezeichnung beim FFC allerdings das Management und den Stadionsprecher einbeziehen will, muss jeder für sich selbst entscheiden.
    Ich lasse es mal aussen vor.

    @sheldon.
    Deine CL-Pläne würde ich auch sehr unterstützen. Allerdings ist die Tatsache, dass der CL-Sieger nicht nationaler Meister ist, auch bei der Männer-Regelung sicher schon öfter vorgekommen, mithin kein allzu aussagekräftiges Argument.

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  • dummkopf sagt:

    @altwolf,@sheldon
    Das ist ja interessant zu sehen, wenn zwischen euch mal nicht die Wolfsburg-Fetzen fliegen.
    Allerdings fehlt da ja fast ein bisschen der Pfeffer, wenn ihr jetzt über die Unterschiede zwischen Spiel machen, Spiel eröffnen und Spiel gestalten streitet.
    Sogar das Thema, wieviele Grüne in die N11 gehören, wird ausgeklammert. Ich weiss noch als ich nach den ersten beiden Spielen meinte, dass Maier bei Bayern als RV verschenkt ist, und sheldon energisch den Hrn Wörle verteidigt hat. Naja, da warst du ja auch noch nicht so arg in Frankfurt verknallt 😉

    Bei der N11 ist natürlich das Mittelfeld nicht so sehr das Problem wie bei Bayern, daher hiesse auch hier das Zauberwort: ausprobieren!
    Es gibt einfach Spieler, die fühlen sich besser, wenn sie aussen spielen, obwohl ihre Anlagen eigentlich innen besser zur Geltung kommen müssten. Das kann man wie vieles andere auch nur durch ausprobieren herausbekommen.

    Man hat aber inzwischen gemerkt, dass es wohl gewichtige und gute Gründe gibt, warum Fr. N.v.D. in der N11 fast nichts ausprobiert.
    Also lieber sheldon, wird dir diesbezüglich nur die Hoffnung auf Bayern bleiben.
    Und uns nach dem Zwischenhoch Russland-Spiel wieder der N11-Alltag einholen, wo zwar nichts getestet wird, aber das Spiel trotzdem so aussieht, als wäre alles noch mitten in der Testphase.

    Der Tatsache, dass selbst der heiss-glühendste aller heiss-glühenden N11-Fans, Kollege wrack, den Hallo-wach Test verschläft, ist nichts hinzuzufügen.

    Was passiert da wohl erst mit den „unerfahrenen“ Frauenfussballfans an den Fernsehschirmen. Gute Werbung sieht anders aus, befürchte ich. Vor allem, wenn es kein einmaliger Ausrutscher ist.

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  • waiiy sagt:

    @Altwolf: Ich denke, Lira würde mit Binde noch stärker werden. Aber das ist sicher eine Charakterfrage der Spielerin und auch der Trainerin, weil man ihr dann wirklich den Star-Status geben würde und die Hierarchie danach umbauen müsste. Aber sie führt eben auch gern. Das hat sie in Potsdam sofort gemacht und gedurft und das obwohl Spielerinnen wie Odebrecht, Zietz, Mittag und Peter mit in der Startelf standen. Hierzu nochmals und wiederholt meine Hochachtung an Schröder, dass er das zugelassen, ja sogar forciert hat damals, weil er sonst immer ein Verfechter der Mannschaft als Ganzem ist. Bei Lira gibt es in meinen Augen nur ein Problem, dass sie natürlich in ihrer Kritik gegen das Schiedsrichterteam oft sehr, manchmal zu weit geht. Das kann dann natürlich ins Auge gehen. Aber das Risiko wäre es mir wert.

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  • Altwolf sagt:

    @Dummkopf.Ich merke an deinen Äußerungen,daß dir die vorangegangenen Kommentare nicht so den „Spaß“ gebracht haben.Dies war jedoch beabsichtigt,denn ich habe mich mal als „Spielgestalter“ gegeben und das Tempo, die „Härte“ der Zweikämpfe herausgenommen und das Spiel auf eine andere Ebene (Spielerinnen des 1.FFC u.L.Meier) verlagert.Auch ist es mir nicht wichtig, ob die Zahl der „Grün-Weißen“ in der N11 die Zahl anderer Clubs übertrifft oder nicht, denn in den „wirklich“ wichtigen Spielen sollen die spielen,die die Qualität der N11 auch erhöhen und zum Erfolg beitragen.Wenn man zu den TOP-Clubs gehört und viele deutsche Spielerinnen in der Stammformation hat,werden zwangsläufig einige dabeisein.
    Ein wenig „wirr“ finde ich allerdings diese Wortspielerei „.. die Tatsache, dass der CL-Sieger nicht nationaler Meister ist.“ Es handelt sich schließlich immer um die der Qualifikation folgende Saison. Wie soll das anders gehen? Oder nur die Meister dürften in die CL ( bedeutet großen Qualitätsverlust siehe TP-OL ).Wobei der Meister im Jahr 2013(kalendarisch gesehen) auch CL-Sieger in 2013 wurde.Der Meister in 2014, wenn es denn der 1.FFC wäre,könnte nicht im Jahr 2014 CL-Sieger werden! Also @Sheldon, keine sehr sinnige Aussage.Und @Dummkopf,was willst du da an @Sheldons CL-Plänen unterstützen?
    @wally.Ich empfinde L.Bajramaj viel zu temperamentvoll um in einem Team integrativ und ausgleichend zu fungieren bzw. die Mannschaft nach Außen zu repräsentieren und diese auch gegenüber den Funktionsträgern zu vertreten.Aber vielleicht habe ich aus der Distanz auch ein anderes Bild von ihr.

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  • dummkopf sagt:

    @altwolf.
    Wer die CL gewinnt, holt oder holte sich nicht immer im gleichen Jahr auch immer den nationalen Meistertitel.
    2012 spielte auch Bayern-Chelsea CL-Endspiel. Keiner war glaube ich in diesem Jahr nationaler Meister.
    Es wäre -wenn das möglich wäre- also auch nichts besonderes gewesen, wenn Wob-TP das CL-Endspiel 2014 hätten, und keiner von beiden auch die nationale Meisterschaft holt.
    Deshalb spricht so etwas nicht gegen den Modus der CL, wie sheldon vermutete.

    Ich fände es gut, wie sheldon es einmal vorgeschlagen hat, die Europa Top-Teams Gruppenspiele statt ko-Runden spielen zu lassen, so dass diese Teams pro Saison jedenfalls mehrmals gegeneinander antreten können.
    Gestrichen werden müssten dafür diese unsäglichen nach Randsportart und Amateursport aussehenden Spiele mit Riesen- Leistungsunterschied sowohl bei N11 als auch in der CL.

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  • Altwolf sagt:

    @Dummkopf.Leistungsgerechter wäre das sicherlich schon,aber dann würde sich doch die Zahl der Spiele durch die Gruppenspiele wahrscheinlich erhöhen und von den kleineren Vereinen der Euroländer könnten sich den Aufwand die überwiegende Zahl wohl kaum leisten.Dann wäre evtl.das Ausweiten der bisherigen Gruppenspiele mit weniger gesetzten Clubs und Einsatz der KO-Spiele ab 1/8 Finale noch der gangbarste Weg.Aber die UEFA hat auch die Interessen der kleineren Fußball-Länder zu vertreten und da wird es wohl dran scheitern.

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Deine Beiträge haben auch schon mal mehr Sinn gemacht. Klar, wenn du dich als Spielgestalter siehst, kannst du natürlich alle Bälle ins Aus schießen, dann haben irgendwann sowohl deine Mitspieler als auch deine Gegner keinen Bock mehr.

    Zu der Diskussion um die Aufstellung in der N11:
    1. will ich dazu festhalten, dass Deutschland unter den Nationalmannschaften neben den USA die einzige Mannschaft ist, die sich permanent vor die Aufgabe gestellt sieht, das Spiel zu machen. Diese Feststellung, die einige vielleicht als sehr negativ betrachten mögen, sehe ich allerdings als enorm positiv. Denn damit ändert sich das Spiel vom Aufbau nicht wirklich. Der einzige Unterschied besteht letztlich doch nur darin, mit welchem Engagement der Gegner verteidigt/verteidigen kann.

    2. Demzufolge ist das Spiel letztlich immer gleich zu gestalten, nämlich in Erwartung des größtmöglichen Abwehrdrucks. Deutschland muss nur jedes Spiel so angehen, wie sie ein Spiel gegen die USA oder Frankreich angehen würden, dann kommen auch die Siege zustande.

    3. Das bedeutet, zunächst einmal brauchst du die 11 Spielerinnen Deutschlands, die die Trias Ballkontrolle, Passgenauigkeit und Geschwindigkeit am besten mitbringen. Dazu kommen noch weitere Stärken wie Zweikampfverhalten, Stellungsspiel, Schussgenauigkeit, Schusskraft, die positionsabhängig sind. Doch die ersten drei sind immens wichtig.

    4. Jetzt muss man schauen, welche Spielerin sich auf welcher Position eignet, und wie man das Spiel aufziehen will. Als Grundsystem nehme ich das neumodische 4-2-3-1, vor allem, weil es erstmal recht normal wirkt. Doch letztlich ist der Hauptgrund der, dass es immens flexibel mit den richtigen Spielerinnen ist. Zunächst würde ich tatsächlich eher im 4-1-4-1 spielen, die zweite defensive Mittelfeldspielerin ist eigentlich ein zweiter „10“er.
    Dieses 4-1-4-1 kann man nun relativ schnell in ein 2-3-2-3, in ein 3-4-3, in ein 5-4-1, in ein 4-1-2-1-2 und noch so einiges anderes verwandeln.

    Gespielt wird dabei wie folgt: 3 spielende Innenverteidigerin, 2 Flügelläuferinnen, 1 zentrale Kreativspielerinnen, 2 Flügelstürmerinnen und eine Mittelstürmerin.

    Die 3 Innenverteidigerinnen verteile ich so, dass sie die beiden IVs und die defensivere DM-Position übernehmen. Der Vorteil: Bei gegnerischem Angriff hat man in der Abwehr mit 3 zentralen Verteidigerinnen deutlich mehr Stabilität. Im Angriff dann wechseln sich die drei jeweils ab, wer nach vorne geht. Alle drei müssen dabei die Fähigkeiten sowohl eines Eisenharten Abräumers als auch eines Spieleröffners und -lenkers mitbringen. Diese drei sind die letzten Anspielstationen in der Defensive.

    Die 2 Flügelläuferinnen müssen vor allem schnell sein und Ausdauer haben. Im Idealfall spielen sie im Spiel alles von Außenverteidigerin über Außenmittelfeldspielerin bis zur Flügelstürmerin. Bis in die Abwehr gehen sie eigentlich nur bei gegnerischem Angriff mit zurück, um dort die Flügel dichtzuhalten. Ansonsten sind sie eigentlich Mittelfeldspielerinnen, die eigentlich fast immer in der gegnerischen Hälfte stehen. Zu Flügelstürmerinnen werden sie dann, wenn die Offensiven Außenspielerinnen in die Mitte rücken und damit die lange Bahn freimachen (bei Garefrekes und Schmidt gibt es gegen Bayern und gerade auch gegen Sindelfingen einige gute Beispiele dafür).

    Die 2 Kreativspielerinnen sind nunmehr wirklich für die Akzente zuständig, während die Innenverteidigerinnen für die Struktur zuständig sind. Sie sind zwei Spielerinnen, die so ziemlich alles können müssen. Bei gegnerischem Angriff sind sie die erste Verteidigungslinie, entweder in einem 5-4-1 oder einem 4-5-1 und müssen sich bis in die Mitte der eigenen Hälfte mindestens zurückfallen lassen. Bei eigenem Angriff teilen sie sich normalerweise die „10“ oder besetzen bei einem 2-3-2-3 die Halbpositionen. Bei einer Umstellung auf ein 4-1-2-1-2 stößt dabei eine Spielerin zu Celia vor. Sehr interessant wird es bei dem Einrücken der Außenstürmerinnen, was ich mit als am schwierigsten zu spielende taktische Variante ansehe, gleichzeitig aber auch die, die die meisten Möglichkeiten bietet, sie zu Ende zu spielen. Bei dieser Variante verhält es sich so, dass die Außenstürmerinnen einrücken, um für die Außenverteidigerinnen auf den Außenbahnen Platz zu schaffen. Dadurch rücken die beiden Kreativspielerinnen formal quasi ins zweite Glied auf die AV-Positionen.
    Diese Spielsituation ergibt sich normalerweise vor allem dann, wenn eine Außenstürmerin kurz in der Hälfte der gegnerischen Hälfte, 25 Meter vor dem Tor, den Ball hat. Diese rückt dann ein, ihre Partnerin auf der gegenüberliegenden Seite tut dies ebenfalls. In dieser Situation tun sich die wohl meisten Möglichkeiten auf: Damit es nicht zu unübersichtlich wird, spiele ich das mal mit Namen durch:

    Nehmen wir an, Bajramaj kommt in dieser Position rechts an den Ball ihr Gegenüber die gegnerische AV. In dieser Situation hat sie verschiedene Möglichkeiten:
    1. Sie kann den Ball quasi mit der Hacke auf die sie hinterlaufende Schmidt (RV) weiterlegen und diese damit in den Rücken der gegnerischen Abwehr bringen.
    2. Sie kann den Robben machen und von der Halbposition aus abziehen.
    3. Sie kann zwischen gegnerischer IV und AV in den Strafraum zu Celia durchstecken.
    4. Sie kann den Seitenwechsel zur auf der anderen Seite durchbrechenden Cramer (LV) schlagen und es ergäbe sich eine ähnliche Situation wie bei Schmidt.
    5. Sie könnte auf die ebenfalls eingerückte Popp/Dallmann (LA) oder die zentrale Maier (DM/IV) ablegen, die damit in guter Schussposition wären.

    Neben diesen 5 Möglichkeiten, die sich alleine aus dem Stellungsspiel ergeben, kommen nun aber auch die beiden, eigentlich nach hinten verdrängten Kreativspielerinnen ins Spiel. Eine dieser beiden Spielerinnen würde nun einen offensiven Libero abgeben und aus dem Rückraum ins Zentrum starten. In dieser Variante würde sich Celia fallen lassen und ihr damit den Raum im Zentrum freimachen, wo sie dann entweder über Celia, die den Ball ablegt oder direkt mit einem Heber von Bajramaj den Ball bekommt. Mittag/Keßler/Islacker/Marozsan/…, da haben wir eigentlich recht viele Optionen auf diesen Positionen. Damit haben wir von einer Position aus allein 6-7 einfachste Möglichkeiten, innerhalb von spätestens 2 Stationen in eine erfolgreiche Torschussmöglichkeit zu kommen.

    Der Schlüssel dazu: Bewegung. Durch dieses System sind alle Spielerinnen permanent in Bewegung, was dem Gegner die Manndeckung immens schwierig macht. Man ist schnell dazu in der Lage auf einer Seite oder im Zentrum ein Übergewicht zu schaffen und so eigene Spielerinnen in einer guten Schussposition freizuspielen. Je schneller diese Rotation möglich ist, je schneller die Positionen eingenommen sind, desto schwieriger für die gegnerische Abwehr, die Zuordnung zu bewahren.

    In diesem System sehe ich folgende Bestbesetzung:

    Innenverteidigerinnen: Leonie Maier, Tabea Kemme, Johanna Elsig, Melanie Behringer, Juliane Maier, Lena Goeßling

    Flügelläuferinnen: Bianca Schmidt, Jennifer Cramer, Katharina Baunach, Simone Laudehr, Pauline Bremer, Luisa Wensing

    Kreativspielerinnen: Dzsenifer Marozsan, Nadine Keßler, Anja Mittag, Lina Magull, Julia Simic, Mandy Islacker, Sara Däbritz, Ricarda Walkling

    Flügelstürmerinnen: Lira Bajramaj, Linda Dallmann, Alex Popp, Melanie Leupolz

    Stürmerinnen: Celia Sasic, Lena Lotzen

    Die Innenverteidigerinnen sind die Strategen, die Flügelläuferinnen die Tempobolzerinnen, die Kreativspielerinnen die Akzentgeberinnen, die Flügelstürmerinnen die Dribbelkünstlerinnen und die Mittelstürmerin die Vollstreckerin.

    Zu Leo Maier: Sie hat durchaus die Qualität für das Zentrum. Und auch, wenn sie erst 21 ist, kann sie so eine Aufgabe stemmen. Macht sie auch jetzt schon automatisch. Denn überall, wo sie spielt (rechts offensiv, links offensiv, links defensiv, rechts defensiv), überall richtet sich in der N11 das Spiel nach ihr aus. Verschiebungen ergeben sich nach ihren Laufwegen, ihr obliegt die Spieleröffnung. Nirgendwo könnte sie ihre Qualitäten, was die Spielführung betrifft, besser ausspielen als im DM, zumal sie eben nicht der typische Tempo-Lahm-Typ ist, sondern ihre Qualitäten klar auch im Zweikampf hat.

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Zur Zeit haben wir 9 CL-Spiele.

    Machen wir ne Euro League mit den Top 9-Teams plus 3 Qualifikanten über einen zweiten Wettbewerb darunter (die alte CL, aber ohne die ganz großen), dann hätte man zwei 6er-Gruppen mit jeweils 10 Spielen. Die ersten beiden spielen Hin- und Rückspiel-Halbfinale und ein zentrales Finale.
    Macht 13 Spiele. 4 Spiele mehr als zuvor, wäre natürlich eine Mehrbelastung, dafür aber auch ein generelles Aufwerten des Vereins-FF, das nicht zu verachten wäre.

    Die Interessen der kleinen Verbände wären damit sogar insofern gewahrt, dass auch die kleineren Nationen (Dänemark, Island, Spanien, Schottland, Österreich) mal die Chance einer internationalen Finalteilnahme hätten.

    Bei den Teams aus den anderen Ländern bringt das eh nix. Dort verpuffen Auftritte von CL-Siegern doch im Moment, wo sie geschehen, gleich wieder. Wenn sie überhaupt wahrgenommen werden.
    Für solche kleinen Teams ist es gerade wichtiger, international Teams zu haben, die sie auch schlagen können; und das nicht in Mini-Turnieren, sondern daheim. Daraus entsteht deutlich mehr Fanschaft.

    Und das, was diese Euro League-Spiele Europaweit an Einschaltquoten und Zuspruch einspielen würden, das dürfte deutlich mehr sein als bisher und dürfte sogar für den zweiten Wettbewerb noch an Prämien reichen!

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  • shane sagt:

    mensch fragt sich doch ernsthaft, warum eigentlich nicht sheldon die NM trainiert. oder wenigstens nen top-BL club. der dfb muss echt blind sein…

    und woher, sheldon, nimmst du die erkenntnis (oder solll ich sagen, die ueberheblichkeit?), „Bei den Teams aus den anderen Ländern bringt das eh nix. Dort verpuffen Auftritte von CL-Siegern doch im Moment, wo sie geschehen, gleich wieder.“?
    natuerlich ist es fuer mannschaften wie budapest und die estinnen ein riesen ding gegen nen (ex-)CL sieger zu spielen. selbst wenn’s absehbar in ner klatsche endet. das ist aehnlich wie im pokal, wenn nen viertligaclub gegen bayern oder dortmund gelost wird. sportlich bring das vermutlich eher nix. aber atmosphaerisch um so mehr.

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  • Sheldon sagt:

    @shane: Das hängt an einer Sache: Hier kommen zu einem Spiel, wo ein 4.-Ligist oder ein 5.-Ligist gegen Dortmund oder Bayern antritt, Tausende Menschen, selbst in einem Kuhkaff. Nicht unbedingt wegen dem Spiel, sondern wegen der Autogrammstunde danach. Das sind (selbst wenn der Lieblingsverein Bremen oder HSV heißt) immerhin N11-Spieler, die durchaus begehrt sind. Hier hast du eine Basis, hier schaut sich so ziemlich jeder zumindest die WM- und EM-Spiele an.

    Und wenn du dann die großen Ligastars in weniger als 20 Kilometer Entfernung für lau sehen kannst, und nachher vielleicht sogar noch nen Autogramm bekommst, wer bleibt dann zuhause?

    Diese Basis hast du bei den CL-Teilnehmern nicht. Wenn da selbst in Rumänien zu nem Länderspiel vielleicht 500 Zuschauer oder so kommen (selbst gegen Deutschland), was für einen Effekt wird dann so ein Spiel haben?
    Die Zahl derer, die eine eigene Nationalspielerin kennen in diesem Land, geschweige denn eine deutsche Nationalspielerin, ist verschwindend gering. Für die Zuschauer lohnt es sich nicht.

    Und für die Spielerinnen? Naja, ob du nun gegen Deutschland oder Frankreich als N11-Spielerin verlierst oder mit dem Verein gegen Wolfsburg oder Lyon, das macht nicht so den Unterschied. Und da spielen schließlich fast die gleichen Leute auf den verschiedenen Seiten. Nur zum Trikottausch brauchst du keine zwei CL-Spiele austragen. Dafür lohnt sich der Aufwand nicht (insbesondere der Finanzielle).

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.In deinen Ausführungen von gestern 23:30 Uhr hast du sehr viele und detailierte Spielvarianten und Theoretisches aus dem „Fußball-Lehrbuch“ vermittelt – diese intensive Auseinandersetzung verdient Respekt.Auch viele deiner personellen Aufstellungen finden meine Zustimmung.
    Warum aber stellst du L.Meier in die IV,wo du doch gerade für ihre Position im defensiven MF plädiert hattest und „Hand aufs Herz“ wie soll Leonie bei hohen Flanken gegen Kaliber wie S.Hagen da bestehen können ? Da gehört sie nicht hin und T.Kemme hat doch wohl auch eher auf der Außenbahn ihre Stärken, wo sie auch Zugriff auf das MF hat u.sich mehr in die Balleroberung einbringen kann.Den souveränsten Eindruck in d. IV macht auf mich bisher S.Bartusiak und da könnte aufgrund ihrer Größe evtl.noch J.Elsig passen, aber nicht M.Behringer, die du ja eigentlich auch für d. defensive MF favorisierst.Auch L.Gößling sollte nicht in d.IV spielen,da geht ihre ganze Schnelligkeit um z.B. in der Offensivbewegung den Raum zu überbrücken,falls keine Anspielstationen bestehen, verloren.Sie muß ins MF,denn gerade gegen starke Gegenerinnen hat sie durch das von ihr praktizierte Ablaufen viele Bälle von gegenerischen MF-Spielerinnen ohne Foulspiel erobert.Es fehlt mir auch auf d. linken AV-Position V.Faißt, die von allen bisher dort eingesetzten Spielerinnen die beste Flankengeberin ist, wobei ich deshalb auch L.Meier lieber auf d.re.AV-Position sehe.Sie ist keine „Strategin“ u.geht deshalb gern in die Mitte, da sie dort bessere Abschlüsse haben kann – eine bes. gute Flankengeberin ist sie nach meinem Eindruck nicht.Vorne auf den Flügeln bin ich weitestgehend einverstanden, aber A.Popp muß auch vorn variieren können,denn sie gehört insbes. bei Flanken in den 16er vor das Tor, wie auch L.Lotzen.Derzeit habe ich A.Mittag als Vollstreckeriin mehr auf dem Zettel als C.Sasic,die z.Zt. nicht so eine gute Form hat u.sehr viele klare Torchancen mit unglücklichen Aktionen löst.

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Für Flanken hat man Bianca Schmidt, Faißt hat in dieser Saison nur eine Flanke aus dem Spiel herausgeschlagen, die zum Tor führte.

    Wie du allerdings sehen wirst, ist mein Konzept nicht sehr flankenausgerichtet, sondern eher auf Kurzpässe, flache Hereingaben etc. Gedanken, dass hinten Flanken geschehen würden, verschwende ich gar nicht, denn es ist mein Anspruch an die Spielerinnen, dass sie es dazu gar nicht erst aus dem Spiel heraus kommen lassen und den Gegner spätestens in der Mitte der eigenen Hälfte stellen.
    Du übersiehst dabei aber, dass die IVs gleichzeitig die DM mitbeinhalten. Aufgrund meines Spielsystems kenne ich keine Unterscheidung. Die defensive DM ist für mich eine Art Libero, der bei gegnerischem Angriff in die Abwehr mit rückt (wie Behringer bei Frankfurt). Dabei will ich eigentlich nur DMs auf diesen drei Positionen haben, sodass immer eine davon nach vorne gehen kann, im Wechsel.

    Mein Spielsystem ist deutlich mehr auf Dynamik ausgerichtet, deines auf Statik. Situationen wie „falls keine Anspielstationen da sind“ gibt es in meinen Gedankengängen nicht. Das ganze Spiel besteht nur daraus, Anspielstationen zu schaffen, die Spielerinnen sind ständig in Bewegung, es kommt zu immer wieder neuen Räumen. Flanken sind letztlich nicht nötig, und wenn nur so, wie beispielsweise heute Schmidt auf Marozsan, wo der Gegner sowieso nicht mehr dazwischen kann. Generell soll dem Gegner letztlich jeder Zugriff aufs Spiel konsequent verwehrt werden. Wenn der Ball so durch die Reihen läuft, dass bis zum Abschluss keine Gegenspielerin dazwischen kommen kann, dann brauchst du auch keine Flanken mehr. Umgekehrt, wenn das Pressing schon sehr hoch beginnt, dann brauchst du hinten auch keine großen Defensivspielerinnen mehr, weil Flanken sowieso nicht bis dort durchdringen.

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