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WM-Quali: Schweiz gewinnt das Spitzenspiel

Von am 31. Oktober 2013 – 22.50 Uhr 15 Kommentare

Noch sind erst drei Partien absolviert, doch die Schweiz hat gute Chancen, sich für die Weltmeisterschaft 2015 in Kanada zu qualifizieren. Die Eidgenössinnen gewannen gegen ihren vermeintlich schärfsten Konkurrenten in der Gruppe. Nachbar Österreich musste gegen Frankreich hingegen die erwartete Niederlage einstecken.

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Mit 1:0 (1:0) setzten sich die Schweizerinnen in Gruppe 3 gegen Dänemark durch und konnten ihren Vorsprung an der Tabellenspitze weiter ausbauen.

Gruppe 3: Dänemarks Rückstand wächst
Der Vorsprung der Schweiz auf Dänemark beträgt nun bereits acht Punkte, wenngleich die Däninnen ein Spiel weniger absolviert haben. Der einzige Treffer der Partie gelang Ramona Bachmann in der 26. Minute. „Das Tor hat uns Sicherheit gegeben“, so die Schweizer Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg. „Nach der Pause haben wir die Räume besser zugemacht. Dänemark hat zwar ständig gedrückt, wirklich gefährliche Torchancen hatten sie aber kaum.“

Schärfster Konkurrent der Schweiz ist daher momentan Island. Dem EM-Teilnehmer gelang ein 2:1-Erfolg in Serbien, der in der Gruppe mit sechs Punkten den zweiten Rang bedeutet.

Gruppe 1: Freiburgs O’Sullivan trifft für Irland
In der deutschen Gruppe 1 hat die Republik Irland ihren zweiten Rang verteidigt. Die Irinnen gewannen in Slowenien mit 3:0. Fiona O’Sullivan vom SC Freiburg brachte ihre Mannschaft in der 12. Minute mit dem 1:0 auf die Siegerstraße. Aine O’Gorman (41.) und Denise O’Sullivan (46.) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Damit ist die Mannschaft von Trainerin Sue Ronan nach drei Qualifikationsspielen weiter ungeschlagen. „Das war ein toller Start und definitiv die beste Leistung in der Qualifikation bisher, wenn nicht im ganzen Jahr“, so Ronan. Die Highlights des Spiels sind auf Youtube zu finden.

Ramona Bachmann

Ramona Bachmann erzielte den einzigen Schweizer Treffer. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Für die Irinnen war der „Dreier“ wichtig im Fernduell mit Russland um den zweiten Rang, denn nach der 0:9-Klatsche haben die Russinnen ihr zweites Qualifikationsspiel gewonnen. In der Slowakei gewannen sie mit 2:0, wobei erst ein Eigentor von Diana Bartovičová in der 72. Minute die Führung brachte. Kurz darauf traf Elena Morozova zum 2:0-Endstand.

Gruppe 2: Spanien gewinnt gegen Italien
In Gruppe 2 konnte die spanische Mannschaft das Top-Spiel gegen Tabellenführer Italien mit 2:0 gewinnen. In Madrid erzielte Sonia Bermúdez in der 37. Minute die Führung, Natalia sorgte in der 56. Minute für den Endstand. Bereits gestern feierten die bislang sieglosen Estinnen einen 2:0-Erfolg in Mazedonien. Für die Mannschaft des englischen Trainers Keith Boanas war es der erste Pflichtspielsieg seit über drei Jahren. 2010 gelang in der WM-Qualifikation ein knappes 1:0 gegen Serbien. Im dritten Spiel der Gruppe trennten sich Rumänien und Tschechien 0:0.

Gruppe 4: Schottland gibt sich keine Blöße
Der vierte Sieg im vierten Spiel gelang der schottischen Nationalmannschaft beim 4:0-Erfolg in Polen. Ein Hattrick von Jane Ross sowie ein Treffer von Joanne Love stellten den klaren Erfolg sicher. Noch ein Tor mehr erzielten die Schwedinnen beim 5:0-Sieg gegen die Färöer. Lotta Schelin eröffnete den Torreigen in der 12. Minute mit einem verwandelten Strafstoß. Caroline Seger (14.), Kosovare Asllani (18.), erneut Schelin (30.) und Jenny Hjohlman (59.) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. In der Tabelle belegt Schweden weiter mit drei Punkten Rückstand auf Schottland den zweiten Platz, hat aber noch ein Spiel in der Hinterhand. Die Partie zwischen Nordirland und Bosnien und Herzegowina endete torlos.

Gruppe 5: Norwegen holt wichtige Punkte
Wichtige drei Punkte im Kampf um den ersten Tabellenplatz in Gruppe 5 hat Norwegen beim 2:1-Auswärtssieg gegen die Niederlande geholt. Caroline Hansen brachte den Vize-Europameister in der 18. Minute in Führung. Anna Miedema glich jedoch nur fünf Minuten später aus. Der Siegtreffer ging schließlich auf das Konto von Routinier Ingvild Stensland (37.). Darüber hinaus feierte Albanien ein knappes 1:0 gegen Griechenland, Belgien siegte mit 4:1 gegen Portugal.

Gruppe 6: England weiter ohne Gegentor
Mit einem 4:0-Sieg in der Türkei hat die englische Nationalmannschaft ihre Tabellenführung weiter gefestigt. Eni Aluko (10.), Fara Williams (17./FE), Toni Duggan (48.) und Jordan Nobbs (60.) trafen für die „Three Lions“, die nach vier Spielen nun zwölf Punkte auf dem Konto haben. Die Highlights der Partie gibt es bei FA.TV. Einen 4:1-Sieg feierte die Ukraine in Montenegro.

Gruppe 7: Österreich unterliegt Frankreich
Die französische Nationalmannschaft hat nach dem 4:0-Sieg gegen Kasachstan auch ihr zweites WM-Qualifikationsspiel gewonnen. In Österreich kam die „Équipe Tricolore“ zu einem 3:1-Erfolg. Louisa Nécib erzielte in der 16. Minute die Führung, Amandine Henry gelang nur zwei Minuten später das 2:0. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Spielführerin Wende Renard (61.) auf 3:0, ehe den Österreicherinnen durch Carina Wenninger (65.) noch der Ehrentreffer gelang. „Wir haben heute gegen einen sehr starken Gegner gespielt und mussten uns leider geschlagen geben. Trotzdem bin ich sehr stolz auf mein Team, denn es ist bis an die körperlichen Grenzen gegangen und hat sich speziell in der zweiten Halbzeit sehr gut verkauft“, so Österreichs Nationaltrainer Dominik Thalhammer.

Die Tabellenführung gehört weiter den Finninnen, die zu einen knappen 1:0-Sieg gegen Kasachstan kamen. Außerdem gewann Ungarn gegen Bulgarien mit 4:0.

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15 Kommentare »

  • Gerd.Karl sagt:

    fra-oesi 3-1, was ist den mit der franzoesischen Nato los, das war ein grotten kick. das selbe mit Schweden die gegen die faroer nur 5-w0 gewonnen haben. sheldon wuerde sagen, der Franz und der schwedische frauenfussball macht rueckschritte.

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  • FFFan sagt:

    Die erste Endrundenteilnahme der Schweiz an einer Frauen-WM rückt immer näher! Mit Island und Dänemark hat man nun zwei (auch in der Weltrangliste viel höher eingestufte) EM-Teilnehmer auswärts besiegt. Jetzt muss man ’nur‘ auch noch zuhause gegen diese beiden Konkurrenten bestehen (d.h. zumindest nicht verlieren), denn die restlichen Gruppengegner (Serbien, Israel, Malta) dürften kein Problem sein.

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  • enthusio sagt:

    Auffällig ist, dass mit Schweden (gegen die Färöer) nur eine Mannschaft ein besseres Ergebnis erzielt hat als Deutschland (gegen Kroatien) und Kantersiege ausgeblieben sind. Das relativiert die deutsche „gefühlte Niederlage“ ein wenig.

    Nilla Fischer darf das Wochenende nach getaner Arbeit jetzt in vollen Zügen genießen, weil sie ihre Lebenspartnerin heiraten wird.
    http://www.kicker.de/news/fussball/frauen/startseite/594411/artikel_fischer-fehlt-und-feiert-hochzeit.html
    Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen Euch beiden für eine glückliche, langjährige gemeinsame Zeit !

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  • enthusio sagt:

    Hier zwei Links zu Schweden-Färöer und Polen-Schottland:

    http://www.youtube.com/watch?v=SiIJDqyu-64&feature=youtu.be

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  • Sheldon sagt:

    @Gerd.Karl: Ich definiere mich bloß nicht über den Vergleich zu anderen, das ist der Unterschied zwischen uns beiden. Wenn Frankreich und Schweden sich dazu hinreißen lassen, ebenfalls qualitativ abzubauen, dann bitte. Aber das sollte kein Maßstab für Deutschland sein. Denn wir sollten bedenken: Die Niederlagen und Unentschieden hat Deutschland in den letzten Jahren vor allem gegen USA, Japan und Brasilien kassiert.

    Und dann gibt es ja noch Norwegen, die sich in den Niederlanden durchgesetzt haben. Also keine Sorge, es gibt noch genug Möglichkeiten eines vorzeitigen Endes bei der WM.

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  • Therese sagt:

    @Nora

    Zwei Anmerkungen:

    Nora schrieb 1:
    Anna Miedema glich jedoch nur fünf Minuten später aus.

    Therese:
    Bist du ueberzeugt von Anna oder sollte es Vivianne sein?
    link:

    Nora schrieb 2:
    die nach drei Spielen nun neun Punkte auf dem Konto haben.

    Therese:
    Bist du ueberzeugt von drie Spiele und neun Punkte oder sollte es vier Spiele und zwoelf Punkte sein?
    6-0 Belarus/8-0 Tuerkei/2-0 Wales/4-0 Turkei

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  • Nora Kruse sagt:

    @Therese
    Laut der UEFA-Statistik heißt die Schützin des zwischenzeitlichen Ausgleichs Anna Miedema, deshalb übernehmen wir dies auch bei uns. Wir reden aber trotzdem über dieselbe Person – Vivianne ist ihr zweiter Name 🙂

    Die Punkte bei England sind korrigiert, da hatte ich auf die alte Tabelle noch nicht das Türkei-Spiel gerechnet. Danke für den Hinweis.

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  • Therese sagt:

    @Nora

    Danke fuer deine Hinweis mBa Anna/Vivianne, wusste dies gar nicht!

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  • Jan sagt:

    Ich tippe mal auf ein WM-Achtelfinale Deutschland – Schweiz. 😉

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  • grammofon sagt:

    http://www.pnn.de/sport/802223/

    So einen Schwachsinn habe ich vom verehrten Willmann schon lange nicht mehr gelesen. Aber immerhin erinnert es mich daran, warum ich damals zum FF gekommen bin.

    Willmann sollte unbedingt mal ein FF Bundesliga Spiel sehen!

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  • Zaunreiter sagt:

    @grammofon:
    So schlimm war doch diese Kolumne garnicht, oder? 😉
    Ich fand sie gut.

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  • Dummkopf sagt:

    @Zaun
    @grammo ist eher der Liebhaber geschliffener Worte. Und kommt sich im Text vor wie auf Schmirgelpapier. Ungeschliffener geht es ja kaum. Das fand ich auch einen bisweilen ins lustige abdriftenden Kleinkunstversuch.
    Wirklich interessant, dass das jemand gut finden kann, hätte ich fälschlicherweise bei allen ähnlich negativ eingeschätzt. Aber gut, so ist das und Geschmäcker sind zum Glück verschieden.
    Der Informationscharakter stand hier sicher nicht im Vordergrund, alldieweil der allseits bekannte Sack Reis in China vom diesbezüglichen Gehalt her auch nicht weit entfernt einzuordnen sein dürfte.
    Wobei aber eben auch der gute Grammo inhaltlich etwas kürzer tritt. Er lässt gekonnt offen, warum der Text ihn daran erinnert, warum er zum FF gekommen ist. Er will uns sicher nicht sagen, es war wegen der Schwarzgeldwäsche? Oder weil er sich hinter dem Glas besser fühlt? Oder gar wegen des Fleischtopfs? Oh Gott, nein! Die dickwanstige Wurstfee!

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  • grammofon sagt:

    Ja, hätte ich vielleicht besser erklären sollen. Falls es nicht klar war, ich bin damals zum FF gekommen weil ich mich genau solchen Vorurteilen wie sie in dieser Kolumne vertreten sind entgegensetzen wollte, und weil ich gelernt habe, den FF als echten Sport zu schätzen. Unter anderem wird in dieser Kolumne die Isländische Nationalmannschaft auf „sieben blonde und vier brünette“ reduziert… Na gut, aufregen lohnt sich eh nicht.

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  • jochen-or sagt:

    Was ist so schlimm oder dumm an dem Artikel?

    Die Stimmung ist doch korrekt eingefangen und „Bonjour Tristesse“ gilt doch in vielen Ländern bei vielen Spielen des Frauenfußballs (insbesondere bei Regenwetter ;-).

    Zu meiner Schande ehrlich gestanden:
    Meine Gedanken sind auch „machomäßig“.
    Ich schau auch immer darauf, ob die Mädels hübsch sind.
    Das Team gefällt mir dann, auch wenn es an der Spielkunst hapert, eben zumindest optisch gut.

    7 Blonde und 4 Brünette?!
    Mit Befriedigung lese ich in Lesbenforen wie dort einzelne Spielerinnen „cute“ gefunden werden und mal vernascht werden sollen.
    Für Männer sind solche Gedanken offensichtlich als sexistisch inkriminiert und damit verboten – und dies gilt für einige schon für „7 Blonde und 4 Brünette“.

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  • Dummkopf sagt:

    @jochen
    Das wird ja wirklich interessant jetzt.
    Also,ich kann Grammos inhaltlichen Deutungen genauso viel oder wenig abgewinnen, wie deinen.
    Wer den inhaltlichen Aspekten des Artikels nach solch vielsagenden Vergleichen wie
    „Ich Tarzan – du Jane“ ist wie „ich kochen – du Fussball“
    weiterhin Beachtung schenkt, ist selber Schuld. Ich hätte vielleicht noch hinzugefügt:
    „Ich schreiben – viel Blödsinn“

    Spätestens nach dem Satz:
    „Wohlklingendes, angespanntes Damenkeuchen schwappte über den Ground“
    ging ich dann vom überrascht – in den belustigt Status über.
    Was ist das denn, bitte?
    Der Beginn eines amateurhaft-platten eindeutig zweideutig angehauchten Erotikromans erweitert um die ober-coole neo-englisch Bezeichnung für Fussballplatz?
    Man wünscht dem Autor sehr, dass das keine Absicht war, sondern lediglich das Ergebnis einer unglücklichen Zufallsziehung aus dem Wörter-Süppchen.

    Nobelpreis in Literatur geht definitiv anders.
    Vielleicht weist dem Autor ja in seiner „After-50“-Krise
    Buddha noch den rechten Weg. Es wäre wünschenswert.

    @wrack, bitte hilf mir doch, und sag auch mal was!
    Deine Meinung als Vertreter der Text-Feinkost würde mich sehr interessieren?

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