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WM-Quali: DFB-Elf vor drittem Schützenfest in Folge?

Von am 29. Oktober 2013 – 19.30 Uhr 24 Kommentare

9:0 gegen Russland, 13:0 gegen Slowenien – die DFB-Elf produzierte in ihren ersten beiden WM-Qualifikationsspielen eine wahre Torflut. Heute geht es nun in Frankfurt (ab 18 Uhr live in der ARD) gegen Kroatien, den 63. der FIFA-Weltrangliste. Und ein neuerliches Torfestival scheint vorprogrammiert, auch wenn kurzfristig Lira Bajramaj ausfällt.

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Bundestrainerin Silvia Neid sagte auf der Abschluss-Pressekonferenz, was man als höflicher Gastgeber wohl so sagen muss: „Wir haben das Spiel noch nicht gewonnen. Die Kroatinnen werden uns ebenso wenig etwas schenken wie die Sloweninnen es getan haben.“

Erneutes Torfestival wahrscheinlich
Doch alles andere als ein erneut klarer Erfolg gegen die Kroatinnen im Frankfurter Volksbank Stadion käme einer mittleren Sensation gleich. Zu groß sind  die Leistungsunterschiede beider Teams, auch wenn der Gegner in Iva Landeka vom FF USV Jena und Allison Lee Scurich vom SC Sand Spielerinnen mit Deutschland-Erfahrung in seinen Reihen hat.

Šašić kann Neid überflügeln
Und so dürfte sich Célia Šašić, die in den ersten beiden Spielen vier Mal ins Schwarze traf, wohl auch diesmal nicht lumpen lassen, wenn es darum geht, ihren bisher 47 Treffern im Nationaldress weitere folgen zu lassen und in der ewigen Bestenliste Silvia Neid (48 Tore) zu übertreffen.

Célia Šašić

Zieht Célia Šašić in der ewigen Torschützinnenliste an Silvia Neid vorbei? © Karsten Lauer / girlsplay.de

Besonderes Spiel
Šašić, die seit einigen Monaten mit dem Kroaten Marko Šašić verheiratet ist, erklärt: „Natürlich ist das Spiel etwas Besonderes für mich, hier in meiner neuen Heimat Frankfurt. Dazu mit Kroatien auch noch ein Gegner, bei dem sich viele Familienmitglieder angekündigt haben.“

Ohne Bajramaj, Keßler und Cramer
Dabei wird die DFB-Elf gegen Kroatien kurzfristig auf Lira Bajramaj verzichten müssen, deren Formkurve zuletzt deutlich nach oben zeigte. Die 25-Jährige, die bereits im Training pausieren musste, plagt eine Verhärtung im rechten Adduktorenbereich. Dabei hinaus stehen auch Jennifer Cramer und Nadine Keßler verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.

Furchtlose Kroatinnen
Bei den Kroatinnen sieht man der Partie gelassen entgegen. Allison Lee Scurich, US-Verteidigerin mit kroatischen Wurzeln, meint: „Wir haben nichts zu verlieren und auch keine Angst. Wir wissen, wie wir gegen solches Teams spielen müssen, wir haben ja in den letzten zwei Qualifikationen gegen die Niederlande und England gespielt. Wir können in diesen Spielen eine Menge lernen.“

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

24 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    Ich weiß nicht, ob man im voraus schon ein weiteres ‚Schützenfest‘ prophezeihen sollte. Ein Fußballspiel kann manchmal ‚komisch‘ laufen, siehe Schwedens 1-0 gegen Bosnien-Herzegowina (Nr.78 der Weltrangliste, also noch weit hinter Kroatien!). Normalerweise sollte aber nichts schiefgehen, obwohl außer den genannten Bajramaj, Keßler und Cramer auch noch Linden, Lotzen, Huth und Henning fehlen, insgesamt also ein Drittel des EM-Kaders.

    Wichtig ist, dass die Mannschaft sich von der aufkommenden Diskussion um Sinn und Unsinn des Qualifikationsmodus nicht beeinflussen lässt und weiter unbeirrt ihr ‚Ding‘ durchzieht und die Spiele nicht nur gewinnt, sondern sie im Stile eines Champions bestreitet.

    Celia Sasic hat dazu im DFB.de-Interview einige bemerkenswerte Sätze gesagt, die ich gerne zitiere:
    „Man muss sich dann eigene Ziele setzen, die eigenen Erwartungen hoch stecken, damit man in einem solchen Spiel nicht total verkrampft, weil sich der Gegner nur hintenreinstellt. Wir wollten da weitermachen, wo wir gegen Russland aufgehört haben: viele Torchancen herausspielen und die Tore auch machen. Und nicht aufhören – ganz egal, wie es steht. (…) Denn es ist ja klar, welche Gefahr in solchen Begegnungen steckt: dass dir irgendwann dein Unterbewusstsein sagt, dieses Laufduell oder diesen Zweikampf meidest du jetzt, weil es ja schon 10:0 steht. Warum sollst du da noch hinlaufen? Das ist aber nicht unser Anspruch. Und wenn man ein Ziel vor Augen hat, dann will man über 90 Minuten alles geben. (…) Für uns ist es wichtig, dass wir unsere eigenen Vorgaben und Ziele umsetzen. Wenn uns das gelingt, ist es schon möglich, dass ähnlich viele Tore fallen. Unser Anspruch ist es, nie den Schlendrian reinkommen zu lassen, nie die Konzentration verlieren. Nie weniger zu machen, wenn man mal mit zwei oder drei Toren führt.“

    Das meine ich mit „im Stile eines Champions“: man schickt keine ‚B-Elf‘ ins Rennen und spielt auch nicht mit halber Kraft, sondern tritt mit der bestmöglichen Aufstellung an und zeigt eine professionelle Einstellung: von der ersten bis zur letzten Minute jeden Zweikampf und jedes Laufduell annehmen, hinten überhaupt nichts zulassen und vorne immer das Tor machen wollen – egal wie der Gegner heißt und wie hoch man bereits führt!

    Wenn das umgesetzt wird, bin ich mir sicher, dass wir heute in Frankfurt ein gutes Spiel mit vielen Toren sehen werden.

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  • Sheldon sagt:

    @FFFan: Da spricht aus Sasic ganz der Bell. Und wenn man mit einer solchen Einstellung als N11-Trainer herangeht, dann kann man sich die ganze Diskussion rund um „Wieviel bringt ein solches Spiel unerfahrenen Talenten als Beweis ihrer Leistungsfähigkeit?“ sparen. Denn dann ist ein solches Spiel prinzipiell kein anderes als wie gegen Schweden oder USA. Dann sind nämlich die eigenen Ansprüche so gesetzt, dass man aus jedem Spiel das Maximum rausholen will. Und dann wird die Qualität der Spielerinnen nach ihnen selbst und nicht nach der Stärke des Gegners beurteilt.

    Es hat übrigens fast schon etwas Ironisches, wenn Neid sagt: „Die Kroatinnen werden uns ebenso wenig etwas schenken wie die Sloweninnen es getan haben.“

    Und Kroatien hat in den letzten beiden Qualifikationen zusammen 3 Punkte in 18 Spielen geholt, sich derbe Packungen zuhause gegen Frankreich (7:0) und England (6:0) eingefangen und waren vorher lange nur in der Kategorie B der Qualifikation, sowohl bei WM als auch EM. Die dürften noch eine niedrigere Qualität haben als Slowenien!

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  • Therese sagt:

    @Sheldon

    Sheldon schrieb:
    Die dürften noch eine niedrigere Qualität haben als Slowenien!

    Therese antwortet:
    Das stimmt! Kroatien war/ist ein „Topf 6-Land“, waehrend Slovenien ein „Topf 5-Land“ war/ist.
    Aber das dies niet so viel „wert“ ist haben die folgenden Ergebnisse doch auch bewiesen!
    Gruppe Deutschland
    Slowakei (Topf 4-Land) – Slowenien (Topf 5-Land) 1-3
    Kroatien (Topf 6 Land) – Irland (Topf 3-Land) 1-1
    Gruppe Daenemark
    Serbien (Topf 4 Land) – Daenemark (Topf 1 Land) 1-1
    Schweiz (Topf 3 Land) – Serbien (Topf 4 Land) 9-0
    Serbien hat in der Vergangenheit auch 2-2 gespielt gegen England (Topf 1 Land)
    Gruppe Schweden
    Bosnien-Herzogovina (Topf 5 Land)- Schweden (Topf 1 Land) 0-1
    Schottland (Topf 2 Land) – Bosnien Herzegovina (Topf 5) 7-0

    Mann sollte die Toepfe auch wieder nicht zu ernst nehmen
    Topf 1 (1 bis zum 7), Topf 2 (8 bis zum 14) usw.
    Island (Topf 2) – Schweiz (Topf 3) 0-2 oder in der nicht so ferne Vergangenheit:
    Kazakhstan (Topf 6) – Schweiz (Topf 3) 2-1 und auch
    Spanien (Topf 2) – Deutschland (Topf 1) 2-2 oder
    Nord-Irland (Topf 4) – Norwegen (Topf 1) 3-1

    Normal ist der Ball „rund“ aber es gibt Tage das auch fuer die „grossen“ der Ball „viereckig“ ist!

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  • Matze sagt:

    @Therese: Top“f“ Beitrag. Danke. 😉

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  • Dummkopf sagt:

    Tja @FFFan, da kommt es jetzt eben drauf an, wer den Unterschied richtig erkennt und wer nicht.
    Schauen wir mal heute abend!
    Ich prophezeie das hohe Ergebnis.
    Weil ich sehe, dass der Unterschied zwischen der deutschen Frauen N11 und der Kroatiens eben VIELFACH grösser ist, als sagen wir zwischen Bayern München und einem Verein der 4.Liga.
    Was ja 1x in 100 Spielen vielleicht noch 0:1 ausgehen KÖNNTE. Das heute dagegen nicht einmal in 1000!
    (Und für alle, die seit der EM schon wieder vergessen haben, dass es nichts ausmacht, wenn ein Drittel des Kaders fehlt: Nicht einmal, wenn die gesamte Stammmannschaft ausfiele)
    Heute wird es vielleicht aber nicht so hoch, schliesslich haben wir ja PROFESSIONELLE Spielerinnen. Die geben DAHER hoffentlich heute KEIN Vollgas, weil sie wissen, dass es am Wo-ende wieder in der Bundesliga zählt!
    Das haben die guten unter den BULI-Trainer ihren Spielerinnen bereits auch unmissverständlich mit auf den Weg gegeben.

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  • waiiy sagt:

    Ich denke, dass man intern auch den Druck so hoch halten sollte, dass ein knapper Sieg wie eine gefühlte Niederlage zu bewerten ist. Nur so kann man in den Quali-Spielen auch Leistungen herausfordern, die zu bewerten sind.

    Dass man das Ganze natürlich aus dem DFB-Lager nicht öffentlich kommuniziert, ist doch klar. Immerhin will man nach außen nicht despektierlich klingen. Von daher finde ich die Wortwahl von Silvia Neid und auch Celia Sasic durchaus gelungen, was die Bemerkungen zum Spiel angeht.

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  • Altwolf sagt:

    @Dummkopf,@wally.Man kann in solchen Spielen sicherlich mal auf den ein o.anderen harten Zweikampf oder das Hinengrätschen verzichten,aber wenn du da einen „Schongang“ einlegst,dann verlierst du deinen Spielrhythmus,der sich meist negativ auf das ganze Spiel auswirkt – kann dann auch mal so enden,wie Schweden es gerade erfahren mußte- und kommst dann vielleicht auch im nächsten Spiel nicht gleich in den nötigen Spielablauf. Erforderliche schnelle Ballkombinationen und Laufwege kann ich nicht in unterschiedlichen Tempi spielen,da geht dann Vieles daneben.Beim Verwalten von Spielen schleichen sich meist Fehler ein,da die Konzentration einfach zu schnell nachläßt.

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  • Therese sagt:

    30.10.2013 13:00
    Mazedonien (Topf 6)- Estland (Topf 5) (0-1HZ) 0-2EZ
    Normales Ergebnis!

    30.10.2013 14:30
    Albanien (Topf 6) – Griechenland (Topf 5) (0-0HZ) 1-0EZ
    Gutes Ergebnis von Albanien!
    Nach dem 0-2 gegen Belgien, 0-4 gegen Niederlande und 0-7 gegen Norwegen, jetzt nicht nur das erste Tor auf eine „grosse“ Qualifikations-Meisterschaft, aber auch noch das erste Gewinn!
    Und Griechenland hat (in ein Spiel „ohne Wert“) nicht so lange her noch 0-0 gespielt gegen Topf 1 Land Italien.

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  • Hugo_der_Troll sagt:

    Deutschland startet mit Behringer für die verletzte Bajramaj und Wensing für Schmidt.

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  • jochen-or sagt:

    Weiß jemand, ob und wo man um 19.00 Uhr das Spiel Niederlande ./. Norwegen im Netz sehen kann??

    Das ist ja ein wirklicher Kracher!

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  • Markus Juchem sagt:

    @jochen-or: Angeblich soll man es hier sehen können, ich weiß allerdings nicht, ob es von Deutschland aus verfügbar ist: https://sumo.tv2.no/

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  • Therese sagt:

    @Jochen

    Leider habe ich, als Niederlaenderin, nichts gefunden!

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  • wrack sagt:

    Ich bin nach der 1. Halbzeit hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, „meine“ Mannschaft möge endlich DAS Tor schießen und dem Wunsch, Kroatien möge im Ergebnis allen vollmundigen „Zweistellig-Propheten“ zeigen, dass Fußball ein auch für das Leben lehrreiches Spiel ist. Bevor man das Fell des Bären verteilt…

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  • Sheldon sagt:

    Zurück in alte Muster

    Ich habe dieses Spiel erst ab der 35. Minute verfolgen können. Da stand es 0:0. Und das, was ich in den nächsten 10 Minuten gesehen habe, bestätigte dieses Ergebnis. Deutschland kann Kroatien bisher nichts anhaben. Wieso? Weil sie nicht das Tempo bestimmen und hoch halten können. Wieso? Weil Deutschland einfach unglaublich viele technische Unzulänglichkeiten präsentiert.
    Das fängt damit an, wie man vernünftig den Ball annimmt. Ich habe kaum einen Ball gesehen, der so angenommen wurde, dass er am Fuß blieb. Alle Bälle waren tendenziell zu hart gepasst, sodass die Spielerinnen den Ball nur unsauber verarbeiten konnten. Damit musste man schon um den Ball kämpfen, wenn man selbst eigentlich im Ballbesitz war.
    Hinzu kommen die vielen unnötigen Fehlpässe. Unnötig, weil sie nicht durch einen Zweikampf entstehen und sogar kurze Flachpässe sind.

    Das geht aber noch weiter: Die Spielerinnen bewegen sich kaum. Und das, obwohl sie es eigentlich könnten. Sie sollten fitter sein als die Kroatinnen. Die Kroatinnen sind schneller als die Deutschen am Ball, weil die Deutschen auch sehr schlecht zum Ball stehen, der Ball muss immer hinten rum gespielt werden, weil vorne nicht gekreuzt wird und keine Räume gerissen werden, der Ball bleibt zu lange am Fuß, weil es keine Anspielstationen gibt, es wird nicht auf Außen hinterlaufen, die ganze Palette, wie man so eine kompakte Abwehr in ein, zwei Spielzügen auseinandernehmen könnte, ist einfach komplett nicht vorhanden.

    Dazu kommen dann halt weitere Mängel: Dass das mit Behringer und dem Flankenschlagen nichts ist, weiß man ja schon. Aber Wensing offenbart hier auch ziemliche Mängel, sodass kaum mal ein Ball hoch in die Mitte kommt.

    Spielzüge, mit denen man hinter die Abwehr kommt, sind auch keine im Ansatz zu erkennen.

    Deutschland spielt genauso, wie oben beschrieben, sie lassen sich hängen und sparen für die Bundesliga am WE. Dieses Spiel schreit als Trainer nach einer ganzen Straftrainingswoche. Und Neid muss sich mal wieder fragen lassen, was sie in den letzten Wochen mit der N11 gemacht hat. Denn das, was das fehlt, sind absolute Basics. Und da kann mir keiner sagen, dass die von uns bzw. von mir geforderten Talente diese Basics nicht mindestens so gut beherrschen wie diese Spielerinnen dort auf dem Feld.

    Keine spielt dort so, als hätte sie Lust, Tore zu schießen oder das Spiel zu gewinnen.
    Jetzt ist es zwar durch Celia passiert, aber nur, weil bei Kroatien langsam die Kräfte nachlassen.

    Es ist einfach nur beschämend.

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Das Ergebnis der 1. HZ lag nicht daran, dass Kroatien so sonderlich gut gewesen wäre, sondern das Deutschland einfach, wie oben beschrieben, grottenschlecht war und das das eine absolute Frechheit ist, als Nationalspielerin solch eine Leistung zu zeigen.

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  • Karl sagt:

    @wrack: „ch bin nach der 1. Halbzeit hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, “meine” Mannschaft möge endlich DAS Tor schießen und dem Wunsch, Kroatien möge im Ergebnis allen vollmundigen “Zweistellig-Propheten” zeigen, dass Fußball ein auch für das Leben lehrreiches Spiel ist. Bevor man das Fell des Bären verteilt…“
    Genauso ging es mir auch , und beide Wuensche sind ja irgendwie in Erfuellung gegangen 🙂

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  • Altwolf sagt:

    Kroatien hat das für seine Verhältnisse gut gespielt – nahe an den Gegenspielerinnen, hohe Laufbereitschaft und relativ aggressives Arbeiten gegen den Ball.Das hat den meisten D-N11-Spielerinnen nicht gefallen und zu einer Vielzahl an Fehlpässen geführt und damit auch die „Bewegungsarmut“ insbes. der Offensiv-Abteilung unterstützt.L.Meier u.L.Gößling allein mit normal-guter Leistung,N.Angerer fehlerfrei,sonst gibt es da nichts positiv zu erwähnen.
    Die „Talente“ können froh sein,heute nicht in diesem Spiel involviert gewesen zu sein.
    Werbung bei diesem Spiel gab es nur in der Pause.

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  • Dummkopf sagt:

    @wrack@karl: Wie jetzt? Als Natio-Fans? Ein Sieg eures Teams wird euch doch mehr Wert sein als die Bestätigung, das Nufen/Künzler keine Propheten sind? War euch das noch nie aufgefallen?

    @sheldon: Da sagst du viel, viel wahres, nur beschämend fand ich persönlich es nicht. Teilweise verständlich. Es gibt für ein 4:0 auch 3 Pkte. Und es gibt bald schwierigeres und wichtigeres für diese Spielerinnen. Wenn du eine Quali mit 10 15:0 Siegen vor dir hättest, würdest du auch mal warten bis der Gegner sich die Tore selber rein schiesst, glaube mir.

    Und man konnte bereits vorher, aber spätestens mit der Aufstellung erwarten, dass das hier so ein Spiel werden würde.
    Da waren eben auch nur noch 5 klar überdurchschnittliche BL-Spielerinnen auf dem Platz. Und die dann nicht sonderlich motiviert.

    Macht dann eben eine N11 die nicht viel besser (oder vielleicht sogar schlechter) spielt als Leverkusen oder Essen (denen man gegen so einen Gegner schon ein 5:0 zutrauen darf)

    Schlimmeres ist aber nicht passiert!
    Und schon bald wird das auch von den Nati-Fans mit genau diesen Argumenten schöngeredet werden.

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  • wrack sagt:

    @ Sheldon: „Das Ergebnis der 1. HZ lag nicht daran, dass Kroatien so sonderlich gut gewesen wäre, sondern das Deutschland einfach, wie oben beschrieben, grottenschlecht war…“

    Fußball wird von ZWEI leistungsmäßig interdependenten Teams gespielt. Werden die einen schlechter, werden die anderen oft besser und umgekehrt.
    Die kroatische Torhüterin konnte überraschenderweise Bälle fangen, die Feldspielerinnen waren bissiger als die Sloweninnen und versuchten sogar, Tore zu schießen. Und DAS nach der von allen „Kennern“ angekündigten Tor-Orgie. Diese öffentlichen Erwartungen und vermutlich auch das Beispiel von Schweden-Bosnien haben die Deutschen bis zum Tor von Celia meiner Meinung nach nicht aus dem Kopf bekommen. Sie wurden immer nervöser (Laudehr!).
    Ich denke nicht, dass die Mädels sich schonen wollten. Sie haben sich das nur anders vorgestellt, nämlich ungefähr so: Frühes Tor, Kroatien kapituliert und die Tore fallen wie Regentropfen. Und mit dieser Vorstellung waren sie in „bester“ Gesellschaft.

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  • wrack sagt:

    @ Dummkopf: „Ein Sieg eures Teams wird euch doch mehr Wert sein als die Bestätigung, das Nufen/Künzler keine Propheten sind? “

    Du wolltest doch erst beim 19-0 für Deutschland einschalten, um zu sehen, ob sich die Kroatinnen gegen das 20-0 wehren ?! 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Bei so einem Gegner kann man das Argument, dass zum Fußball immer zwei gehören, nicht gelten lassen. Deutschland besitzt die Mittel dazu, die Torhüterin gar nicht in die Möglichkeit kommen zu lassen, nen Ball zu halten, und sollte normalerweise bei den Spielerinnen die Möglichkeiten besitzen, das Tempo so schnell zu halten, dass die Kroatinnen maximal mit Fouls zwischen die Pässe kommen.

    Die Vorstellung der Mädels passt da gut herein: Sie haben es nicht für nötig gehalten, sich anzustrengen. Das ist auch richtig so, wenn man das Ergebnis betrachtet. Doch über lange Zeit verliert man genau deswegen den Anschluss, weil andere Teams wie dann zum Beispiel Frankreich solche Spiele wirklich nutzen, um das Zusammenspiel zu verbessern, um taktische Varianten auszuprobieren, um technisch die Konzentration hochzuhalten, um Sicherheit in den Aktionen zu gewinnen, um das Tempo zu erhöhen usw.

    Und wenn man in einer Qualifikation nur gegen solche Mannschaften spielt und alle Spiele einfach so lax und locker angeht, als würde es um nix gehen, dann verschenkt man bis zur nächsten WM in zwei Jahren immense Qualität und hat sich einen gewaltigen Nachteil angesammelt gegen Teams, die jedes dieser Spiele zu nutzen wissen.

    Wir können das auch am Vereinsfußball sehen: Deutschland hat mit großem Abstand die beste Liga der Welt. Hier kann mittlerweile von den ersten 8-9 Mannschaften jeder jeden schlagen. Und dennoch diktiert Lyon die Verhältnisse in Europa, die in ihrer Liga eigentlich komplett ohne Gegner sind. Wieso? Weil sie gegen jede Mannschaft in ihrer Liga so antreten, als wäre es eine Mannschaft aus der Bundesliga, als wäre es Wolfsburg, Potsdam oder Frankfurt. Das zeichnet sie aus und macht sie sogar letztlich besser als die deutschen Teams, weil diese halt diese Einstellung letztlich nicht an den Tag legen.

    Wollen wir wirklich Weltmeister werden, sollten wir uns diese Einstellung, gegen jeden Gegner so aufzutreten, als wäre WM-Finale (von Minute 1 bis Minute 90), schleunigst antrainieren.

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  • karl sagt:

    @Dummkopf: Klar ist uns ein Sieg mehr wert als dass die ARD- und andere propheten Unrecht haben , aber es ist ja beides eingetroffen, es gab einen sieg aber niedriger und schwieriger als erwartet , das muesste eigentlich diejenigen erfreuen die die Spiele gerne spannender haetten. Wenn der fruehe Fuehrungstreffer nicht faellt tut man sich auch gegen solche Gegner schwer , zumal die kroatische Trainerin ihr Team perfekt fuer die Aufgabe eingestellt hatte.

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  • wrack sagt:

    @ Sheldon: „Bei so einem Gegner kann man das Argument, dass zum Fußball immer zwei gehören, nicht gelten lassen.“

    Du WILLST es nicht gelten lassen. Und dies, obwohl…

    „Ich habe dieses Spiel erst ab der 35. Minute verfolgen können“

    Und trotzdem kommst du zu dem Urteil:

    „Sie haben es nicht für nötig gehalten, sich anzustrengen.“

    Sheldon !!!

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  • Dummkopf sagt:

    @wrack. Juchhu, das macht mir wieder Hoffnung, dass du wenigstens meine Briefe noch liest …
    Dann hast du genauso aufmerksam gelesen, dass ohne Bajramaj 8 Tore wegfallen, und wenn noch mal jemand anderes ausfällt nochmal 6 …? (Was zugegebenermassen genauso ein wenig ketzerisch war wie das 20:0)
    Aber dass heute mittag schon klar war, dass das „nur“ noch ein hohes Ergebnis wird?
    Und da hatte ich nicht einmal gewusst, dass Fr. N vom D mit den neuen Spielerinnen zusätzliche Abwehrbollwerke einbaut.

    @karl. Na klar freut mich die Spannung. Habe deshalb sogar längere Zeit zugeschaut. War das für dich nicht auch besseres Entertainment als das 13:0?

    @sheldon. hm?

    @alle: warum seid ihr denn noch hier und nicht beim Spielbericht?

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