WM-Quali: DFB-Elf gewinnt zweistellig in Slowenien

Von am 26. Oktober 2013 – 17.55 Uhr 43 Kommentare

Die deutsche Nationalelf hat ihr zweites Qualifikationsspiel zur Frauenfußball-WM 2015 in Kanada in Slowenien mühelos gewonnen. Gleich zwei Spielerinnen gelangen jeweils drei Treffer.

In Koper gab es einen 13:0 (7:0)-Erfolg. Wie schon beim furiosen 9:0-Auftaktsieg gegen Russland ging die DFB-Elf auch diesmal durch einen verwandelten Elfmeter in Führung, Célia Šašić traf nach einem Foul von Manja Benak an Lira Bajramaj vom Elfmeterpunkt (4.).

Maier erzielte Volley-Tor
Die deutsche Mannschaft bestimmte das Spiel nach Belieben, Leonie Maier baute die Führung mit einem schönen Volleyschuss von der Strafraumgrenze aus (10.). Nach einer Viertelstunde war die Partie dann bereits entschieden, als Anja Mittag aus spitzem Winkel nach Vorarbeit der starken Bajramaj erhöhte (16.).

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Krahn trifft per Kopf
Nach einer Ecke von Dzsenifer Marozsán durfte dann sogar Innenverteidigerin Annike Krahn einen ihrer wenigen Treffer im Nationaldress erzielen, per Kopf stellte sie auf 4:0 (19.). Erneut war das dann Bajramaj, die Mittag einsetzte, und schon stand es 0:5 (20.).

Starke Bajramaj
Šašić war es dann vorbehalten, das halbe Dutzend voll zu machen, wieder glänzte Bajramaj als Vorlagengeberin (32.). Kurz vor der Pause sorgte Simone Laudehr dann per Kopf für den Halbzeitstand (43.).

Alexandra Popp, Celia Okoyino da Mbabi

Alexandra Popp und Célia Šašić freuen sich über einen Treffer (Archivbild) © Nora Kruse, ff-archiv.de

Torflut auch in Halbzeit zwei
Von den Gastgeberinnen war nur wenig zu sehen, einen Distanzschuss aus 35 Metern von Tjaša Tibaut sorgte für einen Hauch von Gefahr (55.). Doch ins Tor traf nur die DFB-Elf, etwa durch Bajramaj (62.) als auch durch Mittag (65.). Nur Augenblicke später sorgte Šašić dafür, dass das Ergebnis zweistellig wurde (66.).

Wolfsburgerinnen treffen in der Schlussphase
Und auch in der Schlussphase zeigten sich die DFB-Spielerinnen mi t ihrem Gegner nicht gnädig. Ein Doppelschlag von Lena Goeßling (85., 87.) machte das Dutzend voll, die eingewechselte Alex Popp sorgte für den Schlusspunkt (90.+3).

Stimmen zum Spiel
Bundestrainerin Silvia Neid erklärte: „Uns bringen natürlich Spiele gegen Schweden und England mehr als gegen Slowenien und die Slowakei. Es ist klar, dass das für die Zuschauer nicht spannend ist. Aber wir können das nicht ändern und nur versuchen, das Spiel kreativ zu gestalten.“ Die dreifache Torschützin Šašić meinte: „Für uns war wichtig, dass wir den Lauf fortsetzen, spielerisch überzeugen und Tore schießen. Wir haben nie aufgesteckt und immer weiter gemacht.“

Slowenien – Deutschland 0:13 (0:7)

Slowenien: Cevnik – Grad, Rola, Benak, Tibaut – Spelic (73. Kralj), Milenkovic – Nikl (68. Erman), Zver (79. Rogan), Zganec – Erzen

Deutschland: Angerer – B. Schmidt (61. Behringer), Krahn, Bartusiak, Maier – Marozsán, Goeßling – Bajramaj, Mittag (67. Däbritz), Laudehr – Sasic (67. Popp)

Tore: 0:1 Šašić (4. Foulelfmeter), 0:2 Maier (10.), 0:3 Mittag (16.), 0:4 Krahn (19.), 0:5 Mittag (20.), 0:6 Šašić (32.), 0:7 Laudehr (43.), 0:8 Bajramaj (62.), 0:9 Mittag (65.), 0:10 Šašić (66.), 0:11 Goeßling (85.), 0:12 Goeßling (87.), 0:13 Popp (90.+3)

Schiedsrichterin: Amy Rayner (England)

Zuschauer: 500

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

43 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Oh doch, bei den Männern hast du folgende Spieler, die so gut spielen, dass sie für die WM gesetzt sein sollten (allein das sind 24 Feldspieler):

    Abwehr: Höwedes, Mertesacker, Boateng, Jansen, Lahm, Hummels, Schmelzer

    Mittelfeld: L. Bender, S. Bender, Gündogan, Schweinsteiger, Khedira, Kroos, Özil, Reus, Götze, T. Müller, Schürrle, Podolski, Sam, Draxler

    Sturm: Kruse, Gomez, Klose

    Mit Holtby, N. Müller, Großkreutz, Volland, Kießling, Badstuber, Aogo und Herrmann hast du 8 weitere Spieler, die an der Tür zur N11 stehen, dazu noch die zahlreichen Torhüter. Da kommt man schnell mal auf 40.

    Wenn man alle Spieler, die in diesem Jahr eingesetzt wurden rechnet, kommt man auf 39.

    Davon ist man im FF noch weit entfernt. Doch man sollte Spielerinnen wie Bremer oder Magull doch einfach mal die Gelegenheit dazu geben, sich zu beweisen. Spieler wie Podolski oder Klose, wo wären die jetzt, wenn sie sich erst international hätten beweisen müssen? Wahrscheinlich nicht im 100er Klub und auch nicht Rekordtorschütze Deutschlands. Also, lasst sie doch einfach mal spielen… Bei den Gegnern kann man das doch mal machen…

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  • Dummkopf sagt:

    @therese
    Danke für die Richtigstellung.
    Ich habe die Quelle geprüft und MEINEN Fehler festgestellt!
    Das ändert zwar nichts an der grundlegenden Tatsache der häufigen Wechsel bei Team USA, aber ich habe nur eine Statistik mit Spielminuten gesehen.
    Dort hat Morgan die meisten! Und die entsprechen 8-9 Spielen über 90 Min! Wenn sie da 4x nur eine Hz gespielt hat, passt das ja zu deiner Statistik.
    Leroux (und wohl auch die anderen, die habe ich jetzt nicht geschaut) wurde aber wohl öfter nur eingewechselt, hat daher weniger Einsatzminuten als Morgan, aber wohl mehr Spiele mitgemacht.
    Du hast völlig recht. Danke. Das war bei mir nicht zu sehen.
    Woher hast du denn deine Informationen?
    Und steht das mit den Spielminuten bei dir auch so oder anders?

    Ich habe auch ein wenig Fra-Polen und UK-Wales angeschaut. Fra nicht gut aber besonders Wales gar nicht so schlecht!

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  • Sheldon sagt:

    @never-rest: Es ist nicht so, dass ich alles immer nur durch die Vereinsbrille sehe. Doch es ist nunmal so, dass Wolfsburg 8 Nationalspielerinnen hatte, von denen Goeßling, Keßler und Faißt gesetzt waren, und Wensing, Henning, Popp und Odebrecht sehr dicht an der 1. Elf. Spielerinnen wie Faißt, Popp und Odebrecht haben sich durch ihre Verletzungen nunmal selbst ins Abseits gestellt und müssen jetzt sogar um ihre Nominierungen bangen. Und das ist schon einfach bezeichnend.

    Dagegen sehe ich Behringer mittlerweile wieder sehr dicht an der 1. Elf, weil sie den Platz auf der „6“ angenommen hat und mit ihren Fähigkeiten gut ausfüllt. Genauso Bajramaj, die endlich auf Rechtsaußen ran darf und mit Laudehr auf links ein ihr vertrautes, erstklassiges Gegenüber hat.

    Wenn du so eine Spielerin wie Krahn loswerden willst, dann brauchst du aber auch Alternativen. Wensing und Henning kann man zur Zeit einfach überhaupt nicht als solche betrachten, käme nur noch eine Spielerin wie z.B. Elsig oder auch Cramer in Frage.

    Wieso du Baunach nicht als Alternative erkennen willst, erschließt sich mir nicht, schließlich steht sie selbst bei der Bundestrainerin vor einer gesunden Verena Faißt.

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  • Andreas sagt:

    @Sheldon: Ich war auch überrascht von Behringers gutem Auftritt am Samstag. Sie hat aber nicht auf der 6 gespielt sondern auf Linksaußen. Durch die Auswechslung von Schmidt ist Leonie Meier auf rechts gewechselt und Simone Laudehr hat als Linksverteidigerin gespielt. Ich sehe sie aber als Startelfkandidatin nur dann, wenn es wieder eine Verletztenmisere geben sollte. Andernfalls haben wir genug gute 6er und auch sind auch in der Offensive zu gut besetzt, als dass es da Platz für Behringer geben könnte. Aber es spricht für Sie, dass sie sich nicht hat hängen lassen.

    Zum Thema Angerer: Wenn ich mich nicht verhört habe, dann hat der ARD Kommentator gesagt, dass Angerer zu den beiden Spielen im November nicht anreisen wird. Da kann dann die 2. Garde ran. Allerdings wird die Torfrau auch in diesen Spielen sicher keine Möglichkeit haben, sich auszuzeichnen. Es geht gegen Kroatien und die Slowakei. Letztere haben glaube ich gegen Slowenien 1:3 verloren. Da wird die Abwehr wohl erneut nicht gefordert werden.

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  • Therese sagt:

    @Andreas

    Andreas schrieb: Zum Thema Angerer: Wenn ich mich nicht verhört habe, dann hat der ARD Kommentator gesagt, dass Angerer zu den beiden Spielen im November nicht anreisen wird.

    Therese antwortet: Das stimmt, hast du richtig gehoert!

    @Dummkopf
    Danke fuer deine Erklaerung!

    Dummkopf fragte:Woher hast du denn deine Informationen?

    Therese antwortet:
    link: (mit Ausnahme von 05.04.2013 Deutschland-USA)

    05.04.2013 Deutschland-USA
    link:

    Ich habe von den 14 Spielen in Excel ein Spielerinnenuebersicht gemacht, auf die Weise kann ich konstatieren wer, wann und wielange gespielt hat, welche Spielerinnen selektiert wurden usw.

    Als Beispiel, Shannon Boxx, sie hat in den ersten acht Spielen
    6x gespielt, 2x nicht benutzt, aber dann nicht mehr selektiert.
    Muss natuerlich noch herausfinden weshalb Shannon „verschwunden“ ist! Gefunden! Shannon hat eine Knieverletzung!

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  • Karl sagt:

    @sheldon: Du schreibst weiter oben dass Loew dieses Jahr schon 39 Spieler eingesetzt haette um seine Experimentierfreudigkeit zu dokumentieren, aber du solltest bedenken dass eine ganze Menge Exoten bei den Spielen im Turnier in den USA eingesetzt wurden weil die Bayern und BVB Spieler nicht zur Verfuegung standen. Deshalb waere das Jahr 2013 meiner Meinung nach kein guter Vergleich, es sei denn das Frauen Championsligue Finale waere Wolfsburg-Frankfurt gewesen und haette zeitgleich mit dem Algarve Cup stattgefunden was nicht der Fall war.
    Frau Neid hat dieses Jahr 29 Spielerinnen eingesetzt , und auch Loew wuerde etwa auf diese Zahl kommen wenn man das Turnier in den USA rausrechnet, und er mag vielleicht als experimentierfreudiger gelten als Neid, aber sie ist Europameister und er nicht. Ich denke fuer den Ersteinsatz der juengeren Spielerinnen wird die Bundestrainerin zunaechst die U20 WM abwarten und je nachdem danach noch einige testen..

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  • Sheldon sagt:

    @karl: Und dennoch werden es mit Kruse und Sam von genau diesen Exoten zwei in den Kader für die WM schaffen, weil sie sich positiv in den USA präsentiert haben.

    Adler, Westermann, Draxler, L. Bender, Jansen, Mertesacker, Schürrle, Podolski konnten diese Spiele nutzen.

    Ob es nun an dieser Reise lag, Deutschland hat 24 Feldspieler, die alle zwischen N11 und raus aus dem Kader stehen. Bereits jetzt, 8 Monate vor der WM, sind kaum noch Plätze im ERWEITERTEN Kader frei.

    Bei den Frauen hat man gerade mal 11-13 Spielerinnen, die wirklich N11-Niveau haben. Da fehlt es in der Breite doch noch ganz entscheidend.

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  • never-rest sagt:

    @Sheldon: Hauptsache SN eröffnet endlich den Konkurrenzkampf in der N11 auch um die Innenverteidigung, noch ist genug Zeit bis zur WM. Stimme Dir zu, dass Elsig eine wirklich vielversprechende und variable Spielerin für die Innenverteidigung und das DM ist. Dazu müsste sie aber erst einmal in den N11-Kader berufen werden, wann wenn nicht jetzt bei quasi Testspielen wie gegen Slowenien und Kroatien. Dies gilt natürlich auch für die anderen „jungen Wilden“ wie Wensing, etc. … die als Alternativen für die IV in Frage kommen Cramer hat sich ja schon auf der LV während der EM mit guten Leistungen etabliert. Schade, dass sie gerade verletzt ist.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Ich will dir ja nicht Unrecht tun, aber mit deiner „Experimentierfreudigkeit“ im Austausch und Ausmustern von bisherigen sog.“Stammspielerinnen“ oder in der „Bewertung“ wird nicht mehr „gebraucht“,erinnerst du mich derzeit sehr an die „Magath´sche“ Art und Weise sich bei positionsbezogener nicht ausreichender Leistung von Spielern zu trennen oder entsprechend neue zu verpflichten.Das überwiegend dies Spielerinnen von WOB betrifft, mag reiner Zufall sein und man könnte eigentlich dann auch mit einem „Auswechseln“ von N.Keßler u.L.Gößling rechnen,denn es gibt in deiner „Talent-Liste“ genügend starke Alternativen in den anderen Vereinen.Was mich etwas verwundert ist die derzeitige „Favorisierung“ von FFC-Spielerinnen,wo bis vor kurzer Zeit noch Bayerns Rommert u.Co deinen Support hatten.Um es mal mathematisch auszudrücken -bei dir sind mir in der Rechnung für die WM 2015 zuviele „Variablen“ und zu wenig „Konstante“ enthalten.Ich denke die etwas konservative Haltung von S.Neid ist zumindest von den bisher Nominierten, und nicht alle sind zu Unrecht damit ausgezeichnet worden,zustimmend zur Kenntnis genommen worden und bestärken diese in ihrer Loyalität zum Team.Warte doch mal die Zeit bis 2-3 Monate vor der WM ab und dann laß uns sehen auf wen die BN gern verzichten kann.Es würde mich wundern, wenn dort keine weitere WOB-Spielerin, L.Magull mal außen vor gelassen,im Kader stehen würde.
    @never-rest.Wie willst du denn die Leistung einer IV-Spielerin gegen Teams wie Slowenien einschätzen können, wenn die kaum gefordert werden.Das ist doch „Larifari“;nur Tests gegen starke Mannschaften haben da Aussagekraft und lassen eine realistische Einschätzung zu,ob jemand als wirkliche Alternative in Frage kommt.

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  • never-rest sagt:

    @Altwolf: Tschuldigung, aber Dein Argument, dass die Alternativen bei der N11 nur getestet werden sollen, wenn es gegen starke Teams geht, verstehe ich nicht. „Larifari“ ist doch wohl, wenn sich altgediente bzw. erfahrene N11-Spielerinnen, bei denen man/frau seit Jahren weiß, was sie können oder auch nicht, sich gegen drittklassige Gegner einspielen oder gar beweisen müssen.

    Es geht mir auch gar nicht darum, das ganze Gerüst der N11 auseinander zu reißen, nur um einfach mal mit ein paar Neuen etwas auszuprobieren. Ich habe ganz bewußt die Innenverteidigung angesprochen, die aus meiner Sicht international nicht erstklassig besetzt ist.

    In der WM-Vorbereitung auf 2015 ist es mit dem Testen jedenfalls ein bischen spät. Aber dann kommen hoffentlich auch stärkere Vorbereitungsgegner, wo sich die Neuen endgültig durchsetzen müssen oder es bleibt alles beim Alten bei der WM.

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  • Altwolf sagt:

    @never-rest.Genau das ist das Problem,wenn Spielerinnen eingesetzt werden sollen,die nicht schon zum Kreis derer gehören,die auch realistische Chancen haben auch weiterhin zu Spielen nominiert zu werden.Denn was hätte nun e.Spielerin wie Elsig davon gegen Slowenien eingesetzt worden zu sein? Man könnte ihr eine normale Leistung attestieren,aber hätte keinen Hinweis auf ihre Leistungsstärke,die sie so also nur in ihrem Verein unter Beweis stellen kann.Wäre ihr jetzt in solch einem Spiel irgendein kleiner Fehler unterlaufen, wie sollte man das nun bewerten? Ich stehe dafür,daß die Spielerin in ihrem Verein so überzeugend spielt,daß sie ohne „wenn u.aber“ einfach in die N11 bzw.in den Kader gehört und auch konkret auf ihrer Position bei Bedarf eingesetzt werden kann, also auch damit rechnen kann zu spielen bzw. zumindest bei den Spielen eine Bank-Chance hat.
    Und wenn dann unter diesen Voraussetzungen stärkere Gegner auf dem Platz stehen, kann sie, evtl. eingewechselt, eher zeigen wie ihre Leistung zu bewerten ist.
    Und wieso glaubst du,daß Cramer auf d. LV etabliert ist? Sie ist derzeit genauso verletzt wie es Faißt war, für die sie nominiert wurde und die ist wieder auf dem aufsteigenden Ast – etabliert ist derzeit auf der LV-Position niemand.

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Ich fasse hier kurz mal zusammen, nach welchen Kriterien deiner Meinung nach eine Spielerin in die N11 gehört:
    1. Sie muss im Verein so überzeugend gespielt haben, dass sie „ohne wenn und aber“ in die N11 gehört. (Beitrag 21.20)
    2. Das geht allerdings nur, wenn sie sich bereits auf internationaler Ebene bewiesen hat, da du dich dagegen wehrst, international noch unerfahrene Talente einzusetzen (Beitrag 27.10, 13:36).

    Wenn wir dann noch bedenken, dass die Härte in den Jugendmannschaften häufig noch nicht so stark ausgeprägt ist, dann kommen eigentlich nur Spielerinnen zweier Vereine in Frage, nämlich Potsdam und Wolfsburg. Wir haben also genau genommen nur fünf Spielerinnen, die – und zwar auch erst alle nach dieser Saison – diese Kriterien überhaupt erfüllen könnten (Magull, Bremer, Elsig, Kemme, Simic).

    Das würde nach deiner Argumentation bedeuten, dass wir immer hoffen müssten, dass die CL-Teilnehmer massig Talente produzieren, da nur die überhaupt berufbar sind. Da allerdings diese Talente in ihren Vereinen (siehe Wolfsburg) sowieso kaum zum Zuge kommen, haben wir de facto in diesem Prinzip keinen Nachwuchs.

    Ich sehe genau das Gegenteil: Gerade weil wir eine ziemliche fixe und eingespielte Mannschaft haben, einen Stamm von 13 Spielerinnen, sollte man um die letzten 6-8 Plätze den Konkurrenzkampf ausrufen. Diese Spielerinnen werden hauptsächlich sowieso nur auf der Bank sitzen, aber immerhin tun sie das. Denn der Pool an Spielerinnen, der das Talent für diese Plätze hat, ist riesig:

    Abwehr: Henning, Wensing, Faißt, Peter, Kemme, Baunach, C. Schröder, Leiding, Ostermeier, Simon, Savin

    Mittelfeld: Odebrecht, Simic, Elsig, Behringer, Magull, Bremer, Romert, J. Maier, Dallmann, K. Schmidt, Leupolz, Däbritz, Lagaris, T. Knaak, Petzelberger, Kershowski, Jäger, Bresonik

    Sturm: Lotzen, N. Rolser, Islacker, Linden, Schwab, Hartel, Popp

    Das sind 36 Spielerinnen für 6-8 Plätze. Da ist es doch nicht so schwierig, mal zu sagen: Okay, Dallmann hat 3 überzeugende Spiele in Folge gemacht, wir haben Linksaußen ein bisschen nen Engpass, laden wir sie zum nächsten Lehrgang mal ein und schauen mal, wie sie sich so macht.
    Schließlich ist nen Lehrgang nicht nur dazu da, Länderspiele zu machen, sondern sich der Trainerin auch anderweitig zu präsentieren.

    Wenn ich mir schaue, auf welch abenteuerliche Weise man ein Nationalspieler in die Männer-N11 geholt wurde (z.B. Arne Friedrich oder Lukas Podolski) und letzterer jetzt im Hunderter-Club ist, dann frage ich mich, wieso das bei den Frauen nicht auch möglich ist. Unter Theune-Meyer war es noch möglich, da debütierte einfach mal Celia als Bad Neuenahr-Küken mit 16 Jahren. Da ging man einfach noch viel freier mit solchen Nominierungen um.

    Außerdem trifft dein System auf viele der aktuellen Nationalspielerinnen nicht zu: Mich zum Beispiel haben Schmidt, Faißt, Popp, Odebrecht, Krahn, Bartusiak, Wensing, Henning usw. auf Vereinsebene schon lange nicht mehr überzeugt. Die hatten ihre gute Zeit, aber die ist jetzt vorbei. Aber sie besitzen einen Persilschein für die N11, weil sie einmal dabei waren.

    Etwas mehr Konkurrenzkampf täte der N11 schon gut. Im Vergleich zur Männernationalmannschaft ist das noch gar nichts. Wenn dort Spieler wie Draxler oder S. und L. Bender darum bangen müssen, ob es Leistungstechnisch für die WM reicht, dann sind das Verhältnisse, von denen der FF weit entfernt ist.

    Dort kann Popp 10 schlechte Spiele in Folge abliefern (in N11 und Verein) und brauch sich trotzdem keine Gedanken um weitere Einsätze zu machen. Und das, obwohl es Alternativen gäbe.

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  • Therese sagt:

    USA

    Heute nacht!

    00:30 USA – New Zealand
    link:

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