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Turbine Potsdam folgt Wolfsburg ins Achtelfinale

Von am 16. Oktober 2013 – 20.55 Uhr 24 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat nach dem 5:0 im Hinspiel des Sechzehntelfinals der UEFA Women’s Champions League auch das Rückspiel gegen MTK Budapest gewonnen. Beim deutschen Vize-Meister dauerte es jedoch einige Zeit, ehe sich die Überlegenheit auch in Toren widerspiegelte.

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Zwar bot sich den Zuschauern im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion ein ähnliches Bild wie im Hinspiel: Die Potsdamerinnen waren von Beginn an die tonangebende Mannschaft. Aber während im Hinspiel die Tore früh gefallen waren, dauerte es beim 6:0 (0:0)-Erfolg diesmal über eine Stunde bis zum ersten Treffer.

Ingrid Wells gibt Debüt bei Turbine Potsdam

Starkes Debüt im Potsdam-Dress: Ingrid Wells © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Lattentreffer durch Kemme
Schon in der vierten und sechsten Minute hatte Natasa Andonova die Führung auf dem Fuß, doch Budapests Torhüterin Réka Szőcs war zur Stelle. In der 11. Minute hatten die Gäste ihre beste Möglichkeit der Partie, als Fanni Vágó frei zum Schuss kam, aber der Ball ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Auch in der Folge blieben die Potsdamerinnen die spielbestimmende Mannschaft, kamen aber zu selten zum Abschluss und scheiterten an der vielbeinigen ungarischen Abwehr. Entsprechend versuchte es Tabea Kemme in der 37. Minute mit einem Schuss aus gut zwanzig Metern, traf allerdings nur die Latte. Entsprechend ging es mit dem 0:0 in die Pause.

Wells belebt das Spiel
Zur zweiten Halbzeit nahm Turbine Trainer Bernd Schröder Julia Simic aus dem Spiel und brachte Ingrid Wells. Die Einwechselung der US-Amerikanerin belebte das Spiel der Gastgeberinnen, die in der Folge zu mehreren guten Möglichkeiten kamen. In der 49. Minute scheiterte Genoveva Anonma nach Vorarbeit von Wells und Andonova an Szőcs. Die Torhüterin behielt auch in der 54. Minute die Oberhand gegen Anonma, kurz zuvor hatte Wells nur den Pfosten getroffen.

Turbine Potsdam jubelt

In der zweiten Halbzeit platzte bei Turbine der Knoten © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Drei Tore in drei Minuten
Der Bann brach schließlich in der 62. Minute, als Asano Nagasato nach Vorarbeit von Kemme von der Strafraumgrenze zum 1:0 traf. Eine Minute später erhöhte Andonova auf 2:0. Die Mazedonierin hatte eine Ecke reingegeben, und Szőcs‘ Abwehrversuch landete wieder vor ihren Füßen. In der 65. Minute traf Antonia Göransson nach einer Ecke zum 3:0. In der 84. Minute legte die Schwedin das 4:0 nach. Andonova gelang nach Vorarbeit von Pauline Bremer das 5:0 (88.), ehe Nagasator in der Nachspielzeit den 6:0-Endstand erzielte.

Im Achtelfinale gegen Lyon
Im Achtelfinale wartet nun ein denkbar schweres Los auf die Potsdamerinnen. Im November stehen sie im Achtelfinale dem zweimaligen Titelträger Olympique Lyonnais gegenüber.

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24 Kommentare »

  • Stefan sagt:

    Schöne symmetrische Torfolge )

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  • Sheldon sagt:

    Na bitte, vor der Saison hatte Potsdam noch keine Spielmacherin, jetzt gleich zwei. Freut mich, dass Wells endlich eingeschlagen ist.

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  • Sheldon sagt:

    Etwas überraschend hat übrigens Barca Bröndby rausgeworfen. Nach einem 0:0 im Hinspiel hat Barca in Bröndby 2:2 gespielt und ist aufgrund der Auswärtsregel weiter.

    Mal schauen, wie sich Tyresö schlägt. Für den europäischen FF wäre es traurig, wenn eine Mannschaft mit so vielen Topstars rausfliegen würde. Übrigens auch zwei ehemalige Bundesligaspielerinnen mit Harris und Krieger auf dem Feld, Thunebro zur Zeit nur auf der Bank.

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  • labersack sagt:

    Tyresö wirft PSG raus. (0:0)

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  • balea sagt:

    Wells war recht erfreulich und für Nagasato habe ich mich sehr gefreut. Im Chancenauslassen dürfte Potsdam inzwischen auch ganz vorn in der Tabelle stehen, herzlichen Glückwunsch! Am Anfang fand ich Wesely etwas wacklig, aber das hat sich dann gebessert. Positiv, dass die Mannschaft bis zum Ende konzentriert gespielt hat.

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  • Markus Juchem sagt:

    @labersack: Noch sind fast 40 Minuten zu spielen zwischen PSG und Tyresö und ein einziges Tor würde PSG reichen, alles also noch offen. 😉

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  • waiiy sagt:

    Ein paar Eindrücke aus dem Stadion, wenn man auch sicher das Meiste am Fernseher besser sehen konnte.

    Mit dem Überblick über das gesamte Spielfeld hatte ich den Eindruck, dass Simic im Bemühen, Druck zu machen, zu weit vorn gestanden hat. Dadurch hat sie sich quasi als Anspiel- und Verteilstation ein wenig aus dem Spiel genommen. Wells spielte dann weiter hinten, fast auf einer Linie mit Elsig / Mjelde und war dadurch viel präsenter.

    Die Auswechslung von Anonma war fast folgerichtig. Sie hatte auch heute wieder wenig Bindung zum Spiel. Irgendwie ist bei ihr seit längerem der Wurm drin.

    Sehr erfreulich war heute der Einstand von Wells und das Spiel von Andonova. Auch Göransson hat man angemerkt, dass sie sich das etwas verlorene Vertrauen von Schröder wieder zurück erkämpfen wollte.

    Zur Leistung hinten kann man nicht viel sagen. Aber ich hätte spätestens nach 20 Minuten Wesely mit nach vorn geschickt bzw. auf die 6 rücken lassen und Elsig nach vorn geschickt. Budapest stand immer nur mit 1 Spielerin vorn und da hätten Kemme und Draws als Absicherung gereicht. Das hätte den Effekt gehabt, dass man wenigstens eine größere Spielerin vorn drin gehabt hätte. So waren die hohen Flanken allesamt Beute der Torhüterin bzw. der Abwehr. Und es hätte wahrscheinlich nicht 0:0 zur Pause gestanden.

    Aber alles in allem war es ein gelungener Abend und ich freue mich jetzt auf Lyon. 🙂

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  • grammofon sagt:

    @balea: Ja, immerhin ist Turbine diesmal nicht zum Schluss eingebrochen sondern hat da erst richtig losgelegt. Ist mir so herum ehrlich gesagt lieber.

    Für alle 3 Torschützen hat es mich sehr gefreut, aber vor allem für Toni, die das nach dem letzten Spiel wirklich gebraucht hat.

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  • grammofon sagt:

    Und jetzt ist PSG raus. Nach dem, was ich noch von der 2. Hz sehen konnte war es wieder ein gutes und spannendes Spiel. Schade, dass eines der beiden Teams raus fliegen musste.

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  • Sheldon sagt:

    Anscheinend hat labersack hellseherische Fähigkeiten^^

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  • Render sagt:

    Schön war auch Jenny Zietz mal wieder 90 Minuten auf dem Platz zu sehen 🙂 Hat ein ums andere Mal hinten für Inka ausgeholfen.
    Wieso nicht Singer-Draws-Zietz und Mjelde davor?
    Freue mich schon auf Samstag, da spielt Turbine hoffentlich besser im Sechzehner als gegen Budapest.

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  • grammofon sagt:

    Weiß eigentlich jemand wo zuerst gespielt wird, in Potsdam oder Lyon? Auf der UEFA Website kriege ich das irgendwie gerade nicht raus.

    Edit: Ok, jetzt hab ich’s. Wenn ich es richtig verstehe spielen sie zuerst in Potsdam.

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  • Stefan sagt:

    Vielleicht sollte man eine Gruppenphase einführen 8 Gruppen zu 4 Teams. Dann käm man dem Namen „League“ ein bisschen näher, und würde verhinden, dass, während PSG ausscheidet, Neulengbach beispielsweise weiterkommt. Die extremen Ergebnisunterschiede find ich nicht gut. Ließe sich mit einer Gruppenphase fairer gestalten.

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  • Sheldon sagt:

    Nebenbei hatte Dänemark im Spiel Bröndby-Barca einen neuen Zuschauerrekord für ein Vereinsspiel der Frauen in Dänemark zu verkünden: Das Spiel sahen 5643 Zuschauer im Stadion. Schade, dass es Bröndby nicht gepackt hat!

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  • enthusio sagt:

    @labersack:

    ich hätte von Dir gerne sofort detaillierte Ergebnisvorhersagen für die zwei Begegnungen Potsdam-Lyon bzw. Wolfsburg-Malmö (Hin- und Rückspiele !) sowie die Spiele Potsdam-Wolfsburg und Duisburg-Essen. Du bekommst Gewinnbeteiligung, versprochen ! 🙂

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  • balea sagt:

    @grammofon
    Ja, natürlich war es für alle Torschützinnen gut.
    Für Nagasato hat es mich deswegen besonders gefreut, weil es ihr Einstand in der 1. Mannschaft über 90 Minuten war (in einem Pflichtspiel) und ich nach dem etwas komischen Ende der „Beziehung“ ihrer älteren Schwester mit Turbine (oder Schröder) schon den Eindruck bekam, dass sie nicht Recht zum Zug kommen sollte.

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  • Maxemus sagt:

    Na, wenn nicht Nagasato mit etwas Mithilfe der Torhüterin getroffen hätte und damit den Tripelschlag ausgelöst hätte…? Wer weiß, ob Turbine dann überhaupt ein Tor gelungen wäre ? Nach dem 1-0 war Budapest jedenfalls gebrochen, wie die 2 Tore kurz danach zeigen. Man darf nicht vergessen, wer der Gegner war. Analysen und Spielerlob erübrigen sich bei der Klasse Budapests doch eigentlich.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Mich hat gestern vorallem Stolz gemacht, dass meine Turbinen nie aufgehört haben weiter druckvoll nach vorn zu spielen, schliesslich galt es ja MTK müde zu spielen und das ohne groß die eigenen Ressourcen, die am kommenden Samstag dringend benötigt werden, anzugreifen. Die B-Elf, die Schröder ins Rennen schickte, hat ihre Uneingespieltheit mit etwas Anlauf überspielt und noch ein Törchen mehr erzielt als im Hinspiel.
    Positiv aufgefallen sind mir wie anderen Beitragsverfassern, Inka, Toni, Asato und explizit Tabbi – alle sprühten vor Spielfreude. Gerade für Toni, nicht zuletzt wegen ihrer 2 Treffer und der deutlich besseren Leistung gegenüber dem Hinspiel, hat es mich gefreut, um dann allerdings mit völligem Unverständnis, die Traineraussage bzgl. besserer Alternativen in Mikro und Kamera zur Kenntnis nehmen zu müssen – hier Herr Schröder irren sie und zwar nicht wenig! 🙁
    Ingrid, liebevoll „Floh“ genannt, kam, sah und siegte, und wenn es gut kommen sollte, haben wir demnächst auch eine spielstarke Doppelsechs am Start, die notwendige Akzente und Impulse dem Angriffsspiel verleiht bzw. Tore selbst beisteuert. Gut das Ingrid kein Leihprofi ist, sondern langfristig an TP gebunden werden konnte. Mit ihr und der Teamleistung aus HZ 2 ist mir in Anbetracht der nächsten WCL-Auftritte etwas wohler und zuversichtlicher zumute, dass das absehbare Ausscheiden nicht ganz so desolat ausfällt wie das vor Jahresfrist gegen Arsenal. Kommt mehr dabei rum, nehme ich das selbstverständlich gern mit!
    Hoffen wir vorerst mal auf eine gute Regeneration des Teams und das nötige Selbstvertrauen für den BL-Knaller am Samstag, denn es wird ausnahmslos ein gänzlich anderes Spiel als das letzte Aufeinandertreffen im Karli! 🙂

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  • waiiy sagt:

    @Maxemus: Das klingt schon etwas despektierlich gegenüber dem Gegner und gegenüber des Verein aus Potsdam. Aber solch eine Aussage kann man ja immer treffen, wenn ein Spiel ausgeht. Da hätte man ja auch sagen können, dass man über das spiel Frankfurt – Bayern nicht hätte reden dürfen, weil Bayern so schwach war oder Wolfsburgs Spiele in der CL sind nicht der Rede wert.

    Ich denke, da spricht eher so ein bisschen der Neid von jemandem, bei dem keine Mannschaft im Wettbewerb ist, an der sein Herz hängt. Also quasi ein bisschen „schlechter Verlierer“.

    Ich denke, alle Wolfsburg- und Potsdam-Fans dürfen sich gern freuen und auch die Leistung ihrer Spielerinnen einschätzen. Und wer Fußball ein wenig kennt, kann selbst aus Spielen gegen einen unterlegenen Gegner Schlüsse ziehen.

    Man darf auch nicht vergessen, dass sowohl in Wolfsburg als auch in Potsdam gestern einiges auf dem Platz probiert wurde bzw. einzelne Spielerinnen für das Spiel am Samstag geschont wurden. Und da gab es durchaus Aspekte, die interessant waren (z.B. Zietz, Wells in Potsdam).

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  • grammofon sagt:

    Also, wenn schon die ewige Pessimistin @Schenschtschina Futbolista optimistisch und glücklich mit der Leistung ist, dann muss es wirklich eine gute Leistung gewesen sein. 😛

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @grammofon
    Bitte leg‘ mal ’ne andere Platte auf, diese hier hat doch schon ’n Sprung! 🙁

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  • grammofon sagt:

    War doch nicht so ernst gemeint.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @grammofon
    dto. 😉

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