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Champions League: Wolfsburg macht’s schon wieder zweistellig

Von am 16. Oktober 2013 – 18.47 Uhr 20 Kommentare

Titelverteidiger VfL Wolfsburg ist mühelos ins Achtelfinale der UEFA Women’s Champions League spaziert. Gegen den estischen Meister Pärnu JK gab es im Rückspiel des Sechzehntelfinales den zweiten zweistelligen Sieg binnen einer Woche.

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Nach dem 14:0-Auswärtssieg in Tallinn im Hinspiel kam die Elf von Trainer Ralf Kellermann gegen den erneut überforderten Gegner vor 800 Zuschauern im VfL-Stadion am Elsterweg diesmal zu einem 13:0 (6:0)-Sieg.

Meyer eröffnet Torreigen
Die neu in die Formation gerutschte, 18-jährige Lyn Meyer eröffnete mit einem Schuss aus der Drehung früh den Torreigen (6.). Nach einer Flanke von Verena Faißt erhöhte Jovana Damnjanovic nur kurz darauf per Kopf zum 2:0 (8.) und Stephanie Bunte baute die Führung mit einem Schuss aus 20 Metern weiter aus (12.).

Halbes Dutzend zur Pause
Für den nächsten Treffer gab wieder Faißt die Vorlage, Conny Pohlers bedankte sich per Kopf zum 4:0 (19.) – ihr 46. Treffer in einem europäischen Vereinswettbewerb. Mit der sicheren Führung im Rücken ließen es die Gastgeberinnen etwas ruhiger angehen. Doch Kapitänin Nadine Keßler erhöhte nach einer guten halben Stunde mit einem Schuss aus 14 Metern auf 5:0 (31.). Fast mit dem Pausenpfiff machte dann Viola Odebrecht das halbe Dutzend voll (45.).

Conny Pohlers

Conny Pohlers erzielte ihre Treffer 46 bis 48 in einem europäischen Wettbewerb (Archiv-Foto)  © Nora Kruse / ff-archiv.de

„Wölfinnen“ weiter torhungrig
Auch in der zweiten Halbzeit ließ der Torhunger der „Wölfinnen“ nicht nach, Meyer traf zwei weitere Male ins Schwarze (47., 59.), und auch Damnjanovic ließ einen weiteren Treffer folgen (61.).

Da wollte sich auch Pohlers nicht lumpen lassen, die das Ergebnis nach schönem Zusammenspiel mit Odebrecht zweistellig machte (72.), ehe Keßler ebenfalls nahezu unbedrängt aus der Drehung ihren zweiten Treffer des Spiels erzielte (80.).

Pohlers zum Dritten
In den letzten zehn Minuten fielen weitere Treffer, Zsanett Jakabfi erhöhte auf 12:0 (83.), ehe Pohlers mit einem Flugkopfball ihren 48. europäischen Treffer folgen ließ (87.) und somit das Gesamtergebnis aus beiden Spielen auf 27:0 schraubte.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

20 Kommentare »

  • kelly sagt:

    super jetzt hat die naechste runde hoffentlich mehr niveau und samstag wird es gegen die turbinen spannend

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  • Lucy sagt:

    Glückwunsch VFL, das war dann aber kein richtiger Gegner, was ?! 🙂

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  • Sheldon sagt:

    So, das nenn ich doch mal konsequent. Wenn Wolfsburg so konzentriert und engagiert überall zu Werke gehen würde (und nicht nur gegen 4.-5.klassige Gegner), wäre es eine Freude ihnen zuzuschauen.

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  • Sheldon sagt:

    Übrigens, wisst ihr, wo Meyer in der Jugend gespielt hat? 😉

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  • balea sagt:

    Ich fand das ehrlich gesagt zum Zuschauen etwas ermüdend, genauso wie das Hinspiel. Wenn die Kräfteverhältnisse derart klar verteilt sind, tut mir zum einen der Gegner nur leid und es fehlt auch jegliches Spannungsmoment. Ein lockeres Trainingsspielchen für Wolfsburg.

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  • Jennifer sagt:

    @Sheldon: Lyn Meyer ist aus Wolfenbüttel und hat dort auch in der Jugend gespielt. Sie hat sogar wenige Spiele in den U-Nationalmannschaften (wenn ich mich jetzt nicht irre). Vielleicht weiss noch jemand Näheres?

    Sie spielt seit 2012 beim VFL Wolfsburg.

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  • waiiy sagt:

    Glückwunsch nach Wolfsburg. Alles in allem sehr überzeugend. 🙂

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Ist vor der Saison 2011/12 von Lok Leipzig gekommen,wobei sie davor bei Turbine II gespielt hatte; hatte sich dann zu Beginn der Saison im Training verletzt und längere Zeit pausieren müssen.Derzeit in der Buli II erfolgreich aktiv.

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  • Sheldon sagt:

    @Jennifer: In Wolfenbüttel hat sie eher in ihrer Kindheit gespielt, mit 14 ist sie dort weg.

    Kleiner Tipp: Es gibt nur zwei Spielerinnen bei Wolfsburg, die häufiger deutsche Meisterin wurden als sie!

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  • Altwolf sagt:

    @balea.Na klar,solche Spiele sind für nicht WOBler nicht so spannend,aber wir Grün-Weißen erfreuen uns an dem Einsatz,den oft gelungen Spielkombinationen,den mehr oder weniger schönen Toren.Auch mal die hinter der Stammelf stehenden Spielerinnen und die Rekonvaleszenten über eine längere Spieldauer,wie auch einige Talente beim Spiel beobachten zu können, macht dann doch Spaß.
    Die Spannung haben wir dann am Samstag in Potsdam,dann sicher auch gegen Malmö und nicht zuletzt im Pokal in Frankfurt;also doch reichlich Spannung in der näheren Zukunft.
    Mir persönlich hat der nie nachlassende Zug nach vorn gefallen,dazu die Spielerinnen L.Meyer,J.Damnjanovic und die langsam wieder zur Form findenden Z.Jakabfi und insbes. V.Faißt;
    C.Pohlers wieder mal da,wo man sie braucht;noch auf der Formsuche mit Besserungstendenz bei N.Keßler,V.Odebrecht und L.Wensing;ruhige,sachliche Partie auch von J.Wedemeyer u.eine sehr lauf- u.einsatzfreudige St.Bunte.

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  • enthusio sagt:

    @Sheldon:
    Da kann man mal sehen, welch gute Ausbildung sie in Wolfenbüttel, Leipzig und Wolfsburg genossen hat :-).

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  • ziefle sagt:

    Lyn Mayer war 2011 dt-Meister bei den B-Juniorinnen beim 3:2 Potsdam gegen Sindelfingen

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  • Sheldon sagt:

    @enthusio: Eine kleine, aber wichtige Station hast du da vergessen^^

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  • Dummkopf sagt:

    Womit man nach dieser kunstvollen Vorstellung direkt bei der Wolfsburger Opera angekommen wäre.
    Dort soll man zumindest schon im Keller Manns genug gewesen sein einzugestehen, dass manchmal die „glücklichen Händchen“ aus Russland doch nicht so „glücklich“ waren, wie die „talentierten Füsschen“ aus dem eigenen Stall talentiert.

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  • Sheldon sagt:

    @Dummkopf: Schönes Wortspiel. Nur dass Lyn Meyer nicht aus dem eigenen Stall kommt, sondern bereits bei Potsdam eine erstklassige Spielerin war, die dort heute mit Bremer Seite an Seite in der 1. Mannschaft spielen würde.

    Gleiches Modell wie sonst, nur dass die Talente nun bereits deutlich früher, also mit 18, 19 Jahren (teils über Umwege) verpflichtet werden.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Wenn sie schon in Potsdam e.erstklassige Spielerin war,warum wurde sie nicht entspreched verpflichet und statt dessen zu Lok Leipzig ziehen lassen.Nicht B.Schröder,sondern R.Kellermann hat sie von dort verpflichtet und dann über die 2.Mannschaft gefördert.Kann man das ruhig mal anerkennen,als immer nur den „alten Hut“,war schon bei den anderen Clubs das überragende Talent, aufzusetzen.
    Leider werden wir am Samstag in Potsdam auf N.Keßler verzichten müssen,da sie sich e.Innenbanddehnung d.Kniegelenkes zugezogen hat.

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  • Sheldon sagt:

    Aus sicherer Quelle weiß ich, dass es damals Wunsch der Spielerin war, Potsdam in Richtung Leipzig zu verlassen. Potsdam hätte sie gerne behalten.

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  • ziefle sagt:

    Ich kann Sheldon bestätigen.
    Es war der Wunsch 1.Bundesliga zu spielen, wenn auch dann beim Absteiger.
    Es hat aber ganz offentsichtlich nicht geschadet die Erfahrung zu machen.

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  • Dummkopf sagt:

    @sheldon:
    Jetzt wollte ich dir mal einen Gefallen tun 😉
    Aber eigener Stall sind ja auch die aktuellen eigenen Mannschaften.
    Sonst hätte ich Schmiede, Gewächshaus, oder Garten genommen.

    @altwolf:
    Bei den Trainern aller Spitzenclubs haben in der Regel andere Aufgaben eher Vorrang als die Zu- oder Abgänge im Bereich 2. Mannschaft oder Nachwuchs. Weiss jemand, wie häufig, die Cheftrainer ihre 2. und die Juniors anschauen?
    Das mit der Verletzung ist natürlich Megapech. Auch diesbezüglich scheint das Glück seit der feststehenden Meisterschaft einfach nicht mehr mitspielen zu wollen.

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  • Altwolf sagt:

    @Dummkopf.Da R.Kellermann,wie wohl auch B.Schröder,sowohl Trainer als auch Sportlicher Leiter in Personalunion ausüben,sind beide sicherlich sehr gut über den Status der sich entwickelnden Spielerinnen in 2.Mannschaft und in d.B17 (WOB hat keine U19) informiert, was sich ja z.B.auch in der Verpflichtung für die 1.Mannschaft von J.Tietge,M.Frohms u.J.Wedemeyer aus den Nachwuchsteams ausdrückt.Zudem war R.Kellermann vor seinem Job bei den Frauen Scout für die Profis im MF tätig, so daß ihm das sicherlich von der Einstellung zur Talentsuche helfen sollte.
    L.Meyer hatte sich im Auftakttraining der 1.Mannschaft verletzt, was sie sehr enttäuscht hat, da sie dort wohl auch des Öfteren mittrainiern sollte; grundsätzlich sollte sie sich jedoch über die Spielpraxis in der 2.Mannschaft an die 1.Mannschaft heranarbeiten (so die damalige Aussage ihres Vaters).

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