Champions League: Malmö im Achtelfinale, Paris ausgeschieden

Von am 16. Oktober 2013 – 22.58 Uhr 9 Kommentare

Anja Mittag, Kathleen Radtke und Katrin Schmidt haben mit LdB FC Malmö das Achtelfinale der UEFA Women’s Champions League erreicht. Dem schwedischen Meister gelang auch im Rückspiel gegen Lillestrøm SK ein klarer Erfolg. Ausgeschieden ist hingegen Paris Saint-Germain mit Annike Krahn und Linda Bresonik. Auch Brøndby IF muss bereits im Sechzehntelfinale die Segel streichen.

Nach einem 0:0 im Hinspiel kam Brøndby im Rückspiel auf eigenem Platz nicht über ein 2:2 gegen den FC Barcelona hinaus. In der Addition bedeutet dies einen Sieg für „Barça“ aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore.

Anja Mittag trifft doppelt
Nach einem 3:1-Erfolg gegen Lillestrøm SK um Ex-Nationalspielerin Isabell Bachor hat LdB FC Malmö das Rückspiel im eigenen Stadion mit 5:0 gewonnen. Anja Mittag brachte den schwedischen Meister in der 17. Minute mit 1:0 in Führung. Kurz darauf erhöhte Manon Melis auf 2:0 (21.). Bis zur Halbzeit schraubten Mittag (31.) und Ramona Bachmann (34.) das Ergebnis weiter in die Höhe. Der einzige Treffer der zweiten Halbzeit blieb Melis (84.) vorbehalten.

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Anja Mittag steht mit LdB FC Malmö im Achtelfinale. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Anja Mittag steht mit LdB FC Malmö im Achtelfinale. © Nora Kruse, ff-archiv.de

0:0 für Paris zu wenig
Die Ausgangsposition für Paris Saint-Germain nach der knappen 1:2-Niederlage im Hinspiel gegen Tyresö war auch aufgrund des Auswärtstores keinesfalls aussichtslos. Doch im eigenen Stadion kam PSG im zweiten Aufeinandertreffen nicht über ein 0:0 hinaus. Annike Krahn stand dabei von Beginn an auf dem Platz, Linda Bresonik gab in den letzten zwanzig Minuten ihr Comeback im Team.

Spratzern scheitert an Torres
Der erste Start in der Champions League für Österreichs Vizemeister Spratzern ist bereits im Sechzehntelfinale beendet. Die Mannschaft von Trainerin Brigitte Entacher unterlag nach dem 2:2 im Hinspiel im zweiten Aufeinandertreffen mit 1:3.

Die Tore für die Italienerinnen erzielten Sandy Maendly (30.), Patrizia Panico (44.) und Sandy Iannella (83.). In der 84. Minute gelang Lisa Makas der Ehrentreffer für die Österreicherinnen. Besser machte es Österreichs Meister Neulengbach. Nach dem 2:1 im Hinspiel gegen Apollon reichte heute ein 1:1, um den Einzug ins Achtelfinale perfekt zu machen.

Lyon mühelos
Chancenlos war der FC Twente beim 0:6 gegen Olympique Lyonnais. Schon das Hinspiel hatten die Niederländerinnen mit 0:4 verloren. Für Lyon trafen Laëtizia Tonazzi (13.), Louisa Nécib (25.), Elise Bussaglia (60.), Eugénie Le Sommer (73.), Lotta Schelin (81.) sowie die aus den USA zurückgekehrte Megan Rapinoe (84.).

Zürich schreibt Geschichte
Nach dem 2:1 im Hinspiel gegen Sparta Prag erreichte der FC Zürich Frauen im Rückspiel in Tschechien ein 1:1 und zieht damit in die nächste Runde ein. Erstmals hat somit ein Schweizer Verein das Achtelfinale erreicht. Nach der frühen Führung durch Mirjine Selimi (16.) ließ der tschechische Ausgleich durch Prags Spielführerin Iva Mocová den FCZ noch einmal zittern. In der Schlussphase musste Prags Tereza Krejčiříková mit einer Gelb-Roten Karte vom Feld (84.).

Die weiteren Ergebnisse vom Mittwoch
Zorky – Thór/KA 4:1 (Hinspiel 2:1)
Fortuna Hjørring – Tavagnacco 2:0 (Hinspiel 2:3)
Birmingham City – PK-35 1:0 (Hinspiel 3:0)
VfL Wolfsburg – Pärnu JK 13:0 (Hinspiel 14:0)
1. FFC Turbine Potsdam – MTK Budapest 6:0 (Hinspiel 5:0)

Die Spiele vom Donnerstag (Hinspielergebnis in Klammern)

13.00 Uhr: WFC Rossiyanka – ŽFK Spartak (4:2)
14.00 Uhr: RTP Unia Racibórz – Konak Belediyesi (1:2)
15.00 Uhr: Arsenal LFC –  CSHVSM (7:1)
20.00 Uhr: Glasgow City LFC – Standard Lüttich (2:2)

Achtelfinale (9./10. November und 13./14. November)

FC Barcelona– FC Zürich Frauen
Konak/Unia – SV Neulengbach
Fortuna Hjørring – Tyresö FF
Spartak/Rossiyanka –  ASD Torres Calcio
1. FFC Turbine Potsdam – Olympique Lyon
FK Zorkiy – Birmingham City LFC
LdB FC Malmö – VfL Wolfsburg
Kairat/Arsenal – Standard/Glasgow

Turnierkalender

9./10. und /13./14. November: Achtelfinale
21. November: Auslosung Viertelfinale und Halbfinale
21./22. und 28./29. März: Viertelfinale
19./20. und 26./27. April: Halbfinale
22. Mai: Finale (Lissabon)

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9 Kommentare »

  • enthusio sagt:

    Schade, schade, schade, Paris hat mit Tyresö leider seinen Meister gefunden. Jetzt wünsche ich Linda Bresonik, dass sie schnell wieder fit wird und in der französischen Liga ihrer Mannschaft beim Kampf um den 2. Platz hinter Lyon weiterhelfen kann.
    Respekt vor Tyresö, dass sie diesen Hochkaräter ausgeschaltet haben.
    Hochachtung auch vor Malmö, denn solch glatte Siege gegen Lilleström hätte ich auch nicht unbedingt erwartet.

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  • Sheldon sagt:

    Sind doch interessante Partien im Achtelfinale bisher:

    Barca – Zürich
    Raciborz (?) – Neulengbach
    Hjörring – Tyresö
    Rossiyanka (?) – Torres
    Potsdam – Lyon
    Zorkiy – Birmingham
    Malmö – Wolfsburg
    Arsenal (?) – Lüttich/Glasgow

    2 Hochkaräter, 3 gut besetzte Spiele und 3 Außenseiter fürs Viertelfinale.

    Rechne mal mit folgenden Mannschaften im Viertelfinale:
    Barca, Neulengbach, Tyresö, Rossiyanka, Potsdam/Lyon, Birmingham, Malmö/Wolfsburg, Arsenal

    Das könnte dieses Jahr ziemlich weit gehen für nen Außenseiter.

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  • Sam sagt:

    Tyresö wird Probleme bekommen, wenn die ganzen amerikanischen Leihgaben zurück in die NWSL gehen.

    Wenn man sich die Achtelfinalpartien so ansieht, muss man schon ein wenig befürchten, dass es im Viertelfinale (eventuell sogar noch im Halbfinale) erneut recht einseitige Partien geben wird.

    Ich bin weiter der Meinung, die UEFA muss ein wenig am UWCL Format feilen.
    Mehr Plätze für die stärkeren Nationen, wie z.B. Deutschland, Schweden, Frankreich, England, Norwegen, Dänemark (jeweils 3-4 Teams)
    Teilnehmerzahl auf 64 erhöhen, Qualirunde für die „schwächeren“ Länder und die Viert- bzw. Drittplatzierten der „stärkeren“ Länder -> 32 Teams in einer Gruppenphase.
    Und von dort dann wie gewohnt, die besten 2 der Gruppen ins Achtelfinale usw.

    So würde man die Spannung vergrößern, Ergebnisse wie Wolfsburg-Pärnu verringern, den Anreiz und auch die Wahrnehmung der Champions League als ebensolche verbessern und den Wettbewerb aufwerten. (Und nebenbei auch die jeweiligen Ligen aufwerten und umkämpfter machen, wenn mehr als nur die Top 2 in die CL kommen würden)

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  • Bernd Zeller sagt:

    @enthusio
    wird Tyresö guttun, die Achtelfinalteilnahme, da sie den Meisterteil an Malmö abgeben und PSG ist wohl ziemlich hart auf dem Boden der Realität gelandet

    @sheldon
    mein „Bauchgefühl“ fürs Viertelfinale:
    Barca, Neulengbach, Tyresö, Torres, Lyon, Birmingham, Wolfsburg, Arsenal

    allerdings ist der Frauenfussball mittlerweile so gut geworden, dass die eine oder andere Überraschung drin sein kann (Hjörring ???) oder Potsdam über sich hinauswächst

    @Sam
    bin wie Du der Meinung, dass sich die UEFA für die Womens’s Champions League ein den Verhältnissen angepasstes Reglement überlegen sollte – aufgrund der Tatsache, dass sich die europäischen Frauenligen qualitativ verbessern werden – die Achtelfinalpaarungen dieser Saison zeigen diese Tendenz und das ist sehr positiv

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  • Sheldon sagt:

    Ich denke nicht, dass man derart über den Modus streiten muss, wie er jetzt ist, vielleicht sollte man eher nochmal über ne längere Beibehaltung von Setzlisten nachdenken.

    Ich denke auch nicht, dass Lyon-Potsdam so ne klare Sache ist. Lyon hat sich meines Erachtens im Vergleich zum letzten Jahr nicht gesteigert. Sie haben mit Bompastor, Georges und Ohno sicher mehr Qualität verloren als durch Kumagai dazu gewonnen.
    Die Dominanz der letzten Jahre aber brökelt.
    Vielleicht kommt Lyon für Potsdam noch zu früh. Vielleicht aber auch genau richtig. Potsdam hat mit Simic und Wells zwei als absolute Hochkaräter einzuschätzende Spielerinnen, mit Elsig und Andonova sind zudem zwei Langzeitverletzte wieder da.

    Im Vergleich zum letzten Aufeinandertreffen mit Lyon hat sich der Kader zumindest deutlich verändert und auch die erste Mannschaft. Von dem 5:1 damals stehen mit Draws, Singer, Zietz, Göransson und Anonma nur noch 5 Spielerinnen überhaupt im Kader.

    Ebenso wird sich Wolfsburg ziemlich strecken müssen, damit das gegen Malmö wirklich was wird. Denn auch Malmö ist mit Superstars nur so gespickt. So wie sie sich beispielsweise gegen Bayern präsentiert haben, werden sie gerade defensiv ein gefundenes Fressen für Mittag, Bachmann und Melis sein. Dazu das Mittelfeld mit Elin Rubensson, Therese Sjögran und Kathrin Schmidt, das wird ne harte Nuss für die Wolfsburgerinnen. Da hilft ihnen auch kein 13:0 gegen einen vollkommen überforderten Gegner, das ist ne andere Preisklasse.

    Und genau da können sich die Schlampigkeiten, die ich hier in den letzten Wochen vehement angeprangert habe, nachher tödlich auswirken. Wie eng das zugehen kann, haben Tyresö und PSG gezeigt. Da reichten zwei Tore, zwei Nachlässigkeiten von PSG, um nicht mehr dabei zu sein.

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  • Jennifer sagt:

    Schade für PSG. Aber das war schon eine geballte Kraft, die da aus Tyresö aufgelaufen ist mit den gesamten Starspielerinnen. Überraschend war für mich, dass kein weiterer Druck von Tyresö ausging.
    Ashlyn Harris jedoch musste für Tyresö ein ums andere Mal retten. Aber auch toll Ali Krieger nach so langer Verletzungspause endlich wieder in Form zu sehen (wie auch schon im Hinspiel). Ali ist wieder da!

    Ich wünsche Linda Bresonik auch alles Gute für ihr Comeback. Man hat gesehen wie heiss sie auf das Spiel war, als sie sich noch nicht einmal während des Spiels hingesetzt hatte sondern die ganze Zeit stehend auf ihre Einwechslung wartete.

    Ansonsten denke ich auch, dass eine Vorqualifikation, wo jeder gegen jeden in Gruppen spielt eine gute Idee wäre. Spiele wie die von Wolfsburg und Potsdam letztens sind nur für die was, die sich eh schon für den Frauenfussball interessieren. Für den Rest sind sie einfach zu langweilig, da zu vorhersehbar.

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  • grammofon sagt:

    @Jennifer (und andere):

    Eine Gruppenphase wie bei den Männern wäre wirklich eine gute Idee. Aber wenn die UEFA momentan schon nicht mal die Kosten für die Vereine decken kann, dann wären diese zusätzlichen Spiele wohl finanziell nicht machbar. (Gut, Wolfsburg, Lyon, Potsdam, etc. könnten sich das leisten, aber z.B. die Osteuropäischen Klubs…?)

    Eine regionale Gruppierung würde die Kosten wohl etwas senken, aber dann würden die großen Teams alle in den gleichen Gruppen landen.

    Bis die UEFA mehr Geld in die WCL investiert, ist das momentane System wohl das beste was zu machen ist.

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  • waiiy sagt:

    Ich bin da auch sehr vorsichtig, was eine Änderung des Modus betrifft. Klar würde ich mir auch wünschen, wenn es mehr Partien im Karl-Liebknecht-Stadion gäbe, die hochwertig sind als nur eine (wie jetzt gegen Lyon). Und ich hätte auch nichts dagegen, wenn Mannschaften wie Juvisy, Frankfurt oder Bayern mitspielen würden, obwohl sie nicht Platz 1 oder 2 in der Liga errungen haben.

    Aber wir sehen das hier alle immer aus der deutschen Brille, aus dem Land, das seit ewigen Zeiten den Kontinentalmeister stellt, dass im Schnitt die meisten Zuschauer und dadurch auch personell auf die gesamte Liga gesehen, die besten Spielerinnen und ausgeglichensten Teams hat. Aus dieser Sicht ist es leicht zu argumentieren.

    Aber für die Länder, die auch in absehbarer Zukunft keine Chance haben werden, ihre Starter in Finale oder Halbfinale zu bringen, hat der Wettbewerb trotzdem eine wichtige Bedeutung in der Entwicklung des Frauenfußballs und die Spiele gegen Lyon, Wolfsburg und Co. sind enorm wichtig für eben diese Entwicklung.

    Alle möglichen Qualifikationen oder Setzlisten würden zu einer Abgrenzung führen, die eigentlich nur für die starken Nationen vorteilhaft werden. Für eine Gruppenphase ist das Zuschaueraufkommen sowohl in den Stadien als auch an den Fernsehgeräten noch zu gering, als dass sie von irgendwem finanziell getragen werden würde.

    Ansonsten ist es wohl eher gut, dass kleine Mädchen in Estland Anschauungsunterricht vom CL-Sieger bekommen und auf der anderen Seite eben auch enge Paarungen da sind, wo eigentlich keine der beiden Mannschaften so früh ausscheiden sollte (siehe PSG – Tyresö bzw. jetzt Potsdam – Lyon). Auf Seiten von UEFA und Eurosport sollte man nur überlegen, ob man dann nicht doch ein tragfähiges Finanzkonzept findet, um so eine Paarung wie PSG – Tyresö als „Knaller der Runde“ aufzubauen und nicht 42 Tore bei Wolfsburg / Potsdam / Lyon in 5 Spielen.

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  • Therese sagt:

    Aufgemerkt!

    Olympique Lyonnais – FC Twente 6.750 Zuschauer
    Les 6 750 supporters de Gerland
    link: http://www.footofeminin.fr/Ligue-des-Champions-Six-buteuses-differentes-et-une-pluie-de-buts-a-Gerland_a7701.html
    Paris Saint-Germain – Tyreso FF 300 (!) Zuschauer
    Parisiennes comme Suédoises ont offert aux 300 spectateurs présents au stade Charléty
    link: http://www.footofeminin.fr/Ligue-des-Champions-Le-PSG-passe-a-la-trappe_a7704.html

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