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Frankfurt verspielt Zwei-Tore-Führung

Von am 5. Oktober 2013 – 15.02 Uhr 50 Kommentare

Der 1. FFC Frankfurt hat auch sein zweites Heimspiel der Saison nicht gewinnen können. Gegen Bayer 04 Leverkusen verspielte das Team von Trainer Colin Bell diesmal sogar eine Zwei-Tore-Führung in einer lange Zeit überlegen geführten Partie.

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Dabei sah es beim 2:2 (1:0) im Stadion am Brentanobad lange Zeit nach einem Sieg für die Frankfurterinnen aus.

Frühe Führung durch Sasic
Célia Šašić brachte ihr Team nach einem Freistoß von Melanie Behringer bereits früh per Kopf in Führung (7.) und auch in der Folge war Frankfurt die Spiel bestimmende Mannschaft. Nach einer Hereingabe der eingewechselten Kozue Ando erzielte Dzsenifer Marozsán mit einem abgefälschten Schuss das 2:0 (65.) und vieles deutete auf einen Dreier der Gastgeberinnen hin.

Colin Bell ist fassungslos

Frankfurts Trainer Colin Bell ist fassungslos © Herbert Heid / girlsplay.de

Weber gleich in der Nachspielzeit aus
Doch Leverkusen kämpfte sich zurück in die Partie. Erst gelang Isabella Linden mit einem Schuss in den Winkel nach Vorlage von Turid Knaak der Anschlusstreffer (80.), in der Nachspielzeit sorgte dann die eingwechselte Francesca Weber nach Flanke von Carolin Simon für den viel umjubelten Ausgleich (90.+2). Trotz des späten Ausgleichs übernahm Frankfurt vorübergehend mit acht Punkten die Tabellenführung.

Frankfurt verärgert
Eine verärgerte Šašić erklärte nach der Partie: „Das darf uns nicht passieren, nach einer 2:0-Führung noch 2:2 zu spielen, das war vollkommen unnötig. Wir haben das Spiel bestimmt und gut nach vorne gespielt, wir müssen aber unsere Chancen noch konsequenter nutzen. Wir müssen ansprechen, was falsch gelaufen ist.“

Ergebnisse Frauen-Bundesliga, 4. Spieltag

1. FFC Frankfurt Bayer 04 Leverkusen 2:2 (1:0)
TSG 1899 Hoffenheim 1. FFC Turbine Potsdam -:-
VfL Sindelfingen SC Freiburg -:-
FF USV Jena SGS Essen -:-
FC Bayern München BV Cloppenburg -:-
FCR 2001 Duisburg VfL Wolfsburg -:-

Tabelle

Rang Verein Spiele Tore Punkte
1. 1. FFC Frankfurt 4 9:3 8
2. 1. FFC Turbine Potsdam 3 10:2 7
3. FC Bayern München 3 5:3 7
4. Bayer 04 Leverkusen 4 7:4 6
5. VfL Wolfsburg 3 10:3 5
6. TSG 1899 Hoffenheim 3 4:6 4
7. FCR 2001 Duisburg 3 5:6 3
8. SC Freiburg 3 3:4 3
9. SGS Essen 3 5:6 2
10. FF USV Jena 3 2:4 2
11. BV Cloppenburg 3 3:7 2
12. VfL Sindelfingen 3 1:16 0

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

50 Kommentare »

  • Michele sagt:

    Wie kann man eine 2:0 Führung noch so leichtfertig verspielen? Ich bin immer noch stocksauer über die naive Spielweise meiner Frankfurterinnen! Ganz stark heute war Bajramaj! Ich kritisiere sie ja oft, aber heute war sie kämpferisch top! Warum hat Bell für die angeschlagene M.Weber nicht die defensivere Tanaka gebracht? Crno stand zwar schon bereit, aber man kann ja noch schnell wechseln!

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  • jochen-or sagt:

    Es ist bemerkenswert, wie dicht die Mannschaften aneinander gerückt sind. Auch mit Leverkusen werden sich Turbine und Wolfsburg noch schwer tun.
    Da war keine große Überlegenheit der Frankfurterinnen zu erkennen – und selbst nach dem 2 : 0 hatte ich schlicht noch Hoffnung, dass da noch ein Ausgleich drin ist.

    Das wird wohl eine spannende Saison und mit dem Los gegen Wolfsburg hat der 1. FFC die nächste schwierige Hürde vor sich.
    Da halte ich dann mal ausnahmsweise dem VfL die Daumen – auch in Memory der letzten, ersten Anmerkung zum Ausscheiden von Turbine hier bei den Kommentaren durch eine FFC-Freundin.
    Für den FF ist diese Entwicklung jedenfalls prima – egal ob es die eigene Mannschaft dabei auch erwischt. Schön, dass im FF Geld viel weniger bedeutet und noch nicht alles bestimmt, wie es sich jetzt bei den Männern andeutet.

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  • Beobachter sagt:

    Glückwunsch an die zu Unrecht (bisher) unterschätzten Leverkusenerinnen.

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  • holly sagt:

    sorry sehe das aber ganz anders. Wenn Frankfurt seine Chancen nutzt gewinnt Leverkusen da keinen Blumentopf.
    Wie ich schon nach dem Essen Spiel geschrieben habe, die Frankfurterinnen haben ein Problem mit ihren Chancenverwertung.
    Wenn sich dann Celia noch mal verletzt dann sieht es ganz düster aus für Frankfurt.

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  • xyz sagt:

    Ich finde dass Leverkusen super gekämpft hat.wenn die Frankfurter Prinzessinen meinen sie müssten ihre Führung verwalten,brauchen sie sich nicht wundern.Außerdem finde ich,dass der Verein Frankfurt aus der Vergangenheit nichts gelernt hat.Anstatt junge hungerige talentierte Spielerinnen zu halten und in die 1.Mannschaft zu integrieren,lässt man die gehen und woanders sehr gut aufspielen.Stattdessen holt man sich wieder so ein ,,Profi“ und denkt jetzt macht man den großen Durchmarsch.Es wird wieder so kommen,dass die Vereine,die auf junge talentierte Spielerinnen setzten,die auch noch nebenbei die Schule besuchen,studieren und arbeiten,dem Verein wie Frankfurt ein Bein stellen.Wenn ich schon in der Stadionzeitung lese,dass fast alle Frankfurterinnen als Beruf ,,Fußballspielerin“ angeben dann kann ich nur schmunzeln.Es könnte ja sein,dass die Frakfurter Damen mal mehr kämpfen lernen,wenn sie auch eine ,,Doppelbelastung“ hätten wie es in anderen Vereinen beim FF üblich ist.

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  • Lucy sagt:

    Wer in den letzten 10 Minuten so eine Führung aus der Hand gibt, hat es auch verdient, wenn er am Ende die Punkte teilen muss !!

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  • DAWIDenko sagt:

    Ich kann mich jochen-or nur Anschließen.
    Ich finde es nicht nur als Potsdam-Fan gut, dass Frankfurt die 2:0 Führung nicht in 3 Punkten ummünzen vermochte.
    In der Liga wird es immer spannender. Fast jedes Team ist schwer zu schlagen.

    Problematisch finde ich allerdings, dass zwischen dem letzten Spiel der Mannschaften nicht einmal ganz 2 Tage dazwischen lagen. Am Donnerstag spielten die Mannschaften 14h. Heute schon wieder…
    Bei den Männern hätten sie sich vermutlich riesig aufgeregt, wenn ein Euro-League Teilnehmer schon wieder am Samstag zur „Prime-Time“ der Bundesliga um 15:30 antreten müsste.
    Vor allem muss man bedenken, dass die „Werkselfen“ von ihrem Sport leben. Ich meine zumindest gehört zu haben, dass Isy Kerschowski der/ die einzige Profi im Kader ist.

    Bei aller Euphorie über die Eurosport-Übertragung am Samstag sollte man dies aber auch bedenken.

    Ich finde es gefährlich , wenn Fernsehübertragungen Anstoßzeiten bestimmen. 🙁

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  • Martin sagt:

    Celia wirkt auf mich alles andere als abgeklärt vor dem Tor. Sie ist zwar sehr fleißig, braucht aber viel zu viele Chancen bis da mal etwas Brauchbares herauskommt. Eine Lösung für Frankfurt’s ewiges Problem mit der Chancenverwertung scheint sie mir nicht zu sein.

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  • never-rest sagt:

    Der 1FFC mal wieder mit alten Schwächen im Torabschluss und am Ende im alten bequemen Trott. Umgekehrt ein starker Endspurt der Leverkusenerinnen mit einem glücklichen aber verdienten Ausgleich, wobei D. Schumann und die Frankfurter Innenverteidigung dabei verdammt alt aussahen. Warum nicht gleich so, am Anfang wirkten die Leverkusenerinnen beinahe ängstlich, für meine Geschmack aber viel zu defensiv. Für das junge Team ohne die großen Namen aber mehr als ein Achtungserfolg und in dieser Saison immer noch ungeschlagen.

    Kämpferisch und spielerisch stark beim 1FFC das offensive Mittelfeld und Lira B. Auch Maroszan mit vielen starken Szenen und einem schönen Tor. Leider taucht sie immer mal wieder während des Spiels auch unter genau wie in der N11.

    Egal: Die Frauen BL ist bis jetzt spannend und ausgeglichen wie nie.

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  • micky sagt:

    Enttäuschendes Spiel der Frankfurterinnen!
    Hier fehlte es heute deutlich an Herzblut. Was den Frankfurterinnen – bedingt durch die (offensichtlich sinnlose) Konzentration von Nationalspielerinnen an Klasse nachgesagt wird, war heute einfach nicht zu erkennen. Ein leidlich gefälliges Spiel im Mittelfeld führte doch kaum zu echten Tor-
    chancen.Sorry holly, ich konnte Torschüsse – also konsequente Schüsse auf das Tor kaum ausmachen. Das Herzblut jedenfalls hatten die Leverkusnerinnen.

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  • balea sagt:

    Auf jeden Fall wird die Saison spannend!
    Anfangs fand ich Frankfurt durchaus stark und es war kein Wunder, dass gleich zu Beginn das 1:0 fiel. Sie haben auch immer wieder sehr schnelle gefährliche Angriffe gefahren. Eine ganze Reihe vergebener Chancen, aber das hat man in Potsdam auch gesehen.
    Rückblickend muss ich sagen, dass Leverkusen in der HZ1 fiel zu ängstlich und mit zuviel Respekt agiert hat. Aber auch da sah man schon, dass Frankfurt irgendwie Schwierigkeiten hat mit Druck umzugehen. Das machte Leverkusen in der 2. HZ viel besser. Besonders da hat mich gewundert, dass Frankfurt nicht dominanter spielen konnte.
    Noch eine Parallele zu Potsdam: Die Abwehr, hier besonders in Person von Bartusiak, war ganz schön wackelig.

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  • noworever sagt:

    nicht, dass desi, die allein verantwortliche für diesen spielausgang ist … aber einen richtig sicheren/souveränen eindruck macht sie bis jetzt noch nicht.
    es gibt durchaus torhüter/-innen, die gehen bei der betreffenden flanke (5-meterlinie) heraus … besonders, wenn solch eine hereingabe schon etwas verdächtig bogenlampen-ähnliches hat.
    fast 80minuten im regen stehen … sind halt kein allzu großer garant für spielpraxis und … sicherheit.

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  • Lucy sagt:

    In Cloppenburg soll auch längst nicht alles Gold gewesen sein, trotz des hohen Sieges. Es wurde gesagt, sie haben halt da mal ausnahmsweise mehr Torchancen genutzt. Aber das Drumherum war längst nicht ansehnlich, lt. Leuten, die mit waren… 🙁

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  • Detlef sagt:

    Zumindest das Ergebnis beruhigt mich doch etwas, daß meine TURBINEN nicht die Einzigen sind, die „totsichere Spiele“ am Ende noch vergeigen!!!

    Wenn man da ein paar Jahre zurückdenkt, da haben Frankfurt und Potsdam nicht gerade selten in den letzten Minuten Spiele noch entschieden oder gar noch umgedreht, nur weil man konditionell und mental noch frischer als die Gegner war!!!
    Gerade Frankfurt war darin absoluter Spezialist, nicht selten in der Nachspielzeit noch die entscheidenden Tore zu schießen, was ihnen zu ihrem zweifelhaften Dusel-Image verhalf!!!

    Aber gerade diese Saison zeigt doch deutlich, daß es den etablierten Klubs heute nicht mehr möglich ist, aus 70-80 Minuten totaler Dominanz klare und deutliche Siege zu generieren!!!
    Eine mangelhafte Chancenverwertung zeigen alle vier Spitzenklubs!!!

    Da bin ich mal sehr gespannt, ob Bayern, Wolfsburg und Potsdam von diesem Punktverlust der Hessinnen profitieren können!!!

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  • herr schulze sagt:

    Auch wenn ich da wieder Kritik einstecken muss: Nichts Neues am Brentano-Bad. Das verordnete „Dominanz“- und Sicherheits-Gekicke eines sich Edelteams, das gegen eine Küken-Mannschaft (ich mein das voller Anerkennung) mit einer einzigen, sich aufreibenden Spitze antritt. Und das zu guterletzt seinen Vorsprung durch tristes Bälle wegschlagen über die Zeit zu retten sucht. Inklusive Trainer, der vor lauter Hilflosigkeit in der 90. Minute auswechselt, um Zeit zu gewinnen, statt vorher sichtlich ausgelaugte (Lira, Maro) oder auch desorientierte (Weber) zu erstzen.
    Soo viele Chancen waren es tatsächlich nicht, die sich der FFC da erspielte. Es gab schöne Szenen, ein paar gelungene Kombinationen, aber nicht mal phasenweise ein Spiel aus einem Guss. Natürlich hätte auch ein 3-0 fallen können, nach dem man sich dann sattsam gepauchpinselt hätte. Doch auch wenn Leverkusen kaum zu Chancen kam, war doch oft sehr viel mehr drin für dieses Team. Eine sichere Abwehr hatte der FFC jedenfalls nicht.
    Bajramaj war vor allem in der 1. Halbzeit stark, verlor aber dann ziemlich die Kräfte und reihte sich schließlich in die allgemeine Fehlpassorgie ein. An eine Chance oder einen Schuss von ihr, kann ich mich jetzt nicht erinnern, und auch Behrnger hat zwar viel im destruktiven Bereich abgeräumt, aber trotz ihrer starken Klebe nicht einmal aufs Tor geschossen, dafür aber viel für den Titel der Fehlpass-Queen getan. Beste Spielerin beim FFC war für mich Celia Sasic.
    Wie Essen, so ist auch Leverkusen eine Mannschaft, gegen die man mit den Ansprüchen des FFC auf den Platz geht, um sie wegzuputzen. Das ist nicht arrogant, das verkennt auch nicht die gewachsene Stärke der Liga. Mit so einem freud- und leidenchaftslosen Langweilerfußball wie heute macht man solche Mannschaften freilich stark. Ich warte noch immer auf das erste schöne Spiel.

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  • Marcel sagt:

    Frankfurts Angriffspiel macht auch nicht grade Angst alles auf Celia abgestimmt vor allem mit schönen langen Bällen irgendwie leicht ausrechenbar .
    Die Tore auch etwas glücklich auf beiden Seiten.Bei Celias 1:0 sieht Schmitz aber nicht gut aus, wenn jemand im 5Meterraum zum Kopfball kommt hat man als Torwart irgendwas falsch gemacht.
    Beim 2:0 war der Ball nicht im Aus ? Sah zumindest stark da nach aus.
    Lindens tolles Tor sah auch nicht unhaltbar aus und ja zum Ausgleich muss man ja nicht viel sagen.
    Von Leverkusen bin ich trotz des Unentschiedens etwas entäuscht vor allem in der 1.HZ hat ja völlig die Durchschlagskraft gefehlt,da bringt das tollste Passpiel natürlich nichts ,das übrigens auch nicht immer sonderlich toll war.Mit Weber wurde es zumindest etwas besser in der Hinsicht trotzdem kein gutes Spiel insgesamt auch wenn man zugestehen muss das sie nie aufgegeben haben.

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  • Bernd Zeller sagt:

    Ich denke auch, dass sich die Kluft zwischen „den Grossen“ und „den Kleinen“ langsam verringert…und damit haben „die Grossen“ ein mentales Problem … sie führen 2:0 (wie gesehen Turbine, FFC)und schalten einen Gang runter und plötzlich sind alle überrascht, dass die Kontrahentinnen auf dem Platz auch Fussball spielen wollen und können … hier siegt eindeutig das Engagement und Herzblut gegen langweilige Routine und Zeit runterspielen…

    Leverkusen hat ein tolles und erfrischendes Potential an talentierten Spielerinnen…und in Frankfurt muss sich einiges ändern, mit einem Stadionumbau, der lediglich den Starallüren gerecht wird, ist es nicht getan…habe auch überhaupt keine Erklärung dafür, warum der DFB seine Lieblingsspielerinnen beim FFC sucht…

    Kerstin, Simone, Lira haben gekämpft…die restlichen Prinzessinnen haben sich geschont, vorallem das grösste Talent des FFussballs (!)…und Celia ist das, was sie ist, eine ganz normale Fussballerin…

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  • Altwolf sagt:

    Einschränkend möchte ich sagen,daß ich das Spiel erst ab der 20 Minute gesehen habe,jedoch fragte ich mich schon nach wenigen Minuten,wer denn da die Heim-Mannschaft war! Das Mittelfeld wurde von den Weiß-Blauen garnicht attackiert und die Roten spielten mit der Defensive kurz hinter der Mittellinie.Wenn Leverkusen noch etwas durchschlagskräftiger in der Offensive wäre,dann wäre der 1.FFC in dieser Phase in größere Nöte gebracht worden oder Linden ihre Torchance genutzt hätte.Bis zum Ende der 1.HZ sah das jedenfalls nicht nach Frankfurt – N11-Spielerinnen im MF und Angriff- sondern eher nach Spielstil von Bad Neuenahr im letzten Jahr aus.Frankfurt spielte nach der 1:0 Führung wie eine Gästemannschaft mit abwartendem Konterfußball.Eigentlich erwartet man doch ein dominant auftretendes und mit Pressing agierendes Frankfurter Team bei all dieser Qualität der einzelnen Spielerinnen.GW an Leverkusen.

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  • Speedy75 sagt:

    Positiv, die Liga bleibt durch das Unentschieden weiter spannend.

    Auch der FFC hat ein ähnliches Problem wie Potsdam, sie lassen einfach zu viele Chancen liegen, hätte man in Halbzeit 1 nach der 2:0 gemacht wär es möglicherweise anders gelaufen.

    Was Obliers in Leverkusen leistet ist auch aller Ehren wert, die Mädels von Leverkusen und Halbzeit 2 deutlich besser als in der ersten Hälfte.

    Weiss man schon was viel viele Zuschauer vor dem TV waren?

    Bedenklich finde ich übrigens dass zwischen den Spieltage nur 2 Tage Pause lagen, muss das wirklich sein?

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  • Dummkopf sagt:

    Da könnte man ja 1000000 Sachen zu schreiben.
    Angefangen beim SPRUCH DES TAGES! Von wem anderes als dem Reporter, der beweisen wollte, dass er das besser kann als alle Matthäusse, Baslers, Möllers dieser Welt :

    „Bell ist der Pep Guadiola des dt Frauenfussballs“
    Das hätte sheldon nicht treffender formulieren können.

    Weil er 4-1-4-1 spielt! AHA, nun, besser als 2:2 ist das allemal.

    Mal abgesehen davon, dass Frankfurt nicht 4-1-4-1 spielt, ist Guardiolas Philosophie, über Ballbesitz den Gegner zu dominieren. (Muss man aber als Reporter nicht so genau wissen, ist ja schon eine Leistung, den Namen Guardiola zu kennen, vielleicht sogar noch Tiki-Taka!)

    Der FFC hat genau das Gegenteil gemacht. Eine Art Anti-Guardiola-Stategie sozusagen: Dem Gegener den Ballbesitz überlassen um dann auf dessen Fehler zu hoffen, und auszukontern.

    Na, dachte ich, zwar grausam anzuschauen, aber es schien ja erfolgreich zu sein, und wenn man als Spitzenteam auf eine mittlere Mannschaft trifft, die sich auswärts auskontern lässt, warum nicht. Immerhin hat man beim FFC gelernt, dass es keinen Schönheitspreis gibt.

    Hat auch 70 Min ganz gut funktioniert. Lev wusste überhaupt nichts mit dem Platz anzufangen, und der FFC mit seinem Blockadebollwerk hinten immer souverän Herr im Haus. Sah nach einem souveränen 3-4:0 aus.
    Aber dann darf man als Spitzenmannschaft gegen die Harmlosigkeit der Harmlosigkeit nicht solche Löcher aufmachen!

    Spätestens nach dem 2:1 muss man doch wenigstens „den Ball in den eigenen Reihen halten“ und mit so überlegenem Spielermaterial die Zeit herunterspielen. 10 Guardiola-Bayern haben das gerade auswärts bei einem Top-Gegner noch vorgemacht.
    Und 11 Top Bell-FFClerinnen haben gegen einen Mittelklasse-Gegener um das zweite Gegentor „gebettelt“. Am Ende fand ich das dann sogar ganz freundlich von Lev., dass sie dem FFC doch noch eins eingeschenkt haben, oder?

    Hier waren weder in erster Linie mangelnde Chancenauswertung noch mangelndes Herzblut schuld, sondern die am Ende eben dann zur „Katastrophe“ führende taktische Anti-Guardiola-Strategie mit eingebauter Selbstüberlistung.

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  • Karl sagt:

    Ich stimme Detlef und Herrn Schulze zu, genau diese Spiele habe ich auch gesehen. Es kommt mir irgendwie so vor als wuerde der jeweilige underdog die ersten 70 minuten das tun was von ihm erwartet wird, beton anruehren , und wenn man dann nicht allzu sehr zurueckliegt werden in den letzten 20 minuten noch 2 frische stuermerinnen eigewechselt und man macht nochmal richtig Dampf weil man ja nichts zu verlieren hat und ein 0:2 bringt einem genauso wenig wie ein 0:4 . In dieser Saison scheint das sehr haeufig zu funktionieren weil sich die Favoriten an die Spielweise der ersten 70 minuten gewoehnt haben. Mir kam das heute so vor als haette Bell Celia ab Minute 70 auf die doppel6 zurueckbeordert , und da wurden natuerlich weiter hinten bei Leverkusen 2 – 3 Abwehrspielerinnen frei die sich dann auch mehr vorne einschalten konnten.
    @Bernd Zeller: Ich glaube nicht dass sich der DFB seine Lieblingsspielerinnen unter den Frankfurter Spielerinnen aussucht, sondern eher dass sich Frankfurt gerne die Lieblingsspielerinnen des DFB einkauft.

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  • Altwolf sagt:

    @Speedy75.Ideal ist ein solch kurzer Abstand sicher nicht,das ist dann schon der TV-Situation geschuldet.Aber wenn WOB nach dem Donnerstagspiel am Sonntag in Duisburg spielt,dann nach Estland reist um dort am Mittwoch in der CL, dann am 13.10 hier gegen Hoffenheim und dann wieder am 16.10 in der CL und dann am 20.10 gegen Turbine spielt, interessiert das auch Niemanden.

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  • grammofon sagt:

    Damit hat Leverkusen dann einen richtig guten Start in die Saison geschafft. Gratulation. In den letzten Jahren haben sie ja meist recht schlecht angefangen und mussten dann in der 2. Saisonhälfte einiges wiedergutmachen.

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  • Altwolf sagt:

    @Dummkopf.Da haben wir offenbar den gleichen Eindruck gewonnen,während hier doch, einschließlich der TV-Moderatoren,viele, andere Spielimpressionen aufgenommen haben.Für einen Club mit internationalen Ambitionen und Titelansprüchen steht das heute Geleistete in einem ziemlichen Mißverhältnis.

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  • Detlef sagt:

    @Karl,
    Ich kann hier nur von TURBINE sprechen, da ich das heutige Spiel noch nicht gesehen habe!!!

    In Essen haben wir etwa 70 Minuten total dominiert!!!
    So total, daß die SGS nicht einen einzigen Schuß „on target“ abgeben konnte!!!
    Der Wandel im Spiel kam nicht von Essen, sondern von TURBINE, weil man die „Zügel“, die man vorher fest im Griff hatte, beinahe schlagartig lockerte, und somit die Essener Stürmerinnen plötzlich Räume bekamen, die vorher nicht dawaren!!!
    Wenn wir die „Zügel“ erst ab der 80. Minute gelockert hätten (wie Mainhatten), wäre es wahrscheinlich genauso ausgegangen wie heute in Frankfurt, nämlich 2:2, und es wär in die Verlängerung gegangen, vor der Schröder noch einmal alle Spielerinnen „wachgemacht“ hätte!!!

    Es ging mM nach die Konzentration verloren, denn wir hatten die Begegnung schon mental abgehakt!!!
    Hätten wir also so weitergemacht wie in den 70 Minuten zuvor, hätte es einen klaren Favoritensieg nach 90 Minuten gegeben!!!

    Was ich jetzt hier so rauslese, muß Leverkusen gegen Frankfurt also ähnlich agiert haben wie Essen gegen uns!!!
    80 Minuten war von ihnen nicht viel zu sehen, und erst gegen Ende, als Frankfurt das Spiel über die Zeit schaukeln wollte, machte Bayer Druck, und aus wenigen Chancen 2 Tore!!!

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  • nadenn sagt:

    Bei den meisten Kommentaren frage ich mich welches Spiel die gesehen haben. Vielleicht haben die sich von der völlig falschen Spielbewertung von Eurosport einlullen lassen.
    Frankfurt stark? In den ersten 10 Minuten ja. da hat Leverkusen aber auch noch geschlafen.
    Mangelnde Chancenverwertung? So viele hatte Frankfurt auch nicht, und wenn dann durch Fehler der Leverkusener.
    Ich hatte erwartet das Frankfurt das Spiel bestimmt, das war aber nicht der Fall. Für einen Kader mit den Ansprüchen war das einfach schlecht.
    Leverkusen hat sich den Punkt verdient. Die Frankfurterinnen hätten sich nicht einmal über eine Niederlage beschweren könne wenn Leverkusen von Anfang an mutiger und konzentrierter gespielt hätten.

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  • balea sagt:

    Die Saison ist ja noch sehr jung – aber sind die ersten Zuschauerzahlen für Frankfurter Verhältnisse (1820 und heute nur 1240) nicht einigermassen enttäuschend, trotz des bescheidenen Wetters?
    Was sagen die Frankfurt – Anhänger? Lag das am Wetter, evt am Samstag / Uhrzeit / an der TV Übertragung? An der Baustelle…?

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  • Detlef sagt:

    In der Zusammenfassung auf DFB-TV sieht man übrigens, daß Frankfurts zweites Tor nicht regulär war!!!
    Der Ball war beim Paß von Ando auf Marozsan bereits mit dem vollen Umfang hinter der Grundlinie!!!

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  • karl sagt:

    @Detlef: Ja, ich habe beide Spiele gesehen und fand sie sehr aehnlich. Haette das Spiel gestern noch 5 minuten laenger gedauert haette Leverkusen noch das Siegtor erzielt. Fuer mich sieht das wie die neue Underdog Taktik aus die allem Anschein nach in dieser Saison sehr oft funktioniert.

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  • Monk sagt:

    @nadenn Frankfurt hat das Spiel nicht bestimmt? Wie viele Chancen hatte denn Leverkusen bis zur 80min? NULL! Bei einer sicheren Führung dicht stehen, nichts zulassen und schnell umschalten ist durchaus ein probates Mittel. Hätte Frankfurt die Chancen genutzt, wäre das Spiel 3/4-0 sou­ve­rän über die Bühne gegangen. Meike Weber’s Fehlpass brachte Leverkusen überhaupt erst ins Spiel. Das Ergebnis ist nicht unverdient, aber Frankfurt hat den Sieg einfach verschenkt.

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  • Aldur sagt:

    Die späten Aufholjagden ziehen sich irgendwie wie ein roter Faden durch die bisherige Saison. Nach Essen vs. Cloppenburg vom 1.Spieltag, und dem Pokalspiel Essen vs. Potsdam jetzt bereits die dritte Partie der noch jungen Spielzeit, in der in der Schlussphase ein 2-Tore-Rückstand aufgeholt wird. Da soll noch einer sagen, die Liga wäre nicht spannend…

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  • DAWIDenko sagt:

    Der rote Faden der späten Aufholjagden der „Kleinen“ gegen die “ Großen“ zieht sich weiter durch die noch junge Saison:
    Heute mittag kam die TSG Hoffenheim gegen Turbine noch auf 2:3 heran nach einem Doppelschlag in der 76. und 78. Minute.
    Endstand TSG Hoffenheim – Turbine 2:3 (0:2)

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  • Lucy sagt:

    @ balea

    Ich kenne viele, die samstags um diese Zeit nicht kommen können, weil sie entweder arbeiten oder selbst spielen müssen. Die ärgern sich schon, eine Dauerkarte gekauft zu haben, weil ihnen dadurch ein paar Spiele „flöten“ gehen. Dann sind natürlich auch noch einige von den sogenannten „Schönwetterfans“ daheim geblieben.

    Im Stadion sieht das jetzt von der Tribünenseiten-Ansicht so aus: die kompletten Stehplätze rechts hinterm Tor sowie gegenüber bis zur Mittellinie sind abgerissen und existieren zurzeit nicht mehr. D.h. diese Plätze werden bis auf weiteres nicht zur Verfügung stehen.

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  • grammofon sagt:

    Ja, und eben hat Potsdam nach einem 3-Tore Vorsprung wieder in den letzten 15 Minuten 2 Gegentore bekommen… Das gibts doch nicht.

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  • Lucy sagt:

    Keine weiteren Überraschungen, dafür hat Frankfurt an diesem Spieltag alleine gesorgt… 😉

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  • Detlef sagt:

    @ grammofon,
    Es war wieder zum verrückt werden!!!
    Als hätte jemand die Uhr gestellt, fingen wir uns wieder wie gegen Essen und Duisburg (um genau die selbe Zeit) die Gegentore!!!
    Sollte man nicht endlich mal begriffen haben, daß ein Spiel mindestens 90 min dauert??? 🙁
    Am Ende fing die komplette Hintermannschaft wieder das Schwimmen an!!!
    Kopfschütteln überall, wie man sich so ein Spiel doch beinahe noch aus der Hand nehmen ließ!!!
    Sicherheitshalber hatte TONI heute noch ein Tor mehr geschossen, denn ein 0:2 wäre heute wieder zu wenig gewesen!!!

    Dabei gab es wieder klare Chancen in rauen Mengen, allein NATASCHA hätte 3 Tore schießen können/müssen!!!
    TURBINE hat die Gastgeberinnen ähnlich dominiert wie Essen, und bis zu dieser 75.-76. Spielminute so gut wie nix zugelassen!!!
    Dabei hatte Schröder die Mannschaft gleich auf 3 Positionen verändert, für ADA spielte NATASCHA, für ULLA ging JOJO in die IV, und TABBI spielte neben LIA auf der 6-er!!!
    Dafür kam ALEX wieder zurück in die Abwehr!!!
    Es sah phasenweise ganz gut aus, was unsere Mannschaft zeigte, trotzdem bleibt noch immer ganz viel Luft nach oben!!!

    Fakt ist, daß vor allem in den Köpfen der Spielerinnen etwas passieren muß, damit uns Aussetzer wie in den letzten Spielen nicht gegen die Großen passieren!!!
    Oder wir müssen bis zur 75. Spielminute mit 4-5 Treffern gegen Wolfsburg, Bayern und Lyon führen, um am Ende noch ein Treffer besser zu sein!!!

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  • Sokrates sagt:

    Ich habe Frankfurt zum ersten Mal in dieser Saison gesehen. Nach meinen Live-Eindrücken im Stadion und ohne Anschauen der Fernsehaufzeichnung kann ich vielen intelligenten kritischen Stellungnahmen nur zustimmen. Insbesondere möchte ich die von Herrn Schulze schon mehrfach geäußerte Kritik am Sicherheits- oder Defensivkonzept von Colin Bell stark machen. Eine Spitze ist definitv zu wenig. Leider hat es der FFC vor der Saison versäumt, sich mit einer weiteren torgefährlichen Top-Stürmerin oder einem torgefärlichen Sturmtalent zu verstärken. Sollte die verletzungsanfällige Célia sich verletzen, wird Frankfurt noch größere Schwierigkeiten beim Toreschießen bekommen.

    Dominanz hat der FFC nur in den ersten zwanzig Minuten gegen zu defensive, zu passive und ängstliche Leverkuserinnen gezeigt. Als die Leverkuserinenn nach dem Seitenwechsel vielleicht einen halben Meter dichter an ihre Frankfurter Gegenspielerinnen heranrückten, war es mit der Feldüberlegenheit des FFC endgütig vorbei; im Gegenteil schien mir Leverkusen in der zweiten Halbzeit mehr Ballbesitz zu haben und als Mannschaft auch weiter aufzurücken als der Gastgeber. In der Rückwärtsbewegung hat eigentlich nur Célia sehr gut gepresst. Ich kann mich nicht erinnern, dass Frankfurt auch nur einmal mit zwei oder drei Spielerinnen Überzahl gegen eine ballführende Spielerin hergestellt hätte. Es gab also kein aggressives Pressing und auch keine frühen Balleroberungen, nach denen man überfallartige Gegenangriffe hätte einleiten können. Erschwerend kommt hinzu, dass Maro wegen ihrer Lauffaulheit und Langsamkeit ihre Mitspielerinnen beim Pressing kaum unterstützt und dem Gegner dadurch Räume in der Spieleröffnung geschenkt werden.

    Frankfurt hat sich erneut nicht genug Torchancen herausgespielt und hat auch seine körperliche Überlegenheit gegen die junge Werkself nicht für eine dominante Spielweise genutzt. Schließlich war der Spielaufbau häufig zu langsam und mal wieder die Lücken zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen zu groß. (Steht die Frankfurter Viererkette zu tief und ist deswegen der Abstand zur Doppel-Sechs häufig zu groß? Wenn ja, ist das tiefe Stehen der Abwehr Teil des Sicherheitsfußball à la Collin Bell?)

    Lira hat sich zwar sehr bemüht und sich einmal mutig in einen Freistoß von Isy geworfen, aber sie hat selber nicht einmal aufs Tor geschossen und auch keine Torchance vorbereitet. Sie ist keine Spielmacherin auf der 6. Auch hat sie nicht optimal gepresst, weil sie das Spiel des Gegners öfter nicht optimal gelesen und Pässe nicht optimal antizipiert hat. Sie hat also insgesamt trotz großen läuferischen und kämpferischen Aufwandes zu wenig bewirkt.

    Beim Ausgleichstor in der letzten Minute wurden wohl zwei Fehler gemacht. Desi oder Saskia in der IV hätten vor der Flanke laut „Raus!” rufen müssen, um die Leverkuserinnen abseits zu stellen oder wenigstens zum Abrücken vom Frankfurter Fünfer zu zwingen. Leider ist Frankfurt hinten mal wieder nicht rausgerückt. Nachdem dieser erste Fehler gemacht worden war, hätte Desi dann sofort rausgemusst, um Francesca Weber aus der kurzen Distanz wenigstens unter Druck zu setzen, weniger Zeit zu lassen und den Winkel zu verkürzen.

    Die umstrittene Szene vor dem 2:0 konnte ich von meinem Standort nicht sehen. Marija Kurtes hat mir nach dem Spiel gesagt, dass sie und Marina Wozniak an der Linie, deren Sicht durch die beiden Torpfosten versperrt war, die Situation nicht eindeutig gesehen hätten. Deswegen hätte sie weiterspielen lassen. Ihr war allerdings aufgefallen, dass die Spielerinnen im Strafraum kurz stehen geblieben wären. Nach dem Spiel hätten ihr Leute (vom DFB?) per Telefon mitgeteilt, dass der Ball laut Fernsehbild knapp im Spielfeld gewesen wäre. Ich werde mir das selber nachher mal ansehen.

    Die Zuschauerzahl ist sicherlich großzügig aufgerundet worden. Faktisch waren vielleicht 800 Zuschauer im Stadion, was allerdings nur am Dauerregen und (noch) nicht an einer massenhaften Abwendung der Frankfurter Fans und Zuschauer lag. Das maximale Fassungsvermögen des Stadions liegt wegen des Stadionumbaus zur Zeit nur noch bei ca. 3000 Zuschauern.

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  • Speedy75 sagt:

    Was war denn heute wieder mit Turbine los? Konnte leider selbst nicht Hoffenheim sein aber wenn man nach 3:0 Führung noch 2 Gegentore kassiert stimmt da irgendwas nicht.

    @Sokrates
    Schönen Dank für einen Livebericht vom gestrigen Spiel.

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  • Altwolf sagt:

    @Sokrates.Mit deiner detailierten Schlderung als Augenzeuge vor Ort kommt man dem tatsächlichen Eindruck vom Frankfurter Spiel doch schon sehr nahe.Wenn man Druck auf den Gegner machen will,benötigt man lauffreudige (ich darf mal an die phänomenale 33-jährige M.Müller erinnern) Stürmerinnen und vor Allem 1 oder 2 6er mit Kampfgeist und strategischem Denken.Wenn eine geborene Außenstürmerin wie L.Bajramaj auf der 6 spielen muß,ist entweder die Not sehr groß,weil sich sonst niemand neben M.Behringer findet, oder die Philosophie lautet „nur nicht zu offensiv stehen“.Wie kann man sich der Offensivfähigkeit e. Lira nur selbst berauben.Da wäre K.Garefrekes als offensive 6er noch besser gewesen oder zumindest im Wechsel miteinander.Wie du schon angedeutet hast, Maro ist leider bei all ihren Fähigkeiten nur schwer zum Laufen zu motivieren, insbes. nicht gegen den Ball und vor allem kaum ohne Ball. Mit dieser Art Fußball zu spielen und solch einer Präsenz so auf dem Platz wird wohl nur der 4.Platz herauskommen. Da muß sich im ganzen Auftreten etwas ändern, selbst wenn auch mal ein Spiel vom Ergebnis her daneben geht. Bei TP sieht man wenigstens,daß sie das Spiel bestimmen wollen (zumindest bis zu 70.Minute – bisher).

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  • AdiPreissler sagt:

    Verstehe nicht, wieso hier verschiedene Leute Frankfurt mit Gewalt eine Doppel-6 andichten wollen. Bell spielt das neue Modesystem 4-1-4-1 mit Behringer als einziger 6, wieso auch immer.

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  • Detlef sagt:

    @Speedy75,
    Siehe mein Augenzeugenbericht über dem von Sokrates, und mein Lösungsansatz für dieses Problem!!!

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  • Dummkopf sagt:

    @sokrates: Danke für den ausführlichen Bericht. Immer schön, wenn jemand sich sachlich, möglichst objektiv und ausführlich dem Thema widmet. Da auch karl das schon geschrieben hat und altwolf jetzt auch:
    Die klassische „6“ ist die zentrale defensive Mittelfeldposition, vor der Innenverteidigung.
    Ganz früher mal „Wasserträger“ oder „Vorlibero“ genannt, und stammt aus einer Zeit, wo „10“ der klassische Spielmacher war.
    Heute mit meist einer Sturmspitze, ohne klassische „10“ hat man dann sozusagen noch einen Spieler zusätzlich für das Mittelfeld der oft auch noch auf diese Position 6 gestellt wird.
    Dann spielt man sozusagen mit 2 defensiven MFsplern zentral vor der Abwehr. Der DOPPEL-6. N11 Frauen und Männer, Bayern unter Heynckes spielten so. Und bei Wob Goessling und Kessler.

    Der FFC NICHT. Dort war gestern Behringer nominell die einzige „6“. Bajramaj und Maroszan (THEORETISCH) eher offensive MF, Garefrekes re und Laudehr li. 4er Kette ganz hinten, Sasic ganz vorne.
    Deshalb nennt man es theoretisch 4-1-4-1.
    (4er Kette, 1defensive MF, 4MF, 1 Spitze)
    Beim FFC gestern war das, da Garefrekes und Laudehr eher defensive äussere MF waren, allerdings dann ein 4-3-2-1, und zwar mit im Spielverlauf zunehmenden Auflösungserscheinung in Richtung 10-H-üh-ner-hauf-en, so dass man nicht mehr viel von irgendetwas erkennen konnte.
    Die 4er Kette, 1 über-„klassische“ 6, und dann müsste man man mit Zahlen kleiner als 1 weitermachen.
    Über Details kann man immer ein wenig streiten, aber in einem Punkt bist du leider sehr in der Zeit der „10“er steckengeblieben. Im Gegensatz zur Doppel-6, die mancher spielt mancher nicht, ist 2 Sturmspitzen doch sehr überholt, der Trend geht zu 0!

    Und gerade letzte Woche hat doch Bayern bewiesen wie man mit 0 Sturmspitzen sehr effektiv und gut modernen Angriffsfussball spielen kann.
    Würde ich bei Yogi auch gerne so sehen, hat er immerhin schon ausprobiert, während ich bei Fr. N vom D befürchte …

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  • holly sagt:

    ich glaube nicht das die anderen Teams in der BL soviel stärker geworden sind. sicher haben sich einige Teams gut verstärkt, aber normalerweise müssen Frankfurt, Potsdam und Wolfsburg immer noch diese Mannschaften dominieren.
    Frankfurt hat schon seit einiger Zeit Probleme geben die sogenannten „kleinen“.
    Potsdam wirkt sehr unkonzentriert noch nicht eingespielt? Ich weiss es nicht. Oder ist es der jahrelange Aderlass an Spielerinnen der diesmal nicht aufgefangen werden konnte?

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  • DAWIDenko sagt:

    @holly:
    „ich glaube nicht das die anderen Teams in der BL soviel stärker geworden sind. sicher haben sich einige Teams gut verstärkt, aber normalerweise müssen Frankfurt, Potsdam und Wolfsburg immer noch diese Mannschaften dominieren.“

    Natürlich müssten die Top-Mannschaften die kleineren auch weiter dominieren. Das tun sie in den meisten Fällen auch. Vor allem ist dort auch häufig das gravierende Problem die zum Teil mangelhafte Chancenverwertung.
    Das aber was die kleinen Teams immer besser machen: Sie können auch mitspielen und sind bei Ballverlusten der Favoriten zur Stelle. Gerade bei Standardsituationen strahlen sie Gefahr aus, manchmal sogar mehr als die Favoriten selber, die sich dort häufig sehr hamlos zeigen.
    Wenn ich an das Spiel von Jena gegen Turbine denke, was ich live gesehen habe, wurde mir verdeutlicht wie gut Jena mitspielen konnte. Selber den Ball durchs Mittelfeld kombinierte.
    Auch im Spiel gegen Wolfsburg eine Woche später, erspielten (!) sich die Thüringerinnen eine menge Torchancen, was ich zumindest in der Zusammenfassung vom Mdr Sport sehen konnte.
    Das kann kein Zufall sein.
    Letzte Saison hat das bei Jena noch nicht so geklappt. Da rührten die „Underdogs“, wie z. B: Jena eher Beton an.
    Gerade zu Hause präsentieren sich Teams wie Jena, Essen etc. selber auch spielerisch immer stärker.
    Auch dass sie zum Ende hin einen Rückstand noch egalisieren können, zeigt deutlich, dass auch die konditionellen Unterschiede geringer werden.

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  • Sheldon sagt:

    Ohja, Frankfurt hat zum zweiten Mal unentschieden gespielt, und schon reden alle hier schon wieder von Krise.

    Habe das Spiel nicht gesehen, aber so wie hier über das Spiel berichtet wurde, scheint Frankfurt ja überlegen gewesen zu sein, hat aber am Ende das Schwimmen angefangen (Potsdam lässt grüßen).

    Ich sehe hier nicht ein derart großes Problem:
    1. Frankfurt hat aus 4 Spielen 8 Punkte geholt und ist damit punktgleich mit Wolfsburg und nur 2 Punkte hinter der Spitze.
    2. Von der Aufstellung her hätte ich auch eher ein 4-1-4-1 vermutet. Sollten sich Bajramaj und Marozsan auf dem Platz vertragen, sehe ich das auch als die beste Alternative an:
    Behringer sollte die Defensivarbeit alleine von ihrer Qualität her alleine schaffen, als klassischer Abräumer. Die 4 Spielerinnen hinter Celia sind eigentlich 4 absolute Klassespielerinnen, die sehr flexibel sind. Hier hat man viel Kreativspielraum. So kann Bajramaj beispielsweise als hängende Stürmerin aus der Tiefe kommen und Celia als Ablegerin nutzen. Garefrekes und Laudehr können sich zu einem 4-3-2-1 fallen lassen, wahlweise auch nur eine, sodass Bajramaj in den freien Raum auf die Außen starten kann. Marozsan hat sehr viel Spielraum nach hinten und kann schon früh Bälle holen, sodass sie das 1:1 im Zweikampf nicht riskiert. Wahlweise kann auch Celia die Position mit Bajramaj, Laudehr und Garefrekes tauschen.

    In der Theorie alles gut und schön, in der Praxis wird das sicher noch eine ganze Zeit dauern, bis das alles so flüssig läuft. Generell sehe ich diese Variante allerdings als die taktische Variante an, auf die der Kader von Frankfurt am besten ausgerichtet ist.

    In der Abwehr sehe ich auf der Außenbahn mit Schmidt auch eine Spielerin, die bei diesem System auch im eigenen Angriff die Lücke auf der Außenbahn nach vorne schließen kann, Ähnliches gilt für Babett Peter, wenn sie wieder fit ist.

    Es funktioniert noch nicht alles, aber die Richtung, in die Bell versucht, mit der Mannschaft zu arbeiten, scheint mir doch sehr vielversprechend zu sein.

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  • xyz sagt:

    Ist ja schön,dass Sokrates auch denkt Maro ist lauffaul und zu langsam.Ich sehe das genauso und kann einfach nicht verstehen dass man sie immer so extrem über den grünen Klee lobt.Ich finde diese Spielerin absolut überbewertet und denke da gibt es beweglichere Spielerinnen die mehr Potential haben. Wenn andere fleißige schnelle Spielerinnen Maro nicht zuarbeiten,dann sieht diese doch ganz schon alt,beziehungsweise langsam aus!

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  • Herr Schulze sagt:

    Dieses 1-4-1–Doppel6-Gebabbel in diesem Thread erscheint mir doch für das, was auf den Plätzen umgesetzt wird, etwas very hirni. Der Hinweis auf das Hüh-Ner-Hau-Fen-System von Dummkopf ist die passende Bemerkung. Diese überkandidelte System-Denke der Frankfurter Trainer ist für mich das gravierende Problem. Bell setzt diese Egomanie bisher jedenfalls fort.
    Zur Veranschaulichung: Das verordnete „Dominanz“-Spiel beim FFC erlebe ich im wesentlichen so: 1. Priorität Ballbesitz, 2. Priorität Absicherung, 3. Prirität Offensivspiel. Und auf dem Platz heißt das, dass die instruierte Spielerin zunächst danach schaut, den sicheren Pass zu platzieren und der Blick nach vorne erst irgendwann kommt.
    Hinzu kommt, dass ein sicheres Passspiel eine extrem hohe Ballfertigkeit voraussetzt. Die ist selbst beim FFC in höchst unterschiedlichem Maße vorhanden und geht von daher regelmäßig in Fehlpässen unter. Die Spielanlage ist verkopft und deswegen gehemmt. Sie produziert, wie man es seit Monaten sieht. auch keine Sicherheit.
    Deprimierend und typisch für diese Denke ist, dass Trainer wie Manager das gezeigte Spiel auch im Nachhineien goutieren (siehe FFC-Seite) und nur die mangelnde Aufmerksamkeit der letzten zehn Minuten bemängeln, in denen man sich um den „verdienten Lohn“ (Bell) gebracht habe. Für die wäre mit dem 2 zu 0 alles okay gewesen. Ich wäre auch frogh gewesen, aber das Spiel hat mir schon nach zehn, fünfzehn Minuten nicht mehr gefallen.

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  • Sheldon sagt:

    @Herr Schulze: Es stimmt schon, dass es egal ist, wie das System ist, wenn einfachste Dinge nicht funktionieren.

    Doch ich denke, um das abzustellen, braucht man ein festes, auf die Mannschaft zugeschnittenen System, in dem man arbeiten kann und diese Fehler abstellen muss. Weiß jeder, wo erstmal sein Platz ist, dann kann auch mehr Sicherheit und Routine hineinkommen.

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