Wolfsburg und Freiburg feiern die ersten Siege

Von am 3. Oktober 2013 – 16.41 Uhr 24 Kommentare

Nach zwei Unentschieden in Folge hat Meister VfL Wolfsburg am dritten Bundesligaspieltag seinen ersten Saisonsieg gefeiert, auch der SC Freiburg hat den ersten „Dreier“ verbucht. An der Spitze steht weiter der 1. FFC Turbine Potsdam.

Mit 2:1 (1:0) haben die Potsdamerinnen den FCR 2001 Duisburg besiegt. „Der Gegner hat uns das Spiel schwer gemacht“, so Turbine-Trainer Bernd Schröder nach der Partie, und sein Gegenüber trauerte vergebenen Möglichkeiten hinterher.

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Hegerberg und Anonma treffen für Potsdam
Ada Hegerberg brachte Potsdam in der 39. Minute in Führung, nach dem Seitenwechsel erhöhte Genoveva Anonma auf 2:0 (52.). Die Duisburgerinnen, die kurz vor Spielbeginn auf die Verletzung von Barbara Müller beim Aufwärmen reagieren mussten, kamen in der 72. Minute zum Anschlusstreffer. Nach einem Freistoß von Marina Himmighofen leitete Laura Neboli den Ball zu Jennifer Oster, die volley ins lange Eck traf.

„Ein Trainer ist natürlich nie zufrieden, wenn man nicht gewinnt; der Sieg war verdient, aber wenn wir unsere Chancen entschlossener genutzt hätten, wäre sogar ein Punktgewinn drin gewesen“, sagt FCR-Trainer Sven Kahlert. So versuchte es Lieke Martens in der 86. Minute mit einem Schuss aus etwa 18 Metern, scheiterte jedoch ebenso an der gegnerischen Torhüterin Ann-Kathrin Berger wie kurz darauf auf der anderen Seite Natasa Andonova.

Frankfurt gewinnt in Cloppenburg
Durch den knappen Erfolg stehen die Potsdamerinnen weiter an der Spitze – allerdings punktgleich mit dem 1. FFC Frankfurt und dem FC Bayern München. Die Frankfurterinnen kamen bei Aufsteiger BV Cloppenburg zu einem 4:0 (1:0)-Erfolg. Célia Šašic brachte den FFC vor 2 865 Zuschauern in der 28. Minute mit 1:0 in Führung. Nach der Halbzeitpause schraubten Kerstin Garefrekes (46.), Dzsenifer Marozsán (85.) und Kozue Ando (90.) das Ergebnis weiter in die Höhe.

Essen kann Potsdam-Überraschung nicht wiederholen
Knapper war da der 2:1-Erfolg des FC Bayern München bei der SGS Essen. Über 1 700 Zuschauern kamen ins Stadion Essen, sahen aber eine frühe Gäste-Führung. Amber Brooks brachte den FCB bereits in der sechsten Minute in Führung. Irini Ioannidou glich in der 20. Minute aus. Doch im Gegensatz zum Pokalspiel gegen den 1. FFC Turbine Potsdam konnten die Gastgeberinnen daraus keinen Profit mehr schlagen. Schon eine Minute später traf Sarah Hagen zum 2:1-Endstand für die Münchenerinnen.

Martina Müller

Martina Müller traf gegen Sindelfingen dreifach © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Erster Saisonsieg für Wolfsburg
Mit einem klaren 8:1 (6:1) gegen Tabellenschlusslicht VfL Sindelfingen hat Meister VfL Wolfsburg den ersten Saisonsieg gefeiert. Für die „Wölfinnen“ trafen Martina Müller (12./52./85.), Stephanie Bunte (23.), Jovana Damnjanovic (26./35.), Alexandra Popp (31.) und Lina Magull (38.). Der Sindelfinger Ehrentreffer gelang Anna-Lena Vollmer (43.).

Freiburg klettert auf Rang 8
Ebenfalls den ersten Saisonsieg holte der SC Freiburg. Die Breisgauerinnen gewannen gegen den FF USV Jena mit 2:0 (1:0). Sara Däbritz (1.) und Caroline Abbé (81.) trafen für den Sportclub, der sich durch die drei Punkte auf den achten Tabellenplatz verbessert hat. „Ich habe Jena nicht so spielstark erwartet, wie sie sich präsentiert haben. Unser Gegner war eindeutig die dominante Mannschaft. Wir haben heute gegen eine Spitzenmannschaft gewonnen, das war unsere bislang beste Saisonleistung. Wir haben noch nicht die Aggressivität in der Arbeit gegen den Ball gezeigt, die wir anstreben. Jetzt geht es nach Sindelfingen, da sind drei Punkte Pflicht“, so SC-Trainer Dietmar Sehrig.

Remis in Leverkusen
Ein enges Spiel lieferten sich Bayer 04 Leverkusen und die TSG 1899 Hoffenheim. Zweimal konnte die Werkself in Führung gegen, beide Male glich der Aufsteiger aus, und am Ende stand es 2:2 (1:0). Die Führung in der ersten Halbzeit gelang Turid Knaak (10.), in der 62. Minute glich Leonie Pankratz aus. Die erneute Leverkusener Führung durch Knaak (66.) egalisierte Theresa Betz in der 85. Minute.

Ergebnisse 3. Spieltag Frauen-Bundesliga

SC Freiburg FF USV Jena 2:0 (1:0)
1. FFC Turbine Potsdam FCR 2001 Duisburg 2:1 (1:0)
Bayer 04 Leverkusen TSG 1899 Hoffenheim 2:2 (1:0)
VfL Wolfsburg VfL Sindelfingen 8:1 (6:1)
BV Cloppenburg 1. FFC Frankfurt 0:4 (0:1)
SGS Essen FC Bayern München 1:2 (1:2)

Tabelle

Rang Verein Spiele Tore Punkte
1. 1. FFC Turbine Potsdam 3 10:2 7
2. 1. FFC Frankfurt 3 7:1 7
3. FC Bayern München 3 5:3 7
4. VfL Wolfsburg 3 10:3 5
5. Bayer 04 Leverkusen 3 5:2 5
6. TSG 1899 Hoffenheim 3 4:6 4
7. FCR 2001 Duisburg 3 5:6 3
8. SC Freiburg 3 3:4 3
9. SGS Essen 3 5:6 2
10. FF USV Jena 3 2:4 2
11. BV Cloppenburg 3 3:7 2
12. VfL Sindelfingen 3 1:16 0

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24 Kommentare »

  • Aldur sagt:

    In Essen gab es am Feiertag leider nur fussballerische Magerkost. Die Aufstellung der SGS überraschte etwas: Ioannidou begann rechts im Mittelfeld, dafür verteidigte Klasen links hinten, und Mester bekam mit Janssen eine zweite 6erin an die Seite gestellt. Bei so einer eher defensiven Aufstellung ist es natürlich suboptimal, wenn man nach 6 Minuten durch eine Standardsituation in Rückstand gerät. Außer dem sehenswerten Freistoßtor von Ioannidou, dem Hagen aber postwendend die erneute Bayer-Führung folgen liess, kam von der SGS nach vorne nicht viel. In der zweiten Halbzeit wurde es nach Einwechslung von Mann und Wolf etwas besser, aber zu keinem Zeitpunkt so zwingend, wie in den letzten 20 Minuten des Potsdam-Spiels. Die Bayern konnten oder wollten auch nicht mehr tun als nötig, haben aber auf Grund der besseren Chancen und der reiferen Spielanlage hochverdient gewonnen. In der zweiten Halbzeit gab es noch eine strittige Szene, als Dallmann im Bayern-16er zu Fall kam. Es war aber von der Tribüne in Echtzeit unmöglich zu erkennen, ob elfmeterreif oder nicht. Ein Ausgleich wäre aber nach dem Spielverlauf auch schmeichelhaft gewesen. Einzig positiv war die für Essener Verhältnisse unglaubliche Zuschauerzahl von 1700, die aber leider nur eine Partie auf sehr überschaubarem Niveau geboten bekamen.

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  • enthusio sagt:

    Essen hat gegen München erfreulicherweise zwar einen eigenen neuen Zuschauerrekord aufgestellt, scheint aber ein schlechtes Spiel abgeliefert zu haben. Eine Zusammenfassung des Spiels wird man zum Glück demnächst wieder auf http://www.powerplay-tv-essen.de sehen können.
    Da hier im Forum niemand einen Spielbericht geliefert hat, hier ein Link dazu:
    http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/essen/sgs-verliert-1-2-gegen-bayern-und-muss-nun-nach-jena-id8525622.html

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  • balea sagt:

    @grammofon: Nachdem ich das Essen Spiel gesehen habe, konnte ich die Pause für Singer und Bremer sehr gut verstehen. Bremer wirkte total überspielt, nicht unbedingt körperlich platt, aber einfach mental erschöpft – falls man das so von aussen erkennen kann. Ich dachte schon nach dem Jena Spiel dass sie einfach mal 2 – 3 Wochen Pause verdient hätte (nicht als Strafe gemeint, im Gegenteil). Und Singer war einfach langsam, nicht präsent, recht fehlerhaft… also noch etwas wackliger als Mjelde gegen Duisburg.
    Naja, also nach den letzten Spielen finde ich die Abwehr im Moment am schwächsten – bis auf Ulla. Mittelfeld und Offensiv gibt es soviele Alternativen, aber insbesondere gegen noch stärkere Gegener muss die Abwehr stabilisiert werden. Vielleicht mit Wesely?
    Über die Leistung von Kaba habe ich mich sehr gefreut. Ich habe sie sehr stark kritisiert nach dem Essen Spiel. Weniger wegen der schwachen Leistung, als vielmehr wegen ihrer „schwachen“ Reflexion der eigenen Leistung unmittelbar nach dem Spiel. Beides hat sie diesmal bedeutend besser gemacht und in dem Interview auch klar gemacht, dass es 1. Fehler gab, und die 2. verarbeitet wurden. Das hatte dann Format und ich wurde nach meiner Kritik wieder ausgesöhnt.

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  • Detlef sagt:

    Nachdem ich mir das Spiel noch einmal in voller Länge angeschaut habe, muß ich nochmal ein paar Worte zur Schiedsrichterleistung sagen!!!
    Ja doch, man muß immer wieder den Finger in die offene Wunde des DFB legen, und die unbefriedigenden Leistungen der Unparteiischen anprangern!!!

    Frau Rafalski war ein Musterbeispiel an Inkonsequenz, wo die selben Vergehen völlig unterschiedlich bewertet wurden!!!
    Da gab es zB für ein Handspiel, wo der Arm weit vom Körper weggestreckt war, und der Ball somit eine völlig andere Richtung nahm, nicht mal einen Freistoß!!!
    In einer anderen Szene bekam eine Spielerin dafür sofort die gelbe Karte, obwohl der Arm diesmal nur wenig vom Körper wegzeigte, und der Ball aus kürzester Entfernung abgezogen wurde!!!

    Da wurden klare taktische Fouls, wo der Ball gar keine Rolle spielte, nur mit einfachem Freistoß geahndet, und Pipifax-Vergehen gleich mit Gelb oder einer strengen Verwarnung bestraft!!!

    Höhepunkt war eine Einwurfentscheidung, wo die Linienrichterin in die eine -, und die Schiedsrichterin genau in die entgegengesetzte Richtung zeigte!!!

    @grammofon,
    Deine Beobachtung zu NATASCHA kann ich so nicht teilen!!!
    Sie hat sehr viel Schwung reingebracht, und hätte eigentlich schon eher kommen müssen!!!
    Wahrscheinlich hätte sie dann auch ihr Tor gemacht!!!

    Und wieder hat Schröder einen Wechsel verschenkt, wo wir doch einen so großen Kader haben, und die Reservistinnen auch Spielpraxis bräuchten!!!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Kompromisslose Zustimmung, Detlef! Nur brauchte ich dafür das Spiel nicht ein weiteres Mal anschauen. 😉
    Ich habe den Eindruck, dass das gestiegene BL-Niveau sich nahezu ausschliesslich auf die spielenden Akteurinnen beschränkt, der Rest weiterhin hinterhinkt.

    Zu Natasa:Sie brachte in einer Situation sogar völlig unnötigen, weil überzogenen „Schwung“ ins Spiel, und das erst recht, wenn man bedenkt, es ging gegen ein befreundetes Team!

    Ansonsten einige Parallelen zum Essener Spiel:
    Mit der Auswechslung von Ada setzte erneut eine (Fast-)Wende im Spiel ein. Chancenverwertung erneut untermaßig, was sich durchaus rächen hätte können, wenn nämlich Kaba, den weit schwierigeren letzten Torschuß als das Tor zuvor, passieren hätten lassen müssen.
    Wohltuende Abweichung:
    Weit weniger lange Bälle in die Sturmmitte.
    (kein Anspruch auf Vollständigkeit!)

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  • grammofon sagt:

    @Detlef: Ja die Schiedsrichterleistung war wieder nicht so toll. Aber relativ zum allgemeinen Niveau in der BL fand ich sie jetzt gar nicht so schlecht. Das mit dem Einwurf war schon komisch, vor allem da die Linienrichterin eigentlich recht hatte… naja.

    Ich verfolge jetzt neuerdings auch regelmäßig die Männer Regionalliga. Und es sagt schon einiges aus, dass die Qualität der Schiedsrichter da besser ist als in der Frauen Bundesliga…

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  • xyz sagt:

    Habe das Essenspiel gesehen und mich gewundert,dass der Trainer gegen Bayern umgestellt hat. In der Vergangenheit hat sich doch gezeigt,dass KLasen keine Verteidigerin ist. Warum wurde die Viererkette verändert? Warum hat man wieder die erste Elf umgestellt? Ich hoffe dass bald Dörpinghaus und Leiding wieder fit sind,damit wenigstens in der Viererkette hinten Stabilität herrscht!und der Trainer nicht bei jedem Spiel umstellt,damit eine erste Elf mal konstante Leistung bringen kann.

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  • Detlef sagt:

    @Frau Fußball,
    Nunja, manchmal hat man im Stadion einen verzerrten Blick auf die Situationen, wo die TV-Bilder (trotz weniger Kameras) meist aussagekräftiger sind, vor allem natürlich Dank Zeitlupe!!!

    Ich habe auch den Eindruck, daß die Schirileistungen seit Jahren stagnieren, während die Spiele immer schneller und auch etwas ruppiger werden!!!

    Naja, befreundeter Verein hin wie her, in den 90 Minuten auf dem Platz muß man andere Prioritäten setzen!!! 🙂
    Außerdem ist NATASCHA ein Kind des Balkans, wo man schon mal etwas emotionaler reagiert als hierzulande!!! 😉

    Die schlechte Chancenverwertung macht auch mir arge Kopfschmerzen!!! 🙁
    Eine ähnliche Quote wie gegen Essen und Duisburg, verspricht gegen stärkere Teams nichts Gutes!!!

    Und nun mach KABA nicht gleich wieder schlecht, denn der war wirklich schwer zu halten, und auch hier patzten vorher wieder die Abwehrspielerinnen!!!

    @grammofon,
    Schau Dir nochmal das Spiel in voller Länge an, daß öfnet die Augen!!! 😉
    Die gelbe Karte für JOJO war ein ganz schlechter Witz!!!
    Frau Rafalski hat die Situation nämlich gar nicht gesehen, und man konnte denken, daß sie nur deswegen Gelb gezückt hat, weil sich die Duisburgerinnen beschwert haben!!!
    Ich hatte mir schon im Stadion an den Kopf gelangt!!!
    Und auch nach Studium der TV-Bilder bleibe ich dabei, daß war im Leben keine gelbe Karte!!!
    Wenn man jetzt bedenkt, daß diese „doofen Karten“ genau die gleichen Auswirkungen haben wie die Gerechtfertigten, dann macht mich das furchtbar wütend!!!

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  • EGU sagt:

    Hier ist auch eine Zusammenfassung des FFC Spiels in Cloppenburg, mit Pressekonferenz, von BVC-TV.

    http://www.bvc-kicker.de/index.php?page=311

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