SC 07 Bad Neuenahr wird in neuen Verein überführt

Von am 30. September 2013 – 15.28 Uhr 7 Kommentare

Nach mehr als 100 Jahren wird der Name SC 07 Bad Neuenahr bald von der Bildfläche verschwinden. Der Spielbetrieb des insolventen Vereins soll in den neu gegründeten SC 2013 Bad Neuenahr überführt werden.

Am vergangenen Samstag fand nach dem DFB-Pokalspiel zwischen dem SC 07 Bad Neuenahr und dem 1. FFC Frankfurt die Gründungsversammlung des neuen Vereins SC 2013 Bad Neuenahr statt. Zweck des Vereins ist „die Förderung des Fußballsports und der sportlichen Jugendarbeit“, heißt es in einer Pressemitteilung des SC 07 Bad Neuenahr.

Gleichberechtigung per Satzung
Der Satzungszweck werde insbesondere verwirklicht durch die Durchführung von Trainingseinheiten, Spielen und Turnieren. Der Verein betreibe und fördere insbesondere den Leistungs-, Breiten-, Familien- und Freizeitsport. Jedes Vereinsmitglied habe die Möglichkeit, sich vollständig und gleichberechtigt am Vereinsleben zu beteiligen, und zwar unabhängig von seinen individuellen Fähigkeiten, ethnischer wie sozialer Herkunft, Geschlecht oder Alter.

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Logo Bad Neuenahr

Logo des SC 07 Bad Neuenahr © SC 07 Bad Neuenahr

Breitere Basis angestrebt
ür die aktuellen Mitglieder des SC 07 bedeutet dies, dass der neue Verein ihnen eine sportliche Heimat bieten wird. Der SC 2013 Bad Neuenahr knüpfe damit nahtlos an die lange Tradition des Männer- und Frauenfußballs an, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Gleichzeitig sei angestrebt, mit neuen Ideen und Aktivitäten den Verein auf eine breitere Basis zu stellen.

Interims-Vorstand gewählt
Neben der neuen Satzung wurde von den Gründungsmitgliedern auch ein sogenannter Gründungsvorstand gewählt: Bis zur ersten Mitgliederversammlung leiten Stefan Gustav als Präsident sowie Dagmar Schweden und Prof. Dr. Hartmut Völcker als Vizepräsidenten die Geschicke des Vereins. Sie stützen sich dabei auf viele Mitwirkende, die mit großem ehrenamtlichem Engagement den Trainings- und Spielbetrieb und die dazu erforderliche Organisation stemmen sollen.

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Markus Juchem (49) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

7 Kommentare »

  • nadenn sagt:

    Einfach den Namen ändern und schon ist man Schuldenfrei?
    Ich finde das doch sehr Zweifelhaft.
    Und wenn das ganze als Vereinsneugründung läuft, müssten die meiner Meinung nach auch ganz unten Anfangen.(Wie jeder Verein der neu gegründet wird.)
    In Duisburg , wo man komplett in einen anderen Verein wechseln will, müsste auch ganz unten wieder angefangen werden.
    Ansonsten ist das unfair gegenüber den Vereinen die keine Finanziellen Risiken eingehen sondern vernünftig wirtschaften.
    Mir ist bekannt das das in der Vergangenheit schon öfter im FF passiert ist, aber richtig ist das nicht. Da sollte der DFB sich mal Gedanken darüber machen.

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  • FF-Talent sagt:

    Laut Vereinsrecht muss sich ein aufgelöster Verein nach (insolvenzbedingter etc.) Neugründung MERKLICH auch im Namen vom alten unterscheiden. Dass es neuerdings schon ausreicht, einfach die Jahreszahl zu ändern, ist sehr kulant von den zuständigen Vereinsregister-Verwaltern. Können sie ja ab sofort „Tradition seit 2013!“ auf ihre Merchandising-Artikel drucken. 😉

    @ nadenn: Natürlich ist das mit „gesundem Menschenverstand“, „Moral“ und anderen großen Worten ausgedrückt für die meisten Leute nicht nachvollziehbar. Der eine Verein nennt sich einfach um, andernorts werden Spiellizenzen für Geld verkauft, andere Vereine bewerben sich gar nicht um Lizenzen (z.B. freiwilliger Verzicht auf sportlichen Aufstieg). Die Liste der diskussionswürdigen Lizenzspielchen ist lang: Kein spezielles Problem für/von Neuenahr. Das System dahinter ist es doch!

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  • egal sagt:

    Was regt ihr euch denn auf? Wenn es erlaubt ist, wird es gemacht. Das war schon immer so. Einzig tröstlich ist, wenn sich der Name nur unwesentlich ändert, die handelnden Personen die gleichen sind, wird das Ergebnis bestimmt ebenso das gleiche werden. Also weiter mit dem fröhlichen Geld verbrennen!

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  • Fritz W. sagt:

    Also: im Moment wird bestimmt kein Geld in Bad Neuenahr verbrannt.

    Aus der BuLi ist der Verein ja bereits zwangsabgestiegen.

    Der Klassenerhalt wird für alle Mannschaften bis zu den B-Mädels sehr schwierig werden, da auch im unteren Bereich zahlreiche Spielerinnen den Verein verlassen haben.

    Wenn ihr jetzt auch noch die letzen Mädchenteams abwickeln wollt, dann nur zu. Wäre allerdings schade um die verbliebenen ehrenamtlichen Helfer und Spielerinnen.

    Oder glaubt ihr, dass die Geldhacker noch im Klub wären für nix und wieder nix. Die sind doch längst woanders…

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  • egal sagt:

    Drei der Geldverbrenner des großen und größten Stiles waren am Wochenende zu Besuch. Kleine sind immer noch da.

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  • Bürger sagt:

    Eigentlich ohne Worte… ja… lächerlich.

    Man lebte hier schon seit einigen Jahren auf zu großem Fuße, obwohl die Bevölkerung den Club kaum unterstützte oder wahr nahm oder auch nimmt.
    Sollten die Kurgäste etwa das Frauenteam, welches vom Fußballerischen Niveau (bis auf ein paar wenige Ausnahmen) nicht gerade gesegnet ist, unterstützen?
    Entschuldigung. Hier fehlt mir definitv das Verständnis. Das der Verein durch diese Mannschaft gegen die Wand fährt, war schon seit vielen Jahren abzusehen!

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  • egal sagt:

    Bahnt sich da doch noch eine Wendung an? SC13 Gründer schon unter Beschuß:
    http://e-paper.wochenspiegellive.de/book/read/id/000113C683A495EA
    Rainer Jakobs der Spielverderber.

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